Trafo bei schlechter Netzqualität betreiben

Gast #3174827
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Hallo,
angenommen ich betreibe einen 50Hz Trafo an einem "schlechten" Netz, bei 
dem die Spannung sehr oberwellenbelastet ist.
1)Kann es sein, dass der Wirkungsgrad sinkt, da die Wirbelstromverluste 
steigen?
Wenn ja, kann sich dies deutlich bemerkbar machen, oder steigt die 
Verlustleistung nur minimal.
Gast #3174859
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Konventionelle Trafos sind sehr robust im schlechten Netz, im Gegensatz 
zu Schaltnetzteilen und Kondensatornetzteilen.
Bei mehr Oberwellen steigen deren Wirbelstromverluste, richtig, denn der 
Trafo hält diese über 400Hz von der Sekundärseite fern.
Also steigt seine Erwärmung ungefähr um den Anteil der vernichteten 
Energie.
Gast #3174900
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Hallo,
danke für deine schnelle Antwort.
Wie ist es mit den 400Hz zu verstehen? Werden durch den Aufbau des Kerns 
eines 50Hz Trafos keine Frequenzen größer ca. 400Hz auf die sekundäre 
Seite übertragen?
Danke
#3174919
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Mario schrieb:
> Werden durch den Aufbau des Kerns
>
> eines 50Hz Trafos keine Frequenzen größer ca. 400Hz auf die sekundäre
>
> Seite übertragen?

Nicht "keine", sondern "entsprechend abgeschwächt" -- dies bedingt durch 
die Kernblechqualität für 50/60Hz Trafos.

Wäre dem anders, würden Ausgangstrafos in ELA-Anlagen nicht machbar 
sein.
Und die übertragen bequem > 5kHz.
Dank passend gewähltem Aufbau.

> .. kann sich dies deutlich bemerkbar machen

JA.
#3175232
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Falk Brunner schrieb:

> Das Problem sind die Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste, die
> sind bei 400Hz und normalen 50 Hz Trafos recht hoch, wegen der Bleche
> im Eisenkern.

Sie verringern sich aber (für den NF-Bereich) mit dünneren Blechen.
Bis 0,1mm ruter war zumindest früher handelsüblich. Ob schon die
400Hz-(Flugzeug-)Trafos mit dünneren Blechen gefüllt werden,
weiss ich nicht.
Gruss
Harald
#3175243
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> Ob schon die 400Hz-(Flugzeug-)Trafos mit dünneren Blechen gefüllt werden,
> weiss ich nicht.

Nein, normale kleine Netztrafos gehen bei 300Hz bis 600Hz optimal und 
wenn Du für anspruchsvolle NF-Anwendungen Drähte statt Bleche verwendest 
geht dieses "Trafoblech" bis hinauf zu 35kHz (Rückkopplung...).

Nur die großen Trafos der "Umspannwerke" sind aus Blech für niedrigere 
Frequenzen.

Grüße Löti
#3175293
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@ Lothar S. (loeti)

>Nein, normale kleine Netztrafos gehen bei 300Hz bis 600Hz optimal und

Naja.

>wenn Du für anspruchsvolle NF-Anwendungen Drähte statt Bleche verwendest

Zeig mir mal einen Trafokern aus Eisendraht.

Allerdings sloote man dran denken, die Ausgangsübertrager alter 
Röhrenradios waren AFAIK auch aus Eisen, nix Ferrit. Allerdings wurden 
die magnetisch deutlich weniger ausgesteuert, um eben die Verlust als 
auch Verzerrungen zu verringern.
#3175312
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Falk Brunner schrieb:

> Das Problem sind die Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste, die
> sind bei 400Hz und normalen 50 Hz Trafos recht hoch, wegen der Bleche im
> Eisenkern.

In den (19-)60 Jahren ging man langsam von 0,5er Trafoblechen III auf
0,35er Trafobleche IV über, offensichtlich um die Eisenverluste zu
verringern. Dabei ging es damals wohl noch nicht um Enerrgieeinsparung,
sondern eher um die Erwärmung, speziell im Leerlauf.
Gruss
Harald

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