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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik gefährlich kleiner Vorwiderstand vor LEDs


Autor: A. S. (rava)
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nabend,

ich möchte eine Multiplexermatrix für LEDs bauen. Da die Zyklenzahl 4 
beträgt (8x4 = 32 LEDs) gehe ich von einem Tastverhältnis von 25% auf 
jeder LED aus.
Ich möchte weiße standard-LEDs verwenden. Wegen dem Tastverhältnis bin 
ich auf 30mA gegangen - ich hoffe das ist überhaupt genug?
Mein Ziel ist maximale Helligkeit, ohne die Bauteillebensdauer zu 
verkürzen - Laut Datenblatt kann man bei 25% Tastverhältnis sogar 50mA 
geben

bei 30mA habe ich laut Datenblatt einen Spannungsabfall von 3.8V.
Die 5V-Versorgungsspannung wird durch eine 1N4148-Diode durchgeleitet 
(Verpolschutz für meinen Mikroprozessor auf der Platine). Bringt das 
überhaupt etwas?

Falls ja, bleiben mir gerade mal 0.2V für den Vorwiderstand, da an der 
Diode 1V abfällt.

für den Widerstand ergibt sich also
R = 0.2V / 0.03A = 6.8 Ohm
(für 40mA ergäben sich nur noch knapp 4.7 Ohm)
Das kommt mir sehr klein vor. Wie sieht es denn in dieser Größenordnung 
mit Bauteiltoleranzen aus? Die Widerstände werden 1% haben, aber den 
LEDs trau ich nicht ganz. Eine gleichmäßige Helligkeit wäre schon 
wünschenswert.

LED datasheets: 
http://www.tme.eu/de/katalog/?f_zamowienie=1#searc...
Der Unterschied zwischen beiden LEDs ist angeblich nur die Helligkeit. 
Sonst sind die Datenblätter gleich

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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A. S. schrieb:

> Die 5V-Versorgungsspannung wird durch eine 1N4148-Diode durchgeleitet
> (Verpolschutz für meinen Mikroprozessor auf der Platine). Bringt das
> überhaupt etwas?

Wenns hart auf hart kommt, bringt die natürlich was.
Aber eigentlich sollte die ja vor dem 7805 sitzen, so dass du da 5V 
rauskriegst um damit die Schaltung zu versorgen.


> mit Bauteiltoleranzen aus? Die Widerstände werden 1% haben, aber den
> LEDs trau ich nicht ganz. Eine gleichmäßige Helligkeit wäre schon
> wünschenswert.

Das gute ist, dass man eine kleine Differenz in der Helligkeit bei voll 
aufgedrehten LED nicht sieht. Das Auge (bzw. Gehirn) arbeitet 
logarithmisch. Je heller, desto weniger fällt dir eine kleine Differenz 
auf.

Autor: amateur (Gast)
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Die neumodischen LED's werden sehr oft mit Konstantstrom gefüttert. Da 
sind die Verhältnisse etwas besser kalkulierbar. Allerdings ist der 
Aufwand entsprechend groß.

1 Volt Spannungsabfall erscheint mir etwas zu hoch gegriffen.

Verpolschutz ist nicht schlecht, die einzige Bedingung ist die: Es 
sollte auch eine Möglichkeit zum Verpolen geben. Bei einem normalen 
Netzteil geht das z.B. nicht, da fast immer ein Brückengleichrichter mit 
im Spiel ist.

Autor: Thomas (Gast)
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Karl Heinz Buchegger schrieb:
> Aber eigentlich sollte die ja vor dem 7805 sitzen, so dass du da 5V
> rauskriegst um damit die Schaltung zu versorgen.

Wo steht was von nem 7805, in der Glaskugel?

A. S. schrieb:
> für den Widerstand ergibt sich also
> R = 0.2V / 0.03A = 6.8 Ohm
> (für 40mA ergäben sich nur noch knapp 4.7 Ohm)
> Das kommt mir sehr klein vor.

Als Faustformel sagt man das am Vorwiderstand etwa 30% der Spannung 
abfallen sollen. Richtige KSQ ist natürlich optimalerer.

lG

Autor: A. S. (rava)
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ja die Möglichkeit zum Verpolen besteht tatsächlich durch falschen 
Anschluss. Die Platinen sind kleine, anreihbare Module. Wenn ich dem 
User aber vertrau, dass er das nicht verbockt, könnte ich mir die 
Diodenspannung für den Widerstand krallen.


