Marantz PM7000 Endstufe defekt

Gast #3429205
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Hallo, leider gibt mein PM7000 keinen Ton mehr von sich...
Die Schutzschaltung scheint aktiv zu sein, im Plan anbei sieht man wie 
auf dem einen Kanal 0V (soll) gemessen werden und im anderen Kanal an 
mehreren Punkten zwischen 15 und 20V.
Wir haben die Widerstände 3314 und 3316 ausgelötet, dann schaltet das 
Schutzrelais alle ca. 10sec. und im Schaltungsteil rechts der 
ausgelöteten Widerstände lassen sich auch die 0V messen.
Source-Platine und Versorgungsplatine sind in Ordnung, 
Versorgungsspannung von 56V liegt sauber an.

Zu Beginn der Reparatur haben wir die Widerstände in der 56V Versorgung 
(3296, 3298, 3295, 3297) getauscht, einer davon war durchgebrannt.

Leider haben wir keine Ahnung wie wir den Fehler weiter eingrenzen 
können, auch das Nachmessen der Widerstände hat keinen Erfolg 
gebracht...

Über etwas Hilfe wären wir sehr dankbar! ;-)
Angehängte Dateien:
Gast #3429237
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die Basisemitterspannung ist bei allen Transistoren 0,5-0,6V.
Nur im Leistungsbereich der defekten Endstufenseite haben wir bei allen 
Transistoren 0,2-0,4 V gemessen. (Das war aber bevor wir die 
Treiberstufe vom Leistungsteil getrennt haben).
Gast #3429245
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> Basisemitterspannung ist bei allen Transistoren 0,5-0,6V.

Nicht die Basis-Emitterspannungen, sondern die Basisspannungen und die 
Emitterspannungen, also mit Bezug auf Masse.

Wahrscheinlich ist (mindestens) einer der Endstufentransen durchlegiert. 
Jetzt wäre es zweckmäßig herauszufinden, was es sonst noch so alles 
zerlegt hat.
Gast #3429681
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g457 schrieb:
> Wahrscheinlich ist (mindestens) einer der ENDstufentransen durchlegiert.
> Jetzt wäre es zweckmäßig herauszufinden, was es sonst noch so alles
> zerlegt hat.

Silizium schmilzt schneller als manche Sicherung. Es würde mich nicht 
wundern, wenn weiter vorn noch Opfer zu beklagen sind. Schon alle 
Transior-Diodenstrecken geprüft? Komponententester?
Gast #3431136
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g457 schrieb:
> Nicht die Basis-Emitterspannungen, sondern die Basisspannungen und die
> Emitterspannungen, also mit Bezug auf Masse.

Da wir auf T017 ca. 20V (schwankt sehr stark) haben und über 
Basis-Emitter immer 0,5 bis 0,6 V abfallen müsste doch eigentlich jede 
Basisspannung und Emitterspannung im Bezug auf Masse ca. 20V haben. (im 
Leistungsteil)


g457 schrieb:
> Wahrscheinlich ist (mindestens) einer der Endstufentransen durchlegiert.
> Jetzt wäre es zweckmäßig herauszufinden, was es sonst noch so alles
> zerlegt hat.

dann müsste man doch +B oder -B bei T017 messen oder lieg ich da falsch?

Helge A. schrieb:
> Wenn -B noch ankommt, wären auch die Spannungen an der Vorstufe
> interessant, z.B. im Bereich der 3,6V Z-Dioden.

Dort haben wir auch die 20V zu masse gemessen. Desweiteren haben wir die 
Dioden auch ohne Spannung aber in der Schaltung mit dem Multimeter 
getestet und sie scheinen alle zu funktionieren.


HighEndSpray schrieb:
> Vielleicht ist hier was passendes dabei:
>
> Beitrag "Verstärkerreparatur Marantz PM7000"

Den Beitrag haben wir schon durchgearbeitet.


Christian Sch. schrieb:
> Auf repdata.de findest du auch einige Beiträge zum PM7000.

danke da schaun wir uns mal um.

oszi40 schrieb:
> Silizium schmilzt schneller als manche Sicherung. Es würde mich nicht
> wundern, wenn weiter vorn noch Opfer zu beklagen sind. Schon alle
> Transior-Diodenstrecken geprüft? Komponententester?

Dazu müssten wir aber alle transistoren die wir testen wollen auslöten. 
Das wollten wir eigentlich erstmal vermeiden. Oder gibt es möglichkeiten 
Transistoren auf der Platine zu testen?

Uns steht übrigens auch ein Osziloskop zur Verfügung.
Gast #3432636
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oszi40 schrieb:
>> auslöten.
>>> Komponententester
>
> Schau erst mal nach, ob Dein Oszi zufällig Hameg heißt und einem
> Komponententester hat. Dann schau ins Handbuch.

das Auslöten aller Transistoren um sie zu testen ist aber eher die 
letzte Lösung die wir anwenden wollten. Vorallem wenn wir den Fehler bis 
jetzt nur auf den einen Kanal begrenzen können.

ein Komponententester hat das Oszi leider nicht. Aber in meinem 
Multimeter ist eine Transistortester eingebaut.
#3432723
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Ich glaub, deinen Endstufen dürfte es noch ganz gut gehen. Interessanter 
wär, die Eingangsstufe durchzumessen. Bei den Widerständen, die du 
getauscht hast, könnte vielleicht #3296 der durchgebrannte sein? - 
Eventuell ist der Fehler ja auch so was profanes wie ein defekter Elko 
(#2264)??

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