Hallo
Ich suche ein gutes aber gunstiges layout Programm für platinen
Im Moment verwende ich zum probieren die Target 3001 free nur bekomme
ich mir der free keine layouts hin (glaube geht gar nicht)
Hat einer von euch einen guten tipp?
Ps gibt es auch solche Programme kostenlos?
Danke schon mal
> Autotrax kann man bei Altium kostenlos herunterladen, oder zumindest> konnte man das mal.
Kann man noch immer, aber welchen Sinn sollte das heutzutage noch
machen?
20 Jahre alte DOS Software.
Das ist nur noch was fürs Museum.
Hannes schrieb:> Hallo> Ich suche ein gutes aber gunstiges layout Programm für platinen> Im Moment verwende ich zum probieren die Target 3001 free nur bekomme> ich mir der free keine layouts hin (glaube geht gar nicht)> Hat einer von euch einen guten tipp?
Also was nix kostet kostet in der Regel Viel Zeit ,viele Nerven und
einige Sondersitzungen bei deinem Pfarrer um dein Fluchkonto zu
bereinigen.Was willst du machen? Mit Target 3001 hast du Probleme?Das
ist bei allen CAD Programmen die Regel.Wenn du nur die eine oder andere
Platine fürs Hobby erstellen willst ist Sprint-Layout von Abacom genau
das richtige.Breite Schultern musst halt haben weil damit wirste gerne
mal in der "Szene" mitleidig belächelt.Kostet allerdings 40 Euronen aber
die sind es wert.Demoversion (ohne speicher und
Druckmöglichkeit)runterladen und probieren.Ist zwar hauptsächlich
Malarbeit ,aber die meisten Autorouter taugen eh nichts.Wenn man es mal
kann macht es durchaus Spass!Ansonsten Target,Eagle.Kicad,usw ...wennst
du dir mit grauen Haaren besser gefällst.;-)
herbert schrieb:> Also was nix kostet kostet in der Regel Viel Zeit ,viele Nerven und> einige Sondersitzungen bei deinem Pfarrer um dein Fluchkonto zu> bereinigen.Was willst du machen?
Ammenmärchen.
Hannes schrieb:> Im Moment verwende ich zum probieren die Target 3001 free nur bekomme> ich mir der free keine layouts hin
O-Ton TE. Schwer von Begriff wird er ja nicht sein ...also wo liegt das
Problem? Wer in tausend Stunden gelernt hat rückwärts zu reden für den
ist das auch ein Klacks.Lieber route ich mit einem belächeltem
"Malprogram" und habe Spass dabei bevor ich nur noch aus Fragen
bestehe.Warum gibt es in diesem Forum so unendlich viele Fragen zu
diesen kostenlosen CAD Progs...wo doch scheinbar alles sooo einfach ist
? Alles Ammenmärchen oder was? Viele die damit arbeiten wurden beruflich
dazu genötigt sich damit zu quälen....hatten quasi auch keine andere
Wahl.Da relativiert sich doch einiges, oder nicht.Für reine
Hobbyarbeiten geht es deutlich einfacher,schneller und stressfreier.
herbert schrieb:> Warum gibt es in diesem Forum so unendlich viele Fragen zu> diesen kostenlosen CAD Progs...wo doch scheinbar alles sooo einfach ist> ?
1. Es fragt nur der, der Probleme hat.
2. Es gibt ebenso viele Fragen zu kostenpflichtigen Programmen.
3. wird die überwiegende Anzahl der Fragen von Anfängern gestellt, die
die Doku nicht gelesen haben
> Alles Ammenmärchen oder was?
Ja.
> Viele die damit arbeiten wurden beruflich> dazu genötigt sich damit zu quälen....hatten quasi auch keine andere> Wahl.Da relativiert sich doch einiges, oder nicht.
Natürlich haben sie keine Wahl, denn sie wollen (komplexe) Ergebnisse
erzielen.
> Für reine> Hobbyarbeiten geht es deutlich einfacher,schneller und stressfreier.
Aber auch nur bei sehr einfachen Layouts.
Alleine die Hobbyprojekte hier im Forum erfordern fast immer mehr als
ein Malprogramm.
Aber: man muss vor allem den Willen mitbringen, sich einzuarbeiten.
Mir erscheint es vermehrt so, dass die Leute einfach zu faul sind, sich
einfach mal das Handbuch zu Gemüte zu führen.
Chris D.
herbert schrieb:> Wenn du nur die eine oder andere> Platine fürs Hobby erstellen willst ist Sprint-Layout von Abacom genau> das richtige.
Damit kannst du durchaus Recht haben (im Falle des TO), allerdings
hat das nun nichts mit "kostenlos" zu tun. Wäre Sprint Layout
plötzlich unbedienbarer Mist, wenn sie morgen eine kostenlose
Version (mit ein paar Limitierungen) rausgeben würden?
Auch Target 3001 (das der TE probiert hat) und Eagle sind letztlich
kommerzielle Programme (wie das von dir beworbene Sprint Layout),
die lediglich "kastriete" Versionen kostenlos verbreiten, gewissermaßen
als Werbung. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass der TE mit deren
kostenpflichtigen Pendants besser zurecht käme als mit den kostenlosen
Teilen, noch würde er (bei gleicher Grundeinstellung zum Problem) mit
vielen anderen kommerziellen Tools zurecht kommen, die auch alle Geld
kosten und keine kostenlose Werbeversion anbieten.
Gleichermaßen gibt es keinen triftigen Grund, warum nicht jemand eine
kostenlose oder Opensource-Variante bauen könnte, die in etwa die
Funktion von Sprint Layout hat. (Wenn dazu wirklich jemand motiviert
wäre, könnte die Luft für Abacom ziemlich dünn werden an dieser Stelle,
denn so übermäßig viel Bedarf für Primitiv-Layout-Programme dürfte es
nicht geben auf der Welt.)
