Hallo µC Community,
ich möchte mit meinem Attiny45 gerne einen BC639 schalten um 12V auf
eine LED Platine zu bekommen. Damit möchte ich in der Lage sein über den
Mikrocontroller die LEDS an und auszuschalten.
Das gleiche habe ich auch schon mit einem Lüfter gemacht, hier
allerdings mit einem BC547 - funktioniert wunderbar.
Ich denke, dass der Strom, den der AVR liefert nicht ausreicht, um den
BC639 zu schalten, denn wenn ich diesen in der gleichen Schaltung mit
einem BC547 ersetze funktioniert die Schaltung, es gehen aber nur die
roten LEDs an, da der kleinere Transistor nicht genug Strom liefern
kann.
Meine Frage ist nun, wie ich mit dem AVR einen BC639 schalten kann?
+12V o------------------------+
|
.-.
( X )
'-'
|
|/ T1,NPN
µC PIN o-------------| BC639
|>
|
GND o------------------------+
1. Es fehlt der Basiswiderstand (zwischen µC und Basis).
2. Ich hoffe, "X" ist LEDmit Vorwiderstand.
3. BC639 und BC547 haben eine andere Pinbelegung! => Datenblatt
Gruß Dietrich
Wie richtig vermutet lag es daran, dass ich für den BC639
fälschlicherweise die gleiche Pinbelegung angenommen habe, die auch der
BC547 hat.
Im Moment funktioniert es auch ohne Basiswiderstand sehr gut, ich
schalte auch nur 200mA. Ich werde mich aber in das Thema einlesen und
außerdem einen 2. Pin zum Schalten des BC836 verwenden.
Ich glaube, dass im Moment die weißen Leds nicht angehen, da die
Batterie fast alle ist. Springt zum Beispiel der Lüfter an werden auch
die Leds sehr viel schwächer.
Vielen Dank für die Hilfe und allen noch eineinhalb erholsame Tage.
Flops
Flops schrieb:> Im Moment funktioniert es auch ohne Basiswiderstand sehr gut, ich> schalte auch nur 200mA.
Das hat damit nichts zu tun - ohne Basiswiderstand riskierst Du, den µC
zu töten!
Gruß Dietrich
In der FAQ steht, dass es auch möglich ist den internen Pullup
Widerstand zu aktivieren um ohne externen Basiswiderstand zu arbeiten.
Ich werd mal schauen, wie das geht.
Hallo Flops schrieb:> Im Moment funktioniert es auch ohne Basiswiderstand sehr gut, ich> schalte auch nur 200mA. Ich werde mich aber in das Thema einlesen und> außerdem einen 2. Pin zum Schalten des BC836 verwenden.
!! sehr wichtig ist der Basis-VOR-widerstand, da der µP ca 4,5V als High
ausgibt, wenn der Transistor schaltet, liegen an der Basis ca. 1,2V an,
da der (die) Emitter auf Masse liegen.
Ein Transistor funktioniert Strom gesteuert, so dass der
Basis-VOR-widerstand für den Basisstrom zuständig ist.
Man kann sich den Widerstand als (hochohmige) Stromquelle vorstellen,
ohne ihn fließt ein sehr hoher Basisstrom.
Rechenbeispiel
Hfe = 100 (100x Stromverstärkung)
Ic = 10mA
Ib = Ic / Hfe = 10ma / 100 = 100µA
Rb = (Uhigh - Ub) / Ib = (4,5V - 1,2V) / (100 * 10^-6 A)
Rb = 33 V/A = 33 kOhm
Da wir den Transistor in der Sättigung betreiben wollen, sollte der
Basisstrom größer sein.
10k - 22k wird für Ic=10mA gut funktionieren.
Link: Beitrag "bsr14 (smd-npn), Schalterbetrieb, Basiswiderstand?"
Der internen Pullup hat auch überhaupt nichts mit einem externen
Basiswiderstand zu tun! Du solltest Dir mal grundlegende Kenntnisse über
Stromkreise aneignen!
In Deinem Fall fließt bei Ausgang=High der Strom von Vcc des µC aus dem
Ausgang heraus und dann in die Basis des NPN-Transistors nach GND. Die
Basisspannung ist aber so etwa 0,8V, d.h. der µC-Ausgang wird ohne
Widerstand auf diesen Wert herunter gezogen. Der Strom wird dann nur
durch die Innenschaltung des µC (Treiberleistung des Ports) begrenzt und
ist nicht genau kalkulierbar. Du wirst den µC daher wahrscheinlich
überlasten!
Gruß Dietrich
Hi,
schaut doch mal bitte in die Datenblätter, die Transistoren sind für
unterschiedliche Betriebsbereiche konzipiert. MaWin hat da vollkommen
recht!
BC639 Uce 100V Ic 1A
BC547 Uce 50V Ic 100mA
Gruss
GroberKlotz
Stefan schrieb:> Ist keine Emitterschaltung.
Ach nein? Was macht denn die Emitterschaltung? Leistungsverstärkung!
Macht doch der Schalter auch.
Kennzeichen Emitterschaltung = Bezugspotential für Ein - und
Ausgangssignal ist der Emitter ,der hier auf GND liegt. Also ist diese
Bedingung auch erfüllt.
Grüße,
Ingo