Hallo liebes Forum!
Ich möchte eine Wand indirekt mit weißen LEDs beleuchten. Dazu muss ich
gut 80 LEDs (mehr als im Schaltplan) ansteuern und dimmen können. Ich
hatte mir daher überlegt, eine spannungsgesteuerte Stromquelle zu bauen
wie im Anhang gezeigt. Eine kleine Erklärung zum Vorhaben:
Der LM317 dient als Referenzspannungsquelle. Er wird natürlich etwas
belastet damit das auch geht. Von dieser Referenzspannung wird mit einem
Widerstand und einem Poti, das später der Helligkeitsregulierung dienen
soll, eine kleine Spannung abgenommen und an den nicht-invertierenden
Eingang eines Leistungs-OPVs gehängt (diese billigen Audio-Verstärker im
TO220-5-Gehäuse). An den nicht invertierenden Eingang kommt ein
Widerstand mit einem geringen Wert, der in dem zu regelnden Pfad (mit
den LEDs) gegen Masse geschaltet ist. Die LEDs sollen zu je 6 oder 7
Stück in Reihe geschaltet und dann je Reihe mit einem Trimmer
ausgestattet werden, um das Parallelschalten mehrerer Reihen und
Einzelstromeinstellung je Reihe zu ermöglichen.
Dreht man am Helligkeitspoti, sinkt die Spannung am nicht-invertierenden
Eingang und damit die über dem niederohmigen Widerstand und damit der
Strom durch die LEDs, der maximal etwa 300mA (Gruppenstrom) betragen
soll.
Versorgt werden soll das Konstrukt von einem 24Volt-Trafo, der dann nach
Abzug von Verlusten im Gleichrichter und abzüglich obligatorischer
Rippelspannung etwa 30 Volt Gleichspannung liefern soll.
Eine PWM wollte ich hier eher vermeiden, da in der Nähe analoge
Signalleitungen verlegt werden.
Meine Fragen lauten:
Ist der LM317 als Spannungsreferenz zu gebrauchen oder besser ne Z-Diode
oder gar Spannungsreferenz-IC?
Wie sollte ich in etwa das Regelpoti dimensionieren? Kann ich da einfach
5k oder so nehmen mit sagen wir 47k als Reihenwiderstand oder sollte das
niederohmiger sein? (Als kleiner Hinweis hierzu: Die Leitungen zum Poti
werden recht lang, da die Schaltung recht weit entfernt davon sitzen
soll)
Ist es übertrieben, Trimmer hinter die LED-Reihen zu setzen bzw. reichen
normale Widerstände mit sagen wir 220 Ohm?
Und natürlich: Kann das überhaupt funktionieren?
Mit freundlichem Gruß
Mark
Im Prinzip kann man das so bauen, obwohl der LM317 natürlich keine gute
Wahl für eine Referenzspannungsquelle ist(man würde wohl lieber eine
LM385-1.2 nehmen) un der Audioverstärker unnötigerweise auch Strom gegen
Masse ableiten könnte, was gar nicht gebraucht wird, auch würde man
R5..R7 nicht als Poti sondern als Festwiderstand ausführen für den
benötigten Widerstandswert von R1.
Aber das Hauptproblem ist die Verlustleistung im IC2, die einen
Kühlkörper bebnötigt
Willst du wirklich linear regeln ? Nicht doch besser ein Schaltregler ?
Wie wäre es mit einem TS19371 von Reichelt ?
Mark schrieb:> ... eine kleine Spannung abgenommen und an den nicht-invertierenden> Eingang eines Leistungs-OPVs gehängt (diese billigen Audio-Verstärker im> TO220-5-Gehäuse).
An welchen Typ konkret hattest du gedacht? TDA2030 aka L165? Da
spezifiziert das Datenblatt (zumindest die mir vorliegenden PDFs) nicht,
ob der mit den Eingängen so nah an der negativen Versorgungsspannung
noch funktioniert. Der Innenschaltung nach sollte es gehen, aber
verlassen würde ich mich darauf nicht.
