Hallo zusammen, habe eine Idee die ich verwirklichen will. Und zwar will ich eine Kommunikation über ein WLAN Modul zu einem PC machen. Allerdings soll die Sicherheit besser eingestellt werden, als die aktuellen WEP,WPA etc deshalb habe ich mir gedacht nutze ich die Zertifizierung wie sie in Windows verwendet wird. Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht? Beispielsweise mit dem Umsetzen von RSA oder DSA als Kryptografisches Verfahren auf nem Mikrocontroller? (Hätte jetzt so an Atmel gedacht) Die Key bei windows zertifizierung sind 1 kByte groß sollte also keine Probleme geben) Bin für jede Hilfe dankbar Grüße Bernd
Hallo Bernd, wenn du WPA/WPA2 in Zusammenhang mit einem RADIUS-Server verwendest, kannst du dich auch mit Zertifikaten authentifizieren. Das halte ich für deutlich sicherer und vorallem erprobter, als hier irgendeine eigene Lösung zu basteln (mir RSA ist das noch lange nicht getan ...). Soll denn auch der Netzwerkverkehr über deinen Atmel-Prozessor gesendet werden? Falls ja, brauchst du schon einen ziemlich leistungsfähigen Prozessor ... Gruß Stephan
Er hat ja nur von Atmel geschrieben. Von AVR war da ja nicht die Rede. Ein AT91SAM9 kostet ja auch nicht die Welt. fchk
Ist zwar nicht ATMEL, aber die STM32F2xx-Käfer könnten vermutlich auch gut passen. Die haben sogar 'nen Random Geni drin. :-)
Hallo Bernd, was benötigst du denn, was das EAP nicht abdeckt? http://de.wikipedia.org/wiki/Extensible_Authentication_Protocol Gruß Stephan
Hallo, was willst du genau machen und was meinst du damit dass du die Sicherheit besser einstellen willst als es mit WEP/WPA möglich ist? Und was genau hast du mit RSA/DSA vor? Üblicherweise werden die nur zum Austausch von Schlüsseln für symmetrische Kryptoverfahren verwendet, einfach weil die Ver- und Entschlüsselung sehr viel länger dauert. Wir sprechen hier von Zeiten die teilweise im Bereich von Sekunden (pro Ver-/Entschlüsselung) liegen, so dass man eine deutliche Latenz hätte. Ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber die kleineren µC stoßen hier ganz sicher sehr schnell an ihre Grenzen. Das Wichtigste wäre allerdings, wenn der Sicherheitsanspruch so groß ist, dass nur getestete und geprüfte Implementierungen von Kryptoalgorithmen verwendet werden, da man ansonsten mit hoher Wahrscheinlichkeit das Ganze unsicherer macht als wenn man Standard-Wifi-Verschlüsselung nutzen würde. So ist z.B. RSA in der Form, wie es oft vorgestellt/erklärt wird anfällig gegen diverse Angriffe. Viele Grüße, Daniel
> Allerdings soll die Sicherheit besser eingestellt werden, als die > aktuellen WEP,WPA etc Was hast du gegen WPA2?
Simon Huwyler schrieb: > Ist zwar nicht ATMEL, aber die STM32F2xx-Käfer könnten vermutlich auch > gut passen. Die haben sogar 'nen Random Geni drin. :-) Ich würde gleich die STM32F4xx empfehlen, die haben direkt Hardware-RSA drin. Atmel hat nix in der Leistungsklasse.
Hallo, also ich will sicherstellen, dass das Modul auch wirklich das entsprechende Modul ist. Das heißt digitale Signierung. Dann will ich Daten austauschen über eine Verschlüsselte Verbindung. Z.B. geheime Informationen die ich vorher in dem Modul zwischengespeichert habe. Die Latenzzeit zum Signieren ist bei 1 bis 2 Sekunden in Ordnung. Nur die Datenübertragung sollte schneller gehen. Das ganze soll am besten mittels Zertifikaten gehen, wie beim normalen PC. Oder etwas zertifiziertem was so auch in der Praxis verwendet wird. Da ich nicht konstant Internetzugriff habe weder mit dem PC noch mit dem Atmel(will nen AVR Controller verwenden :-) ) hätte ich gedacht Zertifikat Zwischenspeichern auf dem AVR und PC mittels welchem man die Echtheit des Gegenüber verifizieren kann. Bei EAP muss man doch konstant zugriff auf nen Server haben oder liege ich da falsch? Mittels RSA wollte ich das System digital Signieren. Danke schon mal für eure Hilfe! Viele Grüße Bernd
> also ich will sicherstellen, dass das Modul auch wirklich das > entsprechende Modul ist. Das heißt digitale Signierung. Dann will ich > Daten austauschen über eine Verschlüsselte Verbindung. Ja das will jeder so machen. Dafür nimmt man aber 2 Verfahren. Erstmal wird mittels Zerifikaten und deren asymetrischen Schlüsseln a.) Der gegenüber Authentifizert und b.) Parameter für den Schlüsselaustausch verschlüsselt und ausgetauscht (z.B. Diffie-Hellman) Diese beiden Dinge geschehen eigentlich gleichzeitig da die DH Parameter eigentlich nicht verschlüsselt werden müssten. Durch die Verschlüsselung per öffentlichem Schlüssel des Gegenüber wird sichergestellt dass dieser im Besitz des entsprechenden privaten Schlüssels ist und somit weiß man dass man mit dem erwarteten Partner redet. Dann wird mit dem ausgehandelten symetrischen Schlüssel die restliche Kommunikation gesichert. Falls du es etwas einfacher haben willst, kannst du auch direkt von einer Partei einen symetrischen Schlüssel generieren lassen und diesen dann per assymetrischer Verschlüsselung (aus einem Zertifikat) sichern und der anderen Partei senden. Dann haben auch beide den symetrischen Schlüssel. Das bietet dann allerdings keine "Perfect Forward Secrecy", aber die Frage ist ob du das brauchst. gruß cyblord
Also nen AVR machen die Chinesen für nen paar 100 Euro auf... Für sowas nimmt man eher nen ARM mit "Security Features".
