ich weiss es ist ein ziemlich ausgelutschtes Thema trotzdem traue ich mich mit meiner Frage "Welches Oszi ist das bessere" in die Oeffentlichkeit. Wir haben uns bereits auf entweder das Hameg HMO 1022 incl. CAN Bus Option oder das Agilent MSOX 2012A festgelegt. Beide 2x100MHz beide 8 Logic Kanaele, beide serielle Busse, beide etwa gleich teuer (wenn man beim Hameg die Option fuer CAN Bus mit dazurechnet). Agilent hat den etwas groesseren Bildschirm und derzeit ein Funktionsgenerator und Voltmeter mit im Ängebot" allerdings sind diese beiden "Schmakerln"fuer mich im Scope integriert eher unwichtig und bestenfalls "nice to have..." Eigentlich muesste ich jetzt jedes Geraet fuer ein paar Wochen ausprobieren, kann ich aber nicht, da ich im Ausland arbeite und mir eine Scope anlaesslich meiner naechsten Reise nach D beschaffen moechte. Mein altes Hameg (strictly analog) hat mir jetzt 15 Jahre treue Dienste geleistet. Beide Optionen stellen fuer mich einen Technolgiewechsel dar. Deshalb, hat jemand Erfahrung mit diesen Scopes? Vielleicht koennt ihr mir auch ein paar Hinweise geben, was ihr damit macht, damit ich eure Erfahrung etwas besser positionieren kann. Danke, schon mal im Voraus
Hallo maxwaldo, maxwaldo/ schrieb: > ich weiss es ist ein ziemlich ausgelutschtes Thema trotzdem traue ich > mich mit meiner Frage "Welches Oszi ist das bessere" in die > Oeffentlichkeit. Das stimmt, und die Erfahrung zeigt, dass die Diskussion sehr schnell entarten kann! > Wir haben uns bereits auf entweder das Hameg HMO 1022 incl. CAN Bus > Option oder das Agilent MSOX 2012A festgelegt. Beide 2x100MHz beide 8 > Logic Kanaele, beide serielle Busse, beide etwa gleich teuer (wenn man > beim Hameg die Option fuer CAN Bus mit dazurechnet). Nun, ein paar Punkte zum Thema: - mein jetziger Kenntnisstand ist, dass das Agilent MSO2012A Oszi derzeit keine Möglichkeit bietet CAN-Busse weder zu triggern noch zu analysieren. Auch nicht als Option. - Agilent wird interessant ab der 3000er Serie. Die beginnt aber auch ab 3000€. - in der Preisklasse kann man mit einem HAMEG HMO1022 eigentlich nichts falsch machen. Die HMOs haben zwar ein kleineres Display, aber man kann damit arbeiten. Im Falle eines Falles hängt man einen externen Monitor dran oder remote per Laptop. - HAMEG bietet in diesem Preissegment gute Qualität und auch die Möglichkeit mittels der HMO12 Option, CAN und LIN zu triggern und zu analysieren. Die Option ist auch günstig im Vergleich zu Agilent. (Agilent kann etwas mehr, da diese auch in bestimmten Gremien mitwirken und auch Automotive Prüfstände anbieten -> andere Erfahrungsklasse, Diskussion überflüssig). - der Funktionsgenerator bei Agilent ist im Prinzip als Stütze für Komponententests gedacht (HAMEG hat einen dedizierten Komponententester integriert). Ebenfalls ist er nützlich im Microcontroller Design (PICs, AVRs) um "mal schnell" was zu probieren. - der grösste Unterschied der zu vermerken wäre ist die wfs (waveforms per second). Diese ist bei Agilent(50000wfs) um das 25-Fache grösser als bei HAMEG (2000wfs), aber das auch nur weil Agilent auf seine Erfahrung mit speziellen ASICs setzt und diese nun günstig integrieren kann. Ist aber ein Feature, das nur bei bestimmten Signalintegritätsanalysen von nöten ist --> "Nice to have". Diesbezüglich ist HAMEG "klassisch" aufgebaut. Eine etwas genauere Stellungnahme findest Du auch hier: http://www.mikrocontroller.net/attachment/113595/mikrocontrollernet_Antworten_HAMEG.pdf Fazit, HAMEG wäre bei dem vorgestellten Preis erste Wahl. Ich persönlich würde es kaufen wenn das