Hallo, ich bin der Jörch und ganz frisch als Noob hier angemeldet.
Als IT-ler sind mir die Grundbegriffe der Programmierung nicht fremd,
und grob komme ich auch als Hobby-Elektroniker einigermassen zurecht.
Allerdings habe ich für folgende Aufgabe noch nicht so das rechte
Wissen, was mann dafür braucht, bzw. verwenden sollte, gerade die
Auswahl, welche Art von Mikrocontroller ich bräuchte.
Also, mein Bastelprojekt soll ein Richtungsabhängiger Lichtsensor sein,
der einen Stellmotor zu Nachführung eines Photovolotaik-Moduls steuern
soll.
Meine Idee ist ,
in Variante a) drei (oder zwecks besserer räumlicher Auflösung fünf)
Röhrchen jeweils am unteren Ende mit einem Sensor zu bestücken. Die
Röhrchen sollen so angeordnet werden, dass diese mit ca. 30°
Winkelunterschied auf einer horizontalen Ebene das Sonnenlicht einfangen
und die Helligkeitsunterschiede dann an eine "Messeinheit" weitergeben
können.Die Sensoren sollten durch die Röhrchen eine stark gerichtete
Lichtintensität einfangen.
Wenn wir den Verlauf des Sonnenstandes berücksichtigen und uns
vorstellen, wir würden hinter dem Modul stehen und Richtung Sonne
blicken, wäre es so, dass quasi der "vorrauseilende" , also rechte
Sensor das meiste Licht abbekommen sollte, und damit dann den Impuls
auslösen sollte, den Stellmotor zu aktivieren, so dass dieser das Modul
samt Sensoren solange dreht, bis der mittlere Sensor maximal beleuchtet
wird.
Variante b) hat mir jemand vorgeschlagen und zwar das ganze nur mit zwei
Sensoren zu bauen, die beide von der Mitte weg gerichtet sind und
Soll-Stand dann erreicht wäre , wenn beide Sensoren den gleichen Pegel
haben.
Was meint ihr dazu ? abgesehen von zahllosen anderen Möglichkeiten solch
eine Nachführung zu bauen, bleiben wir mal bei der o.g. Sensoranordnung.
Kann man das evtl. auch rein Analog lösen ? Welcher MC wäre dafür am
ehesten geeignet ? Geht das auch mit Arduino ? Welche Photo-Sensoren
eignen sich am besten für die Messung von Unterschieden zwischen
normaler Himmelsheligkeit und direkter Sonneneinstrahlung ?
Ideal wäre natürlich eine Sensoren-Kontroller-Motor-Kombination, die mit
einer Betriebsspannung von 12 bis 18 Volt direkt aus dem System umgehen
kann, aber ich will da mal nicht zu viel verlangen ;-)
So, ich hoffe, ihr hab ein paar Tipps für einen Noob, der sehr scharf
darauf ist, mal sowas zu basteln.
Dankeschön und Gruß , de Jörch
>Als IT-ler sind mir die Grundbegriffe der Programmierung nicht fremd,
Die Astronomie aber scheinbar.
>das Sonnenlicht einfangen
Wo die Sonne zu welcher Zeit auf der Erde an welchem
Ort in welcher Richtung zu sehen ist, ist seit Jahrhunderten
bekannt. Da musst du nicht das Maximum suchen. Eine
einfache zeitgesteuerte Nachführung reicht.
holger schrieb:>>Als IT-ler sind mir die Grundbegriffe der Programmierung nicht fremd,>> Die Astronomie aber scheinbar.>>>das Sonnenlicht einfangen>> Wo die Sonne zu welcher Zeit auf der Erde an welchem> Ort in welcher Richtung zu sehen ist, ist seit Jahrhunderten> bekannt. Da musst du nicht das Maximum suchen. Eine> einfache zeitgesteuerte Nachführung reicht.
Hi, naja, die Zeitgesteuerte Lösung habe ich aus diversen Gründen schon
verworfen, mir gehts ja speziell um diese Art der Problemlösung. Ich
denke die perfekte Zeitsteuerung, die mir für jeden Ort und jeden Tag
der mobilen Anlage unter schwankenden Wetterbedingungen den richtigen
Winkel nachführt ist auch nicht weniger aufwendig zu bauen.
Einfach stur 180° in 12 Stunden abzuarbeiten bringt da wohl nix.
Danke und Gruß Jörch
>Einfach stur 180° in 12 Stunden abzuarbeiten bringt da wohl nix.
