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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kurvenform Ausgangsspannung eines Notrstomaggregats


Autor: Fux (Gast)
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Guten Abend,

die angehängten Bilder zeigen die Kurvenform der Ausgangsspannung von 
einem Notstromaggregat mit Leroy Somer LSA32L9 (1,6 kVA, 220 V, 50 Hz) 
Generator. Das erste Bild wurde mit 100 W Ohmscher Last, das zweite im 
Leerlauf aufgenommen. Eigentlich ging ich von einer relativ sauberen 
Sinusspannung aus, mit solchen Einbrüchen hatte ich nicht gerechnet.

Ist solch eine Kurvenform normal oder stimmt bei diesem Generator etwas 
nicht?

Leider findet man keine Angaben über die reale Kurvenform der 
Ausgangsspannung von Stromaggregaten. Vor allem ein 
Inverter-Stromaggregat hätte ich gerne mal an einem Oszi gesehen.
Die einzigen Bilder die ich zu diesem Thema gefunden habe gibt es hier: 
Beitrag "Output von Synchrongenerator sinusförmig machen"

Die Ausgangsspannung des Generators wurde nach einem 230/8V 1VA Trafo 
zur galvanischen Trennung gemessen. Die Kurvenform mit und ohne Trafo 
unterscheidet sich kaum sichtbar.

Grüße

Autor: jblbj (Gast)
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> Die Kurvenform mit und ohne Trafo
> unterscheidet sich kaum sichtbar.

Woher weißt du das, wenn du, wie du selber schreibst, nur mit Trafo 
gemessen hast?

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Imho sieht das doch recht gut aus. Viele elektronischen Wechselrichter 
sind da viel schlechter und machen z.B. nur Trapez. Einfache Netztrafos 
haben meistens auch einen schlechten Frequenzgang und erlauben nicht 
wirklich Rückschlüsse auf einen sauberen Sinus. Teste deinen Trafo mal 
am öffentlichen Netz.

Autor: hans (Gast)
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> Viele elektronischen Wechselrichter
> sind da viel schlechter

Was ja auch logisch ist

Autor: Fux (Gast)
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@  jblbj und  Matthias

Zuvor habe ich den Trafo am Netz getestet, Bilder hab ich mal angehängt.
Einmal mit 1:10 Taskopf direkt an Phase und einmal Sekundär am Trafo. 
Für eine grobe Beurteilung der Kurvenform dürfte das reichen.
Das gleiche Bild gab es auch am Philips-Oszi, davon gibt's leider keine 
Bilder.

Autor: oh (Gast)
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Warum ist die (sic!) Sinus da so abgeflacht?

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Könnte sein daß das Oszi z.B. auf 300V limitiert ist und den Rest der 
darüber ist einfach abschneidet. Hier wäre wohl ein 1:100-Tastkopf mit 
ausreichender Spannungsfestigkeit besser.

Autor: Michael K. (charles_b)
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Fux schrieb:
> @  jblbj und  Matthias
>
> Zuvor habe ich den Trafo am Netz getestet, Bilder hab ich mal angehängt.
> Einmal mit 1:10 Taskopf direkt an Phase und einmal Sekundär am Trafo.
> Für eine grobe Beurteilung der Kurvenform dürfte das reichen.
> Das gleiche Bild gab es auch am Philips-Oszi, davon gibt's leider keine
> Bilder.

Erdungstechnisch ist das ja ein interessanter Aufbau. Ich dachte immer, 
Messungen am Netz seien mit einem netzbetriebenen Oszi eher gefährlich.

Ist das der Standardaufbau, der zum Nachahmen empfohlen wird?

Autor: U. B. (pasewalker)
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> Warum ist die (sic!) Sinus da so abgeflacht?

http://www.mikrocontroller.net/attachment/151349/netz.jpg

So sieht die Netzspannung immer aus, wenn starke Belastung mit 
Brückengleichrichtung und grossen Ladekondensatoren angeschlossen ist.

5% Klirrfaktor im Industrienetz ist nicht ungewöhnlich.

Autor: Fux (Gast)
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> Erdungstechnisch ist das ja ein interessanter Aufbau. Ich dachte immer,
> Messungen am Netz seien mit einem netzbetriebenen Oszi eher gefährlich.

Das Oszi, bzw. dessen Masse hängt an PE. Der Messeingang des Tastkopfs 
hängt an der Phase. Ich sehe hier kein Problem.
Was du meinst, ist vermutlich dass die Masse vom Oszi ausversehen an 
Phase gelegt werden könnte, wenn dann auch noch der Schutzleiter am Oszi 
defekt ist hat das ganze Gehäuse Netzspannungspotential.

Autor: mess_knecht (Gast)
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Die Oszis sind ja richtige Antiquitäten! Ist da mal jemand mit 
Schmirgelpapier über die CRT des Philips´ gegangen? :-)

Autor: Michael K. (charles_b)
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Fux schrieb:
>> Erdungstechnisch ist das ja ein interessanter Aufbau. Ich dachte immer,
>> Messungen am Netz seien mit einem netzbetriebenen Oszi eher gefährlich.
>
> Das Oszi, bzw. dessen Masse hängt an PE. Der Messeingang des Tastkopfs
> hängt an der Phase. Ich sehe hier kein Problem.
> Was du meinst, ist vermutlich dass die Masse vom Oszi ausversehen an
> Phase gelegt werden könnte, wenn dann auch noch der Schutzleiter am Oszi
> defekt ist hat das ganze Gehäuse Netzspannungspotential.

Das kann aber nicht passieren, wenn man den Netzstecker um 180 Grad 
dreht oder?

Punkt ist, dass ich mir gerne mal die Netzspannung bei uns ansehen 
möchte - allerdings möchte ich da weder mein Oszi noch mich selber 
abfackeln.

Autor: Fux (Gast)
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> Das kann aber nicht passieren, wenn man den Netzstecker um 180 Grad
> dreht oder?

PE ist bei Schuko immer gleich kontaktiert.
Solange du die Masse vom Oszi nirgendwo anders anklemmst, dürfte* nichts 
passieren.

> Punkt ist, dass ich mir gerne mal die Netzspannung bei uns ansehen
> möchte - allerdings möchte ich da weder mein Oszi noch mich selber
> abfackeln.

Achte darauf, dass dein Tastkopf und Oszi Netzspannung aushalten. Der 
Voltcraft-Taskopf kann maximal 600VDC ab, bei den etwa 325V 
Scheitelspannung geht das. Solange man nur die Messpitze verwendet, 
dürfte* nichts passieren.

An dem Ergebnis deiner Messung bin ich natürlich interessiert.

*auf eigene Gefahr ;)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Das ist der normale Netzsinus, so wie ich ihn hier auch messe 
(Wohngebiet Dorf).
Geht z.B. auch galvanisch getrennt über einen 50Hz Halogentrafo. Dessen 
Bandbreite reicht dafür.

Autor: gzifgzigzlfg (Gast)
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Wie so oft:
Das Thema ist nix neues
Beitrag "Sinus der Netzspannung mit dem Oszi messen"

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