[S] Trenntrafo

#2672269
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Hallo,

suche einen Trenntrafo, da es in letzter doch manchmal zu Arbeiten an 
230V kommt.
Genaue Wünsche (außer, dass er funktioniert) habe ich eigentlich nicht, 
da er sowieso nur selten zum Einsatz kommen wird.

Wer einen abzugeben hat, bitte kurz Leistungsdaten + grobe 
Preisvorstellung an mich.

Wäre super wenn ich weniger Angst beim Basteln haben müsste ;)
Gast #2673744
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Wieso hast du mit einen Trenntrafo keine Angst mehr vor dem Basteln.
Glaub nicht, dass du keine mehr geballert kriegst wenn du das Teil hast.

Trenntransformatoren schützen nicht vor einem Stromschlag,
wenn man beide Ausgangspole berührt
Moderator Persönliche Seite #2673965
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Mario K. schrieb:
> Trenntransformatoren schützen nicht vor einem Stromschlag,
> wenn man beide Ausgangspole berührt

Trenntrafos können u. U. verhindern, dass ein FI-Schalter auslöst.
Da sehe ich die größere Gefahr.  Man kann sich auf der Sekundär-
seite einen prima Ableitstrom zur Erde produzieren (auch durch
den Körper), aber die Primärseite bleibt weiterhin symmetrisch
belastet; der FI greift also nicht.

Nichtsdestotrotz benutze ich natürlich auch einen, wenn ich an
einem Schaltnetzteil ohne Netztrennung mit dem Oszi messen möchte.
#2674104
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Wenn das Ding keine besonders hohe Leistung haben muß und Du auf 
einstellbare Spannung verzichten kannst, dann kannst du zwei gleiche 
Trafos mit den Sekundärwicklungen aneinanderklemmen. Du transformierst 
damit also erst runter auf beispielsweise 12V und dann wieder hoch auf 
230V. Fertig ist der Bastel-Trenntrafo für Arme.
#2674733
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Geht das mit den 2 Trafos wirklich, sodass die Netze wirklich getrennt 
voneinander sind? (Und bekomme ich dann aus der Gleichspannung wirklich 
wieder Wechselspannung? Oder müsste ich da Trafos mit 
Wechselspannungsausgang nehmen?)

Bei reichelt gäbe es den hier:
http://www.reichelt.de/Trenntrafos/NFU-1-1/3/index.html?;ACTION=3;LA=2;ARTICLE=32774;GROUPID=3320;artnr=NFU+1-1
Sieht mir aber für 230V etwas günstig aus?! Finde aber im Datenblatt 
auch keine maximale Spannung/Strom
Gast #2674745
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Michael N. schrieb:
> Geht das mit den 2 Trafos wirklich, sodass die Netze wirklich getrennt
> voneinander sind?

Ja.

Michael N. schrieb:
> (Und bekomme ich dann aus der Gleichspannung wirklich
> wieder Wechselspannung? Oder müsste ich da Trafos mit
> Wechselspannungsausgang nehmen?)

Oder natürlich.
Der Trenntrafo sitzt schaltungsmäßig gleich nach der Steckdose.

Michael N. schrieb:
> Bei reichelt gäbe es den hier:

Dieser ist vollkommen ungeeignet und für was anderes gedacht. Du 
brauchst was in der Art:

http://www.reichelt.de/Ringkerntrafos/RKT-8012/3/index.html?;ACTION=3;LA=2;ARTICLE=15282;GROUPID=3321;artnr=RKT+8012;SID=13TybYM38AAAIAACIa7i085f727977263748299acbb83926083db

Ob nun auch 2 mal 30 Watt reichen oder 2 mal 250 Watt notwendig sind, 
hängt vom Einsatzzweck ab.
(Firma: guloshop.de) #2674888
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Jörg Wunsch schrieb:
> Trenntrafos können u. U. verhindern, dass ein FI-Schalter auslöst.
> Da sehe ich die größere Gefahr.  Man kann sich auf der Sekundär-
> seite einen prima Ableitstrom zur Erde produzieren (auch durch
> den Körper), aber die Primärseite bleibt weiterhin symmetrisch
> belastet; der FI greift also nicht.

