Seit einer Weile hab ich das Gefühl, das mit unserem Finanz- und Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt. Ich denke mal, das geht vielen so. Auf der einen Seite hat man viele arme Menschen, die Bedürfnisse haben und sich aber wenig kaufen können, weil sie kein Geld haben. Andererseits gibt es viele Arbeitslose, die nicht beschäftigt werden können, weil die Produkte nicht verkauft werden können. Diese Arbeitslosen fehlen dann auch wieder als Käufer. Ein Teufelskreis. Die Wirtschaft und das Finanzsystem schaffen es im Moment nicht, für einen Ausgleich zwischen Nachfrage und Angebot zu sorgen, so das nicht jeder einen hohen Lebensstandard haben kann, obwohl die Produktivität durch Automatisierung hoch genug sein könnte, um alle glücklich zu machen. Die Frage ist nun, kann man das ganze System verbessern und gerechter gestalten? Heute bin ich zufällig auf diesen Artikel gestoßen: http://www.heise.de/tp/artikel/36/36329/1.html Vieles darin klingt interessant und plausibel. Zusammen mit der aktuell diskutierten Transaktionssteuer könnte das einiges verbessern. Mich hat zum Beispiel schon gewundert, das die Deutsche Bank wieder mal 4 Milliarden Euro Gewinn macht (angestrebt waren 10Mrd.), obwohl es dem Rest der Wirtschaft nicht so rosig geht. Wenn man sich so mal die Staatsverschuldung auf der Welt anschaut, dann kann man auch sagen, das fast alle Länder so tief in der Scheiße stehen, das sie da nie wieder raus kommen. Selbst die USA: 10% Neuverschuldung und die Schulden sind schon bei 100% des BIP. Das einzige große Land, dem es finanziell richtig gut geht, ist China und selbst in dem Land geht es nicht allen Menschen wirtschaftlich gut. Das kann doch nicht ewig so weiter gehen.
>Das kann doch nicht ewig so weiter gehen. Jou. Gute Nacht Deutschland. Wer macht nun endlich mal das Licht aus? Lese doch in diesem Thread mal: Beitrag "Eine einfache Lösung für die Eurokrise" Ich hab jetzt keine Lust alles schon wieder von neuem durch zu kauen.
>Seit einer Weile hab ich das Gefühl, das mit unserem Finanz- und >Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt. >Das kann doch nicht ewig so weiter gehen. Da bist Du nicht ganz der einzige und es gibt einiges an Literatur dazu: - Prof.Max. Otte: Der Crash kommt ( 2006 ) - Dirk Müller: Crashkurs ( ich glaube 2008 ) - Hörhan Gerald: Investment Punk - Sprengstoff Kapital - Verschwiegene Wahrheiten zum Aufschwung: Edgar Most, Steffen Uhlmann (Hrsg. - Unterm Strich: Peer Steinbrück
T. B. schrieb: > Seit einer Weile hab ich das Gefühl, das mit unserem Finanz- und > Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt. Nein, echt?? Ein vollbärtiger Wahl-Londoner hat das vor 145 Jahren schon gewußt. Blöd, daß sein Lösungsvorschlag auch nicht funktioniert hat.
Icke ®. schrieb: > Ein vollbärtiger Wahl-Londoner hat das vor 145 Jahren schon gewußt. > Blöd, daß sein Lösungsvorschlag auch nicht funktioniert hat. Er wurde bisher nirgends richtig umgesetzt. Meist endete es in Personenkulten, oder wurde massiv von außen sabotiert (zB wirtschaftliche Embargos). Das das System funktioniert kennt fast jeder aus der Familie und dem engeren Bekanntenkreis: siehe die dortigen Strukturen und Mechnismen: das uneigennützlige Anbieten der eigenen und Inanspruchnehmen von Fähigkeiten, Werkzeugen oder Gütern der Anderen, sowie auch für die zu sorgen, wo man weiß, dass sie keine für einen wichtigen Fähigkeiten im Tausch anbieten können. Geanu das ist der Kern dieser Lösung. Der Kapitalismus hat die Mehrzahl der Menschen aber noch stärker zum Egoismus erzogen, so das der Schritt zurück immer schwieriger wird.
Der große Bärtige hatte leider zwei Denkfehler in seinem System: Wird eine Gruppe zu groß und damit anonym, funktioniert das nicht mehr mit der gegenseitigen Rücksichtnahme und Unterstützung. => Der Mensch ist nur bedingt zum Altrusimus fähig. Die Ungleichverteilung und Begrenztheit der Rohstoffe und Ressourcen limitiert das System und wird bei frei zugänglichen Ressourcen immer zur Ausbeutung führen. => Allmende-Problem, Überfischung der Weltmeere Wobei man selbst die Aussage des Bärtigen noch pervertieren kann: Im "Kapital" heisst es sinngemäß zur Lohnarbeit: der Arbeiter muss mindestens soviel Lohn erhalten, dass er seine verbrauchte Arbeitskraft wiederherstellen kann. Wird nun mehr Wert geschaffen, als gleichzeitig an Arbeitskraft verbraucht wird, gilt: Erhält der Arbeiter diesen Mehrwert ausgezahl, hat er einen Vorteil davon. Behält der Arbeitgeber diesen Mehrwert ein, steigt sein Gewinn => Kapitalismus Nun stellt sich ein Herr Hundt hin und pervertiert das, indem er sagt: Da gibt es Arbeit, die ist so wenig wert, dass der Arbeiter davon seine Arbeitskraft nicht wiederherstellen kann. Und läßt sich die Differenz eben vom Sozialsystem als "Aufstocker" sponsoren. Und da geht kein Aufschrei durch die Gesellschaft, das meint man heute mit "sozialer" Marktwirtschaft.
Timm Thaler schrieb: > Wird eine Gruppe zu groß und damit anonym, funktioniert das nicht mehr > mit der gegenseitigen Rücksichtnahme und Unterstützung. => Der Mensch > ist nur bedingt zum Altrusimus fähig. Merkel ist doch gerade dabei, das Gegenteil zu beweisen: die Massen sind zu Altruismus fähig - wers nicht rafft, darf unter der Brücke wohnen - und die Zocker sind sehr zufrieden...
