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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Pollin PMT-Modul


Autor: costa (Gast)
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Pollin bietet unter 
http://www.pollin.de/shop/dt/NDI5OTA2OTk-/Bausaetz... 
PMT-Module an. Ich kenne mich mit Soetwas nicht aus, es sieht aber 
"interessant" aus :-). Daher die folgenden Fragen: Hat hier schon Jemand 
den genannten Artikel bestellt und kann sich dazu äußern? Konkret wäre 
z.B. interessant, was an Elektronik enthalten ist. Kann man Soetwas mit 
vertretbarem Aufwand betreiben und auswerten? Muss man dazu mit 
Hochspannung Hantieren?

Vielen Dank schonmal!

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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costa schrieb:
> Pollin bietet unter
> http://www.pollin.de/shop/dt/NDI5OTA2OTk-/Bausaetz...
> PMT-Module an.

Photomultiplier brauchen prinzipbedingt immer Hochspannung; allerdings
keine sehr hohe Leistung. Die Frage ist eher: Was willst Du damit 
machen?
Gruss
Harald

Autor: costa (Gast)
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Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Photomultiplier (3.1.2013) sollte man 
damit doch z.B. Gammastrahlung messen können, oder? Zwecks Hochspannung 
hatte ich gehofft, dass das Modul diese evtl. intern generiert.
Vielen Dank!

Autor: Jo Kurt (Gast)
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>sollte man damit doch z.B. Gammastrahlung messen können,

Nur dann, wenn du auch noch einen passenden Szintillator dazubaust.

http://de.wikipedia.org/wiki/Szintillator

Autor: Eman (Gast)
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Wenn man an einen passenden Einkristall kommt und eine Möglichkeit 
findet, das Ding mit verschiedenen bekannten Isotopen zu kalibrieren, 
wie realistisch ist es so als Hobbybastler ein brauchbares 
Gammaspektrometer zusammenzufrickeln?

Autor: costa (Gast)
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Also Alles in Allem kann man mit so einem Modul als Privatanwender eher 
wenig "sinnvolles" anfangen?

Autor: ??? (Gast)
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Damit kann man ja erstmal nur Photonen zählen...
jetzt kommts darauf an, damit was sinnvolles zu tun.

Autor: Michael (Gast)
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??? schrieb:
> Damit kann man ja erstmal nur Photonen zählen...

Um Photonen zu zählen, mußt du einen PMT kräfig kühlen. Sonst siehst du 
nur thermisches Rauschen.

Autor: Mario, DH5YM (Gast)
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Kennt jemand eine Quelle für ein Datenblatt für das Teil ?

Autor: V. Baumann (dr-robotnik)
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Hallo zusammen!

Ich habe mir mal bei Pollin zwei von diesen Teilen bestellt und eins 
schon mal zerlegt.
Scheint wirklich interessant zu sein. Die verwendete PMT ist von 
Hamamatsu und vom Wellenlängenbereich her für's Signal eines 
Scintillators abgestimmt. Also tatsächlich ein Gamma-Detektor bzw. Teil 
einer Gamma-Kamera. Der Szintillatorkristall selber ist natürlich nicht 
mehr dran nur ein entsprechender Filter. Wahrscheinlich irgendwas ausm 
medizinischen Bereich.
Ich habe mal Bilder vom Innenleben angehängt.
Was wirklich schön ist: Die Hochspannungserzeugung scheint intern auf 
einer Platine untergebracht zu sein. Außerdem ist ein PIC16F drauf. 
Vieleicht kann den mal jemand auslesen? Vieleicht könnte man so 
genaueres äber das Teil rausfinden?
Was auffällig ist: offenbar wurde die Platine vom PMT schon mal (und das 
ziemlich stämperhaft) runtergelötet - es sind Kratzspuren zu sehen - und 
wieder drangelötet worden. Vieleicht die Leute von Pollin?


Viele Grüße!

Autor: Sven (Gast)
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Was macht man mit einer Gamma-Kamera ?