Der Spannungsbfall der Diode würde mich aber doch sehr genau 
interessieren.
Wenn hier mal eben 0.3V übrig bleiben, habe ich statt 40mA plötzlich 
100mA durch die LEDs. Das geht nicht.

Die Datenblätter geben nur beschränkt Auskunft. Hier scheint auch eine 
große Temperaturabhängigkeit im Spiel zu sein.
Durch das 8x4-Multiplexing ist der Strom durch die Diode irgendwo 
zwischen 0... 8*I - was auch immer I sein wird. Vermutlich so 40mA

Oder gibt es Dioden, die etwas schönere Kennlinien haben als die 1N4148? 
Kennt da jemand was?

Autor: Anon Ymous (anonymous)
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Google Verpolschutz ohne Spannungsabfall

Autor: John (Gast)
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A. S. schrieb:
> bei 30mA habe ich laut Datenblatt einen Spannungsabfall von 3.8V.

Bist Du sicher?
(Man beachte die Streuung)

Autor: Michael A. (Gast)
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Karl Heinz Buchegger schrieb:
> Das Auge (bzw. Gehirn) arbeitet logarithmisch. Je heller, desto weniger
> fällt dir eine kleine Differenz auf.

Ein 30% falscher Strom führt leider immer zu einem konstanten Quotienten 
und nicht zu einer konstanten Differenz. Auf der logarithmischen Skala 
ergibt das immer den gleichen Fehler - egal bei welcher Helligkeit ;-)

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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amateur schrieb:

> Die neumodischen LED's werden sehr oft mit Konstantstrom gefüttert.

Die altmodischen auch. :-)
Gruss
Harald

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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A. S. schrieb:

> Ich möchte weiße standard-LEDs verwenden. Wegen dem Tastverhältnis bin
> ich auf 30mA gegangen - ich hoffe das ist überhaupt genug?

Leuchten werden die LED sicher.

> Mein Ziel ist maximale Helligkeit, ohne die Bauteillebensdauer zu
> verkürzen - Laut Datenblatt kann man bei 25% Tastverhältnis sogar 50mA
> geben

Aha. Aber wenn du maximale Helligkeit willst, warum nimmst du dann 
weniger als den maximalen Strom?

> bei 30mA habe ich laut Datenblatt einen Spannungsabfall von 3.8V.

Ähem. Das ist ein typischer Wert. Exemplarabhängig. Temperaturabhängig. 
Wenn das Datenblatt den Namen verdient, dann sollte es Diagramme 
enthalten anhand derer der Streubereich zumindest abgeschätzt werden 
kann. Bei 32 LED kannst du das zumindest für Zimmertemperatur ja auch 
einfach mal ausmessen.

> Die 5V-Versorgungsspannung wird durch eine 1N4148-Diode durchgeleitet
> (Verpolschutz für meinen Mikroprozessor auf der Platine). Bringt das
> überhaupt etwas?

Kommt drauf an. Es gibt auch verpolsichere Steckverbinder. Oder man 
könnte mehr als 5V vorne reinstecken. Oder die LED-Matrix vor der Diode 
anschließen.

> Falls ja, bleiben mir gerade mal 0.2V für den Vorwiderstand, da an der
> Diode 1V abfällt.

Nein. Womit schaltest du deine LED denn? Die Zeilen- bzw. Spaltentreiber 
müssen den 1- bzw. 8-fachen LED-Strom schalten. Und haben sicher mehr 
als 0V Sättigungsspannung.

Die traurige Wahrheit ist: mit diesen LED und bei diesem Strom 
reichen 5V nicht. Punkt.

> Wie sieht es denn in dieser Größenordnung
> mit Bauteiltoleranzen aus? Die Widerstände werden 1% haben, aber den
> LEDs trau ich nicht ganz. Eine gleichmäßige Helligkeit wäre schon
> wünschenswert.

Definiere "gleichmäßig". Das Auge ist an sich recht flexibel, was die 
Bewertung von Helligkeit angeht. Aber wenn die LED direkt nebeneinander 
sind, wird man einen Helligkeitsunterschied von 3dB (0.7 : 1) schon 
bemerken wenn man darauf achtet. 6dB (0.5 : 1) ganz sicher.

Du könntest ja mal die jeweiligen Toleranzen eingrenzen und dann den 
worst case durchrechnen.


XL

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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A. S. schrieb:

> Durch das 8x4-Multiplexing ist der Strom durch die Diode irgendwo
> zwischen 0... 8*I - was auch immer I sein wird. Vermutlich so 40mA

Ist dir schon aufgefallen, daß 8*40mA deutlich über dem Maximum für 
die 1N4148 liegt?