Zusätzlich haben diese Leistungs-OPV alle recht große
Sättigungsspannungen am Ausgang. Besagter L165 z.B. ca. 3V bei maximalem
Ausgangsstrom. Du mußt deine Versorgungsspannung V_s also 3V größer
wählen als eigentlich nötig.
> Meine Fragen lauten:> Ist der LM317 als Spannungsreferenz zu gebrauchen oder besser ne Z-Diode> oder gar Spannungsreferenz-IC?
Alles egal. Der LM317 ist ein bisschen überdimensioniert, aber was
solls. Ein 78L05 würde auch passen (Spannung hast du ja genug) oder auch
eine Z-Diode.
> Wie sollte ich in etwa das Regelpoti dimensionieren? Kann ich da einfach> 5k oder so nehmen mit sagen wir 47k als Reihenwiderstand oder sollte das> niederohmiger sein?
Über dem Poti sollten so ca. 1V liegen (oder 1.25V, weil du die gerade
hast). R3 kann dann entfallen. Poti würde ich zwischen 1k und 5K wählen.
> (Als kleiner Hinweis hierzu: Die Leitungen zum Poti> werden recht lang, da die Schaltung recht weit entfernt davon sitzen> soll)
Das Poti überträgt ja nur Gleichspannung. Evtl spendierst du IC2 noch
ein RC-Glied, z.B. 1K/10µF am Regelspannungseingang. Den Widerstand
nicht zu groß machen, Leistungs-OPV haben recht große
Eingangsruheströme.
> Ist es übertrieben, Trimmer hinter die LED-Reihen zu setzen bzw. reichen> normale Widerstände mit sagen wir 220 Ohm?
Normale Widerstände reichen völlig. Ich würde allen Strängen den
gleichen Widerstand spendieren und den gleichzeitig auch als Meß-Shunt
für die Stromquelle verwenden (von nur einem Strang).
> Und natürlich: Kann das überhaupt funktionieren?
Es verheizt reichlich Energie in IC2, ansonsten wird das funktionieren.
Wobei speziell der L165 noch eine Frequenzkompensation braucht.
Ich würde das wie von MaWin vorgeschlagen, auch eher als Schaltregler
bauen.
XL
@ Mark (Gast)
>Ich möchte eine Wand indirekt mit weißen LEDs beleuchten. Dazu muss ich>gut 80 LEDs (mehr als im Schaltplan) ansteuern und dimmen können.> Ich>hatte mir daher überlegt, eine spannungsgesteuerte Stromquelle zu bauen>wie im Anhang gezeigt. Eine kleine Erklärung zum Vorhaben:
Dann bitte richtig.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Konstantstromquelle#Konstantstromquelle_mit_Operationsverst.C3.A4rker_und_Transistor
Und wenn du LED-Stränge mit Widerstand parallel schaltest, ist die
Stromregelung zumindest teilweise ausgehebelt. Dann sollte man besser
für jeden Strang eine eigene Stromquelle spendieren, kostet praktisch
nichts. Ein LM324 hat 4 OPs in einem Gehäuse, dahinter ein BC337 und
fertig. Die Referenzspannung kannst du einmalig erzeugen, nimm eine
Spannungsreferenz deiner Wahl, TL431 ist OK.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Standardbauelemente#Shuntregler.2FSpannungsreferenz>Ist der LM317 als Spannungsreferenz zu gebrauchen
Ja.
>oder besser ne Z-Diode
Nein.
>oder gar Spannungsreferenz-IC?
Ist auch OK.
>Ist es übertrieben, Trimmer hinter die LED-Reihen zu setzen
Ja.
> bzw. reichen>normale Widerstände mit sagen wir 220 Ohm?
Ja, aber dann ist es nur noch eine halbe Konstantstromquelle. Es wird
funktionieren, aber mit wenig Aufwand kann man es solide machen.
Vielen Dank erstmal für die ganzen Antworten!
Als Leistungs-OPV dachte ich TDA2050.
