Hallo, mit einem Spannungsprüfer kann ich ja feststellen, ob eine Steckdose Spannung führt. Bei der Steckdose im Nachbarraum funktioniert das auch. Doch wie könnte ich herausfinden, ob die beiden Steckdosen dieselbe Phase haben oder ggf. unterschiedliche Phasen haben?
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Im Keller, oder da wo der Strom reinkommt, sind normal drei Schraubsicherungen (eine pro Phase). Sicherung rausdrehen → Steckdosen überprüfen.
J. Ad. schrieb: > Doch wie könnte ich herausfinden, ob die beiden Steckdosen dieselbe > Phase haben oder ggf. unterschiedliche Phasen haben? Durch Messen. Da Du Dich aber anscheinend mit 230V Installationen nicht auskennst, solltest Du das Messen anderen überlassen. Gruss Harald
Steck in eine der Steckdosen ein Verlängerungskabel, welches lang genug ist um die zweite Dose mit einem Multimeter erreichen zu können. Miss die Spannung von jedem der beiden Anschlüsse der Dose abwechselnd gegen die beiden Anschlüsse des Kabels. wenn 2 mal 0 und 2 mal 230V -> gleiche Phase wenn 2 mal 230, einmal 0 und einmal 400V -> unterschiedliche Phasen.
Wenn du zwei PLC-Adapter besitzt oder dir leihen kannst: Steck einen in je eine der Steckdosen. Kommt eine Verbindung zustande: gleiche Phase, sonst nicht (falls es keinen PLC-Phasenkoppler in deinem Sicherungsschrank gibt).
K. Laus schrieb: > Im Keller, oder da wo der Strom reinkommt, sind normal drei > Schraubsicherungen (eine pro Phase). Sicherung rausdrehen → Steckdosen > überprüfen. Ja, allerdings weiß ich ja auch nicht, welche Sicherung dann an welcher Phase hängt. Aber klar, gehen BEIDE Steckdosen nicht mehr hängen sie an derselben Sicherung und dann auch an derselben Phase. Die Frage war also meinerseits vielleicht nicht ganz sauber formuliert. Messen? Gute Idee. Zwischen den beiden Phasen müssten ja dann knapp 400 V AC zu messen sein. Oder eben 0V wenn es dieselbe Phase ist.
Dieter Werner schrieb: > Steck in eine der Steckdosen ein Verlängerungskabel, welches lang genug > ist um die zweite Dose mit einem Multimeter erreichen zu können. > > Miss die Spannung von jedem der beiden Anschlüsse der Dose abwechselnd > gegen die beiden Anschlüsse des Kabels. > > wenn 2 mal 0 und 2 mal 230V -> gleiche Phase > > wenn 2 mal 230, einmal 0 und einmal 400V -> unterschiedliche Phasen. Funzt wunderbar! Danke!
Die russische Variante: Beide Phasen aneinanderhalten. Wenns kracht, sinds verschiedene Phasen. ;) Don't try this at home, kids! SCNR
NICHT NACHMACHEN !!! Ein sehr viel früherer Arbeitskollege machte es sich einfach, da waren es ja auch noch "nur" 380 V : Mittels 'Lügenstift' fand er die Phasen beider via Verlängerung zusammengebrachter Steckdosen heraus, dann nahm er zwei Finger und prüfte eigenhändig ...
<offtopic> Ben _ schrieb: > Die russische Variante: Beide Phasen aneinanderhalten. > Wenns kracht, sinds verschiedene Phasen. ;) Das geht auch noch etwas effektiver: Man nehme einen alten Radiowecker und schneidet den obligatorischen Eurostecker ab. Nach dem Abisolieren der daraus resultierenden Litze und dem Verbinden jener Litzen mit den zu testenden Phasen, kann man leicht erkennen, ob es unterschiedliche Phasen sind: Wenn der Radiowecker brennt, dann waren es 400V ;-) </offtopic>
U. B. schrieb: > NICHT NACHMACHEN !!! Nun, es hatte schon seinen Grund, warum ich in meinem ersten Beitrag n i c h t beschrieben habe, w i e man das misst. Es gibt durchaus billige Multimeter, die bei 400V~ bereits überfordert sind. Gruss Harald
Harald Wilhelms schrieb: > U. B. schrieb: > >> NICHT NACHMACHEN !!! > > Nun, es hatte schon seinen Grund, warum ich in meinem ersten Beitrag > n i c h t beschrieben habe, w i e man das misst. Es gibt durchaus > billige Multimeter, die bei 400V~ bereits überfordert sind. > Gruss > Harald Mein billigstes Multimeter ist ein Voltcraft 404, doch das geht bereits bis 750 V. Aber in der Tat, es gibt MM, die nur bis 250 V gehen. Bei meiner Eingangsfrage hatte ich den Vergleich von zwei Phasen nicht auf dem Radar, dachte es gäbe etwas um direkt L1, L2 und L3 angezeigt zu bekommen.
J. Ad. schrieb: > L1, L2 und L3 angezeigt zu bekommen. Welche Phase Du L1, L2 oder L3 nennst, ist allein Dir überlassen. Eine feste Zuordnung gibt es da nicht. Gruss Harald
Harald Wilhelms schrieb: > J. Ad. schrieb: > >> L1, L2 und L3 angezeigt zu bekommen. > > Welche Phase Du L1, L2 oder L3 nennst, ist allein Dir überlassen. > Eine feste Zuordnung gibt es da nicht. > Gruss > Harald Danke für die Info. Ich dachte, da gäbe es ne Art Referenz.
J. Ad. schrieb: > Mein billigstes Multimeter ist ein Voltcraft 404, doch das geht bereits > bis 750 V. Cat II? Mit I (bei meinem Pollin-Dingen) darfst du nicht ans Netz...
