Forum: Offtopic Finanzkrise und Vollgeld


von Bri (bri)


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Seit einer Weile hab ich das Gefühl, das mit unserem Finanz- und 
Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt. Ich denke mal, das geht vielen so. 
Auf der einen Seite hat man viele arme Menschen, die Bedürfnisse haben 
und sich aber wenig kaufen können, weil sie kein Geld haben. 
Andererseits gibt es viele Arbeitslose, die nicht beschäftigt werden 
können, weil die Produkte nicht verkauft werden können. Diese 
Arbeitslosen fehlen dann auch wieder als Käufer. Ein Teufelskreis. Die 
Wirtschaft und das Finanzsystem schaffen es im Moment nicht, für einen 
Ausgleich zwischen Nachfrage und Angebot zu sorgen, so das nicht jeder 
einen hohen Lebensstandard haben kann, obwohl die Produktivität durch 
Automatisierung hoch genug sein könnte, um alle glücklich zu machen.
Die Frage ist nun, kann man das ganze System verbessern und gerechter 
gestalten?

Heute bin ich zufällig auf diesen Artikel gestoßen:

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36329/1.html

Vieles darin klingt interessant und plausibel. Zusammen mit der aktuell 
diskutierten Transaktionssteuer könnte das einiges verbessern. Mich hat 
zum Beispiel schon gewundert, das die Deutsche Bank wieder mal 4 
Milliarden Euro Gewinn macht (angestrebt waren 10Mrd.), obwohl es dem 
Rest der Wirtschaft nicht so rosig geht. Wenn man sich so mal die 
Staatsverschuldung auf der Welt anschaut, dann kann man auch sagen, das 
fast alle Länder so tief in der Scheiße stehen, das sie da nie wieder 
raus kommen. Selbst die USA: 10% Neuverschuldung und die Schulden sind 
schon bei 100% des BIP. Das einzige große Land, dem es finanziell 
richtig gut geht, ist China und selbst in dem Land geht es nicht allen 
Menschen wirtschaftlich gut.

Das kann doch nicht ewig so weiter gehen.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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>Das kann doch nicht ewig so weiter gehen.

Jou. Gute Nacht Deutschland.

Wer macht nun endlich mal das Licht aus?


Lese doch in diesem Thread mal:
Beitrag "Eine einfache Lösung für die Eurokrise"

Ich hab jetzt keine Lust alles schon wieder von neuem durch zu kauen.

von Christoph H. (mc-entwickler)


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>Seit einer Weile hab ich das Gefühl, das mit unserem Finanz- und
>Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt.
>Das kann doch nicht ewig so weiter gehen.

Da bist Du nicht ganz der einzige und es gibt einiges an Literatur dazu:

- Prof.Max. Otte: Der Crash kommt ( 2006 )
- Dirk Müller: Crashkurs ( ich glaube 2008 )
- Hörhan Gerald: Investment Punk
- Sprengstoff Kapital - Verschwiegene Wahrheiten zum Aufschwung: Edgar 
Most, Steffen Uhlmann (Hrsg.
- Unterm Strich: Peer Steinbrück

von Icke ®. (49636b65)


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T. B. schrieb:
> Seit einer Weile hab ich das Gefühl, das mit unserem Finanz- und
> Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt.

Nein, echt??

Ein vollbärtiger Wahl-Londoner hat das vor 145 Jahren schon gewußt. 
Blöd, daß sein Lösungsvorschlag auch nicht funktioniert hat.

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Icke ®. schrieb:
> Ein vollbärtiger Wahl-Londoner hat das vor 145 Jahren schon gewußt.
> Blöd, daß sein Lösungsvorschlag auch nicht funktioniert hat.

Er wurde bisher nirgends richtig umgesetzt. Meist endete es in 
Personenkulten, oder wurde massiv von außen sabotiert (zB 
wirtschaftliche Embargos).

Das das System funktioniert kennt fast jeder aus der Familie und dem 
engeren Bekanntenkreis: siehe die dortigen Strukturen und Mechnismen: 
das uneigennützlige Anbieten der eigenen und Inanspruchnehmen von 
Fähigkeiten, Werkzeugen oder Gütern der Anderen, sowie auch für die zu 
sorgen, wo man weiß, dass sie keine für einen wichtigen Fähigkeiten im 
Tausch anbieten können.
Geanu das ist der Kern dieser Lösung. Der Kapitalismus hat die Mehrzahl 
der Menschen aber noch stärker zum Egoismus erzogen, so das der Schritt 
zurück immer schwieriger wird.

von Timm T. (Gast)


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Der große Bärtige hatte leider zwei Denkfehler in seinem System:

Wird eine Gruppe zu groß und damit anonym, funktioniert das nicht mehr 
mit der gegenseitigen Rücksichtnahme und Unterstützung. => Der Mensch 
ist nur bedingt zum Altrusimus fähig.

Die Ungleichverteilung und Begrenztheit der Rohstoffe und Ressourcen 
limitiert das System und wird bei frei zugänglichen Ressourcen immer zur 
Ausbeutung führen. => Allmende-Problem, Überfischung der Weltmeere

Wobei man selbst die Aussage des Bärtigen noch pervertieren kann: Im 
"Kapital" heisst es sinngemäß zur Lohnarbeit: der Arbeiter muss 
mindestens soviel Lohn erhalten, dass er seine verbrauchte Arbeitskraft 
wiederherstellen kann. Wird nun mehr Wert geschaffen, als gleichzeitig 
an Arbeitskraft verbraucht wird, gilt: Erhält der Arbeiter diesen 
Mehrwert ausgezahl, hat er einen Vorteil davon. Behält der Arbeitgeber 
diesen Mehrwert ein, steigt sein Gewinn => Kapitalismus

Nun stellt sich ein Herr Hundt hin und pervertiert das, indem er sagt: 
Da gibt es Arbeit, die ist so wenig wert, dass der Arbeiter davon seine 
Arbeitskraft nicht wiederherstellen kann. Und läßt sich die Differenz 
eben vom Sozialsystem als "Aufstocker" sponsoren. Und da geht kein 
Aufschrei durch die Gesellschaft, das meint man heute mit "sozialer" 
Marktwirtschaft.

von Uhu U. (uhu)


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Timm Thaler schrieb:
> Wird eine Gruppe zu groß und damit anonym, funktioniert das nicht mehr
> mit der gegenseitigen Rücksichtnahme und Unterstützung. => Der Mensch
> ist nur bedingt zum Altrusimus fähig.

Merkel ist doch gerade dabei, das Gegenteil zu beweisen: die Massen sind 
zu Altruismus fähig - wers nicht rafft, darf unter der Brücke wohnen - 
und die Zocker sind sehr zufrieden...

von D. I. (Gast)


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Erst gestern wieder gesehen und schon desöfteren in der medialen 
Berichterstattung vernommen:

www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/120202-quer-mil 
lionaere104.html

konnte leider nicht direkt verlinken, da der link als spam gesehen wird

von Icke ®. (49636b65)


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Vlad Tepesch schrieb:

> Das das System funktioniert kennt fast jeder aus der Familie und dem
> engeren Bekanntenkreis: siehe die dortigen Strukturen und Mechnismen:
> das uneigennützlige Anbieten der eigenen und Inanspruchnehmen von
> Fähigkeiten, Werkzeugen oder Gütern der Anderen, sowie auch für die zu
> sorgen, wo man weiß, dass sie keine für einen wichtigen Fähigkeiten im
> Tausch anbieten können.

