SMD Dioden Typ ermitteln

Gast #3349734
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Hallo liebe Gemeinde,

ich habe vorhin ein Motherboard geschlachtet und habe unteranderem 5 
Dioden erhalten.
Nun stellt sich für mich die Frage, um welchen Typ es sich hierbei 
handelt.
Die Dioden sind in einem runden SMD Glasgehäuse und haben keinerlei 
Bezeichnung, nur, wie es für Dioden üblich ist, eine schwarze Linie.
In der Länge misst sie ungefähr 3,3mm bei einem Durchmesser von 
1,2-1,3mm.
Für mich währen 1N4148 Dioden sehr nützlich, weil ich einen Adapter für 
die LPT SPI Programmierung bauen muss.
Kann man das irgendwie nachmessen oder wie soll ich vorgehen?
Vielen Dank.
Gast #3483498
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Hallo AliGee,

normalerweise habe SMD-Dioden einen Code aufgedruckt. Bei Dioden, die 
diesen nicht haben, müsste man die Vorwärtsspannung messen (mit einem 
Digitalmultimeter / Diodenprüfung) und mit der einer 1N4148-Diode 
vergleichen.

Stimmen die in etwa überein, wäre das ein Hinweis darauf, dass die 
unbekannten Dioden 1N4148 - Dioden sind oder zumindest Vergleichstypen.

Gruß Thomas
#3485914
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AliGee schrieb:
> Für mich währen 1N4148 Dioden sehr nützlich, weil ich einen Adapter für
> die LPT SPI Programmierung bauen muss.

Ich kenn jetzt zwar Deinen genauen Schaltplan von dem Teil nicht, aber 
das hört sich für mich nicht so an als ob es dafür wirklich eine 1N4148 
sein muss, sondern daß es da so gut wie jede Standarddiode tun würde.

Miss also als erstes aus wo in etwa die Vorwärtsspannung liegt 
(Multimeter, Diodentest). Würde mal sagen wenn unter 0,8V dann dürfte es 
passen.

Dann schau, ob es nicht vielleicht eine Z-Diode ist. Also Rückwärts ans 
Labornetzgerät und langsam die Spannung hochdrehen, vielleicht bis 12V - 
höher kommt Dein LPT-Adapter eh nicht. Wenn dabei kein Strom fließt ist 
es keine Z-Diode mit Durchbruch unter 12V. Dann würde ich sie nehmen.

Ansonsten einfach bei der nächsten Bestellung mal 100 Dioden 
mitbestellen - sind nicht wirklich teuer...
#5993679
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Hallo allseits,

hab ein ähnliches Problem, nämlich, dass ich auf den Diodentyp schließen 
möchte.

Die Farbringe sind braun blau(event. violett) weiß gold.

Ich vermute es handelt sich um eine Z-Diode, aber mit welcher 
Zenerspannung?

Wo ist die Kathode?

Das Foto stammt von besseren Zeiten. Mittlerweile ist dieses Bauteil 
völlig abgebrannt und für Messungen daher unbrauchbar.

Danke für jeden Tipp.
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Gast #5993714
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Joe L. schrieb:
> Ich vermute es handelt sich um eine Z-Diode

Sicher nicht.

Widerstand oder Kondensator oder Spule.

Aber die Farbringe sind seltsam.

Weiss könnte für 9 und damit E-1 stehen, also 16E-1, also 1.6 mit 
gold=5%.

Aber eigentlich müsste dann braun blau gold gold markiert sein.
#5993821
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Spule würde ich ausschließen, da ich vor der Zerstörung des Bauteils mir 
alle halbleiterähnlichen Bauteile mit Kennlinienschreiber angesehen 
habe. Bei einer Spule hätte ich sofort auf Kurzschluss getippt.
Das Bauteil hatte eine nichtlineare Kennlinie. Ich weiß nur nicht mehr 
ob Diode oder Z-Diode.
Zwecks Ersatz wüsste ich gern die Typenbezeichnung.
Gast #5993978
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Joe L. schrieb:
> Spule würde ich ausschließen, da ich vor der Zerstörung des Bauteils mir
> alle halbleiterähnlichen Bauteile mit Kennlinienschreiber angesehen
> habe. Bei einer Spule hätte ich sofort auf Kurzschluss getippt. Das
> Bauteil hatte eine nichtlineare Kennlinie. Ich weiß nur nicht mehr ob
> Diode oder Z-Diode.
> Zwecks Ersatz wüsste ich gern die Typenbezeichnung.