Trolldauerdienst (Troll Nr. 42 aktiv) schrieb: > J. Ad. schrieb: >> Mein billigstes Multimeter ist ein Voltcraft 404, doch das geht bereits >> bis 750 V. > Cat II? Mit I (bei meinem Pollin-Dingen) darfst du nicht ans Netz... Jop, steht Cat II drauf. Auf dem Uralt-Conrad 7905 steht natürlich noch nix drauf was wie Cat aussieht. Da gabs diese Klassifizierung noch nicht.
sogar cat3-multimeter bekommt man für unter 70 eur (meine peaktech z.b.), das bis 750Vac geht...
> Welche Phase Du L1, L2 oder L3 nennst, ist allein Dir überlassen. > Eine feste Zuordnung gibt es da nicht. Falls ein 3~Motor angeschlossen werden soll, bewährt sich die Festlegung auf den vorgeschriebenen Drehsinn ...
Der Chris Öhm... schrieb: > Das geht auch noch etwas effektiver: > Man nehme einen alten Radiowecker und schneidet den obligatorischen > Eurostecker ab. Nach dem Abisolieren der daraus resultierenden Litze und > dem Verbinden jener Litzen mit den zu testenden Phasen, kann man leicht > erkennen, ob es unterschiedliche Phasen sind: > > Wenn der Radiowecker brennt, dann waren es 400V ;-) *Wenn der magische Rauch entweicht warens 400V !
HIntergrund ist, dass ich eine Kaffeemaschine habe, deren Nachheiz-Impulse ich als Brummen im AVR-Receiver und im Ringkerntrafo der Beleuchtung höre. Da dachte ich mir, wäre vielleicht nicht schlecht, diese Kaffeemaschine an eine andere Phase zu hängen. Und siehe da: Die Störungen sind dann wech. Ein Bekannter hat mir zudem ein Netzfilter für die Maschine empfohlen. Aber filtern diese Dinger (Schaffer z. B. ) denn auch den Schrott raus, der VON der Maschine kommt?
J. Ad. schrieb: > HIntergrund ist, dass ich eine Kaffeemaschine habe, deren > Nachheiz-Impulse ich als Brummen im AVR-Receiver und im Ringkerntrafo > der Beleuchtung höre. Wieso hast du dann nicht einfach die Kaffeemaschine angeschlossen und damit getestet?
Sebastian H. schrieb: > J. Ad. schrieb: >> HIntergrund ist, dass ich eine Kaffeemaschine habe, deren >> Nachheiz-Impulse ich als Brummen im AVR-Receiver und im Ringkerntrafo >> der Beleuchtung höre. > > Wieso hast du dann nicht einfach die Kaffeemaschine angeschlossen und > damit getestet? Da muss ich natürlich warten, bis die MAschine hochgeheizt hat und es muss leise sein, damit ich das Brummen höre. Also keine sehr elegante Methode. Wenn die Maschine an einer beliebigen anderen Steckdose keine Störungen verursacht, könnte es ja immer noch z. B. an der Zuleitung liegen.
J. Ad. schrieb: > Da muss ich natürlich warten, bis die MAschine hochgeheizt hat und es > muss leise sein, damit ich das Brummen höre. Ersatzweise könntest Du ja auch eine 100W-Lampe mit einer passenden Diode in Reihe als Testverbraucher nehmen. Gruss Harald
Harald Wilhelms schrieb: > J. Ad. schrieb: > >> Da muss ich natürlich warten, bis die MAschine hochgeheizt hat und es >> muss leise sein, damit ich das Brummen höre. > > Ersatzweise könntest Du ja auch eine 100W-Lampe mit einer passenden > Diode in Reihe als Testverbraucher nehmen. > Gruss > Harald Du meinst die erzeugt ähnliche Netzrückwirkungen wie eine Kaffeemaschine mit 1500 W Leistungsaufnahme, die sehrwahrscheinlich mit einer komischen Thyristor-Schaltung ungut angesteuert wird?
Das ist hier so üblich. Wenn eine einfache und praktikable Lösung genannt wird, kommt einer mit irgendwas umständlichen daher.
ha das ist lustig , ich benötige eigentlich keinen Wecker mehr, weil ich abend zwar den Lappen zuklappe aber meit nicht die Aktivboxen ausschalt. wenn dann am morgen das rundsteuersignal kommt um den Tarifwechsel am stromzähler zuschalten schläg das voll durchs netzteil der Aktivboxen hört sich an wie Morsezeichen mit 750 Hertz.
Gibt's eventuell ein Gerät dafür, daß meine 3 Phasen mit HF markiert und einen Empfänger dazu, der mir dann an den Steckdosen anzeigt, welche Phase das ist? Alternativ ginge auch ein Sender der per Funk das timing der Phasen anzeigt und ein Empfänger, der mir sagt, ob die synchron sind. Meine Hütte ist zu groß um zum Messen jede Menge Kabel zu legen. Um die Auslastung zu balancieren wäre das ziemlich sinnvoll, vor allem im Winter, wo das Durchbrennen einer der Hauptsicherungen durch Heizgeräte Folgeschäden bringt. Natürlich könnte ich alle Kabel in den Sicherungskästen nachverfolgen, aber das ist Mühsam. Das sind ein paar.
Lies 13 Jahre später noch dieselben Antworten! Sie gelten noch. > zwei PLC-Adapter besitzt oder dir leihen kannst > 3 Sicherungen?
