Rasperry Pi und elektor-board

OP (Firma: --) #2643893
Lesenswert?

Hallo!

Ich werde mir in kürze ein Embedded Linux System anschaffen. Ich war 
eigentlich immer auf den Raspberry pi scharf, den ja wahrscheinlich fast 
jeder kennt. Nun hat Elektor ein ähnliches Produkt herausgebracht.
http://www.elektor.de/elektronik-news/embedded-linux-leicht-gemacht.2141054.lynkx
Wo liegen die Unterschiede der beiden Boards?
Welches ist für den Einstieg in die "hardwarenahe Systemprogrammierung" 
am besten geeignet?

Danke!
Gast #2644266
Lesenswert?

Naja, irgendwann wird es die Dinger schon geben.

Bis dahin hätte ich ne bescheidene Frage:
Was werdet ihr denn so mit dem Raspberry-Board anstellen wollen?
Also zu welchem Zweck wollt ihr das verwenden?

Warum ich frage?
Ich sehe schon seit Jahren auf der Embedded ne Menge Firmen - meist 
kleinere Ingenieurböros - die irgendeine niedliche Platine mit nem 
tollen uC nebst Peripherie drauf entwickelt haben und dann händeringend 
aber zumeist vergeblich nach Anwendungen ihres Produktes suchen. Denn 
eigentlich geht es genau anders herum: Man entwickelt ne Anwendung und 
sucht sich dann die geeignete Hardware, die man auf ne Leiterplatte 
genau für diese Anwendung packt.

Also, schreibt mal, was ihr mit den Raspberrx anstellen wollt.

W.S.
Persönliche Seite #2644488
Lesenswert?

W.S. schrieb:
> Bis dahin hätte ich ne bescheidene Frage:
> Was werdet ihr denn so mit dem Raspberry-Board anstellen wollen?
> Also zu welchem Zweck wollt ihr das verwenden?

Das trifft absolut den Kern der Sache!

Wer ein einfaches Embedded System haben möchte könnte doch mal hier
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_CP/M
Beitrag "CP/M auf ATmega88"
schauen.
Sozusagen ein Embedded CP/M System.
- stabiles Betriebsystem seit 38 Jahren
- sehr sehr viele Programmiersprachen verfügbar
- Betriebsystem kann nach belieben erweitert oder geändert werden
- schneller einfacher unkomplizierter Aufbau
Gast #2645683
Lesenswert?

-- -- schrieb:
> Was ist nun besser, um sich mit Linux zu beschäftigen?

Kommt ganz darauf an, was Du damit vor hast. Um sich nur mit Linux zu 
beschäftigen wäre die günstigste Alternative sicher dein bereits 
vorhandener PC.
Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis wird wohl der Raspberry Pi haben.

Mittlerweile wurden übrigens auch die Schematics veröffentlicht:
http://www.raspberrypi.org/archives/1090
Gast #2645685
Lesenswert?

Hmm...

Also bislang sind nur 2 Anwendungen in Aussicht:

1. ein tragbarer Home-Theater-PC, also mit meinen Worten eine Art 
Video-Walkman zum Anstecken an einen Fernseher, wo man dann nen Film von 
der SD-Karte angucken kann.

2. ein hochintelligenter Wecker, der die am Abend zuvor bestückte 
Kaffeemaschine einschalten kann, mit MP3-Tönen wecken kann und der die 
Schlafphasen beachtet.


Ich selbst bin am Überlegen, wofür ich so ein Teil benutzen könnte, aber 
so recht will mir dazu nix einfallen. Für die Grafik braucht man ja wohl 
immer einen Fernseher - oder? Ich hab schon mal so ne Linux-Büchse mit 
ner MIPS und nem Signalprozessor drin gekauft, habe aber dafür keine 
wirkliche Verwendung, eben weil man keinen PC-Monitor und auch kein 
blankes TFT anschließen kann.

Also, bitte weiterdenken.

W.S.
(Firma: fritzler-avr.de) #2645764
Lesenswert?

der Pi hat glaube auch nen LVDS Ausgang

>der die am Abend zuvor bestückte
>Kaffeemaschine einschalten kann
Das wird nochn selfmade Automat, der türkisch Aufbraut ;)

Als Webserver wär er noch Einsetzbar, aber leider nicht als Homserver, 
da fehlt der SATA Anschluss.
(Firma: matzetronics) #2645954
Lesenswert?

-- -- schrieb:
> Was ist nun besser, um sich mit Linux zu beschäftigen?
> Vermutlich das von Elektor....?