Autor: siradlib (Gast)
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Hallo V. Baumann,

was ist denn das für eine Buchse/Schnittstelle, die man auf dem 1. Bild 
links unten sieht? Kannst Du dazu irgendwas sagen?

Danke!

Autor: V. Baumann (dr-robotnik)
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siradlib schrieb:
> Hallo V. Baumann,
>
> was ist denn das für eine Buchse/Schnittstelle, die man auf dem 1. Bild
> links unten sieht? Kannst Du dazu irgendwas sagen?
>
> Danke!

Das ist ein Mixed-Layout D-Sub Steckverbinder mit 15 Pins + 1 
Koaxialbuchse.
Die 15 normalen Pins führen Stromversorgung bzw. gehen teilw. zum 
PIC16F.
Ich vermute über die Koaxialbuchse gehen die 'counts' raus, oder evtl. 
die integrierte Intensität oder sowas.

Autor: Galon (Gast)
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Sven schrieb:

> Was macht man mit einer Gamma-Kamera ?

Z. B. das hier: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Schilddr%C3%BCsenszintigraphie

Autor: Benedikt H. (hunz)
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Hallo dr-robotnik und wer sonst noch welche von den PMTs gekauft hat!
Habe auch 2 Stück und will mir damit wenn möglich auch nen Szintillator 
bauen.
Gibt es schon neue Erkenntnisse? Wollen wir mal probieren, aus den 
Platinenlayouts einen Schaltplan zu rekonstruieren?
Ich werd mir jetzt erstmal die ICs angucken und mal den PICkit 
dranhängen.

Autor: Benedikt H. (hunz)
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So, hier mal meine vorläufigen Erkenntnisse. PICkit-Versuch hab ich auf 
morgen verschoben.

ICs:
3x BB DAC 7612U - Dual 12Bit SPI in DAC +-2.5V out
1x TLC072C      - Low noise J-FET dual OPA
1x AD829A       - 120MHz Low noise OPA
1x 24C64WP      - I²C EEP
1x 24LC512      - I²C EEP
1x PIC16F872    - MCU
1x TLC2262      - Rail2Rail OPA dual
1x LP2951       - Linar Vreg 100mA
1x LM6171       - OPA 100MHz

Hoffe, ich hab mich nicht vertan.

Die 9pol. SUB-D hat nur 2 und 3 belegt, Rest ist GND. Klingt nach RS232, 
würde ich aber eher nicht annehmen. Wenn ich mich nicht täusche hängt da 
der TL072C dran.

SUB-D 15pol Belegung:
1  GND
2  supply1? to HV, AD829A, TL072C?
3  GND
4  PIC, EEPROM supply
5  SCL 24LC512
6  SCL 24C64
7  PIC Pin 17 (RC6/TX/DT) via 10k, Pin21 via 10k, Diode+10k nach Pin 18 
(RC7, RX, DT)
8  GND
9  supply2 to LP2951?
10 GND
11 GND
12 SDA 24LC512
13 SDA 24C64
14 via 47R an PIC Pin 9
15 an Diode+10k nach Pin7 SUB-D, 10k nach PIC Pin 18 (s.o.)
Coax hängt via 100R am LM6171

LP2951 scheint die DACs zu versorgen.

Ohne Gewähr usw.

Rückseite der Platine hab ich noch nicht gesehen, bekommt man wohl nur 
raus wenn man den PMT auslötet, das wollt ich bisher nicht.

