Hallo,
ich möchte ein analoges Zeigerinstrument durch eine LED Balkenanzeige
mit 100 LED's ersetzen. Im Betrieb sollte dann immer nur eine LED
leuchten. Gedacht ist dies für ein Ohmmeter. Bis jetzt habe ich einen
Treiber IC (LM3914) gefunden der pro IC 20 LED's ansteuern kann. Gibt es
noch eine bessere Lösung um die Schaltung Stromsparender und
komprimierter bauen zu können?
MfG
Der Hobbybastler
Ich schließe mich da mal oszi40 an. Ein Drehspulinstrument hat oft einen
Vollausschlag bei ein paar hundert µA. Auch die hellsten lc-LEDs sind
erst ab 2mA zu erkennen.
Und dann fehlt noch Spannungswandler für die ebenfalls stromfressende
Ansteuerung.
Stromverbrauch ist kein Argument für den Wechsel von Analog auf
LED-Anzeige. Wenns um eine besseres Ablesen geht, dann doch ein
Digitaldisplay.
Der Hobbybastler schrieb:> Hallo,>> ich möchte ein analoges Zeigerinstrument durch eine LED Balkenanzeige> mit 100 LED's ersetzen. Im Betrieb sollte dann immer nur eine LED> leuchten. Gedacht ist dies für ein Ohmmeter. Bis jetzt habe ich einen> Treiber IC (LM3914) gefunden der pro IC 20 LED's ansteuern kann.
Der LM3914 i s t die beste Lösung für Dein Problem. Du kannst
aber nicht erwarten, das dann die Anzeige auch 1% Genauigkeit hat.
Gruss
Harald
Waaahhh, das gute Zeigerinstrument :( Ist zwar schön, wenn was leuchtet
und sowas, aber willst du nicht lieber ein digitales umbauen?
Zeigerinstrumente sind meiner Meinung nach die besten und genauesten
Instrumente, gerade wenn es Ohmmeter sind, und sollten nicht mit sowas
"verschönert" werden.
Christian Str schrieb:> Waaahhh, das gute Zeigerinstrument :( Ist zwar schön, wenn was leuchtet
Es gibt auch beleuchtete Zeigerinstumente. :-)
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Christian Str schrieb:>> Waaahhh, das gute Zeigerinstrument :( Ist zwar schön, wenn was leuchtet>> Es gibt auch beleuchtete Zeigerinstumente. :-)> Gruss> Harald
Meinst du die mit Radium? ;)
Klar, wenn die Skala beleuchtet wird, ist natürlich nix dagegen
einzuwenden...aber den Zeiger durch LEDs zu ersetzen...tzzzzz ;)
> ich möchte ein analoges Zeigerinstrument durch eine> LED Balkenanzeige mit 100 LED's ersetzen.
Ich hoffe mal, du machst das, weil du für das Zeigerinstrument eine
bessere Verwendung hast, bei dem es mehr zur Geltung kommt oder weil du
es schonen möchtest.
Wenn nicht: Es sind schon Leute wegen weniger gesteinigt worden.
Karl Heinz Buchegger schrieb:>> ich möchte ein analoges Zeigerinstrument durch eine>> LED Balkenanzeige mit 100 LED's ersetzen.>> Ich hoffe mal, du machst das, weil du für das Zeigerinstrument eine> bessere Verwendung hast, bei dem es mehr zur Geltung kommt oder weil du> es schonen möchtest.>> Wenn nicht: Es sind schon Leute wegen weniger gesteinigt worden.
Man könnte ja den Zeiger abkneifen und entlang der Skala
Loch an Loch bohren. :-)
Gruss
Harald
> ich möchte ein analoges Zeigerinstrument durch eine> LED Balkenanzeige mit 100 LED's ersetzen.
Zeigerinstrumente sind in der Regel potentialfrei eingebaut. Deine LED
brauchen Massebezug und Betriebsspannung. Für Potentialfreiheit kriegst
du riesige Probleme.