Dass wir ein paar Jahre weiter sind, hat ja auch Vorteile :-) Heutzutage gibt's Shelly, um dreiphasig den Strom am Zähler zu erfassen, und live auf dem Handy anzuzeigen. Dann braucht man nur noch den Fön in jede Steckdose einzustecken, auf dem Handy schauen welche Phase mehr Leistung sieht, an die Steckdose mit Edding "1", "2" oder "3" zu schreiben und die Aufgabe ist erledigt.
Glühbirne an die beiden Phasenleitungen anschliessen -> wenn sie nicht leuchtet, ist die Phase gleich.
Bradward B. schrieb: > Glühbirne an die beiden Phasenleitungen anschliessen -> wenn sie nicht > leuchtet, ist die Phase gleich. Wenn die Glühbirne kurz hell aufleuchtet und sich verabschiedet (mit einem Knall), dann waren die Phasen unterschiedlich (400V AC). Daher ist das keine Methode für Anfänger.
Alex schrieb: > Gibt's eventuell ein eine neue Knalltüte im Forum: Benutzername das_sams Vorname Alex Firma http://reiseradgabel.de Angemeldet seit 25.01.2026 18:28 Beiträge 2 Bradward B. schrieb: > Glühbirne an die beiden Phasenleitungen anschliessen -> wenn sie nicht > leuchtet, ist die Phase gleich. Oder auch nicht, weil die 400V zwischen zwei Phasen sie direkt ermordet haben. Welche Glühlampe hält 74% Überspannung aus?
> Oder auch nicht, weil die 400V zwischen zwei Phasen sie direkt ermordet > haben. Welche Glühlampe hält 74% Überspannung aus? Glühlampen (ja die mit dem Metlldraht) sind keine Halbleiter, die haben an Überspannung wenig Probleme, mehr mit Überstrom. Aber wer hat, kann natürlich auch eine Glimmlampe verwenden. Oder Reihenschaltung anwenden.
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Es gibt ein Rundsteuersignal, und auch da gibt man keine eindeutige Kennung der Phasen drauf, mal einfach so, redundant ? schade.
Alex schrieb: > Meine Hütte ist zu groß um zum Messen jede Menge Kabel zu legen. Um die > Auslastung zu balancieren wäre das ziemlich sinnvoll, vor allem im > Winter, wo das Durchbrennen einer der Hauptsicherungen durch Heizgeräte > Folgeschäden bringt. Dann ist wohl dein Anschluss unterdimensioniert. Ich kann hier aus jeder Phase 15 kW ziehen, die gut gemischt auf die Steckdosen aufgelegt sind. Und technisch ist es ja kein Problem, auf einen Träger die 50 Hz einer Phase zu modulieren, um als Referenz zu dienen.
Alex schrieb: > Natürlich könnte ich alle Kabel in den > Sicherungskästen nachverfolgen, aber das ist Mühsam. Wenn da der ausführende Elektriker sich die Beschriftung gespart hat, wäre jetzt eine gute Gelegenheit, das ein für alle mal nachzuholen. Ein Profi hat dafür einen Sicherungsfinder. Hier eine Billigversion: https://www.amazon.de/extra_fuer_Alex_rausgesucht/dp/B0FHPY92VC
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U. B. schrieb: > Mittels 'Lügenstift' fand er die Phasen beider via Verlängerung > zusammengebrachter Steckdosen heraus, dann nahm er zwei Finger und > prüfte eigenhändig ... Solange es Finger von der selben Hand sind und er gut isoliert steht, ist das sehr lehrreich. Sonst kann es leicht auch anders enden ;-) Don't try this at home!
K. L. schrieb: > Im Keller, oder da wo der Strom reinkommt, sind normal drei > Schraubsicherungen (eine pro Phase). Sicherung rausdrehen → Steckdosen > überprüfen. Je nachdem können diese Sicherungen auch mal hinter eine Plombe sein. Es geht ja hier nicht um die vielen Sicherungen, die für ein Zimmer/Zimmerteil oder eine Zimmergruppe (damals auch gerne mal für ein bis zwei Stockwerke) zuständig sind. Da kann man ja nur sagen, wenn zufällig beide Steckdosen an der selben Sicherung hängen, ist es die selbe Phase.
Bradward B. schrieb: >> 400V zwischen zwei Phasen >> Welche Glühlampe hält 74% Überspannung aus? > Glühlampen (ja die mit dem Metlldraht) sind keine Halbleiter, die haben > an Überspannung wenig Probleme, mehr mit Überstrom. Zu Zeiten von Herrn Ohm erzeugte eine Überspannung einen Überstrom. Heute ist das anders.
Rolf schrieb: > Zu Zeiten von Herrn Ohm erzeugte eine Überspannung einen Überstrom. > Heute ist das anders. Ach was, du musst sie nur kalt erwischen. :DDD
wenns unbedingt mit Glühlampen getestet werden muss, sollte man 2 gleiche in Reihe schalten. Wenn jede Lampe bei 240V nur 120V bekommt, leuchten die auch. Und bei 400V leuchten die fast normal. Ist nun auch kein Hexenwerk Es ist aber auch nicht verboten, sich nen vernünftigen Duspol zu besorgen.