Was ist, wenn man den FI-Schalter nicht auf der Primär-, sondern auf der 
Sekundär-Seite des Trafos hat?

Michael N. schrieb:
> suche einen Trenntrafo

In welcher Ecke des Landes sitzt du? Das Teil ist ja meist recht schwer.
#2674919
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> (Und bekomme ich dann aus der Gleichspannung wirklich
> wieder Wechselspannung? Oder müsste ich da Trafos mit
> Wechselspannungsausgang nehmen?)

Es geht nur mit den nackten Trafos. Sowie da irgendwo ein Gleichrichter 
drinhängt gehts nicht mehr, weil Trafos nur mit Wechselstrom 
funktionieren.

Jeder Trafo funktioniert in beide Richtungen, von hoch nach niedrig 
genauso wie von niedrig nach hoch.
#2675029
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Achso, dann macht das ganze Sinn.
Mal sehen ob ich irgendwo welche finde (habe noch einige alte 
Computernetzteile hier. Die könnte ich ja zerlegen)

Brauche ich noch irgendeine zusätzliche Schaltung oder wirklich die 
beiden Sekundärspulen direkt zusammen und auf der ursprünglichen 
Primärseite des zweiten Trafos die Spannung abgreifen?
#2675101
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Ben _ schrieb:

> Wenn das Ding keine besonders hohe Leistung haben muß und Du auf
> einstellbare Spannung verzichten kannst, dann kannst du zwei gleiche
> Trafos mit den Sekundärwicklungen aneinanderklemmen. Du transformierst
> damit also erst runter auf beispielsweise 12V und dann wieder hoch auf
> 230V. Fertig ist der Bastel-Trenntrafo für Arme.

Genau, z.B. zwei von diesen Trafos:
http://www.pollin.de/shop/dt/MTczOTk2OTk-/Stromversorgung/Transformatoren/Ringkerntransformatoren/Ringkern_Transformator_TTO_11075_01_22_2_V_4_A.html
wären gut geeignet und sind auch preislich angemessen.
Gruss
Harald
Gast #2675112
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Harald Wilhelms schrieb:
> Genau, z.B. zwei von diesen Trafos:
> http://www.pollin.de/shop/dt/MTczOTk2OTk-/Stromver...
> wären gut geeignet und sind auch preislich angemessen.

So verlockend das auch sein mag. Die würde ich nicht nehmen.
==> Einschaltdauer 50 % <==
Unterdimensioniert und damit nichts zum glücklich werden.

Dann lieber das doppelte investieren:
http://www.pollin.de/shop/dt/MDczOTk2OTk-/Stromversorgung/Transformatoren/Ringkerntransformatoren/Ringkern_Transformator_U2148775_2_80_VA_2x_30_V_.html

Das verbessert auch das Verhältnis Material- zu Versandkosten.  :)
Gast #2675119
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Jörg Wunsch schrieb:
> Mario K. schrieb:
>> Trenntransformatoren schützen nicht vor einem Stromschlag,
>> wenn man beide Ausgangspole berührt
>
> Trenntrafos können u. U. verhindern, dass ein FI-Schalter auslöst.
> Da sehe ich die größere Gefahr.  Man kann sich auf der Sekundär-
> seite einen prima Ableitstrom zur Erde produzieren (auch durch
> den Körper), aber die Primärseite bleibt weiterhin symmetrisch
> belastet; der FI greift also nicht.
>
> Nichtsdestotrotz benutze ich natürlich auch einen, wenn ich an
> einem Schaltnetzteil ohne Netztrennung mit dem Oszi messen möchte.

Und wie fließt der Strom einer nicht geerdeten Energiequelle gegen Erde? 
Dafür ist der TRENNtrafo ja da, eine Erdfreie Spannung bereit zu 
stellen.