> Gibt es noch eine bessere Lösung um die Schaltung Stromsparender> und komprimierter bauen zu können?
Ja. Ein Microcontroller. Du bist im richtigen Forum. Beispielsweise ein
ATmega8. Du schaltest die 100 LEDs als 10x10 Matrix, an die 10 Zeilen je
einen Vorwiderstand passend zu Betriebsspannung und LEDs von
(5V-2.1V)/0.02A = 150 Ohm, und schliesst an einen Analogeingang das an,
was deinen Ohmwert vorgibt, also vermutlich den Widerstand der zu messen
ist an eine Konstantstromquelle die auf 5V versorgt wird.
+5V --+-------+
| |
LM334 +-----+ LED (1 von 100)
| | |---|>|--+
+----|A/D | |
| | |--150R--+
R +-----+ (1 von 10)
| |
GND --+-------+
Das Programm lässt dann genau einer der 100 LEDs aufleuchten, in dem sie
die zugehörige Spalte (1 von 10) auf Masse und die zugehörige Zeile (1
von 10) auf HI schaltet.
Das spart nicht nur jede Menge aufwand, ist in der Summe billiger,
sondern 10 LM3914 hintereinander kaskadiert lassen auch nciht eine LED
leuchten, sondern durch kleinste Störungen leuchten 2 bis 3
nebeneinanderliegende auf, so gering sind die Spannungsunterschiede die
die Grenzen darstellen.
Ist vllt. ein bischen fummelig, aber man kann doch eine winzige SMD LED
auf die Spitze des Zeigers basteln :-P
Aus einem Strahlenmessgerät (Szintillationssonde) hatte ich auch mal ein
Lichtzeiger Instrument. Das sah richtig cool aus und war sauempfindlich.
Übrigens ist der SAA1064 ein I2C Portexpander für 32 LEDs, mit 3 Stück
wäre es also möglich, eine Kette von 96 LEDs anzusteuern. Das wurde
sogar mal in einem älteren Elektroauto als Tacho und Ladezustandsanzeige
benutzt, dem Kewet aus Norwegen.
Danke für die vielen Beiträge.
(MaWin) mich würde mal Interessieren wie die LEDs genau an den ATmega8
angeschlossen werden und wie das Programm dafür aussehen müsste? Ich
habe leider noch keine Vorstellung wie das gehen soll. Könntest du
eventuell einen Plan zeichnen? Danke!
> Könntest du eventuell einen Plan zeichnen? Danke!
Nein, kann ich nicht, das sind nämlich 100 LEDs,
und 100 Zeilen Code.
Es ist eine ganze normale Matrix, mit dem Unterschied,
daß wirklich nur 1 LED zu einer Zeit leuchtet, also
20mA ausreichen.
Schaltung ungefähr wie in
http://www.conrad.de/ce/de/product/902766/Conrad-Retro-Spiel-Ping-Pong-Bausatz
Harald Wilhelms schrieb:> Der LM3914 i s t die beste Lösung für Dein Problem.
Der LM3914 w ä r e die beste Lösung für sein Problem, wenn er nur 10
LEDs ansteuern wollte.
Für 100 LEDs bleibt es bei der Lösung mit Mikrocontroller, am besten per
Matrix.
So kann man auch ein schönes Nachglimmen implementieren, was ein
Messwertbeurteilung erleichtert. Auch eine pseudoanaloge Anzeige von
Zwischenwerten wäre möglich. Am Ende sieht das dann sogar noch gut
aus...
Noname schrieb:> Mensch, für ein Klasse 1, 10uA würde ich glatt 'nen Mord begehen.
Ich habe noch ein Vielfachmessgerät mit 100.000 Ohm pro Volt.
Eigentlich war das im praktischen Betrieb eher unpraktisch, da
der Zeiger durch die Eigendämfung immer ziemlich lange brauchte,
bis er den Endwert erreichte. Typische, bezahlbare Vielfachinsrtu-
mente hatten damals 20.000 Ohm pro Volt.