Das ist m.E. mit Kommunismus nicht zu vergleichen. Zu den Menschen im 
Familien- und Bekanntenkreis bestehen persönliche Bindungen. Das Geben 
ohne Erwartung einer Gegenleistung ist da genau betrachtet gar nicht 
ganz uneigennützig, sondern dient der Aufrechterhaltung der Beziehungen. 
Und es funktioniert auf Dauer auch nicht ganz einseitig.
In Bezug auf völlig fremde Personen funktioniert das System dagegen 
nicht oder nur sehr eingeschränkt. Ich würde z.B. einem Unbekannten 
durchaus helfen, der mit einer Autopanne liegengeblieben ist. Ich würde 
versuchen, den Fehler zu beheben oder ihn zur Werkstatt schleppen. Aber 
ich würde ihm keinesfalls mein Auto zur Verfügung stellen, damit er 
seine Reise fortsetzen kann.
Der Kommunismus basiert darauf, daß jeder nach Kräften seine Leistung in 
die Gesellschaft einbringt und nur soviel entnimmt, wie er zum Leben 
braucht. Dies bedingt aber ein äußerst hohes Maß an Selbstdisziplin und 
Verantwortung. Das System würde aus dem Gleichgewicht geraten, sobald 
eine bedeutende Menge an Individuen zu wenig Leistung erbringt oder 
zuviel entnimmt. Ich halte es für unmöglich, auch nur zwei Drittel der 
Bevölkerung auf freiwilliger Basis zu dieser Disziplin zu bewegen.

von Hagen R. (hagen)


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Timm Thaler schrieb:
> Der große Bärtige hatte leider zwei Denkfehler in seinem System:

Apropo Denkfehler:

> Wird eine Gruppe zu groß und damit anonym, funktioniert das nicht mehr
> mit der gegenseitigen Rücksichtnahme und Unterstützung. => Der Mensch
> ist nur bedingt zum Altrusimus fähig.

Altruistisch sein zu können ist eine Fähigkeit die uns Menschen vom Rest 
unterscheidet. Altruismus ist also nicht der Hinterungsgrund warum es 
nicht funktioniert sondern die Ursache das es bis jetzt funktioniert 
hat. Denn das benötigen wir um Gesellschaften zu gründen. Das Problem 
sind nicht die Menschen die altruistisch sein können sondern diejenigen 
die das egoistisch ausnutzen. Und das kann man leicht in den Griff 
bekommen, es ist nämlich vorrangig eine Erziehungsfrage, und heute 
werden wir gesellschaftlich, als Umwelt für den Einzelnen, zu 
rücksichtslosen Egomanen erzogen.

> Die Ungleichverteilung und Begrenztheit der Rohstoffe und Ressourcen
> limitiert das System und wird bei frei zugänglichen Ressourcen immer zur
> Ausbeutung führen. => Allmende-Problem, Überfischung der Weltmeere

Die Unbegrenztheit von Resourcen führt zu deren Ausbeutung und nicht 
umgekehrt. Erst wenn Resourcen begrenzt sind wird man sparsammer und 
beginnt nach Lösungen zu suchen sie besser zu verteilen. Ergo muß 
globale Begrenztheit des Systems auch zu globalen Lösungen führen und 
dies heist Änderung des Verteilungs -Systems. Das ist eine notwendige 
und unabänderliche Folge die eintrifft ob wir das wahr haben wollen oder 
nicht. Die einzige Freiheit dir wir haben ist die Freiheit in die 
Einsicht der Notwendigkeit das es so ist.

Also drei Denkfehler die du machst:

1. bei der Bewertung der kausalen Zusammenhänge
2. bei der Wahrnehmung deiner Umwelt
3. es Marx zu unterstellen ;)

Denn das was du heute erlebst zeigt dies deutlich: wir haben den Punkt 
erreicht wo der Mensch das Ökosystem global annektiert hat. Die alten 
Lösung, auf der Ausbeutung aller Resourcen basierend, können nicht mehr 
funktionieren. Die ersten intuitive Reaktion des Systemes heist sparen 
für viele damit wenige prassen können. Man hat also erkannt das sparen 
angesagt ist: warum ? weil die Resourcen langsam knapp werden und ein 
exponentielles Wachstum unmöglich wird. Ausbeutung als Mittel zur 
Entwicklung ist untauglich geworden.

Oder: nehmen wir mal an das Religionen ein Sympthom für unsere 
gesellschaftlichen Verhältnisse und Entwicklungsschritte sind. Wenn nun 
unser bisheriges System der Verteilung der Resourcen und des Reichtums 
auf Ausbeutung und Ungleichheit basiert und das nun immer weniger 
praktikabel wird dann müssten wir einen Rückgang des Glaubens der 
Menschen an diese Religionen messen können. Da diese Religionen eben 
keine Antworten mehr auf die heutigen Probleme liefern können. Und exakt 
das ist der Fall. Viele haben ihren Glauben verloren und suchen jetzt. 
Es entstehen Ersatzreligionen, es breiten sich die Wissenschaften aus, 
es gibt immer mehr Atheisten, man stellt immer häufiger und immer 
nachdrücklicher das System in Frage.

Oder: die Organsisationsformen unserer Gesellschaften. Was erleben wir 
heute ? Den Verfall von Diktaturen, Pseudomonarchien, monarchischen 
Denksystemen wie Religionen, Nationalstaaten und Strategien die auf 
großen militärischen Armeen setzen. Die USA haben sich erst kürzlich von 
ihrer Doktrie verabschiedet zwei große Kriege gleichzeitig führen zu 
können, warum wohl ? Wir bauen an der EU und übertragen immer mehr Macht 
von den nationalstaatlichen Regierungen in die EU, warum wohl ? Weil das 
objektive Reaktionen sind auf objektiv geänderte Umweltbedigungen. Es 
sind globalisierende Veränderungen weil die Basis unserer Lebensweise 
immer globalisierter wird.

Oder: warum hat der Mensch bis heute überlebt, ja seine Gesellschaften 
immer großer werden lassen ? Weil er anpassungsfähig war und ist. Es ist 
also ignorrant den Menschen zu unterstellen sie würden sich nicht ändern 
können weil man behauptet "wir werden uns nie ändern". Diese Aussage 
unterstützt nur diejenigen die keine realen Veränderungen haben wollen. 
Wer sowas behauptet muß schon ziemlich an Wahrnehmungsverzerrungen 
leiden.

Intelligenz ist die Fähigkeit seine Umwelt zu akzeptieren. Und die 
Anforderungen an unsere Intelligenz steigen stetig, ja es ist heutzutage 
das Haupt-Selektions-Kriterium bei der Partnersuche, das war früher nie 
so der Fall. Schau mal wonach Frauen heute suchen: Humor steht an erster 
Stelle und das hat was mit Intelligenz zu tun. Steht dann auch auf Platz 
zwei der Anforderungen der Frauen an uns. Und warum ist das so ? Weil 
die Herausforderungen im Großen wie auch Kleinen das Überleben in der 
Gesellschaft zu sichern immer mehr mit Intelligenz zu tun hat, mit der 
Fähigkeit seine Umwelt erkennen und verstehen zu können, Antworten, 
statt nur Hoffnungen, geben zu können.

