Frage siehe Titel. Falls ja, wie muß man dann einen Widerstand auslegen, wenn man damit einen Kondensator entladen möchte und der Widerstand dabei nicht kaputt gehen soll?
Der Widerstand muss groß genug sein oder genügend Leistung vertragen, ist doch klar!
Der Widerstand hat eine Spezifikation, wie du ihn belasten darfst. Es sind Puls- und Dauerlast, bei namhaften HERstellern über die Zeit angegeben. Der Entladestrom hat den Verlauf: Ubeginn/R * exp(t/RC) Bei t > (3*RC) ist man schon unter 5% des Anfangsstromes Ubeginn/R mfg mf Tipp: Wenn du ein Spice am Rechner hast, simulier das doch mal damit durch.
Ja. Er muß die abgebaute Energie in Wärme vernichten können. ohne dabei überlastet zu werden.
So, dass er nicht zu heiß wird und die Stromdichte nicht zu hoch wird ;-) Bei richtig kurzen Entladezeiten ist die Stromdichte begrenzend, bei längeren Zeiten darf die Energie des Pulses zusammen mit der Wärmekapazität des Widerstandes zu keiner unzulässigen Erwärmung führen und bei langen Zeiten kommt es auf die Wärmeabgabe über die Oberfläche, d.h. auf die vom Hersteller immer spezifizierte Leistung drauf an. Was hast du also genau vor?
Am C liegt anfangs eine Spannung an = U Es fliesst ein Strom I nach R=U/I (1) und daraus ensteht eine Leistung P=U*I (2) I ist eigentlich egal, also kann man aus (1) machen I=U/R und in (2) einsetzen, ergibt: P = U*(U/R) = U²/R oder R=U^2/P P ist die maximale Leistung, die dein R abkann (z.B. 1/4 W), das ergibt den Mindest-R. PS: Das ist gerechnet für den ersten Moment. Da der Strom aber schnell zusammenbricht, könnte man auch etwas mehr Strom zumuten - aber mit dieser Rechnung liegt man auf der sicheren Seite.
Wolfgang schrieb: > Was hast du also genau vor? Ich muß bzw. möchte bei meinem Computernetzteil den Lüfter austauschen, weil der schon ziemlich hinüber ist, aber das Netzteil ist recht hochwertig und neu kaufen ist mir zu teuer. Bevor ich an den Lüfter heran kann muß ich natürlich die Kondensatoren entladen. Ich dachte da an einen Widerstand mit ca. 70 kOhm und 3 W Belastbarkeit, wollte hier aber nochmal sicher gehen ob das ausreicht.
Flammen schrieb: > Bevor ich an den Lüfter heran kann muß ich natürlich die Kondensatoren > entladen. leg das netzteil 10min ohne Strom in die ecke und gut ist.
Flammen schrieb: > Ich dachte da an einen Widerstand mit ca. 70 kOhm und 3 W Belastbarkeit, > wollte hier aber nochmal sicher gehen ob das ausreicht. Da würde ich einfach den Netzstecker ziehen, eine Weile stehen lassen und mit einem Multimeter (Meßbereich VDC, hcoh genug) nachmessen, ob da überhaupt noch was ist. Dann kannst du ggf. immer noch mit einem Entladewiderstand, der aber wesentlich kleiner sein kann, nachhelfen. Oder schalte gleich ein paar wenige kOhm parallel zum Meßgerät.
Flammen schrieb: > Ich dachte da an einen Widerstand mit ca. 70 kOhm und 3 W Belastbarkeit, > wollte hier aber nochmal sicher gehen ob das ausreicht. Du hast auf der Netzseite am Elko ca. 325V. Bei 70kOhm macht das ca. 4,6mA. 325V*4,6mA=ca. 1,5W. Das geht also sogar im Dauerbetrieb. Gruß Dietrich
Peter II schrieb: > Flammen schrieb: >> Bevor ich an den Lüfter heran kann muß ich natürlich die Kondensatoren >> entladen. > leg das netzteil 10min ohne Strom in die ecke und gut ist. Also ich möchte schon auf Nummer Sicher gehen. So ein Widerstand kostet ja nicht viel. Habe gerade bei elv mal geschaut. Die haben einen 5 W Hochlast-Keramik-Widerstand mit 15kOhm für 0,39 €. 5 Stück davon in Reihe sollten eigentlich genügen. http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&detail=10&detail2=1643&flv=&bereich=&marke=
Flammen schrieb: > Die haben einen 5 W Hochlast-Keramik-Widerstand mit 15kOhm für 0,39 €. > 5 Stück davon in Reihe sollten eigentlich genügen. Da reicht auch locker einer. Gruß Dietrich
Flammen schrieb: > Also ich möchte schon auf Nummer Sicher gehen. dann bitte auch mit kompletter ESD Ausrüstung und Schuhen mit Stahlkappe. Nicht das am ende wirklich noch etwas schief geht.
