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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf SOLCOM seriös?


Autor: Paul (Gast)
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Hallo,

ich habe ein Angebot von SOLCOM bekommen. Bevor ich meine Daten dort hin 
schicke, würde ich gerne wissen, wie diese Firma arbeitet. Hat jemand 
Erfahrungen mit SOLCOM?

Autor: g. b. (gunb)
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SOLCOM - nie gehört.

1x gegoogelt.

-> Leihbude, Dienstleister. Seriös? LOL!

Frage beantwortet.


P.S.: Traurig, dass in D das Mitverdienen von Dritten an der Arbeit 
eines Ingenieurs zur Regel geworden ist. Noch trauriger, dass unter den 
Ingenieuren kein Widerstand entsteht. Muss an der naiv erzogenen neuen 
Generation liegen ?!?


WEHRT EUCH!

Autor: genervt (Gast)
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Gun B. schrieb:
> Noch trauriger, dass unter den
> Ingenieuren kein Widerstand entsteht. Muss an der naiv erzogenen neuen
> Generation liegen ?!?

Ich frag mich, wer hier NAIV ist! Du scheinst kein Ingenieur zu sein.

Autor: Jürgen W. (lovos)
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Die Projektangebote sind sähr (Aussprache in RT!) spärlich beschrieben.
Da steht überall "interessantes und spannendes" Projekt.
Wenn man anruft, dann bekommt man die Einladung zum Telefon-Interview.
Lehnt man daraufhin das Projektangebot ab, sind die von Solcom sauer.

SO viel anders als die anderen (Hayz, Gulp, ...) sind die auch nicht. 
Daten kann man schon hinschicken.

Autor: g. b. (gunb)
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genervt schrieb:
> Gun B. schrieb:
>> Noch trauriger, dass unter den
>> Ingenieuren kein Widerstand entsteht. Muss an der naiv erzogenen neuen
>> Generation liegen ?!?
>
> Ich frag mich, wer hier NAIV ist! Du scheinst kein Ingenieur zu sein.

Ach,

und warum nicht? Erzähl mal.

Autor: g. b. (gunb)
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Jürgen G. schrieb:
> Die Projektangebote sind sähr (Aussprache in RT!) spärlich beschrieben.
> Da steht überall "interessantes und spannendes" Projekt.
> Wenn man anruft, dann bekommt man die Einladung zum Telefon-Interview.
> Lehnt man daraufhin das Projektangebot ab, sind die von Solcom sauer.
>
> SO viel anders als die anderen (Hayz, Gulp, ...) sind die auch nicht.
> Daten kann man schon hinschicken.

Eben, wie immer bei den Dienstleistern ist alles "interessant", 
"motiviert", "jung & dynamisch" - das ganze Standard-BlaBlaBla. Seit 
Schröder ist der Großteil des Arbeitsmarktes auf mitverdienende 
Dienstleister umgestellt worden, die sich eine goldene Nase am Jungvolk 
der Ingenieursabsolventen verdienen. Und das ist einfach nur armselig.

Autor: genervt (Gast)
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Seit wann leisten Ingenieure Widerstand?

Autor: g. b. (gunb)
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genervt schrieb:
> Seit wann leisten Ingenieure Widerstand?

Da hast du allerdings vollkommen recht. Und doch, ich bin Ingenieur, 
schon länger, nur eben kein Mitläufer unter treudummen Schafen, die mit 
der Masse rumblöken. Eher der Wolf im Schafspelz - LOL

;-)

Autor: c. m. (camikusch)
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genervt schrieb:
> Seit wann leisten Ingenieure Widerstand?

seit wann leistet irgendeine gruppe widerstand der es auch verdient so 
bezeichnet zu werden?

Autor: Jürgen W. (lovos)
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> Seit wann leisten Ingenieure Widerstand?

Ich wüsste nicht, gegen wen und was eine Berufsgruppe Widerstand leisten 
soll. Vielleicht gegen ökonomische Axiome wie der Preisbildung aus 
Angebot und Nachfrage?
Es ist halt so, dass in der Vergangenheit in den Medien ein MINT-Bedarf 
propagiert wurde. Somit ist die Anzahl der MINT-Akademiker gestiegen und 
stehen einer gleichbleibenden Anzahl von offenen Stellen gegenüber.

Soll man jetzt Krieg gegen die Medien führen?

Autor: Steel (Gast)
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|--------|
|---[ ]--|

Widerstand ist zwecklos!!! Höhöhöhö

Autor: g. b. (gunb)
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Jürgen G. schrieb:
>> Seit wann leisten Ingenieure Widerstand?
>
> Ich wüsste nicht, gegen wen und was eine Berufsgruppe Widerstand leisten
> soll. Vielleicht gegen ökonomische Axiome wie der Preisbildung aus
> Angebot und Nachfrage?
> Es ist halt so, dass in der Vergangenheit in den Medien ein MINT-Bedarf
> propagiert wurde. Somit ist die Anzahl der MINT-Akademiker gestiegen und
> stehen einer gleichbleibenden Anzahl von offenen Stellen gegenüber.
>
> Soll man jetzt Krieg gegen die Medien führen?

Beispiel Ärzte. Ob man das gut oder schlecht findet, unabhängig davon 
zeigt diese Berufsgruppe präsenz und kämpft für ihre Ziele.

Beispiel Flugbegleiter: Ob man das gut oder schlecht findet, unabhängig 
davon zeigt diese Berufsgruppe präsenz und kämpft für ihre Ziele.

Beispiel Piloten: Ob man das gut oder schlecht findet, unabhängig davon 
zeigt diese Berufsgruppe präsenz und kämpft für ihre Ziele.

Beispiel Lokführer: Ob man das gut oder schlecht findet, unabhängig 
davon zeigt diese Berufsgruppe präsenz und kämpft für ihre Ziele.

Beispiel, Beispiel, Beispiel...

Und wo sind die von gut verdienenden Dienstleistern ausgebeuteten 
Ingenieure?

Die kommen wie du aus der Versenkung, wenn jemand deren Trägheit und 
Untertänigkeit kritisiert - und finden am Ende nur Gründe, ihren 
desolaten Status Quo auch noch zu rechtfertigen.

Also, du tust mir auch leid, wenn du glaubst, es handele sich hier noch 
um Angebot und Nachfrage von MINT-Berufen - alleine dieser Begriff ist 
ein Unwort.

Hat's vor 2000 alles nicht gegeben, da regelte sich das Verhältnis auch 
von selbst. Und da hat der Ingenieur beim Arbeitgeber wenigstens 
verdient, ohne dass diese Nieten in Nadelstreifen der 
Dienstleister-Mafia den besten Teil abschöpft.

War selbst mal bei einem bekannten Anfang 2000. Da mussten die Kunden 
wenigstens noch nach einmal Verlängerung den Arbeitnehmer fest 
übernehmen - zum Vorteil der Kunden & Dienstleister lange abgeschafft.

Ob den meisten Angestellten beim Dienstleister bewusst ist, wie viel ihr 
Arbeitgeber beim Kunden an ihnen verdient?

Autor: Jürgen W. (lovos)
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Wieder ein Fall von Äpfel mit Birnen vergleichen.
Ärzte, Flugbegleiter, Piloten, Lokführer können niemals mit Ingenieure 
verglichen werden, da

1. sie arbeiten direkt für die breite Masse der Bevölkerung, ein 
Niederlegen ihrer Arbeit ist sofort für die Masse spürbar und der Streik 
zeigt Wirkung.

2. es sind Berufe, die nicht outgesourct werden können.
Viele lassen ihr Gebiss in Billigländern renovieren, oder Brüste 
vergrößern, aber die meisten Ärzte werden in Deutschland GEBRAUCHT.

Ein Streik von Ingenieure könnte ein Schuss werden, der nach hinten los 
geht.
Die Wirkung des Arbeitsausfalls ist nicht sofort sichtbar und die 
Bild-Zeitung schreibt auf der Titelseite: "Ingenieure - wer braucht die 
eigentlich noch?"

Ein Erzwingen von höheren Gehälter wird sich langfristig nachteilig 
auswirken, da dann eben noch mehr Aufgaben in Billig-Ländern outgesourct 
werden, und die Ingenieure in D arbeitslos dastehen, bzw. Taxi fahren, 
usw.

Autor: g. b. (gunb)
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Jürgen G. schrieb:
> Wieder ein Fall von Äpfel mit Birnen vergleichen.
> Ärzte, Flugbegleiter, Piloten, Lokführer können niemals mit Ingenieure
> verglichen werden, da

Also genau diese Antwort konnte man eigentlich vorausahnen, da sie so 
ziemlich immer hier im Forum kommt, wenn man nur ansatzweise vom 
Widerstand gegen eine inzwischen von Dienstleistern übersähte 
Arbeitswelt für Ingenieure spricht.

Es gibt immer tausend Gründe, warum es scheinbar nicht geht, bei anderen 
ist immer alles viel einfacher oder anders, nur beim Ingenieur ist es 
unmöglich.

Jürgen G. schrieb:
> Ein Streik von Ingenieure könnte ein Schuss werden, der nach hinten los
> geht.
> Die Wirkung des Arbeitsausfalls ist nicht sofort sichtbar und die
> Bild-Zeitung schreibt auf der Titelseite: "Ingenieure - wer braucht die
> eigentlich noch?"

Wollen wir uns hier nun wirklich auf Bildzeitungsniveau herablassen? Der 
Ingenieur hätte ja bei all der Trägheit schon wenigstens mal Präsenz 
gezeigt, wenn er mal geschlossen auf die Straße gehen würde. Ich finde 
es immer wieder erstaunlich, wie einfache Dinge angeblich unmöglich 
seien.

Jürgen G. schrieb:
> Ein Erzwingen von höheren Gehälter wird sich langfristig nachteilig
> auswirken, da dann eben noch mehr Aufgaben in Billig-Ländern outgesourct
> werden, und die Ingenieure in D arbeitslos dastehen, bzw. Taxi fahren,
> usw.

Ach du liebes Bisschen, die Standardfloskel. Also wenn du mal das 
Durchschnittsgehalt der Ingenieure gegen das der Vetriebler und 
mittleren Managementebene stellst, da siehst du recht schnell, wie 
unsinnig naiv diese Aussage ist. Ich bin nun mit meinen 40 Jahren schon 
in einigen Firmen gewesen, und muss dich leider enttäuschen. Diesen Mist 
von wegen Outsourcen labern dir besonders die in die Ohren, die selbst 
mit fetten Gehältern nach Hause gehen und wo man sich wirklich fragen 
muss, warum der Kaufmann so viel mehr verdient.

