Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ARM Einstieg


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von Peter K. (peterka2000)


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Ich wöllte gerne in die Welt der ARMs einsteigen, dazu hab ich einige 
Fragen.

1.:Welchen ARM? Eine LPC2xxx oder einen Atmel SAM?
2.:Welches Programmiergerät? Möglichst per Selbstau, ich hab ein kleines 
bis garkein Budget
3.:Welches Board? Auch am besten per Selbstbau

Das waren (erstmal) meine Fragen. Nochmal wegen Budget: 0 € - maximal 50 
€ Ist das Realistisch? Platinen kann ich selber machen.

PS: Ich hätte gerne einen ARM7

von holger (Gast)


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>Das waren (erstmal) meine Fragen. Nochmal wegen Budget: 0 € - maximal 50
>€ Ist das Realistisch? Platinen kann ich selber machen.

STM32F4 Discovery kaufen. Kostet 16Euro plus Versand.
Programmer ist mit drauf.

von Peter K. (peterka2000)


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holger schrieb:
>>Das waren (erstmal) meine Fragen. Nochmal wegen Budget: 0 € - maximal 50
>>€ Ist das Realistisch? Platinen kann ich selber machen.
>
> STM32F4 Discovery kaufen. Kostet 16Euro plus Versand.
> Programmer ist mit drauf.

Sieht ja eigentlich ganz gut aus. Als Schüler wär das Budget auch OK... 
Die 50€ sind auch wirklich nur die MAXIMALE Obergrenze mit allen 
Sparschweinen. Werde ich mir mal Morgen genauer anschauen...

von Eumel (Gast)


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Das ARM Launchpad von TI.

von Stefan (Gast)


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... schrieb im Beitrag #3067581:
> allerdings muss man bedenken man bekommt für das geld keine IDE und auf
> dem board ist genau gar nix oben! .. gerade als anfänger stellt sich
> dann schnell die frage welche ide ?! oder selbst toolchain aufsetzen?

IDE mässig gibt es Atollic und CoIDE für lau. Erstere ist auf 32kb 
beschränkt und man muss sich registrieren. Die Codegrösse reicht aber 
für den Einstieg und die Registrierung kriegt man auch irgendwie hin 
sofern man es schafft eine gültige Email Adresse einzugeben. CoIDE ist 
komplett frei aber nicht ganz so komfortabel, was auch ein Vorteil sein 
kann.

Und auf dem F4 Board findet man immerhin einige LEDs, einen Taster, ein 
DAC + Kopfhörerbuchse, ein Mikrofon und ein 3D Beschleunigungssensor. 
Schon etwas mehr als auf einem Arduino Board.

Das sollte doch erstmal reichen.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Für einen Einstieg, lese mal diesen Artikel mal durch: STM32
Da stehen viele interessante Dinge drin wie z.B.
- Demo-Boards
- JTAG Adapter
- Programmiersoftware
- usw.

Das STM32F4DISCOVERY Board kann ich auch empfehlen.

von Lothar (Gast)


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von Moritz M. (Gast)


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Hallo,

ich kann die STM32F4 Controller und das STM32F4 Discovery auch nur 
empfehlen, wenn man auf ARM umsteigen will. CooCox CoIDE ist auch ganz 
in Ordnung und hat keine Codegrenze. Die Standard Peripheral Library von 
ST ist auch sehr hilfreich. In den Source Dateien der Lib wird auch 
immer beschreiben, wie die Library für das entsprechende Modul verwenden 
muss. Damit spart man sich auf jeden Fall ne Menge Arbeit. Und das Board 
ist ziemlich günstig. Der ST-Link Debugger alleine kostet eig. schon 
mehr als das ganze Discovery Board und man kann den Debugger auch für 
externe Controller einsetzen.

Moritz

von egel (Gast)


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>Das ARM Launchpad von TI.

Dürfte dem F4 Discovery funktional deutlich unterlegen sein...

von Eumel (Gast)


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egel schrieb:
>>Das ARM Launchpad von TI.
>
> Dürfte dem F4 Discovery funktional deutlich unterlegen sein...

Jop, dafür gibts ne IDE ohne Codebeschränkungen dazu die direkt vom 
Hersteller kommt. Ich bin sehr zufrieden :)

von Frank K. (fchk)


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Peter K. schrieb:

> PS: Ich hätte gerne einen ARM7

Wieso eine Altlast? Ein Cortex M0/3/4 ist einfacher zu handhaben und 
kostet im Falle eines M0 weniger, sonst in etwa das gleiche, und hat 
etliche Verbesserungen erfahren.

fchk

von Peter K. (peterka2000)


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OK, danke für eure vielen Antowrten. Ich werde mir das STM32F4 Board 
anschaffen, scheint ja ganz gut zu sein. Daraus noch eine Frage: Wo am 
besten bestellen?

von Lothar (Gast)


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http://www.watterott.com/de/STM32F4Discovery

Ich würde aber für den Einstieg kein Board ohne Display nehmen ...