Hallo herbert.
> Warum gibt es in diesem Forum so unendlich viele Fragen zu> diesen kostenlosen CAD Progs...wo doch scheinbar alles sooo einfach ist> ?
Die meisten Fragen hier betreffen Eagle, und Eagle ist ein
kostenpflichtiges Programm, auch wenn es im Funktionsunfang limitierte
kostenfreie Versionen gibt.
Ich denke eher, die Anzahl der Fragen spiegelt eher die Anzahl der User
wieder, und zwar die Anzahl der komplett NEU anfangenden User, weil
viele Fragen sogar eher allgemeiner Natur sind.
> Alles Ammenmärchen oder was?
Ja. ;O)
Die meisten open Source Programme haben in Ihren Wurzeln auch, dass sich
jemand über ein anderes Programm, ja, auch kommerzielle Produkte,
geärgert hat. ;O)
Es ist der Versuch, es besser zu machen, und sehr oft gelingt er auch.
Kommerzielle Programme werden nicht für User geschrieben, sondern für
die Entscheider, die Geld zahlen und die dem User sagen, was er nehmen
soll, und selber mit dem Programm nie dauerhaft arbeiten müssen. ;O)
Meine persönliche Empfehlung an den TO: Nimm Kicad. Ich selber habe
lange dienstlich mit Eagle und privat mit Kicad gearbeitet, und würde in
den meisten Fällen im direkten Vergleich Kicad vorziehen.
Was nicht heisst, dass ich nicht trozdem noch eine Wunschliste für Kicad
hätte.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Weißt du Jörg...ich sehe das aus einer Perspektive die
Millimeterpapier,Schere ,Pinzette und Lupe zum Hintergrund hat.Damit
habe ich angefangen.Diese Erfahrung haben nicht soviele weil sie zu jung
sind dafür.In unserer Firma haben das Studenten als Ferienjob
gemacht.Wer komerzielle Ansprüche umzusetzen hat dem bleibt eh nix
anderes übrig als das mit den Programmen zu machen die es gibt.Weißt du
ein Freund hat sich mit der CW Prüfung dermaßen geplagt,wollte oft
hinwerfen.Als er dann endlich den Lappen hatte wollte er anderen weis
machen wie läppisch das doch gewesen ist CW zu lernen.;-)Ich mache
gewiss keine Werbung aber es darf doch erlaubt sein darauf hinzuweisen
,dass es auch einfacheres gibt womit man zu Ziel kommen kann.Natürlich
weis ich ,dass im Profibereich andere Ansprüche und Notwendigkeiten
vorherrschen die damit nicht bedient werden können.Aber nicht jeder
werkelt wirklich auf so hohem Niveau,oder?
herbert
herbert schrieb:> ich sehe das aus einer Perspektive die> Millimeterpapier,Schere ,Pinzette und Lupe zum Hintergrund hat.
Darum ging's mir ja gar nicht, sondern um die Pauschalbehauptung:
"Was nichts kostet, taugt auch nichts".
Dass sowas in der Art wie Sprint Layout für den TE die Lösung seiner
Wünsche sein kann (weil er alles andere als über das Ziel hinaus
geschossen empfindet), würde ich nicht in Abrede stellen. Man sollte
aber dabei auch zumindest erwähnen, dass das eine Sackgasse ist: wenn
er irgendwann doch mehr Wünsche an ein Layoutprogramm hat, als man
mit so einem simplen Zeichenprogramm erledigen kann, waren die 40
Euro umsonst, und den Aufwand, sich in ein größeres Programm einzuar-
beiten, hat er dann trotzdem noch.
Ich kann DesignSpark PCB empfehlen. Komplett Kostenlos, ohne
Begrenzungen, auch kommerziell Nutzbar.
Hat auch einen super Bauteil-Wizard.
Hat bisher leider keine Panelizing Funktion bzw. es werden dann die
Bauteil-Bezeichnungen automatisch inkrementiert.
Bin nach Eagle darauf hängen geblieben nachdem ich mich kurz auch mit
KiCad auseinander gesetzt habe, was mir jedoch nicht gefiel.
Jörg Wunsch schrieb:> Darum ging's mir ja gar nicht, sondern um die Pauschalbehauptung:> "Was nichts kostet, taugt auch nichts".
Wenn das so rüber gekommen ist dann war das nicht in meiner Absicht und
ist auch nicht meine Meinung. Ich arbeite sehr häufig mit Programmen die
nix gekostet haben und möchte sie nicht mehr missen.Ab und zu kaufe ich
auch eines.Die Krux ist doch das jeder auf den Euro schaut.Dabei gehst
einmal essen und trinkst was dazu und schon sind vierzig Euro beim
Teufel.Bei Software ist man plötzlich vom Geiz beseelt und genau das ist
der Grund warum sich so viele mit diesen Freeversionen herumschlagen und
das obwohl sie die Funktionalität von Eagle und Co. gar nicht wirklich
bräuchten....nur weil es nix kostet.Aber wie die Praxis dann auch zeigt
bekommen sie die Rechnung dann beim einarbeiten in einer anderer Form
präsentiert.So sehe ich das.
herbert schrieb:> Dabei gehst> einmal essen und trinkst was dazu und schon sind vierzig Euro beim> Teufel.Bei Software ist man plötzlich vom Geiz beseelt ...
Zustimmung, keine Frage. Für mich ist Opensource zwar auch sowas
wie eine Passion, aber trotzdem habe ich als EDA-Software ein
kommerzielles System. Dessen Bedienung und UI sind zwar nicht schick
und würden dem TE ganz gewiss nicht gefallen, aber dafür ist der
Support dort viel besser als alles, was ich mir bei Opensource selbst
supporten könnte.
