Hallo,
ich sitze hier gerade in meiner kleinen Bastelhütte und sortiere gerade
alles was so an Bauteilen hier so rum liegt. Nun habe ich diverse
Tütchen und Schächtelchen und dann noch Gläser mit jede Menge Bauteilen
die ich nie wieder an gerührt habe, seitdem die in die Gefäße gewandert
sind.
Wie habt ihr das bei euch gelöst um nicht den Überblick zu verlieren?
Schöne Grüße, AVRli...
Ich habe die 75 cent Kunststoffboxen vom Pollin genommen.
Die Wiederum im Regal, welches ich passend für die Boxen zusammengebaut
habe.
Und um die Suche zu vereinfachen habe ich mir ein kleines
Datenbankprogramm geschrieben.
Für die Verwaltung der Bauteile gibt es entweder EleLa:
Elektronik Lagerverwaltung (EXE für Windows und Linux)
oder auch
Part-DB RW - Lagerverwaltung (Web-Basiert mit Apache Server)
Je nach eigenen Vorlieben ist das eine oder andere besser.
Unter "Codesammlung" sind zu beiden Projekten Threads und beide Projekte
werden aktiv gepflegt und weiter entwickelt und sind Freeware.
Hab auch die Boxen vom Pollin wie S. Engel.
Lassen sich gut Stapeln und sind nicht teuer.
Da ich viele SMD Bauteile habe, hab ich mir Trenner aus Plexiglas
geschnitten und eingeklebt, dann hab ich pro Box 20 Kästchen statt nur
10.
Beschriftet mit normalen Etikettaufklebern zum bedrucken.
Bin sehr zufrieden mit dem System. Größere Bauteile hab ich auch in
Schubladenschränkchen.
Einteilung klassisch nach Einsatzbereich. Transistoren, Sensoren,
Kondensatoren von bis ...
Gruß Matthias
Kleinkram in H4-20 bzw. H4-40 Boxen von Pollin.
SMD ist alles auf Tape bzw. Rolle.
Größere Sachen und die SMD-Rollen sind in "SAMLA" Kästen von Ikea,
früher waren die Sachen in den Versandboxen von Conrad, die sind jetzt
aber in den Keller für Lagerzwecke gewandert.
Verwaltung habe ich nicht, Beschriftung der Fächer erfolgt einfach mit
den Etiketten die bei Reichelt, Pollin, Farnell usw. auf den Sachen
drauf sind.
Johannes M. schrieb:> Beschriftung der Fächer erfolgt einfach mit> den Etiketten die bei Reichelt, Pollin, Farnell usw. auf den Sachen> drauf sind.
Ist das nicht so ein Thermodruck der nach einiger Zeit verschwindet?
Johannes M. schrieb:> Verwaltung habe ich nicht, Beschriftung der Fächer erfolgt einfach mit> den Etiketten die bei Reichelt, Pollin, Farnell usw. auf den Sachen> drauf sind.
Zumindest was Reichelt angeht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich
solche Etiketten nach 1-2 Jahren ablösen und sich nur durch Zugabe von
Klebstoff wieder ankleben lassen.
Wenn mal ein Label abgeht, macht das nichts, denn ich habe eine große
Excel-Tabelle mit (fast) allen Bauteilen und ihren Regalpositionen.
Deswegen verzichte ich auch bei den meisten Bauteilen darauf, sie nach
Typ zu sortieren. In den Regalen ist alles durcheinander, aber in der
Liste ist alles auffindbar.
Ich habe meine Lösung damals hier beschrieben:
Beitrag "Re: Kästchen für elektronische Bauteile"
Mittlerweile verwende ich aber anstatt Calc die EleLa-Lagerverwaltung
von Markus.
Das Prinzip der hochstehenden Kästchen hat sich übrigens jetzt weitere
vier Jahre bewährt (Mitarbeiter ist auch zufrieden :-)
Chris D.
AVRli schrieb:> Wie habt ihr das bei euch gelöst um nicht den Überblick zu verlieren?
THT-Bauteile habe ich in Sortierkästen, die teilweise nun schon aus
den 1980er Jahren stammen. Überblick darüber nur so einigermaßen
mental.