Ob es nun L1 gegen L3 oder L1 gegen L2 sind, kannst Du so nicht feststellen. Sollstest aber prüfen, welche Stromkreise das tatsächlich sind, wo die an der Verteilung "auflaufen". (BTW: Mein (zweipoliger) Duspol hat Spannungsangaben bis 1000V.) ciao gustav
Alex schrieb: > Gibt's eventuell ein Gerät dafür, daß meine 3 Phasen mit HF markiert und > einen Empfänger dazu, der mir dann an den Steckdosen anzeigt, welche > Phase das ist? > Alternativ ginge auch ein Sender der per Funk das timing der Phasen > anzeigt und ein Empfänger, der mir sagt, ob die synchron sind. > Meine Hütte ist zu groß um zum Messen jede Menge Kabel zu legen. Um die > Auslastung zu balancieren wäre das ziemlich sinnvoll, vor allem im > Winter, wo das Durchbrennen einer der Hauptsicherungen durch Heizgeräte > Folgeschäden bringt. Natürlich könnte ich alle Kabel in den > Sicherungskästen nachverfolgen, aber das ist Mühsam. Das sind ein paar. Klar gibt es so etwas. Beispiel: https://amzn.eu/d/aP86dzP Dieses Gerät gibt es baugleich von vielen Anbietern. Benutzt man es nach Anleitung kann man damit sogar Leitungen bis zu 80cm im Boden finden und verfolgen. Allerdings MUSS man dafür eine gute Antenne im/um das Haus verlegen (lange Verlängerungsleitung)
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Rolf schrieb: > Zu Zeiten von Herrn Ohm erzeugte eine Überspannung einen Überstrom. Nur ist Herr Ohm leider nicht für Glühlampen mit der ihnen eigenen PTC-Charakteristik zuständig. Da hast du wohl irgend etwas durcheinander gebracht. Karl B. schrieb: > Mein (zweipoliger) Duspol So, so - ein weißer Schimmel ...
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Rainer W. schrieb: > Rolf schrieb: >> Zu Zeiten von Herrn Ohm erzeugte eine Überspannung einen Überstrom. > > Nur ist Herr Ohm leider nicht für Glühlampen mit der ihnen eigenen > PTC-Charakteristik zuständig. Im Einschaltmoment spielt der PTC-Effekt keine Rolle, der wirkt ja erst nach einer gewissen Zeit (die zum Erwärmen benötigt wird): Bei Überspannung entsteht also sofort ein Überstrom. Wie Herr Ohm sagt. Was den späteren stabilen Zustand (normal leuchtende Lampe) angeht, liegt der Strom bei I = i1. Wenn man dann U etwas erhöht, sinkt der Strom auf i1 minus delta? Oder steigt er auf i1 plus delta? Er steigt, nur etwas weniger steil (ohmsche Gerade ist zur Kurve verbogen), weil der PTC dem Anstieg entgegenwirkt. Wäre es anders, dann könnte man durch Erhöhen der Spannung die Helligkeit verringern und durch Senken steigern. Dimmer verkehrt sozusagen.
Ich verstehe das ganze Brimborium hier nicht. Wenn ich wissen will ob zwei Steckdosen an der selben Phase hängen, dann messe ich einfach die beiden Phasen gegeneinander. Bei Gleichheit messe ich nichts und bei Ungleichheit 400V.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Wenn jede Lampe bei 240V nur 120V bekommt, leuchten die auch. > Und bei 400V leuchten die fast normal. Hast du das mal ausprobiert? Meine Eltern haben mal eine 110 V Glühlampe bei 220 V betrieben (bei denen sind es meist wirklich nur 215-220V, keine Ahnung warum, aber sehe ich auch an den Datenlogger Werten des Wechselrichters), das ist etwa das gleiche Verhältnis wie 230 vs. 400 V. Ok, nicht ganz. Aber die war echt brutal hell. Hat mich gewundert, warum die das überhaupt ausgehalten hat. Weil mir das so unglaublich hell vorkam, habe ich die Birne mal raus geschraubt und drauf geschaut was das für eine ist. Keine Ahnung wo die mein Vater her hatte...
Schorsch M. schrieb: > Ich verstehe das ganze Brimborium hier nicht. Ich auch nicht. Beitrag "Re: Wie kriege ich raus, ob zwei Steckdosen an derselben Phase hängen?"
M. E. schrieb: > .● Des|ntegrator ●. schrieb: >> Wenn jede Lampe bei 240V nur 120V bekommt, leuchten die auch. >> Und bei 400V leuchten die fast normal. > > Hast du das mal ausprobiert? Meine Eltern haben mal eine 110 V Glühlampe > bei 220 V betrieben Mein Ansatz bezieht sich auf 2 Glühlampen, IMMER in Reihe. Fix verschaltet. Aber ansonsten, ja. Ich habe schon diverse Dinge an 400V geklemmt, die eigentlich nur für 230 gedacht sind. Ein Föhn leuchtet z.B. wie ein Halogenstrahler, was der natürlich nicht allzu lange mitmacht. :D
Rainer W. schrieb: > Karl B. schrieb: >> Mein (zweipoliger) Duspol > > So, so - ein weißer Schimmel ... Weil eben nicht jeder weiß, dass mit zwei Prüfspitzen, zweipolig geprüft wird. Der Markenname Duspol macht das für Nicht-Elektriker nicht deutlich genug. "Zwei" heißt nicht "Dus" sondern "Duo". Das rein vom sprachlichen Sektor her gesehen. DU bist aber damit schon mit dem nützlichen Werkzeug in Berührung gekommen, andere Leute, wie z.B. der TO eventuell eben nicht. J. A. schrieb: > mit einem Spannungsprüfer Da steht nichts von zweipoliger Prüfung. Wer Haare in der Suppe findet, darf sie behalten. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Weil eben nicht jeder weiß, dass mit zwei Prüfspitzen, zweipolig geprüft > wird. Der sogenannte Lügenstift kann auch zweipolig prüfen. Dafür hat er ja am anderen Ende den Berührkontakt. Einen Finger auf den Kontakt, den anderen auf PE – haben 1960 alle so gemacht (ich war damals als Schulferienjobber in einer Elektrofirma), da hatte keiner der 10 Gesellen einen Duspol. (Die Marke Duspol gibt es auch erst seit 1976.) Rainer W. schrieb: >> > So, so - ein weißer Schimmel ... Tja, nicht jeder weiß, dass ein Schimmel auch schwarz sein kann. Siehe Wikipedia. :-) > Das rein vom sprachlichen Sektor her gesehen. Ja, ja, die Sprache.