Bei vielen anderen Dingen nehme ich Opensource-Software (bei EDA habe
ich zumindest PCB noch in der Hinterhand), und ich nehme sie gern und
steuere gelegentlich auch gern mal was der Nachwelt bei.
Man kann sogar mit Pulsonix bis 100 Pins kostenlos arbeiten, um mal ein
Gefuehl fuer Profi-Software zu bekommen.
Und ganz ehrlich, mit Kicad kann man mich jagen...
Einen Preis zahlt man immer. Der kann halt ganz unterschiedlich
aussehen. Wichtig ist, daß man abschätzen kann was man in Zukunft
brauch. Auch würde ich nie ein Produkt nehmen, wo das Ende abzusehen ist
oder der Support durch andere Wege als dem Hersteller minimal ist.
Die heutigen Autorouter der ernstzunehmenden Produkte sind so gut, daß
zumindest einer der nicht täglich Layouts macht, eigentlich nicht
wirklich noch eine Chance hätte. Zeitlich sowieso nicht. Sensitive
Bereiche routet man per Hand und den Rest läßt man zumindest vom Router
vorverlegen. Wenn dann noch Zeit und Lust da ist, kann man da noch a
bisserl optimieren.
Daher kann ich einfach nur lachen, wenn einer schreibt, die Studenten
hätten in den Ferien die Layouts gemacht. Mag ja sein, daß da mal ein
fähiger vorbelasteter Student dabei war, aber die große Mehrheit wird
sicherlich entweder ewig brauchen oder buggy Layouts abliefern, die dann
teuer nachgearbeitet werden müssen. Layouts machen durchweg Spezialisten
in den Firmen. Die machen sonst kaum was anderes.
Sobald auf einer Platine mal über 100 Pins sind, macht eine richtige
PCB-Software Sinn!!!
Hier ein Studentendesign mit 6 Lagen:
Beitrag "Re: Gibt es brauchbare, freie/billige Software um PCB zu erstellen?"
Ich hatte übrigens auch mit dem Edding und Abreibesymbole angefangen,
dann kam ein CAD-Programm das ich als Layout-Programm mißbrauchte, dann
RUN-EDS wie im Bild. Der Autorouter darin ist übrigens der von Bartels.
moin!
für privat kann ich sprintlayout empfehlen.
sprintlayout nutz ich schon etliche jahre.
ist einfach zu bedienen und schnell zu erlernen.
der preis ist völlig ok.
dazu hab ich auch noch splan geordert.
damit ist das zeichnen von schaltplänen sehr einfach geworden.
mfg
Ob sich eine freie, billige, einfache Software gut bedienen läßt, ist
sicher Geschmackssache und man kann darüber streiten.
Aber was dann.
Macht man die Platinen selbst, so braucht man eine gute Druckfunktion
und meist bleibt es bei einseitigen Platinen.
Aber wenn man die Platine fertigen lassen will, dann muß man
entsprechende Produktionsdaten erstellen können. Und da scheiden sich
die Geister.
Es nützt ja nichts, ein schönes Layout auf dem BS zu haben, sondern der
Platinenhersteller muß damit arbeiten können.
Auch wenn einige Files von EAGLE oder Target annehmen, ist die
Erstellung von GERBER ein muß.
Das grenzt die Auswahl stark ein.
Ich habe noch nicht gehört, das ein Platinenhersteller Daten von einem
"Malprogramm" entgegen nimmt.
Man kann aus Pixeldaten Gerber erzeugen, was einer Vektorisierung gleich
kommt. Oder besser geht man über PS. Gibt genug Platinenhersteller, die
es akzeptieren. Die Bohrdaten müßte man eventuell extra mal anschauen.
Michael_ schrieb:> Ich habe noch nicht gehört, das ein Platinenhersteller Daten von einem> "Malprogramm" entgegen nimmt.
Die Gerber Files von Sprintlayout bekommt man fast überall los...
Floh schrieb:> Michael_ schrieb:>> Erstellung von GERBER ein muß.>> Das grenzt die Auswahl stark ein.>> Welches Layouttool kann kein Gerber?
Du hast diese Zeile vergessen:
>Auch wenn einige Files von EAGLE oder Target annehmen, ist die>...
Es bezog sich auf die direkten Files vom jeweiligen Programm.
Die Einstellung der Parameter oder evtl. noch deren Korrektur von Gerber
ist nicht leicht.
bei Eagle und co. sicherlich. Bei professionelleren Programmen ist das
kein Problem. Sowohl bei Pads als auch bei Altium ist Gerber innerhalb
weniger Mausklicks konfiguriert und ausgegeben.
Allenfalls, wenn man nicht extended Gwerber verwenden will wirds
kompliziert. Aber wer will das heute noch?
Allerdings kann man mit Eagle vollkommen sinnfreie Funktionen
Realisieren. Ich hatte mal ein Gerberpaket von Eagle, bei dem der
Ersteller es geschafft hat, das Layout in X und Y Richtung
unterschiedlich zu skalieren. Der Sinn einer solchen Funktion erschließt
sich mir bis heute nicht. In den angesprochenen Tools hab ich sie bisher
auch noch nicht gefunden. Keine Ahnung, was Cadsoft damit bezweckt.
Eagle hat aber durchaus im Hobbybereich und auch im Professionellen
Bereich mit geringen Anforderungen seine Daseinsberechtigung. Täglich
damit Layouts erstellen will ich aber nicht. Wer einmal richtige
Programme verwendet hat kann sich schwerlich mit Eagle abfinden.
