Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 12 Volt relais mit Zener-Diode gegen erde absichern.


von DAVID B. (bastler-david)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo
Ich möchte ein Relais gegen Durchschlag sichern oder besser gesagt die 
teile davor.
Mein hintergedankte ist das sollte das Relais mal kaputt gehen /also die 
sekundäre Spannung (230) auf die primäre (12) überschlagen das diese 
sofort über die Z. Diode abfließt und den FI raus haut.
Da ich mich erinnern kann das ein FI bei um die 25 mA auslöst müsste ich 
also eine 1,3 Watt Diode einbauen. (ja ich weis das diese danach kaputt 
ist.)

Sollte so gehen oder ?
DANKE

von Paul Baumann (Gast)


Lesenswert?

Wenn Du ein Relais hast, dessen Kontakte für die Netzspannung zugelassen
sind, dann ist das konstruktiv schon so ausgelegt, daß das nicht 
passieren
kann.

MfG Paul

von DAVID B. (bastler-david)


Lesenswert?

drauf stehen tut nur 125/12 Volt und im daten blatt dazu steht 240 Volt.

von Harald W. (wilhelms)


Lesenswert?

Paul Baumann schrieb:

> Wenn Du ein Relais hast, dessen Kontakte für die Netzspannung
> zugelassen sind, dann ist das konstruktiv schon so ausgelegt,
> daß das nicht passieren kann.

Naja, wenn einer die Relaiskiste mit der Axt bearbeitet, könnte
da schon was passieren. Aber einen solchen Berserker muss man
nicht unbedingt gegen Stromschläge schützen.
Gruss
Harald

von DAVID B. (bastler-david)


Lesenswert?

es KANN also unter kein normalen Umständen was passieren ?

von MaWin (Gast)


Lesenswert?

DAVID ------ schrieb:
> Sollte so gehen oder ?

Das kann nur funktionieren, wenn 12V- mit dem Scbutzleiter verbunden 
ist, die Schaltung also Schutzklasse I ausgelegt ist.

von 0100 (Gast)


Lesenswert?

125/12 Volt ... 240 Volt

Zeig doch mal das Datenblatt des Relais.

von Harald W. (wilhelms)


Lesenswert?

DAVID ------ schrieb:

> es KANN also unter kein normalen Umständen was passieren ?

Typischerweise liegt die Durchlagsspannung eines Netzrelais
bei einigen tausend Volt. Werden die überschritten, kann es
natürlich schon zu einem Durchschlag kommen. Das ist aber so
unwahrscheinlich, das man in keinem Gerät da einen zusätzlichen
Schutz vorsieht.
Gruss
Harald
PS: In medizinischen Geräte werden ja erhöhte Anforderungen
an den Schutz gestellt. Mit deren Vorschriften kenne ich mich
nicht aus. Es kann sein, das man da spezielle Relais mit
besseren Isolationseigenschaften verwendet.

von 0100 (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Auch hier kommt es auf den Verwendungszweck (wie immer), auf die 
Isolationkoordination (Abstand Spule/Kontakt, Spannungsfestigkeit) an.

von DAVID B. (bastler-david)


Lesenswert?


von Dirk J. (dirk-cebu)


Lesenswert?

DAVID ------ schrieb:
> drauf stehen tut nur 125/12 Volt und im daten blatt dazu steht 240 Volt.

Wer lesen kann ist deutlich im Vorteil: 240V ist die Schaltspannung und 
die 120V/3A sind die max. Nennlast der Kontakte. Steht alles im Text!

von Harald W. (wilhelms)


Lesenswert?

DAVID ------ schrieb:

> 
http://www.reichelt.de/Miniaturrelais/HJR-4102-L-12V/3/index.html?;ACTION=3;LA=5;ARTICLE=101951;GROUPID=3292;artnr=HJR-4102-L+12V

Wenn es Dir um Sicherheit geht, solltest Du Dir ein anderes Relais
suchen. Bei diesem sitzt der Mittenkontakt ziemlich dicht an den
Spulenanschlüssen.
Gruss
Harald

von Helmut L. (helmi1)


Lesenswert?

Harald Wilhelms schrieb:
> Bei diesem sitzt der Mittenkontakt ziemlich dicht an den
> Spulenanschlüssen.

Deshalb auch nur die 1000V Prüfspannung. Ein vernüftiges Relais sollte 
da besser 4000V haben. Für Netzanwendung würde ich das Teil jetzt nicht 
nehmen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


Lesenswert?

Wenn es Dir wirklich um Sicherheit beim Schalten von Netzspannung geht, 
solltest Du die Finger von solchen Relais lassen, und zwar aus den von 
Harald und Helmut genannten Gründen.