Keine bekannte Diodenmarkierung hat einen goldenen Ring:

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.13.2
Gast #5993997
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Wo dieser Beitrag sowieso schon wieder halb belebt ist, habe ich auch 
noch eine Frage:

Auf manchen Motherboards sieht man bedrahtete Dioden in einem 
Glasgehäuse, dass rein intuitiv an Ge-Dioden wie AA116 erinnert.

Was sind das für Dioden, dass Mainboardhersteller sie verwenden, obwohl 
sie bedrahtet sind???
Gast #5994484
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michael_ schrieb:
> Das wird eine Spule sein.

Und wieder ein schlauer Ratschlag von Meister Viertelwissen :-(
Eine Induktivität in dieser Bauform ist mir noch nicht begegnet, die 
Diode links daneben lässt die Größe sehr gut abschätzen.

Die Ziffernfolge ist 1-6-9 passt in die E96-Reihe, plus goldener Ring 
würde ich 16,9 Ohm annehmen.

jo schrieb:
> dass rein intuitiv an Ge-Dioden wie AA116 erinnert.

Das glaube ich nicht: Die Germanen hatten Gehäuse, die erkennbar anders 
aussehen als die aktueller Sizilianer.

Foto?
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Gast #5994515
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Manfred schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Das wird eine Spule sein.
>
> Und wieder ein schlauer Ratschlag von Meister Viertelwissen :-(
> Eine Induktivität in dieser Bauform ist mir noch nicht begegnet, die
> Diode links daneben lässt die Größe sehr gut abschätzen.

Erstens ist die erste grobe Einschätzung nicht nur von mir.
Beschimpfe bitte auch die Anderen!

Und dann hast du noch nicht genug gesehen.

https://www.reichelt.de/power-induktivitaet-axial-ferrit-4-7-mh-epco-b82144-a24x-p245748.html?&trstct=pos_3

Nur ein Beispiel, es gibt noch andere Formen.
Widerstände, die wie Spulen aussehen.
Kondensatoren, die wie Widerstände aussehen.
Höchstohmwiderstände, die wie Dioden oder Gasableiter aussehen.
...

Schön, dass es noch solche vergrämte Choleriker wie dich gibt.
#5996413
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Uhiii, herrscht hier wiedermal ein scharfer Ton!

Danke Michael für deinen Tipp. Wird wohl doch ein niederohmiger 
Widerstand sein und die nichtlineare Kennlinie ergab sich wegen der 
angeschlossenen Bauteile in der Schaltung.
Es handelt sich um die Lade-Elektronik eines älteren Braun Rasierers.
Hab mittlerweile die Schaltung teilweise entschlüsselt. Leider kapier 
ich nur Teile davon und kann auch nicht den Oszillator des eigentlichen 
Buck-Konverters erkennen. Für mich sind leider zu viele 
Querverbindungen.
Über den Widerstand mit 16,9 Ohm fließt dann der Ladestrom/Schaltstrom 
zum Akku.
Warum um alles in der Welt muss das ein Widerstand mit 16,9 Ohm sein? 
Hätte einer mit 15 oder 18 Ohm nicht auch gereicht?
Wozu soll denn Tansistor Q3 gut sein, wenn Emitter und Kollektor mit 
einem 1,5 Ohm Widerstand überbrückt sind?
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#5997014
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Meine Platine hat zwar die Nr. 5564 MCS 152-7, aber bereits bei den 
diversen oben angeführten Schaltplänen hat sich gezeigt, dass die 
Bauteilgruppe um den Schalttransistor herum immer gleich bleibt.
Das ist jetzt also die Bestätigung, dass es sich um einen Widerstand mit 
16,9 Ohm handelt. Vielen, vielen Dank! Jetzt kann ich beim nächsten 
Regentag die Platine wieder komplettieren.
Kann noch jemand etwas zu der eigenartigen Schaltung rund um den mit 1,5 
Ohm überbrückten Transistor Q4 sagen?
Hab das zigmal nachkontrolliert aber vielleicht habe ich auch noch eine 
entscheidende Verbindung zu einem anderen Punkt in der Schaltung 
übersehen.

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