Gruss
Harald
Noname schrieb:> @ Harald Wilhelms>>>Man könnte ja den Zeiger abkneifen...>> Mit Dir rede ich nicht mehr. ;-)
Das Posting war als direkte Antwort auf den Beitrag von (kbuchegg)
gedacht. In Wirklichkeit würde ich soetwas natürlich nie tun!
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Noname schrieb:>> @ Harald Wilhelms>>>>>Man könnte ja den Zeiger abkneifen...>>>> Mit Dir rede ich nicht mehr. ;-)>> Das Posting war als direkte Antwort auf den Beitrag von (kbuchegg)> gedacht. In Wirklichkeit würde ich soetwas natürlich nie tun!> Gruss> Harald
Wir haben ja auch noch Respekt vor Analoggeräten :)
Ich würde das Thema gerne noch einmal aufgreifen für mein eigenes
Projekt.
Wäre eine LED Matrix auch für einen umschaltbaren Betrieb von Punkt auf
Balkenanzeige geeignet? Was müsste man tun, damit der Mikroprozessor bei
100 leuchtenden LED's nicht das Zeitliche segnet?
Gibt es eine Möglichkeit, die LED Matrix zu Takten um Strom zu sparen?
Wie würde die Schaltung hierfür aussehen?
Wie Programmiert man den Nachglimmeffekt?
Ulli. H. schrieb:> Was müsste man tun, damit der Mikroprozessor bei> 100 leuchtenden LED's nicht das Zeitliche segnet?
Wieso sollte er das tun? Man speist die LEDs ja nicht direkt aus dem
Controller, sondern benutzt Treiberlein. Wenn man Charlieplexing
benötigt, dann müssen es welche sein, die Sink und Source unterstützen,
also z.B. Gegentakttreiber.
Ich habe an einem MSP430 2 LED-Bars mit je 2 x 51 LEDs (also 51
2-farbige Segmente = 102 LEDs)als Balken,- Dot- oder kombinierte Anzeige
1:7 gemultiplext in Betrieb. Da sind 28 Anoden- und 8 Kathodentreiber
vorgesehen, direkt am µC geht das natürlich nicht. 36 I/O-Ports werden
gebraucht.
Ulli. H. schrieb:> Ich würde das Thema gerne noch einmal aufgreifen für mein eigenes> Projekt.
Dann mach einen eigenen Thread auf, statt eine über 8 Jahre(!) alte
Thread-Leiche ausbuddeln!
> Wäre eine LED Matrix auch für einen umschaltbaren Betrieb von Punkt auf> Balkenanzeige geeignet? Was müsste man tun, damit der Mikroprozessor bei> 100 leuchtenden LED's nicht das Zeitliche segnet?> Gibt es eine Möglichkeit, die LED Matrix zu Takten um Strom zu sparen?
Und tue dir und vor allem uns den Gefallen und informiere dich zumindest
mal in Grundzügen über eine LED-Matrix. Z.B. ist eine solche immer
"getaktet" und eine Unterscheidung von Punkt- vs. Bandbetrieb gibt es
auch nicht.
> Wie Programmiert man den Nachglimmeffekt?
Keine Ahnung. Was soll das sein?
Axel S. schrieb:>> Wie Programmiert man den Nachglimmeffekt?>> Keine Ahnung. Was soll das sein?
Die LEDs sollen zackig schnell an gehen, aber langsam ausgehen, z.B.
wenn plötzlich Pegel wieder weg ist.
Lustig finde ich, dass ohne Verständnis des Multiplexing gleich nach so
einem Speziellen Feature gefragt wird.
Ulli. H. schrieb:> der MikroprozessorLM3914 kaskadieren = nix Mikroprozessor
Ich habe die Vermutung, dass bald noch Fragen zur Programmierung
kommen...
mfg mf
Ulli. H. schrieb:> Wäre eine LED Matrix auch für einen umschaltbaren Betrieb von Punkt auf> Balkenanzeige geeignet?
