Hallo, kann mir jmd von euch erklären, was es mit der Angabe "Pulse pro Umdrehung" bei einem Encoder mit Rasterung auf sich hat? Ich möchte mir z.B. den folgenden Encoder kaufen. http://www.farnell.com/datasheets/96710.pdf Diesen gibt es mit einer Rasterung zwischen 8PPR und 64PPR. Welchen Vorteil haben 64PPR? In den Diagrammen stellt sich dies für mich als eine genauere Abtastung der jeweiligen Rasterung dar. Mfg Lars
@ Lars (Gast) >kann mir jmd von euch erklären, was es mit der Angabe "Pulse pro >Umdrehung" bei einem Encoder mit Rasterung auf sich hat? Siehe Drehgeber Mehr Pulse heißt, man hat eine höhere Auflösung. Das Bringt aber nur was, wenn man ebensoviele oder gar keine Rastpunkte hat. Ein Encoider mit 64 Pulsen und 8 Rastpunkten wäre sinnlos. >Vorteil haben 64PPR? In den Diagrammen stellt sich dies für mich als >eine genauere Abtastung der jeweiligen Rasterung dar. Höhere Auflösung. Bei 64 Pulsen kann man halt mit einer Umdrehung einen Parameter in einem Menu um 64 Schritte ändern. MFG Falk
wenn ich das jetzt richtig verstehe, wäre es doch sinnlos, einen Encoder zu produzieren, der 32 Rastpunkte besitzt aber nur 8PPR, oder? In diesem Fall hätte ich 32 Rastpunkte aber würde nur jeden 4ten auch per Signal auswerten können.
Lars schrieb: > kann mir jmd von euch erklären, was es mit der Angabe "Pulse pro > Umdrehung" bei einem Encoder mit Rasterung auf sich hat? 8 PPR bedutet: Jeder der beiden Kanäle A und B liefert bei einer Umdre- hung 8 Impulse, geht also 8 Mal auf High und 8 Mal auf low. Wie die Pulse und die Rasten zusammenhängen, geht aus den Bildern auf S. 5 des Datenblatts hervor. > Diesen gibt es mit einer Rasterung zwischen 8PPR und 64PPR. Die PPR-Angabe bezieht sich nicht auf die Rastung. Die Anzahl der (optionalen) Rastpunkten ist immer 32. Man kann sie mit 8PPR oder 32PPR kombinieren. Die 16PPR- und 64PPR-Variante gibt es nur ohne Rastung.
@ Yalu X. (yalu) (Moderator) >Pulse und die Rasten zusammenhängen, geht aus den Bildern auf S. 5 des >Datenblatts hervor. Halelulja! Wie es scheint gibt es auch Hersteller, die wissen wie man Drehgeber RICHTIG baut, nämlich mit den Rastpunkten MITTIG zwischen den Signalflanken. Eigentlich ist der Typ mit 8PPR und 32 Rastpunkten exakt der richtige Typ, denn der wirft pro Rastung genau EINEN Schritt raus. Damit muss man auch nicht in Software wieder runterskalieren. Und mehr Pulse zwischen den Rastpunkten bringen keinerlei Vorteil. MfG Falk
Falk Brunner schrieb: > Eigentlich ist der Typ mit 8PPR und 32 Rastpunkten exakt der richtige > Typ, denn der wirft pro Rastung genau EINEN Schritt raus. Nein, heutzutage muss mit jeder Bewegung eines Bedienelements eine synchronisierte Animation auf dem Bildschirm/Display verbunden sein. Das geht nur vernünftig, wenn zwischen zwei Rastpunkten möglichst viele Zwischenwerte ausgelesen werden können. Scherz beiseite: Bei der 32/32-Variante ist eine bessere Entprellung möglich. Zwischen zwei Rastpunkten gibt es vier Zustandswechsel. Beim jeweils dritten in Drehrichtung wird der Zähler inkrementiert/dekremen- tiert. Dadurch entsteht eine Hysterese, und man vermeidet ein Zappeln des Zählerstands, wenn man den Encoder ganz langsam über eine der Flanken dreht. Bei der 32/8-Variante hat man nur einen einzelnen Zustandswechsel zwischen zwei Rastpunkten, der sowohl zum Inkrementieren als auch zum Dekrementieren genutz werden muss. Wird der Encoder nicht schnell genug über diesen Punkt hinwegbewegt, zappelt der Zählerstand. Das stört zwar bei vielen Anwendungen nicht, ist aber trotzdem unschön.
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