Erst gestern wieder gesehen und schon desöfteren in der medialen Berichterstattung vernommen: www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/120202-quer-mil lionaere104.html konnte leider nicht direkt verlinken, da der link als spam gesehen wird
Vlad Tepesch schrieb: > Das das System funktioniert kennt fast jeder aus der Familie und dem > engeren Bekanntenkreis: siehe die dortigen Strukturen und Mechnismen: > das uneigennützlige Anbieten der eigenen und Inanspruchnehmen von > Fähigkeiten, Werkzeugen oder Gütern der Anderen, sowie auch für die zu > sorgen, wo man weiß, dass sie keine für einen wichtigen Fähigkeiten im > Tausch anbieten können. Das ist m.E. mit Kommunismus nicht zu vergleichen. Zu den Menschen im Familien- und Bekanntenkreis bestehen persönliche Bindungen. Das Geben ohne Erwartung einer Gegenleistung ist da genau betrachtet gar nicht ganz uneigennützig, sondern dient der Aufrechterhaltung der Beziehungen. Und es funktioniert auf Dauer auch nicht ganz einseitig. In Bezug auf völlig fremde Personen funktioniert das System dagegen nicht oder nur sehr eingeschränkt. Ich würde z.B. einem Unbekannten durchaus helfen, der mit einer Autopanne liegengeblieben ist. Ich würde versuchen, den Fehler zu beheben oder ihn zur Werkstatt schleppen. Aber ich würde ihm keinesfalls mein Auto zur Verfügung stellen, damit er seine Reise fortsetzen kann. Der Kommunismus basiert darauf, daß jeder nach Kräften seine Leistung in die Gesellschaft einbringt und nur soviel entnimmt, wie er zum Leben braucht. Dies bedingt aber ein äußerst hohes Maß an Selbstdisziplin und Verantwortung. Das System würde aus dem Gleichgewicht geraten, sobald eine bedeutende Menge an Individuen zu wenig Leistung erbringt oder zuviel entnimmt. Ich halte es für unmöglich, auch nur zwei Drittel der Bevölkerung auf freiwilliger Basis zu dieser Disziplin zu bewegen.
Timm Thaler schrieb: > Der große Bärtige hatte leider zwei Denkfehler in seinem System: Apropo Denkfehler: > Wird eine Gruppe zu groß und damit anonym, funktioniert das nicht mehr > mit der gegenseitigen Rücksichtnahme und Unterstützung. => Der Mensch > ist nur bedingt zum Altrusimus fähig. Altruistisch sein zu können ist eine Fähigkeit die uns Menschen vom Rest unterscheidet. Altruismus ist also nicht der Hinterungsgrund warum es nicht funktioniert sondern die Ursache das es bis jetzt funktioniert hat. Denn das benötigen wir um Gesellschaften zu gründen. Das Problem sind nicht die Menschen die altruistisch sein können sondern diejenigen die das egoistisch ausnutzen. Und das kann man leicht in den Griff bekommen, es ist nämlich vorrangig eine Erziehungsfrage, und heute werden wir gesellschaftlich, als Umwelt für den Einzelnen, zu rücksichtslosen Egomanen erzogen. > Die Ungleichverteilung und Begrenztheit der Rohstoffe und Ressourcen > limitiert das System und wird bei frei zugänglichen Ressourcen immer zur > Ausbeutung führen. => Allmende-Problem, Überfischung der Weltmeere Die Unbegrenztheit von Resourcen führt zu deren Ausbeutung und nicht umgekehrt. Erst wenn Resourcen begrenzt sind wird man sparsammer und beginnt nach Lösungen zu suchen sie besser zu verteilen. Ergo muß globale Begrenztheit des Systems auch zu globalen Lösungen führen und dies heist Änderung des Verteilungs -Systems. Das ist eine notwendige und unabänderliche Folge die eintrifft ob wir das wahr haben wollen oder nicht. Die einzige Freiheit dir wir haben ist die Freiheit in die Einsicht der Notwendigkeit das es so ist. Also drei Denkfehler die du machst: 1. bei der Bewertung der kausalen Zusammenhänge 2. bei der Wahrnehmung deiner Umwelt 3. es Marx zu unterstellen ;) Denn das was du heute erlebst zeigt dies deutlich: wir haben den Punkt erreicht wo der Mensch das Ökosystem global annektiert hat. Die alten Lösung, auf der Ausbeutung aller Resourcen basierend, können nicht mehr funktionieren. Die ersten intuitive Reaktion des Systemes heist sparen für viele damit wenige prassen können. Man hat also erkannt das sparen angesagt ist: warum ? weil die Resourcen langsam knapp werden und ein exponentielles Wachstum unmöglich wird. Ausbeutung als Mittel zur Entwicklung ist untauglich geworden. Oder: nehmen wir mal an das Religionen ein Sympthom für unsere gesellschaftlichen Verhältnisse und Entwicklungsschritte sind. Wenn nun unser bisheriges System der Verteilung der Resourcen und des Reichtums auf Ausbeutung und Ungleichheit basiert und das nun immer weniger praktikabel wird dann müssten wir einen Rückgang des Glaubens der Menschen an diese Religionen messen können. Da diese Religionen eben keine Antworten mehr auf die heutigen Probleme liefern können. Und exakt das ist der Fall. Viele haben ihren Glauben verloren und suchen jetzt. Es entstehen Ersatzreligionen, es breiten sich die Wissenschaften aus, es gibt immer mehr Atheisten, man stellt immer häufiger und immer nachdrücklicher das System in Frage. Oder: die Organsisationsformen unserer Gesellschaften. Was erleben wir heute ? Den Verfall von Diktaturen, Pseudomonarchien, monarchischen Denksystemen wie Religionen, Nationalstaaten und Strategien die auf großen militärischen Armeen setzen. Die USA haben sich erst kürzlich von ihrer Doktrie verabschiedet zwei große Kriege gleichzeitig führen zu können, warum wohl ? Wir bauen an der EU und übertragen immer mehr Macht von den nationalstaatlichen Regierungen in die EU, warum wohl ? Weil das objektive Reaktionen sind auf objektiv geänderte Umweltbedigungen. Es sind globalisierende Veränderungen weil die Basis unserer Lebensweise immer globalisierter wird. Oder: warum hat der Mensch bis heute überlebt, ja seine Gesellschaften immer großer werden lassen ? Weil er anpassungsfähig war und ist. Es ist also ignorrant den Menschen zu unterstellen sie würden sich nicht ändern können weil man behauptet "wir werden uns nie ändern". Diese Aussage unterstützt nur diejenigen die keine realen Veränderungen haben wollen. Wer sowas behauptet muß schon ziemlich an Wahrnehmungsverzerrungen leiden. Intelligenz ist die Fähigkeit seine Umwelt zu akzeptieren. Und die Anforderungen an unsere Intelligenz steigen stetig, ja es ist heutzutage das Haupt-Selektions-Kriterium bei der Partnersuche, das war früher nie so der Fall. Schau mal wonach Frauen heute suchen: Humor steht an erster Stelle und das hat was mit Intelligenz zu tun. Steht dann auch auf Platz zwei der Anforderungen der Frauen an uns. Und warum ist das so ? Weil die Herausforderungen im Großen wie auch Kleinen das Überleben in der Gesellschaft zu sichern immer mehr mit Intelligenz zu tun hat, mit der Fähigkeit seine Umwelt erkennen und verstehen zu können, Antworten, statt nur Hoffnungen, geben zu können. Coole Zeit in der wir leben ;) Gruß Hagen
Hagen Re schrieb: > Altruistisch sein zu können ist eine Fähigkeit die uns Menschen vom Rest > unterscheidet. Das ist ein ziemlich böswilliges Gerücht. Wenn man sich in der Natur umsieht - nicht in der Glotze -, dann stolpert man immer wieder darüber, daß es falsch ist... > Die ersten intuitive Reaktion des Systemes heist sparen für viele damit > wenige prassen können. Ist dir eigentlich schon aufgefallen, daß bisher alle Sparanstrengungen innerhalb kürzester Zeit von der weiter hemmungslos wachsenden menschlichen Population aufgefressen werden? So lange daran nichts geändert wird und womöglich auch noch - wie es hierzulande üblich ist - vom Staat Bockprämien bezahlt werden, wird man nie so viel sparen können, wie der Bevölkerungszuwachs zusätzliche Resourcen benötigt.
