Bandpass NF mit kleinen Bauteilen

Gast #3272354
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Ich bin gerade bei der Auslegung von einem Bandpass.

Mittenfrequenz: ca. 300Hz
Grenzfreqzenzen: 50Hz und 550 Hz

Vom Prinzip würde auch ein Tiefpass gehen - allerdings mit einer 
DC-Sperre.


Wenn ich das ganze von wa4dsy.net berechnen lasse - kommt raus, dass ich 
Spulen mit 159155 uH brauche.

Also bin ich auf der Suche nach einer Lösung mit "Standartbauteilen".

Vielleicht hat ja hier jemand eine Idee?
Gast #3272408
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Soll das ein aktiver oder passiver Filter werden?

Vorteile aktiver Filter:
Klein und billig. Der Frequenzgang wird nur mit Widerständen und 
Kondensatoren bestimmt die es auch in SMD geben kann. Der Frequenzgang 
ist von der Belastung unabhängig.

Nachteile aktiver Filter:
Benötigen eine Betriebsspannung da aktive Bauteile (üblicherweise 
Operationsverstärker) nötig sind. Liefern nur eine relativ gering 
belastbare Ausgangsspannung und benötigen in den meisten Fällen einen 
zusätzlichen Leistungsverstärker.

Vorteile passiver Filter:
Benötigen keine Betriebsspannung. Können hinter einem Verstärker 
angebracht werden um dessen Ausgangsleistung aufzuteilen 
(Mehrweglautsprecher). Können mit zusätzlichen Widerständen auch benutzt 
werden um problematische Impedanzkurven zu glätten.

Nachteile passiver Filter:
Große und manchmal teure Bauteile. Die Spulen können ziemliche Klötze 
werden. Frequenzgang von der Abschlußimpedanz abhängig.
#3273059
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Lutz schrieb:

> Mittenfrequenz: ca. 300Hz
> Grenzfreqzenzen: 50Hz und 550 Hz

> Wenn ich das ganze von wa4dsy.net berechnen lasse - kommt raus, dass ich
> Spulen mit 159155 uH brauche.

Und? 160mH sind nicht groß.

> Also bin ich auf der Suche nach einer Lösung mit "Standartbauteilen".
> Vielleicht hat ja hier jemand eine Idee?

Naja. Für gewöhnlich baut man Filter für NF nicht mehr mit (echten) 
Spulen. Sondern eher aus Widerständen, Kondensatoren und OPV - Stichwort 
"aktive RC Filter". Weit verbreitet sind die Strukturen nach Sallen & 
Key [1]. Manchmal baut man sich auch künstliche Spulen - mit einem 
Gyrator [2].

Speziell bei so niedrigen Frequenzen wie deinen würde sich auch ein 
SC-Filter [3] anbieten.

Ich würde das übrigens generell als Tiefpaß auslegen. Den Hochpaß für 
die 50Hz holt man sich durch die allgegenwärtigen Koppelkondensatoren 
als freie Zugabe ins Haus. Es sei denn, du hast stenge Vorgaben für die 
Steilheit am unteren Bandende.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Sallen-Key-Filter
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Gyrator
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Switched-Capacitor-Filter


XL

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