Teeei/Beutel o. nicht

OP #3292738
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Hier gings los:
Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2)"

@ttt
Da die meisten den Aufwand scheuen einen anständigen Tee zu zu
bereiten, kann man schon froh sein wenn sie auf die Ziehzeit achten.
Dem Passionierten Teetrinker, der Teeeier verwendet, habe ich schon
lang aufgegeben ihm das aus zu reden. Wo bei ich es nicht nachvollziehen
kann, den metallisch an "ausgelaufener Batterie" erinnernden
Beigeschmack, nicht wahr nehmen zu können, da er doch recht intensiv
ist.
Persönliche Seite #3292831
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Tee bereite ich so zu:

Tee lose in Kanne schütten, heißes Wasser drauf, ziehen lassen. Nach 
Ablauf der Ziehzeit (bei Darjeeling 2..3 Minuten) wird der Tee durch ein 
Teesieb in die vorgewärmte Teekanne gegossen.
Die Teekanne wird danach nicht warmgehalten, keine Stövchen etc., und 
die Teekanne ist keine Thermoskanne. Tee schmeckt nur eine bestimmte 
Zeit nach Zubereitung vernünftig, Warmhalten hält zwar den Tee warm, die 
Zersetzungsprozesse, die den Geschmack reduzieren, finden aber trotzdem 
oder gerade erst recht statt.

Teekanne und Aufgusskanne werden richtig gereinigt, ebenso das 
Teesieb. Bei mir kommt der Kram in die Geschirrspülmaschine. Wer diese 
braune Kruste in der Kanne liebt, der trinkt auch dieses komische Zeug 
aus Samowaren o.ä., oder den typischen Kneipentee: Glastasse mit 
lauwarmen Wasser, Teebeutel mit Teepulver darin.

Tee-Eier, -Beutel o.ä. verschlechtern nur den Brühprozess, weil weniger 
Wasser mit dem Tee in Berührung kommt.
Moderator #3292864
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Die wenigen Male im Jahr, wo ich Tee trinke, hänge ich zwei Teebeutel in 
eine Thermoskanne, fülle sie bis zum Rand mit heißem Wasser, schraube 
sie zu, so dass die Fadenenden der Teebeutel mit den Etiketten gerade 
noch herausschauen, stelle die Kanne auf den Kopf, so dass die Beutel 
inmitten des Wassers schweben, warte ein paar Minuten, wende die 
Thermoskanne ein paarmal, damit sich die Aromastoffe gleichmäßig im 
Wasser verteilen, warte noch einmal ein paar Minuten, öffne die 
Thermoskanne, drücke das restliche Aroma aus den Teebeuteln, indem ich 
sie stramm um einen Teelöffel wickle, und fertig ist der köstlichste 
Pfefferminztee, von dem ich, verteilt über den Tag, immer wieder einmal 
eine Tasse genieße.

Da vielleicht nicht jeder hier auf Pfefferminztee steht: Das 
beschriebene Zubereitungsverfahren funktioniert in exzellenter Qualität 
auch für Hagebutten- und Kamillentee.

Jetzt aber schnell weg, bevor mir die Flammen der Schwarzteetrinker 
entgegenschießen ;-)
Persönliche Seite #3292884
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Yalu X. schrieb:
> Da vielleicht nicht jeder hier auf Pfefferminztee steht:

Das ist kein Tee, sondern eine Infusion (Aufguss). So etwas kann man auf 
die beschriebene Art zubereiten, keine Frage. Tee hingegen wird aus 
den Blättern der gleichnamigen Pflanze bereitet.

Das, sagen wir mal, distanzierte Verhältnis der Deutschen zum Tee ist 
genau daran erkennbar, daß eben auch Kräuter- und Früchteaufgüsse als 
"Tee" bezeichnet werden.

Andererseits ist auch das kein Wunder, wo hier gnadenlos ungenießbare 
Suppe aus Tröpfelfilterkaffeemaschinen, am besten auch noch bereitet aus 
"Jacobs Dröhnung", mit Milchersatzsurrogatextraktpulver ("Kaffeeweißer") 
oder Zuckerfettschleim ("Kondensmilch") weiter misshandelt, als "Kaffee" 
bezeichnet wird ...
Moderator #3292989
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Das ist kein Tee, sondern eine Infusion (Aufguss).

Auf der Verpackung steht aber explizit "Pfefferminztee" und nicht 
"Pfefferminzaufguss" oder gar "Pfefferminzinfusion". Das ist auch gut 
so, sonst käme noch einer auf den Gedanken, sich das Getränk intravenös 
zu verabreichen :)

> Das, sagen wir mal, distanzierte Verhältnis der Deutschen zum Tee ist
> genau daran erkennbar, daß eben auch Kräuter- und Früchteaufgüsse als
> "Tee" bezeichnet werden.

Naja, selbst in England, dem Land der (Schwarz-)Teetrinker, heißt der 
Pfefferminztee nicht "peppermint infusion", sondern "peppermint tea" 
oder einfach "mint tea". Es gibt zwar noch den Begriff "tisane", das ist 
aber ein Sammelbegriff für alle Kräutertees und wird nicht auf 
konkrete Teesorten angewandt.
Gast #3293252
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Teo Derix schrieb:

> Dem Passionierten Teetrinker, der Teeeier verwendet, habe ich schon
> lang aufgegeben ihm das aus zu reden.

Möglicherweise gibt es bei den Tee-Eiern aber verschiedene 
Materialqualitäten.

Ich hatte mal eines aus einem niederländischen Tee-Shop gleich an 
Grenzorten wie Roermond oder Venlo, wohin ich gelegentlich Samstags 
einen kurzen Einkaufstrip machte, auch auf den Gemüsemarkt.

Die Teemischungen aus den Shops waren haarsträubend, meistens 
aromatisierter Schwarztee, den kaufte ich nur ein mal, den Rest dann auf 
den Müll. Für den aromatisierten Tee werden wohl die minderwertigsten 
Qualitäten verwendet. Vielleicht ist auch mal Gras von der Kuhweide 
darunter, oder Stroh, das weiß man nicht so genau. Aber ich machte ja 
auch selbst Tee, dafür war das Tee-Ei wieder gut. Küchenkräuter vom 
Balkon, z.B. Basilikum, Thymian, wovon ich zu viel hatte. Dieser Tee war 
auch richtig gut, unter den besten, die ich je hatte.

Im Spülwasser schnitt ich mir mit einer Halbschale des Tee-Eis dann 
richtig tief einen Finger auf, das Zeug war scharf wie eine 
Rasierklinge, die Blechkanten nicht entgratet. Na ja, das wars dann mit 
dem Tee-Ei.



Für den täglichen Gebrauch mache ich laufend Früchtetee aus Teebeuteln. 
Einfach als Mineralwasser-Ersatz, schwach dosiert, schmeckt dann etwas 
fruchtig, besser als Wasser. Vorwiegende Trinktemperatur meistens 
lauwarm bis kalt. Auch ist der relativ gut kalorienbefreit, wird nur 
schwach mit Süßstoff gesüßt.

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