Ich habe im Straßengraben brocken von einem Scheinwerfer gefunden. An
dieser LED ( 4 Stück nebeneinander ) war kein Vorwiederstand. Also habe
ich diese LED an mein Netzteil angeschlossen und die Strombegrenzung bei
einer Spannung von 12 Volt langsam hochgedreht.
Die LED ( 4 Stück ) werden Brutal hell. Bei 12 Volt 512mA wollen die
auch nicht mehr Strom zu sich nehmen und brennen munter vor sich hin.
Kann man LED doch ohne Vorwiederstand betreiben?
Harald Wilhelms schrieb:>> Was ist bitte ein 'Vorwiederstand' ???>> Ein Bauelement, welches man gut weglassen kann. :-)
... und statt dessen nimmt man einen Vorwiderstand :-))
@ Holger P. (holg_i)
>ich diese LED an mein Netzteil angeschlossen und die Strombegrenzung bei>einer Spannung von 12 Volt langsam hochgedreht.
Gut.
>Die LED ( 4 Stück ) werden Brutal hell. Bei 12 Volt 512mA wollen die>auch nicht mehr Strom zu sich nehmen und brennen munter vor sich hin.
Auch die steilste Diodenkennlinie ist irgendwann mal am Anschlag. Was
hast du damit jetzt bewiesen?
>Kann man LED doch ohne Vorwiederstand betreiben?
NEIN! Siehe LED.
Danke Falk Brunner. Allen anderen nehmt halt das e weg.
Nein ich habe natürlich nix damit bewiesen, sondern mich nur gewundert
warum diese nicht abgeraucht ist und kann es mir nicht erklären warum
ich diese LED ohne Vorwiderstand betreiben kann ohne das sie einen, auch
nach einer Stunde betrieb, schaden nimmt.
Vielleicht ist dein Netzteil in die Strombegrenzung gegangen.
Normalerweise ist bei diesen LED's auch ein Nennstrom angegeben, auf den
man den Fließenden Strom begrenzen sollte, da sie sonst schaden nimmt
(Helligkeitsverlust, schnelles altern, durchbrennen).
@ Lukas K. (Firma: carrotIndustries) (carrotindustries)
>Oder es liegt einfach daran, dass die LEDs mehr als 3V Flussspannung>haben...
Genau. Bei 12V werden sich die 512mA eingestellt haben, und da das NT
auf genau 12V eingestellt war, kann dann auch der Strom nicht mehr
steigen. Es war also das Netzteil, welches vom Strom- in den
Spannungsreglerbetrieb überging, und damit eine weitere Erhöhung des
Stroms nicht mehr zuließ.
@ Holger P. (holg_i)
>Nein ich habe natürlich nix damit bewiesen, sondern mich nur gewundert>warum diese nicht abgeraucht ist
Ganz einfach. Man kann auch ein 3,3V LED mit 3,3V vom Netzteil auf dem
Labortisch betreiben, wenn die zufällig 3,4V Flußspannung hat.
> und kann es mir nicht erklären warum>ich diese LED ohne Vorwiderstand betreiben kann ohne das sie einen, auch>nach einer Stunde betrieb, schaden nimmt.
Woher weißt du das? 12V * 0,5A = 6W, die müssen gekühlt werden. Auf
deinem Bild sieht man nicht, wie groß der Kühlkörper ist. Und wie heiß
die LED wird, weißt du auch nicht. Sie leuchtet halt noch recht hell.
Und dein Labornetzeil bringt eine konstante Spannung, die Raumtemperatur
ist auch konstant. Da ist das alles normal. Der Witz von LED-Treibern
ist ja, dass sie die Toleranzen der LEDs, der Versorgungsspannung sowie
Temperaturschwankungen ausgleichen.
Die LED ist auf einem sehr großen Kühlkörper. Das Netzteil würde bis 3A
geben hat es aber nicht da ich wie getippt die Begrenzung hoch gedreht
habe.