Im kleinen EEP würd ich ne ID vermuten, im großen Kalibrierdaten.
Die EEPs hängen soweit ich das sehe nicht am PIC, dafür aber die DACs.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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http://www.aatis.de/content/praxisheft-23
u.a."Gammaspektroskopie mit einfachen Mitteln"
da gibts eine Bauanleitung mit Auswertung über die Soundkarte. Ich habe 
das Heft noch nicht gekauft, kann daher nicht mehr dazu sagen.
Hier die Kurzbeschreibung aus dem letzten "Funkamateur"

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Buchtipp zum Thema:

ISBN 9783772353772 "Experimente mit selbst gebauten Geigerzählern, 
Funken- und Nebelkammern" Franzis-Verlag 2008
Kapitel 4 Szintillation Seite 72-84

dann gibt es noch, anscheinend ohne Szintillationszähler zu erwähnen:
ISBN 9783645650595 "Selbstgebaute Detektoren für Strahlenquellen..." 
Franzis-Verlag 2011

Autor: Benedikt H. (hunz)
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Danke an Christoph für die Tipps!
Hier hab ich auch noch was im Netz gefunden: 
http://www.chetan.homepage.t-online.de/sonstig/ram63.htm - Über nächste 
Seite findet man noch mehr Experimente mit anderem Detektor und 
Erläuterungen zur Kalibrierung.

Autor: Benedikt H. (benedikt_h)
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Ich hab etwas weitergemacht und den PIC ausgelesen. HEX-file kann ich 
hier aber denke ich nicht reinstellen wegen Urheberrecht.

Erstmal ein paar Updates zur Steckerbelegung. LM6171, TL072C und AD829 
werden symmetrisch versorgt. Höchstwahrscheinlich mit +-15V. Aus den 
+15V macht der LP2951 5V für die DACs und den TLC2262 (der wird nicht 
symmetr. versorgt). Die +5V vom 2951 gehen über 4k2 auch auf den 
Vref-pin des PIC-ADCs.

DAC-Bezeichnungen nutze ich hier so: 1A in der Nähe vom PIC, 1B und 1C 
sind nebeneinander, wobei 1B der äußere ist.

SUB-D 15pol. Versorgung daher vermutlich so:
1  GND
2  -15V für LM6171, TL072C, AD829A und die HV-Platine
3  GND
4  PIC, EEPROM supply  +5V
8  GND
9  +15V für LM6171, TL072C, AD829A, LP2951 und die HV-Platine
10 GND
11 GND

(Rest siehe oben)

Hochspannungsplatine hat soweit ich das sehe folgendes Pinout (wenn die 
Sub-D nach unten zeigt):
1) an PIC Pin 13 (RC2/CCP1)
2) adjust? an DAC 1A
3) feedback an PIC ADC? PIC Pin 7 (RA5)
4) GND
5) pos. supply
6) neg. supply

7) HV out

8) GND
9) neg. supply
10) pos. supply

In den supply-lines sind noch diverse Widerstände und auf der 
Platinenrückseite vermutlich Induktivitäten drin um Störungen von den 
OPAs wegzuhalten.

Zum grundsätzlichen Aufbau: Das PMT-Nutzsignal wird mit einigen 
diskreten Halbleitern?, Hühnerfutter und dem AD829 verwurschtelt. An dem 
AD829 hängt auch der DAC 1C, damit kann man wohl irgendwas nachregeln 
;-)
Danach geht das PMT-Signal in den LM6171. Der ist als Spannungsfolger 
beschaltet. Über 100R geht das Signal dann auf den Coax. Von da wird das 
nochmal über 100k abgegriffen und hintereinander durch die beiden OPAs 
vom TLC2262 gejagt. An dem TLC2262 hängt auch Ausgang A von DAC 1B. An 
beiden TLC2262-Ausgängen wird das Signal jeweils auf RA0 und RA1 am PIC 
gegeben, die wohl mit dem ADC gelesen werden. Damit bekommt der PIC wohl 
feedback vom PMT-Signal und kann dann über DAC 1C am AD829 nachregeln.

DAC 1A ist vermutlich zum justieren der Hochspannung. Beide Ausgänge 
sind über 2 Widerstände mit Pin 2 der HV-Platine verbunden. Pin 3 der 
HV-Platine geht auf RA5 am PIC, der Pin wird vermutlich auch mit dem ADC 
digitalisiert dass der PIC die HV über den DAC entsprechend regeln kann.