Abgesehen davon solltest du eines nicht vergessen: einen guten Teil des 
vom Ingenieur beim Kunden erwirtschafteten Gehalts streicht der 
Dienstleister selbst ein, und da wird gar nichts outgesourced. Mach dir 
mal klar, dass DU dafür arbeitest, dass ANDERE davon außer mit 
Vermittlung und Verwaltung einen guten Batzen kassieren, ohne dass sie 
dazu hochqualifizierte Arbeit leisten müssen!
Ich war selbst bei einem großen Dienstleister, ich habe damals brutto 
5200,-DM kassiert und gekostet habe ich den Kunden etwas mehr als 
15.000,-DM brutto pro Monat. Das war Anfang 2000, und selbst wenn man 
Arbeitgeberanteil und das ganze Zeugs abzieht, verdient der 
Dienstleister an dir ein Schweinegeld!

Und weil das noch immer schön lukrativ ist, hat sich da eine schöne 
Dienstleisterlobby entwickelt, die ihre Lobbyisten im Bundestag sitzen 
hat und dem dummen Volk gerne glauben machen möchte: "das muss so sein, 
sonst müssen wir outsourcen".

Die Industrie meckert schon, dass ihnen der Bildungsstand der heutigen 
Ingenieure nicht mehr reicht - verständlich. Die Unis kommen oft nicht 
hinterher, die Praxis zu lehren, und beruft sich auf die Industrie. Die 
Industrie sagt "zu teuer", und sagt, dafür ward ihr auf der Uni.
In der Zwickmühle sitzt der Jungingenieur, der's beiden nicht recht 
machen kann, muss sich den Arsch aufreissen, um mitzuhalten, und findet 
auf der Suche nach einem anständigen Job fast nur noch Dienstleister, 
die auch noch neben dem eigentlichen Kunden an ihm verdienen wollen - 
mein lieber Mann, wenn man da mal vergleicht, wie einfach es da andere 
Akademiker haben!

Und wenn dann mal ein älteres Semester wie ich dazu anregt, sich zu 
wehren, weil dass alles inzwischen eine Schweinerei auf Kosten derer 
ist, die eh schon eine schwere Ausbildung hinter sich hatten, dann 
kommen Leute wie du, und sonnen sich lieber in der Jauchegrube, in der 
sie sitzen, finden tausend Gegenbeispiele, warum es bei uns nicht ginge 
sich zu wehren, aber kein einziges, es mal zu ändern - bei anderen ist 
eben alles anders, und das reicht ja scheinbar schon aus, nichts zu tun.

Tja, liebe Leute, ich geb's auf, wenn DAS eure Zukunft sein soll, dann 
weiter so, bin froh, dass das auf mich nicht mehr zutrifft.

Und merke: ohne den Ingenieur wäre alleine in den letzten 10 Jahren der 
deutsche Lebensstandard, den wir derzeit noch immer haben, in keinster 
Weise möglich gewesen - daran ändern Angstmachereien von wegen 
Outsourcing nichts (kenne viele Firmen im Ausland und deren 
Qualitätsniveau) und erst recht keine Bildzeitungsprovokationen. Könnte 
man genauso gut fragen, wofür wir die Bildzeitung je gebraucht haben?!?

Vielleicht ist es zu viel von der Generation Facebook, iPod, Google & 
Co. verlangt, mal kritisch mit Politik & Wirtschaft umzugehen, hat die 
Industrie ihr Ziel von 1990 wohl erreicht, eine konsumgeile, unkritische 
Generation heranzuziehen.
Eines sollte klar sein, wenn heute die Sozialkassen leer sind, dann 
weniger wegen des vielzitierten Demographiefaktors, als vielmehr wegen 
Reallohnverlust des Mittelstandes und zu vielen 400,-€ Jobs - und einer 
explodierten Dienstleisterbranche, die es vor 20 Jahren so auch nicht 
gab, und der Markt sich auch nach Angebot und Nachfrage regeln konnte.


Schönen Abend noch.

Autor: Jürgen W. (lovos)
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Ich arbeite seit 8 Jahren freiberuflich und bekomme die Projekte fast 
immer über solche Vermittler.
Dabei stellte ich fest, dass man Projekte nur bekommt, wenn man bereits 
Arbeitserfahrung im gewünschten Bereich vorweisen kann. Ähnliche Skills 
oder Autodidaktische Weiterbildung/Bastelprojekte zählen nicht.

Somit habe ich entschieden, Projekte nur anzunehmen, wenn ich auch 
Erfahrung in neuen interessanten Bereichen sammeln kann (70% bringe ich 
mit 30% lerne ich neu dazu). Andernfalls habe ich in Zukunft keine 
Chancen/Marktwert mehr.

Vor ein paar Wochen wollte ein Vermittler mir ein Projekt andrehen, wo 
ich alle Anforderungen erfüllte. Er sagte: "Sie passen ja da 100%-ig! 
Das ist ideal!". Ich antwortete: "Genau aus diesem Grund nehme ich das 
Projekt nicht. Ich MUSS bei jedem Projekt etwas neues dazulernen 
können."

Autor: Marx W. (Gast)
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Gun B. schrieb:
> Das war Anfang 2000, und selbst wenn man
>
> Arbeitgeberanteil und das ganze Zeugs abzieht, verdient der
>
> Dienstleister an dir ein Schweinegeld!

Na, Faktor 2,3 ist also immer noch gültig!

Autor: MLG (Gast)
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Ich hatte in der Vergangenheit mehre Angebote der Firma SOLCOM.
Ich habe auch schon Verhandlungen mit denen geführt, aber sobald eine 
Kundenschutzvereinbarung unterzeichnet wurde, hört man nichts mehr von 
denen.

Wie man so in Kreisen von Selbständigen hört, scheint die Firma sehr 
viele Kundenschutzvereinbarungen einzuholen.

Über den Sinn dieser Aktion mag sich jeder selber seine Gedanken machen.

Ich werfe dazu ein, dass es substanzieller Zweck einer solchen KSV ist, 
dass der unterzeichnende Freiberufler nicht über einen anderen DL an 
den Endkunden herantreten darf.

In den KSV steht aber NIE drin, dass die Firma SOLCOM den Freiberufler 
auch vorstellen muss.

Wie gesagt, jeder muss sich  selber überlegen, was das heisst.

Ich unterschreibe da nichts mehr.

Autor: H. Schmidt (erzfichte)
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Es scheinen nicht die einzigen zu sein...
Von einem Mitbewerber von SOLCOM wurde mir ein Rahmenvertrag angeboten,
den ich nicht unterschrieben habe.

zu Rechtserwerb steht:

Der Auftragnehmer überträgt ... erstellte Software, Hardware bzw. den
Entwicklungsergebnis, den Dokumenten und Beschreibungen das 
ausschließliche
Recht zur inhaltlich, zeitlich und räumlich unbegrenzte Nutzung 
einschließlich Markverwertung...
Es steht ... das Recht zu, die Software, Hardware... zu vervielfältigen 
und
zu verbreiten.

Nach meiner Meinung eine rechtliche und gefährliche Grauzone.
Wenn die Agentur als Vermittler tätig ist, gehören da nicht die 
Ergebnisse
dem Hauptauftraggeber ?

Firmen, die solche Vermittler beauftragen, sollten da nach meiner 
Meinung
etwas genauer hinschauen!

Autor: Jürgen W. (lovos)
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> Der Auftragnehmer überträgt ... erstellte Software, Hardware bzw. den
> Entwicklungsergebnis, den Dokumenten und Beschreibungen das
> ausschließliche

Ja, und?
Ich bekomme ja Geld für die Software, warum sollte der Auftraggeber 
nicht die Rechte daran haben dürfen?
Dass man solche Rahmenverträge machen muss, liegt darin begründet, dass 
manche schwarze Schafe meinten, sie könnten die Sourcen für sich 
behalten, oder weiter daran verdienen und ständige Rechtsstreitigkeiten 
anzetteln.
Eine Firma will eben planen können und nicht Zeit mit sinnlosen 
Streitigkeiten verlieren.

Autor: A. Matthias N. (Gast)
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Hi Paul,

interessiert an Infos zur SOLoCOM?

Autor: Carsten (Gast)
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Wer ist Paul?

Autor: CarsteN (Gast)
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Paul hat eröffnet (s.o.)

Autor: Frank K. (fchk)
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Thema Automotive-Softwareentwicklung

"Da es sich hierbei um ein sehr preissensitives Thema handelt, bitte ich 
Sie um Angabe Ihrer Stundensatzvorstellung bis max. 53 € / Std."

Was habe ich gelacht.

Ich glaube, der Kunde sucht schon bald zwei Jahre über verschiedene 
Verleihnixe. Kann so dringend nicht sein.

fchk

Autor: Michael S. (technicans)
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Frank K. schrieb:
> Was habe ich gelacht.

Wegen dem seiner Dummheit oder wegen dem niedrigen Stundensatzniveau?

Autor: Jürgen W. (lovos)
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> Angabe Ihrer Stundensatzvorstellung bis max.

Das erinnert mich an
http://www.cs2-informatik.de/
Die bieten auch so "preissensitive" Projekte an.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

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Michael S. schrieb:

> Frank K. schrieb:
>> Was habe ich gelacht.
>
> Wegen dem seiner Dummheit oder wegen dem niedrigen Stundensatzniveau?

Wahrscheinlich wegen des billigen Übertölpelungsversuches.

Ich mußte aber auch schmunzeln. ;-)

Autor: CarsteN (Gast)
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Grüßle,

warum werden hier Beiträge gelöscht?

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> Grüßle,

> warum werden hier Beiträge gelöscht?

Na warum wohl ?

Autor: CarsteN (Gast)
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Ja warum denn?

Autor: Weltbester FPGA Pongo (Gast)
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H. Schmidt schrieb:
> Nach meiner Meinung eine rechtliche und gefährliche Grauzone.
> Wenn die Agentur als Vermittler tätig ist, gehören da nicht die
> Ergebnisse dem Hauptauftraggeber ?

Der Hauptauftraggeber, wie du es nennst, hat dasselbe im Vertrag stehen. 
Die Vermittler geben das entsprechend weiter.

Autor: Michael S. (technicans)
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CarsteN schrieb:
> Ja warum denn?

