Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LCD an langer Leitung


von Thomas Frosch (Gast)


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Hi Leute,

habe seit einiger Zeit das DV20200 2x20 Zeichen Display nach HD44780 an 
einer langen (2m) Flachbandleitung im Betrieb. Das funktionierte soweit 
auch ganz gut. Nun habe ich es durch ein 2x20 Zeichen Display von Batron 
nach KS0070B ersetzt (eigentlich gleiche Routinen).
Funktioniert auch super, bis ich es wieder an meine lange Leitung 
anschließe. Es kommen manchmal die richtigen Zeichen. Aber meistens 
irgendwelche komischen Zeichen.

Ich habe nun die delays um enable und RS vergrößert. Man merkt auch, 
dass es "besser" wird. Allerdings bekomme ich es nie richtig zum laufen.

Ich weiss nicht genau woran es liegt. Ich vermute entweder am zu hohen 
Widerstand der Leitung oder eher an den Kapazitäten der Leitung oder an 
was ganz was anderem.

Das Widerstandsproblem schließe ich eher aus (hab an einer kurzen 
Leitung Widerstände direkt in Reihe geschalten, ging problemlos!)

Welche Tricks kann ich noch anwenden?
von Dietrich L. (dietrichl)


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Probier mal, die GND-Leitung dicker zu machen, denn darauf beziehen sich 
ja alle Signale.

Gruß Dietrich
von Thomas Frosch (Gast)


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Hört sich jetzt echt blöd an, aber mit der extra GND-Leitung kommt gar 
nichts mehr auf dem Display. Ziehe ich diese auf der NICHT LCD Seite ab 
(hängt also in der Luft) geht es manchmal mit richtigen Zeichen.

Auch zusätzliche 5V Leitung bringt nichts?!?!
von aw (Gast)


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lange Leitung und steilflankige Signale riecht so nach Reflexionen, da 
gibt es hier irgendwo einen Artikel im Wiki. Vielleicht die Leitung am 
LCD mit Widerständen abschließen?
von aw (Gast)


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von Fer T. (fer_t)


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Wäre das nicht so wie es auch bei ISDN ist, das man am ende der Leitung 
die Leitungen mit Widerständen verbinden muss? (Enddosen-Widerstand)
MfG
von Reinhard Kern (Gast)


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aw schrieb:
> Vielleicht die Leitung am
> LCD mit Widerständen abschließen?

Hallo,

dein Hinweis ist völlig richtig, bloss ist die LCD-Schnittstelle, sofern 
man das überhaupt so bezeichnen will, ganz und gar ungeeignet zum 
Treiben längerer Leitungen. Flachkabel haben einen Wellenwiderstand in 
der Grössenordnung 80 Ohm, da müsste man spezielle Leitungstreiber 
verwenden, die das schaffen, sonst werden am Ende der Leitung nicht nur 
die Reflexionen, sondern die Signale überhaupt kurzgeschlossen.

Ausgelegt ist das Interface für ein paar cm auf der Leiterplatte.

Möglicherweise kriegt man es mit eigentlich nicht richtigen 
Abschlusswiderständen im kOhm-Bereich zum Funkionieren. Ich würde es mal 
mit 1k, 4k7 oder 10k probieren. Grau ist alle Theorie.

Gruss Reinhard
von Frank K. (fchk)


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Mach ans eine Ende RS422 Transmitter und ans andere Ende passende 
Receiverbausteine.

Was immer eine gute Idee ist: jede zweite Ader des Flachbandkabels auf 
Ground legen, oder eben aufs entsprechende Komplementärsignal bei 
differentieller Übertragung. So macht es SCSI, und IDE nicht. Ein 
normales SCSI-II Kabel als Flachband darf 6 m (*) lang werden, ein 
klassisches IDE-Kabel nur einen halben Meter. Da sieht man den 
Unterschied.

(*) wobei SCSI auch noch stärkere Treiber verwendet, etc...

fchk
von Chr. M. (snowfly)


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Organisier dir doch einfach ein anderes Display,
ich hatte hier mal ein 16*4 an einem ca 10m langen
Telefonkabel an ner Druckerschnittstelle am laufen
-funktionierte problemlos.
von Thomas Frosch (Gast)


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Also erstmal vielen vielen Dank!! Die Informationen werden mir bestimmt 
auch bei späteren Problemen helfen.

Man wills nicht glauben, es liegt anscheinend am µC. Der hat anscheinend 
nen Schuss und dessen Treiber funktionieren nicht mehr 100%.

An einem anderen Controller geht alles wunderbar. Hab bisher immer nur 
Displays und Leitungen getauscht gg

Also 2m Flachbandleitung direkt µC <-> LCD

Vielen vielen Dank!!
von (prx) A. K. (prx)


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Serienterminierung vom E Signal wäre dennoch sehr zu empfehlen (lies: 
Serienwiderstand). Bei den anderen Signalen ist es weniger wichtig, da 
die nur relativ zu E relevant sind.
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