Rolf schrieb: > Im Einschaltmoment spielt der PTC-Effekt keine Rolle, der wirkt ja erst > nach einer gewissen Zeit (die zum Erwärmen benötigt wird): Bei > Überspannung entsteht also sofort ein Überstrom. Wie Herr Ohm sagt. Der Überstrom entsteht auch bei Nennspannung, eben weil der Glühdraht noch kalt ist. Deswegen sterben die meisten Glühbirnen beim Einschalten. Der Glühfaden geht nicht durch Überstrom, sondern durch Übertemperatur kaputt. Mit Herrn Ohm hat das überhaupt nichts zu tun.
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Rolf schrieb: > (Die Marke Duspol gibt es auch erst seit 1976.) Dann gibt es das Gerät schon länger als die Marke. 1948 hat Benning den DUSPA auf den Markt gebracht und 1954 den DUSPOL. https://www.benning.de/powernews-de/75-jahre-duspol-r-das-original-seit-1948.html
Die teure Methode waeren zwei GPS Zeitsignalempfaenger mit Aufloesung im ms-Bereich. Anhand des Vergleichs der Scheitelwertzeiten, siehst Du sofort, ob gleichphasig oder nicht. Professionelle Netzmessung veewendet heute auch GPS: "Gridradar nutzt GPS-Daten (genauer gesagt Multi-GNSS für Multi-Global Navigation Satellite Systems), um eine hochpräzise zeitliche Synchronisation seiner Messstationen (Phasor Measurement Units, PMUs) im Stromnetz zu gewährleisten, was essenziell für die genaue Messung und Analyse von Frequenz- und Phasenwinkelunterschieden zur Überwachung des Netzzustands in Echtzeit ist." Frueher gab es dafuer ein Signal auf ein paar MW-Sendern.
Rainer W. schrieb: > Nur ist Herr Ohm leider nicht für Glühlampen mit der ihnen eigenen > PTC-Charakteristik zuständig. Her Ohm ist IMMER zuständig für Dinge, die einen Widerstand aufweisen, egal ob PTC oder NTC...
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> Der Überstrom entsteht auch bei Nennspannung, eben weil der Glühdraht > noch kalt ist. Deswegen sterben die meisten Glühbirnen beim Einschalten. > > Der Glühfaden geht nicht durch Überstrom, sondern durch Übertemperatur > kaputt. Mit Herrn Ohm hat das überhaupt nichts zu tun. Wer sich einen Fleck ins Hemd macht, weil zwischenzeitlich Spannungen über der Nennspannung anliegen, kann ja statt einer Glühlampe einen Heizwendel verwenden. Nur das bei einem Heizwendel der Stromfluss wegen Potentialunterschied nicht so "offensichtlich" ist, wie bei einer Glühbirne. Glühbirnen halten einen kurzzeitigen Betrieb im Intervall [-565V, +565V] statt im Bereich [-325V, 325V] locker aus, auch weil die Spannung innerhalb einer Periode zweimal auf 0V sinkt und so der Wendel sich "erholen" kann. Wer Schiss hat, kann ja die Glühbirne unmittelbar vorher durch Betrieb an 230V vorheizen. Und als Blendschutz eine Sonnenbrille aufsetzen ;-)
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Ben _. schrieb: > Die russische Variante: Beide Phasen aneinanderhalten. > Wenns kracht, sinds verschiedene Phasen. ;) Habe ich mal geschafft: 2 Sicherungsautomaten unterschiedliche Phase nebeneinander. Kabel unter Spannung angeschlossen, leider zu weit reingeschoben - Kontakt zur Nebensicherung. 2cm 1,5mm² verdampft, 125A Messersicherungen durch und Brille verspiegelt... Die 500A Hausanschlußsicherungen blieben glücklicherweise heil.
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Harald W. schrieb: > Welche Phase Du L1, L2 oder L3 nennst, ist allein Dir überlassen. > Eine feste Zuordnung gibt es da nicht. Wenn L1 festgelegt ist, sollte sich daraus L2 und L3 anhand des Drehfeldes ergeben...
Peter N. schrieb: > Wenn L1 festgelegt ist, sollte sich daraus L2 und L3 anhand des > Drehfeldes ergeben... Dafür brauchst Du aber einen: Beitrag "Drehfeldrichtungsanzeiger mit Glimmlampe" ciao gustav
Karl B. schrieb: > Dafür brauchst Du aber einen: Stinknormalen Duspol. Die meisten haben einen funktionierenden Drehfeldanzeiger. Man muss sie nur richtig bedienen. In der Zeit, die diese Diskussion schon dauert, hätte man alle Stromkreise des Hauses/Wohnung herausfinden und sauber dokumentieren können.
Udo S. schrieb: > Die meisten haben einen funktionierenden > Drehfeldanzeiger. Meiner nicht. Und hört trotzdem auf den Namen Duspol. ciao gustav
Dieter D. schrieb: > Die teure Methode waeren zwei GPS Zeitsignalempfaenger mit Aufloesung im > ms-Bereich. Du überschätzt die Preise von GPS Empfängern. Zusätzlich braucht man nur einen einfachen Nulldurchgangsdetektor und einen kleiner µC mit Timer, um den Abstand zwischen 1PPS-Signal und Nulldurchgang zu messen und über ein einfaches LCD die Phasenlage (oder was auch immer man aus der Zeitdifferenz ableitet) anzuzeigen. Und wieso eigentlich zwei GPS Zeitsignalempfaenger? Die Phasenmessungen auf den beiden fraglichen Leitungen kann man doch nacheinander ausführen. Wie immer gilt - entweder man kann es selber oder man muss andere dafür bezahlen.