Coole Zeit in der wir leben ;)

Gruß Hagen

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Altruistisch sein zu können ist eine Fähigkeit die uns Menschen vom Rest
> unterscheidet.

Das ist ein ziemlich böswilliges Gerücht. Wenn man sich in der Natur 
umsieht - nicht in der Glotze -, dann stolpert man immer wieder darüber, 
daß es falsch ist...

> Die ersten intuitive Reaktion des Systemes heist sparen für viele damit
> wenige prassen können.

Ist dir eigentlich schon aufgefallen, daß bisher alle Sparanstrengungen 
innerhalb kürzester Zeit von der weiter hemmungslos wachsenden 
menschlichen Population aufgefressen werden?

So lange daran nichts geändert wird und womöglich auch noch - wie es 
hierzulande üblich ist - vom Staat Bockprämien bezahlt werden, wird man 
nie so viel sparen können, wie der Bevölkerungszuwachs zusätzliche 
Resourcen benötigt.

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hagen Re schrieb:
>> Altruistisch sein zu können ist eine Fähigkeit die uns Menschen vom Rest
>> unterscheidet.
>
> Das ist ein ziemlich böswilliges Gerücht. Wenn man sich in der Natur
> umsieht - nicht in der Glotze -, dann stolpert man immer wieder darüber,
> daß es falsch ist...

Jo das weiß ich auch das sowas in der Natur vorkommt. Wäre auch ziemlich 
kurzzichtig anzunehmen das die Natur uns exklusiv diese Fähigkeit gibt 
und nicht Plan B verfolgt ;) Die Frage ist aber auf welchem Niveau diese 
Fähigkeit existiert und wie groß die Gruppe der Lebensformen in Realtion 
zu allen Lebensformen im Ökosystem ist. Und da wird man wohl bemerken 
das es nur bei den höchstentwickelten Lebensformen der Fall ist. 
Interessant ist da schon eher die Feststellung das es durch alle Arten 
geht, es gibt Säugetiere, Fische und Vögel bei denen man das nachweisen 
konnte, bzw. vermutet. Weiter interesant ist die Konsequenz die sich bei 
diesen Arten daraus ergibt: sie leben sehr oft in komplexen sozialen 
Verbünden, wir würden Gesellschaften dazu sagen.

>> Die ersten intuitive Reaktion des Systemes heist sparen für viele damit
>> wenige prassen können.
>
> Ist dir eigentlich schon aufgefallen, daß bisher alle Sparanstrengungen
> innerhalb kürzester Zeit von der weiter hemmungslos wachsenden
> menschlichen Population aufgefressen werden?

Ja natürlich: es ist ja nur der Versuch das exponentielle Wachstum durch 
exponentiell gesteigerte Ausbeutung nach unten hin aufrecht zu erhalten. 
Press die Zitrone immer effizienter aus, bei Effizienz hat das System ja 
großes Potential. Bei der Steigerung der gesellschaftlichen Effektivität 
scheitert es aber.

Dieses Vorgejammere mit "wir müssen sparen" ist ja das was ich anzweifle 
und kritisiere. Der Sparkurs macht die Reichen nur reicher, es ist ein 
Mittel der Effizenzsteigerung und nicht eine Frage nach effektiven 
Lösungen. Denn eine Effektivitässteigerung stellte das jetzige System in 
Frage.

> So lange daran nichts geändert wird und womöglich auch noch - wie es
> hierzulande üblich ist - vom Staat Bockprämien bezahlt werden, wird man
> nie so viel sparen können, wie der Bevölkerungszuwachs zusätzliche
> Resourcen benötigt.

Korrekt. Schlimmer noch: der Sparkurs inkrementiert die 
Wahrscheinlichkeit für die Zukunft die radikaleren Lösungen nehmen zu 
müssen. Ändern wird es sich auf jeden Fall. Worstcase: es ist aus für 
uns alle, Bestcase: wir werden jetzt vernünftig und belasten unsere 
Kinder nicht so stark.

Es gibt meiner Meinung nach nur einen sinnvollen Sparkurs: wir sparen 
unsere Schulden ein indem wer sie einfach auf Null setzen. Wenn der 
Zinseszins unserer Basisschulden jetzt schon größer ist als diese Schuld 
dann ist das, so wie das System eines Heroinabhängigen und seines 
Dealers, perfide. Nur mit dem Unterschied das der Heroinsbhängige 
wirklich abhängig ist, bei unseren Schulden besteht eigentlch keine 
Abhängigkeit, man macht sie uns weiß. So eben Ackermann mit seinen 
kommunistischen Worten: Die Finanzkrise ist systemisch, ergo: muß das 
System verändert werden.

Gruß Hagen

von Uhu U. (uhu)


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Ich hatte das "Sparen" weniger auf Geld, als auf Resourcen bezogen.

Die "Staats"-Schulden können mit einem Federstrich aus der Welt 
geschafft werden, der Mangel an Ackerland und einem intakten Ökosystem 
nicht.

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ich hatte das "Sparen" weniger auf Geld, als auf Resourcen bezogen.
>
> Die "Staats"-Schulden können mit einem Federstrich aus der Welt
> geschafft werden, der Mangel an Ackerland und einem intakten Ökosystem
> nicht.

Jo das ist der Preis den unsere Nachkommen zahlen müssen. Aber mit 
sparsammen Umgang an Resourcen ist das nicht getan. Es müssen die 
Resourcen effektiver genutzt werden. Zur Zeit sehe ich nur einen 
einzigen Gesellschaftszweig der in diesem Sektor wirklich Lösungen 
anbieten kann, die Wissensschaften und Technologien. Die Wissenschaften 
konzentrieren sich immer mehr darauf die Lösungen der Natur, deren 
effektive Kreislaufsysteme, zu erforschen und der Menschheit nutzbar zu 
machen.

Aber es ist nunmal einfach so das erst ein gesteigerter Selektionsdruck 
unserer Umweltbedignungen auf uns bewirken kann das wir nach neuen 
Lösungen suchen müssen und auch werden. Insofern musste es so weit 
kommen als hinreichend notwendige Bedingung das die Menschheit den 
nächsten Schritt machen kann und muß.

Solange unser menschliches Ökosystem expandierbar war konnten wir mit 
Ausbeutung und Vergrößerung unseres Ökosystemes erfolgreich wachsen, 
basierend eben auf Ausbeutung und Expansion. Jetzt sind wir an der 
globalen Grenze des Gesamtökosystemes angekommen, erstmalig in der 
menschlichen Geschichte. Und das heist: erstmalig in unserer Geschichte 
greifen die alten Strategien nicht mehr und erstmalig muß der Mensch 
nach effektiveren Lösungen für seine Problem suchen, und das heist eben 
alte Strategien ad Acta zu legen.