Die meisten Solaranlagen werden gar nicht nachgeführt.
Bringt wohl nichts ausser Verschleiss und zusätzliche Kosten.
holger schrieb:>>Einfach stur 180° in 12 Stunden abzuarbeiten bringt da wohl nix.>> Die meisten Solaranlagen werden gar nicht nachgeführt.> Bringt wohl nichts ausser Verschleiss und zusätzliche Kosten.
Meine wohl hoffentlich schon ;-)
Bemerkung am Rande, es handelt sich um ein 20Wp-Modul für meinen
Wohnwagen, also überschaubar in der Größe.
> Die meisten Solaranlagen werden gar nicht nachgeführt.> Bringt wohl nichts ausser Verschleiss und zusätzliche Kosten.
Naja, im Duchschnitt 30% mehr Ertrag als nicht nachgeführte. Allerdings
ist der Aufwand so beträchtlich, dass man meistens darauf verzichtet.
Aber 'was Anderes: Die hellste Stelle am Himmel ist definitiv nicht
immer die, an der die Sonne steht. Man kann das gut nachvollziehen, wenn
man sich mal unterschedliche Bewölkungs-Situationen vorstellt.
Das 'Rumgefuchtel einer nur nach Helligkeit gesteuerten Analge kann
sicher ziemlich lustig aussehen.
>Aber 'was Anderes: Die hellste Stelle am Himmel ist definitiv nicht>immer die, an der die Sonne steht. Man kann das gut nachvollziehen, wenn>man sich mal unterschedliche Bewölkungs-Situationen vorstellt.
Das kann ein IT-ler scheinbar nicht.
>Das 'Rumgefuchtel einer nur nach Helligkeit gesteuerten Analge kann>sicher ziemlich lustig aussehen.
Du sagst es. Wenn er irgendwas nach Helligkeit ausrichten
möchte nur um es zu tun dann kann er sich ja einfach mal
ein paar Photodioden besorgen. Da kann man dann mit rumspielen.
Zur Not tun es auch ein paar Leuchtdioden als Lichtsensor.
Die Herausforderung ist dieselbe.
Hallo,
eigentlich braucht man keinen Sensor. Das Solarmodul selber liefert am
meisten Strom, wenn es in die richtige Richtung blickt, und jede
Diskussion darüber was die optimale Stellung ist erübrigt sich damit.
Die Grobe Richtung könnte man aus Datum und Uhrzeit bestimmen und die
Feinausrichtung durch leichtes Hin- und Her-Bewegen suchen. Machen
biologische Systeme auch so.
Gruss Reinhard
holger schrieb:>>Aber 'was Anderes: Die hellste Stelle am Himmel ist definitiv nicht>>immer die, an der die Sonne steht. Man kann das gut nachvollziehen, wenn>>man sich mal unterschedliche Bewölkungs-Situationen vorstellt.>> Das kann ein IT-ler scheinbar nicht.>>>Das 'Rumgefuchtel einer nur nach Helligkeit gesteuerten Analge kann>>sicher ziemlich lustig aussehen.>> Du sagst es. Wenn er irgendwas nach Helligkeit ausrichten> möchte nur um es zu tun dann kann er sich ja einfach mal> ein paar Photodioden besorgen. Da kann man dann mit rumspielen.> Zur Not tun es auch ein paar Leuchtdioden als Lichtsensor.>> Die Herausforderung ist dieselbe.
Naja, was ein IT-ler kann und nicht, sollte an anderer Stelle diskutiert
werden, jedenfalls würde mir die Zeit fehlen, andere Leute mit
Kommentaren vollzulullen, die wenig Zielführend sind. Ich bin auch in
(wenigen) anderen Foren unterwegs, wo ich es so kenne, dass man eine
User-Frage entweder zum Thema beantwortet oder man ignoriert sie, weil
man entweder dazu nix zu sagen hat oder man die Fragestellung blöd
findet. Ich frage mich immer wieder, was für Leute sich dafür Zeit
nehmen, dämliche, besserwisserische Kommentare abzugeben und dabei die
Disserei von anderen in den Vordergrund zu stellen. Das kommt mir arm
vor. Zum Thema : Wenn mein Vorhaben scheitern sollte, weil das Modul die
ganze Zeit darumfuchtelt, ist das doch mein Problem oder ?