Die Besonderheit an Hobbybastlers Problem von vor 8 Jahren war, dass er
nur 1 LED (Dot-Betrieb) leuchten lassen wollte. Da kann er 10 x 10 LED
mit 10 Vorwiderständen direkt an 20 I/YO eines uC anschliessen ohne
Zusatzelektronik.
Wenn du eine Bar willst, also schlechtestenfalls 100 leuchtende LEDs
wird der Zeilenstrom grösser als 20mA und der uC überlastet, du brauchst
externe Treiber. Bei einer 20 x 5 Matrix mit 4mA durchschnittlichem LED
Strom reichen 5 BC368 als 400mA Zeilentreiber und die LEDs kommen über
Vorwiderstände direkt an 20 uC I/Os, bei 20mA durchschnittlichem LED
Strom braucht man dickere 2A P-MOSFETs in den Zeilen auch für die
Spalten 100mA Treiber, z.B. einzelne BC547 oder CAT4016 mit denen man
sich gleich die Vorwiderstände spart.
> Gibt es eine Möglichkeit, die LED Matrix zu Takten um Strom zu sparen?
Nein.
> Wie Programmiert man den Nachglimmeffekt?
In Software über PWM der uC muss das nur schnell genug können, also
Arduino-Code reicht da wohl nicht, Assembler muss es aber auch nicht
gleich sein.
Man hat 100 (8-bit) Zahlen als Array im uC gespeichert, darin steht wie
hell jede LED sein soll, und die Multiplex-Funktion schaltet jede LED
nur so lange ein. Dazu müsste sie 256 x schneller multiplexen als sonst,
sonst wäre 100Hz Minimum, dann also 25kHz. Schaffbar, und man spart sich
den Vergleich wenn man bitweise arbeitet, Multiplex also in 20us, 40us,
80us, 160us, 320us, 640us, 1.2ms, 2.4ms, 4.8ms und jeweils ein bit des 8
bit Zahlenwerts betrachten ob die LED an oder aus sein soll. Man muss
auch nicht auf 8 bit auflösen, 6 reichen sicherlich auch und damit 80us
kürzeste Interrupt-Zeit.
Axel S. schrieb:> Ulli. H. schrieb:>> Ich würde das Thema gerne noch einmal aufgreifen für mein eigenes>> Projekt.>> Dann mach einen eigenen Thread auf, statt eine über 8 Jahre(!) alte> Thread-Leiche ausbuddeln!
Wozu einen neuen Thread aufmachen, wenn es um das selbe Thema geht?
Achim M. schrieb:> Axel S. schrieb:>>> Wie Programmiert man den Nachglimmeffekt?>>>> Keine Ahnung. Was soll das sein?>> Die LEDs sollen zackig schnell an gehen, aber langsam ausgehen, z.B.> wenn plötzlich Pegel wieder weg ist.
Genau. Es ist natürlich das Dimmen gemeint.
Achim M. schrieb:> Lustig finde ich, dass ohne Verständnis des Multiplexing gleich nach so> einem Speziellen Feature gefragt wird.
Ich wollte mir das Nachfragen sparen.
Achim M. schrieb:> Ich habe die Vermutung, dass bald noch Fragen zur Programmierung> kommen...
Sind solche Fragen in diesem Forum etwa nicht gestattet?
Ich bräuchte also eine 10 x 10 Matrix um 10 LED-Arrays mit jeweils 10
LED's zu betreiben?
Würdet Ihr mir hierfür die Schaltungsvariante (Ansteuerung über MOSFETs)
empfehlen, wenn die Schaltung mit 2 AA-Akkus betrieben werden soll?
Mit welcher Schaltung könnte ich den Stromverbrauch so gering wie
möglich halten.