Uhu Uhuhu schrieb: > Hagen Re schrieb: >> Altruistisch sein zu können ist eine Fähigkeit die uns Menschen vom Rest >> unterscheidet. > > Das ist ein ziemlich böswilliges Gerücht. Wenn man sich in der Natur > umsieht - nicht in der Glotze -, dann stolpert man immer wieder darüber, > daß es falsch ist... Jo das weiß ich auch das sowas in der Natur vorkommt. Wäre auch ziemlich kurzzichtig anzunehmen das die Natur uns exklusiv diese Fähigkeit gibt und nicht Plan B verfolgt ;) Die Frage ist aber auf welchem Niveau diese Fähigkeit existiert und wie groß die Gruppe der Lebensformen in Realtion zu allen Lebensformen im Ökosystem ist. Und da wird man wohl bemerken das es nur bei den höchstentwickelten Lebensformen der Fall ist. Interessant ist da schon eher die Feststellung das es durch alle Arten geht, es gibt Säugetiere, Fische und Vögel bei denen man das nachweisen konnte, bzw. vermutet. Weiter interesant ist die Konsequenz die sich bei diesen Arten daraus ergibt: sie leben sehr oft in komplexen sozialen Verbünden, wir würden Gesellschaften dazu sagen. >> Die ersten intuitive Reaktion des Systemes heist sparen für viele damit >> wenige prassen können. > > Ist dir eigentlich schon aufgefallen, daß bisher alle Sparanstrengungen > innerhalb kürzester Zeit von der weiter hemmungslos wachsenden > menschlichen Population aufgefressen werden? Ja natürlich: es ist ja nur der Versuch das exponentielle Wachstum durch exponentiell gesteigerte Ausbeutung nach unten hin aufrecht zu erhalten. Press die Zitrone immer effizienter aus, bei Effizienz hat das System ja großes Potential. Bei der Steigerung der gesellschaftlichen Effektivität scheitert es aber. Dieses Vorgejammere mit "wir müssen sparen" ist ja das was ich anzweifle und kritisiere. Der Sparkurs macht die Reichen nur reicher, es ist ein Mittel der Effizenzsteigerung und nicht eine Frage nach effektiven Lösungen. Denn eine Effektivitässteigerung stellte das jetzige System in Frage. > So lange daran nichts geändert wird und womöglich auch noch - wie es > hierzulande üblich ist - vom Staat Bockprämien bezahlt werden, wird man > nie so viel sparen können, wie der Bevölkerungszuwachs zusätzliche > Resourcen benötigt. Korrekt. Schlimmer noch: der Sparkurs inkrementiert die Wahrscheinlichkeit für die Zukunft die radikaleren Lösungen nehmen zu müssen. Ändern wird es sich auf jeden Fall. Worstcase: es ist aus für uns alle, Bestcase: wir werden jetzt vernünftig und belasten unsere Kinder nicht so stark. Es gibt meiner Meinung nach nur einen sinnvollen Sparkurs: wir sparen unsere Schulden ein indem wer sie einfach auf Null setzen. Wenn der Zinseszins unserer Basisschulden jetzt schon größer ist als diese Schuld dann ist das, so wie das System eines Heroinabhängigen und seines Dealers, perfide. Nur mit dem Unterschied das der Heroinsbhängige wirklich abhängig ist, bei unseren Schulden besteht eigentlch keine Abhängigkeit, man macht sie uns weiß. So eben Ackermann mit seinen kommunistischen Worten: Die Finanzkrise ist systemisch, ergo: muß das System verändert werden. Gruß Hagen
Ich hatte das "Sparen" weniger auf Geld, als auf Resourcen bezogen. Die "Staats"-Schulden können mit einem Federstrich aus der Welt geschafft werden, der Mangel an Ackerland und einem intakten Ökosystem nicht.
