Ich spiele mit dem Gedanken, eine altes Moped zu elektrifizieren.
Der Plan, alles möglichst original lassen, und nur Benzin-Motor und Tank
entfernen und durch Elektromotor plus Akku zu ersetzten. Dadurch erhoffe
ich mir, das die TüV-Abnahme leichter wird.
Hat jemand schon mal ein ähnliches Projekt realisiert oder kennt die
Vorschriften für einen Umbau und die TÜV-Abnahme?
simson schrieb:> Dadurch erhoffe> ich mir, das die TüV-Abnahme leichter wird.>> Hat jemand schon mal ein ähnliches Projekt realisiert oder kennt die> Vorschriften für einen Umbau und die TÜV-Abnahme?
Für ein Moped brauchst du keine TÜV. Lass das Dingen so wie es ist.
Verkaufe es bei ebay und kaufe dir von dem Geld ein Fahrrad, evtl. mit
el. Hilfsantrieb.
simson schrieb:> Ich liebe dieses Forum :(
Es ist nunmal so.
Was hast du dir überlegt bevor du hier gepostet hast? Konkrete Pläne?
Ein original Moped ist konstruktiv nun mal wenig geeigntet. Es ist auf
den Eibau des Verbrennungsmotors hin entwickelt und außerdem viel zu
schwer.
Die Bremsen sind einfach nur Scheiße. Trotzdem haben die Möhren einen
erstaunlichen Wert. Nutze ihn.
Es gibt konkrete Pläne, aber bevor es ernst wird, will ich in Erfahrung
bringen, ob ich damit je auf die Straße darf.
Konstruktiv sehe ich keine größeren Probleme.
Die Bremsen taugen wirklich nicht viel, aber das Gewicht eird nicht viel
größer aks beim Orginal und ich fahre sowie nur alleine.
Ein Moped mit Motorschaden hat keinen hohen wert, ein E-Scooter kostet
riniges mehr.
Aber der Umbau mit Elektromotor kostet dich mehr, als es ein ganzes
Fahrzeug neu zu kaufen.
Wenn das so einfach wäre, würde jede Werkstatt solche Umbauten anbieten.
Der TÜV arbeitet meines WIssesn nach auf Basis von Materialgutachten,
aus denen hervor geht, dass die verwendeten Teile für den Anwendungsfall
geeignet sind.
Nun finde mal einen Getriebemotor mit einem Gutachten, aus dem hervor
geht, dass er dazu geeignet ist, ein Mofa zu elektrifizieren.
Abgesehen davon: Frag doch einfach mal den TÜV, was Du beachten musst.
Die Leute beissen nicht.
simson schrieb:> Es gibt konkrete Pläne, aber bevor es ernst wird, will ich in Erfahrung> bringen, ob ich damit je auf die Straße darf.
Dann solltest Du Dich als erstes an den TÜV wenden. Eine Einzelabnahme
wird sicherlich auch 1000EUR oder mehr kosten.
Gruss
Harald
Es wäre sicherlich hilfreich, einen Tüv-Prüfer zu haben, der sich mit
der Materie auskennt.
Zu einer x-beliebugen Prüfstelle brauche ich damit nicht zu gehen.
simson schrieb:> Es wäre sicherlich hilfreich, einen Tüv-Prüfer zu haben, der sich mit> der Materie auskennt.
Um einen solchen zu ermitteln, wäre vielleicht ein Telefon hilfreich.
:-)
Hier sind welche im Gange, die "Schwalben" mit Elektroantrieb bauen.
https://www.youtube.com/watch?v=AFet3RiOM-0
Vielleicht kannst Du da ein paar Teilchen beziehen.
MfG Paul
Als erstes musst du dir Gedanken um die Energiedichte der Batterien und
die damit erzielbare Reichweite machen. Der E-Maxx z.B. hat einen 4kW
Radnabenmotor und 14 Stück 40Ah China LiIon Zellen, weil der Motor ein
48V Typ ist. Das sind also ca. 2kWh gespeicherte Leistung. Damit fährt
der Roller eine halbe Stunde Vollgas.
Radnaben Motoren sind deswegen praktisch, weil sie keinen zusätzlichen
Platz für die Batterien belegen, der Weg ist also vermutlich sinnvoll.
Hier liegen auch Ausführungen mit 2kW und 2,5kW, jeweils mit Sensoren.
Aber als erstes musst du dir eine BE-gerechte Aufbewahrung der Batterien
ausdenken, denn da gucken die Jungs besonders drauf. Li Zellen müssen
unfallsicher in stabilen Metalltrögen untergebracht werden und dürfen
sich nicht bewegen (wackeln). Bleizellen sind nicht so kritisch, und
NiCd gibts nicht mehr. Es bleibt noch NiMh, da kann ich dir aber nichts
zu sagen.
simson schrieb:> Angestrebter> Verkaufspreis 5800 Euro. Einfach zu viel.
Wenn sie davon nur 10% verkaufen könnten wie damals würde es deutlich
billiger. Aber spätestens hier merkt man wie weit der Kult geht. Da wird
der Retro Fuzzi wieder zum knallharten Kapitalisten und will alles zum
China Preis.
Außerdem, schau dir das Teil mal an. Hat technisch nichts mehr mit dem
Original zu tun. Thema angestrebte Reichweite: Was denkst du wie weit du
kommst? Zum Bäcker und zurück?
Du glaubst du kannst das für 1200 Euronen bauen? Bitte poste das
Ergebnis hier, ich bin gespannt.
Matthias Sch. schrieb:> Als erstes musst du dir Gedanken um die Energiedichte der Batterien und> die damit erzielbare Reichweite machen. Der E-Maxx z.B. hat einen 4kW> Radnabenmotor und 14 Stück 40Ah China LiIon Zellen, weil der Motor ein> 48V Typ ist. Das sind also ca. 2kWh gespeicherte Leistung. Damit fährt> der Roller eine halbe Stunde Vollgas.
Der Benzin-Motor des Rollers hatte ca. 2,5Kw, das wäre dann fast eine
Stunde Vollgas, Rekupation sollte die Reichweite auch noch etwas
erhöhen.
> Radnaben Motoren sind deswegen praktisch, weil sie keinen zusätzlichen> Platz für die Batterien belegen, der Weg ist also vermutlich sinnvoll.> Hier liegen auch Ausführungen mit 2kW und 2,5kW, jeweils mit Sensoren.
Ein Radnabenmotor hat den Nachteil, das die Orginal-Bremse nicht mehr
vorhanden ist und eine neue montiert werden muß.
> Aber als erstes musst du dir eine BE-gerechte Aufbewahrung der Batterien> ausdenken, denn da gucken die Jungs besonders drauf. Li Zellen müssen> unfallsicher in stabilen Metalltrögen untergebracht werden und dürfen> sich nicht bewegen (wackeln). Bleizellen sind nicht so kritisch, und> NiCd gibts nicht mehr. Es bleibt noch NiMh, da kann ich dir aber nichts> zu sagen.