Ausgang B von DAC 1B hängt irgendwie am TL072C. Der scheint auch an der 
pol. Sub-D zu hängen aber scheinbar nicht am PMT-Signal? Daher hab ich 
keine Ahnung wofür der TL und die Buchse gut sind.

Das 24LC512 hängt übrigens doch mit am PIC, über 100 Ohm jeweils in SCL 
und SDA.
Ansonsten ist die PIC-Belegung so:
1) MCLR
2) RA0 - TLC2262 out1
3) RA1 - TLC2262 out2
4) Vref- - GND
5) Vref+ - über 4k2 am LP2951 out
6) RA4 - nix?
7) RA5 - HV Pin 3 - HV feedback?
8) Vss - GND
9) OSC1 - 15pol. Sub-D Pin 14 via 47R
10) OSC2 - X
11) RC0 - nix?
12) RC1 - nix?
13) RC2 - HV Pin 1 - disable?
14) RC3 - SCL 100R an 24LC512 SCL
15) RC4 - SDA 100R an 24LC512 SDA
16) RC5 - DAC load (to all DACs)
17) RC6 - 15pol Sub-D Pin 7 via 10k
18) RC7 - 15pol Sub-D Pin 15 via 10k
19) Vss - GND
20) Vdd - 15pol. Sub-D Pin 4 (+5V)
21) RB0/INT - Über Diode an 15pol Sub-D Pin 7
22) RB1 - CS für DAC 1C (AD829/PMT Auswertung)
23) RB2 - CS für DAC 1B (TL072/TLC2262)
24) PGM - GND
25) RB4 - DAC CLK (all DACs)
26) RB5 - DAC SDI (all DACs)
27) RB6/PGC - CS für DAC 1A via Diode + pullup (wegen PGC ICSP)
28) RB7/PGD

Evtl. braucht der PIC seinen Takt über Pin 14 von der Sub-D, anders 
würde es kaum Sinn machen, OSC1 da hin zu verlegen.

Belegung der ICSP Stiftleiste ist so:
Vdd | PGC
GND | PGD
GND | MCLR/Vpp

Die Kommunikation mit dem PIC und Steuerung des Moduls erfolgt wohl über 
Pins 7 und 15 der 15pol. Sub-D. Die beiden Pins werden im PIC-code auch 
ausgewertet. Wie das genau abläuft ist mir noch unklar, PIC-asm ist noch 
fürchterlicher als x86...
Strings hab ich im code keine gefunden, UART gibts vermutlich keinen. 
Die seriellen EEPROMs hab ich noch nicht gedumpt.

Ich suche immer noch hochauflösende Bilder von der Platinenrückseite und 
vom HV-PCB top+bot so dass man auch die IC-Bezeichnungen erkennen kann.
Und jemanden der die PIC-asm Instruction kennt...

Ansonsten hab ich glaub ich nicht mehr so viel Lust das alles hier zu 
dokumentieren wenn keiner mitmacht.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Da Literatur zu Fotovervielfachern seltener zu finden ist, hier aus dem 
deutschen Handbuch von Valvo 1978/79 die allgemeinen Texte und eine 
Typenübersicht mit Kurzdaten.
Darunter auch die im neuen Elektor Aprilheft gesuchte PM1910.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Das habe ich vor acht Jahren mal gemessen.
Der Szintillationsdetektor vom Flohmarkt ist praktischerweise schon 
komplett beschaltet, eine Hochspannungs-BNC-Buchse für die Versorgung 
(hier ca 850V DC) und eine normale BNC-Buchse für die Ausgangssignale.
Das Grundrauschen liegt unter -100mV, ca 30-50 Impulse pro Sekunde, und 
die größten Impulse reichen wie hier zu sehen ist bis -65V herunter.
Die Bauvorschläge im genannten Link und in dem Franzis-Buch verwenden 
Niederfrequenz-Bauteile, bei nur 3 µs Pulsbreite etwas fragwürdig.