> Oder gibt es Dioden, die etwas schönere Kennlinien haben als die 1N4148?
> Kennt da jemand was?

Erfahrene Anwender wissen längst, daß als Verpolschutzdiode bei knapper 
Spannung Schottky-Dioden die bessere Wahl sind. SB120. 1N5817. o.ä.


XL

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Axel Schwenke schrieb:

> Erfahrene Anwender wissen längst, daß als Verpolschutzdiode bei knapper
> Spannung Schottky-Dioden die bessere Wahl sind. SB120. 1N5817. o.ä.

Es gibt ja auch noch die Alternative Paralleldiode plus Sicherung.
Wobei manche Sicherungen auch recht hochohmig sind.
Gruss
Harald

Autor: Udo Schmitt (urschmitt)
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A. S. schrieb:
> bei 30mA habe ich laut Datenblatt einen Spannungsabfall von 3.8V.

Fakt ist daß du irgendwas zwischen 3,0 und 4,0V haben wirst. Was genau 
hängt von der einzelnen Led, der Temperatur und dem Mondzyklus ab.
Also musst du so designen, daß die Schaltung sowohl bei 3,0 als auch bei 
4,0V noch funktioniert.
Alles andere ist:
"kann gehen, muss aber nicht, wenns heute geht ists morgen schon kaputt"

Autor: Ralf G. (ralg)
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A. S. schrieb:
> ich möchte eine Multiplexermatrix für LEDs bauen.

Ich würde noch ein paar andere Überlegungen dazu anstellen:
- 1000mcd? das ist ja eine elende Funzel(*). Falls dir eine geringe 
Helligkeit reicht, dann kann man mit dem Vorwiderstand ruhig auf Nummer 
sicher gehen
- muss das unbedingt weiß sein?
- muss das eckig sein?
- es kommt darauf an, was das werden soll... Eckige LED, 
aneinandergereiht, 100° Abstrahlwinkel (hoffentlich nicht ringsrum) und 
dann noch die Helligkeit 'volles Rohr'...

(*) für 'ne weiße LED

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Ralf G. schrieb:

> Ich würde noch ein paar andere Überlegungen dazu anstellen:

Ich auch. Zum Beispiel was mit der jeweilig betroffenen LED passiert, 
wenn das Multiplexing aus irgendeinem Grund stehenbleibt.

Autor: Ralf G. (ralg)
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Icke ®. schrieb:
> was mit der jeweilig betroffenen LED passiert,
> wenn das Multiplexing aus irgendeinem Grund stehenbleibt.

Naja, meine ich ja:
Ralf G. schrieb:
> Falls dir eine geringe
> Helligkeit reicht, dann kann man mit dem Vorwiderstand ruhig auf Nummer
> sicher gehen

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Es gibt auch noch Shottky-Dioden. Die geben sich mit 0,2-0,3V zufrieden 
;-)

Autor: MaWin (Gast)
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Richtig, 0.2V sind zu wenig damit ein Vorwiderstand den Strom bei 
niedrigster Durchlassspannung der LED und bei grösster ausreichend 
konstant halten kann. Lass zumindsst mal die Diode weg, verwende als 
Zeilenschalttransistoren PMOSFETs wie IRF7303 und als 
Spaltentransistoren Konstantstromquellen wie CAT4016, das sind gleich 16 
in einem Gehäuse seriell ansprechbar.

Autor: A. S. (rava)
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okay, leute. Danke für eure Hilfe. Da kommen ja ein Haufen Aspekte 
heraus.
Erstens ganz unwichtig vorneweg: die 4148 kann in der 1206-Bauweise bis 
zu 500mA ab.

nun aber die Infos von denen sich herausgestellt hat, dass sie wichtig 
sind:

Die LEDs sind nicht weiß, damit sie besonders hell sind. Es könnte jede 
andere Farbe auch sein - weiß sieht halt bei meinem Design am besten aus 
(ist natürlich auch Geschmackssache, klar)
Im Klartext möchte ich eine weiße Bargraphanzeige realisieren - der 
Abstrahlwinkel sollte daher zweitrangig sein; die rechteckige 
Gehäuseform hat aber schon ihren Reiz. Die Größe finde ich auch sehr 
wichtig.