Gruß hagen

von Icke ®. (49636b65)


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Hagen Re schrieb:

> Jo das ist der Preis den unsere Nachkommen zahlen müssen. Aber mit
> sparsammen Umgang an Resourcen ist das nicht getan. Es müssen die
> Resourcen effektiver genutzt werden. Zur Zeit sehe ich nur einen
> einzigen Gesellschaftszweig der in diesem Sektor wirklich Lösungen
> anbieten kann, die Wissensschaften und Technologien. Die Wissenschaften
> konzentrieren sich immer mehr darauf die Lösungen der Natur, deren
> effektive Kreislaufsysteme, zu erforschen und der Menschheit nutzbar zu
> machen.

Das einzige, was die Wissenschaften zur Zeit tun, ist nach Lösungen zu 
suchen, mit denen die Überflußgesellschaft am Leben gehalten werden 
kann. Ich muß sicher keinem Techniker erklären, daß es weder kurz- noch 
mittelfristig solche Lösungen geben wird. Sie sind noch nicht einmal 
langfristig absehbar. Die Gesellschaft muß auf ein vernünftiges Maß 
heruntergefahren werden oder sie wird untergehen. Wir müssen deswegen 
nicht gleich wieder in Höhlen leben, aber wir sollten endlich auf den 
Boden zurückkommen und mit dem zufrieden sein, was wir haben. Zumindest 
so lange, bis wir uns Fortschritt ökologisch und ökonomisch wieder 
leisten können.
Obwohl so gut wie jeder weiß, daß die Karre mit Vollgas auf die Wand 
zufährt, interessiert es die Mehrheit einen absoluten Scheißdreck. Es 
wird auf Teufel komm raus konsumiert, daß die Schwarte nur so kracht. 
Ressourcen werden nach wie vor in unfaßbarem Maß verschwendet. Der 
Mensch sollte sich dank seiner Intelligenz bereits anpassen, BEVOR die 
Katastrophe eintritt. Tut er aber nicht, da muß man sich nur die 
nutzlosen -weil nicht realisierten- Abkommen zum Umwelt- und Klimaschutz 
anschauen. Oder über den Gartenzaun zum Nachbarn, der schon wieder mit 
seinem neuen 250PS starken 2-Tonner kistenweise Technik aus dem 
Blödmarkt ranschleppt und die halbe Mülltonne mit vergammelten 
Lebensmitteln füllt...

von Uhu U. (uhu)


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@ Hagen Re
Wie gesagt, der allererste und wichtigste Schritt wäre, das exponetielle 
Bevölkerungswachstum zu beenden. Daran müßten sich die übrigen 
Strategien orientieren, denn bei weiterer Bevölkerungsexplosion ist 
alles zum Scheitern verurteilt.

> Aber es ist nunmal einfach so das erst ein gesteigerter Selektionsdruck
> unserer Umweltbedignungen auf uns bewirken kann das wir nach neuen
> Lösungen suchen müssen und auch werden.

Im Moment scheint der innerartliche Selektionsdruck mindestens so 
gewaltig zu sein, wie der äußere und eine winzige Minderheit scheint 
sich auf die Fahnen geschrieben zu haben, die Probleme dadurch zu lösen, 
daß sie den Rest der Menschheit wie Nutzvieh behandelt.

> Solange unser menschliches Ökosystem expandierbar war konnten wir mit
> Ausbeutung und Vergrößerung unseres Ökosystemes erfolgreich wachsen,
> basierend eben auf Ausbeutung und Expansion.

Das ist aber schon lange nicht mehr so. Um das Problem zu "lösen", 
behalf man sich damit, die Urbevölkerung für vogelfrei zu erklären und 
auszurotten, wenn sie sich nicht versklaven ließ und die heutigen 
Raubkriege unterscheiden sich von den Vorgängermodellen nicht 
prinzipiell.

von Robert L. (lrlr)


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>Auf der einen Seite hat man viele arme Menschen,

ist das wirklich so
(also bei "uns" ch/de/at..)

ICH kenne genau NIEMANDEN der arm ist..

ich hab auch noch nie jemanden erfrieren, verdursten, verhungern sehen..

ich kenne auch keinen der mit morphium vollgepumpt wird, weil er sich 
das krankenhaus/die operation nicht leisten kann..

usw.

von Hagen R. (hagen)


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Hm, ich ordne mal deine Aussagen um um zu zeigen wie meine kausalen 
Zusammenhänge wie ich sie begreife aussehen:

> Wie gesagt, der allererste und wichtigste Schritt wäre, das exponetielle
> Bevölkerungswachstum zu beenden. Daran müßten sich die übrigen
> Strategien orientieren, denn bei weiterer Bevölkerungsexplosion ist
> alles zum Scheitern verurteilt.

Das ist eine Ursache, eine Problemlösung der Menschen die schon sehr alt 
ist. Wenn die Resourcen für eine Gruppe von Menschen knapp wurden dann 
reagierten sie auf natürliche Weise mit gesteigertem 
Bevölkerungswachstum. (kannst du auch bei vielen anderen Arten in der 
natur so beobachten ;) Das hört sich erstmal paradox an ist es aber 
nicht wirklich. Denn so kann eine Familie sicherstellen das von den 
verbleibenden Resourcen ihre Nachkommen überproportional profitieren als 
eine Familie die nicht soviele Nachkommen zeugt. Zudem nimmt diese 
Strategie anderen Nahrungskonkurrenten, andern Arten ihre 
Lebensgrundlage, was zur Inkrementation der eigenen 
Überlebenswahrscheinlichekit = Gene, führt. Als Folge dessen entsteht 
für die nachfolgenden Generationen ein Expansionsdruck der ebenfalls 
solange sinnvoll ist wie das Ökosystem expandiert werden kann. Es ist 
also eine logische Folge der natürlichen Umweltbedignungen das der 
Mensch diese Strategie in seine Organisationsform seiner Gesellschaften 
adaptierte. Insofern waren selbst unsere Vorfahren schon Naturkundler 
haben sie doch eine Gesellschaft erschaffen die ganz natürlich 
funktionierte, im Rahmen der damals herrschenden Umweltbedigungen.

Heutzutage ist das Bevölkerungsproblem also eine Folge unserer 
gesteigerten Ausbeutung, eine Reaktion exakt auf diese Ausbeutung. Je 
größer die Ausbeutung ist, je weniger Menschen am Reichtum 
partizipieren, desto logischer wird es als eine an der armutsgrenze 
lebende familie immer mehr Nachkommen zu zeugen. Es entsteht sogar eine 
Spirale aus exponentiellem Bevölkerungswachstums. Das hat aber 
dummerweise zur Folge, das dieses Hase & Igel rennen, nur diesen 
Ausbeutungsgrad inkrementiert statt zu reduzieren. Denn je mehr Menschen 
es gibt die immer weniger haben desto großer wird die Macht derjenigen 
die immer reicher werden. Damit ist das bBvölkerungswachstum ein Wirkung 
der Ursache unseres Gesellschaftsystemes und dem nun global begrenzten 
Ökosystem das für uns alle zur Verfügung steht.

Möchte man das Bevölkerungswachstum in den Griff bekommen so man man das 
Verteilungs-System ändern.

> Um das Problem zu "lösen",
> behalf man sich damit, die Urbevölkerung für vogelfrei zu erklären und
> auszurotten...