Zum Thema Schaltregler: Ich hab mir mal auf nem Steckbrett was
zusammengebaut mit Konstantspannungsquelle 5V, PWM mit 555 und ner
1Watt-LED (Mann is die hell!) mit Vorwiderstand zusammengefrickelt, das
müsste bei höheren Spannungen und Reihenschaltung mehrerer LEDs auch
recht effizient sein, außerdem wird der Großteil der Verlustleistung
über den Vorwiderstand abgegeben, der MOSFET (verwendet wurde IRFZ34)
wird kein Stück warm (bei gut 300mA Strom, also ähnlich viel wie in der
gewünschten Applikation).
Aber ich weiß nicht, ob die Einstreuungen so gesund sind für was auch
immer in der Umgebung. Die Schaltfrequenz liegt hier übrigens bei ca.
60kHz, man hört also nichts, aber wie gesagt, ob das so gut is mit dem
HF-Müll, ich weiß ja nicht.
Konstantstromquellen mit PWM hab ich mir ehrlich gesagt noch nicht
angesehen, hatte ich aber wegen des HF-Mülls nicht ernsthaft vor, gerade
bei Schaltfrequenzen kleiner 20kHz.
Zum Thema Effizienz/Verlustleistung über IC2: Wenn ich das Ganze an
gleichgerichteten 24 Volt Wechselspannung betreibe, kann ich ja recht
viele LEDs in Reihe schalten, über dem TDA liegen dann etwa 8 Volt
(worst-case, Pi-mal-Daumen) an, macht bei etwa 300mA Maximalstrom und
sagen wir 50mA Ruhestrom etwa 4 Watt Verlustleistung (alles
Worst-case-Szenarien bei voller Helligkeit). Mit nem 10K/W Kühlkörper
halte ich das Ding dann einigermaßen in der SOA. Ist eventuell nicht der
Königsweg, aber recht billig und einfach machbar und v. a. ohne
Einstreuungen in Netz/Umgebung/Was-auch-immer. Vielleicht mach ich mir
auch zu viele Gedanken darum, aber ein Schaltregler muss auch erst
einmal 70% Effizienz schaffen (ungefähre Angabe). Das tun die meisten
zwar, sind aber vermutlich nicht so einfach zu handeln wie das Teil
hier.
Ich stelle gleich noch einmal einen überarbeiteten Schaltplan rein mit
Z-Diode usw.
MfG
Mark
__________________________________
Rettet des Genitivs!
Da war wohl einer schneller als ich. :-)
Ich lese mir die Artikel mal durch und stöbere ein paar Datenblätter.
Ich hab übrigens 12 oder 14 Reihen, je nachdem ob 6 oder 7 LEDs in Reihe
verschaltet werden.
Aufgrund der ausführlichen Beschreibungen Falk Brunners (Danke an dieser
Stelle!), werde ich das Ganze jetzt doch etwas anders ausführen. Und
zwar mit einigen LM324-Operationsverstärkern und irgendwelchen
Wald-und-Wiesen-Transistoren (vermutlich sogar BC337). Der 24V-Trafo
wird dennoch zum Einsatz kommen. Um die Zerstörung der OPVs zu vermeiden
habe ich vor, einen LM7812 bis LM7818 zur Speisung der OPVs und zur
Bereitstellung der Referenzspannung zu nutzen. Da es auf Genauigkeit ja
nicht so drauf ankommt, reicht mir das auch.
Da ja jetzt nur noch Diodenflussspannung und Kollektor-Emitterstrecke
sowie Verluste im Netzteil (Brummspannung und Spannungsabfall an den
Dioden) und der Spannungsabfall am Messwiderstand die Anzahl der in
Reihe geschalteten LEDs limitiert, werde ich 8 LEDs pro Reihe schalten,
damit schone ich dann auch die Transistoren. Einen Schaltplan stelle ich
alsbald möglich ein.
Hier der überarbeitete Schaltplan:
Je LED-Strang werden 8 LEDs mit einer Stromquelle aus einem BC337, einem
OPV (mit PNP oder FET-Eingangsstufe, damit ich bis an -Ub herankommen
kann)
und einem 47-Ohm Stromfühlwiderstand betrieben.
Ein LM7812 dient zur Versorgung der OPVs und als Referenzspannung. Die
Steuerspannung wird mit einem 1kOhm-Poti in Reihe zu einem
10kOhm-Widerstand abgenommen. Die Maximalspannung beträgt dann
(zuzüglich Bauteiltoleranzen) 1,09 Volt. Für einen Strom von 20mA ergibt
sich damit ein Fühlwiderstand von 54,5 Ohm. Gewählt wurden 47 Ohm.