Als Akkus dachte ich an LiFePo4, der Roller hat ein geschlossenes
Blechkleid, wo die Akkus sicher verstaut werden können.
Tipp fürs neue Jahr schrieb:> Wo kommst du her das du nur eine Simson kennst?
Nomen est Omen.
Hallo Simson,
ich habe letztes Jahr einen Elektroroller zusammengebastelt. Zur Info
mal ein paar Eckdaten von dem Teil, damit du einen praktischeren
Einblick in dein Vorhaben bekommst.
48V 2kW BLDC-Radnabenmotor + Zubehör + Zoll von kellycontroller.com
~900€
20Stk. 15Ah LiFePo4-Zellen von modellbaufuchs.de ~600€
Elektronik für Akkusteuerung (Eigenbau) ~600€
steuerbares Netzteil zum Laden von reichelt.at ~250€
Anschließend sind noch ein paar Teile für den Rahmen, welcher ebenfalls
ein Eigenbau ist, zusammengekommen...
Höchstgeschwindigkeit 65km/h bei 0% Steigung bzw. 60km/h bei 5% Steigung
Reichweite 32km
Ladedauer 2,5h
Die rechtliche Situation (Kosten/Aufwand zu Zulassung) ist dabei eine
andere Frage.
Schöne Grüße,
Sandro
Samson schrieb:> Wenn ich auf so einer häßlichen Möhre 32Km im Stehen verbringen> müßte würde ich mir schon vorher ein Taxi bestellen.
Hoffentlich geht die Schule bald wieder los.
@Sandro
Cooles Teil, was ist da für ein Controller verbaut? Was wiegt das Ding?
Den TÜV interessieren m.E. nur sicherheitsrelevante Aspekte, also
Lenkung, Bremsen, Beleuchtung, Sitze/Gurte usw. - der eigentliche Motor
dürfte denen ziemlich egal sein, sofern er nicht leistungsstärker als
das Original ist.
Radnabenmotor ist für ein vorhandenes Moped ungeeignet, weil die Bremsen
dann wegfallen und weil es keine Möglichkeit gibt, das Gegendrehmoment
abzuleiten - also muss der Elektromotor dorthin, wo der originale
Benziner war. Optimal: Kettenritzel genau dort, wo es vorher auch war
...
Frank Esselbach schrieb:> Den TÜV interessieren m.E. nur sicherheitsrelevante Aspekte, also> Lenkung, Bremsen, Beleuchtung, Sitze/Gurte usw. - der eigentliche Motor> dürfte denen ziemlich egal sein, sofern er nicht leistungsstärker als> das Original ist.
Der Plan ist, alles Original zu lassen, um nicht noch mehr Baustellen
aufzumachen.
Die Leistung des Motors läßt sich über den Controller programmieren,
sollte damit auch kein Problem sein.
Ich habe schon einige PKW-Umbauten gesehen aber noch keiner hat sich an
einen Roller rangewagt.
In einem anderen Forum habe ich folgendes gefunden:
"Es ist wichtig das Ganze nur als Motorumbau und nicht etwa als
Neufahrzeug zu deklarieren. Die Eintragung der Motor Änderung kostet
zwischen 100 und 300 €."
Ich könnte mir vorstellen, dass ein aufgeladener Akku bzw. ein ganzes
Akkupack mit mehreren kWh in den Augen des TÜV nicht als ungefährlich
gilt. Ich will dir nicht den Spaß verderben, aber dazu würde ich mal
recherchieren ...
simson schrieb:> Als Akkus dachte ich an LiFePo4, der Roller hat ein geschlossenes> Blechkleid, wo die Akkus sicher verstaut werden können.
Das ist ein Witz oder? Ich rede nicht von Blech, sondern von einer
stabilen Metallkiste. Die Batterien sind unfallsicher einzubauen, da
darf keiner beschädigt werden. Gerade mit LiFePo ist nicht zu spassen.
Schau dir mal die Bilder vom Dreamliner Akkupack an, so ähnlich muss das
aussehen.
Frank Esselbach schrieb:> dass ein aufgeladener Akku bzw. ein ganzes> Akkupack mit mehreren kWh in den Augen des TÜV nicht als ungefährlich> gilt.
So isses. Das ist im Moment das TÜV/BE relevante. Der Motor spielt für
die Jungs nur eine Nebenrolle.
Frank Esselbach schrieb:> Radnabenmotor ist für ein vorhandenes Moped ungeeignet, weil die Bremsen> dann wegfallen und weil es keine Möglichkeit gibt, das Gegendrehmoment> abzuleiten
Tja, das ist eben die Herausforderung. Du musst an den Motor eine
Scheibenbremse montieren - siehe die fertigen Maschinen.
Das ganze kannst Du ruhig vergessen.
Es sei denn, Du willst praktisch alles was da ist wegwerfen.
Die ganze Kraftübertragung: weg.
Der ursprüngliche Motor sitzt ungünstig. Also gut im Luft- und Dreck-
und Wasserstrom. Ein Elektromotor mag es etwas geschützter.
Der Tank ist vom Volumen her viel zu klein und hat höchstens zufällig
ein sinnvolles Format für Akkus.
Wohin mit der Elektronik? Ein Elektromotorrad bracht etwas mehr Platz
als ein -fahrrad für seine Steuerung.
Auch wird es etwas schwerer. Da mag Dich der TÜF nicht mehr, da
besonders bei einem so tiefgreifenden Umbau die Zulassung erlischt.
Wahrscheinlich gibt’s dann auch noch neue Bremsen.
Amateur schrieb:
> Das ganze kannst Du ruhig vergessen.
Das kann ich immer noch!
>> Es sei denn, Du willst praktisch alles was da ist wegwerfen.
Nein, im Gegenteil!
>> Die ganze Kraftübertragung: weg.> Der ursprüngliche Motor sitzt ungünstig. Also gut im Luft- und Dreck-> und Wasserstrom. Ein Elektromotor mag es etwas geschützter.
Ein guter Hinweis! Der Motor muß also eingepackt werden und dann mit
Lüfter zwangsbelüftet werden.
> Der Tank ist vom Volumen her viel zu klein und hat höchstens zufällig> ein sinnvolles Format für Akkus.
Es wird kein Akkupack von der Stange und damit auch leider nicht
herausnehmbar.
> Wohin mit der Elektronik? Ein Elektromotorrad bracht etwas mehr Platz> als ein -fahrrad für seine Steuerung.
Die Steuerung sind meist vergossen, könnten also da sitzen, wo früher
der Motor war.