Uhu Uhuhu schrieb: > Ich hatte das "Sparen" weniger auf Geld, als auf Resourcen bezogen. > > Die "Staats"-Schulden können mit einem Federstrich aus der Welt > geschafft werden, der Mangel an Ackerland und einem intakten Ökosystem > nicht. Jo das ist der Preis den unsere Nachkommen zahlen müssen. Aber mit sparsammen Umgang an Resourcen ist das nicht getan. Es müssen die Resourcen effektiver genutzt werden. Zur Zeit sehe ich nur einen einzigen Gesellschaftszweig der in diesem Sektor wirklich Lösungen anbieten kann, die Wissensschaften und Technologien. Die Wissenschaften konzentrieren sich immer mehr darauf die Lösungen der Natur, deren effektive Kreislaufsysteme, zu erforschen und der Menschheit nutzbar zu machen. Aber es ist nunmal einfach so das erst ein gesteigerter Selektionsdruck unserer Umweltbedignungen auf uns bewirken kann das wir nach neuen Lösungen suchen müssen und auch werden. Insofern musste es so weit kommen als hinreichend notwendige Bedingung das die Menschheit den nächsten Schritt machen kann und muß. Solange unser menschliches Ökosystem expandierbar war konnten wir mit Ausbeutung und Vergrößerung unseres Ökosystemes erfolgreich wachsen, basierend eben auf Ausbeutung und Expansion. Jetzt sind wir an der globalen Grenze des Gesamtökosystemes angekommen, erstmalig in der menschlichen Geschichte. Und das heist: erstmalig in unserer Geschichte greifen die alten Strategien nicht mehr und erstmalig muß der Mensch nach effektiveren Lösungen für seine Problem suchen, und das heist eben alte Strategien ad Acta zu legen. Gruß hagen
Hagen Re schrieb: > Jo das ist der Preis den unsere Nachkommen zahlen müssen. Aber mit > sparsammen Umgang an Resourcen ist das nicht getan. Es müssen die > Resourcen effektiver genutzt werden. Zur Zeit sehe ich nur einen > einzigen Gesellschaftszweig der in diesem Sektor wirklich Lösungen > anbieten kann, die Wissensschaften und Technologien. Die Wissenschaften > konzentrieren sich immer mehr darauf die Lösungen der Natur, deren > effektive Kreislaufsysteme, zu erforschen und der Menschheit nutzbar zu > machen. Das einzige, was die Wissenschaften zur Zeit tun, ist nach Lösungen zu suchen, mit denen die Überflußgesellschaft am Leben gehalten werden kann. Ich muß sicher keinem Techniker erklären, daß es weder kurz- noch mittelfristig solche Lösungen geben wird. Sie sind noch nicht einmal langfristig absehbar. Die Gesellschaft muß auf ein vernünftiges Maß heruntergefahren werden oder sie wird untergehen. Wir müssen deswegen nicht gleich wieder in Höhlen leben, aber wir sollten endlich auf den Boden zurückkommen und mit dem zufrieden sein, was wir haben. Zumindest so lange, bis wir uns Fortschritt ökologisch und ökonomisch wieder leisten können. Obwohl so gut wie jeder weiß, daß die Karre mit Vollgas auf die Wand zufährt, interessiert es die Mehrheit einen absoluten Scheißdreck. Es wird auf Teufel komm raus konsumiert, daß die Schwarte nur so kracht. Ressourcen werden nach wie vor in unfaßbarem Maß verschwendet. Der Mensch sollte sich dank seiner Intelligenz bereits anpassen, BEVOR die Katastrophe eintritt. Tut er aber nicht, da muß man sich nur die nutzlosen -weil nicht realisierten- Abkommen zum Umwelt- und Klimaschutz anschauen. Oder über den Gartenzaun zum Nachbarn, der schon wieder mit seinem neuen 250PS starken 2-Tonner kistenweise Technik aus dem Blödmarkt ranschleppt und die halbe Mülltonne mit vergammelten Lebensmitteln füllt...
@ Hagen Re Wie gesagt, der allererste und wichtigste Schritt wäre, das exponetielle Bevölkerungswachstum zu beenden. Daran müßten sich die übrigen Strategien orientieren, denn bei weiterer Bevölkerungsexplosion ist alles zum Scheitern verurteilt. > Aber es ist nunmal einfach so das erst ein gesteigerter Selektionsdruck > unserer Umweltbedignungen auf uns bewirken kann das wir nach neuen > Lösungen suchen müssen und auch werden. Im Moment scheint der innerartliche Selektionsdruck mindestens so gewaltig zu sein, wie der äußere und eine winzige Minderheit scheint sich auf die Fahnen geschrieben zu haben, die Probleme dadurch zu lösen, daß sie den Rest der Menschheit wie Nutzvieh behandelt. > Solange unser menschliches Ökosystem expandierbar war konnten wir mit > Ausbeutung und Vergrößerung unseres Ökosystemes erfolgreich wachsen, > basierend eben auf Ausbeutung und Expansion. Das ist aber schon lange nicht mehr so. Um das Problem zu "lösen", behalf man sich damit, die Urbevölkerung für vogelfrei zu erklären und auszurotten, wenn sie sich nicht versklaven ließ und die heutigen Raubkriege unterscheiden sich von den Vorgängermodellen nicht prinzipiell.
>Auf der einen Seite hat man viele arme Menschen,
ist das wirklich so
(also bei "uns" ch/de/at..)
ICH kenne genau NIEMANDEN der arm ist..
ich hab auch noch nie jemanden erfrieren, verdursten, verhungern sehen..
ich kenne auch keinen der mit morphium vollgepumpt wird, weil er sich
das krankenhaus/die operation nicht leisten kann..
usw.
Hm, ich ordne mal deine Aussagen um um zu zeigen wie meine kausalen Zusammenhänge wie ich sie begreife aussehen: > Wie gesagt, der allererste und wichtigste Schritt wäre, das exponetielle > Bevölkerungswachstum zu beenden. Daran müßten sich die übrigen > Strategien orientieren, denn bei weiterer Bevölkerungsexplosion ist > alles zum Scheitern verurteilt. Das ist eine Ursache, eine Problemlösung der Menschen die schon sehr alt ist. Wenn die Resourcen für eine Gruppe von Menschen knapp wurden dann reagierten sie auf natürliche Weise mit gesteigertem Bevölkerungswachstum. (kannst du auch bei vielen anderen Arten in der natur so beobachten ;) Das hört sich erstmal paradox an ist es aber nicht wirklich. Denn so kann eine Familie sicherstellen das von den verbleibenden Resourcen ihre Nachkommen überproportional profitieren als eine Familie die nicht soviele Nachkommen zeugt. Zudem nimmt diese Strategie anderen Nahrungskonkurrenten, andern Arten ihre Lebensgrundlage, was zur Inkrementation der eigenen Überlebenswahrscheinlichekit = Gene, führt. Als Folge dessen entsteht für die nachfolgenden Generationen ein Expansionsdruck der ebenfalls solange sinnvoll ist wie das Ökosystem expandiert werden kann. Es ist also eine logische Folge der natürlichen Umweltbedignungen das