Vermutlich eine Art "Luxusproblem"
Hallo Kollegen,
ehydra schrieb:
>Die heutigen Autorouter der ernstzunehmenden Produkte sind so gut, daß>zumindest einer der nicht täglich Layouts macht, eigentlich nicht>wirklich noch eine Chance hätte.
Dazu habe ich Vorbehalte.
Ausgangssituation: Einseitig/doppelseitig SMD mit üblicherweise TSSOP
und 0402 auf kleinsten Flächen und Anforderungen an die
Leiterbahnstärke/Abstände, möglichst nur in zwei Signallagen.
Ich kenne die Autorouter von Cadstar und Altium - und habe beide
innerhalb kurzer Zeit wieder verworfen. Um damit vernünftig (auto)routen
zu können müssen alle Rules sauber ab dem ersten Start stimmen sonst
kommt er entweder zu garkeinem oder einem nicht verwendbaren Ergebnis.
Wenn er dann zu einem Ergebnis kommt weicht mir dieses vom Gewünschten
zu stark ab. Das hängt sicher von der umgesetzten Leiterplatte ab und
wird bei einer etwas loser gepackten Leiterplatte und nicht so ganz
streng gemessenen Anforderungen besser klappen. Aus diesem Grund mache
ich die Layouts alle per Hand.
Um vernünftig für beide Situationen vorzugehen (manuell
routen/autorouten) ist eine sehr gute Platzierung essentiell. Drehe auf
einer Leiterplatte auch nur einen TSSOP um 180Grad und das Layout ist
vielleicht unmöglich. Oder schiebe ein Bauteil nur wenig und du kommst
mit einigen Tracks mehr durch. Einem Autorouter mag man diese
Bedingungen auch geben aber das bedeutet nur noch mehr Vorarbeit.
Deswegen bin ich der Meinung: Die Arbeit muss VORHER reingesteckt werden
(Schaltungsentwicklung, Placement), dann muss intelligent noch mal
drübergeschaut werden (Swapping). Dann ist die meiste Arbeit eh schon
getan und den Rest kann man auch noch manuell machen besonders wenn ich
die Ergebnisse des Autorouters auch noch mehrfach verwerfen muss.
Grüße
Nachtrag:
Ich möchte hier keine Thesen an die Tür pinnen und lasse mich gerne vom
Gegenteil überzeugen.
Und ich gebe ehydra recht: für die paar mal die ein Bastler ein "Design"
macht, die geringe Erfahrung die er im PCB Design hat, die doch sehr
relaxten Ansprüche an Platz mag der Autorouter der Billigpakete den
Anforderungen durchaus adäquat sein.
Das gilt im übrigen auch für den Rest des (Billig-)Softwarepakets. Auch
wenn ein erfahrerner "layouter" damit sehr gut verwertbare Ergebnisse
erzielen kann.
Ist halt ähnlich wir mit den Textverarbeitungen.
Mit Wordpad kann ich mal schnell einen ein- bis mehrseitigen Brief
schreiben, das kostet nix und ist im Win dabei - Ergebnis: brauchbar (je
nach Ansprüchen).
Mit Word geht's dann bis etwa zur 50...100 Seitigen Abhandlung mit
Fotos, Tabellen, damit kann man dann auch schon mal eine kleine
Broschüre oder Buch machen.... Und um ein Buch Satzmäßig aufzuarbeiten
über 100 Seiten käme dann ein Setzprogramm in Frage.
Grüße
friedrich schrieb:> Drehe auf> einer Leiterplatte auch nur einen TSSOP um 180Grad und das Layout ist> vielleicht unmöglich.
Richtig, aber das merkt man schon in den ersten paar Minuten, die
der Autorouter gelaufen ist. Dann hat man aber keine Bauchschmerzen,
den einfach abzubrechen (man hat ja keinen eigenen Schweiß rein-
gesteckt ;-), das Bauteil zu drehen und neu zu starten.
Der Autorouter von Altium ist laut Aussage meiner Kollegen (die
es ständig benutzen) wirklich nicht großartig. Aber die Menge unserer
heute verfügbaren Digital-ICs sollte dir ausreichend Beweis sein, dass
es auch gute Autorouter gibt. ;-)
Hallo dl8dtl(jörg)
>Aber die Menge unserer>heute verfügbaren Digital-ICs sollte dir ausreichend Beweis sein, dass>es auch gute Autorouter gibt. ;-)
Na ja ;-) ich kenne das anderes. Der Markt bestimmt was an ICs geht,
wenn der Markt es nicht braucht verschwindet das sehr bald. Und dass ein
Autorouter in der digitalen Technik mit den doch sehr konstanten Grids
(oh war das schön alles in 100mil DIP zu machen) sehr viel einfacher
zurecht kommt ist auch nachvollziehbar.
>schon in den ersten paar Minuten, die>der Autorouter gelaufen ist.
Mein Anspruch an Autorouter: Fire and forget (nahezu). Wenn ich den auch
noch alle paar Minuten kontrollieren muss .. - dann kann ich das bald
auch selbst machen. Gilt wieder: das geht bei relaxten Bedingungen nicht
da die Ergebnisse besser sind. Villeicht hab' ich die Autorouter einfach
noch nicht genügend getriezt.
BTW: bei mir sind es doch sehr hochgradige analog-designs. Bei Dir?
friedrich schrieb:> Und dass ein> Autorouter in der digitalen Technik mit den doch sehr konstanten Grids> (oh war das schön alles in 100mil DIP zu machen) sehr viel einfacher> zurecht kommt ist auch nachvollziehbar.