Moin,
Ulli. H. schrieb:> Ich bräuchte also eine 10 x 10 Matrix um 10 LED-Arrays mit jeweils 10> LED's zu betreiben?
10 ist eine ganz bloede Zahl. Zahlen wie 2, 4, 8, 16,.. sind viel
schoener.
Ulli. H. schrieb:> Würdet Ihr mir hierfür die Schaltungsvariante (Ansteuerung über MOSFETs)> empfehlen, wenn die Schaltung mit 2 AA-Akkus betrieben werden soll?> Mit welcher Schaltung könnte ich den Stromverbrauch so gering wie> möglich halten.
Ich wuerd' die Schaltung ganz ohne Akku aufbauen, dann ist der
Stromverbrauch am geringstmoeglichsten.
SCNR,
WK
Ulli. H. schrieb:> Würdet Ihr mir hierfür die Schaltungsvariante (Ansteuerung über MOSFETs)> empfehlen, wenn die Schaltung mit 2 AA-Akkus betrieben werden soll?
Was soll da eine Schaltungsvariante bringen ?
100 LEDs brauchen erheblich zu viel Strom, zumal sie bei den 1.8....2.4V
von 2 Akkuzellen sowieso nicht leuchten, also ein step up Regler nötig
ist.
Vergiss es einfach.
Tamagotchi nutzt LCD.
Ulli. H. schrieb:> Axel S. schrieb:>> Ulli. H. schrieb:>>> Ich würde das Thema gerne noch einmal aufgreifen für mein eigenes>>> Projekt.>>>> Dann mach einen eigenen Thread auf, statt eine über 8 Jahre(!) alte>> Thread-Leiche ausbuddeln!>> Wozu einen neuen Thread aufmachen, wenn es um das selbe Thema geht?
Es geht aber nicht um das selbe Thema. Eine LED-Matrix ist etwas
vollkommen anderes als 10 kaskadierte LM3914, um 100 LEDs als Band
anzusteuern.
> ich möchte ein analoges Zeigerinstrument durch eine LED Balkenanzeige> mit 100 LED's ersetzen.
Ein analoges Zeigerinstrument hat eine bessere Auflösung.
> Ein analoges Zeigerinstrument hat eine bessere Auflösung.
Aber nicht im d0nklen!
100 LEDs sind deutlich heller!
Ansteuern ist einfach mit 13 x HC595.
Ferkel schrieb:>> Ein analoges Zeigerinstrument hat eine bessere Auflösung.> Aber nicht im d0nklen!> 100 LEDs sind deutlich heller!
Wenn im dunklen von 100 LEDs nur eine Leuchtet, woher erkenne ich dann,
welche das ist?
Nimm so ein Board. Da hast du etwas mehr als 100 LEDs nebeneinander und
zudem genug Platz, um die Skala leuchtend zu beschriften und den
Messwert numerisch auszugeben. Das Board hat einen analogen Eingang.
Wenn du es ganz freaky machen willst, bindest du es ins WLAN ein und
schreibst eine App dazu.
> Ein analoges Zeigerinstrument hat eine bessere Auflösung.
Auch bei Netzteilen (bei denen Digital-Anzeige nicht immer von Vorteil
ist).
(auch im dunkeln, es soll Lampen/LEDs zur Beleuchtung geben, ausserdem
arbeitet kein Mensch im Dunkeln)
> und eine Unterscheidung von Punkt- vs. Bandbetrieb gibt es auch nicht.
gibt es typ.weise bei LED-VU-Metern.
> Ein analoges Zeigerinstrument hat eine bessere Auflösung.
Ferkel schrieb:
> Aber nicht im dunklen!> Wenn im dunklen von 100 LEDs nur eine Leuchtet,> woher erkenne ich dann, welche das ist?Ferkel schrieb:> Dann mach ich das Licht an. Was sonst?
Kannst du im Licht nicht ebenso gut analoge Instrumente ablesen?
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wenn im dunklen von 100 LEDs nur eine Leuchtet, woher erkenne ich dann,> welche das ist?