Danke Holger und Gruß
Jörg Bieszczak schrieb:> vor. Zum Thema : Wenn mein Vorhaben scheitern sollte, weil das Modul die> ganze Zeit darumfuchtelt, ist das doch mein Problem oder ?
Dann solltest du aber nicht nach der Meinung des Forums fragen :-)
Dein a) ist viel zu kompliziert. Dein b) bauen heutzutage begabte 12
Jährige als Physik-Semesterarbeit mit Lego auf.
@Jörg
Mach Dir nichts draus, sehe ich genauso wie Du... Am besten einfach gar
nicht antworten
Ich finde es toll wenn Du Dich an so etwas versuchst. Gewisse Leute in
diesem Forum sind anscheinend schon als Oberstudierte zur Welt gekommen
und haben sich vermutlich mit 3 Jahren schon mit FET ect. beschäftigt wo
andere halt noch mit Lego ect. gespielt haben.
Ich bilde Lernende aus. Vor kurzem hat ein Lernender hier im Forum auch
einen Beitrag verfasst. Absolut korrekt und er wurde nur gedisst. Echt
schade, am Schluss musste ich ziemlich viel Überzeugungsarbeit leisten
das er es doch versucht. Und siehe da, es funktionierte am Schluss
sogar. Ihr hättet mal die Augen sehen sollen wie stolz er war. Also
zuerst mal überlegen was ihr mit Eurer, ich sag mal Nörgelei und
Schlechtmacherei alles im Keim erstickt. Nur mal so als Gedanke...
Gruss RS4B5
Hallo!
Also ich würde mir die Nachführerei auch sparen. Bei einem 20Wp-Modul
könnte die Energiebilanz sonst schnell negativ werden.
Bei locker bewölktem Himmel wird sich die Anlage sonst mehr bewegen als
Dir lieb ist. Wenn Dein Projekt nicht allein aus dem Spaß an der Freude
motiviert ist, sondern tatsächlich dafür gedacht ist, etwas mehr Energie
zu gewinnen, würde ich den Ansatz überdenken.
Es gab mal Untersuchungen meiner ehemaligen Uni, dass die Ausbeute
deutlich erhöht wurde, wenn rechts und links vom Panel leidlich blanke
Alubleche in einem 30° (?)-Winkel angebracht wurden. Diese haben
zusätzliches Licht auf das Panel reflektiert.
Viele Grüße
Solarkonstante
Karl Heinz Buchegger schrieb:> Jörg Bieszczak schrieb:>>> vor. Zum Thema : Wenn mein Vorhaben scheitern sollte, weil das Modul die>> ganze Zeit darumfuchtelt, ist das doch mein Problem oder ?>> Dann solltest du aber nicht nach der Meinung des Forums fragen :-)
Hallo, ich habe ja nur nach den Elektrotechnischen
Umsetzungsmöglichkeiten gefragt, vielleicht hätte ich den konkreten
Anwendungsfall gar nicht angeben dürfen. Sorry.
Ich meine, das experimentelle Gebastel, ist doch das was Spass machen
soll und wenns nachher net funzt, ist es zwar doof gelaufen, aber ich
hab zumindest was dabei gelernt. Hier werden ja wohl nicht nur perfekte
Ingenieursleistungen für Menschheitrettende Groß-Projekte
durchdiskutiert oder ?
>> Dein a) ist viel zu kompliziert. Dein b) bauen heutzutage begabte 12> Jährige als Physik-Semesterarbeit mit Lego auf.
OK, a) ist zu kompliziert ... das kann ich mir zwar pauschal nicht so
vorstellen, aber wenn das Deine Meinung ist respektiere ich das.
b) Ja, schön ... aber wie ich das ohne Lego etwas professioneller lösen
könnte, das war der Kern meiner Frage.
Gutgut, ich habe mal wieder aus dem Forengeist gelernt ...
Viel Spass noch
"hat mir jemand vorgeschlagen und zwar das ganze nur mit zwei
Sensoren zu bauen, die beide von der Mitte weg gerichtet sind und
Soll-Stand dann erreicht wäre , wenn beide Sensoren den gleichen Pegel
haben."
Hmm ich bin mir nicht sicher aber für diesen Fall könnte es vorkommen
das die Solarzelle dann genau in die flasche Richtung ausgerichtet wird,
oder?
Weil sich sozusagen zwei Punkte ergeben auf denen der Lichteinfall der
Sensoren abgeglichen ist O.o
Grüße
HerrUmbrarum
Ein grosser Nachteil der Lösung mit Sensorik ist die Anfälligkeit.
