Hallo, angenommen ich betreibe einen 50Hz Trafo an einem "schlechten" Netz, bei dem die Spannung sehr oberwellenbelastet ist. 1)Kann es sein, dass der Wirkungsgrad sinkt, da die Wirbelstromverluste steigen? Wenn ja, kann sich dies deutlich bemerkbar machen, oder steigt die Verlustleistung nur minimal.
Konventionelle Trafos sind sehr robust im schlechten Netz, im Gegensatz zu Schaltnetzteilen und Kondensatornetzteilen. Bei mehr Oberwellen steigen deren Wirbelstromverluste, richtig, denn der Trafo hält diese über 400Hz von der Sekundärseite fern. Also steigt seine Erwärmung ungefähr um den Anteil der vernichteten Energie.
Hallo, danke für deine schnelle Antwort. Wie ist es mit den 400Hz zu verstehen? Werden durch den Aufbau des Kerns eines 50Hz Trafos keine Frequenzen größer ca. 400Hz auf die sekundäre Seite übertragen? Danke
> Werden durch den Aufbau des Kerns
Durch das verwendete Trafoblech.
Grüße Löti
Mario schrieb: > Werden durch den Aufbau des Kerns > > eines 50Hz Trafos keine Frequenzen größer ca. 400Hz auf die sekundäre > > Seite übertragen? Nicht "keine", sondern "entsprechend abgeschwächt" -- dies bedingt durch die Kernblechqualität für 50/60Hz Trafos. Wäre dem anders, würden Ausgangstrafos in ELA-Anlagen nicht machbar sein. Und die übertragen bequem > 5kHz. Dank passend gewähltem Aufbau. > .. kann sich dies deutlich bemerkbar machen JA.
@ Mario (Gast) >Wie ist es mit den 400Hz zu verstehen? Werden durch den Aufbau des Kerns >eines 50Hz Trafos keine Frequenzen größer ca. 400Hz auf die sekundäre >Seite übertragen? Das Problem sind die Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste, die sind bei 400Hz und normalen 50 Hz Trafos recht hoch, wegen der Bleche im Eisenkern. Siehe Transformatoren und Spulen. MFG Falk
Falk Brunner schrieb: > Das Problem sind die Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste, die > sind bei 400Hz und normalen 50 Hz Trafos recht hoch, wegen der Bleche > im Eisenkern. Sie verringern sich aber (für den NF-Bereich) mit dünneren Blechen. Bis 0,1mm ruter war zumindest früher handelsüblich. Ob schon die 400Hz-(Flugzeug-)Trafos mit dünneren Blechen gefüllt werden, weiss ich nicht. Gruss Harald
> Ob schon die 400Hz-(Flugzeug-)Trafos mit dünneren Blechen gefüllt werden, > weiss ich nicht. Nein, normale kleine Netztrafos gehen bei 300Hz bis 600Hz optimal und wenn Du für anspruchsvolle NF-Anwendungen Drähte statt Bleche verwendest geht dieses "Trafoblech" bis hinauf zu 35kHz (Rückkopplung...). Nur die großen Trafos der "Umspannwerke" sind aus Blech für niedrigere Frequenzen. Grüße Löti
@ Lothar S. (loeti) >Nein, normale kleine Netztrafos gehen bei 300Hz bis 600Hz optimal und Naja. >wenn Du für anspruchsvolle NF-Anwendungen Drähte statt Bleche verwendest Zeig mir mal einen Trafokern aus Eisendraht. Allerdings sloote man dran denken, die Ausgangsübertrager alter Röhrenradios waren AFAIK auch aus Eisen, nix Ferrit. Allerdings wurden die magnetisch deutlich weniger ausgesteuert, um eben die Verlust als auch Verzerrungen zu verringern.
Falk Brunner schrieb: > Das Problem sind die Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste, die > sind bei 400Hz und normalen 50 Hz Trafos recht hoch, wegen der Bleche im > Eisenkern. In den (19-)60 Jahren ging man langsam von 0,5er Trafoblechen III auf 0,35er Trafobleche IV über, offensichtlich um die Eisenverluste zu verringern. Dabei ging es damals wohl noch nicht um Enerrgieeinsparung, sondern eher um die Erwärmung, speziell im Leerlauf. Gruss Harald
> Zeig mir mal einen Trafokern aus Eisendraht.
Kann ich nicht, den LoweOpta hab' ich an einen Sammler verkauft.
Das kannst Du mir aber glauben, vor den Ferriten gab's Das tatsächlich.
Grüße Löti
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