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Mani W. schrieb: > Her Ohm ist IMMER zuständig für Dinge, die einen Widerstand aufweisen, > egal ob PTC oder NTC... Wär ich auch so ein ungehobelter Techniker wie du, würde ich schreiben "Selten so eine dämliche Aussage gelesen".. Da ich aber Manieren hab, erklär ich dir sogar, warum deine Äusserung falsch ist: Ohm gilt nur, wenn das Verhältnis von Spannung zu Strom IMMER gleich ist, eben ein konstanter ohmscher Verbraucher. Das ist aber keineswegs bei jedem widerstandsbehaftetem "Dings" so.
Karl B. schrieb: >> Die meisten haben einen funktionierenden >> Drehfeldanzeiger. > > Meiner nicht. Zumindest die in den letzten 5 Jahren verkauften Modelle von Benning haben das jedenfalls alle. Die von anderen Herstellern heißen nicht Duspol.
Rolf schrieb: > Die von anderen Herstellern heißen nicht > Duspol. Schau mal: https://www.benning.de/powernews-de/75-jahre-duspol-r-das-original-seit-1948.html ciao gustav
J. T. schrieb: > Ohm gilt nur, wenn das Verhältnis von Spannung zu Strom IMMER gleich > ist, eben ein konstanter ohmscher Verbraucher. Das ist aber keineswegs > bei jedem widerstandsbehaftetem "Dings" so. Krasse These!
Das ist keine These, das ist gängige Lehrmeinung. U = R * I. Umgestellt zum Widerstand: R = U / I. Wenn du an deinem Dings einmal 100mA bei 10V misst, und 500mA bei 11V, dann ist dein Dings eben kein ohmscher Verbraucher. Kommen von dir eigentlich auch mal Argumente oder sind dumme Sprüche alles was du kannst?
Mani W. schrieb: > J. T. schrieb: >> Ohm gilt nur, wenn das Verhältnis von Spannung zu Strom IMMER gleich >> ist, eben ein konstanter ohmscher Verbraucher. Das ist aber keineswegs >> bei jedem widerstandsbehaftetem "Dings" so. > > Krasse These! Das ohmsche Gesetz besagt: Die Stärke des durch ein Objekt fließenden elektrischen Stroms ist proportional der elektrischen Spannung. Oder umgekehrt: Ist der als Quotient aus Spannung zu Stromstärke definierte elektrische Widerstand konstant, also unabhängig von Spannung und Stromstärke, so gilt am Objekt das ohmsche Gesetz; das Objekt hat dann ein ohmsches Verhalten. https://de.wikipedia.org/wiki/Ohmsches_Gesetz
So mess ich z.B. Strom als Spannungs(ab)fall an einem definierten Widerstand. Zum Beispiel: Ruhestromeinstellung an NF-Leistungsverstärker. Über die Spannung an dem relativ niederohmigen Emitterwiderstand. ciao gustav
Mein Gott, dieses Forum zeigt, wie man aus einem Furz einen Cyclon machen kann. Vom Kuchenbacken zum A...backen.
Mario M. schrieb: > Schorsch M. schrieb: >> Ich verstehe das ganze Brimborium hier nicht. > > Ich auch nicht. > > Beitrag "Re: Wie kriege ich raus, ob zwei Steckdosen an derselben Phase > hängen?" Man muss sich bei manchen im Forum schon fragen, ob sie nur 0-5V Messen können. Dann auch noch einen alten Thread ausgraben, der seit 2013 still und leise ruhte. Obendrein dann noch nicht mal die richtige Antwort von 2013 realisieren können. Dann auch noch diejenigen, welche die richtige Antwort geben auch noch mit zig "Minus" stigmatisieren. Echt Scheiße was hier alles an Kranken auftaucht!
> Obendrein dann noch nicht mal die richtige Antwort von 2013 realisieren > können. Also ob es nur die eine richtige Antwort geben könnte ... fourty-two
Rainer W. schrieb: > Und wieso eigentlich zwei GPS Zeitsignalempfaenger? Weil kaum jemand mit dem Equippment schnell genug zur anderen Steckdose läuft um dort zu messen.
Positiv ist zu vermerken, dass man sich auf lediglich drei Phasen geeinigt hat.
>> Und wieso eigentlich zwei GPS Zeitsignalempfaenger? > > Weil kaum jemand mit dem Equippment schnell genug zur anderen Steckdose > läuft um dort zu messen. Nach der dort -> Beitrag "Re: Wie kriege ich raus, ob zwei Steckdosen an derselben Phase hängen?" skizierten Idee mit dem Nulldurchgangsdetektor und ausreichend schnellen/stabilen µC-Timer braucht es zum Feststellen eines Phasenunterschieds gar keine 10 MHz Zeitreferenz wie sie GPS liefert. Der Timer läuft mit, sagen wir mal ca. 10 kHz konstant, der Nulldurchgansdetector liegt am externen IRQ-Eingang, und man speichert in der Interuptroutine die Werte des timers jeweils ab. Die werte liegen dann ca. n*100 ticks auseinander. Bei weiterlaufenden µC wiederholt man die Messung an der anderen Leitung, auch dort werden die ticks um 100 auseinanderliegen. Nun extrapoliert man die erste Zeitreihe und schaut, ob die Punkte der zweiten Zeitreihe auf den extrapolierten ticks der ersten liegen oder ca 33 ticks davor oder danach. Liegen sie "übereinander", haben beide Leitungen gleiche Phase. Welche der drei Phasen es ist, weiss man zwar nicht, aber das war ja auch nicht gefragt. Mit einen ausreichend schnellen Nulldurchgangsdetektor sollte das jeder aktuelle µC können.