Willkür.

Autor: Zocker_03 (Gast)
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> Autor: Michael S. (technicans)
> Datum: 22.12.2012 11:31

> CarsteN schrieb:
> > Ja warum denn?

> Willkür.

Sehe ich auch so !

Man muss eben dem niederen Pöbel zeigen wer das Sagen hat.

Autor: Michael S. (technicans)
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Zocker_03 schrieb:
> Man muss eben dem niederen Pöbel zeigen wer das Sagen hat.

Sag mal Zuckerle, hat man dir die Moderation angeboten, oder
gibt es einen anderen Grund anzunehmen das du nicht zum Pöbel
zählst?

Autor: Cody (Gast)
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Seriös?
Das Konzept, Projektausschreibungen von Unternehmen einzusammeln, um 
dann Bewerber zu suchen ist durchaus gängig.
Die Qualität eines Vermittlers, der sein Geld damit verdienen möchte, 
zwei suchende Parteien zusammen zu bringen  (ähnlich wie bei Immobilien) 
besteht darin, eine besonders gute Brücke darzustellen; eben 
kommunikativ erklärend und durchaus auch werbend.
Das setzt voraus, dass man sich mit der technischen Materie ein wenig 
auskennt und auch auf die jeweiligen Belange eingehen möchte.

Was SOLCOM angeht kann ich aus eigenen Erfahrungen heraus nur sagen, 
dass sich dort bisher kein fachlicher Hintergrund aufgezeigt hat und 
dass sich (was ich als schlimmer empfinde) kein Interesse an einer 
Kommunikation zeigt.
Stattdessen kamen stumpfe Aussagen wie "Schicken Sie Ihre Bewerbung, Sie 
werden dann sehen...".
Fragen zu Aufgaben, Hintergründen, etc. blieben stets unbeantwortet, 
wurden gar als störend empfunden.
So etwas braucht kein Mensch; Erst recht nicht, wenn sich die als 
Vermittler auftretende Agentur mit jeder geleisteten Stunde eine 
ordentliche Portion Geld verdienen möchte.

Nur Bewerbungen einzusammeln, jene mit dem geringsten Stundensatz (= 
weil diese die höchste Marge verspricht) an den Kunden zu doch horrenden 
und standardisierten Preisen weiterzuleiten, stellt die 
Existenzberechtigung einer "Recruiting-Agentur" für alle Seiten in 
Frage.

Recruiting-Agenturen sind auch Berater; und zwar in Richtung 
Projektausschreiber UND in Richtung Bewerber.
Nur wer sich da gut aufgehoben fühlt, sollte eine Bindung eingehen.


Meine Empfehlung wäre, eine renommierte Agentur zu wählen, bei der sich 
ein persönlicher "Draht" aufbauen lässt.
Davon gibt es viele auf dem Markt; die o.g. gehört nach meinem Befinden 
bislang nicht dazu.

Autor: ... (Gast)
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> Davon gibt es viele auf dem Markt; die o.g. gehört nach meinem Befinden
> bislang nicht dazu.

Das würde ich nach eigenen Erfahrungen auch so sehen.

Autor: Nürnberger (Gast)
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> die o.g. gehört nach meinem Befinden bislang nicht dazu.

Aber welche gehören dann dazu?
Mit Hays oder Gulp habe ich nicht bessere Erfahrungen gemacht.
Ein Problem ist, dass man als Selbständige keine feste Ansprechpartnerin 
bei denen hat,
sondern immer eine, die die bestimmte "Kundin" betreut, also die Firma, 
wo die Selbständige arbeiten soll.


PS: grammatische Formulierung entsprechend der Gender-Ideologie,

Autor: J.F.Matthes (Gast)
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SOLCOM ist nicht seriös.
Als ich bemerkte, daß die gar keine Vermittlung betreiben,
sondern nur Suchende abzocken wollen,
habe ich nicht mehr reagiert und die als schwarze Schafe gestrichen.

Autor: Zocker_45 (Gast)
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> Re: SOLCOM seriös?

Wenn die seriös sind bin ich der Osterhase !

Ist eine Zockerbude für freiberufler, viel heiße Luft, flotte Sprüche 
und nichts dahinter.

Laßt doch die Finger von solchen Zockerbuden.

Autor: Gegner der Leiharbeit (Gast)
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J.F.Matthes schrieb:
> SOLCOM ist nicht seriös.
> Als ich bemerkte, daß die gar keine Vermittlung betreiben,
> sondern nur Suchende abzocken wollen,

Wie zocken die die Freiberufler denn ab, wenn sie niemanden vermitteln 
und damit auch niemand für sie arbeitet? Muss man da zahlen, um 
vermittelt zu werden?

Autor: Ingenieur (Gast)
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J.F.Matthes schrieb:
> SOLCOM ist nicht seriös.

Laut der Bewertungsplattform liegen sie in der Mitte:
http://www.4freelance.de/agenturverzeichnis/

Autor: klausi (Gast)
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Zocker_45 schrieb:
> Re: SOLCOM seriös?
>
> Wenn die seriös sind bin ich der Osterhase !
>
> Ist eine Zockerbude für freiberufler, viel heiße Luft, flotte Sprüche
> und nichts dahinter.
>
> Laßt doch die Finger von solchen Zockerbuden.

Besser ist ein handfester IBN Job mit ordentlichen Kohlen. Das lohnt 
sich wenigstens.

Ihr müsst immer dran denken, was bringt eine Firma weiter, wodurch 
profitiert sie?

Das ist bei nem Leiher klar:
Solange wie möglich, soviel wie möglich an euch verdienen, wie ne 
blutsaugende Zecke. Ihr werdet ausgequetscht wie ne Zitrone. Danach. Der 
nächste bitte!

Autor: Zocker_45 (Gast)
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> Re: SOLCOM seriös?

Nein !

Autor: As-I-Roved-Out (Gast)
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Hat jemand von euch mal auf das Threaderstelldatum gesehen bevor er 
cholerisch reagierte?

Autor: Marx W. (Gast)
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As-I-Roved-Out schrieb:
> Hat jemand von euch mal auf das Threaderstelldatum gesehen bevor er
> cholerisch reagierte?

Wozu?
Ne Mumie reanimieren ist ja sowas von mmmmeeeegggggaaaaa geil!

Autor: Embedded-Ingenieur (Gast)
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Vermittelt die Susanne F. (ich glaube Fischer) noch bei Solcom ?
(bei Xing habe ich sie nicht gefunden)

Die wollte mich 2 mal vermitteln, einmal waren wir auch beim Kunden.
Also DIE sollte man sich nicht entgehen lassen.

Autor: Solcomgeschädigter (Gast)
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Ich kenne eine Susanne Franz. Hatte mich auch mehrfach angerufen, es 
gave Vorverträge und dann sind zweimal die Gespräche beim Kunden 
geplatzt. Einmal waren andere Inhalte gefordert und einmal kam kein 
Gespräch zustande, weil es schlecht terminiert war und ich erst kurz vor 
dem Gespräch erst davon Wind bekam. Habe es dann gelassen ...

Gesehen, habe ich die nicht. Habe ich was verpasst?

Autor: Solcomgeschädigter (Gast)
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Jetzt habe ich doch mal gesucht und dieses öffentlich zugängliche Profil 
gefunden:

http://de.linkedin.com/pub/susanne-franz/41/831/6b1

naja, das bestätigt die Strategie dieser Firmen, junge attraktive Damen 
für die Vermittlungen einzusetzen, weil im Einkauf und in den 
Abteilungen meistens Männer entscheiden, deren Hirn bekanntlich nur 
begrenzt kritisch arbeitet, wenn ihm ein junges hübsches Mädel Honig um 
den Bart schmiert.

Sex sells...

Ich mache das so, dass meine Optik bei den Personalcheffinnen einsetze. 
Wenn man den Bogen erstmal raus hat, läuft das. Man darf aber nichts 
sagen. Man muss die Körpersprache und die Augen einsetzen und ihr im 
richtigen Moment auf die richtige Stellen schauen und ihr ein Kompliment 
machen, dass über das Übliche hinaus geht, aber noch im Rahmen eines 
Geschäftsgespräches liegt. Dann fühlen die sich geehrt und 
geschmeichelt.

Autor: Niemand (Gast)
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> Dann fühlen die sich geehrt und geschmeichelt.
und haben dich trotzdem abgezockt?

Autor: Bayjoe (Gast)
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ich hatte das Vergnügen, das teure Rennfahrerhobby eines SOLCOM-Kunden 
dadurch mitzufinanzieren, indem man um ehrliche Arbeit gebracht wird, 
weil man die Stunden auf unehrliche Art zusammengestrichen bekommt. 
Solcom hielt es nicht einmal für nötig, darauf zu reagieren.

Ich hatte das Spiel glücklicherweise nach 2 Wochen durchschaut und nach 
4 Wochen bereits bestätigt bekommen, sodaß der Schaden nicht allzu groß 
war. Fazit : Bei Solcom ist man vom BGE nicht weit entfernt und das aber 
über volles eigenes Risiko.

=> Forget it !

Autor: Zocker_50 (Gast)
Datum:

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> Re: SOLCOM seriös?

Zockerbude.

Wenn die seriös sind bin ich der Osterhase.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Jürgen W. schrieb:
> oll man jetzt Krieg gegen die Medien führen?

Ja!

Autor: Selbständiger (Gast)
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Zocker_50 schrieb:
>> Re: SOLCOM seriös?
> Zockerbude.
> Wenn die seriös sind bin ich der Osterhase.

Es wäre nett, wenn man hierzu Konkretes lesen könnte, statt einfach nur 
Abkanzelungen a la Böhmermann. Was konkret ist an SOLCOM unseriös(er als 
bei anderen)?

Ich habe bereits ein Projekt mit denen gemacht und das lief komplett 
normal. Weder Zahlungsverzug noch falsche Versprechungen.

Natürlich wollen auch die Geld verdienen und nicht den Kunden oder uns 
Selbständigen helfen. Kunden, die zuwenig zahlen oder Selbständige, die 
nicht billig genug sind, kriegen da nix.

Autor: IchSelbst (Gast)
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Ich habe gestern mein CV zu SOLCOM geschickt. bindet mich das schon mit 
SOLCOM falls der Kunde für mich entscheidet oder kann ich noch über ein 
andere dienstleiter den Vertrag unterschreiben?
Danke!