die Randbedingungen wären. Mehr Scope für das Geld wird von keinem anderen namhaften Hersteller angeboten. Einziges Manko, finde ich, ein Akku wäre nicht verkehrt gewesen. (Für mich sind namhaft: Rohde&Schwarz/Hameg, Agilent, LeCroy und Tektronix, wobei Tektronix nachgelassen hat). Ein Hinweis auf meine Arbeitstiere: UNI-T 4152 --> eingesetzt vor allem beim messen von Trafos und Filter bei Netzteilen, Snubber, PWM Steuerungen von Motoren bis 400Vpp. Agilent DSO3034A --> für serielle Busse, Störfestigkeit von SPS-Signalen und im leichten Embedded-Design. Für die ganz "schweren" Arbeiten mit LVDS-Signalen, JTAG und andere heiklen Themen mit schnelleren Prozessoren(>100MHz) und ADCs arbeiten wir mit anderen Oszi-Klassen was aber nicht zum Thema gehört. Gruß, kleinbasti
@kleinbasti, danke fuer deine Ausfuehrungen. Das mit dem fehlenden CAN Bus beim Agilent habe ich jetzt auch herausgefunden, ich bin da einer Agilent Praesentation aufgesessen, die clever die 3000er mit der 2000er Serie vermischt. Ausserdem ist die Menueleiste beim Agilent fest und kann nicht weggeklappt werden wie beim HAMEG, was den Vorteil der greosseren Bildschirmbreite quasi negiert. (Die Hoehe ist eh die gleiche). Und last but not least, im Agilent ist Windows CE drin! Das tut weh! Nochmals vielen Dank, Du hast mir weitergeholfen! Gruss Martin
> - mein jetziger Kenntnisstand ist, dass das Agilent MSO2012A Oszi > derzeit keine Möglichkeit bietet CAN-Busse weder zu triggern noch zu > analysieren. Auch nicht als Option. Yep. Die Agilent sind nicht schlecht. Sie sind sogar besser wie das Hameg, aber man muss dann doppelt soviel bezahlen. Die kleinen koennen nicht dekodieren und das ist IMHO in der heutigen Controllerwelt ein totales Haben-Wollen Kriterium! Wuerde man dagegen nur Schaltnetzteile oder aehnliches entwickeln dann wuerde ich auch eher das Agilent nehmen. > - HAMEG bietet in diesem Preissegment gute Qualität und auch die > Möglichkeit mittels der HMO12 Option, CAN und LIN zu triggern und zu > analysieren. Die Option ist auch günstig im Vergleich zu Agilent. Sie war letztes Jahr zur Einfuehrung sogar umsonst. :-) > Einziges Manko, finde ich, ein Akku wäre nicht verkehrt gewesen. Darafu kann ich gut verzichten. Was ich an den neuen Hamegs schade finde das ist der Soft-Ausschalter auf der Front. Da sind die 25xx besser, die haben noch einen richtigen Ausschalter. Und schlecht ist leider auch die geringe Geschwindigkeit von USB/RS232 oder Ethernet. > nicht weggeklappt werden wie beim HAMEG, was den Vorteil der > greosseren Bildschirmbreite quasi negiert. (Die Hoehe ist eh > die gleiche). Vor allem das Design der Oberflaeche oder der Darstellung beim Hameg insgesamt ist sehr gut durchdacht/gelungen. Die haben viel Informationen auf dem Bildschirm ohne das es schon stoert! Was beim Hameg dagegen noch verbesserungswuerdig ist das ist die Platzierung der Daten bei der Quickview-funktion. Da kann es bei bestimmten Kurven vorkommen das sich die Readouts unleserlich ueberschreiben. Was vielleicht ein bisschen bloed ist, zuhause habe ich ein HMO2022 und finde es etwas schade das ich so geizig war und mir kein 4-Kanal gekauft habe. In der Firma habe ich ein 2524 und finde es schade das ich keinen Komponententester habe. Aber man kann wohl nicht alles haben. :-D Olaf