> Auch wird es etwas schwerer. Da mag Dich der TÜF nicht mehr, da> besonders bei einem so tiefgreifenden Umbau die Zulassung erlischt.> Wahrscheinlich gibt’s dann auch noch neue Bremsen.
Das zulässige Gesamtgewicht will ich nicht erhöhen sondern nur den
Sozius weglassen.
>Die Steuerung sind meist vergossen, könnten also da sitzen, wo früher>der Motor war.
Zugegeben mein eRoller (max. 40km/h) ist eine Nummer größer, aber dessen
Regler braucht Luft. Alu-Gehäuse fast nur Kühlrippen.
>Es wird kein Akkupack von der Stange und damit auch leider nicht>herausnehmbar.
Konstruktionsbedingt ist bei mir genügend Platz für die Akkus vorhanden.
Die EU ist eine herstellerfreundliche Organisation. Es gibt seit mind.
geschätzten fünf Jahren Alternativen zu direkten Verbrennungsantrieben.
Im ETT-Katalog findet man Elektro-Mofas und Elektro-Roller. Dabei steht
eine Reichweite von 15-20km. Geschwindigkeit erinnere ich nicht mehr
genau, aber es mögen auch 15-20km/h gewesen sein. Diese käuflich zu
erwerbenden Roller wären für mich eine echte Alternative zum Auto, da
ich sowieso öfter mit dem bi-cycle zur Arbeit fahre.
Würden diese alternativen Fortbewegungsmittel für kleine Entfernungen
Schule machen, würden die Ölsäcke weniger verdienen, weil kalte
Auto-Motoren auf Kurzstrecke keine 8-10l/km oder mehr verbrauchen
würden.
Die Stadt München z.B. hat für die Sherrifs die Segways Probe laufen
lassen, aber nur, um in Fußgängerzonen mehr Strafzettel verteilen zu
können.
Dem Privat-Elektro-Beweglichen ist es per StVO in Schland untersagt, mit
fortschrittlichen Hilfsmitteln auf öffentlichen Wegen unterwegs zu sein.
Ich bin für eine Maut für Elektrofahrzeuge, da diese keine Mineralöl-
Umweltsteuer bezahlen ober trotzdem Naturfeindlich Straßen benutzen.
Gruß :-)
Aber werden solche Dinger nicht in China preisgünstig zu
hunderttausenden gebaut?
Ich habe in China Staedte gesehen, da fuhren fast nur Elektroroller,
anbei ein schönes Custom Bike.
Ein vernünftiger chinaroller mit gutem akku wrd auch nicht ganz billig
sein.
Ein Elektromofa ist auf jeden Fall möglich und nach meiner Einschätzung
auch kein unmögliches Projekt.
Der Felix Ballendat hat sowas schon gemacht, du kannst ihn ja vielleicht
mal nach den Zulassungsgeschichten fragen. Der hat sogar seinen
Elektroauto umbau von nem Z3 Zugelassen bekommen. Je nachdem gibt es
auch gute und günstige Motoren in dem Leistungsbereich, das Budget
könnte aber wegen der hohen Akkukosten etwas gesprengt werden.
Felix Umbau:
http://felix.ballendat.com/?cat=21
Hier im Forum gibt es auch einen Thread von ihm über BMS wo man aber
auch ein wenig was zu seinem umbau lesen kann.
Beitrag "BMS für Elektroaut"
Viel Spaß und viel Erfolg!
simson schrieb:> Ich spiele mit dem Gedanken, eine altes Moped zu elektrifizieren.
Simson?
Bitte lass sie wie sie ist, die sind im Aussterben begriffen, die ganze
Fahrzeugklasse mit ihrer Ausnahmegenehmigung für 60km/h ist einzigartig
und etwas vergleichbares existiert nicht mehr und wird nie wieder
existieren, wenn das letzte Exemplar verschwunden ist (so wie Du gerade
vorhast eines zu zerstören) ist dann ist es für immer aus damit.
Wäre nur interessant was aus Sandro Schnurers Rennroller geworden ist.
60 mit so einem Teil? Das ist ja völlig abgefahren. Ein kleines
Schlagloch und der macht den Rekordsalto.
Lebt Sandro noch? Und der Roller?
Benjamin Döhrer schrieb:> Hier unser Elektroumbau> https://bnn.de/lokales/gaggenau/hentschel-packt-in-der-werkstatt-mit-an
Ein selten dämlicher, reisserischer Pressartikel:
"Jetzt muss nur noch der Verbrennungsantrieb des 50-Kubik-Motorrollers
durch einen E-Motor und vier Akkus ersetzt werden. Nach zweieinhalb
Stunden ist das Werk vollbracht."
Keine weiteren Fragen, ein solcher Umbau dauert nur Minuten, wieso
zweieinhalb Stunden?
"Von der Schule geht’s direkt zur Zulassungsstelle. Noch schnell die
Nummernschilder drauf. Und fertig ist die Laube."
Und übermorgen bringt der Weihnachtsmann die Ostereier?
Test schrieb:> Also Infos zum Zulassungsaufwand wären jetzt ja mal interessant> gewesen.> Da hört man hier ja immer deutlich unterschiedliche Aussagen.
Bei Einbau eines anderen Motors erlischt die ABE und Einzelabnahme wird
fällig. Deren Kosten werden nach Aufwand berechnet. Wenn der Prüfer erst
eruieren muß, ob der Umbau die Bedingungen der StVZO erfüllt, z.B. durch
Prüfstandsmessungen, wird es nicht billig. Die 60km/h Ausnahmeregelung
für Simsons kann man dann auch vergessen, das E-Moped wird nur noch
45km/h fahren dürfen.
Das erste Problem ist, dass man am Rahmen etwas ändern muss, um den
neuen Motor einzubauen. Das ist fast ein NOGO und muss von einem
zertifizierten Schweissfacharbeiter gemacht werden.
Wenn nur der Motor geändert wird ist es deutlich einfacher, als wenn man
durch den neuen Antrieb auch eine neues Hinterrad mit neuen Bremsen etc.
verbaut.
Typisch Deutschland - Eure Angst vor Vorschriften wird nur mehr
übertroffen von eurem Pessimissmis was die Realisierbarkeit von Ideen
betrifft.
Natürlich gibt es Vorschriften die einzuhalten sind, aber mit etwas
Hausverstand und Lösungswillen sollte so ein Projekt umsetzbar sein.
Max schrieb:> Natürlich gibt es Vorschriften die einzuhalten sind, aber mit etwas> Hausverstand und Lösungswillen sollte so ein Projekt umsetzbar sein.
Natürlich ist das umsetzbar, überhaupt kein Problem wenn man genug Kohle
reinzupulvern bereit ist und die Nerven dazu hat um das ganze TÜV- und
Behördengehampel zu absolvieren und zu bezahlen das da fällig wird wenn
mans legal machen will.
