Rechteckgenerator mit 37ps Anstiegszeit.

#3244424
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Das Thema taucht hier regelmäßig auf. Der schnelle Komperator von Analog 
Devices ADCMP580 ist in diesem Zusammenhang nicht unbekannt.

Weniger bekannt dürfte sein, dass es von Analog Devices auch ein fertig 
bestücktes Evaluation Board für den akzeptablen Preis von 45€ gibt 
(Mouser, Digikey, 
http://www.analog.com/en/other-products/automatic-test-equipment/adcmp580/products/eval-adcmp580/eb.html), 
siehe Bild 1. Das Board enthält neben dem Chip und den Anschlussbuchsen 
nur noch jede Menge Abblockkondensatoren. Das selber zu machen dürfte 
dennoch schwierig werden, weil nicht umsonst wird hier eine 10-Lagen 
Technik verwendet und spezielles Basismaterial, denn immerhin bedeuten 
37ps eine Grenzfreqenz von ca. 8GHz.

Zum ansteuern des Komperators verwende ich einen ziemlich betagten 
Rechteckgenerator, HP 8012a, den man hin und wieder für billiges Geld in 
der Bucht bekommen kann. Aber letztlich ist jedes Signal, auch Sinus, 
mit ausreichender Frequenz mit 100 bis maximal 4000mVpp brauchbar. Im 
Bild 2 sieht man das Ursprungssignal von ca. 25MHz mit Ansteigszeiten 
von 4ns und was der Komperator damit macht. Aus Bild 3. kann man 
entnehmen, dass das die Ausgangsamplitude 400mVpp beträgt (von ca 0V bis 
-400mV) und eine Ansteigszeit von 233ps haben soll. Das ist jedoch nur 
die Anstiegszeit des verwendeten Oszilloskops (1,5GHz). Mit dem SA kann 
man jedoch auch noch Spektrallinien mit ausreichender Amplitude im 
Bereich 8GHz entdecken, so dass die wirkliche Anstiegszeit tatsächlich 
in der angegebenen Größenordnung von 37ps liegen wird.

Einen Ausblick auf mögliche Anwendungsgebiete zeigt das Ergebnis einer 
TDR-Messung eines nicht abgeschlossenen 50Ohm Kabels. Die wirkliche 
Länge bis zum Ende beträgt 760mm und die aus dem Zeitversatz errechnete 
Länge 753mm.

Gruß Dieter
Angehängte Dateien:
#3244956
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Dieter Jaeger schrieb:
> Das würde mich natürlich auch interessieren, aber zur Zeit kenne ich
> niemanden hier in der Umgebung von Aachen mit einem solchen Scope.
>
> Gruß Dieter

So spontan fällt mir da die RWTH Aachen ein, kannst dich ja mal dort 
durchfragen.

./. schrieb:
> Gähn...
>
> 100 ps macht schone mein UUURRRAAALLLTTT-Pulsgenerator aus Ungarn.
> Und mit ordentlicher Amplitude (und nicht Bruchteilen von einem Volt).
>
> Das konnte man schon im letzten Jahrtausend.

./. schrieb:
> Ein modifiziertes Tek 7912 eignet sich immerhin bis zu ca 4 GHz
> und ist vergleichsweise spottbillig.

Tekwiki kennt nur bis 2GHz, ohnehin bräuchte man dann 7000er Einschübe, 
die diese Bandbreite überhaupt liefern (oder man pfriemelt sich direkt 
an den Vertikalverstärker von dem Dings dran) das schnellste ging in 
Echtzeit bis 1GHz.

Nen Samplingskop (egal ob analog oder digital) ist hier deutlich 
angebrachter.

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