Autor: Sapperlot W. (jetztnicht)
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Ist ein CV ein Vertrag ? Wurde mit dem Einsenden des CV ein Vertrag 
eingegangen ?

Autor: Schwanzlurch (Gast)
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g. b. schrieb:
> SOLCOM - nie gehört.

>
> P.S.: Traurig, dass in D das Mitverdienen von Dritten an der Arbeit
> eines Ingenieurs zur Regel geworden ist. Noch trauriger, dass unter den
> Ingenieuren kein Widerstand entsteht. Muss an der naiv erzogenen neuen
> Generation liegen ?!?
>
>
> WEHRT EUCH!

Man kann dir einfach nur Recht geben.

Autor: Ordner (Gast)
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IchSelbst schrieb:
> Ich habe gestern mein CV zu SOLCOM geschickt. bindet mich das schon mit
> SOLCOM falls der Kunde für mich entscheidet oder kann ich noch über ein
> andere dienstleiter den Vertrag unterschreiben?

Nein, die Bindung an SOLCOM beginnt erst mit der Unterzeichnung eines 
entsprechend lauten Kooperationsvertrag zwischen Dir und SOLCOM. Mit 
diesem verpflichtest du dich ein über SOLCOM gemakeltes Projekt auch 
über diese adzuwickeln.

Autor: Selb Stän Tiger (Gast)
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Selbständiger schrieb:
> Ich habe bereits ein Projekt mit denen gemacht und das lief komplett
> normal. Weder Zahlungsverzug noch falsche Versprechungen.
>
> Natürlich wollen auch die Geld verdienen und nicht den Kunden oder uns
> Selbständigen helfen. Kunden, die zuwenig zahlen oder Selbständige, die
> nicht billig genug sind, kriegen da nix.

Projektart?
Stundensatz?

So wie im Anhang?

Autor: Zocker_50 (Gast)
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> Autor: IchSelbst (Gast)
> Datum: 09.06.2016 12:31

> Ich habe gestern mein CV zu SOLCOM geschickt. bindet mich das schon mit
> SOLCOM falls der Kunde für mich entscheidet oder kann ich noch über ein
> andere dienstleiter den Vertrag unterschreiben?
> Danke!

Mein Gott !

Bist du noch in der Grundschule ?

Was für ein Gesabber.

Autor: Selbi (Gast)
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Solcom lässt sich für gewöhnlich Kundenschutzvereinbarungen 
unterschreiben, in denen geregelt ist, dass man mit keinem anderen ins 
Bett geht. Da steht dann sinngemäss drin:

"Ich bin SOLCOM Dein Gott, Du sollst nicht andere Dienstleister haben 
neben mir".

Dann schreiben sie jeden an und der Billigste wird vorgestellt. Wird der 
nicht genommen, wird der Zweitbilligste vorgestellt.

Habe ich ein paar mal mitgemacht, kam nix bei raus.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Bin gerade mit denen in Verhandlung. Projekte scheinen gut, Abwicklung 
auch. Aber Rahmenvertrag ist haarsträubend, es wundert mich, dass 
soviele Freelance das Unterschreiben. Für das verraten des Stundensatzes 
werden beispielsweise horrende Strafzahlungen vereinbart.
Ich glaube die meisten lesen das gar nicht und unterschreiben Blind.
Ich kann die Kunden aber auch nicht verstehen, dass diese Ihre Projekte 
nicht selbst ausschreiben in XING oder ähnlichem.
Dadurch ist man als Freiberufler mehr oder weniger gezwungen über 
Vermittler zu gehen und letzten Endes auch alles zu Unterschreiben, was 
man vorgelegt bekommt.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Habe das Projekt nun abgelent, da ich die AVG von Solcom nicht 
akzeptieren kann.
Man kann mühselig einiges wegverhandeln, aber der Vertrag ist sehr 
einseitig zum Vorteil von Solcom definiert.
Ich verstehe nicht, dass so viele Ingenieure trotz "Fachkräftemangel" 
auf solche Verträge eingehen/eingehen müssen.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Dadurch ist man als Freiberufler mehr oder weniger gezwungen über
> Vermittler zu gehen und letzten Endes auch alles zu Unterschreiben, was
> man vorgelegt bekommt.

Ich verstehe es immer noch nicht. Die Freiberufler sind einerseits auf 
ihren ach so tollen Freiberuflerstatus so rasend stolz, dass sie kaum 
durch die Tür passen und auf der anderen Seite beschweren sie sich über 
ihr Sklavendasein beim Verleiher. Oder ist die Bezeichnung Freiberufler 
nur ein wohltönendes Wort für Gelegenheitsbeschäftigte und 
Wanderarbeiter im Ingenieursbereich?

Autor: Zocker_50 (Gast)
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> Re: SOLCOM seriös?

Wenn die seriös sind dann bin ich der Osterhase.

Ein Schwätzer-Verein, typisch Leihbude.

Autor: waflija (Gast)
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Erfahrung bislang mit SOLCOM:
- meist halbwegs kompetente Ansprechpartner. (Hayz ist viel schlimmer, 
da sind "Nieten" die Regel, nicht die Ausnahme.
- keine projekte wirklich vermittelt (an mich / vermutlich weil ich auf 
bestimmte Stundensätze bestehe)
- stellen dich oft und gerne auch mal ohne dein Einverständnis vor, bei 
Kunden die du nie gesehen hast. (passiert aber bei vielen "großen", 
deren kunden kennen das schon...)
- sehr Stundensatz bezogen (wie fast alle großen)
- komische Stellenauschreibungen, ich denke teilweise nur zum "sammeln"
- versuchen gerne von Freiberuflich auf ANÜ (Arbeitnehmerüberlassung) zu 
wechseln.

Autor: Könner (Gast)
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Komme gerade aus einem Projekt mit Solcom. Vertrag ist wirklich hart, 
aber halt branchenüblich. Ansonsten war eigentlich alles ok,  rechnungen 
immer pünktlich bezahlt und die kommunikation zwischen allen parteien 
verlief reibungslos.

Autor: Zocker_50 (Gast)
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> Autor: Könner (Gast)
> Datum: 17.12.2016 09:26

> rechnungen immer pünktlich bezahlt

Hört , hört !

Autor: Weltbester FPGA-Pongo (Gast)
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Zocker_50 schrieb:
>> Autor: Könner (Gast)
>> Datum: 17.12.2016 09:26
>
>> rechnungen immer pünktlich bezahlt
>
> Hört , hört !

Das ist in der Tat eine erwähnenswerte Tatsache, weil immer mehr 
Auftraggeber dazu neigen, die letzte Rechnung zu kürzen und die 
Projektvermittler das versuchen, weiterzugeben. Ein mir personlich 
bekannter Freiberufler hat sich schon gerichtlich mit seinem 
Dienstleister auseinandersetzen müssen, bis er sein Geld hatte. Der 
erzählt das natürlich jedem und winkt mit dem Urteil und dem 
Riesenhaufen Zeit, die er hat verbraten müssen. Das schreckt ab.

Autor: Weltbester FPGA-Pongo (Gast)
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Ach so: Der Beitrag darf nicht so verstanden werden, daß sich das auf 
den hier angesprochenen Dienstleister bezieht. War ganz allgemein.

Zu SOLCOM kann Ich sagen, daß die wohl vorwiegend Softwareentwickler 
verleihen. Da habe ich schon den einen oder anderen Typen kennenlernen 
dürfen. Nerds wie sie Buche stehen.

Die Vermittler sind praktisch ausschließlich weiblich und entsprechen 
genau dem Typus Frau, der bei den meisten Dienstleistern an die Front 
geschickt wird:

Jung, hübsch, schlank, niedlicher Gesichtsausdruck, optisch ansprechend 
angezogen, Mischung aus business und legere, Aufteten angepasst, lieb 
und freundlich, damit in dem männlichen Entscheider und 
Leistungseinkäufer, der meist der Pappi sein könnte, der väterliche 
Beschützerinstinkt geweckt wird, der verhindert, daß man dem Mädel 
etwaiges Zuspätkommen, Fehlinterpretationen bei Begriffen oder schlecht 
vorbereitete Lebensläufe übel nimmt oder sie gar mit kritischen Fragen 
in die Enge treibt. Daher ist technisches Wissen oder Verständnis für 
Projektbelange auch vollkommen unnötig. Die Gespräche laufen daher 
entspannt im Plauderton und die Herren der Schöpfung geniessen die 
Situation, dass sich wieder mal was Junges, Hübsches dazu herablässt, 
sich mit ihnen zu unterhalten. Wenn die Dame dann noch -  so, wie sie es 
im Training gelernt hat - taktisch versiert ein Lob über die Kompetenz 
des Entscheiders hat fallen lassen und damit herausstreicht, wie 
kompliziert doch so eine Tätigkeit als Teamleiter ist (womit sie 
bekundet, wie großartig er wohl sein muss, das er sowas Schwieriges 
managen kann), dann ist es mit der Entscheidung klar und der letzte 
HumptiDumpti kann vermittelt werden. Anschließend geht es mit dem 
Einkäufer zum Mittagessen, dem man ebenso um den Bart geht und 
beschwatzt.

Ist eigentlich das Gleiche wie mit allen Verkaufsshows beim Kunden im 
Haus, nur dass die keine Tupperware verticken, sondern Software.

Früher nannte man die Avon-Beraterinnen.

Autor: genervt (Gast)
Datum:

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Weltbester FPGA-Pongo schrieb im Beitrag #4834261:
> Jung, hübsch, schlank, niedlicher Gesichtsausdruck, optisch ansprechend
> angezogen, Mischung aus business und legere, Aufteten angepasst, lieb
> und freundlich, damit in dem männlichen Entscheider und
> Leistungseinkäufer, der meist der Pappi sein könnte, der väterliche
> Beschützerinstinkt geweckt wird, der verhindert, daß man dem Mädel
> etwaiges Zuspätkommen, Fehlinterpretationen bei Begriffen oder schlecht
> vorbereitete Lebensläufe übel nimmt.....

Herrlich ungeschminkt auf den Punkt gebracht.

Die komplette Branche tickt so.

Autor: il Conte (Gast)
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c. m. schrieb:
> seit wann leistet irgendeine gruppe widerstand der es auch verdient so
> bezeichnet zu werden?

Die Piloten und Lockführer,
die machen uns das vor wie man es macht.

Stattdessen lassen wir uns von den Medien und der 'Neuen sozialen 
Marktwirtschaft' sowas von einlullen (um nicht zu sagen die unterziehen 
uns einer Gehirnwäsche) das alles zu spät ist.