Authentifikation/Zertifikation ist nicht abhängig von asymmetrischen Verfahren wie RSA/DSA usw. Du kannst auch eine Authentfikation/Zertifikation mit symmetrischen Verfahren durchführen. Dafür gibt es viele Beispiele, und das sind alle bei denen du auf Sender und Empfängerseite ein Passwort eingeben musst. Ist dieser Prozess sicher dann ist diese Art der Authentifzierung genauso sicher wie mit asymmetrischen Verfahren. Ganz im Gegenteil ist es sogar so das erst die asymmetrischen Verfahren ein neues Problem genannt "Man in the Middle Attack" verursachen. RSA/DSA und Konsorten benutzt man weil ein potentieller Empfänger einer Nachricht im Vorhinein sicherstellen muß das er verschlüsselte Nachrichten an ihn adressiert empfangen möchte, ohne dabei wissen zu können von wem er in Zukunft Nachrichten empfangen wird. Gleiches gilt für Zertifikate im umgedrehten Sinne. Hier möchte eine Person Daten signieren ohne im vorhinein wissen zu können wer in Zukunft diese Daten auf Echtheit überprüfen will. Einziger kryptographischer Unterschied zwischen asymmetrischen und symmetrischen Authentifizierungen/Signierungen ist als die Frage ob man bei der Authentifikation/Signierung das Paswort kennen muß oder nicht. In jedem Fall benötigt der Empfänger/Signer ein Passwort egakl ob symmetrisches/Asymmtrisches Verfahren. Nur bei der Authentifikation/Verschlüsselung von Daten benötigt man bei asymmetrischen Verfahren nicht das Passwort, was bei symmtrischen Verfahren aber der Fall ist. Ergo: WLAN, Bluetooth basieren auf symmetrischen Authentifizierungen und sind nicht so "unsicher" weil diese Art der Kryptographie ansich unsicher oder nicht machbar wäre. Sie sind unsicher weil bei der Entwicklung "geschlampt" wurde-musste ;) Technologisch gibt es aber enorme Unterschiede, asymmetische Verfahren sind: - viel komplizierter und komplexer - anfälliger bei Fehlern in der Implementierung der Software und Protokolle - viel langsammer - das nötige Wissen der Nutzer um damit korrekt umgehen zu können ist weitaus größer symmetrische Verfahren sind: - anwendungssicherer - einfacher - schneller Deshalb gibt es auch kein Softwaresystem das auf reinen asymmtrischen Verfahren basiert, man benutzt dann immer Hybride bei denen die Hauptarbeit von symmtrischen Verfahren erledigt wird. Gruß Hagen
Bernd schrieb: > Allerdings soll > die Sicherheit besser eingestellt werden, als die aktuellen WEP,WPA etc Was gefällt dir an WPA2 nicht? Hagen Re schrieb: > Ganz im Gegenteil ist es sogar so das erst die asymmetrischen Verfahren > ein neues Problem genannt "Man in the Middle Attack" verursachen. Halte ich für ein Gerücht.
gaast schrieb: > Hagen Re schrieb: >> Ganz im Gegenteil ist es sogar so das erst die asymmetrischen Verfahren >> ein neues Problem genannt "Man in the Middle Attack" verursachen. > > Halte ich für ein Gerücht. Stimme dir zu. Warum sollte das so sein? Erst asymmetrische Verschlüsselung kann einen Man-in-the-middle Angriff verhindern. Für eine symmetrische Verschlüssung muss man ja erstmal den Schlüssel austauschen oder man braucht einen festen PSK in beiden Devices was auch unsicher ist. gruß cyblord
Einen AVR ? Ist zwar gut fuer Vieles, aber fuer Krypto Anwendungen zwei Nummern zu klein. Unter AVR32 machts keinen Sinn. Allenfalls ein UC3 oder AP7000.
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