Kondom nicht vergessen! (wegen AIDS)
Klaus Wachtler schrieb: > wegen AIDS und wegen der Isolation, falls das sonst ungeschützt im Wege rumliegt und eine Schlag abbekommt
Flammen schrieb: > Wolfgang schrieb: >> Was hast du also genau vor? > > Ich muß bzw. möchte bei meinem Computernetzteil den Lüfter austauschen, > weil der schon ziemlich hinüber ist, aber das Netzteil ist recht > hochwertig und neu kaufen ist mir zu teuer. > > Bevor ich an den Lüfter heran kann muß ich natürlich die Kondensatoren > entladen. > > Ich dachte da an einen Widerstand mit ca. 70 kOhm und 3 W Belastbarkeit, > wollte hier aber nochmal sicher gehen ob das ausreicht. Ich bin fassungslos!
Dietrich L. schrieb: > Flammen schrieb: >> Die haben einen 5 W Hochlast-Keramik-Widerstand mit 15kOhm für 0,39 €. >> 5 Stück davon in Reihe sollten eigentlich genügen. > > Da reicht auch locker einer. > > Gruß Dietrich Also bei nur einem komme ich auf ca. 7 W. 2 dürften aber auch gehen, da hast du bezüglich der Richtung dann schon recht.
Peter II schrieb: > Flammen schrieb: >> Also ich möchte schon auf Nummer Sicher gehen. > > dann bitte auch mit kompletter ESD Ausrüstung und Schuhen mit > Stahlkappe. Nicht das am ende wirklich noch etwas schief geht. Klaus Wachtler schrieb: > Kondom nicht vergessen! (wegen AIDS) Wegstaben Verbuchsler schrieb: > Klaus Wachtler schrieb: >> wegen AIDS > > und wegen der Isolation, falls das sonst ungeschützt im Wege rumliegt > und eine Schlag abbekommt Bei sowas versteh ich, dass sich manche über das Forum beschweren. Wenn jemand irgendwas an Netzspannung machen will, kommen direkt die Sicherheitsratschläge und Kommentare, dass man es doch lassen soll. Hier macht sich jemand schon vorher Gedanken um die Sicherheit und eine halbe Stunde später sind schon die Leute da, die sich darüber lustig machen. Wobei das wahrscheinlich nicht am Forum liegt…
Es ist die Unwissentheit, die Macht über die Menschen hat. Ist der Lüfter gesteckt, dann den alten abziehen und den neuen aufstecken. Ist er gelötet, dann abschschneiden, Schrumpfschlauch überziehen, anlöten und Schrumpfschschlauch schrumpfen. Man muß doch dazu nicht tölpelhaft die Hochvolt-Elkos berühren.
Entladen ist ok, fragen auch, auf Michaels_ Antwort hören wäre doof.
Flammen schrieb im Beitrag #2567993:
> was mach ich nun???
den Stecker des Netzteils aus der Steckdose ziehen, dann fällt die
Spannung schnaller ab ... bei den großen Widerstand kannst du maber auch
gleich das Netzteil über nacht liegen lassen, das geht dann schneller
mit dem entladen.
>Entladen ist ok, fragen auch, auf Michaels_ Antwort hören wäre doof.
Die Praxis gibt die Antwort.
Bei meinen Varianten kann man gar nicht an die Hochspannung kommen. Die
Platine wird da nicht ausgebaut! Außer, wenn du mit einer Rouladennnadel
zwischen der Platinenunterseite und dem Gehäuseboden rumstocherst.
Nochmal:
Es ist die Unwissentheit, die Macht über die Menschen hat.
Also wenn ich mich recht errinnere dann gibt es eine Vorschrift das Elektro Geräte nach 5 min. Spannungsfreiheit keine Geladenen Kondensatoren mehr haben dürfen. Auf Geräten wie zum Beispiel Frequenz umformer wo es teilweise nicht machbar ist diese in 5 min. zu entladen muss ein Warn aufkleber drauf sein das die Kondensatoren bis zu 10 min Spannung führen können.
Ich glaube auch, in den NT sind solche R drin. Es steht ja auch drauf, das nur der das NT öffnen soll, der das Wissen dazu hat. Man muß da eben wissen was man tut! Einfach die Spannung an den C messen und man weiß woran man ist. Ich habe mir mal ein "Entladekabel" mit 5 KOhm/1W gemacht. Eigentlich ist es doch primitivstes Grundwissen.
Flammen schrieb im Beitrag #2567993: > Okay sicher ist sicher. > > ich hab 10x 100M-Ohm Widerstände in Reihe geschaltet, was 1G Ohm > entsprechen sollte. > > Problem ist nun, dass die Spannung am C kaum fällt....was mach ich > nun??? Was ich ja absolut mies finde ist, wenn man sich als mich ausgibt. Könnte hier mal ein Mod die IP prüfen und diejenige Person, sofern sie einen registrierten Account hat, hier für ein paar Tage sperren? Danke.