Für das Geld würd ich lieber nen Motoradführerschein machen und ein
fertiges Elektromotorrad kaufen.
Der Andere schrieb:> Wäre nur interessant was aus Sandro Schnurers Rennroller geworden ist.> 60 mit so einem Teil?
Wahrscheinlich haben sie Ihn im Strassenverkehr erwischt und er ist
seinen Fuehrerschein los. Alles was schneller als 6 km/h faehrt, braucht
eine Bauartzulassung und eine Versicherung.
wendelsberg
Max schrieb:> Typisch Deutschland - Eure Angst vor Vorschriften wird nur mehr> übertroffen von eurem Pessimissmis was die Realisierbarkeit von Ideen> betrifft.
Unbenommen der Vorschriften ist der Pessimismus -oder besser Realismus-
nicht ganz unberechtigt. Da muß man hier nur mal nachschauen, wieviele
von den euphorisch begonnenen Elektrofahrzeugprojekten tatsächlich
fertig gestellt wurden. Die Zahl ist sehr überschaubar.
wendelsberg schrieb:> Alles was schneller als 6 km/h faehrt, braucht> eine Bauartzulassung und eine Versicherung.
Nö, Pedelecs dürfen 25km/h und gelten als Fahrräder! -> keine
Kennzeichen-, Haftpflichtversicherungs-, Führerschein- und Helmpflicht.
Lothar M. schrieb:> Nö, Pedelecs dürfen 25km/h und gelten als Fahrräder! -> keine> Kennzeichen-, Haftpflichtversicherungs-, Führerschein- und Helmpflicht.
Hat man die ersten 3 Dinge nicht auch wegen der weit größeren
Aufprallwucht, vgl. mit dem relativ leichten Fahrrad oder Pedelec?
Gleichzeitig schwer und
(relativ) schnell verursacht ja doch höhere Schäden. So ganz kann ich
Deinem Argument also noch nicht folgen. Mehr dazu?
Lothar M. schrieb:> Nö, Pedelecs dürfen 25km/h und gelten als Fahrräder! -> keine> Kennzeichen-, Haftpflichtversicherungs-, Führerschein- und Helmpflicht.
Pedelecs duerfen aber nur beim "Treten" unterstuetzen. Mit einem guten
Anwalts- und Lobbyteam kann man da vielleicht noch einen Kickroller
einsortieren, das wars dann aber auch. Letztendlich sind Pedelecs eben
ein Zuckerli fuer die Lieblinge unserer Politik, die Rentner. Dass es
nun auch Pedelecs fuer juengere Leute gibt war so sicher nicht geplant,
sonst haette man das fuer die anderen Lieblinge der Politik, die
Automobilindustrie, natuerlich nicht erlaubt.
Auch gut: Schaut mal das Gesetz fuer elektrische, einspurige Fahrzeuge
an. Da hat Segway richtig gute Lobbyarbeit gemacht, die Regierung
haette auch gleich die Patentnummer ins Gesetz schreiben koennen.
Frechheit, sowas.
Wenn ich mein E-Auto ansehe, dann sind da die Akkus nicht sonderlich
verpackt. Das sind Punchingbags die verspannt sind, aber der ganze Akku
hat nur eine Kunststoffabdeckung und parkt zwischen dem Rahmen.
Den Motor kann man ja auch ohne schweißen verbauen, da reicht klemmen.
;-)
Ryven schrieb:> Wenn ich mein E-Auto ansehe, dann sind da die Akkus nicht sonderlich> verpackt.
Welches soll das sein?
Alle haben einen geschlossenen Kasten aus Metall.
> Bei Einbau eines anderen Motors erlischt die ABE und Einzelabnahme wird> fällig. Deren Kosten werden nach Aufwand berechnet. Wenn der Prüfer erst> eruieren muß, ob der Umbau die Bedingungen der StVZO erfüllt, z.B. durch> Prüfstandsmessungen, wird es nicht billig.
sehr gut, nach über 10 Posts dann doch mal eine richtige Antwort!
Du kannst Dein Umbauprojekt vergessen - Du hast hier gar nicht das
Kapital das Ganze auch nur im Entferntesten in Deutschland umzusetzen.
Es geht so nicht, Du zahlst Dich bestenfalls dumm und dämlich.
Insofern ein typisches Offtopic Thema bestenfalls.
S. B. schrieb:>> Bei Einbau eines anderen Motors erlischt die ABE und Einzelabnahme wird>> fällig. Deren Kosten werden nach Aufwand berechnet. Wenn der Prüfer erst>> eruieren muß, ob der Umbau die Bedingungen der StVZO erfüllt, z.B. durch>> Prüfstandsmessungen, wird es nicht billig.
Nö, das ist nicht das Problem, jedenfalls nicht das kostspielige.
Der Löwenanteil beim E-Umbau sind die EMV Messungen. Wundert mich, dass
das hier noch keiner erwähnt hat.
Philipp G. schrieb:> Der Löwenanteil beim E-Umbau sind die EMV Messungen. Wundert mich, dass> das hier noch keiner erwähnt hat.
EMV Test brauchst du erst ab einem bestimmten Baujahr.
Julian Baugatz schrieb:> EMV Test brauchst du erst ab einem bestimmten Baujahr.
Ich glaube das Baujahr war alles vor 2000. Wenn es sich um eine
selbstgebastelte Antriebs-Motorsteuerung handelt, könnte ein EMV-Test
trotzdem noch erforderlich sein.
Am besten ist ein fertig gekaufter Controller mit Zertifikat für den
TÜV. Dann gibt's die wenigsten Fragen.
Julian Baugatz schrieb:> Das erste Problem ist, dass man am Rahmen etwas ändern muss, um den> neuen Motor einzubauen. Das ist fast ein NOGO und muss von einem> zertifizierten Schweissfacharbeiter gemacht werden.
Aber es wäre möglich. Wenn dann noch eine ordentliche
Schweißnahtberechnung beigefügt ist, bei der alle maximalen Quer- Längs-
Gewichts- und Drehmomentkräfte berücksichtigt sind, ist das schon die
halbe Miete.
Zum Beispiel in den Maschinenbaupapstbüchern von Roloff-Matek wird der
Rechenweg erläutert.
simson schrieb:> Zu einer x-beliebugen Prüfstelle brauche ich damit nicht zu gehen.
Der TÜV in Westerburg hat mit Umbauten auf Elektroantrieb mittlerweile
schon etwas Erfahrung.
wendelsberg schrieb:> Alles was schneller als 6 km/h faehrt, braucht> eine Bauartzulassung und eine Versicherung.
Ich bin als Fußgänger manchmal auch mit >6 km/h unterwegs.
Brauche ich dann auch eine Bauartzulassung?