Ist ja aber bei Leiterplatten nicht anders als bei ICs, nur das
Grid ist etwas größer und man hat in der Regel weniger Lagen. ;-)
>>schon in den ersten paar Minuten, die>>der Autorouter gelaufen ist.>> Mein Anspruch an Autorouter: Fire and forget (nahezu). Wenn ich den auch> noch alle paar Minuten kontrollieren muss ..
Musst du nicht. Du startest ihn, und dann bekommst du schon ein
Gefühl dafür, ob er das hinbekommen wird oder nicht. Wenn die
Anordnung der Bauteile dann erstmal passt, kannst du ihn ja
durchlaufen lassen. Wenn du später nochwas ändern willst, dann
reißt du eben das Autorouter-Ergebnis wieder auf und lässt ihn
nochmal laufen. Dort sehe ich den wirklichen Gewinn: eine mit
der Hand geroutete Platine wird sich jeder scheuen, danach nochmal
anzufassen.
> BTW: bei mir sind es doch sehr hochgradige analog-designs.
Analog ist nichts für Autorouter, das wird auch in den ICs mit der
Hand gemacht. Aber analog ist in der Anzahl der Verbindungen deutlich
überschaubarer als komplexe Digital-Layouts.
Schonmal http://www.freerouting.net/ probiert? Macht einen guten
Eindruck und läßt sich als Zusatzleistung aufrufen:
"The router fits together with FreePCB, Kicad, gEDA, CadSoft-Eagle and
all host PCB design software containing an interface to the Specctra or
Electra autorouter."
Kann man eigentlich generell abschätzen wie weit man mit einer Freeware
im Bereich PCB Design kommt? Bis zu welcher Komplexität kann man
Projekte in etwa damit abbilden?
Friedhelm Hamann schrieb:> Kann man eigentlich generell abschätzen wie weit man mit einer Freeware> im Bereich PCB Design kommt? Bis zu welcher Komplexität kann man> Projekte in etwa damit abbilden?
Beliebig weit -- es ist nur etwas mühsamer: Symbole und Footprints muss
man oft selber machen, Autorouter ist nicht so toll, Simulation ist
umständlich. Meine DSO-Platine hatte 1000 Bauteile, 4 Lagen, das
manuelle Routing waren 500 Stunden Arbeit. Na ja, ich bin vielleicht
nicht so schnell.
Salewski, Stefan schrieb:> Symbole und Footprints muss man oft selber machen, Autorouter ist nicht> so toll
Wobei bei vielen kommerziellen Platinenlayoutern die Autorouter ja
auch eher verpönt sind. Footprints und Bauteile machen kommerzielle
Anwender sehr oft sowieso selbst, damit sie sich sicher sein können,
dass sie dann auch ihren Vorgaben und Regeln entsprechen.
Dass jeder erstmal im Forum nachfragt, ob nicht jemand anders schon
mal die Bauteildefinition für XYZ gemacht hat, statt sie in einer
Viertel- oder halben Stunde selbst zu machen, ist eher eine Seuche
von Eagle-Anwendern. :-)
Jörg Wunsch schrieb:> statt sie in einer> Viertel- oder halben Stunde selbst zu machen
Ich weiss ja nicht, wie das bei Eagle ist, man hört da Furchtbares, aber
bei guter Software ist auch ein BGA mit 500 Pins in weniger als einer
Minute erstellt. Arbeit machen nur unregelmässige Bauteile, besonders
elektromechanische, bei denen jeder Pin extra vermasst ist. Aber die
sind eh so vielfältig, dass man keine fertigen findet, schon allein
Ethernetbuchsen gibt es in unzähligen Ausführungen. Trotzdem geht auch
da das Selberdefinieren meistens schneller als das Suchen und
Prüfen(!!).
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:> aber bei guter Software ist auch ein BGA mit 500 Pins in weniger als> einer Minute erstellt.
Bei einem 500-Pinner dürfte man etwas länger brauchen, bis man das
Schaltplansymbol zusammen hat, denn irgendwie müssen die 500 Anschlüsse
ja dort auftauchen.
Aber mit Eagle kenne ich mich auch nicht aus.
> Arbeit machen nur unregelmässige Bauteile, besonders elektromechanische,> bei denen jeder Pin extra vermasst ist.
Ja, sowas kenne ich auch. Jede SD-Kartenfassung ist anders :(, und
wenn dann unsere lieben Kollegen aus Übersee noch nichts von ISO und
einer Bemaßungsbezugskante in technischen Zeichungen gehört haben,
kann der Spaß groß werden.
Jörg Wunsch schrieb:> Bei einem 500-Pinner dürfte man etwas länger brauchen, bis man das> Schaltplansymbol zusammen hat
Ja, ich meinte nur den Footprint. Symbole arten vor allem in viel
Tipparbeit aus.
Gruss Reinhard
Bernd Wiebus schrieb:> Die meisten Fragen hier betreffen Eagle, und Eagle ist ein> kostenpflichtiges Programm, auch wenn es im Funktionsunfang limitierte> kostenfreie Versionen gibt.
Gibt es von Eagle eine limitierte kostenfreie Version noch ?
http://www.cadsoftusa.com/shop/pricing/?language=en
wenn ich so richtig sehe, kostet die Ligth Version auch $69
Sergius G. schrieb:> wenn ich so richtig sehe, kostet die Ligth Version auch $69
Aus der Lizenz:
"The Freemium edition is licensed for use for evaluation or not for
profit purposes only"
Das ist ein Schreibfehler, es muss heissen for non profit only, das wird
später klargestellt. In der Lizenz ist also eine freie Version noch
vorgesehen, ob man sie auch irgendwo bekommt habe ich jetzt nicht
nachgeprüft. Die Lizenz ist aber die aktuelle.