Autor: Benedikt H. (hunz)
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Danke an Christoph für die weiteren Infos.
Ich bin ja gespannt was für Signale aus dem Coax rausfallen. Schnelle 
OPAs undso sind ja drin. Mal ans scope hängen wenns läuft.
Zusatzplatine mit schnellem AD, FPGA? und ARM basteln ist dann auch 
nicht so das Problem.
Die Frage ist, ob das Gamma-Kamera-Modul intern schon irgendwie 
integriert oderso. Vielleicht lässt sich das aber im Analogteil 
umfrickeln...

Wie kann ich das Modul denn ordentlich testen? Geht das ohne 
Szintillatorkristall? HV messen wäre z.B. erstmal sinnvoll. Vielleicht 
mit 10x10MOhm in Reihe?
Ich muss dabei wohl auch gut aufpassen, dass nicht viel Licht an die PMT 
kommt, sonst ist die wohl schnell hinüber? Irgendwelche Vorschläge?

Ansonsten hab ich noch ein paar weitere Sachen rausgefunden: Der PIC 
macht PWM auf dem RC2-Pin und taktet damit wohl die HV-Platine.
Ausserdem: Über die 15pol. Sub-D (Pins 15 und 7) spricht man I²C mit dem 
PIC. Zerlege gerade die I²C Routine um Slave-Addr., Aufbau der 
Telegramme und evtl. Registerbelegung herauszubekommen. (Werde nachher 
aber einfach mal i2cdetect probieren)

Eine Vermutung wäre, dass die für das Modul passenden Init-Werte im 
24LC512 liegen. Selbst auslesen tut der PIC das wohl nicht, der spielt 
scheinbar nur I²C Slave.

Autor: Benedikt H. (hunz)
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Ich schrieb:
> Über die 15pol. Sub-D (Pins 15 und 7) spricht man I²C mit dem
> PIC.

Blödsinn, I²C über Pins 5 und 12. 15 und 7 werden aber trotzdem noch 
irgendwie zur Steuerung genutzt.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Von Analog Devices gibt es ein DSP-Buch, ich habe die Auflage von 1998, 
das hier im Web kapitelweise frei lesbar ist. Hier ein Kapitel zu der 
Anwendung Szintillationsimpuls-Verarbeitung:
http://www.dspguide.com/ch17/2.htm
Die Impulse sehen ähnlich aus wie meine. Hier wird erklärt, dass die 
eigentlich sehr kurzen Impulse durch die Unzulänglichkeiten des 
Detektors mit einer Tiefpassfunktion "gefaltet" sind (convolution). 
Durch eine ungefähr inverse Funktion (blind deconvolution) kann man das 
teilweise rückgängig machen, um Impulse besser zu trennen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ohne Szintillationskristall ist so ein Fotomultiplier nur ein sehr 
empfindlicher Lichtdetektor. Man könnte damit "Terahertz-Kommunikation" 
betreiben oder vibrierende Fensterscheiben belauschen.
In dem Buch (ISBN 9783772353772 das andere ist nur Geschwafel) werden 
verschiedene Kristalle und Flüssigkeiten genannt, die als Szintillator 
taugen. Meistens sind sie noch mit einem anderen Element dotiert:
Anorganische Leuchtstoffe:
* Zinksulfid mit Silber ZnS,Ag
* Zinksulfid mit Kupfer ZnS,Cu
* Calciumwolframat CaWO4
* Natriumjodid mit Thallium NaJ,Tl -das ist das übliche, auch mein 
Exemplar
* Cäsiumjodid mit Thallium CsJ,Tl
* Lithiumjodid mit Europium LiJ,Eu
Organische Leuchtstoffe:
Naphtalin, Anthracen, Stilben, Dibenzyl, p-Terphenyl

Leicht erhältlich sei: Zinksulfid als Leuchtfarbe, und Naphtalin oder 
das nahe verwandte Anthracen, das als Mottenkugeln früher verwendet 
wurde.
Zur Not geht anscheinend auch Waschpulver, das Aufheller enthält.
Er hat gute Ergebnisse mit "Pallor Oxi Powerweiß" von Penny, ein 
Teelöffel in 100ml Xylol aufgelöst, davon nur 1ml in weiteren 100ml 
verdünnt.

