Donnerstag: Lötzinn bei Lidl

Gast #2693907
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Schwitzender Fettsack (Gast) schrieb:

> Sn60Pb40 100g für 2,99. Gibts als 1mm und 1,5mm.

Für SMD ist mir 1 mm bereits deutlich zu dick. Wenn's 0.5 er Lot wäre 
oder wenigstens 0.7 mm wäre das durchwas was.

;)
Gast #2694010
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Proxxon schrieb:
> Für SMD ist mir 1 mm bereits deutlich zu dick. Wenn's 0.5 er Lot wäre
> oder wenigstens 0.7 mm wäre das durchwas was.

Das ist kein Problem: nimm 2 Zangen (oder Schraubstock und 1 Zange) und 
zieh den Draht aus bis er dünn genug ist. (Ja das geht problemlos, 
probiert es aus wenn ihr mir nicht glaubt).

Wobei 1mm auch kein Problem ist wenn man vorsichtig dosiert.
Gast #2694192
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Schwitzender Fettsack schrieb:
> Das ist kein Problem: nimm 2 Zangen (oder Schraubstock und 1 Zange) und
> zieh den Draht aus bis er dünn genug ist. (Ja das geht problemlos,
> probiert es aus wenn ihr mir nicht glaubt).

Was  ist mit dem Flussmittel?
Wird das dadurch mehr?

Irgendwie geht immer alles, aber ob es Sinn macht?
Für ein Hobbyist vielleicht gerade mal genug, aber ob man es global so 
machen sollte stelle ich mal so hin.

Sonst würden die Herrsteller sich doch das Flussmittel schenken können.
Gast #2694212
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Schwitzender Fettsack (Gast) schrieb:

Proxxon schrieb:
>> Für SMD ist mir 1 mm bereits deutlich zu dick. Wenn's 0.5 er Lot wäre
>> oder wenigstens 0.7 mm wäre das durchwas was.

> Das ist kein Problem: nimm 2 Zangen (oder Schraubstock und 1 Zange) und
> zieh den Draht aus bis er dünn genug ist. (Ja das geht problemlos,
> probiert es aus wenn ihr mir nicht glaubt).

> Wobei 1mm auch kein Problem ist wenn man vorsichtig dosiert.

Du wirst es nicht glauben, ich habe das tatsächlich schonmal gemacht. 
Leider reißt das Lot gerne dort wo man es einklemmt vorzeitig ab. Aber 
auf den halben Durchmesser bekommt man das Lot damit nicht. Du hasst 
dann lauter unterschiedlich starke, kurze und natürlich unaufgerollte 
Stückchen herumliegen.

Da müsste man sich erstmal eine Lot-Auszieh-Maschine bauen, die eine 
konstante Zugkraft beim Ausziehen auf das Lot ausübt und gleichzeitig 
das das Ergebnis aufwickelt. Quasi in einem Rutsch eine ganze Rolle 
dickes Lot umformen.

Bei Octamex kosten übrigens 100g 0.5 mm (Blei-)Lot 3,50 EUR. Nicht die 
Welt.

;-)
Gast #2694303
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@Schwitzender Fettsack

Lass Dich nicht aus der Reserve locken. Deine beschriebene Methode habe
ich schon vor Jahrzehnten als Lösung kennengelernt, wenn das "normale"
Zinn zu dick und unhandlich war. (M.E. gab es zu DDR-Zeiten gar kein
dünneres als mit 1,5mm Durchmesser)

Man wickelt es einseitig um den Schraubstock, damit keine scharfe Kante
entsteht, an der es abbrechen könnte und zieht dann vorsichtig mit einer
Rundzange das Lot in die Länge. Das ist natürlich nichts für 
Kaltschmiede
und Grobmotoriker. Aber: Wozu sollte man soetwas auch wissen oder gar
können, wenn man selbst für ein Studium vorher keine praktischen Fähig-
keiten braucht?