Es stimmt die (Piloten und Lockf.) haben bessere Hebel
zur Verfügung als wir, man müsste eigentlich nur den richtigen Hebel 
'heben'.

Wir würden dann das Doppelte verdienen, man könnte sich besser um
den Nachwuchs kümmern.
Stattdessen tischen sie uns das KITA Märchen auf
und machen uns weis dass jeder für den wirtschaftlichen Klimaindex
von ganz großer Wichtigkeit sind.

Um das ganze am köcheln zu halten, haben die z.B. überhaupt keine
Interesse dass sowas wie ne Mietbremse funktioniert oder Wohnraum
in Ballungsgebieten geschaffen wird.

Stattdessen fördern Sie die Aufstellung von Agenda 2020 -'Hamsterräder'
die von staatlich lizenzierten Zuhälter und Sklaventreibern
betrieben werden.
(Namen möchte ich keine nennen, es gibt deren zu viele)
Und wir die braven Lämmer halten  still und blöken nur Zustimmung.

Nein, andersrum wird ein Schuh daraus, man muss den 'Oberen'
ein wenig  das Betongold wegnehmen und auch die als
nützliche LKW getarnten 'Landjachten' Wohnmobile
und zwar solange bis eine akzeptables Verhältnis wieder
hergestellt wird.

Ich wäre da nicht so wie die Sahra und würde ihnen alles wegnehmen,
es geht mir nur um ein bisschen mehr Gerechtigkeit was die Verteilung 
angeht.

Autor: IAVler (Gast)
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Die einzig guten Leihbuden sind IAV, EDAG und Bosch Engineering. Den 
Rest kannst du in die Tonne kloppen. Zum Einstieg waere noch Bertrandt, 
um die ersten 2 Jahre Berufserfahrung zu sammeln und dann schnell den 
Absprung zu schaffen.
Ferchau, Brunel, euro engineering und co kann man aber komplett 
vergessen. Dann lieber hartz4 und der Tag gehoert dir.

Autor: Otto aus Ottobrunn (Gast)
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Mein Anwalt hat mir mal gesagt, dass solche Klauseln ohnehin in der 
Regel gegen das Wettbewerbsrecht oder die Ermessbarkeitsgrenze stoßen. 
Mir ist das deshalb in der Regel egal und ich unterschreibe den Mist 
trotzdem und lasse mich nicht von solchen Angstklauseln erschrecken. 
Gibt zum Glück in Deutschland genug Gesetze, die die einseitige 
Benachteiligung eines Vertragspartners verbieten. Diese Gesetze sind 
auch von SOLCOM und Co. bekannt - trotzdem schreiben sie das herein, 
damit der Freiberufler Angst kriegt und sich nach deren Wünschen 
verhält. Das hat mir ein Recruiter mal durch die Blume bestätigt.

Autor: Reinhard Salzgeber (rs1972)
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Solche Geschichten kenne Ich auch, allerdings ist es so, daß Du als 
Freiberufler dann mitunter auch mal eine Klage am Hals hast, Die Dich 
eine Menge Zeit kostet, die du nicht wieder bekommst. D.h. Du hast zwar 
die 20.000 Euro Konventionalstrafe umgangen, hast aber für 10.000 euro 
Zeit beim Anwalt und dem Gericht und dem Steuerberater verbummelt, um 
Belege beizuschaffen.

Ein Fall hierzu war z.B. der, daß ein Freiberufler - obwohl er einen 
Ausschlussvertrag hatte, nicht bei der Konkurrenz anzufangen, es 
trotzdem durfte, weil er keine andere Möglichkeit hatte und es ansonsten 
ein Berufsverbot gewesen wäre.

Er kam mit umständlicher und aufwändiger Beweisfühung damit durch, hatte 
aber trotz Sieg die Zeitverlust an der Backe und zudem das Problem, dass 
einige ihn nun nicht mehr vermittelten.

Autor: Nagel (Gast)
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Die Kundenschutzvereinbarung ist nicht nur unseriös, sondern auch nicht 
haltbar für einzelne Personen. Das wird sogar SOLCOM intern so 
bestätigt. Und es sagt schon viel über die Kiste aus, wenn der 
Dienstälteste Anwalt mit in der Geschäftsführung ist.
Ich würde eher mit Projektvermittleen zusammenarbeiten, die auch selbst 
eigene Entwickler, Consultants oder Berater angestellt haben. Da ist die 
Kompetenz höher und die verstehen auch, wie es einem im Projekt ergeht.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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il Conte schrieb:
> Ich wäre da nicht so wie die Sahra und würde ihnen alles wegnehmen,
> es geht mir nur um ein bisschen mehr Gerechtigkeit was die Verteilung
> angeht.

Um was geht`s dir eigentlich?

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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IAVler schrieb:
> Die einzig guten Leihbuden sind IAV, EDAG und Bosch Engineering. Den
> Rest kannst du in die Tonne kloppen.
Dir ist aber klar, das die Hütten über Werkvertrag arbeiten, oder?
> Zum Einstieg waere noch Bertrandt,
> um die ersten 2 Jahre Berufserfahrung zu sammeln und dann schnell den
> Absprung zu schaffen.
Wohin Abspringen?
Wer ned über über Vitamin B, oder Stammbaum verfügt. Der springt nach 
einem Automotiv-DL nur zu einen Automotiv-DL.
> Ferchau, Brunel, euro engineering und co kann man aber komplett
> vergessen. Dann lieber hartz4 und der Tag gehoert dir.
Das gilt aber nur für die, die ned mehr als ihre Wäsche am Leib haben.

Autor: Carsten H. (caromir)
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Nagel schrieb:
> Die Kundenschutzvereinbarung ist nicht nur unseriös, sondern auch nicht
> haltbar für einzelne Personen.
Das ist richtig. Trotzdem ist es natürlich ein Aufhänger für einen 
möglichen Rechtsstreit und wer braucht den ...

> Das wird sogar SOLCOM intern so bestätigt.
Auch das ist richtig. Die meisten Projektvermittler schließen trotzdem 
solche Verträge, um die etwas weniger gut Informierten an die Kette zu 
legen.

> Ich würde eher mit Projektvermittleen zusammenarbeiten, die auch selbst
> eigene Entwickler, Consultants oder Berater angestellt haben.
Die Anstellung eines solchen Beraters impliziert aber, daß dauerhauft 
Projekte für ihn vorliegen, was nicht der Fall ist. Dann müsste das 
schon ein Riesenladen sein, der ständig änhliche Projekte an. Viele 
Consultants wollen sich die Projekte auch aussuchen und sie wollen nicht 
fest angestellt sein. Ausserdem würde sich dann ja der Sozialbetrug, der 
damit einher geht nicht rechnen.

> Da ist die  Kompetenz höher und die verstehen auch, wie es einem im
> Projekt ergeht.

Wichtig wäre, dass die Vermittler erst einmal verstehen, worum es im 
Projekt geht. Das tun viele nicht weil sie artfremdes erlernt haben, was 
wiederum der Grund ist, warum man sie billig beschäftigen kann. Viele 
Vermittler bei diesen Projektgebern verdienen nicht sonderlich viel und 
das ist der Grund, warum das Geschäft sich auch rechnet.

Kompetenz darf man da eben nicht erwarten!

Wer ist denn schon so dumm und zahlt einen studierten Ingenieur, nur 
damit der kapiert, worum es im Projekt geht?

Nein, in solchen Firmen vermitteln Sozialpädagoen, Philosophen und 
andere Geisteswissenschaftler, die sonst keinen Job hätten!

Ingenieure vermitteln ist immer noch besser, als Taxifahren!

Autor: MocSol (Gast)
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Bei SOLCOM hatte ich mich schon mehrfach auf Projektausschreibungen 
beworben. Der Ablauf ist immer derselbe. In der Regel bekomme ich dann 
eine Mail mit dem Inhalt "Leider konnte ich Sie telefonisch nicht 
erreichen."

Auf meinem Telefon habe ich aber keinen Eintrag über einen verpassten 
Anruf. Da hat SOLCOM also gar nicht versucht, mich anzurufen. Noch nie.

Rufe ich dann zurück, ist der Vermittler am anderen Ende kurz 
angebunden, inkompetent und unfreundlich.

Als nächstes erhalte ich dann eine Mail mit der Aufforderung, 2-3 
Referenzansprechpartner mit Namen und Telefonnummern
zu nennen und im Vorfeld, also bevor mein Profil überhaupt vorgestellt 
wird, eine Kundenschutzvereinbarung zu unterzeichnen:

Kooperationsvereinbarung

SOLCOM hat ein berechtigtes Interesse daran, seinen Kundenstamm zu 
schützen. Deshalb verpflichtet sich der Auftragnehmer 

1. jeglichen Wettbewerb, auch indirekt über Dritte, in Bezug auf Kunden 
von SOLCOM zu unterlassen
2. keine feste Anstellung bei Kunden von SOLCOM einzugehen.

Diese Vereinbarung ist auf die Organisationseinheiten der Kunden 
beschränkt, welche dem Auftragnehmer durch SOLCOM im Zuge von 
Projektangeboten und / oder für gemeinsame Gesprächstermine offengelegt 
werden. Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass die 
Bedingungen dieser Kundenschutzvereinbarung bereits dann zur Anwendung 
kommen, wenn SOLCOM dem Auftragnehmer Angebote zum Abschluss von 
Projektverträgen unterbreitet oder ihm seinen Hauptauftraggeber offenlegt. 
Diese Vereinbarung erstreckt sich jeweils für die Dauer von 12 Monaten ab 
dem letzten durch SOLCOM vermittelten Kontakt des Auftragnehmers mit dem 
jeweiligen Kunden.


Der Auftragnehmer verpflichtet sich, über alle ihm durch SOLCOM 
offengelegten Informationen Stillschweigen gegenüber Dritten zu bewahren. 
Dies betrifft auch die Inhalte dieser Vereinbarung.


Für jeden Fall der Verletzung des Wettbewerbsverbotes verpflichtet sich 
der Auftragnehmer, 20 % der Auftragssumme - höchstens jedoch 20.000 EUR - 
der unter Verletzung des Wettbewerbsverbots abgeschlossenen Verträge 
(unter Ausschluss des Fortsetzungszusammenhangs) an SOLCOM als 
Vertragsstrafe zu bezahlen. Im Falle eines Dauerverstoßes wird die 
Vertragsstrafe für jeden angefangenen Monat neu verwirkt. Die 
Geltendmachung weiterer Schadensersatzansprüche durch 
SOLCOM bleibt unberührt.