Stichwort Vogelschiss, Stichwort Witterung.
Für eine atonom arbeitende Anlage fällt Sensorik aus. Mit Sensorik musst
Du zusätzlichen Wartungsaufwand (Kosten) einplanen.
RS4B5 schrieb:> @Jörg>> Mach Dir nichts draus, sehe ich genauso wie Du... Am besten einfach gar> nicht antworten>> Ich finde es toll wenn Du Dich an so etwas versuchst. Gewisse Leute in> diesem Forum sind anscheinend schon als Oberstudierte zur Welt gekommen> und haben sich vermutlich mit 3 Jahren schon mit FET ect. beschäftigt wo> andere halt noch mit Lego ect. gespielt haben.>> Ich bilde Lernende aus. Vor kurzem hat ein Lernender hier im Forum auch> einen Beitrag verfasst. Absolut korrekt und er wurde nur gedisst. Echt> schade, am Schluss musste ich ziemlich viel Überzeugungsarbeit leisten> das er es doch versucht. Und siehe da, es funktionierte am Schluss> sogar. Ihr hättet mal die Augen sehen sollen wie stolz er war. Also> zuerst mal überlegen was ihr mit Eurer, ich sag mal Nörgelei und> Schlechtmacherei alles im Keim erstickt. Nur mal so als Gedanke...>> Gruss RS4B5
Oh, Hallo, Danke für deinen Post, habe ich grad erst gelesen.
OK, ich dachte mir grad schon, hups, wo bin ich denn hier gelandet ?
Gruß Jörch
HerrUmbrarum schrieb:> "hat mir jemand vorgeschlagen und zwar das ganze nur mit zwei> Sensoren zu bauen, die beide von der Mitte weg gerichtet sind und> Soll-Stand dann erreicht wäre , wenn beide Sensoren den gleichen Pegel> haben.">> Hmm ich bin mir nicht sicher aber für diesen Fall könnte es vorkommen> das die Solarzelle dann genau in die flasche Richtung ausgerichtet wird,> oder?>> Weil sich sozusagen zwei Punkte ergeben auf denen der Lichteinfall der> Sensoren abgeglichen ist O.o>> Grüße> HerrUmbrarum
Hi, ja sowas habe ich mir auch schon gedacht, mit etwas besserer
Räumlicher Auflösung durch mehrere Sensoren sollte das schon etwas
besser gehen.
Danke und Gruß Jörg
Karl Heinz Buchegger schrieb:> Dann solltest du aber nicht nach der Meinung des Forums fragen :-)
....hmmm ein "Gast" namens Holger (besser wäre pöpelholger)
repräsentiert also dieses forum?
es ist zwar nicht nötig,aber eine schöne form des anstandes sich so
vorzustellen wie es jörg gemacht hat.
warum sich holger an jörgs berufsausrichtung so stört muss man nicht
verstehen, vielleicht rührt sein frust aus seinem sehnlichsten wunsch
diesen für ihn nicht erreichbaren abschluß zu erlangen?
an seinem niveau merkt man ja das es ein paar lücken in seinem leben
gibt, es ist aber nie zu spät diese zu schließen ;-)
Falls noch jemand vorbei schaut und einem das komplizierte
Elektronik-Zeug zu viel ist, geht's auch ganz einfach, hat ein bekannter
Schrottbastler so mal erfolgreich praktiziert:
Einfach zwei super billige Spielzeug-Solarpanel nebeneinander auf der
drehbaren Konsole installiert, die auch das geneigte Panel beherbergt.
Zwischen den kleinen Paneln ist eine senkrechte Platte. Die beiden
kleinen Panel sind mit entgegengesetzter Polung an einem Motor
angeschlossen, der den ganzen Aufbau über ein Getriebe dreht.
Bei optimaler Ausrichtung sind die zwei kleinen Panels gleich stark
beleuchtet und der Strom hebt sich gegenseitig auf. Sobald die Sonne
weiter zieht, wird eins der kleinen Panel verschattet und das andere
überwiegt, wodurch der Motor nachführt.
Muss man dann im konkreten Aufbau noch optimieren, dass die Panels durch
den angelegten Strom keinen Schaden nehmen, aber es handelt sich hier um
Bastelzeug im einstelligen Eurobereich, da kann man schon mal
rumprobieren. Soll angeblich astrein funktionieren!