Mittlerweile bin ich auch ziemlich konsequent dazu übergegangen, 
Netzspannung gar nicht mehr auf eine Leiterplatte zu führen, wenn dies 
nicht unbedingt erforderlich ist. Es gibt mittlerweile wirklich tolle 
Relaissockel, wahlweise mit Schraub- oder Federzugklemmen. Gerade bei 
Reichelt findet man eine riesige Auswahl von Finder; leider sind die 
aber meist für DIN-Hutschienenmontage vorgesehen. Hutschiene bekommt man 
beim nächsten Elektrohandel für ca. 2 EUR/m.

Die ganz schmalen Relaissockel für Finder 34.xx sind so schmal, dass man 
sehr kompakte Relaisblöcke realisieren kann. Jedoch sollte man sie 
unbedingt mit Endklammern (Wago 249-117) gegen Umknicken sichern.

von DAVID B. (bastler-david)


Lesenswert?


von Helmut L. (helmi1)


Lesenswert?

Das sieht mit 4000V Prüfspannung zwischen Spule und Kontakt auch 
vernüftiger aus.

von Markus (Gast)


Lesenswert?

Und mit diesem können auch die notwendigen Leiterbahnabstände 
eingehalten werden.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Leiterbahnabst%C3%A4nde

von DAVID B. (bastler-david)


Lesenswert?

Das PCB /lochrasterplatine) ist NUR zum halten da die kabel werden an 
das Relais gelötet.
Und die last sind max 5 watt

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


Lesenswert?

Solch eine Antwort hatte ich schon befürchtet.

Loch- und Streifenraster sind nur dann für Netzspannung einigermaßen 
geeignet, wenn man die Kupferschicht sauber entfernt bekommt und damit 
die geforderten Isolations- und Kriechstrecken in JEDER Richtung satt 
einhält.
Und die angelöteten Drähte müssen auch sauber zugentlastet werden, d.h. 
auf jeden Fall von oben durchgesteckt werden.

Deswegen wiederhole ich ganz deutlich meine Empfehlung, auf fertige 
Relaissockel zurückzugreifen.

von oszi40 (Gast)


Lesenswert?

Wenn ich diese Frage mit der Z-Diode lese, dann fehlt unserem Bastler 
noch reichlich Elektronik-Wissen. Kurz: So funktioniert eine Z-Diode 
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201211.htm In einer 
Richtung ist sie leitend wie eine Geleichrichterdiode und in der anderen 
Richtung wird sie leitend bei Erreichen der Z-Spannung! Also sinnlos 
hier.

Ob das Basteln mit 230V so gesund ist für ihn, habe ich noch Zweifel. 
Besser wäre wenn der TS David erst mal ein paar ähnliche Geräte sich 
ansieht oder Schrott-Teile zum Erkenntnisgewinn schlachtet. Strom macht 
klein, schwarz und häßlich! Andere haben das schon probiert z.B. 
Beitrag "Eure skurilsten Elektronikunfälle"

von DAVID B. (bastler-david)


Lesenswert?

oszi40 schrieb:
> Beitrag "Eure skurilsten Elektronikunfälle"

unfälle habe ich schon eine weile nimmer bei mir gehtes eher in die 
Richtung nicht funktionieren.
da ich mich auf klein Spannung festgelegt habe bis 30 Volt kann nicht 
viel passieren.
Den Sicherungsautomaten habe ich schon mit 12 - 14 J. das leben schwer 
gemacht :-)was schon ein paar gute Jahre her ist.
aber mit dem Schutzleiter habe ich noch NIE gearbeitet.(sollte das erste 
mal werden)

Dazu hätte ich auch noch eine Geschichte.
Nr. 1
Ich kahm irgendwann mal auf die idee ein Verlängerungskabel durch die 
wand zulegen (weis jetzt nicht mehr welchen sinn das hatte) naja.
Habe die Dose abgeschraubt kabel durch die wand und den Stecker auf der 
andern seite rein gesteckt, ins andere zimmer gegangen und wollte die 
Dose wieder tran machen und hmmmmm AUUU da war ja strom drauf.

Nr.2
Wollte ein kabel kürzen habe 2 gleiche gehabt eins mit und eins ohne 
strom (auch wieder 230 volt) dachte ach was das ist schon das richtige 
(so gedacht) und angesetzt und das falsche kabel durch und funken flug+ 
dunkel heit :-)

Das waren meine so weit ich weis Größen Dinger die ich mir geleistet 
habe.

um aber zum Thema zurück zukommen.
Ich weis natürlich das die z Dioden in eine Richtung leitet sind (habe 
ich vergessen im bild) das kann man aber mit einer normalen superfast 
diode beseitigen.

Ich werde versuchen die Tipps von euch zu beachten und sage DANKE.

von Dirk J. (dirk-cebu)


Lesenswert?

DAVID ------ schrieb:
>
> Ich weis natürlich das die z Dioden in eine Richtung leitet sind (habe
> ich vergessen im bild) das kann man aber mit einer normalen superfast
> diode beseitigen.

AUA!

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.