Bis dato kam es noch zu keiner Zusammenarbeit, weil ich diese KSV nicht 
unterzeichne. Ab dem Zeitpunkt hört man dann nichts mehr von SOLCOM.

Im Falle einer Unterzeichnung gibt es, wie mein Vorredner MLG schon 
erwähnte, keine Garantie auf Vorstellung des Profils beim Kunden, und 
schon gar nicht auf eine erfolgreiche Projektvermittlung. Die 
Vereinarungen aus der KSV bleiben aber trotzdem bestehen.

Im Falle einer Projektvermittlung kassiert SOLCOM dann vermutlich ca. 
20% (oder mehr) an Provision für jede Stunde, die vom Auftragnehmer 
geleistet wird, über die gesamte Dauer des Projekteinsatzes, ohne 
weitere Verbindlichkeiten oder Verpflichtungen seitens SOLCOM. Nach dem 
Projekteinsatz hätte ich dann 12 Monate Sperre und darf keine weiteren 
Aufträge bei dem jeweiligen Kunden annehmen.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob hier die Grenzen zur Seriosität 
immer noch nicht überschritten sind.

Autor: Carsten H. (caromir)
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Wenn du sowas unterschreibst, hast Du entweder einen an der Klatsche 
oder den Markt nicht kapiert!

1. Die KVS bezieht sich nur auf dieses Projekt! Wenn der Kunde 4 Wochen 
später ein neues Projekt hat, dann ist diese KSV dafür gegenstandslos.

2. Normalerweise wird die KSV ausdrücklich auf das Projekt limitiert und 
nicht auf 12 Monate. Das ist Quark, weil das Projekt entweder sofort mit 
Dir oder einem anderen besetzt wird und damit vom tisch ist.

3. Selbst wenn Du einen kompletten Kundenausschluss hast, dann darfst Du 
nach neuestem Urteil dennoch für ihn arbeiten, wenn Du sonst keine 
anderen Möglichkeiten gehabt hättest, weil eine solche Vereinbahrung 
sonst die freie Berufsausübung behindert

4. Die 20% Aufschlag zahlt der Kunde, kann Dir also egal sind. Wer so 
blöd ist, soviel zu zahlen, hat einfach zuviel Geld!

Du hast also durch die KSV nur ein Problem, wenn Du schon bei über einen 
anderen Vermittler am selben Projekt dran bist. Das musst Du eben 
vermieden!

Autor: Nomad (Gast)
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Carsten H. schrieb:
> Wenn du sowas unterschreibst, hast Du entweder einen an der Klatsche
> oder den Markt nicht kapiert!
...Mächtig starke Worte, Kleiner...

Carsten H. schrieb:
> 1. Die KVS bezieht sich nur auf dieses Projekt! Wenn der Kunde 4 Wochen
> später ein neues Projekt hat, dann ist diese KSV dafür gegenstandslos.
eben nicht, weil in der erwähnten KSV steht (bitte genau lesen)
[code]
"Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass die
Bedingungen dieser Kundenschutzvereinbarung bereits dann zur Anwendung
kommen, wenn SOLCOM dem Auftragnehmer Angebote zum Abschluss von
Projektverträgen unterbreitet oder ihm seinen Hauptauftraggeber 
offenlegt.
Diese Vereinbarung erstreckt sich jeweils für die Dauer von 12 Monaten 
ab
dem letzten durch SOLCOM vermittelten Kontakt des Auftragnehmers mit dem
jeweiligen Kunden."
[code]

Carsten H. schrieb:
> 2. Normalerweise wird die KSV ausdrücklich auf das Projekt limitiert und
> nicht auf 12 Monate
"Normalerweise"? Hier steht doch "12 Monate"...

Carsten H. schrieb:
> 4. Die 20% Aufschlag zahlt der Kunde, kann Dir also egal sind.
Die Provision zahlt immer der Freelancer. Grund: Für sein Projekt hat 
der Kunde ein kalkuliertes Budget mit einer Obergrenze. Da sagt der 
Kunde ja nicht, ich nehme meine Budgetobergrenze plus nochmals 20% für 
den Procurer/Vermittler/Zuhälter obendrauf.

Dass der Freelancer die Provision zahlt siehst du auch daran, wenn es 
sich um eine Kettenvermittlung handelt, also mehrere Vermittler an 
deiner Tätigkeit verdienen. Da sind deine Stundensätze deutlich geringer 
als bei der Direktvermittlung zum Kunden. Je mehr Vermittler, desto 
weniger bleibt für dich.

Autor: Nagel (Gast)
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... mit Unternehmen, die auch Festangestellte haben, meine ich auch 
Projektvermittler, die sowohl Freelancer Projekte anbieten, als auch 
ihre eigenen Leute in die Projekte bringen oder Festpreisprojekte und 
Gewerke übernehmen. Da gibt es ein paar nette Mittelständler :-)

Autor: Reinhard Salzgeber (rs1972)
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Nomad schrieb:

> "Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass die
> Bedingungen dieser Kundenschutzvereinbarung bereits dann zur Anwendung
> kommen, wenn SOLCOM dem Auftragnehmer Angebote zum Abschluss von
> Projektverträgen unterbreitet oder ihm seinen Hauptauftraggeber
> offenlegt.
> Diese Vereinbarung erstreckt sich jeweils für die Dauer von 12 Monaten
> ab
> dem letzten durch SOLCOM vermittelten Kontakt des Auftragnehmers mit dem
> jeweiligen Kunden."
> [code]
Das ist ja der Hammer!

Da könnte SOLCOM ja jderzeit kommen und behaupten, sie hätten jemanden 
irgendwo vorgestellt und drängen den Freiberufler raus.

Das wäre z.B: nicht zulässig!

Autor: Matze (Gast)
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Ja, das wäre nicht zulässig. Ich würde das auch weder dulden, noch 
unterschreiben. Was es aber vor allem ist: unseriös!

Autor: Nunwiederfrei (Gast)
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Solcom ist wie alle anderen solche Klitschen. Alles was man jemals von 
denen hört sind regelmässige Emails, die einen dazu auffordern, sein 
Profil upzudaten. Sollte man jemals von sich aus ein "interessantes 
spannendes" Projekt in deren Ausschreibung finden, heisst es noch mehr 
Daten von sich wegzugeben, aber das Projekt gibt es dann plötzlich nicht 
mehr.

Doch halt, neulich kam noch ein anderes Email - man müsse sich dazu 
bereit erklären, den "Datenschutzbestimmungen" zuzustimmen, um weiter in 
den "Genuss der interessanten und spannenden" Projekte zu kommen. Ich 
überlasse es dem interessierten Leser, sich selber diese 
"Datenschutzbestimmungen" einzuverleiben, aber genau wie beim 
"Kundenschutz" ist das nichts Anderes als ein Schutz für Solcom, immer 
das Beste für sich selbst herauszuholen.

Das gesamte System stinkt von vorne bis hinten. Ich hätte keinerlei 
Probleme damit, Geld für eine gute und kompetente Vermittlung von 
Projektgebern und -nehmern zu bezahlen (und auch dafür, gute 
Projektmanager dazwischen sitzen zu haben, die auch noch wirkliche 
Arbeit am Projekt übernehmen und damit beide Seiten entlasten), aber 
diese Klitschen tun nichts davon. Wie zwielichtige Immobilienmakler 
sitzen die in ihrem Spinnennetz, warten auf ahnungslose "Kunden" (sowohl 
Projektanbieter als auch freelancer), versuchen, die mit geringstem 
Eigenaufwand zueinander zu bringen und halten dabei die Hand auf, wo sie 
können. Man stelle sich einen Makler vor, der nicht nur Kommission von 
Vermietern und Mietern kassiert, sondern auch noch von jeder Monatsmiete 
Prozente haben will - und dafür keinen Fatz tut, höchstens vielleicht 
bei Hereinkommen einer neuen Wohnung erstmal alle Nummern seiner Kartei 
abtelefoniert, bis Jemand Interesse hat und dann dem Vermieter diesen 
Interessenten als "idealen Mieter" anpreist.

Es gibt auch gute bis sehr gute Makler, die ihre Aufgabe aktiv und 
verantwortungsvoll angehen und für die man (beidseitig) gerne die 
Kommission zahlt, aber die sind selten. Bei Vermittlerbuden für 
Freelancer gibt's ebenso einen Riesensumpf von zwielichtigen Parasiten, 
und die die wirklich etwas taugen darf man mit der Lupe suchen. Solcom 
gehört sicherlich nicht dazu. Am Besten fährt man noch mit Consultants, 
die selber die Projektabwicklung übernehmen und den Externen als 
"verlängerten eigenen Mitarbeiter" ins Boot holen.

Autor: Reinhard Salzgeber (rs1972)
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Das wäre mir jetzt wiederum eine komische Situation.

In meinem Heimatland gibt es z.B. die EFINIO, die Ingenieure aller Arten 
verleiht. Hatten mich auch schon am Wickel bis Ich was Besseres fand.

In AT ist es so, dass Du über einen solchen DL gehen musst, wenn Du 
Arbeit vermitteln willst, in DE kannst Du es auch direkt oder über einen 
Ausländer.

Jetzt noch was Konkretes zu SOLCOM:

Bei meinem AG sind in der Nachbarabteilung kleine Pakete von denen 
aufgetaucht mit Gummibärchen. Die schwören drauf und wollen noch mehr 
Consultants von denen, damit sie noch mehr Gummibärchen bekommen.

Die Realität ist aber eine andere:

Das "Team" besteht aus praktisch 100% Jungabsolventen und Unerfahrenene 
um die 30 mit bachelor und duealem Studium und sie kriegen einfach die 
Arbeit nicht hin. Deshalb sitzen im Projektraum noch ein Schwung 
richtige Ingenieure um die 50 von Solcom und auch Hays, die die 
qualifizierte Arbeit machen.

Irgendwie pervers das alles ...

Autor: Der Osterhase (Gast)
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Was hier alles an Verschwörungstheorien entsteht, ist erstaunlich und 
zeugt von erheblichen Wissenslücken, die mit Vermutungen, Spekulationen 
und Halbwissen aufgefüllt werden. Sorry vorab für die Kritik, ich halte 
sie jedoch für mehr als berechtigt. Nur wenige Beiträge (wie z.B. von 
Carsten H.) zeugen von Wissen und Erfahrungen.