Hatten den 1600 Watt, 48 Volt Motor und Steuergerät für 220 Euro von
Elektromoped.at verwendet. Dazu 4 Blei Akkus zu je 35 Euro aus Amazon.
Die Verbesserte Version des Rollers lief dann mit Lithium Eisenphosphat.
Der Mann hinter haustechnik24online.de baut custom Li-Po-Fe Batterien
mit gebrauchten Zellen für einen Super Preis. Wir hatten dann 30Ah bei
48 Volt für 400 Euro genutzt. Wenn wir eine Abschaltspannun von 39 Volt
programmieren fährt der Rolle ziemlich genau 65 Minuten bis er stehen
bleibt. 42 Volt Abschaltspannung haben wir schlussendlich eingestellt,
da die Reichweite von 35km für den Kunden ausreichte.
Vom Antrieb her gehen wir über die bearbeitete orginal Nockenwelle und
über zwei Ritzel und T8F Kette an das Antriebsrad. Der Roller fährt
knappe 45km/h, kommt dafür aber nahezu jede Steigung hoch.
Mittlerweile hat der Roller gute 1000 km erfolgreich bewältigt.
Momentan arbeite ich an einer Moto Guzzi Dingo Sport (48kg Leergewicht)
die mit 1500 Watt Radnabenmotor (Geld germanladen eBay 200 Euro mit
Steuergerät) laufen soll. Das Projekt ist so angelegt, dass Motor,
Auspuff, Getriebe... noch am Moped verbaut bleiben. Auch die alten
Scheinwerfer sollen bleiben. Nur der Antrieb und die Elektrik (LED)
sollen „modern“ werden.
Der Akku mit stabilem und Wasserdichten Gehäuse von Alex Song 48 Volt,
17,5ah 420 Euro aus Amazon soll gleichzeitig als Sitz dienen.
Wer sich für einen Rollerumbau-Workshop interessiert: motorEcycle.eu
Grüße,
CBS Gaggenau schrieb:> 1600 Watt
Bisschen schwach, oder? Es soll doch schließlich auch Spaß machen! 4kW
wären erlaubt in dieser Fahrzeugklasse, die sollte man sich auch gönnen,
sonst zieht das doch nicht mal die Wurst vom Brot.
Du merkst daß Du die richtige Motorleistung und das richtige Drehmoment
hast wenn Dir an der dritten oder vierten roten Ampel andere
Rollerfahrer von hinten an die Schulter tippen und mit entsetztem
Gesichtsausdruck fragen was zur HÖLLE das ist was Du da fährst und was
sowas kostet.
Harald W. schrieb:> Es gibt Zweitakter mit Ventilen. Sie sind aber selten.
Die sind gar nicht selten. Man findet sie sehr häufig in Dieselloks und
als Schiffsdiesel. Bei Ottomotoren aber eher nicht, schon gar nicht in
Mopeds.
Julian Baugatz schrieb:> Ein Zweitakter hat glaube ich keine Nockenwelle,> wahrscheinlich meinte er Kurbelwelle.
Das ist mir sehr wohl bekannt. Hätte nur gerne dazu die Antwort von CBS
Gaggenau gehört. Aber Kurbelwelle macht doch auch keinen Sinn. Warum
sollte man bei einem E-Motor noch Getriebe und Kupplung im Antriebstrang
lassen? Kostet doch nur sinnlos Energie.
2^5 schrieb:> Julian Baugatz schrieb:> Ein Zweitakter hat glaube ich keine Nockenwelle,> wahrscheinlich meinte er Kurbelwelle.>> Das ist mir sehr wohl bekannt. Hätte nur gerne dazu die Antwort von CBS> Gaggenau gehört. Aber Kurbelwelle macht doch auch keinen Sinn. Warum> sollte man bei einem E-Motor noch Getriebe und Kupplung im Antriebstrang> lassen? Kostet doch nur sinnlos Energie.
Weil auch ein Elektromotor eine Untersetzung braucht.
Julian B. schrieb:> Weil auch ein Elektromotor eine Untersetzung braucht.
Sicher? Das habe ich bei einigen Fahrrädern und Elektrorollern aber
anders gesehen.
Stefanus F. schrieb:> Julian B. schrieb:>> Weil auch ein Elektromotor eine Untersetzung braucht.>> Sicher? Das habe ich bei einigen Fahrrädern und Elektrorollern aber> anders gesehen.
Es gibt auch Elektromotoren, die kein Getriebe benötigen, die haben dann
aber eine großen Durchmesser und sind dementsprechend schwer.
Die meisten Elektromotoren(Gleichstrom,BLCD) laufen aber auf viel
höheren Nenndrehzahlen, sodass sie ein Getriebe benötigen.
Julian B. schrieb:> Die meisten Elektromotoren(Gleichstrom,BLCD) laufen aber auf viel> höheren Nenndrehzahlen, sodass sie ein Getriebe benötigen.
Und die meisten (99%) aller Elektromotoren für Motorräder und
Kleinkrafträder/-Roller sind Radnabenmotoren und ohne Übersetzung direkt
ins Hinterrad eingebaut. Deshalb scheppern und dröhnen sie auch nicht so
wie die umgebaute grüne Schrottschüssel aus dem Video sondern laufen
leiser als das Reifengeräusch. Nur so kann Fahrspaß aufkommen.
Bernd K. schrieb:> Julian B. schrieb:> Die meisten Elektromotoren(Gleichstrom,BLCD) laufen aber auf viel> höheren Nenndrehzahlen, sodass sie ein Getriebe benötigen.>> Und die meisten (99%) aller Elektromotoren für Motorräder und> Kleinkrafträder/-Roller sind Radnabenmotoren und ohne Übersetzung direkt> ins Hinterrad eingebaut. Deshalb scheppern und dröhnen sie auch nicht so> wie die umgebaute grüne Schrottschüssel aus dem Video sondern laufen> leiser als das Reifengeräusch. Nur so kann Fahrspaß aufkommen.
Die 99% sind wohl etwas übertrieben, ab einer gewissen Leistung passt
der Motor nicht mehr ins Hinterrad und eine große ungefederte Masse ist
auch nicht Fahrspaß pur.
Bernd K. schrieb:> Julian B. schrieb:>> Die meisten Elektromotoren(Gleichstrom,BLCD) laufen aber auf viel>> höheren Nenndrehzahlen, sodass sie ein Getriebe benötigen.>> Und die meisten (99%) aller Elektromotoren für Motorräder und> Kleinkrafträder/-Roller sind Radnabenmotoren und ohne Übersetzung direkt> ins Hinterrad eingebaut. Deshalb scheppern und dröhnen sie auch nicht so> wie die umgebaute grüne Schrottschüssel aus dem Video sondern laufen> leiser als das Reifengeräusch. Nur so kann Fahrspaß aufkommen.
Vorsicht!