Indem die anderen 99 auch etwas leuchten. Und vielleicht jede 10te noch
etwas heller, aber nur eine mit voller Helligkeit.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wenn du es ganz freaky machen willst ...
Richtig 'freaky' ist ein analoges Meßwerk! Und davon abgesehen ist es
auch übersichtlicher, insbesondere wenn man mehrere Werte im Blick
behalten möchte.
Mohandes H. schrieb:> Richtig 'freaky' ist ein analoges Meßwerk
Macht heute keiner mehr.
Ist zu träge und der Zeiger neigt zum overshoot, ist also kein Messwert
sondern bloss ein Schätzwert.
Während meine alten HiFi Geräte mit LED VU-Meter oder VFD alle noch
funktionieren, ist beim Tonband der Kleber von der Drehspule abgefallen,
damit die Lagerung des Zeigers defekt, der Draht von der Spule
abgerissen, das Messwerk defekt, also auch noch miese Haltbarkeit bei
dem mechanischen Müll.
>Macht heute keiner mehr.
Stimmt so nicht.
Das Messwerk wird oft eingespart wegen Preis.
>Ist zu träge und der Zeiger neigt zum overshoot,
Der Zeiger ist meist schnell genug. (Digital-Anzeigen sind viel
langsamer)
Und warum sollte der zum overshoot neigen?
Dieter D. schrieb:> Auch bei den analogen Aussteuerungsanzeigen gab es unterschiedliche> Qualitäten.
Keine mit masselosen Zeigern.
MCUA schrieb:> Und warum sollte der zum overshoot neigen?
Weil ein Zeiger eine Masse hat.
>> Und warum sollte der zum overshoot neigen?> Weil ein Zeiger eine Masse hat.
Nicht bei entspr. (langsamer) Ansteuerung.
Es gibt/gab Zeigerinstrumente mit extra Anpass-Verstärker.
Es muss nicht schlecht sein, nur weil es mechanisch ist.
MCUA schrieb:> Nicht bei entspr. (langsamer) Ansteuerung.> Es gibt/gab Zeigerinstrumente
Klar, damit er noch langsamer wird, Herr wirf Hirn.
Nicht alles ist ein Tachometer.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Nimm so ein Board. Da hast du etwas mehr als 100 LEDs nebeneinander und> zudem genug Platz, um die Skala leuchtend zu beschriften und den> Messwert numerisch auszugeben. Das Board hat einen analogen Eingang.
Tja. Jetzt bist du auch auf den Thread-Kaperer reingefallen. Das
Analog-Instrument mit LED ersetzen wollte einer vor 8 Jahren ...
Axel S. schrieb:> Tja. Jetzt bist du auch auf den Thread-Kaperer reingefallen. Das> Analog-Instrument mit LED ersetzen wollte einer vor 8 Jahren ...
Der von Ulli. H. hat sich an diesen Thread angehängt und darauf bezogene
Fragen gestellt. Man kann also schon davon ausgehen, dass er etwas
ähnliches bauen will. Solange er sich nicht zur Größe der LEDs äußert,
ist meine Antwort mit der OLED Anzeige nicht ganz falsch.
MaWin schrieb:> Klar, damit er noch langsamer wird, Herr wirf Hirn.
Mache erst mal vor, dass Du schneller die Aussteuerungspotis nachstellen
kannst, als wie sich die Zeiger bewegen.
Es gab dafür extra gedämpfte Instrumente am Mischpult. Zum Beispiel
waren da extra Spitzenwertdetektoren mit einer langsamen
Abfallzeitkonstante. Die Zeiger fielen dann richtig langsam zurück und
eine Umschaltung für die Mittelwertanzeige. Das gibt es natürlich für
die LED-Anzeigen auch, sind aber meist dann beide zugleich vorhanden, so
dass nicht mehr umgeschaltet werden muss. Heute ist da ein Monitor auf
dem alles angezeigt und eingestellt wird, bzw. die Potis auf dem
Mischpult können beliebig belegt werden.