Jede Leitung an die Eingänge der OPVs sind mit einem 1k-Ohm-Widerstand
versehen, ist dies notwendig? (Es erschien mir irgendwie "schöner")
Falls es tatsächlich zu einer Farbänderung kommen sollte, kann ich auch
immer noch eine PWM nachrüsten, statt der Poti-Spannung muss dann
lediglich eine 1,09Volt PWM angelegt werden.
Nun die (hoffentlich abschließenden) Fragen:
Stimmen meine Überlegungen?
Brauche ich Fühlwiderstände?
Kann das stabil klappen?
Reichen 2000µF in der Hauptversorgung?
Nochmal vielen Dank an Falk und natürlich auch an den Rest des Forums
für die Tolle Hilfe!
Mir fällt gerade auf: Der LM324 frisst ja satte 50mA! Bei 3 Stück plus
ein paar Verlusten in der Schaltung kommt man da ja schon auf ca.
160mA... das heißt über 3 Watt Verlustleistung am LM7812... Oder täusche
ich mich?
@Mark (Gast)
>Je LED-Strang werden 8 LEDs mit einer Stromquelle aus einem BC337, einem>OPV (mit PNP oder FET-Eingangsstufe, damit ich bis an -Ub herankommen>kann)LM324 kann das.
>Ein LM7812 dient zur Versorgung der OPVs und als Referenzspannung.
Ist OK.
>(zuzüglich Bauteiltoleranzen) 1,09 Volt. Für einen Strom von 20mA ergibt>sich damit ein Fühlwiderstand von 54,5 Ohm. Gewählt wurden 47 Ohm.>Jede Leitung an die Eingänge der OPVs sind mit einem 1k-Ohm-Widerstand>versehen, ist dies notwendig? (Es erschien mir irgendwie "schöner")
Es ist wichtig. Es fehlt aber noch der Rückkopplungskondensator, der ist
noch wichtiger. Siehe Artikel oben.
>Stimmen meine Überlegungen?
Ja.
>Brauche ich Fühlwiderstände?
Hast du doch.
>Kann das stabil klappen?
Ja.
>Reichen 2000µF in der Hauptversorgung?
Locker. Faustregel. 10mF machen bei 1A Ausgangsstrom 1Vpp Ripple. Bei
deinen 300mA mit 2mF also ~1,5V, das ist recht wenig. 1mF reicht auch.
Ausserdem reglen deine Konstantstromquellen den Ripple aus.
Es fehlt aber wieder deine Masseverbindung von C2 zu IC1.
> Es ist wichtig. Es fehlt aber noch der Rückkopplungskondensator, der ist> noch wichtiger. Siehe Artikel oben.
Nein. Diese Art der "Kompensation" macht so eine Schaltung nur
instabiler, auch wenn x-mal das Gegenteil behauptet wird.
Hier, in diesem Fall ist gar keine Korrektur nötig, weil der Transistor
mit ft>100MHz als Emitterfolger (für den OPV mit ft=1MHz) arbeitet und
die Schleifenverstärkung leicht herabsetzt.
@ArnoR (Gast)
>> Es ist wichtig. Es fehlt aber noch der Rückkopplungskondensator, der ist>> noch wichtiger. Siehe Artikel oben.>Nein. Diese Art der "Kompensation" macht so eine Schaltung nur>instabiler,
Bitte? Wir reden vpn einer kapazitiven Rückkopplung vom Ausgang zum -
Eingang! Das macht so ziemlich jede OPV-Shaltung stabil, wenn gleich
auch langsamer.
>Hier, in diesem Fall ist gar keine Korrektur nötig, weil der Transistor>mit ft>100MHz als Emitterfolger (für den OPV mit ft=1MHz) arbeitet und>die Schleifenverstärkung leicht herabsetzt.
Ein verbreiteter Irrtum. Nur weil der Emitterfolger eine
SPANNUNGSVerstärkung <1 hat, bedeutet das NICHT, dass er ein nicht
schwingen kann. Denn die STROMverstärkung ist deutlich größer 1, das
reicht.
Ihr seid echt gut, Leute! :-)
Dann nehme ich die Schaltung wie hochgeladen (warum ich dauernd Masse
vergesse, ist mir schleierhaft - Gott sei Dank können sich den hier alle
dazudenken).
Bleibt eine Frage: Wie soll der Rückkopplungskondensator vom Ausgang zum
invertierenden Eingang der OPVs (so soll's ja sein, wäre ja sonst
Mitkopplung, wenn ich mich nicht irre) dimensioniert sein? Ich hätte an
dieser Stelle einfach einen 100nF Folien- oder Keramikkondensator
eingebaut (oder sowas in der Größenordnung) und fertig.
Mit Ausgang meine ich den Ausgang der gesamten Verstärkerstufe, also den
Emitter des BC337.
Ansonsten muss nur noch eine Bestellung beim kleinen R raus und der
Lötkolben temperiert werden. ;-)
Mit freundlichem Gruß und der großen Erkenntnis, dass man in diesem
Forum mit ordentlich gestellten Fragen sehr ordentliche Antworten
bekommen kann
Mark
@ Mark (Gast)
>dieser Stelle einfach einen 100nF Folien- oder Keramikkondensator>eingebaut (oder sowas in der Größenordnung) und fertig.
Zu viel, 1nF reicht hier.
>Mit Ausgang meine ich den Ausgang der gesamten Verstärkerstufe, also den>Emitter des BC337.
Hmm, kann man machen, geht aber auch vom OPV Ausgang.
> Bitte? Wir reden vpn einer kapazitiven Rückkopplung vom Ausgang zum -> Eingang! Das macht so ziemlich jede OPV-Shaltung stabil, wenn gleich> auch langsamer.
Naja. Im angehängten Bild ist etwa die Schaltung des TE mal mit
Korrektur und mal ohne zu sehen. Die Simulation ist mehrfach
parametrisch, wobei der 100R von 22R...220R, der 100p von 33p...330p und
der 5k von 1k bis 10k läuft. Das obere Kurvenbündel zeigt die obere
Schaltung, das untere entsprechend die untere.
Es ist keinerlei Verbesserung gegenüber der nicht korrigierten Schaltung
erkennbar, im Gegenteil. Bei großen Kapazitäten dauert das Einschwingen
auf den Endwert "ewig".
> Ein verbreiteter Irrtum. Nur weil der Emitterfolger eine> SPANNUNGSVerstärkung <1 hat, bedeutet das NICHT, dass er ein nicht> schwingen kann. Denn die STROMverstärkung ist deutlich größer 1, das> reicht.
Es geht hier um die resultierende Schleifenverstärkung und die
resultierende Phasendrehung in der Rückkoppelschleife des OPV. Da spielt
der Betrag der Stromverstärkung näherungsweise keine Rolle. Da die
Transitfrequenz des Transistors um 2 Dekaden über der des OPV liegt,
entsteht aus der Sicht des OPV keine zusätzliche Phasendrehung solange
die Schleifenverstärkung >1 ist. Außerdem wird durch den Transistor die
Schleifenverstärkung minimal verringert, was die Stabilität ebenfalls
nicht beeinträchtigt.
Jippie! Die Teile sind da!
Erst einmal grob zusammengesteckt das Ganze. Ich habe weder
Fühlwiderstände noch Gegenkopplung verwendet, damit konnte ich aber
leider keine absolute Dunkelheit der LEDs erreichen.
Einbringen von Fühlwiderständen brachte nichts.
Kondensator in der Gegenkopplung auch nicht.
Widerstand in der Gegenkopplung: Heureka! Es ist dunkel!
Kann mir einer erklären, warum das so ist und ob das so ganz ohne
Fühlwiderstände und mit 1k in der Gegenkopplung halbwegs sicher ist?
Vielen Dank übrigens für die tolle Simulation des Einschwingvorgangs!
Die Schaltung schwingt aber nur einmal ein (und dann jedes Mal wieder
erst nach einem Stromausfall) und sonst gar nicht. Ich regle ja
lediglich linear ohne PWM oder dergleichen, da sollte das keine große
Rolle spielen mit dem Einschwingen.
Um meine Fragen zu präzisieren:
1.: Sind Fühlwiderstände wichtig, wenn ja, wofür?
2.: Warum klappt es nur mit Widerstand in der Gegenkopplung?
3.: Funktioniert das auch in 10 Jahren noch ohne Fühlwiderstände, aber
mit Gegenkopplungswiderstand?
@Mark (Gast)
>Fühlwiderstände noch Gegenkopplung verwendet, damit konnte ich aber
Was für Fühlwiderstände?
>Widerstand in der Gegenkopplung: Heureka! Es ist dunkel!
Schaltplan?
>Die Schaltung schwingt aber nur einmal ein (und dann jedes Mal wieder>erst nach einem Stromausfall) und sonst gar nicht.
Doch, du siehst es nur nicht, weil du keinen Sprung auf den Sollwert
gibst.
>lediglich linear ohne PWM oder dergleichen, da sollte das keine große>Rolle spielen mit dem Einschwingen.
Doch.
>1.: Sind Fühlwiderstände wichtig, wenn ja, wofür?
Was meinst du damit? Den Strommesswiderstand, aka Shunt? Der ist
elementar wichtig.
>2.: Warum klappt es nur mit Widerstand in der Gegenkopplung?
Zufall bis Fehlmessung.
>3.: Funktioniert das auch in 10 Jahren noch ohne Fühlwiderstände, aber>mit Gegenkopplungswiderstand?
Eher nicht.
Mit den Fühlwiderständen meine ich die 1k, die (wenn eingebaut) vor den
Eingängen der OPVs sitzen. Aktuell hab ich in der Testschaltung einfach
Drahtbrücken von der Steuerspannung (die vom Poti) zum
nicht-invertierenden Eingang und vom Shunt zum invertierenden Eingang
gelegt, damit funktioniert es.
Der Einbau dieser "Fühlwiderstände" (oder wie auch immer man die
wirklich nennt) bringt aber keinen Vorteil, das heißt auch mit Ihnen
erreiche ich nicht absolute Dunkelheit. Das klappt nur mit
GegenkopplungsWIDERSTAND, nicht mit kapazitiver Gegenkopplung.
Es ist im Moment etwas zu spät, als dass ich mir eine Erklärung dafür
geben könnte, vielleicht bin ich auch zu dumm, aber so geht's
merkwürdigerweise.
Eine andere Sache hab ich noch: Ich hab 11 Stromquellen, aber 12 OPVs (3
mal LM324), da dachte ich mir, dass es sicher Sinn ergibt, wenn ich den
übrig gebliebenen einfach als Impedanzwandler für die Steuerspannung vom
Poti schalte, oder nicht?
Wenn ich alles richtig von dir interpretiert habe, Falk, soll ich also
den Mehraufwand wegen der gut 20 zusätzlichen Widerlinge vernachlässigen
und die (ich will es fast schon nicht mehr schreiben) Fühlwiderstände
einbauen. Zum Gegenkopplungswiderstand wirst du mir wohl noch was sagen
und den Impedanzwandler kann ich wahrscheinlich übernehmen.
Bis dahin:
Mark Ende
Jetzt ist es zusammengelötet!
Ein opv wurde als spannungsfolger (--Eingang an ausgang und +eingang an
die spannung vom poti) geschaltet, der ausgang bildet dann die
tatsächliche steuerspannung.
Dann der Test. Erst mal nur eine led pro stromquelle, den rest an
leistung verheizen halt die transis, das war der plan. Poti erstmal auf
anschlag links gedreht, ich erwartete totale dunkelheit. Aber: es war
hell wie nichts! Na klar, falsch rum angeschlossen, dachte ich. Also
ausgemacht, poti auf anschlag rechts - das gleiche Bild. Volle
helligkeit. Jetzt hab ich ihn etwas laufen lassen, bis es anfing zu
rauchen. Ein 47-ohm-Shunt hatte sich verabschiedet. Ich habs sofort
ausgemacht und jetzt steht er hier.
Woran kann das liegen???