welches Stereomikroskop zum Löten ?

Gast #2538025
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http://www.amazon.de/M%C3%BCller-Langarm-Stativ-Mikroskop-Arbeitsabstand/dp/B003AIVE40

Nur das Licht ist k*cke. Ich habe um den rechteckigen Tubus ein Tray von 
unseren µCs ausgesägt, mit 5mm LEDs bestückt und von unten drauf 
geschoben. Kann ich ja mal ein Foto von machen.

Das Mikroskop hat lieder keinen Zoom. Die Vergrößerung ist nicht 
umschaltbar. 20-fach reicht dicke aus. Es gibt Wechselokulare beim 
Hersteller. Auch mit Weitwinkeloption.

Mit Zoom (10-80x) kostet gleich über 500.
http://www.amazon.de/M%C3%BCller-Stereo-Mikroskop-Schwenkarm-Ringlicht/dp/B003AMLDI8/ref=sr_1_7?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1328615539&sr=1-7

Randschärfe, Farbfehler usw. ist mit einem Zeiss nicht zu vergelichen, 
diese kosten aber auch gleich 4000 und mehr.
Zum alltäglichen Basteln reicht die Müller-Teile allemale.

Gruß

Axelr.
.- .-.
Moderator Persönliche Seite #2539772
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Jürgen schrieb:
> es gibt wohl keine Mikroskope  deutlich unter 200€ ????

Auch mit vier Fragezeichen: ordentliche Optik ist ein wenig aufwändig.

Für unter 200 Fragezeichen kannst du dir 'ne ordentliche Lupe kaufen.

Wenn du für das Geld ein Mikroskop kaufst, dann hast du entweder Glück
gehabt und gebraucht ein gutes Stück bekommen, oder du machst irgendwo
Abstriche.  Das genannte Novex P-20 beispielsweise bietet keinen Zoom,
sondern nur feste Vergrößerung von 20fach oder 40fach.  Real ist aber
fürs Löten so 7fach bis 10fach optimal als Normaleinstellung, mit
einer optional höheren Vergrößerung, falls man sich mal eine kleine
Stelle genau ansehen muss.
Gast #2539805
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Ich habe mir letzte Woche dieses dort für € 330,- (war ein Angebot) eben 
wegen der Zoom-Funktion  besorgt.
http://www.astroshop.de/trinokulare-mikroskope/bresser-mikroskop-advance-icd-10-160x/p,6143
Den Ausleger bin ich gerade am konstruieren. Der optionale LED-Ring für 
€ 160,- war mir denn doch zu teuer, sodass ich auch diesen aus PVC/Alu 
drehen werde und selbst mit 50% ultrahellen weissen und 50% warmweissen 
LEDs bestücken werde, dem erweiterten Farbspektrum geschuldet. Die 
werden dann mit PWM dimmbar gemacht. Ein fast baugleiches µScope hätte 
bei Novex fast das doppelte gekostet.
Gast #2540894
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ganz genau so isses, ne starke Lesebrille für 2 Euro ist besser als 
alles Andere.
Klar, vierstellig gehts auch...muss man halt einen Urlaub opfern, aber 
dann hat man ja auch gleich viel Zeit, alles bis zum ersten Lötvorgang 
richtig einzustellen und vorzubereiten....und nach jeder dritten Lötung 
gehts dann ja auch gleich mal wieder ans Putzen des teuren 
Equipments...;-)
Moderator Persönliche Seite #2541056
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0815 schrieb:
> Klar, vierstellig gehts auch.

Nein, dreistellig, wie du an den vielen Beispielen nachlesen kannst.
Aber halt nicht "deutlich unter 200 Euro", wie da oben gewünscht
worden war.

Und:

> ne starke Lesebrille für 2 Euro ist besser als
> alles Andere.

Billiger als alles Andere: ja.
Besser: nur, wenn du noch nie solchen "Popelkram" mit einem
Stereomikroskop gelötet hast, danach findest du die nicht mehr
besser. ;-)
#2541615
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Da bin ich mir nicht so sicher. Denn mit der Brille ist der Fokus 
automatisch. Man bewegt den Kopf naeher ran. Mit dem Mikroskop ist es 
ein Raedchen. Also eine Hand brauch ich fuer den Loetkolben, die Andere 
fuer das Zinn, die Dritte fuer die Pinzette, die mir das Bauteil haelt, 
die Vierte fuer das Raedchen des Fokuses... ah. Ja, bevor ich's vergess, 
muss man den XY-Tisch den Mikroskopes ja auch noch nachfahren. Was bei 
der Brille auch mit dem Kopf gemacht wird. Das bedeutet man ist mit dem 
Mikroskop um Groessenordnungen langsamer.
Moderator Persönliche Seite #2541625
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Pico Oschi schrieb:
> Da bin ich mir nicht so sicher.

Hast du schon mal mit einem Mikroskop gearbeitet zum Löten?

Klingt mir nicht so.

Weder stellt man den Fokus laufend nach (ein bisschen Spielraum für
die Fokussierung durch die Augen bleibt schon noch bei diesen
Vergrößerungen), noch hat man da einen "X-Y-Tisch", an dem man
ständig was herumschiebt.  Man legt die Platine so hin, dass man die
Stelle im Bildfeld hat, an der man arbeiten will, und sofern man
nicht in erdbeben- oder orkanintensivem Umfeld arbeitet :), bleibt
sie da ganz von selbst liegen.