D.h. wenn der TO das mit dem Ersatz wirklich gut machen möchte, dann
ersetzt er das durch zwei LED-Balkenanzeigen, eine für den Spitzenwert
und eine für den Mittelwert. Genug Platz für beide Anzeigen sind in der
Regel vorhanden. Ganz brauchbar funktioniert das mit zwei
8x8-Matrixanzeigen (I2B oder SPI) nebeneinander. Zur Not kann man das
auch mittels einem 8-bit Ausgang multiplexen.
> Es gab dafür extra gedämpfte Instrumente am Mischpult.
Genau. Diese Dämpfung geht in 2 Richtungen.
Von wegen schneller schneller schneller.
Was es auch gab/gibt: In das Messinstrument integrierte (3mm) LEDs zur
(VU)Spitzenwertanzeige, die dann kurzzeit. gespeichert wurde.
Mit einem passenden Verstärker für das Messinstrument kann man Alles
machen.
Die Auflösung ist definitv besser als bei LED-Anzeigen.
MaWin schrieb:> Mohandes H. schrieb:>>> Richtig 'freaky' ist ein analoges Meßwerk>> Macht heute keiner mehr.
War übrigens mit ;-) gemeint. Was freaky ist, ist für jeden anders.
Gemacht wird es heute kaum mehr, weil es einfach Kostengründe hat.
Mechanik ist immer teuer - wir erleben gerade das Aussterben des
mechanischen Zeitalters (etwas überspitzt gesagt). "Mechanik ist der
Luxus der Zukunft" sagte ein Chefentwickler von BMW.
Trotzdem, wenn ich z.B. vor einer Batterie von Meßgeräten sitze, dann
sind analoge Anzeigen übersichtlicher als blinkende LEDs. Hat alles
seine Berechtigung. Ich persönlich bevorzuge analoge Anzeigen an einem
Labornetzteil, digitale wenn es präzise sein soll.
Der Vorteil von analogen Instrumenten ist das diese keine zusätzliche
Stromversorgung benötigen. Es entfällt damit bei passiven Anwendugen der
Aufwand zusätzlicher galvanischen Trennung entweder bei der Versorgung
oder Signalübertragung.
Die mechanikfreien Balkenanzeigen mit höheren Auflösungen, die eine
Konkurrenz zu den analogen Anzeigen hätten werden können, floppten auf
Grund des Preises vor gut über einem Jahrzehnt gegenüber den analogen
Versionen.
Hallo,
Ulli. H. schrieb:> Wäre eine LED Matrix auch für einen umschaltbaren Betrieb von Punkt auf> Balkenanzeige geeignet? Was müsste man tun, damit der Mikroprozessor bei> 100 leuchtenden LED's nicht das Zeitliche segnet?
und
> Wie Programmiert man den Nachglimmeffekt?
Schau dir mal den MAX7219 b.z.w. MAX7221 an.
https://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/MAX7219-MAX7221.pdf
Das ist ein Multiplex-Baustein, der über SPI mit einem Mikrokontroller
verbunden 8-Siebensegmentanzeigen oder 64 einzelne LEDs betreiben kann.
Um auf 100 LEDs zu kommen kann man einfach 2 dieser Bausteine
kaskadieren. Die Helligkeit der Anzeige wird über einen externen
Widerstand vorgegeben und kann dann über Programmierung in 31 (7219)
b.z.w. 15 (7221) Stufen reduziert werden.
Da die Bausteine viel Funktion übernehmen, ist die eigentliche
Programmierung ziemlich simpel. Ich habe hier eine Bastelei, bei der der
eine Baustein eine von 64 LEDs leuchten lässt, wobei jede LED einem
bestimmten Messwert entspricht und der andere Baustein
8-Siebensegmentanzeigen ansteuert, die dann 2 andere Messwerte
nummerisch anzeigen.
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