Auch viele Radnabenmotore haben, wenn sie nicht gerade einen Durchmesser
so ab ca. 20cm aufwärts haben, ein Planetengetriebe drin ...
Das Leistungsproblem könnte man - bei Autos sowieso - aber evtl. auch
bei Zweirädern mit einem Allradantrieb lösen, oder zumindest nach "Oben"
verschieben.
https://www.youtube.com/watch?v=PJih-MoR_KA
ab ca. Sekunde 40 wirds erträglich :-)
Der Thread ist zwar schon etwas älter, aber da ich ihn eröffnet habe,
denke ich das ist o.k.
Im Bild sieht man den Umbau der Schwalbe auf Elektro. Verbaut ist eine
Controller und der Motor vom UNU(2kW). Die Übersetzung ist fast 1:1,
Geschwindigkeit sollte dann wieder ca. 60 km/h sein.
Gibt es mittlerweile neue Infos zur "TÜV" Abnahme ?
Da der Antriebstrang vom UNU verbaut ist, sollte weniger Probleme geben.
Bremsen sind natürlich auch original.
simson schrieb:> Gibt es mittlerweile neue Infos zur "TÜV" Abnahme ?
Die letzten 8J nicht dazu gekommen den mal zu fragen?
Heißer Tipp:
VORHER den Tüver fragen was der sehen will bei der Abnahme.
Außerdem ist das Frevel ein altes Mopped derart zu kanabalisieren.
Also die Position der Batterie ist so gewählt, das sie den Hoden
möglichst nahe kommt?! Willste das der TÜV das als Sexspielzeug
abnimmt?! Eine DIN dafür gibt es ja:
https://www.beuth.de/de/norm/iso-3533/346142110
Stefan F. schrieb:> Bist du sicher, dass die Kabel zur Batterie dick genug sind? Mit> wie> viel Ampere hast du sie Batterieseitig abgesichert?
Leitungen sind 6mm², Sicherung ist 100A direkt auf dem Controller.
Wie schon geschrieben, Antriebs-Strang ist direkt vom Unu, von daher
dürften die Querschnitte passen. Der Akku ist nicht Original, der war
nur für die Testfahrt.
simson schrieb:> Leitungen sind 6mm², Sicherung ist 100A direkt auf dem Controller.
Oh! Ganz schön viel für 6mm², da verheizt du bestimmt eine Menge Energie
beim Anfahren.
Die Sicherung gehört direkt an die Batterieklemme, damit dir das Gefährt
nicht unter den Hoden abbrennt, wenn ein Kabel eingeklemmt oder
eingeschmolzen wurde.
Max M. schrieb:> simson schrieb:>> Gibt es mittlerweile neue Infos zur "TÜV" Abnahme ?>> Die letzten 8J nicht dazu gekommen den mal zu fragen?> Heißer Tipp:> VORHER den Tüver fragen was der sehen will bei der Abnahme.>> Außerdem ist das Frevel ein altes Mopped derart zu kanabalisieren.
Das Moped bleibt unverändert, man kann auch wieder einen Benzinmotor
einbauen.
Stefan F. schrieb:> simson schrieb:>> Leitungen sind 6mm², Sicherung ist 100A direkt auf dem Controller.>> Oh! Ganz schön viel für 6mm², da verheizt du bestimmt eine Menge Energie> beim Anfahren.>> Die Sicherung gehört direkt an die Batterieklemme, damit dir das Gefährt> nicht unter den Hoden abbrennt, wenn ein Kabel eingeklemmt oder> eingeschmolzen wurde.
Der Akku vom Unu hat natürlich auch noch ein BMS, das bei Kurzschluss
wegschaltet.
Das ganze war nur ein Test, um das Motorsetup zu testen, jetzt kommt die
Fleißarbeit, alles schön zu verpacken.
Der Motor zieht nicht mehr als 50A, macht auf 1 Meter Kabellänge 300mV,
ist glaub ich o.k.
Max Murks schrieb:> Also die Position der Batterie ist so gewählt, das sie den Hoden> möglichst nahe kommt?! Willste das der TÜV das als Sexspielzeug> abnimmt?! Eine DIN dafür gibt es ja:> https://www.beuth.de/de/norm/iso-3533/346142110
Freut mich, dass ich deine Fantasie beflügelt habe.
Wenn man sich auf den Kopf stellt, sieht Alles beinahe wieder normal
aus!
Wenn jemand etwas leistet wird sofort versucht es schlecht zu reden. Ist
das ein Forenproblem, ein deutsches Problem, oder steht schon die
Menschheit Kopf?
Mir gefällt das Projekt!
Tom
Ich finds auch gut, man muss es jedenfalls mal probieren - die Zeit der
2-Takter ist einfach vorbei. Wie immer ist es das Problem, den Motor gut
zu installieren, die Kraftübertragung sauber hinzukriegen und ein
Plätzchen für die Batterien zu finden. Bremse hinten könnte auch noch
schwierig sein. Ich würde mich ja über Fotos des Projektes freuen.
simson schrieb:> Ich liebe dieses Forum :(
Um auf deinen Nick zurückzukommen:
Warum sollte man freiwillig ein 60km/h Moped auf 45km/h drosseln wollen?
Bei E-Umbau einer Simson erlischt deren Sonderstatus in Bezug auf die
erlaubte Höchstgeschwindigkeit.
Von daher ist der Tipp mit dem S-Pedelec gar nicht falsch, das ist auch
nicht langsamer als dein frickeliger Umbau.
Schön das es klappt. In Vietnam lassen die den Benzinmotor drin, vorne
´ne Scheibenbremse dran und in der Hinterradnabe einen fetzigen E-Motor.
Hybridmoped, einfach genital! Und die gehen ab wie ein rotes Mopped
(Honda Wave Kopien 50-200 ccm)Große Batterie rein, der Halbschalenhelm
passt immer noch dazu. Original ohne Elektro siehe Bild. Gibts auch in
D.
Roland E. schrieb:> simson schrieb:>> Ich liebe dieses Forum :(>> Um auf deinen Nick zurückzukommen:>> Warum sollte man freiwillig ein 60km/h Moped auf 45km/h drosseln wollen?> Bei E-Umbau einer Simson erlischt deren Sonderstatus in Bezug auf die> erlaubte Höchstgeschwindigkeit.>> Von daher ist der Tipp mit dem S-Pedelec gar nicht falsch, das ist auch> nicht langsamer als dein frickeliger Umbau.
Die Jungs von https://second-ride.de/ behalten den 60km/h Status.
Matthias S. schrieb:> Ich finds auch gut, man muss es jedenfalls mal probieren - die> Zeit der> 2-Takter ist einfach vorbei. Wie immer ist es das Problem, den Motor gut> zu installieren, die Kraftübertragung sauber hinzukriegen und ein> Plätzchen für die Batterien zu finden. Bremse hinten könnte auch noch> schwierig sein. Ich würde mich ja über Fotos des Projektes freuen.
