Hallo,
bin auf der Suche nach einem Schaltregler, der zwischen 10V bis 30V
Eingangsspannung zurecht kommt. Die Ausgangsspannung ist bei 3,3V.
Hab bisher den TL2575-33 ins Auge gefasst.
Da ich aber nur eine kleine Last habe (ca. 100mA), wäre meine Frage,
ob dieser dafür geeignet wäre?
Denn im Datenblatt, geht die Spulenauswahl erst bei einem Laststrom von
200mA los. Bzw. was gäbe es noch für andere Möglichkeiten.
Schon mal vielen Dank, für eure Tipps und Anregungen.
Wenn du es aus diskreten Bauelementen aufbauen möchtest, habe ich dir
mal Matjaz Vidmars Schaltregler angehängt. Sehr robust und mit weiten
Eingangs- und Ausgangsbereiche aufbaubar.
Es kommt darauf an, wie klein er sein soll und was du löten kannst.
Von Hand kommen keine DFN-Gehäuse in Frage.
Ich verwende immer Linear Technology-Wandler. Kann man mit LTspice
simulieren.
Als Auswahl habe ich über die Parametersuche
"Power Management Switching Regulator Step-Down (Buck) Regulators
Micropower Buck"
folgende gefunden:
LT1934; 6-Pin-SOT23; benötigt aber 2 Schottky-Dioden extra
LT3470; aber 8-Pin-SOT23(!) da brauchst du gehobene Lötfähigkeiten und
Entlötlitze.
Alle modernen Spannungswandler sind auf Winzigkeit getrimmt - und nur
Reflow zu löten...
PS: Dein Schaltregler ist zwar noch im DIL, aber von der Technologie her
bock alt. Die Schaltfrequenz von mickrigen 52kHz bedingt
(vergleichsweise) riesige Induktivitätswerte. Moderne Schaltwandler
kommen auf 500kHz bis 2MHz. Da genügen dann weniger als 47µH als
Drossel. Zudem haben sie eine sauberere Ausgangsspannung.
Danke für die schnellen Anworten.
Das diskret aufzubauen, wäre denk ich zu Anfang nicht schecht, werde da
aber leider Platztechnisch Probleme bekommen. Daher wird wohl diese
Möglichkeit entfallen.
Wie sieht es meinem vorgeschlagen TL2575-33 wegen minimaler Last aus, da
dieser zum Test recht gut geeignet ist(THT) und dieser auch in einer
T0-263 Variante zu bekommen wäre.
Zu dem LT1934 ist denk ich noch ne Alternative, bezlüglich der
Lötbarkeit. Werd ihn mal genauer anschauen.
Der MC34063A wäre auf jedenfall keine schlechte Alternative. Ist eben
günstig zu bekommen. Einzig was nicht viel besser ist, ist die relativ
geringe Schaltfrequenz von 100kHz. Dadurch braucht man halt schon auch
noch recht hohe Induktivitätswerte.
Habe noch mal geschaut und hab bei TI den LM14203 gefunden.
Was haltet ihr denn davon?
Elias schrieb:> Der MC34063A wäre auf jedenfall keine schlechte Alternative. Ist eben> günstig zu bekommen. Einzig was nicht viel besser ist, ist die relativ> geringe Schaltfrequenz von 100kHz. Dadurch braucht man halt schon auch> noch recht hohe Induktivitätswerte.
Die dürften bei 100mA mechanisch aber immer noch recht klein sein.
Schon bei 100kHz muss man etwas aufpassen, das der mechanische
Aufbau richtig gemacht wird. Je höher die Frequenz, desto grösser
werden da die Probleme.
Gruss
Harald
Also ich hab nun mal die Werte für den MC4063A berechnet. Die
Schaltfrequenz hab ich 100kHz angenommen. Uin=10-30V, Uout=3,3V,
Ilast=100mA
Hab ne mindestkapazität von etwa 130µH rausbekommen.
Ich bin mir da aber nicht ganz sicher, wäre nett wenn jemand dies
nachrechnen würde.
Die Formeln für Stepdown betrieb, sind im Datenblatt.
Elias schrieb:> Hab ne mindestkapazität von etwa 130µH rausbekommen.
-> Induktivität?
> Ich bin mir da aber nicht ganz sicher, wäre nett wenn jemand dies> nachrechnen würde.> Die Formeln für Stepdown betrieb, sind im Datenblatt.
Oder im Internet:
http://dics.voicecontrol.ro/tutorials/mc34063/
Gruß
John
John schrieb:> -> Induktivität?
Ja das hab ich eigentlich gemeint. sorry
vielen Dank für den Link.
Dazu hab ich aber noch ne Frage, ich hab's mal berrechnet und bin aber
auf 104,65µH gekommen. Hab bei Feld Saturation Voltage den Wert 1,1
genommen, da ich ja im Stepdown modus betreiben will(vorgeschlagener
Wert ist ja 1,1).
Bei deiner Berechnung hast du 0.5 genommen.
Ist deswegen nun meine Berechnung falsch?
Gruß Elias
Elias schrieb:> Also ich hab nun mal die Werte für den MC4063A berechnet. Die> Schaltfrequenz hab ich 100kHz angenommen. Uin=10-30V, Uout=3,3V,> Ilast=100mA> Hab ne mindestkapazität von etwa 130µH rausbekommen.
Ja, das sieht ja nach den diversen Berechnungsvorschlägen korrekt aus.
Ist dein Laststrom immer 100mA ? Wenn nicht, dann bedenke bitte das bei
geringeren Lastströmen der Regler in den diskontinuierlichen Betrieb
übergehen wird, da die Berechnung genau an der Grenze dafür ist. Ich
würde vermutlich eher 1mH nehmen, dann wird auch der Ausgangsripple
viel besser.
Andreas Messer schrieb:> Ist dein Laststrom immer 100mA ? Wenn nicht, dann bedenke bitte das bei> geringeren Lastströmen der Regler in den diskontinuierlichen Betrieb> übergehen wird, da die Berechnung genau an der Grenze dafür ist. Ich> würde vermutlich eher 1mH nehmen, dann wird auch der Ausgangsripple> viel besser.
Nein der Laststrom ist nicht konstant.
Vielen Dank für den Hinweis.
Ist aber 1mH nicht etwas zuviel?
Ich hätte maximal den halben Wert genommen.
Macht das nichts aus wenn ich eben wie du es vorschlägst den Wert sehr
großzügig wähle?
Elias schrieb:> Da ich aber nur eine kleine Last habe (ca. 100mA), wäre meine Frage,> ob dieser dafür geeignet wäre?TL2575 klingt nach LM2575, nur eben von TI. Für kleinere Lasten ist der
LM2574 vorgesehen. LM2594 (150Khz) und LM2674 (260Khz) sind ähnlich,
aber dank höherer Frequenz mit kleineren Spulen und grösseren Ansprüchen
an Layout und Komponenten gesegnet.