der Mensch diese Strategie in seine Organisationsform seiner Gesellschaften adaptierte. Insofern waren selbst unsere Vorfahren schon Naturkundler haben sie doch eine Gesellschaft erschaffen die ganz natürlich funktionierte, im Rahmen der damals herrschenden Umweltbedigungen. Heutzutage ist das Bevölkerungsproblem also eine Folge unserer gesteigerten Ausbeutung, eine Reaktion exakt auf diese Ausbeutung. Je größer die Ausbeutung ist, je weniger Menschen am Reichtum partizipieren, desto logischer wird es als eine an der armutsgrenze lebende familie immer mehr Nachkommen zu zeugen. Es entsteht sogar eine Spirale aus exponentiellem Bevölkerungswachstums. Das hat aber dummerweise zur Folge, das dieses Hase & Igel rennen, nur diesen Ausbeutungsgrad inkrementiert statt zu reduzieren. Denn je mehr Menschen es gibt die immer weniger haben desto großer wird die Macht derjenigen die immer reicher werden. Damit ist das bBvölkerungswachstum ein Wirkung der Ursache unseres Gesellschaftsystemes und dem nun global begrenzten Ökosystem das für uns alle zur Verfügung steht. Möchte man das Bevölkerungswachstum in den Griff bekommen so man man das Verteilungs-System ändern. > Um das Problem zu "lösen", > behalf man sich damit, die Urbevölkerung für vogelfrei zu erklären und > auszurotten... In Wahrheit garnicht gewollt, sondern der scheinheilige Versuch unserer Führer uns die kausalen Zusammenhänge verdreht ins Hirn zu pflanzen. Warum besteht der Papst darauf keine Kondome zuzulassen ? Nicht wegen seine Glaubens, letzendlich nur wegen objektiven Umweltbedingungen. Überbevölkerung macht denjenigen der Macht hat nur mächtiger, solange man darauf achtet das diese Bevölkerung keinen Zugang zu Resourcen hat, im besonderen zu echten Wissen, Glaube kann das sehr gut verhindern. In Waheheit geht es nicht darum die Überbevölkerung zu stoppen sondern den sich daraus ergebenden Konsequenzen des Expansionsstrebens dieser Nachkommen entgegen zu wirken. Es geht darum die Migration dieser Menschen in das eigene abgeschottete Ökosystem zu verhindern. > Im Moment scheint der innerartliche Selektionsdruck mindestens so > gewaltig zu sein, wie der äußere und eine winzige Minderheit scheint > sich auf die Fahnen geschrieben zu haben, die Probleme dadurch zu lösen, > daß sie den Rest der Menschheit wie Nutzvieh behandelt. Korrekt, ist aber keine subjektive Motivation dahinter sondern eine objektiv notwendige Handlungsweise aus deren Standpunkt heraus. Es ist Nutzvieh. Soweit meine Logik dieses Problemes. Gruß Hagen
Hagen Re schrieb: > Korrekt, ist aber keine subjektive Motivation dahinter sondern eine > objektiv notwendige Handlungsweise aus deren Standpunkt heraus. Na ja, ob sie das aus Bosheit, Altruismus gegenüber ihrer Verwandschaft, oder wegen objektiver Zwänge tun, ist eigentlich reichlich egal - die Folgen sind in jedem Fall verheerend. > Wenn die Resourcen für eine Gruppe von Menschen knapp wurden dann > reagierten sie auf natürliche Weise mit gesteigertem > Bevölkerungswachstum. (kannst du auch bei vielen anderen Arten in der > natur so beobachten ;) Ja, ich weiß. Das weiß auch die angesprochene winzige Minderheit, denn sie verfügt über die besten Experten der Welt und trotzdem setzten sie dieses Wissen seit Jahrzehnten nicht zum Nutzen der Menschheit ein, sondern um den chinesischen Lösungsansatz für das Problem von außen zu torpedieren, so gut es geht. Das päpstliche Verhütungsverbot resultiert auch aus der kühlen Überlegung, daß die katholische Kirche derzeit die größte religiöse Organisation der Welt ist und das nur bleibt, wenn die Welt weiterhin exponentiell wachsend mit kleinen, dummen Katholiken zukarnickelt wird. So ist sichergestellt, daß selbst bei höherer Reproduktionsrate der Islam nicht überhand nimmt und den bösen Opas im Vatikan die Pfründen streitig macht. > Nicht wegen > seine Glaubens, letzendlich nur wegen objektiven Umweltbedingungen. > Überbevölkerung macht denjenigen der Macht hat nur mächtiger, solange > man darauf achtet das diese Bevölkerung keinen Zugang zu Resourcen hat, > im besonderen zu echten Wissen, Glaube kann das sehr gut verhindern. Bildung läßt sich am wirksamsten durch Massenelend verhindern... > Möchte man das Bevölkerungswachstum in den Griff bekommen so man man das > Verteilungs-System ändern. Genau. > In Waheheit geht es nicht darum die Überbevölkerung zu stoppen sondern > den sich daraus ergebenden Konsequenzen des Expansionsstrebens dieser > Nachkommen entgegen zu wirken. Wie willst du das machen? > Es geht darum die Migration dieser > Menschen in das eigene abgeschottete Ökosystem zu verhindern. Das ändert aber nichts daran, daß die Opfer dieser Politik Resourcen verbrauchen, die man deutlich besser einsetzen könnte, als für die durch Massenelend unvermeidliche Verschwendung.
Uhu Uhuhu schrieb: >> Es geht darum die Migration dieser >> Menschen in das eigene abgeschottete Ökosystem zu verhindern. > > Das ändert aber nichts daran, daß die Opfer dieser Politik Resourcen > verbrauchen, die man deutlich besser einsetzen könnte, als für die durch > Massenelend unvermeidliche Verschwendung. Korrekt, es führt das System ad absurdum. Nichts ist ewig alles verlischt irgendwann. >> In Waheheit geht es nicht darum die Überbevölkerung zu stoppen sondern >> den sich daraus ergebenden Konsequenzen des Expansionsstrebens dieser >> Nachkommen entgegen zu wirken. > > Wie willst du das machen? > Naja, lass mich mal auf die Seite der "Gewinner" stellen und ein kaltes Kalkül projezieren: 1. ich stehe als Unternehmer unter Expansionsdruck 2. ich stehe als Politiker unter Erolgsdruck meine Untertanen zu "füttern" 3. ich bin mächtig weil ich die einzige millitärische Schlagkraft besitze 4. da gibt es ein durch mich künstlich abgeschottestes Ökosystem das durch Überbevölkerung glänzt Etrgo: ich urbansiere diese Ökosystem durch Expansion indem ich Afrika erstmal komplett platt mache, ich führe einen Krieg den mein gegner nicht gewinnen kann. Ich befreie ein Ökosystem von störenden Elementen und urbanisier es nach meinen Vorstellungen. Das tue ich weil dieser Schritt in meiner Geschichte schon immer funktioniert hat. So ich bin aber ein dämlicher Europäer und ignorrier offensichtliche Tatsachen. Wäre ich ein Chinese dann würde ich: 1. als Politiker sicherstellen das ich mein Ökosystem gezielt abschotte 2. weltweit den "freien Handel" propagieren unter dem Deckmäntelchen "ich mische mich nicht in eure nationalstaatliche Intersssen ein". Dumm nur das es den "freuien" handel niamsl gab oder geben wird, so wie es real kein "freies" Unternehmertum gibt. Eine Erklärung dafür warum die FDP in Deutschland langfristig scheitern wird. 3. ich verändere durch meinen Außenhandelsüberschuß, dem Handel mit meinen Waren, das Konsumverhalten der betroffenen afrikanischen Staaten und amche sie in Wahrheit abhängig von mir. Hauptsache ich bin der Dealer. 