Gruss Reinhard
@Reinhard Kern (Firma: RK elektronik GmbH) (rk-elektronik)
>Ich weiss ja nicht, wie das bei Eagle ist, man hört da Furchtbares,
Von den Leuten, die Eagle nicht mal ansatzweise kennen, nicht zu reden
von beherrschen.
> aber>bei guter Software ist auch ein BGA mit 500 Pins in weniger als einer>Minute erstellt.
Das Package bestenfalls. Das kann Eagle auch.
Symbol und Pin-Pad Zuweisungen dauern bei 500 Pins deutlich länger.
> Arbeit machen nur unregelmässige Bauteile, besonders>elektromechanische, bei denen jeder Pin extra vermasst ist.
Und bei Bauteilen, bei denen die Hersteller schlechte Zeichungen
mitliefern, wo man von Padecken auf Mittelpunkt etc. umrechnen muss.
"Fertigungsgerechte", sprich CAD-Eingabegerechte Bemassung mit
Mittelpunkt und X/Y Absolutkoordinaten machen hier das Leben leicht.
Aber im jahr 2013 ist auch das arg staubig. Ein Standard für diese Dinge
ist längst überfällig! Dann lädt man sich das Bauteil fertig definiert
runter und gut und nicht 1.000.000 Anwender müssen es in ihrem
CAD-System nachmalen.
Falk Brunner schrieb:> Dann lädt man sich das Bauteil fertig definiert> runter und gut und nicht 1.000.000 Anwender müssen es in ihrem> CAD-System nachmalen.
Schau dir mal den LPViewer von Mentor an (Screenshot). Der Name ist
etwas irreführend, man kann damit alle möglichen Footprints automatisch
erstellen. IPC-7351 geht ja in die Richtung, die du meinst.
Gruss Reinhard
Hallo Reinhard.
>> Dann lädt man sich das Bauteil fertig definiert>> runter und gut und nicht 1.000.000 Anwender müssen es in ihrem>> CAD-System nachmalen.> Schau dir mal den LPViewer von Mentor an (Screenshot). Der Name ist> etwas irreführend, man kann damit alle möglichen Footprints automatisch> erstellen. IPC-7351 geht ja in die Richtung, die du meinst.
Das ist richtig. Aber ein Standard mit solch umfassender Anwendung muss
komplett offen sein. Wie Gerber z.b. Sonst wird das die
Privatangelegenheit von einigen wenigen Firmen, und die anderen müssen
mit einem eigenen Standard dagegenhalten.
In manchen Situationen ist ein Proprietariat eine hinderliche
Angelegenheit. Speziell bei Datenformaten die dem Austausch auch
zwischen unterschiedlichen Programmen dienen sollten.
Stell Dir vor, Deutsch wäre proprietär, und Du müsstest regelmäßig eine
Abgabe an das Bibliographische Institut zahlen, damit Du öffentlich
Deutsch sprechen darfst.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Hallo Sergius und amateur.
Sergius G. schrieb:>> Die meisten Fragen hier betreffen Eagle, und Eagle ist ein>> kostenpflichtiges Programm, auch wenn es im Funktionsunfang limitierte>> kostenfreie Versionen gibt.>> Gibt es von Eagle eine limitierte kostenfreie Version noch ?>> http://www.cadsoftusa.com/shop/pricing/?language=en> wenn ich so richtig sehe, kostet die Ligth Version auch $69
amateur schrieb unter Beitrag #3295795
> @Sergius> Unter "Download" gibt es einen Punkt "FreeWare".> Limitiert auf 80x100 mm (sonst sehr wenig Einschränkungen).
80x100 mm ist nach meiner Ansicht schon eine heftige Einschränkung.
Ok, es gibt die witzigen Workarounds mit alles auf ein 1/10 verkleinern
und anschliessend vergrößern.
Zum "Üben" langt es, aber sonst würde ich eher die 69 Euronen
einschmeissen.
Da die non-profit ist, aber nicht "frei", könntest Du aber wohl Ärger
bekommen, wenn Du ein non-profit Projekt in Eagel machst, die Eagel
Dateien für den Schaltplan und das Board veröffentlichst (wie es für
viele offene Projekte erforderlich ist), und dann jemand hingeht, greift
sich das und verwendet die Daten kommerziell.
Das wäre mir zu heiss.
Tatsächlich werde ich mir wohl in Zukunft nochmal eine aktuelle "echte"
Eagle Lizenz kaufen. Man kommt nicht daran vorbei. Aber persönlich ziehe
ich KiCad vor, auch von der Handlichkeit her.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd Wiebus schrieb:>> @Sergius>> Unter "Download" gibt es einen Punkt "FreeWare".>> Limitiert auf 80x100 mm (sonst sehr wenig Einschränkungen).>> 80x100 mm ist nach meiner Ansicht schon eine heftige Einschränkung.> Ok, es gibt die witzigen Workarounds mit alles auf ein 1/10 verkleinern> und anschliessend vergrößern.> Zum "Üben" langt es, aber sonst würde ich eher die 69 Euronen> einschmeissen.
Und das erscheint mir "komisch" bzw das verwirrt mich:
http://www.cadsoftusa.com/shop/pricing/?language=en
EAGLE Light
(Limitations: 1 schematic sheet, 2 signal layers, 100x80mm routing area)
Modules 1-User
Layout+Schematic+Autorouter $69
Also die gleiche limitierungen in dieser Light und kostenloser Version.
Wenn ich das also richtig verstehe, in der kostenlosen (Freemium)
Version ist also noch zusätzlich eine Einschränkung (keine kommerzielle
Nutzung), ansonsten gleich ?
Klar die Lizenz kann man (und werde ich bezahlen), wenn die Software
dann von der Nutzung und Funktioalität gefällt, aber zum ausprobieren
reicht ja eine kostenlose dann mit 100x80 locker.