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Display ist doch nicht notwenig. Man kann immer noch ein EA-DOG per SPI 
anschließen. Ich habe noch nie ein richtiges TFT verwendet.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Ein einfaches EA-DOG 3x16 Zeichen kostet jetzt auch nicht die Welt. Ich 
nehme das auch zu debuggen.
Natürlich das TFT von denen ist wirklich unbezahlbar.

von Eumel (Gast)


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Markus Müller schrieb:
> Ein einfaches EA-DOG 3x16 Zeichen kostet jetzt auch nicht die Welt. Ich
> nehme das auch zu debuggen.
> Natürlich das TFT von denen ist wirklich unbezahlbar.

Wobei das auch nicht wirklich für Private Basteleien gedacht ist :)

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Eumel schrieb:
> Wobei das auch nicht wirklich für Private Basteleien gedacht ist :)

Wieso nicht? Hat doch RM2,54mm Stiftleisten, funktioniert sogar mit 
3,3V, also ideal für einen STM32!

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Markus Müller schrieb:
> Ein einfaches EA-DOG 3x16 Zeichen kostet jetzt auch nicht die Welt. Ich
> nehme das auch zu debuggen.
> Natürlich das TFT von denen ist wirklich unbezahlbar.

Außerdem ist es ein deutsches Produkt (auch wenn es vmtl. nicht in 
Deutschland hergestellt wird).

von Jannis C. (kabelwurm)


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Ich werfe mal das XMC-4500 Relaxed/Relaxed Lite Kit in den Raum. Hierzu 
gibt es ebenfalls eine IDE von Infineon gratis dazu, zudem kann mit 
diesen Controllertyp so ziemlich alles gemacht werden. 
http://www.mikrocontroller.net/articles/XMC4500
Gruß Jannis

von Haurein (Gast)


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... schrieb im Beitrag #3067581:
> allerdings muss man bedenken man bekommt für das geld keine IDE und auf
> dem board ist genau gar nix oben! .. gerade als anfänger stellt sich
> dann schnell die frage welche ide ?! oder selbst toolchain aufsetzen?
>
> welche erfahrungen hast du mit mikrocontroller??
> wenn du nur avr kennst mit avrstudio würde ich dir raten du siehst dir
> die lpcxpresso boards an .. da bekommt man eine fertige ide gleich mit
> und es funktioniert alles auf anhieb.. auf dem board ist hald auch nicht
> mehr oben wie auf dem stm32f4 ... aber naja für maximal 50€ kannst dir
> nur ein schlecht dokumentiertes chinesen board erwarten, dass schnell in
> der ecke liegt und verstaubt!

Kein Thema, ich habe als Anfänger ARM GNU Tools mit CooCox IDE an einem 
Tag installiert und konnte am zweiten Tag schon das BlinkLED erfolgreich 
abändern. Mit dieser Kombination hast du null Einschränkungen und alles 
ist komplett kostenlos. Du zahlst also nur die Hardware inkl. Versand 
für ca. 20,- EUR und spielst in der neusten Liga der ARM-Mikrocontroller 
mit. Kein Verfusen und Power ohne Ende bei geringem Stromverbrauch. 
Achja schicken sachen wie Taster, LEDs,Mikrofon, Audiojack, 
Neigungssensor und andere schicke Sachen sind schon mit an Bord. Du 
kannst das Teil auch gleich als USB-Host oder Client verwenden alles mit 
drauf.

von Peter K. (peterka2000)


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Haurein schrieb:
>Kein Verfusen
Ist das eine Anspielung auf meinen letzten Beitrag?

Ist es bei dem STM32F4 Discovery auch möglich, mit dem integrierten 
Programmer einen anderen STM32 zu progen? Und wofür sind die beiden 
USB-Anschlüsse?

EDIT: Mit dem Neigungssensor lassen sich bestimmt einige schöne Sachen 
machen

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Peter K. schrieb:
> Ist es bei dem STM32F4 Discovery auch möglich, mit dem integrierten
> Programmer einen anderen STM32 zu progen?

Ja, dafür sind extra Jumper mit drauf.

> Und wofür sind die beiden
> USB-Anschlüsse?

Einen für den Programmer (ST-LINK/V2),
einen für den Prozessor, darüber könnte man sogar auch den 
programmieren.

von Peter K. (peterka2000)


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Markus Müller schrieb:
> einen für den Prozessor, darüber könnte man sogar auch den
> programmieren.
Also Quasi kann man damit mit dem PC kommunizieren bzw. per Bootloader 
flashen?

von klaus (Gast)


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>Display ist doch nicht notwenig. Man kann immer noch ein EA-DOG per SPI
>anschließen. Ich habe noch nie ein richtiges TFT verwendet.

Oder noch einfacher: Einen der UARTs mit einem Terminal verbinden.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Peter K. schrieb:
> Markus Müller schrieb:
>> einen für den Prozessor, darüber könnte man sogar auch den
>> programmieren.
> Also Quasi kann man damit mit dem PC kommunizieren bzw. per Bootloader
> flashen?