Zum Multiplexen (8x4) habe ich bisher einen Atmega8 vorgesehen, der noch 
12 pins frei hat. In der Theorie kann der Kollege pro Kanal 40mA liefern 
und in Summe nicht mehr als 300mA (8x40mA sind 320mA, also war ich da 
oben raus schon vorsichtiger, obwohl die LEDs 50mA abkönnen; Streuungen 
außen vor gelassen).
Ich habe allerdings das Datenblatt nochmal angesehen und daraus gelesen, 
dass mein Plan ohnehin nicht aufgeht - es gibt noch weitere 
Strombeschränkungen & Spannungsabfälle an den Ports, die mir einen 
Strich duch die Rechnung machen.

gehen wir also meine Optionen durch.

1. bei 5V bleiben, da die nächstgrößere verfügbare Spannung (12V) schon 
sehr viel Leistungsaufnahme bedeutet (fast 4W bei 320mA). Werden die 
LEDs mit 5V befeuert, muss auf jeden Fall die Schutzdiode wegfallen. 
Auch ein anderer Verpolungsschutz käme nur in Frage, wenn er bauteilarm 
zu realisieren ist und wenig Spannung verbrät. Das sollte in jedem Fall 
zweitrangig sein! Bauteilempfehlungen werden dennoch angenommen :)
1a) Sowohl Zeilen als auch Spalten mit insgesamt 12 Transistoren 
treiben, um die Strombeschränkungen des µCs einzuhalten. Hoffen, dass 
genug Spannung übrig bleibt, um ausreichend große Widerstände zu 
benutzen. Welche Transistoren schlagt ihr vor? Der IRF7303 ist hübsch, 
aber etwas teuer. Ich verbaue auch gerne Hühnerfutter, wenn ich das 
günstiger bekommen kann. Wie sieht es mit den Spaltentransistoren aus?
1b) Acht Konstantstromquellen verbauen, um dem Problem aus dem Weg zu 
gehen, dass die Spannung für die Widerstände nicht reicht. Dabei müssen 
die vier Zeilen in jedem Fall ebenfalls mit Transistoren geschaltet 
werden. Die KSQs müssen also leerlauffest sein, was aber nur bei 
Schaltreglern ein Problem ist, oder?
1b1) manuell KSQs zusammenschustern, beispielsweise UBE-KSQ mit 
Transistoren, so wie im Wiki beschrieben. Welche Transistoren da in 
Frage kämen, ist mir nicht klar - günstig und klein sollten sie sein. 
Ein Vorteil wären die überschaubaren Bauteilmengen, die ich auf meiner 
kleinen Platine sehr gut verteilt verbauen könnte. Die Spaltentreiber 
wären allerdings trotzdem noch in Form von Transistoren vorhanden - 
vermutlich würden die dann einfach die Versorgung zu den KSQs kappen, 
oder oder kann man die irgendwie schlauer in dieses Konstrukt 
hineinwursten? Transistoren nicht als reine Schalter zu verwenden ist 
mir nicht ganz geheuer ;). Da brauch ich in jedem Fall Hilfe.
1b2) fertige ICs verwenden. Der CAT4016 ist mir ehrlich gesagt zu teuer. 
Ein Problem ist hier auch, das so ein einzelnes, dickes Bauteil 
eigentlich für meine Platine zu groß ist. 8 Ausgänge in SOP16 wären eher 
das Mittel der Wahl. Wenn die Chips kaskadierbar wären, würde ich 
möglicherweise sogar auf einen Atiny gehen und das Multiplexen komplett 
sein lassen. Aber eigenlich genügt es auch, nur die reinen KSQs zu 
haben, ohne serielles Interface und dann weiterhin mit Transistoren zu 
multiplexen.
Was wäre eine bezahlbare Alternative zum CAT, um das zu realisieren? Wie 
gesagt, ich möchte eine große Zahl solcher Module bauen (40+), ansonsten 
wär ich auch nicht so wählerisch, was den Preis und Verlustleistung 
angeht.

2. ich lege eine zusätzliche 12V-Leitung zu den Modulen. Der 
Verpolschutz hat dann Platz im Spannungsbereich. Auch das Problem mit 
der zu kleinen Spannung für den Widerstand besteht nicht mehr. Um die 
Verlustleistung - vor allen in fertigen ICs - überschaubar zu halten, 
muss man sich aber möglicherweise über Schaltregler Gedanken machen - in 
Mehrkanal ist das leider nicht schön auf meiner kleinen Platine. Eine 
andere Lösung sehe ich aber nicht, möchte ich mit meinen ganzen Modulen 
nicht bis zu 200W verheizen.