SMD ist alles in Tütchen, verwaltet mit einer SQL-Datenbank. Selbige
frage ich dann während der Entwurfsphase eines Projekts auch regel-
mäßig ab um zu wissen, welche Bauteile gerade da sind und das Projekt
möglichst passgenau auszuarbeiten (wenn bspw. ein bestimmter Wider-
standswert gerade nur in 0805 statt 0603 verfügbar ist, dann wird
die entsprechende Gehäusegröße auch genau so geplant).
Den Stapel Tütchen muss ich dann bei der Realisierung noch mit der
Hand durchsuchen, aber das ist als Aufwand vertretbar. Besser, als
wenn man bereits während des Entwurfs da laufend durchwühlen muss.
Ja, was benutzt ist, trage ich dann auch wirklich aus dem Bestand
wieder aus. ;-)
Bei ELV gibt es halbwegs preiswert sog. SMD-Container (auch Mäuse-Kloos
genannt). Die Qualität ist nicht super gut, reicht aber für die
Heimbastelleien.
Für E12er Reihen 12 Stück nebeneinander angereiht und die Dekaden
übereinander.
Für ca. 70€ gibt es bei ELV auch ein Schubladenfach (leider keine ESD
Ausführung). Teuer, aber funktioniert gut und hat sich sehr bewährt. Es
ist deutlich besser als das noch teurere professionelle Teil, das ich am
"richtigen" Arbeitsplatz habe.
Was wo drin ist steht auf den einzelnen Containern und in einem
Excel-sheet.
Nein nein ich bin nicht in meinen Bauteilen abgetaucht, weil ich gestern
nicht mehr geantwirtet habe... ;-)
Danke für Eure Anregungen und in der Tat, wenn ich das so sehe, ich habe
noch was vor. Eine Datenbank pflegen, puhhh daran hab ich noch garnicht
gedacht, doch macht man das wirklich....
Ich werde mir eine größere Anzahl solcher kleinen Boxen zulegen wo dann
nach Typ einsortiert wird.
IC's, T's, R's, L's...
Grüße AVRli...
AVRli schrieb:> Eine Datenbank pflegen, puhhh daran hab ich noch garnicht> gedacht, doch macht man das wirklich....
Die Bauteile in der DB macht Sinn, denn damit kann man (zumindest mit
EleLa):
- Etikette drucken um den Kasten zu beschriften
- Fehlende Bauteile per Bestell- Vormerkung verwalten
Und das Wichtigste:
- Projekte / Platinen und deren Bestückung verwalten. Per CAD Import die
Bauteile importieren und man erhält somit automatisch eine Liste aller
Bauteile die noch fehlen / nachbestellt werden müssen.
Nur ein paar wenige Bauteile mit der Datenbank zu verwalten macht wenig
Sinn, wenn man da nur die Mengen pflegen muss. Eine gute Datenbank soll
bei der Entwicklung von Schaltungen helfen und auch alternative Bauteile
zeigen können, falls man das eine nicht mehr hat. Auch bei Projekten und
vielem mehr.
Die ganze Feature-Liste ist im Artikel Elektronik Lagerverwaltung
gut beschrieben.
Unsichtbarer schrieb:> Johannes M. schrieb:>> Beschriftung der Fächer erfolgt einfach mit>> den Etiketten die bei Reichelt, Pollin, Farnell usw. auf den Sachen>> drauf sind.>> Ist das nicht so ein Thermodruck der nach einiger Zeit verschwindet?
Bei den Reicheltetiketten auf jeden Fall wie ich neulich schmerzhaft
erfahren musste...
troll schrieb:> Bei den Reicheltetiketten auf jeden Fall wie ich neulich schmerzhaft> erfahren musste...
Ja das merke ich nun auch... unter anderem habe ich nun SMD Bauteile die
ich nicht mehr erkennen kann. Da sind nun auch kleine C's dabei die ich
nicht mal nachmessen kann da mir solch ein Messgerät fehlt.
Gut ich Danke hiermit für alle Meinungen die ernst gemeint waren und
werde mich nun um meine Krümelkisten kümmern. ;-)
Liebe Grüße, AVRli...
...-.-
Sammelt nie zu viel altes Zeugs.
Ich mußte das wohl früher, als es noch keinen PC und Simulatoren gab. Da
braucht man wirklich handfestes Material, um zu experimentieren.
Neuerdings bin ich ein wenig von Demo-Boards infiziert, die man einfach
per USB an den PC ansteckt, und fertig ist die Kiste.