Ingo
#2675269
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Michael N. schrieb:
> Und bekomme ich dann aus der Gleichspannung wirklich
> wieder Wechselspannung? Oder müsste ich da Trafos mit
> Wechselspannungsausgang nehmen?
>
Mir war bisher nicht klar, dass ein (idealer) Trafo das Spektrum 
verändert. Ich dachte bisher, dass er nur die Amplitude ändert. Liege 
ich da falsch? (Ich arbeite normal nur mit fertiger Gleichspannung im 
kleinen Bereich.)
Gast #2675285
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Ein Trenntransformator ist wahrlich in zweifacher Hinsicht eine 
Anschaffung für das Leben!
Und ganz so teuer muß es auch nicht sein.
Mein Exemplar habe ich für 20 EUR auf dem Trödelmarkt erstanden.
Alt, verdreckt, schwer, Ringkernregeltrafo, eingedrückte Gläser an den 
Meßwerken und ohne Griff. Es war beschwerlich, den kantigen Klotz 
hunderte Meter weit auf der Schulter zu schleppen.
Aber jetzt, nach Totalzerlegung und Neuaufbau macht er sehr viel Freude.
Gast #2675376
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Ingo schrieb:
> Und wie fließt der Strom einer nicht geerdeten Energiequelle gegen Erde?
> Dafür ist der TRENNtrafo ja da, eine Erdfreie Spannung bereit zu
> stellen.

Weil der Trenntrafo nicht ideal trennt, sondern immer noch kapazitiv am 
Netz gekoppelt ist.

Diesen Thread könnte man glatt für den Darwin-Award nominieren.
Moderator Persönliche Seite #2675626
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Ingo schrieb:
> Und wie fließt der Strom einer nicht geerdeten Energiequelle gegen Erde?

Indem du beispielsweise ein Oszilloskop dort anschließt, das
selbst wiederum geerdet ist.  Ist ja nicht gerade selten, dass
man sowas bei der Reparatur eines Schaltnetzteils mal benutzen
möchte.  Damit hat man dann aber wieder in der aktiven Schaltung
lebensgefährliche Potenziale gegen Erde, die sich dem FI-Schalter
entziehen.

Auch wenn ein Trennstelltrafo eine gute Lösung ist, man muss nicht
unbedingt beides in einem haben.  Zuweilen ist ein einfacher
Trenntrafo und separater (nichttrennender) Stelltrafo preiswerter
zu haben.  Wenn man nicht ab 0 hochstellen können will, dann gibt
es Stelltrafos von 160 ... 250 V preiswert, da sowas früher (zu
Zeiten starker Netzspannungsschwankungen) gern mit den alten
Röhrenfernsehern benutzt worden ist.
Gast #2675946
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> Und bekomme ich dann aus der Gleichspannung wirklich
> wieder Wechselspannung? Oder müsste ich da Trafos mit
> Wechselspannungsausgang nehmen?

Au weia ! Lass bitte deine Finger von 230V AC auch die am Trenntrafo.
Hast du schon mal Trafos mit Gleichspannungsausgang gesehen ?
#2680619
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Mine Fields schrieb:
> Weil der Trenntrafo nicht ideal trennt, sondern immer noch kapazitiv am
> Netz gekoppelt ist.
>
> Diesen Thread könnte man glatt für den Darwin-Award nominieren.

So, so, darum wird in jeder Werkstatt (Radio und Fernsehtechniker) ein 
Trenntrafo verwendet. Sind ja alle soooo doof und haben keine Ahnung. 
Der Darwin Award geht da eher an Menschen die ohne Trenntrafo gearbeitet 
haben. Gut es gibt Situationen da ist ein Trenntrafo nicht praktikabel.