4. die dann ach so "freien Nationalstaaten" und Diktatoren werden dann erkennen das sie gründlich ausgetrickst wurden, weil das Volk durch diesen Konsum neue Wünsche entwickeln wird Clevere Taktik der Chinesen, aber letzendlich nichts anders als Handels-Kolonialismus wie es die Niederländer mal gerne pflegten in ihrer Geschichte. Insofern ist es schon wichtig für die Europäer, wenn deren Führungskräfte nicht so arrogant gewesen wären, darüber nachzudenken ob es nicht sinnvoller gewesen wäre dem Staat, als längerfristig aggierendes Machtinstrument, mehr Planwirtschaft zuzulassen. Die Demontage des Staates, pro "freies Unternehmertum" wird mit Sicherheit langfristig nach hinten losgehen. Insofern: die aktuellen Augenwischereien der FDP/CDU mit der Weigerung einer Finanztransaktionssteuer und dem Verweis auf den britischen Weg mit einer Stempelsteuer auf Aktienkapital, ist kontraproduktiv. (es ist ratsam für die CDU, noch vor den nächsten Wahlen, den Blaugelben öffentlich in den Arsch zu treten, zumal die FDP ein Führungsproblem hat). Auf der gegnerischen Seite, den Chinesen, sitzt ein Konglomerat aus Staat und Unteernehmen das es schafft einerseits kurzftistige ökonomische Entscheidungen schnell treffen zu können und andererseits stategisch langfristige Planungen durchführen kann. Wenn ich mal eine Prognose machen sollte, und mit den Worten eines Christian W.W. Wulff's gesprochen: "ich mache nie Prognosen, habe noch nie welche gemacht und werde auch nie welche machen" ;) dann denke ich das die Chinesen auf Grund dieser Fähigkeiten in 10-20 Jahren auf jedem Gebiet der Ökonomie, Technologie, Wissenschaft und Ökologie der Maßstab der Welt sein werden. Naja tolle Prognose, im Grunde kann sich das jeder selber ausrechnen. Wie europäer zanken uns um Belanglosigkeiten, wie meinen das es Moral gäbe auf Grund unserer Geschichte. Grober Denkfehler, Moral existiert nicht. Feuerameisen oder zB. Heuschrecken kennen keine Moral, sie folgen einer höchst erfolgreichen Überlebensstrategie: Vernichtung aller Konkurrenten im gemeinsammen Ökosystem. Nur gut das die nicht technologisch auf unserem Niveau sind ;) Die Chinesen sind es aber, und sie aggieren meinem Empfinden nach weit objektiver und angepasster an die Rahmenbedingungen als unsere Politiker ! Gruß Hagen
Uhu Uhuhu schrieb: > Hagen Re schrieb: >> Korrekt, ist aber keine subjektive Motivation dahinter sondern eine >> objektiv notwendige Handlungsweise aus deren Standpunkt heraus. > > Na ja, ob sie das aus Bosheit, Altruismus gegenüber ihrer Verwandschaft, > oder wegen objektiver Zwänge tun, ist eigentlich reichlich egal - die > Folgen sind in jedem Fall verheerend. Naja verheerend, schmerzhaft wie die verbrannte Hand des Kindes trifft es eher ;) Ich sehe es als Chance, den es schafft Umweltbedingungen die ein Ausweichen vor den nötigen Konsequenzen unmöglich macht. Marx hatte schon recht wenn er sagte: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit, macht man das nicht und aggiert gegen die objektiven Umstände dann wird sich das Problem nur verschlimmern und somit der Zeitpunkt einer Veränderung nur noch unausweichlicher. Jder Arzt handelt im Extrem exakt so: er amputiert das Bein das unabänderlich das Leben in Gefahr bringt. Unser Bankensystem begibt sich in exakt diese Gefahr amputiert zu werden: genereller Schuldenerlass. Gruß Hagen
Erstaunlich, daß in deinen Ausführungen der Welt-Hegemon mit keinem Wort
erwähnt wird. Ich fürchte, so ist jeder Scharfsinn einfach nur für die
Katz.
- Europa ist weniger Subjekt, als Objekt in der Auseinandersetzung - es
wird derzeit ausgeplündert um die künftigen US-Unternehmen zu
finanzieren. ("Schuldenkrise")
- Die Russen werden mit einem Raketenabwehrsystem vor der Haustür
in Schach gehalten. Der bösartigste US-Handlanger in Europa, die BRD,
dient mal wieder als Teil des Kasernenhofes.
- Die USA wenden folgerichtig ihre militärischen "Bemühungen" von Europa
ab und wenden sich dem letzten Gegner zu: China
Icke ®. schrieb: > T. B. schrieb: >> Seit einer Weile hab ich das Gefühl, das mit unserem Finanz- und >> Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt. > > Nein, echt?? > > Ein vollbärtiger Wahl-Londoner hat das vor 145 Jahren schon gewußt. > Blöd, daß sein Lösungsvorschlag auch nicht funktioniert hat. Der "Bärtige" ist doch schon lange wieder reinkaniert. Aber nicht so wie der "Bärtige" sich das vorgestellt hat. Die Planwirtschaft spielt sich auf monetärer Ebene bei den Banken ab. Ob es da funktionieren wird? Die Geldschöpung der Geschäftsbanken aus dem "Nichts" wird gerne von den sogenannten Geldreformern angeprangert. Dabei ist dieses "Nichts" eben kein "Nichts". Sondern es stehen im Normalfall Sicherheiten dahinter. Der Schuldner ist Garant für dieses "Nichts" und haftet mit Diesen. Bei Nichterfüllung kommt der "Zwegat" oder Schlimmere vorbei. Auch vergessen die Vollgeldreformer dabei dass auch das Geld von der Zentralbank aus dem "Nichts" kommt. Wobei die Pfänder eigentlich von besserer Qualität sein sollten, aber wie man sieht monetisieren die Zentralbanken ja bald alte Unterhosen. Wir haben keinen Goldstandard mehr, wobei dieser auch nur Illusion war, aber das würde jetzt zu weit führen. Diese Reform ist meiner Meinung nach kaum umzusetzen, weil man jegliche privatwirtschaftlichen Verträge dahingehend überprüfen müsste ob diese irgendwie Geldcharakter erlangen könnten. Die meisten Geldreformer verstehen nämlich nicht was Geld überhaupt ist. Geld ist einfach ein Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten, es ist ganz einfach Geld zu schöpfen. Früher wurden die Salden auf Tontäfelchen notiert, da waren diese praktisch Geld. Ein modernere Version ist z.B Paypal, Paypal ist sozusagen eine dritte Geldstufe. Die erste ist das Zentralbankgeld, die zweite das Geschäftsbankengeld. Man müsste also jegliche Zahlungssystem die das Monopol der Zentralbanken umgehen könnten verbieten. Könnte man natürlich Versuchen, oder man schafft die Zentralbanken ab, was auch einige Ökonomen fordern. Dann gibt es nur noch privates Geld. Oder Freigeld. Alle haben gute Argumente, klingen teilweise sogar plausibel. Ich halte da wenig von. Die einzigste Möglichkeit die Ungerechtigkeiten die das Geld erzeugt zu mildern ist für mich eine Renationalisierung der Wirtschaft. Kleine möglichst autarke Wirtschaftsräume. Was natürlich die Arbeitsteilung und Produktivität stark einschränkt. Also der objektive Wohlstand würde definitiv sinken. Wenn man das nicht will heißt es wohl "weiterwursteln". MfG