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Bradward B. schrieb: > Mit einen ausreichend schnellen Nulldurchgangsdetektor sollte das jeder > aktuelle µC können. Mag sein. Ist halt aber eher unpraktisch, wenn ich erst ein entsprechendes Gerät entwickeln muss. Da ist jede andere Methode, die hier genannt wurde, schneller und damit besser geeignet.
Bradward B. schrieb: > Bei weiterlaufenden µC wiederholt man die Messung an der anderen > Leitung, auch dort werden die ticks um 100 auseinanderliegen. Solange Du zur anderen Steckdose laeufst und dort die Messstrippen einsteckst, ist die Drift des Netzes schon zu gross geworden. Wenn Du den Anschluss der anderen Steckdose mit Verlaengerungskabel bis zur anderen Dose getragen hast, unterlaesst Du den Aufwand und misst mit dem Digitalmultimeter.
Dieter D. schrieb: > Wenn Du den Anschluss der anderen Steckdose mit Verlaengerungskabel bis > zur anderen Dose getragen hast, unterlaesst Du den Aufwand und misst mit > dem Digitalmultimeter. Kann man einfach machen und braucht keine Sender und Empfänger... Kabeltrommel und 2 poliger Spannungsprüfer genügen...
> Solange Du zur anderen Steckdose laeufst und dort die Messstrippen > einsteckst, ist die Drift des Netzes schon zu gross geworden. Berechtigte Bedenken, kommt halt auf die tatsächliche Drift der Neztfrequenz, eine Kompensation derselben in der Extrapolation und den zurückzulegenden Weg an. Bei der im Europäschen Netz zulässigen Toleranz von 0.1 Hz bleiben im worst case grob überschlagen 2 sec bis zur zweiten Messungen, was wirklich knapp ist. Schaut man sisch aber die tatsächliche Drift an (eher um 0.01Hz innerhalb einiger Sekunden) )und kompensiert diese grob gewinnt man ca. eine Größenordnung. Und man könnte Tageszeiten vermeiden, zu denen besonders viele Schwankungen zu erwarten sind (volle Stunde, morgens bis früher Abend). * https://www.netzfrequenz.info/aktuelle-netzfrequenz-full * https://netzfrequenzmessung.de/ Wobei, in vielen Regionen ist die Netzfrequenz nicht so feinstufig geregelt ist wie in (West-)Europa. > unterlaesst Du den Aufwand und misst mit dem Digitalmultimeter Wenn eins im Haushalt ist und das auch nicht aus dem "Preiswert-Regal" eines Baumarktes stammt, weil da schon mal Baureihen sind deren Zündschwelle bei 300V liegt. Und ja, bei ungeübten Umgang kann es schon mal zu zerstörerischen Fehlbedienungen kommen.
Aus einer Stadthalle weiß ich, dass dort 460V zwischen den Leitern zweier Steckdosen gemessen wurde. Was war dort passiert?
Dieter D. schrieb: > Was war dort passiert? Zulässig sind 10 % Toleranz, macht schonmal 440 V. Dann noch eine kleine Nullpunktverschiebung und fertig.
Dieter D. schrieb: > Aus einer Stadthalle weiß ich, dass dort 460V zwischen den Leitern > zweier Steckdosen gemessen wurde. Was war dort passiert? Ha hattest Du Deine Finger im Spiel.
Mani W. schrieb: > Kabeltrommel und 2 poliger Spannungsprüfer genügen... Hier liegt noch irgendwo eine Silikon-Meßstrippe mit ca. 10 Metern herum. Die habe ich ganz low-tech verwendet, per Durchgangspieper meine Kabel zu verfolgen. Damit könnte ich sofort mein DVM verlängern und die Spannung zwischen zwei Steckdosen messen. Muss ich eher nicht, weil ich an jedem Leitungsschutzschalter die Phasennummer stehen habe. Dieter D. schrieb: > Aus einer Stadthalle weiß ich, dass dort 460V zwischen den Leitern > zweier Steckdosen gemessen wurde. Was war dort passiert? Batterie im Multimeter leer oder Gerät taugte nichts. Bis 440 Volt wären im Rahmen der 10%.
Bleibt die Frage - wozu willst du das wissen? Interessanter ist die Frage, ob sie an verschiedenen Sicherungen hängen. 2 Phasen sind nicht sonderlich hilfreich. Die einzig sinnvolle Verwendung wäre, dass man (mit einer abenteuerlichen Konstruktion) 400V einphasig nutzen könnte. Z.B. einen etwas grösseren Schweisstrafo, der CEE-Anschluss hat, aber eigentlich nur mit 400V/16A arbeitet.
Michael B. schrieb: > Zulässig sind 10 % Toleranz, macht schonmal 440 V. Dann noch eine kleine > Nullpunktverschiebung und fertig. Das war es nicht, weil gegenüber N die 230V schon gestimmt hatten.
> Aus einer Stadthalle weiß ich, dass dort 460V zwischen den Leitern > zweier Steckdosen gemessen wurde. 460V entspricht der Effektiven Potentialdifferenz zwischen zwei gegeneinander um 180° verschobenen Sinen mit 325V Scheitelwert. Zweiphasensysteme waren in den Anfangszeiten der Elektrifizierung auch in .de (resp. Kaiserreich) verbreitet, wobei die korrekt installiert einen Phasenversatz von 90° aufweisen sollten. Beispiel aus dem Weisseritzer Tal bei Dresden: https://historischer-elektromaschinenbau.de/downloads/kummer.pdf Für die Wandlung zwischen 3 und 2-Phasensystmen verwendete man einen sogenannten "Scott-Transformator": https://de.wikipedia.org/wiki/Scottschaltung
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Dieter D. schrieb: > Michael B. schrieb: >> Zulässig sind 10 % Toleranz, macht schonmal 440 V. Dann noch eine kleine >> Nullpunktverschiebung und fertig. > > Das war es nicht, weil gegenüber N die 230V schon gestimmt hatten. Dann könnte es noch durch kapazitive und induktive Wirkungen eine Spannungsüberhöhung geben.