Autor: Benedikt H. (hunz)
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Um den Kristall wollte ich mich kümmern wenn ich das PMT-Modul mal am 
laufen habe. Ebay hat einige Kristalle und auch 
Plastik-Szintillationsmaterial. Mal gucken dann.

Ansonsten hab ich die EEPROMs mal ausgelesen. Das Modul ist wohl aus 
deutscher Produktion. Das 24C64 hat Addr. 0x52 und enthält Infos über 
das Modul, z.B. Herstellungsdatum, Ser.Nr, Betriebsstunden, etc. Die 
Werte sind wohl jeweils binär, der Schlüssel aber ASCII.
Bezeichnung ist scheinbar "PMT30-X Messkopf".
Gibt auchnoch diese Werte hier: Sens, I_p_800V, I_m_800V, I_5V, Offset, 
Noise_550kHz, Rise_time, Conv_resistor und scheinbar einige 
Kalibrierwerte: REFCAL0 / REFLUM0, REFCAL1 / REFLUM1 - geht weiter bis 
7.

Im 24LC512 finden sich die strings $Boot und Gains00.stc - da scheint 
dann auch noch eine Tabelle mit einer Menge Binärwerten drin zu liegen.

Autor: B. Heller (tec)
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Hallo,

ich habe mir auch mal vor ein paar Wochen drei der PMT Module gekauft.
Diese scheinen sich von denen, die hier besprochen werden zu 
unterscheiden.
Hier sind noch die lightguides aus Plexiglas und der Spiegel am vorderen 
Ende des guildes angebracht.
Ebenfalls ist die Elektronik eine Andere als die hier besprochene.
Sie hat zum Beispiel keinen µC und die Buchse ist eine andere ohne HF 
Steckverbinder.

Ein paar Bilder gibts hier: 
http://www.flickr.com/photos/hellercom/sets/721576...
Bilder vom lightguide kann ich gerne nachreichen.

Vermutlicher Anwendungszweck war wohl CR (Computer Radiographie) 
Digitalisierung.
Also Röntgenbild Kassetten digitalisieren.

Mal die Tage die Elektronik reverse engineeren und mal an ein geeignetes 
Development Board drahten.

Grüße
tec

Autor: hügelverwohnhafteter (Gast)
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Ich habe auch so eins, meins läuft schon, anhand der Elkos lässt sich 
schnell erkennen wo +15V und -15V hingehören.
Pinbelegung, Zählweise wie bei der passenden D-Sub-Buchse:

1 - +15V
2 - GND
3 - Hochspannungsaktivierung
4 - ?
5 - Signal vom Verstärker (geht bei mir bis etwa +11V wenn viel Licht 
auf die Röhre fällt)
6 - GND
7 - nichts
8 - Analogschalter 1
9 - -15V
10 - GND
11 - ? gehört wie 4 zum Spannungswandler
12 - nichts
13 - Widerstand 1k gegen GND, habe ich über einen Schutzwiderstand mit 
dem Ausgang des 2951 verbunden, um nicht noch 5V für die Ansteuerung von 
Spannungswandler und Analogschalter zu brauchen.
14 - nichts
15 - Analogschalter 2

Mit einem Eingang des Analogschalters kann man eine LED schalten, mit 
dem anderen steigt das Signal um etwa 0,45V, vielleicht ist letzteres 
für die Offsetkompensation gedacht.

Autor: B. Heller (tec)
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Danke hügelverwohnhafteter,

das ist ja super :)
War bei dir eigentlich auch der Plexi-lightguide dabei?

Ach und nur ein vllt. wichtiger Hinweis:
Denk daran, dass wenn du den Photomultiplier im Betrieb "zu viel" Licht 
aussetzt, kann der auch mal durchbrennen oder blind werden!