In Wahrheit garnicht gewollt, sondern der scheinheilige Versuch unserer 
Führer uns die kausalen Zusammenhänge verdreht ins Hirn zu pflanzen. 
Warum besteht der Papst darauf keine Kondome zuzulassen ? Nicht wegen 
seine Glaubens, letzendlich nur wegen objektiven Umweltbedingungen. 
Überbevölkerung macht denjenigen der Macht hat nur mächtiger, solange 
man darauf achtet das diese Bevölkerung keinen Zugang zu Resourcen hat, 
im besonderen zu echten Wissen, Glaube kann das sehr gut verhindern.

In Waheheit geht es nicht darum die Überbevölkerung zu stoppen sondern 
den sich daraus ergebenden Konsequenzen des Expansionsstrebens dieser 
Nachkommen entgegen zu wirken. Es geht darum die Migration dieser 
Menschen in das eigene abgeschottete Ökosystem zu verhindern.

> Im Moment scheint der innerartliche Selektionsdruck mindestens so
> gewaltig zu sein, wie der äußere und eine winzige Minderheit scheint
> sich auf die Fahnen geschrieben zu haben, die Probleme dadurch zu lösen,
> daß sie den Rest der Menschheit wie Nutzvieh behandelt.

Korrekt, ist aber keine subjektive Motivation dahinter sondern eine 
objektiv notwendige Handlungsweise aus deren Standpunkt heraus. Es ist 
Nutzvieh.

Soweit meine Logik dieses Problemes.

Gruß Hagen

von Uhu U. (uhu)


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Hagen Re schrieb:
> Korrekt, ist aber keine subjektive Motivation dahinter sondern eine
> objektiv notwendige Handlungsweise aus deren Standpunkt heraus.

Na ja, ob sie das aus Bosheit, Altruismus gegenüber ihrer Verwandschaft, 
oder wegen objektiver Zwänge tun, ist eigentlich reichlich egal - die 
Folgen sind in jedem Fall verheerend.

> Wenn die Resourcen für eine Gruppe von Menschen knapp wurden dann
> reagierten sie auf natürliche Weise mit gesteigertem
> Bevölkerungswachstum. (kannst du auch bei vielen anderen Arten in der
> natur so beobachten ;)

Ja, ich weiß. Das weiß auch die angesprochene winzige Minderheit, denn 
sie verfügt über die besten Experten der Welt und trotzdem setzten sie 
dieses Wissen seit Jahrzehnten nicht zum Nutzen der Menschheit ein, 
sondern um den chinesischen Lösungsansatz für das Problem von außen zu 
torpedieren, so gut es geht.

Das päpstliche Verhütungsverbot resultiert auch aus der kühlen 
Überlegung, daß die katholische Kirche derzeit die größte religiöse 
Organisation der Welt ist und das nur bleibt, wenn die Welt weiterhin 
exponentiell wachsend mit kleinen, dummen Katholiken zukarnickelt wird. 
So ist sichergestellt, daß selbst bei höherer Reproduktionsrate der 
Islam nicht überhand nimmt und den bösen Opas im Vatikan die Pfründen 
streitig macht.

> Nicht wegen
> seine Glaubens, letzendlich nur wegen objektiven Umweltbedingungen.
> Überbevölkerung macht denjenigen der Macht hat nur mächtiger, solange
> man darauf achtet das diese Bevölkerung keinen Zugang zu Resourcen hat,
> im besonderen zu echten Wissen, Glaube kann das sehr gut verhindern.

Bildung läßt sich am wirksamsten durch Massenelend verhindern...

> Möchte man das Bevölkerungswachstum in den Griff bekommen so man man das
> Verteilungs-System ändern.

Genau.

> In Waheheit geht es nicht darum die Überbevölkerung zu stoppen sondern
> den sich daraus ergebenden Konsequenzen des Expansionsstrebens dieser
> Nachkommen entgegen zu wirken.

Wie willst du das machen?

> Es geht darum die Migration dieser
> Menschen in das eigene abgeschottete Ökosystem zu verhindern.

Das ändert aber nichts daran, daß die Opfer dieser Politik Resourcen 
verbrauchen, die man deutlich besser einsetzen könnte, als für die durch 
Massenelend unvermeidliche Verschwendung.

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
>> Es geht darum die Migration dieser
>> Menschen in das eigene abgeschottete Ökosystem zu verhindern.
>
> Das ändert aber nichts daran, daß die Opfer dieser Politik Resourcen
> verbrauchen, die man deutlich besser einsetzen könnte, als für die durch
> Massenelend unvermeidliche Verschwendung.

Korrekt, es führt das System ad absurdum. Nichts ist ewig alles 
verlischt irgendwann.

>> In Waheheit geht es nicht darum die Überbevölkerung zu stoppen sondern
>> den sich daraus ergebenden Konsequenzen des Expansionsstrebens dieser
>> Nachkommen entgegen zu wirken.
>
> Wie willst du das machen?
>

Naja, lass mich mal auf die Seite der "Gewinner" stellen und ein kaltes 
Kalkül projezieren:

1. ich stehe als Unternehmer unter Expansionsdruck
2. ich stehe als Politiker unter Erolgsdruck meine Untertanen zu 
"füttern"
3. ich bin mächtig weil ich die einzige millitärische Schlagkraft 
besitze
4. da gibt es ein durch mich künstlich abgeschottestes Ökosystem das 
durch Überbevölkerung glänzt

Etrgo: ich urbansiere diese Ökosystem durch Expansion indem ich Afrika 
erstmal komplett platt mache, ich führe einen Krieg den mein gegner 
nicht gewinnen kann. Ich befreie ein Ökosystem von störenden Elementen 
und urbanisier es nach meinen Vorstellungen.

Das tue ich weil dieser Schritt in meiner Geschichte schon immer 
funktioniert hat.

So ich bin aber ein dämlicher Europäer und ignorrier offensichtliche 
Tatsachen. Wäre ich ein Chinese dann würde ich:

1. als Politiker sicherstellen das ich mein Ökosystem gezielt abschotte
2. weltweit den "freien Handel" propagieren unter dem Deckmäntelchen 
"ich mische mich nicht in eure nationalstaatliche Intersssen ein". Dumm 
nur das es den "freuien" handel niamsl gab oder geben wird, so wie es 
real kein "freies" Unternehmertum gibt. Eine Erklärung dafür warum die 
FDP in Deutschland  langfristig scheitern wird.
3. ich verändere durch meinen Außenhandelsüberschuß, dem Handel mit 
meinen Waren, das Konsumverhalten der betroffenen afrikanischen Staaten 
und amche sie in Wahrheit abhängig von mir. Hauptsache ich bin der 
Dealer.
4. die dann ach so "freien Nationalstaaten" und Diktatoren werden dann 
erkennen das sie gründlich ausgetrickst wurden, weil das Volk durch 
diesen Konsum neue Wünsche entwickeln wird

Clevere Taktik der Chinesen, aber letzendlich nichts anders als 
Handels-Kolonialismus wie es die Niederländer mal gerne pflegten in 
ihrer Geschichte.