Kurz zu mir. Ich bin seit 1997 in der IT-Branche selbständig, habe 
angefangen, Point-Of-Presences aufzubauen und Firmen zu vernetzen (IP 
via ISDN, etc.). Ab 1998 habe ich Software entwickelt, VB, später C/C++, 
ab 1999 Java. Im Jahr 2000 kam ich das erste Mal mit einer kleinen, 
lokalen Vermittlung in Kontakt, die mich beauftragte, ein Java-Training 
für 12 Teilnehmer eines Trainee-Programms auszuarbeiten und zu halten. 
Das konnte ich erfolgreich absolvieren, der Stundensatz lag damals bei 
86 DM Netto. Der Auftraggeber war sehr zufrieden, ich war es und die 
Teilnehmer fanden den Kurs durchweg sehr gut. Im Anschluss daran fragte 
mich dieselbe Firma, ob ich als Java-Entwickler in einem Projekt tätig 
werden könne, gleicher Stundensatz (all-in). Das Projekt lief von 2001 
bis 2002 mit weiterer Unterstützung bis 2003. Wäre länger gelaufen, wenn 
es damals nicht zu größeren Problemen im IT-Markt gekommen wäre. Projekt 
war ein Erfolg: Ergebnis (trotz Dienstleistungsvertrag) wurde in-time 
und in-budget geliefert. Kunde zufrieden, Vermittler zufrieden. Ende 
2003 über denselben Vermittler ein kleineres Projekt: Webentwicklung 
(Tomcat, Hibernate, Oracle, Echo3, u.a.), Ende 2005. Feb.-Apr. 2005 
Projekt in Dresden, 30 EUR Stundensatz mit dem Ziel, eine wichtigere und 
besser dotierte Position zu erhalten, was ich aber wegen der 
verheerenden Stimmung in diesem Projekt im April abgebrochen hatte. 
Damals erhielt ich den Hinweis, mich bei Gulp anzumelden, was ich tat. 
Kostet ja nichts. Zwischendurch immer wieder kleine Aufträge. Im Sep. 
2007 Anfrage einer Dresdner Firma (über die Gulp-Datenbank) für ein 
Projekt in Ingolstadt, das bis 2008 lief. Die Zusammenarbeit mit dieser 
Firma aus Dresden verlief etwas holperig, da die Kontaktpersonen 
unerfahren waren. Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen.

2010 Anfrage direkt von Gulp für ein Projekt in Bonn. Projekt lief bis 
Ende 2011 fast genau 2 Jahre. Hier hatte ich das erste Mal die 
Gelegenheit, direkt mit einem großen Vermittler zusammen zu arbeiten. 
Und ich kann über diese Zusammenarbeit mit Gulp nur Gutes berichten. Es 
hat alles funktioniert, die Zusammenarbeit verlief professionell auf 
höchstem Niveau. 2012 Angebot für ein Projekt in der 
Finanzdienstleistung in der Nähe von Frankfurt. Vermittler war eine 
mittelkleine Firma, die ebenso hochprofessionell und absolut zuverlässig 
war. Einmal im Jahr Party (come together) in einem der besten 
Restaurants/Locations in Frankfurt, guter Draht zum Vermittler. 
Innerhalb der vermittelten Firma habe ich bis 2015 an 4 Projekten 
gearbeitet. Mit Ende dieses Vertrags im Sep. 2015 habe ich im Okt. 2015 
ein Projekt - diesmal wieder über Gulp - bei einem großen 
Technologieunternehmen in Erlangen erhalten. Zusammenarbeit mit dem 
Vermittler Gulp erneut hochprofessionell und ohne die geringste 
Beanstandung.

Das alles soll keine Lobhudelung sein, es geht mir lediglich darum zu 
zeigen, dass es diese Zusammenarbeit gibt und - vertraue ich den 
Aussagen meiner Teamkollegen aus all diesen Projekten - dass ich kein 
Einzelfall sondern diesbezüglich ein Regelfall bin.

Mit SOLCOM hatte ich bereits mehrfach Kontakt. Mein erster Kontakt 
führte nach einem Telefoninterview mit einem Unternehmen aus München zu 
einer persönlichen Vorstellung, aus der jedoch kein Vertrag wurde. Das 
lag aber definitiv nicht an SOLCOM, sondern eher daran, dass die 
Projektleitung selbst den 17. vorgestellten Kandidaten nicht haben 
wollte. Hätte ich vorher gewusst, dass bereits 16 Kandidaten abgelehnt 
wurden, hätte ich das Gespräch mgl. gar nicht oder anders geführt. Das 
sagte mir der Vermittler damals aber nicht. Muss er auch nicht. Aktuell 
bekomme ich von SOLCOM regelmäßig Projektangebote, die zum Teil 
interessant sind und bei denen SOLCOM auch prüft, ob sie zu meinem 
Profil passen. Die Kommunikation mit SOLCOM ist vom Vermittler/Agent 
abhängig mehr oder weniger zielführend. Es gibt durchaus fachlich 
versierte Agenten, die die im Projekt verlangten Anforderungen 
verstehen, es gibt aber auch vollkommen mit dem technischen und 
fachlichen Thema unerfahrene Agenten. Letzteres nervt etwas, da diese 
Agenten meine Qualifikation und Skills nicht einschätzen können und nur 
die Begriffe aus der Anforderungsliste abklopfen. Passiert übrigens auch 
mit Hays nicht selten. Das ist erstmal nicht weiter problematisch, doof 
wird es, wenn ungeachtet dieser Qualifikationen letztendlich jemand die 
Stelle erhält, der einfach einen niedrigeren Stundensatz besitzt, der 
jedoch im Verhältnis zur Qualifikation überzogen ist. Ab und zu bekommt 
man nämlich dieselbe Stelle später nochmal angeboten, nachdem man in der 
ersten Runde zu teuer war. Jemand billigeres wurde in der ersten Runde 
genommen, mangels Qualifikation jedoch später wieder aus dem Projekt 
entlassen. Eine nicht geringe Anzahl von Freelancern stapelt nämlich 
gern auch mal etwas höher. Über die zweite oder dritte Runde bin ich 
bisher an ca. 50% meiner Projektverträge gekommen.

Mein Fazit ist, dass es sich für eine Vermittlungsfirma sehr wohl lohnt, 
langfristig Freelancer zu vermitteln, da dieses Geschäft lukrativ ist. 
Es ist aber auch riskant und aufwändig, denn man muss sich kümmern, 
Kompetenz aufbauen und dafür sorgen, dass man keine Nieten beim Kunden 
platziert. Das erfordert laufende Investitionen in gutes, kompetentes 
Personal. Wer hier mit falschen Karten spielt, verliert die guten Leute 
und wird früher oder später vom Markt verschwinden. Firmen, die ihre 
Freelancer übervorteilen, haben in Deutschland definitiv kein langes 
Leben, dafür gibt es zu viele und zu viele große Vermittler. Und mit 
weniger kompetenten Freiberuflern verschiebt sich das 
Aufwand-Nutzen-Verhältnis schnell in den negativen Bereich.

Kleine Vermittlungsfirmen bekommen meist keinen Zugang zu den 
Projektkunden und arbeiten statt dessen größeren Vermittlungsfirmen zu. 
Hier gibt es ganz unterschiedliche Konstellationen, manchmal werden auch 
zum Schutzes einer großen Vermittlung für eine riskante Vermittlung 
kleine, kurzlebige Vermittlungsfirmen für ein oder wenige Projekte 
gegründet. Risikoentkopplung. Diese leben ggf. weiter, bekommen eine 
andere Führung oder ändern ihre Arbeitsweise. Oder Personal von 
Vermittlungsfirmen macht sich selbständig und greift Kunden ab oder 
probiert es. In jedem solchen Fall merkt man irgendwann, dass mehrere 
Vermittler zwischen einem und dem Kunden stehen. Das kann man aber 
bereits anfangs erfragen, spätestens wenn man die Vertragsbedingungen 
unterschreiben soll, weiß man es.

Was den hier so oft kritisierten Vermittlungs-Aufschlag betrifft, bin 
ich etwas verwundert, welche utopischen Sichtweisen (von 
Weltverbesserung bis utopischen, einseitigen 
Gerechtigkeitsvorstellungen) verbreitet scheinen. Mir persönlich ist es 
absolut egal, wieviel mein Vermittler verdient. Im Gegenteil: mir ist es 
lieber, er verdient mehr als weniger, denn damit steigt sein 
Eigeninteresse an einer guten Zusammenarbeit. Und wenn mich jemand 
vermittelt, der im Monat 1500 EUR (oder mehr) an mir verdient, soll mir 
das Recht sein. Ich würde mehr hinlegen, wenn ich jemanden mit dieser 
Qualifikation selbst beschäftigen müsste, um mir Aufträge zu 
akquirieren.

In einem früheren Kommentar habe ich gelesen, dass diese 
Vermittlungsgebühr ganz zu Lasten des Freelancers ginge. Das ist falsch. 
Genauso falsch übrigens wie die Annahme, die Gebühr ginge ganz zu Lasten 
des Projektbetreibers. Korrekt ist, dass sich beide Seiten die Gebühr 
teilen. Es kommt hier das ökonomische Konzept der Elastizität zum 
Tragen. Wer weniger elastisch ist, trägt einen höheren Anteil dieser 
Kosten. Das sind in der Regel die weniger leistungsfähigen Freelancer 
(da sie leichter ersetzbar sind und das eher mit ihrem Preis ausgleichen 
müssen) oder die qualitativ unterbesetzten Projekte (weil sie ohne 
hochwertiges Personal ihre Projekte nicht erfüllen können). Wer den 
Preis besser diktieren kann, ist elastischer. Und für den Vermittler 
gibt es keinen Vorteil, dies intransparent zu halten, da für den 
Freelancer ceteris paribus letztendlich nur sein Stundensatz zählt.

Sorgt man sich als Freelancer um seine Qualifikation, lernt 
kontinuierlich und bleibt fit und up-to-date, bleibt man gefragt und es 
folgen weitere Vermittlungen. Das ist das tägliche Brot eines 
selbständigen Unternehmers. Utopische Vorstellungen, dass jemand anderes 
dafür verantwortlich sei, jemanden zu vermitteln, sollte man gegen 
Eigenverantwortung ersetzen.