Bradward B. schrieb: > 460V entspricht der Effektiven Potentialdifferenz zwischen zwei > gegeneinander um 180° verschobenen Sinen mit 325V Scheitelwert. Richtig.
Nun zur naechsten Frage. Welche Rueckschluesse lassen sich damit auf die Stromversorgung der Stadthalle schliessen?
> Welche Rueckschluesse lassen sich damit auf die Stromversorgung der > Stadthalle schliessen? Wurde entweder im Karneval oder unter Vollsuff errichtet ;-) SCNR
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Beitrag #8001006 wurde vom Autor gelöscht.
Dieter D. schrieb: > Solange Du zur anderen Steckdose laeufst und dort die Messstrippen > einsteckst, ist die Drift des Netzes schon zu gross geworden. Die aktuelle Netzfrequenz muss sich die Messkiste schon ansehen. Stören tut es nur, wenn sich die Netzfrequenz zu sehr ändert, während man die Messstelle wechselt. Zur Kontrolle kann man auch noch einmal zur erst Messstelle zurückgehen und hat dann die Frequenzdrift noch etwas besser unter Kontrolle. Dieter D. schrieb: > Weil kaum jemand mit dem Equippment schnell genug zur anderen Steckdose > läuft um dort zu messen. So erratische Sprünge macht die Netzfrequenz normalerweise nicht. Eine viertel Stunde solltest du allerdings nicht brauchen, um von einer Steckdose zur anderen zu wechseln. Und vielleicht solltest du nicht gerade zur vollen Stunde messen, wenn wegen der Strombörse viele Erzeuger geschaltet werden und dadurch relativ hohe Frequenzänderungen entstehen.
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>> Wurde entweder... > > Definitiv nicht. Da wurde urspruenglich etwas gut bedacht. Also im Ingenieurwesen bekommt man eine spezielle Anforderungen für die man dann technische Realisierung voschlägt und umsetzt. Jetzt weder das eine, noch das andere zu nennen führt nur zum ineffizenten Rätselraten. Bei einer Stadthalle könnte man auch an Aufführung mit zugehöriger Audio-technik denken und irgendeiner könnte meinen, das sich das Problem der "Brummschleife" wegen Geräte an unterschiedlichen Phasen aus Gründen der 180° Phase selbst minimiert. Typische Realisierung einer solchen (symmetrischen) Stromversorgung ist Trafo mit Mittelanzapfung. Aber wie eingangs hingewiesen, ohne zielführende Information wird das nur "Rätselstunde im Kindergarten".
Bradward B. schrieb: > Bei einer Stadthalle könnte man auch an Aufführung mit.... Du meinst wirklich, irgendwelches dietersches angebliches Hörensagen wäre auch nur eine einzige Überlegung wert?
Bradward B. schrieb: > Bei einer Stadthalle könnte man auch an Aufführung mit zugehöriger > Audio-technik denken Das ist es leider nicht. Aber bei einer Stadthalle gibt es vielleicht noch ein paar Anforderungen mehr, als beim normalen Hausanschluss.
Also, ich habe mich gefragt, ob man es hören kann, wenn 2 Phasen schwingen. Erstmal sagt Wiki in Wahrnehmungsschwellen https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitwahrnehmung#Schwellen , dass ab 3 Millisekunden für akustische Unterscheidung aussreichen müsste. Eine Schwingung bei 50Hz dauert 20ms, darin 3 Phasenschwingungen bedeutet, die Schwingungamplituden folgen einander im Abstand von 6,6ms. Wie ein Echo. ich habe also in einen Stereokanal ein Delay gesetzt, stimmt so ungefähr. Die reine Sinusschwingung ist bloß nicht sehr perkussiv, deshalb habe ich versucht sie in eine pulsartige Schwingung umzuwandeln. Mit einem Wafeshaper genannten Modul von "Synthedit". So eine Art Verzerrer. Vielleicht geht das real mit einer Zenerdiode oder Diac , Widerstand und Lautsprecher.idk. ich habe also eine Stereo-mp3-aufnahme gemacht, sie beginnt mit gleicher Phase in mono-stereo-mono, dann folgt 2 Phasen mono-stereo-mono , zum Schluß kommt nochmal in Stereo einphasig-zweiphasig-einphasig. ich finde das nicht sehr prägnant, obwohl es unterschiedlich klingt. dann sind da noch Laufzeitunterschiede zu berücksichtigen. 300m/s Schallgeschwindigkeit, in 6ms wandert der Schall 1,8m. Mit Lichtblitzen könnte man es nicht sehen ? schäum
Vielleicht vor zwei Jahren wäre es zu schwer darauf zu kommen, warum bei einer Stadthalle der angegebene Fall auftreten konnte. Mit den aktuellen Diskussionen in den Medien, sollte die kleine Frage sich schnell klären lassen.
Dieter D. schrieb: > Vielleicht vor zwei Jahren wäre es zu schwer darauf zu kommen, > warum bei einer Stadthalle der angegebene Fall auftreten konnte. Mit den > aktuellen Diskussionen in den Medien, sollte die kleine Frage sich > schnell klären lassen. Rate mal mit Schwurbel-Dieter.... Fehlen nur noch die Kandidaten und das Publikum.
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