Endlich umweltfreundlich grillen!

OP #2773331
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Mach man sisch schon mal Gedanken, so wegen Umweltbelastung beim Grillen 
und so. Und wegen zeh-o-zwei sagt mein Pruder. Man was bin isch froh, 
dass wenigstnes Anzünden von Grill jetzt total umweltneutrum! guggst du:

http://www.amazon.de/St%C3%BCck-Anz%C3%BCndw%C3%BCrfel-FIRE-Anz%C3%BCnder-umweltfreundlich/dp/B004L4IGUW/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1343524361&sr=8-5

Hab ich gegrillt heute und total gute Gewissen gehabt und so. Und zu 
meiner Frau isch so: Voll gut das Fleisch heute, was?
OP #2773473
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Kara Benemsi schrieb:
>>Pointe = Umweltneutral
>
> Die Verbrennung von Holz gilt gemeinhin als CO2-Neutral. Scheint ein
> Lehrer-Inisder-Witz zu sein.

Du willst sagen, dass das Verbrennen von 2 kg Kohle für den Hunger von 4 
- 6 Leuten umweltschonender ist als die Steaks und Würstchen in der 
Pfanne zu machen?

http://www.dailygreen.de/2012/07/21/elektrogrill-statt-holzkohle-so-klimaschadlich-kann-grillen-sein-36590.html

Bei nem Faktor 10 würde ich mir da über ökologische ANZÜNDER nun 
wirklich keine Gedanken machen.
(Firma: ...) #2773492
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>Du willst sagen, dass das Verbrennen von 2 kg Kohle für den Hunger von
>4 - 6 Leuten umweltschonender ist als die Steaks und Würstchen in der
>Pfanne zu machen

Ach so, es geht um die Einordnung des Grilens in die global-galaktische 
Energiebilanz. Um die Energiebilanz aufzumachen, müßte man jetzt 
festlegen, ob das Braten mit einem Gas- oder E-Herd erfolgt. Wegen 
Wirkungsgrad und so.

Wäre doch eine nette Aufgabe für den Physik-Unterricht.

Jetzt könnte man weiter Fragen, ob die Energie, die der Server und die 
PCs beim Aufrufen der Webseite benötigen, nicht sinnvoller bei der 
Bekämfpung der Klimakatastrophe hätte eingesetzt werden können.

Schon mal darüber nachgedacht, welche klimabedrohenden Kosequenzen dein 
Thread jetzt ausgelöst hat?
OP #2773522
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Kara Benemsi schrieb:
>>Du willst sagen, dass das Verbrennen von 2 kg Kohle für den Hunger von
>>4 - 6 Leuten umweltschonender ist als die Steaks und Würstchen in der
>>Pfanne zu machen
>
> Ach so, es geht um die Einordnung des Grilens in die global-galaktische
> Energiebilanz. Um die Energiebilanz aufzumachen, müßte man jetzt
> festlegen, ob das Braten mit einem Gas- oder E-Herd erfolgt. Wegen
> Wirkungsgrad und so.

Herzlichen Glückwunsch, ich hatte schon gedacht KEINER versteht es.

Aber es kommt noch schlimmer:

http://www.dailygreen.de/2011/07/07/studie-vom-tuv-rheinland-wie-oko-ist-grillen-24634.html


...95% der CO2-Emissionen gehen vom Grillgut selber aus... Damit ist 
aber nicht das Verkohlen der Würstchen gemeint sondern die sog. 
Herstellung der Tiere, inbesondere der Rinder.

Durch den Kohlegrill kann man diesen Prozentsatz dann vielleicht auf 80% 
drücken.

Um so mehr wird klar, dass Öko-Anzünder keiner braucht.
(Firma: ...) #2773573
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>...95% der CO2-Emissionen gehen vom Grillgut selber aus...

Und was ist mit deiner Pfannenmethode? Fallen die da nicht an? Selbst 
wenn man einen Solarherd benutzt?

>Um so mehr wird klar, dass Öko-Anzünder keiner braucht.

Nur mal so nebenbei: könnte es nicht sein, daß das ganz normale 
Grillanzünder sind, die marketingtechnisch aufgepeppt wurden?

Wie gesagt, ein interessantes Thema für den naturwissenschaftlichen 
Unterricht.
OP #2773615
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Kara Benemsi schrieb:
>>...95% der CO2-Emissionen gehen vom Grillgut selber aus...
>
> Und was ist mit deiner Pfannenmethode? Fallen die da nicht an? Selbst
> wenn man einen Solarherd benutzt?

s.u.

>>Um so mehr wird klar, dass Öko-Anzünder keiner braucht.
>
> Nur mal so nebenbei: könnte es nicht sein, daß das ganz normale
> Grillanzünder sind, die marketingtechnisch aufgepeppt wurden?

So ist es. In der Tat war es so, dass wir grillen wollten, aber keine 
Grillanzünder mehr da waren. Da habe ich den 17-jährigen zum Rewe 
geschickt. Als wir dann die Öko-Werbung auf der Packung gelesen haben, 
haben wir lange und herzlich gelacht.

> Wie gesagt, ein interessantes Thema für den naturwissenschaftlichen
> Unterricht.

Dass der große CO2-Batzen ohnehin vom Fleisch selber kommt, war mir 
jetzt auch neu. Ich dachte, dass die Stunden, die der Grill NACH dem 
Grillen noch glühend heiß ist und der schlechte Wirkungsgrad machen das 
Grillen quasi umweltfeindlich.

Aber es ist dann doch nur ein kleiner Teil der Emissionen. Insofern hab 
ich jetzt auch was gelernt, dass der Pfannenbrutzler sich mitnichten als 
der große Umweltguru hinstellen darf, sondern auch nicht viel "besser" 
ist als der Grill-Bruzzler.

Die Frage, ob die Emissionen und der CO2-Kram tatsächlich DAS ist, was 
unserer Umwelt versaut, seit da mal hintenan gestellt.
OP #2775551
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Florian *.* schrieb:
> Sowas ist Umweltfreundlich, geht aber nicht immmer :
>
> 
http://www.solarzellen-shop.de/solarkocher/solarkocher-sets/solargrill-set-premium-11-fuer-grill-begeisterte.html


vor 3 Tagen hätte ich dir noch Recht gegeben. Doch wenn 90% der 
C02-Emissionen während der Entstehung der Fleisches selber anfallen, ist 
es auch WURSCHT, ob ich mit Solar, Gas oder Holzkohle grille.
Moderator #2775926
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CO₂-neutral heißt einfach, dass der Anzünder keine fossilen Brennstoffe
enthält.

Auch die Kuh bzw. deren Fleisch ist CO₂-neutral, allerdings nicht CH₄-
neutral, weswegen sie/es im dringenden Verdacht steht, trotzdem den
Treibhauseffekt zu fördern.
#2776181
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Man kann ja auch Maiskolben und Kartoffeln grillen
und Paprika mit Käsefüllung,
Brotscheiben mit Olivenöl und Knoblauch sind gegrillt auch sehr lecker.
Oder Süßkartoffeln und nicht vergessen: Fisch & Meeresfrüchte.

Ich zünde den Grill jedoch ausschließlich wegen dem dicken Steak an.
Das andere ist willkommenes Beiwerk.

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