Ich hoffe, ich bin niemandem auf die Füße getreten und es fühlt sich 
niemand auf die Füße getreten. :-)

Autor: As-I-Roved-Out (Gast)
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@Der Osterhase (Gast)
Ich persönlich bin der Meinung, dass es mittlerweile viel zu viele 
Projektdienstleister, Personaldienstleister, bla bla kurz "Leihbuden" 
gibt.
Der Bericht von dir, sofern er der Wahrheit entspricht, ist jedenfalls 
mal ein super Einblick in das Leben als freischaffender Softwarekünstler 
und zeigt auch mal etwas vom Drumherum.

"Ich hoffe, ich bin niemandem auf die Füße getreten und es fühlt sich
niemand auf die Füße getreten. :-)"
Mach ruhig, ich finds gut.

Autor: WS (Gast)
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> Mir persönlich ist es absolut egal, wieviel mein Vermittler verdient.

Die Haltung kann man teilen, allerdings ist es so, daß die Projekte, die 
auf diese Weise vermittelt werden, immer nur zu sehr mäßigen 
Stundensätzen führen, weil besonders Solcom massiv draufhaut.

Der Endkunde zahlt dann schon mal bis zu 100,- und der Freiberufler hat 
nur 80,-. Beim klassischen IT-Geschäft läuft die Sache daher immer so, 
dass sich die Freiberufler irgendwann mal von dem Dienstleister lösen 
und es auf eigene Rechnung machen. Da steckt einfach zu viel Diskrepanz 
drin.

Das andere ist das Engineering-Geschäft:

Da MUSS man mit solchen Firmen arbeiten, weil die Projekte lange gehen 
und die Art, wie Ingenieure arbeiten viel teamlastiger ist und somit 
immer die Gefahr des Scheinselbständigkeitsvorwurfs besteht. Den glauben 
die Firmen mindern zu können, indem sie DL zwischenschalten und davon 
leben die.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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WS schrieb:
>> Mir persönlich ist es absolut egal, wieviel mein Vermittler verdient.
>
> Die Haltung kann man teilen, allerdings ist es so, daß die Projekte, die
> auf diese Weise vermittelt werden, immer nur zu sehr mäßigen
> Stundensätzen führen, weil besonders Solcom massiv draufhaut.

D.h. aber man kümmere sich um seine eigenen Stundensätze und nicht um 
die Provision von Anderen.

Autor: Der Osterhase (Gast)
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@As-I-Roved-Out (Gast)
"Der Bericht von dir, sofern er der Wahrheit entspricht, ist jedenfalls
mal ein super Einblick in das Leben als freischaffender Softwarekünstler
und zeigt auch mal etwas vom Drumherum."

Er entspricht der Wahrheit, ist aber sehr unvollständig. Danke für den 
"Künstler" ;-) Allerdings ist es tatsächlich so, dass man mit viel 
Training (ja, in der Programmierung von Software), dem Lernen mehrerer 
Programmiersprachen (das bereichert wie mit gesprochenen Sprachen enorm) 
und dem immer wieder Hinterfragen einer (eigenen) Lösung gelegentlich 
auf eine sehr elegante, mgl. sogar künstlerische Lösung eines Problems 
kommt. Natürlich muss man die Kunst hier im Kontext des Problem sehen 
;-)

Die vielen "Leihbuden" sehe ich eher als Vorteil und Nutzen: sie 
bereichern den Markt. In einem Polypol nähern sich die Handlesspannen 
der Anbieter ihren eigenen Kosten an (damit auch den Kosten der eigenen 
Wertschöpfung). Je mehr Anbieter existieren, desto weniger können 
einzelne Anbieter den Markt beeinflussen (von Einflüssen aus ihrer Größe 
mal abgesehen, denn es gibt auch einige große). Insofern ist die 
Vielzahl eher nützlich. Außerdem kommt bei vielen Anbietern eher einer 
auf die Idee, das Geschäftskonzept zu verbessern, was für alle 
Marktteilnehmer vorteilhaft wäre.

Zur Zeit existiert in Deutschland ein sehr hoher Bedarf an 
IT-Fachkräften mit wissenschaftlicher Ausbildung. Dazu zähle ich ein 
Selbststudium genau wie ein FH- und natürlich ein Universitätsstudium. 
Wer den Wunsch hat, in der Softwareentwicklung zu arbeiten, sollte - 
Abitur vorausgesetzt - sich für einen Bachelor einschreiben und die 6 
Semester ggf. neben dem Beruf absolvieren. Wenn die Uni nicht schlecht 
ist, spielt sie nicht einmal eine Rolle, denn nach der Uni geht das 
Lernen eigentlich erst richtig los. Und mit einigen Jahren Erfahrung - 
für wen das eine Motivation sein sollte - verdient man als Freelancer 
ein sechsstelliges Jahreseinkommen. Dazu muss man ein bisschen was 
können, was über das Programmieren von Webseiten und JavaSE hinaus geht. 
Aber das kommt im Projektalltag von alleine.

Autor: Der Osterhase (Gast)
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WS schrieb:
> Die Haltung kann man teilen, allerdings ist es so, daß die Projekte, die
> auf diese Weise vermittelt werden, immer nur zu sehr mäßigen
> Stundensätzen führen, weil besonders Solcom massiv draufhaut.

Der von der Agentur einbehaltene Anteil wird vom Projektbetrieber und 
dem Freelancer bezahlt. Je höher dieser Einbehalt ist, desto eher treten 
folgende zwei Effekte hervor:
1. der einbehaltene Anteil des Freelancers reduziert die Chance des 
Freelancers auf ein gutes Einkommen und führt dazu, dass der Vermittler 
weniger leistungsfähige (hard skills & soft skills) Freelancer bekommt.
2. der einbehaltene Anteil des Projektbetriebers reduziert dessen 
Chancen, einen guten Freelancer zu bekommen und mit seinem Projekt 
wettbewerbsfähig zu sein (er konkurriert um die Freelancer).

Beides läuft zwar auf den selben Effekt hinaus, wirkt aber leicht 
unterschiedlich in Abhängigkeit der Elastizität.

SOLCOM kann also nicht beliebig "draufhauen", da es bereits ein starken 
Mangel an guten Leuten gibt, die die Projekte stemmen. Als Freelancer 
nennt man seinen Stundensatz: Problem gelöst. Im Übrigen ist ein 
Stundensatz von 80 EUR für Softwareentwickler C/C++, Java bereits leicht 
überdurchschnittlich. Lediglich für Architektur, Projektleitung, SAP 
sowie exotische Themen gibt es weit höhere Sätze.

Die wenigsten Firmen nutzen nur einen Vermittler zur Ausschreibung und 
Bestellung. Wenn ein Vermittler nun zu viel "draufhaut", sinkt die 
Qualität der von ihm vermittelbaren Leute, was dazu führt, dass andere 
Agenturen von den Projekten bevorzugt werden. Ich bekomme übrigens 
teilweise die gleichen Angebote von verschiedenen Agenturen, die man zum 
höchst möglichen Stundensatz befragen kann. Kann natürlich sein, dass 
das Geschäftsmodell einer Agentur dies nicht berücksichtigt, das 
tangiert mich allerdings wenig, da ich meinen Preis nenne und gucke, was 
die Agentur antwortet. Darüber hinaus ist mir egal, was die Agentur da 
noch drauf legt.

> Der Endkunde zahlt dann schon mal bis zu 100,- und der Freiberufler hat
> nur 80,-.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass man sich mit der 
betriebswirtschaftlichen Preiskalkulation auskennen sollte und 
Stundensätze nicht aus der Luft gegriffen sein sollen. Komme ich z.B. 
außerhalb meines Wohnortes zum Einsatz, steigen meine Kosten, die ich in 
meinen Preis einfließen lassen muss. Das müssen alle Freelancer 
kalkulieren (auch wenn manche sich einfach an der Masse orientieren oder 
Wunschpreise aufrufen). 80 EUR kann in Abhängigkeit vom Einsatzort 
unter- oder überdurchschnittlich sein.

> Beim klassischen IT-Geschäft läuft die Sache daher immer so,
> dass sich die Freiberufler irgendwann mal von dem Dienstleister lösen
> und es auf eigene Rechnung machen. Da steckt einfach zu viel Diskrepanz
> drin.

Wenn das überhaupt möglich ist, ist das eher die Ausnahme. Freelancer 
haben eine (gültige!) Vertragsregel, dass sie nicht auf eigenen Namen 
für die Projektfirma tätig werden dürfen (ausgenommen Festanstellung - 
dann verdienen die Vermittler nochmal mit, wenn sie ihre Verträge 
richtig gestalten). Dies dauert meist mindestens 6 Monate oder länger. 
Wenn man so gut ist, dass ein Projekt 6 Monate auf einen verzichten 
würde, hat man ohnehin eine Verhandlungsposition, in der der Vermittler 
nicht viel drauf schlägt und sich ein direkter Vertrag mit dem Kunden 
nicht sonderlich lohnt. Das hängt mit vielen Dingen zusammen, die ein 
Vermittler für die Freelancer tut und diese entlastet. Andererseits 
beauftragen die meisten Firmen ihre Entwickler gar nicht selbst und 
Freelancer müssen über einen Vermittler kommen. Das hängt mit vielen 
Dingen zusammen, die ein Vermittler für die Projektfirma tut und diese 
outsourcen will. Der Vermittler wirkt als Intermediär und der von ihm 
erzeugte Wert in der Vermittlung wird durch seine Aufschläge 
repräsentiert. Das kann man alles ausrechnen.

Autor: Der Osterhase (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> D.h. aber man kümmere sich um seine eigenen Stundensätze und nicht um
> die Provision von Anderen.

sehe ich auch so.

Autor: Der Osterhase (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> D.h. aber man kümmere sich um seine eigenen Stundensätze und nicht um
> die Provision von Anderen.

Oops, das war zu schnell abgeschickt.

Das sehe ich auch so. Zumal es nichts bringt, sich über die 
Gepflogenheiten eines Vermittlers aufzuregen. In der gleichen Zeit kann 
ich mir ein neues Framework anlesen oder bestehendes Wissen auffrischen 
oder vertiefen. Oder mit einem Kollegen (mit einem, der nicht dabei 
lamentiert) ein Bier/Wein/Kaffee trinken, allg. mich mit Profis 
unterhalten.

Der saure Tränenregen der ewigen Jammerer schlägt auf's Gemüt schlägt 
und versaut die Schuhe ;-)

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