Im Moment favourisiere ich weiterhin eine 5V-Multiplexer-Lösung, ohne 
einen seriellen Datenstrom erzeugen zu müssen. Alternativ wäre auch 
schön, KSQ-Schieberegister mit Einzelkanaldimmung zu haben, aber selbst 
wenn es so etwas überhaupt gibt, möchte ich das wohl kaum bezahlen. Die 
Einzelkanaldimmung manuell in normale Schieberegister zu schieben, 
bekomme wohl mit der CPU-Zeit nicht hin, da auch noch andere Arbeit 
ansteht.
Bleibt man also beim Multiplexing, ist die Schaltung noch weiterhin 
unklar:
- was sind die richtigen Billig-Schalttransistoren, um wenig Spannung zu 
verlieren?
- reichen ohne die Schutzdiode doch Widerstände zur Strombegrenzung?
- falls nicht, sollten die 8 KSQs als IC oder diskret aufegbaut werden? 
Wieder: Welche Bauteile?

Meine Rechnung sagt, dass ich mit 3.7V LED-Spannung noch etwa 1.3V für 
Zeilentransistor, Spaltentransistor und Strombegrenzung habe. Die 
UBE-KSQ aus dem Artikel wird mit 0.7V betitelt. Vielleicht komme ich ja 
mit eurer Hilfe doch hin?

Ich hoffe, auf alle eure Beiträge damit eingegangen zu sein?! Die 
Diskussion möge beginnen... :)

Autor: Mikel M. (mikelm)
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nimm nen max7219

Autor: Praktiker (Gast)
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Axel Schwenke schrieb:
> Aber wenn die LED direkt nebeneinander
> sind, wird man einen Helligkeitsunterschied von 3dB (0.7 : 1)

3dB sind immer noch ein Leistungsfaktor von 2

Autor: Ralf G. (ralg)
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A. S. schrieb:
> Im Klartext möchte ich eine weiße Bargraphanzeige realisieren - der
> Abstrahlwinkel sollte daher zweitrangig sein; die rechteckige
> Gehäuseform hat aber schon ihren Reiz. Die Größe finde ich auch sehr
> wichtig.

Kriterium Farbe: mit rot, grün, gelb bist du immer unter 2,5V 
Vorwärtsspannung.
Für eine Bargraphanzeige könnte vielleicht der Abstrahlwinkel und die 
Helligkeit schon eine Rolle spielen. Von beidem eher wenig, du willst ja 
nichts ausleuchten. Vgl. mal bei den LEDs den Zusammenhang von 
Lichtstärke und Abstrahlwinkel. Das Licht 'nach der Seite zu verteilen' 
nützt hier nichts. Wenn man die Leistung auf einen kleinen Winkel 
konzentriert, könnte man mit dem Strom wieder runtergehen und es klappt 
auch mit weißen LEDs ohne große Klimmzüge. Außerdem denke ich, für 'ne 
Anzeige muss man die LED nicht an der Grenze betreiben...

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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A. S. schrieb:

> Erstens ganz unwichtig vorneweg: die 4148 kann in der 1206-Bauweise bis
> zu 500mA ab.

Es gibt keine 1N4148 im 1206 Gehäuse. Ungeachtet dessen ist eine 
Schalt(!)diode die falsche Wahl an dieser Stelle. Wenn überhaupt eine 
Reihendiode, dann gehört da eine Leistungs-Schottkydiode hin.

> Die LEDs sind nicht weiß, damit sie besonders hell sind. Es könnte jede
> andere Farbe auch sein - weiß sieht halt bei meinem Design am besten aus
> (ist natürlich auch Geschmackssache, klar)

Dann ist jede andere Farbe außer weiß und blau besser geeignet, weil die 
LED dann eine niedrigere Flußspannung hat.

> Zum Multiplexen (8x4) habe ich bisher einen Atmega8 vorgesehen, der noch
> 12 pins frei hat. In der Theorie kann der Kollege pro Kanal 40mA liefern
> und in Summe nicht mehr als 300mA
...
> Ich habe allerdings das Datenblatt nochmal angesehen und daraus gelesen,
> dass mein Plan ohnehin nicht aufgeht

Exakt. Mit viel Augenzwinkern kann der Mega8 pro Pin 40mA liefern und 
mit noch mehr Augenzwinkern auch auf 8 Pins gleichzeitig. Aber er kann 
niemals 8*40mA über einen Pin liefern. Du brauchst mindestens für eine 
Dimension deiner Matrix externe Treiber. Da du mit der Spannung knapp 
bist und viel Strom willst, besser für beide. Da du das Datenblatt ja 
jetzt kennst, schau dir doch mal die Strom-Spannung Charakteristik eines 
Ausgangs an. Bei 40mA hat der Mega8 ca. 1V Sättigungsspannung.

