Geiger: Astabiler Multivibrator, wirklich?

Gast #2430405
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http://www.geotech1.com/pages/geo/projects/geiger/geiger_150.pdf

hallo,

kann jemand mal über die Schaltung auf der Seite 2 drüberschauen.
Für mich sieht es die Schaltung aus Q1, Q2, Trafo mit Mittelanzapfung
sowie den Widerstandsteilern nicht nach einem Ozillator.
Sobald einer der Transistoren auf ist, wird Potential an der
Basis des anderen abgesenkt -> stabiler Zustand.

Ist da ein Fehler (was ich kaum glaube) oder mache ich
einen Denkfehler?

Danke & Gruß
Gast #2430433
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Hallo.
Nein - Du hast Recht.

In der Praxis kommt die Schaltung jedoch nie in diesen Zustand.

Ich kenne jedoch eine Elektronik aus dem Automotive-Bereich, die genau 
deswegen mal Schwierigkeiten machte.

Aber auch der "Astabile Multivibrator" hat theoretisch dieses Problem. 
Schließt man beide CE-Strecken kurz, bekommt man ihn auch in einen 
stabilen Zustand.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Transistor_Multivibrator.svg&filetimestamp=20060618022551
Gast #2430481
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Hi Jürgen,

die Schaltung des astabilen Multivibrators mit den beiden C
kenne ich. Die ist quasi Standard in vielen Büchern.
Ich meine, dass dort die Situation insofern anders ist, dass
bei einem durchgesteuerten Transistor mit der Zeit die Basis des
anderen auf den höheren Potential gezogen wird.

Dass das Ding beim Start-Up in die Oszillation geht, ist dem
Umstand geschuldet, dass die Transistoren nicht 100% identisch sind.
B Stromverstärkung anders, etc.

Ich überlege gerade, ob der Schaltungsteil auf der anderen Seite
des Trafo eine funktionsrelevante Rolle spielt. Es könnte ja sein,
dass C auf der sekundären Seite "gespürt" wird. Von einer rationalen
Erklärung bin ich aber noch weit entfernt.
Gast #2430488
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Hallo,

Woodo schrieb:
> Ist da ein Fehler (was ich kaum glaube) oder mache ich
> einen Denkfehler?

vergiss den Transformator nicht. So bald Q1 oder Q2 leitet fließt auf 
ein Strom durch eine der Wicklungen des Trafos. Dieser Strom induziert 
in den anderen Wicklungen eine Spannung.

Mit freundlichen Grüßen
Guido
#2430524
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@  Woodo (Gast)

>http://www.geotech1.com/pages/geo/projects/geiger/...

>Ist da ein Fehler (was ich kaum glaube) oder mache ich
>einen Denkfehler?

Das Ding nennt sich Royer Converter und funktioniert hervorragend.
Der der meisten Oszillatoren heißt minimale Asymetrie. Einer der 
Transistoren ist immer einen Tick schneller/besser und gewinnt das 
Rennen beim Einschalten. Damit kippt die Symetrie erst recht und der 
Gewinner wird noch nach vorn katapultiert. Damit schwingt die Schaltung 
an. Und das erstaunlich stabil.

ohhh, ich sehe gerade, es ist kein resonanter Schwinger sondern ein hart 
schaltender. Dazu geht der Trafo in die Sättigung. Naja, geht auch, ist 
aber nicht ganz so schön.

MFG
Falk

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