Leider fehlt dem Gnublin wirklich ein (W)LAN Anschluss. Ohne den macht 
Linux nicht so richtig Spass. Vllt. hat Benedikt ein Expansionsboard? 
Und der Elektor Preis kann ja nur ein Spass sein. Hab mich mit dem 
Gnublin allerdings nicht wirklich beschäftigt.
Und der Raspberry lässt ja auf sich warten. Ist schon ein Ding, erst so 
einen Hype erzeugen und dann auf den paar Vertriebskanälen nicht liefern 
können. Habe lange mit dem uCSimm und uCLinux rumgemacht:
http://www.uclinux.org
War allerdings exclusiv teuer, das kleine Dings und hat für heutige 
Verhältnisse zu wenig Power mit 2MB Flash, 8MB RAM und einem 68EZ328.

W.S. schrieb:
> Ich selbst bin am Überlegen, wofür ich so ein Teil benutzen könnte, aber
> so recht will mir dazu nix einfallen.

Ich hatte mit dem uCSimm einen Haushaltsroboter im Sinn. Putzen und so.
Gast #2645972
Lesenswert?

Martin Wende schrieb:
> Als Webserver wär er noch Einsetzbar, aber leider nicht als Homserver,
> da fehlt der SATA Anschluss.

ich will ihn als primitiven Homeserver verwenden und weiters dazu, um 
bei Bedarf meinen Standrechner zu Hause remote einschalten zu können um 
dann auch die ganze Power zu haben.

Als zweites Projekt würde mir noch Internet für den Fernseher einfallen. 
Also Internet über WLAN und den TV als Bildschirm.

Oder aber mobile Roboter Projekte, bei denen man etwas mehr Rechenpower 
für die Datenauswertung braucht zB Kinect Kamera.
Gast #2647036
Lesenswert?

> Was werdet ihr denn so mit dem Raspberry-Board anstellen wollen?

Ein günstiges Webradio bauen welches im Vergleich zu den käuflich zu 
erwerbenden gut bedienbar ist:

- Einschaltknopf
- Lautstärkeregler
- Stationstasten

Kein Schnickschnak.
Gast #2647093
Lesenswert?

chris schrieb:
>> Was werdet ihr denn so mit dem Raspberry-Board anstellen wollen?
>
> Ein günstiges Webradio bauen welches im Vergleich zu den käuflich zu
> erwerbenden gut bedienbar ist:
>
> - Einschaltknopf
> - Lautstärkeregler
> - Stationstasten
>
> Kein Schnickschnak.

vor allem kein Zugriff über Dienstleister die dann die Senderliste 
bereitstellen die du dann lauschen kannst/darfst. Sprich wenn der 
Dienstleister deinen Sender nicht listet kannst du ihn auch nicht 
abrufen und somit "lauschen"  ;-((

Ich hatte da selber schon div. Probleme weil immer der Stream von BR3 
abgebrochen ist. Über den Rechner und winamp kein Problem !

Lag dann wohl am Dienstleister wie mir muvid auch bestätigt hat !

Mit dem VS1053 als MP3 Frontend sollte das doch zu machen sein oder ?

chris aus dus
#2647119
Lesenswert?

W.S. schrieb:
> Ich selbst bin am Überlegen, wofür ich so ein Teil benutzen könnte, aber
> so recht will mir dazu nix einfallen. Für die Grafik braucht man ja wohl
> immer einen Fernseher - oder? Ich hab schon mal so ne Linux-Büchse mit
> ner MIPS und nem Signalprozessor drin gekauft, habe aber dafür keine
> wirkliche Verwendung, eben weil man keinen PC-Monitor und auch kein
> blankes TFT anschließen kann.

Das ist nicht korrekt. Der Raspberry Pi hat einen standard HDMI Ausgang 
drauf, welcher an die meisten neueren Monitore angeschlossen werden 
kann.
(Firma: fritzler-avr.de) #2647180
Lesenswert?

Der VS1053 ist leicht anzusteuern, hab ich auch schon gemacht.
Stream per SPI reinstopfen und er spuckts fröhlich analog wieder aus.
Aber wozu den VS? der PI hat schon ne Soundkarte.
Nen AVR jedenfalls ist mit Daten von SD auf den VS zu schaufeln schon 
nett ausgelastet.

Jo der hat HDMI, zur not gehts auch mitm Adapter an nen DVI Bildschirm.
HDMI auf DVI Kabel haben die **böses Wort hier enfügen** der HDMI 
foundation ja vor kurzem erst verboten grmpf

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren