Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hameg HM512, Kanal verschwunden


von A. F. (elagil)


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Hallo,

ich habe ein Problem mit meinem HM512:
Ich versuche gerade, mein Oszilloskop ein wenig zu justieren. Während 
ich an Kanal 1 ein Signal angelegt hatte (ich habe daran noch nichts 
verstellt) sank mein Signal in Richtung negativer Y-Richtung ab, bis es 
nicht mehr zu sehen war (verschwunden unter der unteren Kante des 
Bildschirms). Ein Ausgleich mit dem Y-Pos. Regler bringt nichts mehr! 
Kanal 2 läuft dagegen richtig, die Einstellungen sind auf beiden Kanälen 
gleich (5mV/div, 1:10 Tastteiler, 0,2ms Timebase, 1kHz mit 200mV 
Amplitude.)

Was kann da passiert sein?

Edit: Ich habe das Oszilloskop mal für eine Weile ausgeschaltet und 
wieder an, danach war der Kanal wieder zu sehen. Eine Verstellung der 
Y-Verstärkung lässt die Linie extrem springen (Eingang auf GND), bis sie 
nach einer Weile wieder unsichtbar unten verschwindet.

Danke im Voraus,
Adrian

von U. B. (Gast)


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Eventuell wird die Drift durch eines der oft 2 Potentiometer verursacht, 
die eben diese Dift minimieren sollen.
Eines sorgt z.B. dafür, dass sich die Nulllinie möglichst wenig 
verschiebt, wenn der Eingangsschalter umgeschaltet wird, das andere bei 
Verstellung der stufenlosen Verstärkung.
Vielleicht hat der Schleifer eines der Potis hohen Übergangswiderstand, 
ein Offsetstrom könnte dann den Ärger machen.

Bezeichung der Potis: DC-Balance, Step-Attenuator-Balance oder ähnlich.

von Udo S. (urschmitt)


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Du hast hier die perfekte Möglichkeit zur Fehlersuche. Das Scope ist so 
alt, daß es noch diskret aufgebaut ist.
Der eine Kanal funktioniert, der identisch aufgebaute 2. hat den Fehler
Die Schaltpläne müsste es im Internet geben.
Also los.

von A. F. (elagil)


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Hm das wundert mich, es ist sehr abrupt aufgetreten

> Bezeichung der Potis: DC-Balance, Step-Attenuator-Balance oder ähnlich.

Ich habe für beide Kanäle Abgleichkondensatoren für alle 
Spannungsbereiche.. Ich denke nicht, dass sich plötzlich alle von einem 
Kanal verstellt haben.

Ich habe übrigens ein HM512-6

von A. F. (elagil)


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> Du hast hier die perfekte Möglichkeit zur Fehlersuche.

Das stimmt natürlich, vielleicht gibt es ja "übliche" Fehler

Interessant: Beim halb-durchdrücken des "Invert" Knopfes ist der 
betroffene Strahl genau in der Mitte

Noch etwas: Beim GANZ drücken des Invert Knopfes und dem Verschieben des 
Signals so weit nach unten, wie es geht, erscheint die Linie ganz oben 
am Rand des Schirms...

von A. F. (elagil)


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Scheint der (FET) TIS69 zu sein. Mit dem aus dem anderen Kanal läuft es 
wunderbar (herausgefunden durch.. klopfen).

von A. F. (elagil)


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Dazu gleich noch eine Frage :D Womit kann ich ihn ersetzen? Er ist ja 
absolut nicht mehr lieferbar, ich benötige ja noch dazu ein passendes 
Paar.

von Martin S. (sirnails)


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Wenn Du das durch Klopfen herausgefunden hast, dann wäre meine erste 
Intuition eine kalte Lötstelle.

von (gast) (Gast)


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von A. F. (elagil)


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Martin Schwaikert schrieb:
> Wenn Du das durch Klopfen herausgefunden hast, dann wäre meine erste
> Intuition eine kalte Lötstelle.

Das klingt sehr plausibel, nach einem weiteren Klopftest hat sich der 
andere TIS69 als ebenso anfällig erwiesen, der TIS69 aus dem ersten 
Kanal, der jetzt im zweiten sitzt, scheint stabil zu sein.. Ich werde 
mal unter die Platine schauen, vielleicht ist es auch der Sockel oder 
so.

von Michael (Gast)


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Adrian Figueroa schrieb:
> Ich werde mal unter die Platine schauen, vielleicht ist es auch der Sockel
> oder so.
Schau gleich mit dem Lötkolben und mach gleich alle komisch aussehenden 
Lötstellen evtl. mit frischem Flußmittel einmal kurz heiß ...

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