Vom Hartz-Amt bin ich nun gezwungen, in kleineren Wohnraum zu ziehen. Da
fallen vielleicht 3 Kubikmeter Elektronik an, aber ich kanns nun mal
nicht ändern. Mit den modernen Entwicklungsmethoden am PC macht es mir
aber auch nicht mehr solche Kopfschmerzen, wenn ich das sogar neuwertige
alte Zeug entsorge.
Mitlerweile kaufe ich auch nur noch projektspezifisch und möglichst SMD.
Die alten Sortimente, E-Reihen (80% der Werte braucht man sowieso nicht)
und bedrahteten Bauteile werden noch verbraucht aber nicht mehr
nachgekauft.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Sammelt nie zu viel altes Zeugs.>> Ich mußte das wohl früher, als es noch keinen PC und Simulatoren gab. Da> braucht man wirklich handfestes Material, um zu experimentieren.
Wau, Wilhelm. Das hätte ich nicht von dir Gedacht, dass du so denkst ;-)
Johannes M. schrieb:> Mitlerweile kaufe ich auch nur noch projektspezifisch und möglichst SMD.> Die alten Sortimente, E-Reihen (80% der Werte braucht man sowieso nicht)> und bedrahteten Bauteile werden noch verbraucht aber nicht mehr> nachgekauft.
So mache ich es auch. Der Projektkrempel kommt dann in eine Box, die
wird im Schrank verstaut.
So kann man irgendwann später mal an irgendnem Projekt weitermachen.
Oder, wenn man ein Bauteil braucht erinnert man sich an ein Projekt, wo
man das Bauteil auf jeden Fall benutzt hat und guckt in die Kiste rein
und bedient sich dort.
Das ist mMn. am Allereinfachsten mit minimaler Disziplin zu realisieren
Simon K. schrieb:> Oder, wenn man ein Bauteil braucht erinnert man sich an ein Projekt, wo> man das Bauteil auf jeden Fall benutzt hat und guckt in die Kiste rein> und bedient sich dort.
Dann würdest du aber über kurz oder lang allerlei Kistchen mit dem
restlichen "Hühnerfutter" vergangener Projekte da anramschen, oder
bestellst du das Hühnerfutter auch projektweise stückgenau? Ich
kaufe sowas in 50er oder 100er Streifen, weil's ohnehin billiger
ist, und weil das Zeug auch schnell mal in einer Dielenritze
verschwunden ist.
Wenn sich aber die Hühnerfutter-Restbestände jetzt auf 10 alte
Projektkisten verteilen, ist das auch kaum übersichtlicher, und
du weißt vor allem beim nächsten Projekt nicht, ob du nun noch
Widerstände in 10 kΩ oder 15 kΩ übrig hast oder nicht.
Auch viele Standard-ICs und -Transistoren sind da vergleichbar, man
will nicht jeden BC857 einzeln projektbezogen kaufen.
Jörg Wunsch schrieb:> Philipp K. schrieb:>> AVRli schrieb:>>> Da sind nun auch kleine C's dabei die ich>>> nicht mal nachmessen kann da mir solch ein Messgerät fehlt.>>>> http://www.pollin.de/shop/dt/NTA3OTYxOTk-/Messtechnik_Uhren/Messtechnik/Multimeter/Digitales_Kapazitaetsmessgeraet_MASTECH_MY6013A.html>> Dürfte allerdings bei Cs kleiner 10 pF ziemlich zum Schätzeisen> verkommen, oder?
Das hängt davon ab, wie ruhig Du beim Messen die Kabel hältst. Das Teil
hat einen Nullabgleich, der hilft ein wenig. Unter 10p ist es aufgrund
parasitärer Kapazitäten grundsätzlich schwierig, aber mit etwas Ruhe
bekommt man das auch hin. Bei bedrahteten Kondensatoren geht es sogar
ziemlich genau, weil man da die Kabel weglassen, und den Kondensator
direkt ins Messgerät stecken kann.
Ein 2,2pF Kondensator lässt das Gerät 2,4pF anzeigen. Das ist nicht so
sehr genau, aber zum Einsortieren der meisten SMD Cs reicht es bei mir.
Zwischen zwei Reihen eines Steckboards zeigt das Teil übrigens 2,5pF an.