Beitrag "Löten für das Elektrotechnikstudium"

Jetzt kommt gleich das Argument: "Kauf Dir 0,5mm Zinn!" Ja, habe ich
auch, aber ich wollte, genau wie der "Schwitzende" aufzeigen, daß man
auch mit dem Vorhandenen auskommen kann und muss, wenn man nichts
Anderes da hat.

MfG Paul
Gast #2694308
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Paul Baumann (Gast) schrieb:

> Man wickelt es einseitig um den Schraubstock, damit keine scharfe Kante
> entsteht, an der es abbrechen könnte und zieht dann vorsichtig mit einer
> Rundzange das Lot in die Länge.

Wahrscheinlich lags daran. Ich habe immer die Kombizange genommen und 
auf der anderen Seite in die Schraubstockbacken eingeklemmt. Verflixt!

;-)
Moderator #2694416
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Paul Baumann schrieb:
> Man wickelt es einseitig um den Schraubstock, damit keine scharfe Kante
> entsteht, an der es abbrechen könnte und zieht dann vorsichtig mit einer
> Rundzange das Lot in die Länge. Das ist natürlich nichts für
> Kaltschmiede

Das beschriebene Umformverfahren hat hat aber schon eine gewisse
Ähnlichkeit mit dem Kaltschmieden ;-)

Ich habe es übrigens gerade mal mit einem 1-mm-Zinndraht ausprobiert,
leider mit dehr bescheidenem Erfolg: Ich hatte den Draht nur um etwa 10%
gestreckt (das entspricht einer Reduktion des Durchmessers um knapp 5%),
als er riss, und zwar irgendwo in der Mitte, vermutlich auf Grund von
Inhomogenitäten im Material. Mit einem Lötzinn eines anderen Herstellers
hatte ich das gleiche Problem.

Um einen Durchmesser von 0,5mm zu erreichen, müsste man den Draht ja auf
die vierfache Länge strecken. Das kann ich mir bei dem mir zur Verfügung
stehenden Material absolut nicht vorstellen.

Irgendwie muss das DDR-Zeugs, was ihr früher hattet, von deutlich
besserer Qualität gewesen sein, vielleicht gerade deswegen, weil der
Lötzinnhersteller genau wusste, wie ihr sein Produkt üblicherweise
"nachbearbeitet" :)


egonotto schrieb:
> ich konnte das Angebot bei Lidl leider nicht finden.
> Wo muss man suchen?

Der Lötdraht ist vermutlich auf Grund dieses Threads wieder aus dem
Programm genommen worden, weil er den Strecktest nicht bestanden hat :D
Gast #2694474
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Hallo,

 Danke, das Angebot scheint vom Ort abhängig zu sein. Ich habe zuerst 
eine Fehlermeldung bekommen das es in meiner Gegend nicht verfügbar ist. 
Woher er meine Gegend kennen will, ist mit unbekannt. Dann habe ich eine 
Filiale eingegeben und zumindest das Angebot mit dem 1,5 mm Durchmesser 
bekommen.

MfG
egonotto
Gast #2697042
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moin moin,

>>(M.E. gab es zu DDR-Zeiten gar kein dünneres als mit 1,5mm Durchmesser)

doch Paul, gab es, nur hattest Du nicht die richtige Währung oder 
Tauschobjekte.
Wir haben als Elektroniker immer mit frisch geräuchertem Ostseefisch 
gehandelt...und die Materialbeschaffung funktionierte. In ganz 
hartnäckigen Fällen konnte man auch (in den Sommermonaten sowieso 
leerstehende) Studentenbuden in Warnemünde/Wustrow anbieten...

Mit Gruß
Pieter
Gast #2697086
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Pieter schrob:
>doch Paul, gab es, nur hattest Du nicht die richtige Währung oder
>Tauschobjekte.

Guck an, der Pieter, der Schlingel...

Gut, an der Ostsee liegt ja auch Zinno-Witz und da sagt ja der Name 
schon,
daß es dort Zinn geben muß!

;-))
MfG Paul

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