Das einzige, was unterm Mikroskop wirklich gewöhnungsbedürftig ist
ist, den Lötkolben zielgerichtet ins Blickfeld zu bugsieren und
nicht etwa an die eigenen Finger. ;-)
Gast #2541922
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ja genau, die Hände und den Lötkolben korrekt zur Platine zu bugsieren, 
ist schon mit einer Lupenleuchte schwierig, oder zumindest 
gewöhnungsbedürftig. Dann braucht man kein Stereomikroskop zu testen, um 
zu verstehen, daß es damit nur noch deutlich umständlicher sein kann, 
weil man gar keine "Nebensicht" mehr hat.
Es gibt nichts Besseres als eine Brille, noch besser ist nur noch keine 
Brille. Bei SMD aber manchmal leider nötig, weil die Augen halt nicht 
diese Auflösung haben, bzw. nicht so nah fokussieren können.

Kennt jemand eine preiswerte Quelle für Lesebrillen jenseits der 4 Dio?
Habe schon bis 10 Dio gesehen, aber unverschämt teuer...
Gast #2541935
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0815 schrieb:
> Es gibt nichts Besseres als eine Brille
Mir scheint, du hast noch nie eine Platine unter einem Stereoµscope 
gesehen. Warum haben wohl viele Labore solche µscope? Und warum laufen 
µBiologen nicht mit den von dir erwähneten Brillen rum? Seltsam...
Lesebrillen bekommst du für um die 5 Euro im Kassenbereich jedes 
Supermarktes. Nach deiner Argumentation müsste das genau das Richtige 
für dich sein.
'Nebensicht' benötige ich nur dann, wenn ich meinen Kollegen nicht 
trauen kann. Diesbezüglich solltest du mal dein Arbeitsumfeld neu 
einordnen.
Gast #2541993
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na ja, es ist wie mit dem batteriebetriebenen Löffel, oder dem 
16:9-Format...wenn man sowas lange genug anpreist, braucht es bald jeder 
Zweite...aber glücklicherweise ja nur jeder Zweite...;-)

Ich laufe nicht mit der 4er Brille rum...habe sie ca. 20 Sekunden auf 
(beim Löten).
Natürlich sieht man mit der 4er Brille wie ein Depp aus...und mit dem 
Scope kommt man sich wie ein Held vor, würde mir auch so gehen. Auch die 
Arbeitskollegin oder die Frau wird diese Betrachtungsweise haben. Mit 
der Qualität der Lötung hat das allerdings wenig zu tun, hier zählt 
freie Raumsicht, die so kein Stereoscope hat.
#2542226
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Ich hab auch schon mal mit einem Stereo Mikroskop gearbeitet. Ich finds 
gut wenn man Vergroesserung satt braucht. Es gibt ein richtig 
professionelles Gefuehl. Ich hab Kollegen die Tragen deswegen auch einen 
weissen Labormantel...
Fuer 1206 .. 0603 & TSSOP nehm ich allerdings lieber die Brille.
Bei 0201 und kleiner koennt ich mir's nochmals ueberlegen.
Gast #2542288
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ich sag ja, das professionelle Gefühl, und das stolze Basteln am neuen 
Trinokular...hat Klasse, nur beim Löten behindert es. Die Hand selbst 
ist sicher um ein, zwei Kommastellen ungenauer als das Auge allein.

Ein Argument wäre gewesen, daß man mit dem Stereoscope genauer 
nachkontrollieren kann. Aber an echten Argumenten mangelt es ja hier, an 
plumpen Sprüchen natürlich nicht.

Lasse euch nun mit der elektronischen Gabel allein weiteressen, 
versprochen!
Moderator Persönliche Seite #2542400
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Heinz schrieb:
> Wenn ich für mein neues Trinokular eine CAM mit C(S)-Mount bekomme und
> der LED Ring zum schattenfreien Beleuchten fertig ist,

Wobei ich von schattenfreier Beleuchtung mittlerweile nicht mehr ganz
so überzeugt bin.  Haben wir in der Firma am Mikroskop, während ich
zu Hause eine einseitige LED-Funzel habe (3...4 W mit Sammellinse).
Mit der schattenfreien Beleuchtung hat man fast keine Chance, eine
Lasergravur auf den schwarzen IC-Gehäusen noch zu erkennen.

0815 schrieb:
> nur beim Löten behindert es.

So?  Mich nicht.

> Die Hand selbst
> ist sicher um ein, zwei Kommastellen ungenauer als das Auge allein.

Nein, man staunt, wie gut die Hand funktioniert.  Meine jedenfalls
noch deutlich besser als die Augen.

> Ein Argument wäre gewesen, daß man mit dem Stereoscope genauer
> nachkontrollieren kann.

Habe ich oben schon mal gebracht: ist der wesentliche Anwendungsfall,
bei dem man die Vergrößerung auch mal "aufdreht".  Fürs Löten selbst
arbeitet man eher mit minimaler Vergrößerung (7 ... 10fach, je
nachdem, was das Gerät kann).
(Firma: Raich Gerätebau & Entwicklung) #2542419
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Also ich arbeite an Fine-Pitch Bauteilen mit einer Chirurgenbrille.Da 
hat man einen Arbeitsabstand von ca. 30cm mit guter Tiefenschärfe und 
kein Problem mit der Beleuchtung.Allerdings kostet ein vernünftiges Ding 
auch gut 300 Euronen. Ist aber deutlich besser als z.b. Kameralösungen, 
die nur ein 2D Abbild liefern.

Grüsse

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