Hab vor 20 Jahren mal 'ne TV-Werkstatt aufgelöst und dabei unter anderem
Dutzende dieser Anreihsortierkästen 'geerbt'. Da waren auch schon Teile
drin, hehehe. Seit damals(tm) habe ich für jeden R und C Wert eine
eigene Schublade. SMD sind in Röhrchen und Tape mit drin.
Die Kästen haben jeweils 4*4 Schubladen und sind mit Schienen ineinander
steckbar.
Simon K. schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>>> Sammelt nie zu viel altes Zeugs.>>> Ich mußte das wohl früher, als es noch keinen PC und Simulatoren gab. Da>> braucht man wirklich handfestes Material, um zu experimentieren.>> Wau, Wilhelm. Das hätte ich nicht von dir Gedacht, dass du so denkst ;-)
Siehste mal. Ich selbst habe ja nie behauptet, altbacken zu sein.
Ich habe ja auch ein relativ zu meinem Alter moderneres Studium hinter
mir, wo es schon um viele diverse Simulationsdinge und modernes Design
am PC ging.
In meinem Job war ich der auf dem modernsten Stand, und das gab
ordentlich Gegenwind: "Wir arbeiten hier noch mit Oszi und Lötkolben.
Mit deinen modernen Methoden kannst du dich zu Hause beschäftigen."
Im Hintergrund sah ich dann gelegentlich mal, daß sich einer eben doch
z.B. mit SPICE beschäftigte, wenn ich es gerade nicht sehen sollte. ;-)
1990 mußte man einfach noch einen gewissen Grundbestand zu Hause liegen
haben, um mal was aufzubauen. Anders ging es einfach gar nicht.
Selbst an der FH wurden Steckbretter für TTL-Schaltungen erst um
2002/2003 herum entsorgt.
Wenn ich mir jetzt das Discovery-Board bestelle, habs noch nicht getan,
eilt auch nicht sehr, so daß es auf einen Tag an kommt, dann bestelle
ich bei diesem Top-Preis auch gleich wieder zwei oder auch drei. Eines
mindestens aus Redundanzgründen, falls ich einen schweren Bock schieße.
Und das dritte vielleicht, um mal einen Jugendlichen zu begeistern, der
gerade kurz vor dem Abi ist, und schon über ein Studium Informatik oder
E-Technik nach dachte. Mein Neffe. Für den bin ich dann garantiert ein
guter Ansprechpartner. Ich selbst hatte solchen Luxus ja nie. Hätte mir
aber auch gerne einen persönlichen Tutor gewünscht.
Jörg Wunsch schrieb:> Simon K. schrieb:>> Oder, wenn man ein Bauteil braucht erinnert man sich an ein Projekt, wo>> man das Bauteil auf jeden Fall benutzt hat und guckt in die Kiste rein>> und bedient sich dort.>> Dann würdest du aber über kurz oder lang allerlei Kistchen mit dem> restlichen "Hühnerfutter" vergangener Projekte da anramschen, oder> bestellst du das Hühnerfutter auch projektweise stückgenau? Ich> kaufe sowas in 50er oder 100er Streifen, weil's ohnehin billiger> ist, und weil das Zeug auch schnell mal in einer Dielenritze> verschwunden ist.
Das stimmt. Irgendwann (zum Beispiel wenn kein Platz mehr ist ;-)) muss
man dann eine Projektkiste aufgeben.
Das mache ich so, indem ich alles in eine Sammelkiste schütte, die dann
tatsächlich ungeordnet ist und wo man nicht genau weiß, was drin ist.
Die hält sich allerdings zur Zeit in Grenzen.
> Wenn sich aber die Hühnerfutter-Restbestände jetzt auf 10 alte> Projektkisten verteilen, ist das auch kaum übersichtlicher, und> du weißt vor allem beim nächsten Projekt nicht, ob du nun noch> Widerstände in 10 kΩ oder 15 kΩ übrig hast oder nicht.
Das nicht. Das wäre dann ein Fall für die Sammelkiste. Aber als
Digitaltechniker braucht man eh nicht so viele verschiedene Werte :-)
> Auch viele Standard-ICs und -Transistoren sind da vergleichbar, man> will nicht jeden BC857 einzeln projektbezogen kaufen.
Naja gut, irgendein Nachteil muss das Prinzip natürlich haben. Hehe.