Hallo Leute ich hatte Elektrotechnik, Schaltungstechnik, Messelektronik und Elektronik im Studium aber habe noch nie eine eigene Schaltung erstellt. Jetzt solls so weit sein Ich möchte etwas messen. Verstärke das Signal mit einem Instrumentenverstärker dann zum AD Wandler und schließlich zum µC und über USB dann zum PC. Die Versorgung soll auch über USB laufen. Evtl. möchte ich auch mehrere Messkanäle haben. Welche allgemeinen Überlegungen muss ich vorher machen? Wie wähle ich die Bauteile aus? Wäre nett wenn mir jemand schreiben könnte wie die übliche vorgehensweise bei der Erstellung einer Schaltung ist. Vielen Dank
Tim Appenroth schrieb: > Wäre nett wenn mir jemand schreiben könnte wie die übliche > vorgehensweise bei der Erstellung einer Schaltung ist. Im ersten Schritt baut man erst mal Schaltungen aus Fachzeitschriften oder aus dem Internet nach. Dadurch lernt man einige Bauelemente kennen. Im 2. Schritt macht man kleine Modifikationen an diesen Schaltungen. Erst wenn man genügend Bauelemente kennt macht es Sinn eigene Schaltungen damit zu entwerfen. Gruß Anja
Ein guter Tipp ist auch, sich mal die entsprechende oder vergleichbare/ähnliche Application-Notes bzw. Referenz-Designs der Hersteller anzuschauen. Da kann man schonmal viel entnehmen.
Tim Appenroth schrieb: > ich hatte Elektrotechnik, Schaltungstechnik, Messelektronik und > Elektronik im Studium aber habe noch nie eine eigene Schaltung erstellt. Was habt ihr eigentlich in Schaltungstechnik gemacht? Gestrickt?
Was hast du studiert mein Freund ?????????????
Würde sagen von innen nach außen. Erstmal überlegt man sich was die Schaltung können soll, dann sucht man sich die geeignete Sensorik, Messwandler, Schaltglieder etc. dazu aus. Dann schaut man in die Datenblätter genauer rein, was die Teile drum herum haben müssen, Spannungsversorgung z.B.. Dann schaut man wiederum da nach geeigneten Bausteinen und so weiter bis man am Netzstecker angekommen ist. Dann gehts ans Steckbrett, teile der Schaltung aufbauen, messen, prüfen, testen.
> ich hatte Elektrotechnik, Schaltungstechnik, Messelektronik und > Elektronik im Studium aber habe noch nie eine eigene Schaltung erstellt. Das kann nur ein Troll sein.
Heinz schrieb: > Das kann nur ein Troll sein. Naja, das ist das halt "verschulte" Studiensystem in Extremform. Nur nach Vorgabe arbeiten, damit der Prof oder Assi nicht so lange nachdenken muss. Tip an den TE: Besorge dir eine Simulationssoftware (z.B. Electronic Workbench oder NI Multisim. Dann kannst du die gröbsten Fehler vorher finden, ohne Bauelemente zu kaufen und evtl. kaputt zu machen. Wenn die Simulation läuft, sind die Chancen, dass es in Real auch funktioniert, zumindest bei einfachen und mittleren Schalungen, ziemlich gut.
Heinz schrieb: >> ich hatte Elektrotechnik, Schaltungstechnik, Messelektronik und >> Elektronik im Studium aber habe noch nie eine eigene Schaltung erstellt. > > Das kann nur ein Troll sein. Nicht unbedingt. Ich bin ebenfalls in den Genuss ähnlicher Vorlesungen gekommen, dort macht man alles aber ganz sicher keine Schaltungen entwerfen, geschweige denn sich zu überlegen welche Bauelemente usw. man verwendet. Von der Praxis ist das meilenweit entfernt. Aber es ist ja auch nicht das Ziel der Uni dass man als Gott des Schaltungsentwurfs dort herauskommt.