Ja. Auf dem STM32F4DISCOVERY ist PA11 / PA12 mit der USB Buchse 
verbunden. Wenn der interne Bootloader aktiv ist, so kann mit DfuSe 
geflasht werden:
http://www.st.com/st-web-ui/static/active/en/resource/technical/document/user_manual/CD00155676.pdf?s_searchtype=keyword

Hier die Boot-Pins beschrieben:
http://www.st.com/st-web-ui/static/active/en/resource/technical/document/reference_manual/DM00031020.pdf
2.4: Boot Configuration > "System Memnory"
Im Abschnitt "Embedded Bootlaoder" steht auch was der Bootloader für 
Schnittstellen unterstützt und welche Randbedingungen der benötigt und 
welche Pins dafür verwendet werden.


Klar, UART für Debug- Ausgaben geht natürlich auch. Der STM32F4xx hat ja 
genügend.

von W.S. (Gast)


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Peter K. schrieb:
> PS: Ich hätte gerne einen ARM7

Schau dir mal das Projekt "Lernbetty" in der Codesammlung an.
"Beitrag "Die Lernbetty: Die SwissBetty von Pollin als ARM-Evalboard";
Die Betty gibt's bei Pollin immer noch für 3.95 Euro. Ist preislich wohl 
unschlagbar und du hast damit nen ARM7 nebst Display.

Mir ist klar, daß es bei den Arm's mit den Cortexen weitergeht und die 
bisherigen ARM7TDMI, ARM9 usw. so langsam in den Hintergrund treten. 
Aber die grundlegenden Sachen kann man damit immer noch erlernen und im 
Gegensatz zur "Betty" hat so ein STM Discovery eben nix an Board, wenn 
man mal vom Neigungssensor und dem Soundchip absieht. Aber letzterer ist 
aus meiner Sicht ja ohnehin ein bissel fraglich, solange man keine 
SD-Karte dran hat und nur den internen RAM zur Verfügung hat. Den EMC 
(ext.Speicher) kann man beim Discovery aus Gehäusegründen nicht 
benutzen, deswegen geht dort auch kein normales buntes QVGA-TFT - 
allenfalls ein Display mit eigenem Controller und Speicher oder eben ein 
monochromes Display.

W.S.

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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W.S. schrieb:
> Peter K. schrieb:
>> PS: Ich hätte gerne einen ARM7
>
> Schau dir mal das Projekt "Lernbetty" in der Codesammlung an.
> "Beitrag "Die Lernbetty: Die SwissBetty von Pollin als ARM-Evalboard"
> Die Betty gibt's bei Pollin immer noch für 3.95 Euro. Ist preislich wohl
> unschlagbar und du hast damit nen ARM7 nebst Display.

@TO: Tu dir einen Gefallen und hol dir ein richtiges Devkit von dem 
Original Hersteller und nicht so ein Bastelschrott. Für den Einstieg ist 
das mal gar nix.

von Siegfried W. (swausd)


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Simon K. schrieb:

> @TO: Tu dir einen Gefallen und hol dir ein richtiges Devkit von dem
> Original Hersteller und nicht so ein Bastelschrott. Für den Einstieg ist
> das mal gar nix.

Nun, da muss ich mich mal einmischen und W.S. zustimmen. Die Betty TV 
Plattform ist super günstig, aber kein Bastelschrott. Sie erfüllt einen 
wesentlichen Teil der eingangs geschilderten Anforderungen (ARM7, 
geringe Anschaffungskosten, diverse Peripherie wie grafisches sw 
Display, Keyboard, RTC, Uart...). Die Entwicklungsumgebung ist mit 
eclipse und gcc problemlos und kostenfrei.

Da der ursprüngliche Poster auch die Board-Herstellung in Erwägung 
gezogen hat, halte ich den Einsatz der Betty nicht für abwegig.

Ich theoretisiere hier nicht, sondern spiele mit dem System seit drei 
Monaten. Zwischenzeitlich  habe ich damit den Umgang mit Startup-Dateien 
und ISRs gelernt. Das von W.S. erstellte Lernbetty Umfeld war mir dabei 
eine groß Hilfe. Mittlerweile habe ich FreeRTOS angepasst und das 
vorhandene sw Display gegen ein farbiges Display gleicher Auflösung 
getauscht (Kosten 3 EUR). Potential ist also genügend vorhanden. 
Discovery Boards habe ich hier auch mehrere rumliegen, die 
Herausforderung bei der Betty ist für mich aber größer.

Aus meiner Sicht ist das ein sehr schönes, nicht so komplexes, aber 
dennoch leistungsfähiges System für den Einstig in die ARM 
Programmierung.

Gruß

Siegfried

von Peter K. (peterka2000)


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Ich hab soeben gelesen, das in 3 Monaten ein neues STM32F4 Discovery 
rauskommt. Wird das dann teurer? Also lieber bald bestellen oder warten?

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