Wenn du nur GAST bist, dann hast du auch Doppelgänger. Finde dich damit ab. Schone deinen Blutdruck!
Michael_ schrieb: > Wenn du nur GAST bist, dann hast du auch Doppelgänger. > Finde dich damit ab. Schone deinen Blutdruck! Das muß gesagt werden, damit Leute wie du darauf nicht reinfallen, ich kenne nämlich meine Postings, du aber nicht*. * Natürlich davon ausgehend, daß du nicht derjenige warst, der hier den Fakebeitrag gepostet hat.
Flammen schrieb: > Also bei nur einem komme ich auf ca. 7 W. Aber das ist doch nur kurze Zeit zum Entladen! Da merkt der 5W überhaupt nichts davon! Oder willst Du den dauerhaft einbauen? Gruß Dietrich
Also per 70k Widerstand zu endladen, klingt für mich nicht so schlecht. Wie schon erwähnt, sollte der ELKO nach einer Nacht schon entladen sein. Wobei, ich hab mal eine Playstation 1 aufgemacht, die ca 2 Tage vom Netz getrennt war und da hab ich ordentlich einen gewunken bekommen. Da war wohl was nicht soo richtig mehr. Auf der anderen Seite. Ich hab schon öfter Lüfter gewechselt oder erweitert, da hab ich weder die ELKOs entladen, noch hab ich das Netzteil ausgeschaltet oder vom Netz genommen. Einmal hab ich auch einen (Gehäuse-)Lüfter beim laufenden PC abgeklemmt und wieder drangesteckt. Ich versteh ehrlich gesagt die Notwendigkeit vom Entladen der ELKOs nicht. Wenn man direkt am ELKO messen will, dann muss man ja das Netzteilgehäuse aufmachen, womit die Garantie hinfällig wird, was gerade beim teuren und wichtigen Netzteil wichtig sein kann.
Michael Skropski schrieb: > > Auf der anderen Seite. Ich hab schon öfter Lüfter gewechselt oder > erweitert, da hab ich weder die ELKOs entladen, noch hab ich das > Netzteil ausgeschaltet oder vom Netz genommen. Einmal hab ich auch einen > (Gehäuse-)Lüfter beim laufenden PC abgeklemmt und wieder drangesteckt. Es geht nicht um einfache Gehäuselüfter, sondern um den Lüfter der im Netzteil steckt und da gibt's eben auch Kondensatoren die mit ca. bis zu 330 V geladen sein könnten. > Ich versteh ehrlich gesagt die Notwendigkeit vom Entladen der ELKOs > nicht. Wenn man direkt am ELKO messen will, dann muss man ja das > Netzteilgehäuse aufmachen, Das Netzteil muß ich aufmachen, weil der Lüfter eben im Netzteil und nicht außerhalb davon steckt. Einfache PC Gehäuselüfter sind ja kein Problem, bei den 12 V die man da draußen vorfindet kann nicht viel schief gehen. > womit die Garantie hinfällig wird, was gerade > beim teuren und wichtigen Netzteil wichtig sein kann. Die ist schon lange abgelaufen. Wie dem auch sei, ich habe ja jetzt meine Antwort. Danke an alle die mir geholfen haben.
Oh, das hab ich überlesen, sorry. Hab mich schon gewundert.
Michael Skropski schrieb: > Wobei, ich hab mal eine Playstation 1 aufgemacht, die ca 2 Tage vom Netz > > getrennt war und da hab ich ordentlich einen gewunken bekommen. Dann war wohl noch einer der EMV-Kondensatoren (X2- oder Y2-Kondensatoren) geladen. Die haben nämlich kaum Selbstentladung.
Zurück zur ursprünglichen Frage. An anderer Stelle findet sich die Energie eines geladenen Kondensators. 1/2 CV^2 Joule also 1/2 x 1000e-6 x 325 x 325 = 53 Joule ein 5W Widerstand wiegt etwa 2 Gramm. Nehmen wir eine spezifische Wärmekapazität von 1 J/gK. K = 53 x 1 / 2 Die Energie des Kondensators kann einen 5W Widerstand um 27K erwärmen. Zu klären währe dann immer noch, ob man dabei vor Schreck zusammen zuckt und an die Hochspannung kommt.
> wie muß man dann einen Widerstand auslegen, Ganz klar Du musst die Amper hochskillen!!!11 Beitrag "Amper hoch skillen?"
Hans schrieb im Beitrag #2568615: > Eben redet der Threadersteller von 70K Widerständen, danach dann von 1G > Ohm... > > Ja was denn nun?? Flammen schrieb: > Was ich ja absolut mies finde ist, wenn man sich als mich ausgibt.
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