Bezüglich der kapazitiven Kopplung:
Mein Trenntrafo 880VA kommt auf 280pF zwischen Primär- und 
Sekundärwicklung.
Nun zur Theorie:

Xc = 1/(w * C)     w = 2  pi  f (Kreisfrequenz von 50Hz = 314,blabla

Xc = kapazitiver Blindwiderstand
w  = Kreisfequenz
C  = Kapazität in Farad hier 280,0e-12

da kommt dann ein Kapazitiver Widerstand von ca. 11,3739 Megaohm raus. 
Wie soll da ein nennenswerter Strom bei 230V fließen?

Verstehen, Physikalische Grundregeln kennen, Rechnen, Wissen, Reden!
Gast #2680725
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Michael H. schrieb:
> So, so, darum wird in jeder Werkstatt (Radio und Fernsehtechniker) ein
> Trenntrafo verwendet. Sind ja alle soooo doof und haben keine Ahnung.
> Der Darwin Award geht da eher an Menschen die ohne Trenntrafo gearbeitet
> haben. Gut es gibt Situationen da ist ein Trenntrafo nicht praktikabel.

Der Trenntrafo bringt aber nichts, wenn man keine Ahnung hat, wie man 
ihn richtig einsetzt. Oder man selbst irgendetwas basteln will.

Michael H. schrieb:
> Bezüglich der kapazitiven Kopplung:
> Mein Trenntrafo 880VA kommt auf 280pF zwischen Primär- und
> Sekundärwicklung.

Es ging um hochfrequente Ableitströme, die findet man im 
Megahertzbereich. Dort sind deine paar pF schon interessant (du darfst 
gern deine Rechnung noch einmal machen).
#2681758
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Jörg Wunsch schrieb:
> Thilo schrieb:
>> Wenn man ein oszi an einen Trenntrafo hängt, dann ist es ja nicht mehr
>> geerdet oder?
>
> Meist geht es aber nicht darum, den Oszi an den Trenntrafo zu
> hängen,

Eigentlich ist es auch Quatsch, einen Oszi über Trenntrafo
anzuschliessen, denn typischerweise enthält der bereits
einen Trenntrafo. Ich habe jedenfalls noch nie davon gehört,
das Oszi-Netzteile mit Spartrafos aufgebaut werden. Das
Problem ist, das das Gehäuse und die Eingänge mit dem
Schutzleiter verbunden sind. Statt den Oszi über Trenntrafo
anzuschliessen kann man genausogut den Schutzleiter unter-
brechen. Diese Vorgehensweise wird aber meist als "böse"
bezeichnet. Die richtige Vorgensweise ist natürlich so, wie
Du (Jörg) bereits geschrieben hast: Nicht die Meßgeräte,
sondern die zu untersuchende Schaltung gehört an den Trenntrafo!
Das das arbeiten an einer solchen Schaltung trotzdem nicht
ungefährlich ist, sollte aber jedem Elektronikbastler klar sein.
Gruss
Harald
#2683031
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Mine Fields schrieb:
> Es ging um hochfrequente Ableitströme, die findet man im
> Megahertzbereich.

Ja, ja hochfrequente Ableitströme bei der Induktivität eines 
Trenntrafos. Wie war das (rhetorische Frage) mit noch mal mit der Spule 
(Induktivität) und hohen Frequenzen? Ein Trenntrafo ist halt nicht nur 
einen Kapazität, sondern auch noch vorrangig eine Induktivität und da 
wird der Blindwiderstand nun mal mit zunehmender Frequenz immer größer. 
Das mach das Ganze zu einem für Hochfrequenz recht komplexen Gebilde. 
Darum wird zum Beispiel bei Powerline Adaptern niemals das HF Signal 
über den Trafo (wenn kein Schaltnetzteil verbaut ist, wie bei den ganz 
alten Dingern) eingespeist, das geht nämlich nicht. Wie gesagt, die 
Physik lässt Grüßen.

Im übrigen ging es, wenn ich mich nicht verlesen habe, immer nur um 
Netzspannung und die hat bekanntlich nur 50 Hz.
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