Es ist erstaunlich, um wie viele Themen gleichzeitig sich die Diskussion hier dreht. :-) Wenn man realistisch bleiben will, dann sollte man sich nicht zu ambitionierte Ziele stecken. Eine andere Gesellschaftsform einzuführen oder gar die menschliche Natur ändern zu wollen sind Ziele, die man vielleicht in einem der nächsten Jahrhundert angehen könnte. Außerdem mögen die meisten Menschen keine großen Veränderungen. Aber das heißt ja nicht, dass man nicht versuchen sollte, das bestehende System in kleinen Schritten zu verbessern und gerechter zu gestalten. Ein großes Problem ist doch im Moment, dass das Finanzsystem immer mehr zum Selbstzweck wird und nicht mehr der Wirtschaft dient. Desweiteren haben weltweit gesehen nicht alle Menschen eine Chance, ein Leben mit einem vernünftigen Lebensstandard zu führen. Und damit mein ich nicht, das jede Familie auf der Welt zwei Autos haben muss. Die Frage, die mich bewegt ist, kann der Vorschlag mit dem Vollgeld funktionieren und die Wirtschaft stabilisieren und in der Hinsicht verbessern, das mehr Menschen weltweit gut leben können? Es ist schon klar, das wir weltweit noch viel mehr Probleme relativ zeitnah lösen müssen: - Bevölkerungswachstum vermeiden - Umstellung auf erneuerbare Energien - mehr Umweltschutz, hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft - Arbeit besser verteilen usw. Da immer mehr Arbeit von Maschinen erledigt werden wird, werden wir auch mittelfristig um ein bedingungsloses Grundeinkommen gar nicht mehr herum kommen, damit noch genügend Kaufkraft vorhanden ist.
Ach ja, noch zum Thema "weiterwursteln". Was die Politik gerade Versucht ist die Quadratur des Kreises. Sie versuchen die Forderungen(Geldguthaben) aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die Verbindlichkeiten(Geldschulden) abzubauen. Merkel merkelt halt garnichts, denn sie wird von den Geldguthabenhaltern beraten. Gruß
Ich weiß nicht ob das mit dem weiterwurschteln so eine gute Idee ist. Das Vorzeigekapitalistenland USA hat mittlerweile offiziell 15.000.000.000.000$ Schulden und inoffiziell mit allen Verbindlichkeiten 77.000.000.000.000$. Selbst denen steht das Wasser bis zum Hals und die zeigen immer noch mit dem Finger auf Europa. Peter Zwegert würde da wohl die Insolvenz empfehlen. Die Entwicklung der Staatsschulden sollte man da schon logarithmisch darstellen, um die Bevölkerung nicht zu sehr zu schockieren. :-)
T. B. schrieb: > Ich weiß nicht ob das mit dem weiterwurschteln so eine gute Idee ist. > Das Vorzeigekapitalistenland USA hat mittlerweile offiziell > 15.000.000.000.000$ Schulden und inoffiziell mit allen Verbindlichkeiten > 77.000.000.000.000$. Selbst denen steht das Wasser bis zum Hals und die > zeigen immer noch mit dem Finger auf Europa. Peter Zwegert würde da wohl > die Insolvenz empfehlen. Die Entwicklung der Staatsschulden sollte man > da schon logarithmisch darstellen, um die Bevölkerung nicht zu sehr zu > schockieren. :-) Du bist also wirklich noch der Meinung Regierungen würden rational handeln? Oder sie wüssten was sie tun? Nochmal, Staatsschulden sind die Guthaben der Privaten. Schau mal nach Deutschland, die privaten Geldguthaben betragen laut Wiki ca. 5 Billionen Eur. ,die private Verschuldung ca 2.5 Billionen, die Staatsschulden ca. 2 Billionen. Der Rest sind die Exportsalden. Nochmal ein schönes Beispiel aus dem Motherland of Capitalism, und da von den besonders "schlauen" Republikanern. http://capitalgainsandgames.com/blog/stan-collender/2488/8-house-gop-freshman-want-credit-getting-cash-advance-their-master-card-mak Diese Intelligenzbestien von den Reps wollten den ganz großen Wahlkampfcoup landen und den blöden Schäfchen zeigen wie man spart. Dabei sind sie zu blöde selbst die einfachsten makroökonomischen Zusammenhänge zu kapieren. Wir werden von "Deppen" regiert, sieh es ein. MfG
Und das schöne daran ist: Alle diese Leute wurden ins Parlament gewählt. Und zwar persönlich, nicht per Liste. Wer ist nun der grössere Depp? Der Depp der sich wählen lasst, oder die Deppen, die ihn gewählt haben?
Peter Funke schrieb: > Sondern es stehen im Normalfall Sicherheiten dahinter. Du kennst den Trick mit den verbrieften Ramschkrediten? Das ist genau so ein Loch, durch das die private Gelddruckmaschine angeworfen wird. > Auch vergessen die Vollgeldreformer dabei dass auch das Geld von der > Zentralbank aus dem "Nichts" kommt. Der Unterschied ist, daß die ZB darüber die Kontrolle hat, wenn sie als einzige Geld schöpfen kann - was aber eben durch Tricksereien, wie die o.g. umgangen wird. Hätte die ZB als einzige Institution das Geldschöpfungsrecht, dann wäre es ihr zumindest möglich, die in Umlauf befinliche Geldmenge wirksam zu kontrollieren.
Für alle des Englische nicht so mächtigen, die Reps wollten mit Kredit Schulden bezahlen, Münchhausen lässt grüßen.
Peter Funke schrieb: > Für alle des Englische nicht so mächtigen, die Reps wollten mit Kredit > Schulden bezahlen, Münchhausen lässt grüßen. Was ist daran ungewöhnlich? Der Denkfehler liegt woanders: die Amis müssen sich übers sparen so lange keine Gedanken machen, wie sie über weite Teile der Welt de facto herrschen, dank ihrer Armee. Vor dem Hintergrund muß man sich über das Schuldenbezahlen mit Kredit - den man sich beim Rest der Welt holt, aber nie zurückzahlt - keine Gedanken machen.
Uhu Uhuhu schrieb: > Peter Funke schrieb: >> Sondern es stehen im Normalfall Sicherheiten dahinter. > > Du kennst den Trick mit den verbrieften Ramschkrediten? Das ist genau so > ein Loch, durch das die private Gelddruckmaschine angeworfen wird. > >> Auch vergessen die Vollgeldreformer dabei dass auch das Geld von der >> Zentralbank aus dem "Nichts" kommt. > > Der Unterschied ist, daß die ZB darüber die Kontrolle hat, wenn sie als > einzige Geld schöpfen kann - was aber eben durch Tricksereien, wie die > o.g. umgangen wird. Die Geschäftsbanken haben auch die Kontrolle über ihre Geldschöpfung. Wird doch niemand dazu gezwungen Kredite aufzunehmen oder zu geben. Außer die Steuerzahler über den Staat. Die Geschäftsbanken die diese Kredite vergeben und verbrieft haben konnten eben mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen das sie gerettet werden. Wie kommst du darauf das die Zentralbanken nicht ebenso gehandelt hätten? Merke, da säßen dann die gleichen "Armleuchter" wie jetzt bei den Privatbanken. Ebenso wie bei den Kommunisten die gleichen ex Kapitalisten am Steuer waren und abgesahnt haben. > Hätte die ZB als einzige Institution das Geldschöpfungsrecht, dann wäre > es ihr zumindest möglich, die in Umlauf befinliche Geldmenge wirksam zu > kontrollieren. Das ist eben nicht ohne massive Eingriffe ins Privatrecht zu realisieren. Wie ich oben versucht habe zu erklären. Ob das so wünschenswert ist? Ich bin jetzt mal ein böser Kapitalist nach der "Vollgeldreform". Wer sollte mich daran hindern ein Bezahlsystem wie Paypal aufzubauen? Nichts anderes machen die Geschäftsbanken, nur eine Stufe niedriger. Die Kunden zahlen dann ihr Zentralbankgeld auf meine Paypalkonten ein, da aber nicht immer alles abgerufen wird könnte ich ein vielfaches der Geldmenge "verleihen". Uhu Uhuhu schrieb: > Was ist daran ungewöhnlich? > > Der Denkfehler liegt woanders: die Amis müssen sich übers sparen so > lange keine Gedanken machen, wie sie über weite Teile der Welt de facto > herrschen, dank ihrer Armee. Vor dem Hintergrund muß man sich über das > Schuldenbezahlen mit Kredit - den man sich beim Rest der Welt holt, aber > nie zurückzahlt - keine Gedanken machen. Hast den Witz nicht verstanden, die Reps haben versucht den Schäfchen zu verklikkern das sie so die Schulden abbauen könnnen. Klar, die Amis lassen "Anschreiben" wer sollte sie daran hindern? Die Vollgeldreformer, ist doch lächerlich. MfG
Peter Funke schrieb: > Die Geschäftsbanken haben auch die Kontrolle über ihre Geldschöpfung. Und damit rühren 100 Köche im Brei rum, was beste Betrugsmöglichkeiten auftut und den Staat die Kontrolle entzieht... > Hast den Witz nicht verstanden, die Reps haben versucht den Schäfchen zu > verklikkern das sie so die Schulden abbauen könnnen. Du scheinst nicht verstanden zu haben, daß die ihre Schulden garnicht abbauen müssen, so lange sie mit Gewalt dem Rest der Welt das abpressen können, was sie nicht selbst erwirtschaften. Sie spielen die Spar-Posse nur, um dem eigenen Pöbel einzuflüstern, daß er jetzt sparen muß.
Uhu Uhuhu schrieb: > Peter Funke schrieb: >> Die Geschäftsbanken haben auch die Kontrolle über ihre Geldschöpfung. > > Und damit rühren 100 Köche im Brei rum, was beste Betrugsmöglichkeiten > auftut und den Staat die Kontrolle entzieht... Ach komm, es rühren immer 100 Köche im Brei, oder willst Du wieder einen "Führer" oder König. Ich bin sogar der Meinung, entgegen dem Sprichwort, es müssten endlich wieder mehr Köche werden. Wer betrügt denn im Moment den Steuerzahler? Ist doch wohl eher der Staat der sich anbiedert für alles gerade zu stehen. >> Hast den Witz nicht verstanden, die Reps haben versucht den Schäfchen zu >> verklikkern das sie so die Schulden abbauen könnnen. > > Du scheinst nicht verstanden zu haben, daß die ihre Schulden garnicht > abbauen müssen, so lange sie mit Gewalt dem Rest der Welt das abpressen > können, was sie nicht selbst erwirtschaften. Sie spielen die Spar-Posse > nur, um dem eigenen Pöbel einzuflüstern, daß er jetzt sparen muß. Genau das haben sie aber den Wählern versucht zu erklären. Ich habe es schon verstanden, ich machen den Wählern aber keinen Vorwurf. MfG
>das einzige, was die Wissenschaften zur Zeit tun, ist nach Lösungen zu >suchen, mit denen die Überflußgesellschaft am Leben gehalten werden >kann. Ich muß sicher keinem Techniker erklären, daß es weder kurz- noch >mittelfristig solche Lösungen geben wird. Ja genau, und deshalb muss die Wissenschaft eingesetzt werden, um andere Lösungen zu entwickeln: Beitrag "Re: Gesselschaft der Selbstversorger"
Selbstversorger als Lösung aller Probleme? Das ist doch Quatsch. Versuch doch mal Penicillin oder andere hoch wirksame Medikamente herzustellen. Wenn ich krank bin hätte ich schon ganz gerne Medikamente, die wirken und nicht irgendwelches homöopathisches Zeug oder ausgekochte Birkenrinde als Aspirinersatz. Ich hab auch ganz gerne Wasser, das warm aus der Leitung kommt, Ärzte, high tech Medizin, Autos, Computer, Internet etc. Das alles kann es, wenn alle als Selbstversorger leben, nicht geben!
T. B. schrieb: > Birkenrinde als Aspirinersatz. Weidenrinde, nicht Birke. Salix sp. => Salicin => Salicylsäure => ASS
>Selbstversorger als Lösung aller Probleme? Das ist doch Quatsch. Lies halt, bevor Du laberst: Beitrag "Re: Gesellschaft der Selbstversorger"
Das funktioniert heutzutage wie beim unserem KV-Verächter im Forum: Die Zwiebelschalen der Weltgemeinschaft dienen als gestaffelter Fallback für den Fall, dass es dann doch fehlschlägt. Und sei es unfreiwillig, denn die Alternative, die Mitlieder oder gar die ganze Kommune ggf. selbstgewollt verrecken zu lassen, ist sowohl mit heutigen Moralvorstellungen als auch mit dem deutschen Gesetz nicht vereinbar.
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