Insofern ist es schon wichtig für die Europäer, wenn deren 
Führungskräfte nicht so arrogant gewesen wären, darüber nachzudenken ob 
es nicht sinnvoller gewesen wäre dem Staat, als längerfristig 
aggierendes Machtinstrument, mehr Planwirtschaft zuzulassen. Die 
Demontage des Staates, pro "freies Unternehmertum" wird mit Sicherheit 
langfristig nach hinten losgehen. Insofern: die aktuellen 
Augenwischereien der FDP/CDU mit der Weigerung einer 
Finanztransaktionssteuer und dem Verweis auf den britischen Weg mit 
einer Stempelsteuer auf Aktienkapital, ist kontraproduktiv. (es ist 
ratsam für die CDU, noch vor den nächsten Wahlen, den Blaugelben 
öffentlich in den Arsch zu treten, zumal die FDP ein Führungsproblem 
hat).

Auf der gegnerischen Seite, den Chinesen, sitzt ein Konglomerat aus 
Staat und Unteernehmen das es schafft einerseits kurzftistige 
ökonomische Entscheidungen schnell treffen zu können und andererseits 
stategisch langfristige Planungen durchführen kann.

Wenn ich mal eine Prognose machen sollte, und mit den Worten eines 
Christian W.W. Wulff's gesprochen: "ich mache nie Prognosen, habe noch 
nie welche gemacht und werde auch nie welche machen" ;)

dann denke ich das die Chinesen auf Grund dieser Fähigkeiten in 10-20 
Jahren auf jedem Gebiet der Ökonomie, Technologie, Wissenschaft und 
Ökologie der Maßstab der Welt sein werden. Naja tolle Prognose, im 
Grunde kann sich das jeder selber ausrechnen.

Wie europäer zanken uns um Belanglosigkeiten, wie meinen das es Moral 
gäbe auf Grund unserer Geschichte. Grober Denkfehler, Moral existiert 
nicht.

Feuerameisen oder zB. Heuschrecken kennen keine Moral, sie folgen einer 
höchst erfolgreichen Überlebensstrategie: Vernichtung aller Konkurrenten 
im gemeinsammen Ökosystem. Nur gut das die nicht technologisch auf 
unserem Niveau sind ;) Die Chinesen sind es aber, und sie aggieren 
meinem Empfinden nach weit objektiver und angepasster an die 
Rahmenbedingungen als unsere Politiker !

Gruß Hagen

von Hagen R. (hagen)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hagen Re schrieb:
>> Korrekt, ist aber keine subjektive Motivation dahinter sondern eine
>> objektiv notwendige Handlungsweise aus deren Standpunkt heraus.
>
> Na ja, ob sie das aus Bosheit, Altruismus gegenüber ihrer Verwandschaft,
> oder wegen objektiver Zwänge tun, ist eigentlich reichlich egal - die
> Folgen sind in jedem Fall verheerend.

Naja verheerend, schmerzhaft wie die verbrannte Hand des Kindes trifft 
es eher ;) Ich sehe es als Chance, den es schafft Umweltbedingungen die 
ein Ausweichen vor den nötigen Konsequenzen unmöglich macht. Marx hatte 
schon recht wenn er sagte: Freiheit ist die Einsicht in die 
Notwendigkeit, macht man das nicht und aggiert gegen die objektiven 
Umstände dann wird sich das Problem nur verschlimmern und somit der 
Zeitpunkt einer Veränderung nur noch unausweichlicher. Jder Arzt handelt 
im Extrem exakt so: er amputiert das Bein das unabänderlich das Leben in 
Gefahr bringt. Unser Bankensystem begibt sich in exakt diese Gefahr 
amputiert zu werden: genereller Schuldenerlass.

Gruß Hagen

von Uhu U. (uhu)


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Erstaunlich, daß in deinen Ausführungen der Welt-Hegemon mit keinem Wort 
erwähnt wird. Ich fürchte, so ist jeder Scharfsinn einfach nur für die 
Katz.

- Europa ist weniger Subjekt, als Objekt in der Auseinandersetzung - es
  wird derzeit ausgeplündert um die künftigen US-Unternehmen zu
  finanzieren. ("Schuldenkrise")
- Die Russen werden mit einem Raketenabwehrsystem vor der Haustür
  in Schach gehalten. Der bösartigste US-Handlanger in Europa, die BRD,
  dient mal wieder als Teil des Kasernenhofes.
- Die USA wenden folgerichtig ihre militärischen "Bemühungen" von Europa
  ab und wenden sich dem letzten Gegner zu: China

von Peter F. (toto)


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Icke ®. schrieb:
> T. B. schrieb:
>> Seit einer Weile hab ich das Gefühl, das mit unserem Finanz- und
>> Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt.
>
> Nein, echt??
>
> Ein vollbärtiger Wahl-Londoner hat das vor 145 Jahren schon gewußt.
> Blöd, daß sein Lösungsvorschlag auch nicht funktioniert hat.

Der "Bärtige" ist doch schon lange wieder reinkaniert. Aber nicht so wie 
der "Bärtige" sich das vorgestellt hat. Die Planwirtschaft spielt sich 
auf monetärer Ebene bei den Banken ab. Ob es da funktionieren wird?

Die Geldschöpung der Geschäftsbanken aus dem "Nichts" wird gerne von den 
sogenannten Geldreformern angeprangert. Dabei ist dieses "Nichts" eben 
kein "Nichts". Sondern es stehen im Normalfall Sicherheiten dahinter. 
Der Schuldner ist Garant für dieses "Nichts" und haftet mit Diesen. Bei 
Nichterfüllung kommt der "Zwegat" oder Schlimmere vorbei.

Auch vergessen die Vollgeldreformer dabei dass auch das Geld von der 
Zentralbank aus dem "Nichts" kommt. Wobei die Pfänder eigentlich von 
besserer Qualität sein sollten, aber wie man sieht monetisieren die 
Zentralbanken ja bald alte Unterhosen.
Wir haben keinen Goldstandard mehr, wobei dieser auch nur Illusion war, 
aber das würde jetzt zu weit führen.

Diese Reform ist meiner Meinung nach kaum umzusetzen, weil man jegliche 
privatwirtschaftlichen Verträge dahingehend überprüfen müsste ob diese 
irgendwie Geldcharakter erlangen könnten.
Die meisten Geldreformer verstehen nämlich nicht was Geld überhaupt ist.
Geld ist einfach ein Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten, es ist 
ganz einfach Geld zu schöpfen.
Früher wurden die Salden auf Tontäfelchen notiert, da waren diese 
praktisch Geld.
Ein modernere Version ist z.B Paypal, Paypal ist sozusagen eine dritte 
Geldstufe. Die erste ist das Zentralbankgeld, die zweite das 
Geschäftsbankengeld. Man müsste also jegliche Zahlungssystem die das 
Monopol der Zentralbanken umgehen könnten verbieten.

Könnte man natürlich Versuchen, oder man schafft die Zentralbanken ab, 
was auch einige Ökonomen fordern. Dann gibt es nur noch privates Geld. 
Oder Freigeld.
Alle haben gute Argumente, klingen teilweise sogar plausibel. Ich halte 
da wenig von.
Die einzigste Möglichkeit die Ungerechtigkeiten die das Geld erzeugt zu 
mildern ist für mich eine Renationalisierung der Wirtschaft. Kleine 
möglichst autarke Wirtschaftsräume. Was natürlich die Arbeitsteilung und 
Produktivität stark einschränkt. Also der objektive Wohlstand würde 
definitiv sinken.
Wenn man das nicht will heißt es wohl "weiterwursteln".