Ich wusste nach der E-Technik-Vorlesung auch ganz genau, wie ich einen Transistor zu dotieren hätte, um meine gewünschte Übertragungsfunktion zu erhalten. Aber eine Schaltung, die über eine simple Transistorschaltung mit 4 Widerständen hinausgeht, zu entwerfen, das wurde mir dort nicht beigebracht. Da habe ich aus den Praxisbastelbüchern aus der Bücherei und bei der vorausgehenden Lehre zum Fernsehklempner mehr gelernt. Und insbesondere habe ich da gelernt, das zwischen 10mV und 10kV nicht nur 1 Buchstabe anders ist. Meine Kommilitonen haben da ganz unbefangen einen Basisstrom von 4kA und einen resultierenden Emitterstrom von 3,2pA hingeschrieben. Die falsch umgestellte Formel brachte das mit sich. Ich habe dann immer nochmal nachgerechnet... ;-) Und ich würde vorschlagen: geh in die Bücherei und such nach solchen Schmachtfetzen, auf denen Elektronik-Hobby oder Elektronik-Basteln draufsteht. Dann bau die Schaltungen auf und lerne dabei, sie zu verstehen.
Joe G. schrieb: > Was habt ihr eigentlich in Schaltungstechnik gemacht? Gestrickt? Da haben wir Grundschaltungen behandelt und Spannungen und Ströme an bestimmten Knoten berechnet. Komplexe Schaltungen aufbauen gehörte da nicht dazu. Chose schrieb: > Was hast du studiert mein Freund ????????????? Ich studiere noch Biomedizinische Technik. Was ich machen möchte: Ich möchte bei neun Personenwaagen die Messbrücken anzapfen. Die dynamischen Signale sollen dann verstärkt, digitalisiert und dann einzeln über USB an den PC übermittelt werden. Die Spannungs- und Stromversorgung soll ausschließlich über die USB laufen. erste Überlegung: jedes Signal abgreifen -> einzeln verstärken -> alle zu einem Multiplexer -> Ad Wandler -> über USB an PC senden (das ganze natürlich in einer möglichst hohen Frequenz) zweite Überlegung: jedes Signal abgreifen -> einzeln verstärken -> einzeln AD wandel -> zum Mikrcontroller -> über USB an PC senden Welche von beiden Versionen ist überhaupt möglich und welche würdet ihr empfehlen? Vielen Dank
Personenwaage wird wohl heißen, dass da nicht in ms gesampelt werden muss. Wie nun im Einzelnen idealerweise abgegriffen werden kann kommt auf die Sensorik an. Mein Tip, mach mal so n Ding auf und schau nach was drinnen ist. Bauteilbezeichnungen wenn lesbar abschreiben, Bilder machen und hier wieder einstellen. EDIT: Wenn möglich Spannungen und Ströme in der Sensorik messen
@ Tim Appenroth (timberland) >Ich möchte bei neun Personenwaagen die Messbrücken anzapfen. Die >dynamischen Signale sollen dann verstärkt, digitalisiert und dann >einzeln über USB an den PC übermittelt werden. Die Spannungs- und >Stromversorgung soll ausschließlich über die USB laufen. Nun ja, mit deinem Kenntnisstand solltest du die Finger von empfindlichen Sensoren und Analogzeug lassen, beschränke dich auf den Digitalteil. Damit hast du mehr als genug zu tun. Besorg dir Waagen oder Sensoren, wo du digital an die Messwerte kommst. MFG Falk
Fhutdhb Ufzjjuz schrieb: > Mein Tip, mach mal so n Ding auf und schau nach was drinnen ist. > Bauteilbezeichnungen wenn lesbar abschreiben, > Bilder machen und hier wieder einstellen. Hallo genau das hab ich schon gemacht -> Beitrag "Wie funktioniert meine Personenwaage?" hab da auch alles soweit verstanden Falk Brunner schrieb: > Nun ja, mit deinem Kenntnisstand solltest du die Finger von > empfindlichen Sensoren und Analogzeug lassen, beschränke dich auf den > Digitalteil. Damit hast du mehr als genug zu tun. Besorg dir Waagen oder > Sensoren, wo du digital an die Messwerte kommst. Also ich wirke vllt bisschen blöd aber studiere ja immerhin schon über 3 Jahre und verstehe auch alles ziemlich schnell aber das ist jetzt so komplex. Wenn ich schon mal ein Stück weiter bin fällt mir was ein was ich beachten muss und das ganze Kartenhaus fällt in sich zusammen. Muss das im Praktikum machen. Es reicht auch eine Genauigkeit von etwa einem kg.