PS: ist also Eagle die geläufigste Software hier im Forum, und auch
viele Leiterplatten Hersteller (kleine Serien, 50-200 Stück) kommen klar
damit ?
Oder gibt es für diese Zwecken gebräuchlichere Software ?
Sergius G. schrieb:> Wenn ich das also richtig verstehe, in der kostenlosen (Freemium)> Version ist also noch zusätzlich eine Einschränkung (keine kommerzielle> Nutzung), ansonsten gleich ?
Ja, so dürfte es sein. Die gekaufte Light-Version ist halt
kommerziell nutzbar.
> PS: ist also Eagle die geläufigste Software hier im Forum,
Es gab schon mal eine Umfrage hier. KiCad kam gleich nach Eagle.
Ich behaupte mal einfach: ohne die kostenlose Version wäre auch
Eagle keinesfalls an der Stelle gelandet.
> und auch> viele Leiterplatten Hersteller (kleine Serien, 50-200 Stück) kommen klar> damit ?
Einem LP-Hersteller übergibt man Gerber (RS-274-X).
@Sergius
Ich weis noch nicht mal wie es in anderen Foren AVRFreaks usw. aussieht,
aber hier wird meist auf Eagle verwiesen.
KiCad ist aber im kommen, vor allem, weil es keine Einschränkungen hat.
Ist aber noch sehr neu am Markt.
Im deutschsprachigen Raum können mehrere Layouter dieses Format (brd)
direkt lesen. Die Gerber-Ausgabe ist aber, wie auch in allen anderen
Programmen, vorhanden.
Wie aber auch bei der Wahl des Prozessors und des Compilers ist vieles
Geschmacksache.
Vor nicht allzu langer Zeit habe ich in Hardware-Hacks (Heise) einen
Vergleich einiger Layout-Programme gelesen. Ich glaube es war 2/13.
Bernd Wiebus schrieb:> Stell Dir vor, Deutsch wäre proprietär
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, Deutsch ist eine der
proprietärsten Sprachen auf der Welt, gleich nach Basken und
Buschmännern. Du meinst wahrscheinlich Freeware.
Gruss Reinhard
@ Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
>Das ist richtig. Aber ein Standard mit solch umfassender Anwendung muss>komplett offen sein. Wie Gerber z.b. Sonst wird das die>Privatangelegenheit von einigen wenigen Firmen, und die anderen müssen>mit einem eigenen Standard dagegenhalten.
Genau, das ist nämlich der IST-Zustand. Dutzende, inkompatible Fomrate.
Daran änern auch die Aberdutzenden Importfilter nichts.
Man braucht sowas wie HTML für PCB-CAD, und wenn auch nur (erstmal) für
die Bauteile.
Hallo Reinhard Kern.
> Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, Deutsch ist eine der> proprietärsten Sprachen auf der Welt, gleich nach Basken und> Buschmännern. Du meinst wahrscheinlich Freeware.
Gut möglich, das wir Da aneinander vorbeireden.
Die ganzen Abstufungen zwischen "quelloffen" und "kostenlos" sind
manchmal wirklich verwirrend.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/OpenSource
Tatsächlich meine ich in dem Falle nach dem klassischen Beispiel "Frei
im Sinne von freier Rede, nicht von Freibier".
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Hallo Falk Brunner.
>>Das ist richtig. Aber ein Standard mit solch umfassender Anwendung muss>>komplett offen sein. Wie Gerber z.b. Sonst wird das die>>Privatangelegenheit von einigen wenigen Firmen, und die anderen müssen>>mit einem eigenen Standard dagegenhalten.> Genau, das ist nämlich der IST-Zustand. Dutzende, inkompatible Fomrate.> Daran änern auch die Aberdutzenden Importfilter nichts.>> Man braucht sowas wie HTML für PCB-CAD, und wenn auch nur (erstmal) für> die Bauteile.
Den Ansatz Gerber mit einem XML Ableger zu ersetzten, hat der IPC vor
ein paar Jahren versucht. Das hat aber nicht geklappt. Einerseits weil
es deutlich komplizierter und damit Fehleranfälliger war als Gerber,
andererseits vermutlich weil es den CAD-Layoutprogrammanbietern "zu
offen" war.
Das neue KiCad board Format ist ein wenig XML "ähnlich", wenn man die
Klammerorgie betrachtet.
Mir wurde vor einiger Zeit mal eine gEDA Boarddatei unter die Nase
gehalten, und ich meine, es sah irgendwie ähnlich aus wie die neuen
KiCad board Files. Ich habe aber dort noch nicht in der Tiefe
recherchiert, und habe auch in überschaubarer Zeit wenig Zeit dazu. Es
ist aber auch gut möglich, das ich mich komplett irre.
Aber es wäre ein gutes Beispiel, wenn sich zunindest KiCad und gEDA auf
einem gemeinsamen Standard treffen könnten.
Übrigens bietet auch Gerber mit gewissen Einschränkungen individuelle
Freiheiten.
Ich habe mal gesehen, das Altium in den Gerber Kommentarzeilen (fangen
mit "G04" an) Schlüsselworte z.B. für Farben verwendet, die ihr eigener
Gerber Viewer interpretieren kann, um in einem Gerberfile einzelne
Elemente in unterschiedlichen Farben darstellen zu können. Das ist ok,
solange keine Gerberfiles erzeugt werden, die ohne die Informationen aus
den Komentarzeilen nicht von Maschienen richtig gelesen werden können.
Im übrigen ist "Gerber" tatsächlich kein freies Format, weil Ucamco
weiterhin die Markenrechte an "Gerber Format" hält. Aber es ist offen,
weil öffentlich dargelegt ist, wie ein richtiges Gerber File auszusehen
hat.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd Wiebus schrieb:> Den Ansatz Gerber mit einem XML Ableger zu ersetzten, hat der IPC vor> ein paar Jahren versucht. Das hat aber nicht geklappt.