> gehen wir also meine Optionen durch.
>
> 1. bei 5V bleiben, da die nächstgrößere verfügbare Spannung (12V) schon
> sehr viel Leistungsaufnahme bedeutet (fast 4W bei 320mA). Werden die
> LEDs mit 5V befeuert, muss auf jeden Fall die Schutzdiode wegfallen.

Man könnte auch 12V zwischen den Modulen verwenden und jedem Modul 
seinen eigenen Stepdown-Regler spendieren. Der könnte dann auch eine 
"krumme" Spannung von z.B. 5.7V liefern. Was man halt minimal für die 
LED braucht.

> 1a) Sowohl Zeilen als auch Spalten mit insgesamt 12 Transistoren
> treiben, um die Strombeschränkungen des µCs einzuhalten. Hoffen, dass
> genug Spannung übrig bleibt, um ausreichend große Widerstände zu
> benutzen. Welche Transistoren schlagt ihr vor? Der IRF7303 ist hübsch,
> aber etwas teuer. Ich verbaue auch gerne Hühnerfutter, wenn ich das
> günstiger bekommen kann.

n- und p-Kanal MOSFETs der 50mR Klasse (p-Kanal eher 200mR) gibts es in 
SOT23 und für Centbeträge. Wegen der besseren Eigenschaften n-Kanal für 
die Zeilen (viel Strom) und p-Kanal für die Spalten.

Alternativ bipolare Transistoren mit niedriger Sättigungsspannung. Gibts 
z.B. von (ehemals?) Zetex als ZTX... oder FMMT...

> 1b) Acht Konstantstromquellen verbauen, um dem Problem aus dem Weg zu
> gehen, dass die Spannung für die Widerstände nicht reicht.

Autsch. Auch eine Konstantstromquelle braucht einen Spannungsabfall, um 
regeln zu können. Der wird mit ca. 1V auch nicht geringer als für einen 
Vorwiderstand.


XL

Autor: Anon Ymous (anonymous)
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Anon Ymous schrieb:
> Google Verpolschutz ohne Spannungsabfall

Hast du meinen Beitrag beachtet?
http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/39-Verpolschutz ist z.B. ein 
hit. Am Eingang ein p-fet oder n-fet und sofort hat man keinen 
Spannungsabfall, aber immer noch den Verpolschutz.

Autor: MaWin (Gast)
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Ein ATmega8 kann keine 40mA liefern, der geht zwischen 20 und 40 mA in 
die Strombegrenzung.

Autor: A. S. (rava)
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Anon Ymous schrieb:
> Hast du meinen Beitrag beachtet?
> http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/39-Verpolschutz

ohja - gute Idee!
Sorry, das habe ich tatsächlich überlesen. Wenn ich für ein 1A-NFET noch 
Platz habe, kommt das noch in die Masseleitung!

sorry, dass der thread etwas chaotisch geworden ist.
Ich werde am Wochenende einen konkreten Schaltungsvorschlag entwerfen 
und eine bauteilauswahl dazu zusammensuchen.
Das ganze poste ich dann in einem neuen Thread.

Momentan macht mich die UBE-KSQ am glücklichsten. Hier kann ich mit 1V 
sicher einen konstanten Strom erzeugen, ohne mir über Streuungen bei den 
LEDs groß gedanken machen zu müssen!


Falls hier noch Vorschläge bis dahin kommen, bau ich das natürlich mit 
ein ;)

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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MaWin schrieb:
> Ein ATmega8 kann keine 40mA liefern, der geht zwischen 20 und 40 mA in
> die Strombegrenzung.

Falsches Diagramm. Wenn man den Atmega8 mit 5V versorgt (wie der OP 
vorhat) dann schafft der über 70mA. Ob das thermisch geht, steht 
natürlich auf einem ganz anderen Blatt.


XL

Autor: Klaus L. (klausi5000)
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Ich nehme an, Dein Projekt ist dies hier:
Beitrag "Re: Universelles Eingabegerät mit Drehencodern"

Die 70mA scheinen mir zu hoch. Wenn Du LEDs damit treiben willst, 
verbräts Du dann auch zuviel Leistung an den Rs.

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