Bedeutet das nun das ich mit 12Volt und 500mA die betreiben kann und
meinen Widerstand nun so berechnen kann. Ein Datenblatt lag leider nicht
im Straßengraben.
Die sind aber so hell das ich diese gerne benutzen möchte. Auf dem
Kühlkörper waren zwei von diesen :-)
@ Holger P. (holg_i)
>Bedeutet das nun das ich mit 12Volt und 500mA die betreiben kann
Schwer zu sagen. Dazu müsse man wenigstens mal die LED-Temperatir
messen. Vie mehr als 85C sollten da nicht rauskommen.
> und>meinen Widerstand nun so berechnen kann.
Power-LEDs betreibt man mit einer aktiven Stromregelung, nicht mit
Vorwiderstand. Damit steigt der Wirkungsgrad und vor allem die Konstanz
des Stroms und damit die Lebensdauer.
Siehe Konstantstromquelle fuer Power LED.
Auf dem ersten Bild sieht man in der Mitte ein kleines schwarzes
Quadrat. Könnte sich darin vielleicht eine Stromquelle verstecken oder
ist das noch ein Teil vom Gehäuse?
Wenn die LEDs schon direkt auf dem Trägermaterial sitzen wäre es doch
relativ einfach die Stromquelle auch gleich als Silizium-Klötzchen auf
den Träger zu löten(?).
@ Leo-andres H. (leoloewe)
>Auf dem ersten Bild sieht man in der Mitte ein kleines schwarzes>Quadrat. Könnte sich darin vielleicht eine Stromquelle verstecken oder>ist das noch ein Teil vom Gehäuse?
Warum rätselt ihr denn weiter? Die Begrenzung kam von seinem Netzteil,
denn der TO schrieb ja:
>.. Also habe>ich diese LED an mein Netzteil angeschlossen und die Strombegrenzung bei>einer Spannung von 12 Volt langsam hochgedreht. ...
Wenn man jetzt wüsste was für ein Auto da fehlerhaft geparkt wurde man
eventuell auch informationen zu der Leuchte finden.
Steht nicht irgendeine Teilenummer oder Zulassungsnumemr oder sowas
drauf?
Oder zumindest mal ein Herstellersymbol?
Hier findest Du das Datenblatt:
http://www.datasheets.pl/LEDs/LUXEON-ALTILON.pdf
PS: Es ist weder eine Stromquelle versteckt noch hat die LED einen
Vorwiderstand eingebaut.
Die LED ist thermisch sehr gut an das Substrat angebunden, deswegen
raucht sie nicht ab. Bei Raumtemperatur kannst Du sie mit 1,5A speisen.
DerProduzent schrieb:> Hier findest Du das Datenblatt:> http://www.datasheets.pl/LEDs/LUXEON-ALTILON.pdf
Super!
Dort sieht man auch, warum man LEDs besser nicht mit Konstantspannung
betreibt.
Flußspannung in Volt beim Strom 1000 mA DC: [Seite 8]
Case Temperature TC = - 40°C Case Temperature TC = 130°C
Min. Typ. Max. Min. Typ. Max.
11,2 13,2 15,8 10,0 11,8 14,5
D.h. die Flußspannung kann zwischen 10,0 und 15,8 Volt schwanken,
immerhin Faktor 1,6. Da die Nennspannung bei Normalbetrieb bei etwa 12,3
Volt ist und damit unter 14 Volt, lassen sie sich gut mit einer linear
geregelten Konstantstromquelle bei vertretbaren Verlusten betreiben.
Holger P. schrieb:> Kann man LED doch ohne Vorwiderstand betreiben?
Bei der Leistungsklasse wirst Du eher keinen Widerstand finden, vor
allem nicht im Scheinwerfer selber.
Da hängt ein Steuergerät davor das als Stromquelle oder Stromsenke
arbeitet, bei soviel Strom besser auch noch als Schaltregler ausgeführt.