Das kann auch garnicht klappen. Die Formatierung in XML sagt ja nichts
über den Dateninhalt aus, z.B. ist die Hierarchie von Assigments - Lines
und Pads - Library Definitions - Components auf dem Board in Cadstar
ganz anders als in Altium - ich habe schon einen Umsetzer geschrieben,
das ist alles andere als trivial und manche Dinge gehen einfach nicht.
Soweit ich das noch im Kopf habe, gibt es einige Padformen aus Cadstar
in Altium einfach nicht, und bei Cadstar kann man für jeden Layer das
Pad anders definieren, bei Altium nur innen und aussen usw. Wenn System
A sechseckige Pads kennt und System B nicht, nützt XML überhaupt nichts.
Und das ist nur ein ganz einfaches Beispiel, bei Hi Speed Constraints
z.B. ist Hopfen und Malz verloren.
Auch eine superkomplexe und allumfassende Austausch-Beschreibungssprache
würde daran nichts ändern, dann könnte man zwar Daten von A in den
Konverter einlesen, aber nicht für B ausgeben. Man hätte dann einen
universellen Viewer, aber keinen Konverter.
Gruss Reinhard
@Reinhard Kern (Firma: RK elektronik GmbH) (rk-elektronik)
>> Den Ansatz Gerber mit einem XML Ableger zu ersetzten, hat der IPC vor>> ein paar Jahren versucht. Das hat aber nicht geklappt.>Das kann auch garnicht klappen. Die Formatierung in XML sagt ja nichts>über den Dateninhalt aus, z.B. ist die Hierarchie von Assigments - Lines>und Pads
Man kann diese Anordung mit XML abbilden. XML kann Hierachien und
funktionale Zusammenhänge abbilden, auch wenn XML eher einfach aufgebaut
ist.
> - Library Definitions - Components auf dem Board in Cadstar>ganz anders als in Altium
Sicher, weil es eigene Formate sind.
>- ich habe schon einen Umsetzer geschrieben,>das ist alles andere als trivial und manche Dinge gehen einfach nicht.
Welche? Klar gibt es in den diversen Formaten Spezialfunktionen, die in
anderen Formaten nicht abbildbar sind. Das ist aber nicht der Punkt.
>Soweit ich das noch im Kopf habe, gibt es einige Padformen aus Cadstar>in Altium einfach nicht, und bei Cadstar kann man für jeden Layer das>Pad anders definieren, bei Altium nur innen und aussen usw. Wenn System>A sechseckige Pads kennt und System B nicht, nützt XML überhaupt nichts.
Eben deshalb braucht man ein EINHEITLICH Format, mit dem alle was
anfangen können. Zumindest bis zu einer bestimmten Ebene. Schließlich
MUSS man sich spätesten bei der Produktion wieder bei Gerber & Co
treffen.
>Und das ist nur ein ganz einfaches Beispiel, bei Hi Speed Constraints>z.B. ist Hopfen und Malz verloren.
Dort geht es schon sehr ins Detail, aber ich behaupte mal, auch das ist
machbar, wenn man denn will. Will man aber nicht. Das würde ja die
Kundenknebelung, ähh Kundenbindung lockern. Und es würde Arbeitsplätze
kosten, wobei das in der Industrie noch nie ein Hinderungsgrund war, vor
allem wenn es kommerziellen Gewinn bedeutet hat.
>Auch eine superkomplexe und allumfassende Austausch-Beschreibungssprache>würde daran nichts ändern, dann könnte man zwar Daten von A in den>Konverter einlesen, aber nicht für B ausgeben. Man hätte dann einen>universellen Viewer, aber keinen Konverter.
Wenn man ein allgemein akzeptiertes Format hat, braucht man keinen
Konverter. In anderen Bereichen klappt es doch auch. Ist halt eine
historisch gewachsene Sache, und der (Leidens)druck ist noch nicht hoch
genug. Und sein eigenes Süppchen kochen liegt halt ind der Natur des
Menschen.
Falk Brunner schrieb:> Schließlich> MUSS man sich spätesten bei der Produktion wieder bei Gerber & Co> treffen.
Das geht total an der Sache vorbei. Selbstverständlich kann man in
Gerber auch ein 9eckiges Lötauge ausgeben, in PS auch, aber kein
Layoutsystem kennt sowas. Du bringst die Modellierung einer Leiterplatte
in einem CAD-System durcheinander mit dem Speicherformat, die haben aber
nur begrenzt etwas miteinander zu tun.
Eagle hat ja deinen Wunsch erfüllt, auf XML umzustellen, also ist das
deiner Meinung nach jetzt das universelle CAD-System? In Wirklichkeit
ist alles geblieben wie es vorher war, man kann es nur leichter lesen.
Ganz im Gegensatz zu deinen Verschwörungstheorien denken die meisten
CAD-Programmierer durchaus drüber nach, wie man die Bedienung verbessern
kann, z.B. um Hispeed-Leitungen ebenso einfach zu verlegen wie normale,
aber du hältst ja sowieso alles ausser Gleichstrom für überflüssig. Die
Art von primitiver Elektronik kann man natürlich auch mit Paint
erledigen und weltweit vereinheitlichen, aber die Entwicklung ist längst
weiter. Und nicht alles was du an Neuem nicht verstehst ist zum Betrug
am Kunden eingeführt.
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:> aber du hältst ja sowieso alles ausser Gleichstrom für überflüssig.
Falk bräuchte wohl eher automatische Leitbahnabstände und sowas. ;-)