Hallo, ich habe das Agilent MSO-X 2024 und bin sehr zufrieden. Etwas gewoehnungsbeduerftig war zu Beginn die Bedienung, diese (Bedienung) ist allerdings nach einiger Zeit sehr intuitiv. Als einfach und schoen habe ich die Moeglichkeit empfunden mittels Browser auf das Oszilloskop zuzugreifen, bzw. den Bildschirm auf dem Noterbook darzustellen (speziell in der Lehre ein angenehmes Feature, da ich den Beamer nicht an das Scope klemmen muss). Bezueglich Triggermoeglichkeiten / Erfassen von kurzen Stoerimpulsen hat mich das Scope ebenfalls sehr ueberzeugt. Ich habe den Funktionsgenerator (fuer vergleichsweise viel Geld) freischalten lassen - diesen wuerde ich nicht mehr kaufen,... Jedes "stand alone" Geraet bietet mehr an Moeglichkeiten und Komfort. Die Busdecodierung vermisse ich,.. Nochmals vor die Frage gestellt, wuerde ic heute die 3000er Serie (ggfs. mit einer geringeren Bandbreite, oder ohne Logikanalyzer) kaufen. (zu Hameg kann ich leider nichts sagen) Viele Gruesse Winfried
Man beachte noch, dass das Hameg mit 2Mpts 20x mehr Speichertiefe als das Agilent hat. Eine große Speichertiefe ist für mich etwas, was ich nicht missen möchte. Bei meinen Problemstellungen ist das oft sehr geschickt. Ich selbst arbeite mit einem HMO2524 und bin sehr zufrieden damit. Hameg bringt auch immer wieder Firmwareupdates heraus mit denen kleine Macken behoben werden: Sie kümmern sich also darum. IMHO: Mehr Oszi für's Geld gabs damals nicht (die Agilents gabs gerade noch nicht, welches ich bevorzugen würde weiß ich in Ermangelung eines MSO 20xx nicht). Grüße Clemens
Zu beachten ist noch um wieviel die Messposition bei DC-Messung verschoben werden kann. Da ich mir grad ein neues Oszi kaufen will, hab ich heute 3 verschiedene Geräte verglichen, alle zwischen 2000 und 3000. Agilent 2024a Hameg HMO2024 Tektronix 2024B Funktions- und Preismässig sind die alle 3 etwa gleich. Aber nun der grosse Unterschied. Die Messposition Y-Position kann ich beim Hameg und beim Tektronix nur um die 10- bzw. 20-Fache V/div verschieben. Was ich damit meine: z.B. wenn ich auf auf maximaler Auflösung messen will, stell ich die Volts/Div auf maximale ein, 10mV/Div. Nun kann ich meine Y-Position nur zwischen -100mV und 100mV verschieben. Das ist für mich ganz schlecht, da ich Single supply habe und meine kleinen Signale alle auf einer Spannung von +1V reiten. Ich kann also meine Auflösung verschlechtern auf 100mV/Div (dann kann ich die Y-Position um 1 Volt verschieben), aber dann mess ich meine kleinen Signale nicht mehr (ausreichend). Oder irgendeine galvanische Entkopplung machen, damit ich mein GND Signal von der Messpitze auf die +1V Mittelspannung anhängen kann. Das ist auch blöd, unter anderem weil ich noch mit den andern Messspitzen Signale messe die nicht auf +1V bezogen sind. Ich könnte auch auf AC schalten und dann bei hoher Auflösung messen. Da mein Signal aber sehr träge ist, bringt mir dieser Ansatz auch nichts. Beim Agilent 2024a kann ich jedoch die Y-Position um +/- 20 V verschieben. Das heisst ich könnte ein Signal das auf +12V reitet, ohne weiteres mit maximaler Auflösung von 10mV/Div messen. Für meine Anwendung stellt sich daher keine Frage welches Gerät für mich in Frage kommt. Freundliche Grüsse Dorian
Ich benutze ein Agilent MSO-3000 und trotzdem hätte ich noch nie einen so hohen DC Offset benutzt. Da schalte ich lieber um auf AC.
Beim Hameg kann man aber eine DC-Offset Spannung eingeben die bei 10 mV 1V beträgt und zusätzlich die Y-Position um 10 Divs verschieben. Also um einiges mehr als 100x
Naja, der thread wurde ja auch schon vor knapp 4 Jahren eröffnet, da hat sich inzwischen wohl einiges verbessert.
@Walter: Das wusste ich nicht, danke für den Hinweis. Ist zumindest eine kleine Hilfe. @Dieter Werner: zumindest hofft man das stark :)
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