Grüße
tec

Autor: hügelverwohnhafteter (Gast)
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Ja, der Plexiglastrümmer war auch dabei, evtl. verwende ich den mit 
einer dicken LED als Zimmerbeleuchtung weiter :D
Mein erster Gedanke beim Auspacken angesichts der Textilhülle:
"Hä, ich hab doch gar keine Unterwäsche bestellt?!"

Danke für den Hinweis mit der Beleuchtung!

Autor: B. Heller (tec)
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Das mit der Zimmerbeleuchtung ging mir auch schon durch den Kopf 
kicher.

Werde wohl erst die Tage dazu kommen mal was zu machen. Arbeit und so.

Grüße
tec

Autor: Mario M. (storzelbock)
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Hi,

auch ich habe vor einiger Zeit ein PMT Modul (mit Lichtleiter) erstanden 
und wollte jetzt mal den PMT ausbauen. Hat beim ersten Versuch leider 
nicht geklappt, da das Teil mit einer blauen Vergussmasse fest mit dem 
Gehäuse verbunden ist. Dies Vergussmasse dient offentsichtlich auch noch 
gleichzeitig als Filter und diesen Filter möchte ich gerne entfernen. 
Ansonsten hätte ich kein Problem den PMT im Gehäuse zu belassen.
Hat bisher jemand den PMT aus dieser Vergussmasse befreit? Leider kenne 
ich auch nicht die ursprüngliche Anwendung und weiß nicht, welche 
Wellenlänge dieser Filter zurückhalten sollte. Ist da jemand schlauer? 
Mein Ziel war eigentlich den PMT mit einem Plastikszintillator zu 
koppeln um einen empfindlichen Strahlensensor damit aufzubauen. Dabei 
geht es mir nicht um eine Energieauswertung und Erstellung von 
Gammaspektren, sondern einfach nur um die Erfassung der Impulsrate. Hat 
denn überhaupt schon jemand mit diesem PMT gearbeitet?

Ciao
Mario

Autor: B. Heller (tec)
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Hallo,

wenn du den oberen Teil (wo die Plexi-Konstruktion aufsetzt) meinst,
dann kannst du das mit viel Feingefühl und hebeln zwischen den beiden 
Gehäuseteilen machen.

Bei mir liess sich die Vergussmasse relativ leicht mit deflux entfernen.

Grüße

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Letztens war auf HackADay auch ein extrem simpel aufgebauter 
Gamma-Strahlen Detektor: http://www.vk2zay.net/article/265

Autor: Mario M. (storzelbock)
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Hi tec,

habe mal ein Bild angehängt, um zu verdeutlichen, was ich meine. Die 
Plexiglas Lichtleiter sitzen ja auf einer Glasscheibe und ließen sich 
leicht von ihr lösen. Auf der andern Seite dieser Scheibe ist der PMT 
eingegossen. Auf dem Bild sieht man diese blaue Vergussmasse.
Habe mal nach deflux gegoogled aber nur ein Nieren und Blasenmedikament 
gefunden. Das meinst du doch bestimmt nicht, oder?

@Timmo, danke für den link. Der dort vorgestellte Sensor arbeitet mit 
einer PIN Fotodiode und ist sicher für erste Versuche ganz brauchbar, 
ist allerdings sehr unempfindlich. Ich wollte mit dem Pollin PMT schon 
einen wesentlich empfindlicheren Sensor aufbauen, der innerhalb von 
kurzer Zeit auch bei geringer Strahlungsintensität ein brauchbares 
Ergebnis liefert.

Gruß
Mario

Autor: B. Heller (tec)
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Hey,

hihi, ich meinte eigentlich das hier: 
http://www.rapidonline.com/mechanical-fastenings-f...

Die hintere Vergussmasse habe ich auch nicht mit Hitze ab bekommen.
Kratzen scheint es auch nicht wirklich zu bringen.
Mal die Tage andere Wege versuchen.

Grüße
tec

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