MfG

von Bri (bri)


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Es ist erstaunlich, um wie viele Themen gleichzeitig sich die Diskussion 
hier dreht. :-)

Wenn man realistisch bleiben will, dann sollte man sich nicht zu 
ambitionierte Ziele stecken. Eine andere Gesellschaftsform einzuführen 
oder gar die menschliche Natur ändern zu wollen sind Ziele, die man 
vielleicht in einem der nächsten Jahrhundert angehen könnte. Außerdem 
mögen die meisten Menschen keine großen Veränderungen.

Aber das heißt ja nicht, dass man nicht versuchen sollte, das bestehende 
System in kleinen Schritten zu verbessern und gerechter zu gestalten. 
Ein großes Problem ist doch im Moment, dass das Finanzsystem immer mehr 
zum Selbstzweck wird und nicht mehr der Wirtschaft dient. Desweiteren 
haben weltweit gesehen nicht alle Menschen eine Chance, ein Leben mit 
einem vernünftigen Lebensstandard zu führen. Und damit mein ich nicht, 
das jede Familie auf der Welt zwei Autos haben muss.

Die Frage, die mich bewegt ist, kann der Vorschlag mit dem Vollgeld 
funktionieren und die Wirtschaft stabilisieren und in der Hinsicht 
verbessern, das mehr Menschen weltweit gut leben können?

Es ist schon klar, das wir weltweit noch viel  mehr Probleme relativ 
zeitnah lösen müssen:

- Bevölkerungswachstum vermeiden
- Umstellung auf erneuerbare Energien
- mehr Umweltschutz, hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft
- Arbeit besser verteilen
usw.

Da immer mehr Arbeit von Maschinen erledigt werden wird, werden wir auch 
mittelfristig um ein bedingungsloses Grundeinkommen gar nicht mehr herum 
kommen, damit noch genügend Kaufkraft vorhanden ist.

von Peter F. (toto)


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Ach ja, noch zum Thema "weiterwursteln". Was die Politik gerade Versucht 
ist die Quadratur des Kreises. Sie versuchen die 
Forderungen(Geldguthaben) aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die 
Verbindlichkeiten(Geldschulden) abzubauen. Merkel merkelt halt 
garnichts, denn sie wird von den Geldguthabenhaltern beraten.

Gruß

von Bri (bri)


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Ich weiß nicht ob das mit dem weiterwurschteln so eine gute Idee ist. 
Das Vorzeigekapitalistenland USA hat mittlerweile offiziell 
15.000.000.000.000$ Schulden und inoffiziell mit allen Verbindlichkeiten 
77.000.000.000.000$. Selbst denen steht das Wasser bis zum Hals und die 
zeigen immer noch mit dem Finger auf Europa. Peter Zwegert würde da wohl 
die Insolvenz empfehlen. Die Entwicklung der Staatsschulden sollte man 
da schon logarithmisch darstellen, um die Bevölkerung nicht zu sehr zu 
schockieren. :-)

von Peter F. (toto)


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T. B. schrieb:
> Ich weiß nicht ob das mit dem weiterwurschteln so eine gute Idee ist.
> Das Vorzeigekapitalistenland USA hat mittlerweile offiziell
> 15.000.000.000.000$ Schulden und inoffiziell mit allen Verbindlichkeiten
> 77.000.000.000.000$. Selbst denen steht das Wasser bis zum Hals und die
> zeigen immer noch mit dem Finger auf Europa. Peter Zwegert würde da wohl
> die Insolvenz empfehlen. Die Entwicklung der Staatsschulden sollte man
> da schon logarithmisch darstellen, um die Bevölkerung nicht zu sehr zu
> schockieren. :-)

Du bist also wirklich noch der Meinung Regierungen würden rational 
handeln?
Oder sie wüssten was sie tun? Nochmal, Staatsschulden sind die Guthaben 
der Privaten. Schau mal nach Deutschland, die privaten Geldguthaben 
betragen laut Wiki ca. 5 Billionen Eur. ,die private Verschuldung ca 2.5 
Billionen, die Staatsschulden ca. 2 Billionen. Der Rest sind die 
Exportsalden.

Nochmal ein schönes Beispiel aus dem Motherland of Capitalism, und da 
von den besonders "schlauen" Republikanern.

http://capitalgainsandgames.com/blog/stan-collender/2488/8-house-gop-freshman-want-credit-getting-cash-advance-their-master-card-mak

Diese Intelligenzbestien von den Reps wollten den ganz großen 
Wahlkampfcoup landen und den blöden Schäfchen zeigen wie man spart.
Dabei sind sie zu blöde selbst die einfachsten makroökonomischen 
Zusammenhänge zu kapieren.

Wir werden von "Deppen" regiert, sieh es ein.

MfG

von (prx) A. K. (prx)


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Und das schöne daran ist: Alle diese Leute wurden ins Parlament gewählt. 
Und zwar persönlich, nicht per Liste. Wer ist nun der grössere Depp? Der 
Depp der sich wählen lasst, oder die Deppen, die ihn gewählt haben?

von Uhu U. (uhu)


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Peter Funke schrieb:
> Sondern es stehen im Normalfall Sicherheiten dahinter.

Du kennst den Trick mit den verbrieften Ramschkrediten? Das ist genau so 
ein Loch, durch das die private Gelddruckmaschine angeworfen wird.

> Auch vergessen die Vollgeldreformer dabei dass auch das Geld von der
> Zentralbank aus dem "Nichts" kommt.

Der Unterschied ist, daß die ZB darüber die Kontrolle hat, wenn sie als 
einzige Geld schöpfen kann - was aber eben durch Tricksereien, wie die 
o.g. umgangen wird.

Hätte die ZB als einzige Institution das Geldschöpfungsrecht, dann wäre 
es ihr zumindest möglich, die in Umlauf befinliche Geldmenge wirksam zu 
kontrollieren.

von Peter F. (toto)


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Für alle des Englische nicht so mächtigen, die Reps wollten mit Kredit 
Schulden bezahlen, Münchhausen lässt grüßen.

von Uhu U. (uhu)


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Peter Funke schrieb:
> Für alle des Englische nicht so mächtigen, die Reps wollten mit Kredit
> Schulden bezahlen, Münchhausen lässt grüßen.

Was ist daran ungewöhnlich?

Der Denkfehler liegt woanders: die Amis müssen sich übers sparen so 
lange keine Gedanken machen, wie sie über weite Teile der Welt de facto 
herrschen, dank ihrer Armee. Vor dem Hintergrund muß man sich über das 
Schuldenbezahlen mit Kredit - den man sich beim Rest der Welt holt, aber 
nie zurückzahlt - keine Gedanken machen.

von Peter F. (toto)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Peter Funke schrieb:
>> Sondern es stehen im Normalfall Sicherheiten dahinter.
>
> Du kennst den Trick mit den verbrieften Ramschkrediten? Das ist genau so
> ein Loch, durch das die private Gelddruckmaschine angeworfen wird.
>
>> Auch vergessen die Vollgeldreformer dabei dass auch das Geld von der
>> Zentralbank aus dem "Nichts" kommt.
>
> Der Unterschied ist, daß die ZB darüber die Kontrolle hat, wenn sie als
> einzige Geld schöpfen kann - was aber eben durch Tricksereien, wie die
> o.g. umgangen wird.