Bei Gelegenheit mache ich noch mehr Fotos, im Moment ist es nur etwas zu
kalt für die Werkstatt.
Der Motor ist vom Unu(2kw), die Felge ist abgeflext, da wo die
Trommelbremse war ist jetzt das Ritzel.
Der Motor ist in einem Rahmen aus Flachstahl eingebaut,
Befestigungspunkte sind die gleichen wie für den Zweitakter.
Die Bremse hinten bleibt erhalten.
Die Akkus möchte ich entweder an Stelle des Tanks anbauen(Schwierig
wegen der Form) oder unter dem Trittblech.
Danke.
In diesem Forum sind viele Besserwisser unterwegs, weiß auch nicht woran
das liegt.
In anderen Foren ist der Umgangston viel freundlicher und man will sich
gegenseitig helfen.
Viele "Gäste" sind auch nicht so nett und freundlich gesinnt wie du.
Wenn man nur die Trolle verbannen könnte. So viele wie hier, da muss es
irgendwo Trollclubs geben die sich austauschen, wo man die Leute am
einfachsten runterziehen kann.
Die sind nicht alle dumm, aber hintervotzig und sadistisch. Manchmal
würde ich gerne meine Ruhe haben. Es müsste ein Funktion geben, wo man
(zumindest vorrübergehend) alle nichtangemeldeten Poster ausblenden
kann. Täte mir zwar leid für Leute wie dich, aber weiss jemand einen
besseren Weg?
Simson schrieb:> In anderen Foren ist der Umgangston viel freundlicher und man will sich> gegenseitig helfen.
Das ist wohl so, findest Du aber auch hier. Derbe Beiträge musst Du
ertragen, ignorieren, auf gleiche Weise erwidern, was immer Dir am
meisten liegt.
Eigenart dieses Forums ist, dass verblüffend breites Wissen über das
Kerngebiet Mikrocontroller bzw. Elektronik allgemein vorhanden ist.
Aber eigentlich finde ich es großartig und auch lustig, dass Du Dich
nach neun Jahren nochmal meldest und Sachstandbericht lieferst. Manche
Dinge brauchen etwas länger. Kenne ich von mir ebenso...
Joachim L. schrieb:> In Vietnam lassen die den Benzinmotor drin, vorne> ´ne Scheibenbremse dran und in der Hinterradnabe einen fetzigen E-Motor.
Sicher, daß das ein Motor ist und keine Trommelbremse? Fällt außerdem
nicht unter Moped, sondern Leichtkraftrad.
Simson schrieb:> Die Jungs von https://second-ride.de/ behalten den 60km/h Status.
Die haben offensichtlich (für viel Geld und gute Worte) eine Serien-ABE
bekommen. Für Einzelumbauten dürfte das wirtschaftlich kaum sinnvoll
sein.
Nachtrag:
Der Umbausatz von Second-Ride ebenfalls nicht, da fertige E-Mopeds
deutlich preiswerter erhältlich sind.
Regelmäßig bekommt mein Freund, ein TÜV Ing. solche Anfragen und lehnt
sie ab. All das was die Leute basteln, manche sehr gut, manche tüddeln
irgendwie was aus dem Müll zusammen ... für NULL Euro, oder noch
weniger... dafür muss er sich in der Zentrale rechtfertigen und
Verantwortung übernehmen. Das größte Problem ist nicht die ASU sondern
die EMV die gern mal 5-20K€ verschlingt und das nur die Importeure mit
Stückzahlen stemmen können. Er würde selbst für sich selber sowas nicht
bauen wollen, denn damit ist nicht nur EIN TÜVler 30 min beschäftigt
sondern viele über Tage.
Es bräuchte ein Gesetz für sowas, das alles unter 50km/h vogelfrei
baubar ist aber wie ihr bei den Pedelecs seht klappt das im über
regulierten D nicht. Mich wunderts ja das es E-Bikes gibt..... aber wenn
ich den "Schwalbe Kasten" aus 5mm Stahlblech sehe, bin ich froh das wir
so über reguliert sind. Man denke auch an einen Unfall!
Icke ®. schrieb:> Die haben offensichtlich (für viel Geld und gute Worte) eine Serien-ABE> bekommen. Für Einzelumbauten dürfte das wirtschaftlich kaum sinnvoll> sein.
Ja, das denke ich auch, vor allem von einem Ingenieur konstruiert mit
NULL Sinn für Ästhetik. Simson ist immer schon hässlich ohne Ende, aber
das in der Luft stehende Phallusreglergehäuse sieht sch... aus.
Joachim L. schrieb:> Es müsste ein Funktion geben, wo man (zumindest vorrübergehend) alle> nichtangemeldeten Poster ausblenden kann.
Gibt es.
Klickst Du auf Start, dann auf Herunterfahren.
Simson schrieb:
...
>> Die Akkus möchte ich entweder an Stelle des Tanks anbauen(Schwierig> wegen der Form) oder unter dem Trittblech.
Damit werden Kurvenfahrten 'etwas' schieriger!
Icke ®. schrieb:> Simson schrieb:>> Die Jungs von https://second-ride.de/ behalten den 60km/h Status.>> Die haben offensichtlich (für viel Geld und gute Worte) eine Serien-ABE> bekommen.
Und das steht wo?
Ich sehe auf deren Website nicht ein Wort darüber wie es mit der
Zulassung aussiegt.
50Km Reichweite bei narcoleptischer Fahrweise finde ich für ein 60kmH
Mopped auch erschütternd wenig.
Damit kann ich keine Std herumkurven ohne in der Pampa liegenzubleiben.
Max M. schrieb:> Icke ®. schrieb:>> Simson schrieb:>>> Die Jungs von https://second-ride.de/ behalten den 60km/h Status.>>>> Die haben offensichtlich (für viel Geld und gute Worte) eine Serien-ABE>> bekommen.> Und das steht wo?> Ich sehe auf deren Website nicht ein Wort darüber wie es mit der> Zulassung aussiegt.>> 50Km Reichweite bei narcoleptischer Fahrweise finde ich für ein 60kmH> Mopped auch erschütternd wenig.
Diese 'Reichweite' passt doch perfekt zu der immer wieder geäußerten
'Erfahrung', dass du nach ebendieser Reichweite so fertig bist, dass du
dich nach einer mehrstündigen Lade-Kaffee-sauf-Pause sehnst!
>> Damit kann ich keine Std herumkurven ohne in der Pampa liegenzubleiben.
Denk an deine Mobilitätsscham!!! Einfach so geht gar nicht!
Thomas U. schrieb:> Denk an deine Mobilitätsscham!!! Einfach so geht gar nicht!
Ich lass sogar den Wagen warmlaufen während ich Eis kratze.
Ist der Ruf erst ruiniert...
Wer nach 1Std Mopped Urlaubsreif ist, sollte vielleicht lieber im
Seniorenheim an der Sauerstoffflasche bleiben.
Gibt eigentliche einen Reiseführer 'Die schönsten Ladestationen
Deutschlands'?
Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht das die schönsten Orte nicht
entlang eines dicht gestaffelten Ladenetzes liegen.
Max M. schrieb:> Thomas U. schrieb:>> Denk an deine Mobilitätsscham!!! Einfach so geht gar nicht!> Ich lass sogar den Wagen warmlaufen während ich Eis kratze.> Ist der Ruf erst ruiniert...
Wenn die Verursacher derartiger 'Verordnungen' ins Auto steigen, hat das
der Chaffeur bereits auf Betriebstemperatur gebraucht. Wie auch immer...
>
Als meine Frau noch täglich los musste, habe ich ihr einen
Kühlwasserwärmer ins Auto eingebaut, der mit Zeitschalter und Kabel
perfekt fünktionierte, ich alte Umweltsau! Da ist der Motor schon
vorgewärmt und das Abtauen geht deutlich schneller.
> Wer nach 1Std Mopped Urlaubsreif ist, sollte vielleicht lieber im> Seniorenheim an der Sauerstoffflasche bleiben.
Wie sonst werden KaffeeLadePausen aller max. 1h allerorten von den
Schneeflöckchen in Dauerschleife begründet?
>> Gibt eigentliche einen Reiseführer 'Die schönsten Ladestationen> Deutschlands'?
Kommt sicher noch.
> Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht das die schönsten Orte nicht> entlang eines dicht gestaffelten Ladenetzes liegen.
Wozu auch?!
Max M. schrieb:> Gibt eigentliche einen Reiseführer 'Die schönsten Ladestationen> Deutschlands'?
Den gibt es von einem Service, wo man sich die Ladestationen reservieren
lassen kann. Wer dann eine halbe Stunde vorher hinkommt, bekommt das mit
dem Laden einfach nicht hin und muss weiterziehen. Niemand verrät ihm
das mit dem Reservieren.
Dieter schrieb:> Max M. schrieb:>> Gibt eigentliche einen Reiseführer 'Die schönsten Ladestationen>> Deutschlands'?>> Den gibt es von einem Service, wo man sich die Ladestationen reservieren> lassen kann. Wer dann eine halbe Stunde vorher hinkommt, bekommt das mit> dem Laden einfach nicht hin und muss weiterziehen. Niemand verrät ihm> das mit dem Reservieren.
Und für denjenigen, der die reservierte Chance durch 'Kleberstau'
verpasst siehts sicher nicht besser aus...
So eine Scheiße mit EMV und was weiß ich hätte ich beim TÜV jetzt nicht
gerechnet.
Ich hätte eher eine 125er umgebaut, aber das Projekt ist trotz alledem
interessant.
Thomas U. schrieb:> Simson schrieb:> ...>>>>> Die Akkus möchte ich entweder an Stelle des Tanks anbauen(Schwierig>> wegen der Form) oder unter dem Trittblech.>> Damit werden Kurvenfahrten 'etwas' schieriger!
Der Schalldämpfer hängt tiefer.
DANIEL D. schrieb:> So eine Scheiße mit EMV und was weiß ich hätte ich beim TÜV jetzt> nicht> gerechnet.>> Ich hätte eher eine 125er umgebaut, aber das Projekt ist trotz alledem> interessant.
Angeblich nur für Fahrzeuge vor 2002.
Ich hoffe, da ich Serienteile aus einem anderen Roller verwende, weniger
Probleme bekomme.
simson schrieb:> Thomas U. schrieb:>> Simson schrieb:>> ...>>>>>>>> Die Akkus möchte ich entweder an Stelle des Tanks anbauen(Schwierig>>> wegen der Form) oder unter dem Trittblech.>>>> Damit werden Kurvenfahrten 'etwas' schieriger!>> Der Schalldämpfer hängt tiefer.
O.k. - ich spendiere ein 'w'...
Und die Bodenfreiheit unter den Trittblechen ist durch den deutlich
dickeren Akku sicher viel geringer, was bei Kurvenfahrten zum
'Schleifkontakt' an diesen Stellen führt... Ob das der Akku auf Dauer
mag?
Simson schrieb:> Die Akkus möchte ich entweder an Stelle des Tanks anbauen(Schwierig> wegen der Form) oder unter dem Trittblech.
Gewicht nach unten und auf Gewichtsverteilung achten.
Das Fahrverhalten wird sonst mies.
Und geh endlich zum TÜV der später die Einzelabnahme macht.
Ohne das der seinen Senf dazugeben kann, hast Du nicht den Hauch einer
Chance.
Und frag den VORHER was der ganze Spaß kostet.
Christian M. schrieb:> Es bräuchte ein Gesetz für sowas, das alles unter 50km/h vogelfrei> baubar ist aber wie ihr bei den Pedelecs seht klappt das im über> regulierten D nicht. Mich wunderts ja das es E-Bikes gibt..... aber wenn> ich den "Schwalbe Kasten" aus 5mm Stahlblech sehe, bin ich froh das wir> so über reguliert sind. Man denke auch an einen Unfall!
Wenn du bei einem Unfall lieber Kontakt mit einem heißen 2-Takter hast
als mit einem Kasten...
Der Kasten verschwindet übrigens komplett unter der Verkleidung.
Ein Freund hat vor zehn Jahren einen Trabi elektrifiziert. Die
Betriebserlaubnis hat er beim TÜV Süd in München bekommen. Dort gibt/gab
es eine Stelle, die auf Sonderabnahmen spezialisiert ist. Seine
Erfahrungen waren durchweg positiv. Bei der ersten Vorstellung hatte es
noch nicht geklappt (Bremsen haben links und rechts nicht gleich gut
gegriffen, Akkus waren gewichtstechnisch nicht ausgewogen genug
verteilt). Der TÜV Mensch gab hilfreiche Tipps, wie die Probleme zu
beseitigen sind und im zweiten Anlauf hat es dann geklappt.
Ein Aufwand ist es natürlich schon; der trabi fährt selbstverständlich
auf einem Anhänger zur Abnahme ;-)
There is hope schrieb:> Ein Freund hat vor zehn Jahren einen Trabi elektrifiziert. Die> Betriebserlaubnis hat er beim TÜV Süd in München bekommen
Zu dieser Zeit mussten die Ingenieure noch nicht tausend Bilder machen
und wurde auch nicht so wirklich von oben kontrolliert. Sprich, es war
viel Ermessensspielraum vorhanden. Seid sie vor wenigen Jahren von einer
Akkreditierungsbude zerlegt wurden: NULL Toleranz!