@ Tim Appenroth (timberland) >> Nun ja, mit deinem Kenntnisstand solltest du die Finger von >> empfindlichen Sensoren und Analogzeug lassen, beschränke dich auf den >> Digitalteil. Damit hast du mehr als genug zu tun. Besorg dir Waagen oder >> Sensoren, wo du digital an die Messwerte kommst. >Also ich wirke vllt bisschen blöd aber studiere ja immerhin schon über 3 >Jahre Forstwirtschaft? > und verstehe auch alles ziemlich schnell aber das ist jetzt so >komplex. Wenn ich schon mal ein Stück weiter bin fällt mir was ein was >ich beachten muss und das ganze Kartenhaus fällt in sich zusammen. Aha. Also siehe oben. >Muss das im Praktikum machen. Es reicht auch eine Genauigkeit von etwa >einem kg. Bei einem Messbereich von 10kg? Oder 10t? Siehe ganz oben. Und Netiquette. MFG Falk
Falk Brunner schrieb: > Forstwirtschaft? Sehr geehrter Herr Brunner, leider konnte ich über diesen "Witz" nicht lachen und wenn es Ihnen nur darum geht Menschen mit einem nicht so überdimensionierten Wissen, wie Sie es haben, runterzumachen, dann schreiben Sie besser gar nichts mehr. Alle Anderen bitte ich höflichst bei Problemen und Fragen zu helfen. Sofern meine Schaltungen, für mich, unerklärliche Fehler aufweist werde ich mich hier wieder melden. Mit freundlichen Grüßen
Hallo, ersteinmal möchte ich anmerken, dass ich es schade finde, dass in so einem Fachforum immer noch User gibt, die lieber den Fragenden bloßstellen anstatt sich konstruktiv an der Lösung zu beteiligen!!! Ich denke, dass der Bastler hier eine sinnvolle Frage gestellt hat und er Hilfe verdient. Wenn jemand seinen geistigen Müll loswerden möchte, möge er es bitte woanders tuen (z.B. Facebook, Twitter usw.) Nun zur Frage. Also es klingt schon etwas komplexer was du da vor hast. In der Industrie wird in Modulen entwickelt. Das würde ich dir auch vorschlagen. Entwerfe doch ersteinmal jede Sache/Modul für sich. Wenn diese einzelnen Module funktionieren, versuche sie miteinander zu koppeln und schon hast du ein fertiges Gerät. Um Materielschonend zu arbeiten, benutze ich LTspice als Simulationsprogrammm und ein Steckbrett zum physikalischen Aufbau. Vorteil der Software ist, sie ist kostenlos und sehr gut. Vorteil vom Steckbrett ist, man kann schnell ohne großen Aufwand, Teile tauschen oder eine völlig neue Schaltung aufbauen, ohne zu löten. Die Bauteilauswahl ist so eine Sache. Da müßtest du dich wahrscheinlich in jedes Teil extra einlesen und schauen, ob sie miteinander harmoniesieren. Viele Grüße, René
René K. schrieb: > ersteinmal möchte ich anmerken, dass ich es schade finde, dass in so > einem Fachforum immer noch User gibt, die lieber den Fragenden > bloßstellen anstatt sich konstruktiv an der Lösung zu beteiligen!!! Scheint sein Hobby zu sein, habe schon zig solche Beiträge von ihm gelesen. Die Elektronikkentnisse wurden ihm wohl angeboren, lernen musste er nie was. Zu dem was du vorhast.. klingt interessant, aber auch sehr kompliziert. Wenn du noch nie eine Schaltung entwickelt hast, lass lieber erst mal die Finger davon. Oder arbeite in sehr kleinen überschaubaren Teilen, die du auch im Nachhinein noch verstehst. 1. Hast du schon mal eine Schaltung mit mehr als 10 Teilen aufgebaut? 2. Hast du schon mal mit einem µC gearbeitet? 3. Kannst du eine Programmiersprache? Tipps wurden schon relativ viele genannt.. Am besten fand ich den Tipp von Anja, den solltest du unbedingt befolgen, wenn du weiterkommen willst :)