Die Geschäftsbanken haben auch die Kontrolle über ihre Geldschöpfung. 
Wird doch niemand dazu gezwungen Kredite aufzunehmen oder zu geben. 
Außer die Steuerzahler über den Staat. Die Geschäftsbanken die diese 
Kredite vergeben und verbrieft haben konnten eben mit hoher 
Wahrscheinlichkeit davon ausgehen das sie gerettet werden. Wie kommst du 
darauf das die Zentralbanken nicht ebenso gehandelt hätten? Merke, da 
säßen dann die gleichen "Armleuchter" wie jetzt bei den Privatbanken. 
Ebenso wie bei den Kommunisten die gleichen ex Kapitalisten am Steuer 
waren und abgesahnt haben.

> Hätte die ZB als einzige Institution das Geldschöpfungsrecht, dann wäre
> es ihr zumindest möglich, die in Umlauf befinliche Geldmenge wirksam zu
> kontrollieren.

Das ist eben nicht ohne massive Eingriffe ins Privatrecht zu 
realisieren. Wie ich oben versucht habe zu erklären. Ob das so 
wünschenswert ist?
Ich bin jetzt mal ein böser Kapitalist nach der "Vollgeldreform". Wer 
sollte mich daran hindern ein Bezahlsystem wie Paypal aufzubauen? Nichts 
anderes machen die Geschäftsbanken, nur eine Stufe niedriger. Die Kunden 
zahlen dann ihr Zentralbankgeld auf meine Paypalkonten ein, da aber 
nicht immer alles abgerufen wird könnte ich ein vielfaches der Geldmenge 
"verleihen".


Uhu Uhuhu schrieb:
> Was ist daran ungewöhnlich?
>
> Der Denkfehler liegt woanders: die Amis müssen sich übers sparen so
> lange keine Gedanken machen, wie sie über weite Teile der Welt de facto
> herrschen, dank ihrer Armee. Vor dem Hintergrund muß man sich über das
> Schuldenbezahlen mit Kredit - den man sich beim Rest der Welt holt, aber
> nie zurückzahlt - keine Gedanken machen.

Hast den Witz nicht verstanden, die Reps haben versucht den Schäfchen zu 
verklikkern das sie so die Schulden abbauen könnnen. Klar, die Amis 
lassen "Anschreiben" wer sollte sie daran hindern? Die Vollgeldreformer, 
ist doch lächerlich.

MfG

von Uhu U. (uhu)


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Peter Funke schrieb:
> Die Geschäftsbanken haben auch die Kontrolle über ihre Geldschöpfung.

Und damit rühren 100 Köche im Brei rum, was beste Betrugsmöglichkeiten 
auftut und den Staat die Kontrolle entzieht...

> Hast den Witz nicht verstanden, die Reps haben versucht den Schäfchen zu
> verklikkern das sie so die Schulden abbauen könnnen.

Du scheinst nicht verstanden zu haben, daß die ihre Schulden garnicht 
abbauen müssen, so lange sie mit Gewalt dem Rest der Welt das abpressen 
können, was sie nicht selbst erwirtschaften. Sie spielen die Spar-Posse 
nur, um dem eigenen Pöbel einzuflüstern, daß er jetzt sparen muß.

von Peter F. (toto)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Peter Funke schrieb:
>> Die Geschäftsbanken haben auch die Kontrolle über ihre Geldschöpfung.
>
> Und damit rühren 100 Köche im Brei rum, was beste Betrugsmöglichkeiten
> auftut und den Staat die Kontrolle entzieht...

Ach komm, es rühren immer 100 Köche im Brei, oder willst Du wieder einen 
"Führer" oder König. Ich bin sogar der Meinung, entgegen dem Sprichwort, 
es müssten endlich wieder mehr Köche werden. Wer betrügt denn im Moment 
den Steuerzahler? Ist doch wohl eher der Staat der sich anbiedert für 
alles gerade zu stehen.

>> Hast den Witz nicht verstanden, die Reps haben versucht den Schäfchen zu
>> verklikkern das sie so die Schulden abbauen könnnen.
>
> Du scheinst nicht verstanden zu haben, daß die ihre Schulden garnicht
> abbauen müssen, so lange sie mit Gewalt dem Rest der Welt das abpressen
> können, was sie nicht selbst erwirtschaften. Sie spielen die Spar-Posse
> nur, um dem eigenen Pöbel einzuflüstern, daß er jetzt sparen muß.

Genau das haben sie aber den Wählern versucht zu erklären. Ich habe es 
schon verstanden, ich machen den Wählern aber keinen Vorwurf.

MfG

von Christoph H. (mc-entwickler)


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>das einzige, was die Wissenschaften zur Zeit tun, ist nach Lösungen zu
>suchen, mit denen die Überflußgesellschaft am Leben gehalten werden
>kann. Ich muß sicher keinem Techniker erklären, daß es weder kurz- noch
>mittelfristig solche Lösungen geben wird.

Ja genau, und deshalb muss die Wissenschaft eingesetzt werden, um andere 
Lösungen zu entwickeln:
Beitrag "Re: Gesselschaft der Selbstversorger"

von Bri (bri)


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Selbstversorger als Lösung aller Probleme? Das ist doch Quatsch. Versuch 
doch mal Penicillin oder andere hoch wirksame Medikamente herzustellen. 
Wenn ich krank bin hätte ich schon ganz gerne Medikamente, die wirken 
und nicht irgendwelches homöopathisches Zeug oder ausgekochte 
Birkenrinde als Aspirinersatz. Ich hab auch ganz gerne Wasser, das warm 
aus der Leitung kommt, Ärzte, high tech Medizin, Autos, Computer, 
Internet etc. Das alles kann es, wenn alle als Selbstversorger leben, 
nicht geben!

von Timm T. (Gast)


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T. B. schrieb:
> Birkenrinde als Aspirinersatz.

Weidenrinde, nicht Birke. Salix sp. => Salicin => Salicylsäure => ASS

von Christoph H. (mc-entwickler)


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>Selbstversorger als Lösung aller Probleme? Das ist doch Quatsch.
Lies halt, bevor Du laberst:
Beitrag "Re: Gesellschaft der Selbstversorger"

von (prx) A. K. (prx)


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Das funktioniert heutzutage wie beim unserem KV-Verächter im Forum: Die 
Zwiebelschalen der Weltgemeinschaft dienen als gestaffelter Fallback für 
den Fall, dass es dann doch fehlschlägt. Und sei es unfreiwillig, denn 
die Alternative, die Mitlieder oder gar die ganze Kommune ggf. 
selbstgewollt verrecken zu lassen, ist sowohl mit heutigen 
Moralvorstellungen als auch mit dem deutschen Gesetz nicht vereinbar.

von Uhu U. (uhu)


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Ja, jedes kleine Arschloch ist in dieser Beziehung too big to fail.

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