Digital verstellbarer Kondensator?

OP #2885831
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Ich möchte in meinen Schaltplan einen Trimmkondensator einbauen. Das 
Problem ist, dass ich die Kapazität nicht manuell ändern möchte, sondern 
Digital über einen µC (Impulse oder Byte). Gibt es einen IC, der das 
kann? In der Theorie müsste es doch funktionieren, mehrere Kondensatoren 
parallel zu schalten, da sich die Kapazität dann ja auch erhöht. Wäre 
schön wenn es das in einem IC gäbe.
(Firma: Dg3brb) #2885850
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Es wäre nicht uninteressant zu wissen, in welchen Bereichen die 
Kapazität liegen soll. Für Schwingkreise oder dergleichen würde sich 
eine Kapazitätsdiode anbieten. Diese ändert ihre Kapazität in 
Abhängigkeit der angelegten Spannung. Die BBF312 z.B. im pF Bereich 
(ca.10-800pF). Die Spannung kann der µC ja dann per geglätteter PWM oder 
DAC erzeugen.
(Siehe z.B. http://www.b-kainka.de/bastel99.htm)

Gruß,
kanadakruemel
#2885855
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Obi Wan schrieb:
> Ich möchte in meinen Schaltplan einen Trimmkondensator einbauen. Das
> Problem ist, dass ich die Kapazität nicht manuell ändern möchte, sondern
> Digital über einen µC (Impulse oder Byte). Gibt es einen IC, der das
wenn man sich deine restlichen beiträge im forum hier anschaut, lässt es 
schweren zweifel daran aufkommen, dass du wirklich brauchst, was du 
meinst zu brauchen...

Netiquette: Klare Beschreibung des Problems
#2885861
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man kann zB mehrere Kondensatoren mit binärer Gewichtung (1-2-4-8-16) 
über Transistoren nach Masse schalten und so digital die Kapazität 
einstellen.

Kommt aber auf den Einsatzzweck an. Im HF Bereich geht das eher nicht 
mehr, da die parasitären Kapazitäten dann zu gross werden.
#2886825
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Hallo,
wenn es eher um mehrere 10pF bis einige 100pF und höhere Frequenzen 
geht, kann man Transistoren oder gar einen 4066 oder Ähnliches als 
Analogschalter vergessen. Aber es gibt trotzdem eine Lösung: 1N4148 als 
Schalter. Die Dioden mit Kathode an Masse, an die Anoden jeweils einen 
Widerstand von ca. 10k , deren andere Anschlüsse an digitale Ports. 
Ebenso an die Anoden die binär gewichteten Kondensatoren (z.B. 12p, 22p, 
47p, 100p) und deren andere Anschlüsse alle zusammenschalten. Damit hat 
man eine einstellbare Kapazität gegen Masse, die auch bei hohen 
Frequenzen noch funktioniert.

Ich hatte so mal eine sog. Schärfebox für analoge VGA-Signale gebaut, 
für Heimkinoanwender, die einen PC als Player für einen Projektor 
verwenden. Die Box hat bei Tests auch noch einwandfrei mit HDTV-Signalen 
funktioniert, die Videobandbreite erreicht da immerhin fast 40MHz. Ja, 
das war noch zu einer Zeit vor Blu-Ray und vor HDCP, da wurden 
HDTV-Signale auch noch analog ausgegeben.

Funktionieren tut das ganze, weil die Dioden bei Durchlaßstrom einen 
kleinen differentiellen Widerstand haben, ohne Durchlaßstrom dagegen 
einen hohen. Wenn alle Dioden "aus" sind, hat man eine Restkapazität von 
ca. 10pF (bei 4 Dioden mit Kondensatoren). Die 0.7V Gleichspannung an 
den Dioden im eingeschalteten Zustand stört nicht, die wird durch die 
Kondensatoren abgehalten. Die 1N4148 ist gut geeignet, da sie ihren 
differentiellen Widerstand sehr stark ändert und eine kleine Kapazität 
bei I=0 hat, besser als andere Dioden und vor allem besser als Schottky.

Gruß
Andy W

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