Vielen DANK für die hilfreichen Antworten. Also ich habe schon mal ein EEG Modul von Open EEG redesigned. Ansonsten wirklich nur sehr kleine überschaubare Schaltungen. Als Simulationsprogramm verwende ich PSpice, wurde halt von der Uni so eingeführt. Im Studium hatte ich ein Fach wo es ausschließlich um µC ging, allerdings nur theoretisch. Ebenfalls im Studium haben wir ein Lauflicht und eine 7 Segmentanzeige mit Assembler programmiert. Was ich vergessen hab zu sagen: Es soll kontinuierlich und dynamisch gemessen werden, sodass von allen 9 Waagen möglichst in Echtzeit ein Diagramm am Computer erstellt werden kann. Belastung liegt bei 0 bis 200kg. Impulse die darüber liegen müssen nicht gemessen werden. Hab jetzt schon einiges auf Papier gebracht wobei ich mich bisschen an den EEG-Messverstärker geklammert habe. Das EEG hat jedoch nur eine Frequenz von 0 bis nicht mal 100 HZ. Ein Sprung auf eine Waage jedoch wird eine sehr hohe Frequenz haben. Was wird dann passieren? Gibt es spezielle Bauteile für hohe Frequenzen? Welche Störungen könnte es geben?
Tim Appenroth schrieb: > Im Studium hatte ich ein Fach wo es ausschließlich um µC > ging, allerdings nur theoretisch. Ebenfalls im Studium haben wir ein > Lauflicht und eine 7 Segmentanzeige mit Assembler programmiert. Dann würde ich mich vllt. da noch ein bisschen reinarbeiten? Vom Lauflicht zu dem was du vorhast ist es schon ein grosser Schritt..
Dave Chappelle schrieb: > Dann würde ich mich vllt. da noch ein bisschen reinarbeiten? > Vom Lauflicht zu dem was du vorhast ist es schon ein grosser Schritt.. Okay. Soll ich bei Assembler bleiben oder lieber zu C wechseln? Für die Programmierung der µC habe ich 3 Wochen eingeplant sprich 120 Arbeitsstunden. Kannst du abschätzen ob das machbar ist? Danke!!!
Was möchtest du denn Messen ? -Daraus ergibt sich wie Schnell und womit gemessen werden muß. Dann guckst du wie genau gemessen werden muß und guckst ob sich das realisieren läßt mit bezahlbaren Bauteilen (Machbarkeitsstudie bzw. mal alles sackenlassen und darüber nachdenken). -Um wieviel muß das Meßsignal verstärkt werden bzw. nach welchem Meßprinzip werte ich es aus. Auswälen des Analog frontends (z.B. Operationsverstärker bzw. Meßbrücke usw.) -Simulation des Analog Frontends bzw. Testaufbau (Vergleich von Simulation und Realität). Fehlerkorrektur, nachdenken ... eventuel Redesign bzw. Auswahl anderer Bauteile. EMV verbesser Signal noise ratio verbessern usw. -Auswahl des AD-Wandlers (anpassen des Analogsignals). -Auswahl des µPs passend zum ADC bzw. nach Entwicklungsvorgaben und Datenrate (auch Erfahrung mit bestimmten µPs Falls andere Vorgaben nicht ins Gewicht fallen). ADC Software für µP schreiben (und Testen). -Kommunikationssoftware für µP schreiben, wie Protokoll, Physikalische Schnittstelle usw. (und Testen) -Software für PC schreiben (und Testen). -Alle Module die einzeln funktioniert haben Zusammenfügen und festellen das es Zusammen nicht funktioniert (Grinsen ... und Fehlersuche im kompletten Design usw.) Wenns denn irgendwann geht die Schönheitsfehler beheben sowie Stesstest und Benutzerfreundlichkeit verbessern ( z.B. Datensätze zur Auswertung in andere Programme exportieren bzw. importieren)
Ich würde C nehmen, denn der Code ist später leichter zu warten.
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