Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Werden Induktivitäten weiterentwickelt?


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von Sarah E. (meneymaus)


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Hallo Leute,

Ich betrachte gerade in einer Arbeit Zwischenkreise.

Bei kapaztivem Zwischenkreis gibt es ja immer wieder neue 
Kondensatortypen mit niedrigem ESR, mehr Spannungsfestigkeit etc.

Wie ist das bei Induktivtäten? Das sind doch nur aufgerollte 
Kupferkabel.

Gibt es da Neuerungen?


LG Sarah

von hk_book (Gast)


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Betrachtest du nur Luftspulen? Schon mal was von Eisenkernen / 
Ferritkernen gehört?

von Max H. (hartl192)


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Sarah E. schrieb:
> Gibt es da Neuerungen?
Bei Luftspulen nicht, bei Spulen mit Kern werden vllt. bessere 
Kernmaterialien entwickelt.

: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klara)


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Sarah E. schrieb:
> Das sind doch nur aufgerollte
> Kupferkabel.

Kenne ich nur als Kabeltrommel.
Gruss Klaus.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Sarah E. schrieb:
> Wie ist das bei Induktivtäten?
> Das sind doch nur aufgerollte Kupferkabel.
Aber es kommt darauf an, wie man das Kupferkabel rollt...


Und dann gibt es noch die Multi-Layer Spulen nach Art eines SMD-Kerkos.

Sieh dich einfach mal beim Würth um:
http://www.we-online.de/web/de/passive_bauelemente_-_automotive/produkte_pba/Produktuebersicht.php

von Harald W. (wilhelms)


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Klaus Ra. schrieb:

>> Das sind doch nur aufgerollte
>> Kupferkabel.
>
> Kenne ich nur als Kabeltrommel.

Da auf solche Dinger aber meist Leitungen aufgerollt werden,
ist es eigentlich eine Leitungstrommel. :-)
Gruss
Harald

von Ulrich (Gast)


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Bei den Induktivitäten gibt es auch Neuentwicklungen. Die Verbesserungen 
sind aber begrenzt. Beim Kernmaterial gibt es ggf. noch Fortschritte 
aber meist eher kleiner Art. Am ehesten tut sich noch was bei den ganz 
kleinen Ausführungen. Bei den eher großen Ausführungen für die 
Leistungselektronik gibt es ggf. noch ein bisschen bei den 
Kernmaterialien, aber große Sprünge sind da nicht zu erwarten - 
insbesondere wird es kaum so viel kleiner werden die bei den 
Kondensatoren.

von Falk B. (falk)


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Kupferhochkantwicklung. Finde ich cool. Keine Anhnung wie lange es das 
schon gibt.

von Harald W. (wilhelms)


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Falk Brunner schrieb:

> Kupferhochkantwicklung. Finde ich cool. Keine Anhnung wie lange es das
> schon gibt.

Ein echter Fortschritt wäre die Verwendung von Kohlenstoffnano-
röhrchen als Wickeldraht. Deren Leitwert ist um ein Vielfaches
höher als der von Kupfer.
Gruss
Harald

von Falk B. (falk)


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@ Harald Wilhelms (wilhelms)

>Ein echter Fortschritt wäre die Verwendung von Kohlenstoffnano-
>röhrchen als Wickeldraht.

Willst du soooo kleine Spulen wickeln? ;-)

> Deren Leitwert ist um ein Vielfaches höher als der von Kupfer.

Im mikroskopischeb Bereich. Skaliert das auch nach oben in den 2-3 
stelligen Ampereberech?

von Uwe (Gast)


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Nimm doch supraleitende Spulen ;-)

von bildchen (Gast)


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Die SERxxxx Reihe von Coilcraft ist doch ein tolles Produkt, das in den 
letzten Jahren entwickelt wurde. Schau Dir mal die Daten an.

http://www.coilcraft.com/ser3018h.cfm

von Stefanus (Gast)


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Der Link funktioniert nicht

von Harald W. (wilhelms)


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Falk Brunner schrieb:

>> Deren Leitwert ist um ein Vielfaches höher als der von Kupfer.
>
> Im mikroskopischeb Bereich. Skaliert das auch nach oben in den 2-3
> stelligen Ampereberech?

Man müsste natürlich sehr, sehr viele parallel schalten. Allerdings
würde es bis zu einer solchen Anwendung sicherlich noch viele Jahre
dauern. Falls es überhaupt möglich ist.
Gruss
Harald

von Worf aus dem Hause Mogh (Gast)


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Harald Wilhelms schrieb:
> Man müsste natürlich sehr, sehr viele parallel schalten. Allerdings
> würde es bis zu einer solchen Anwendung sicherlich noch viele Jahre
> dauern. Falls es überhaupt möglich ist.
> Gruss
> Harald

Dann kann man sich ja erstmal mit Luftspulen befassen. Bessere Luft wäre 
schonmal einen Versuch wert. Spulen in dickem Mief betrieben haben 
bestimmt schlechtere Irgendwas-Werte. :-))

von Norbert M. (Gast)


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Falk Brunner schrieb:
> Kupferhochkantwicklung. Finde ich cool.

Hallo Falk, kannst Du mir genauer erklären, was das ist? Bei einer 
ersten (wenn auch nicht tiefergehenden) Recherche habe ich dazu nichts 
genaueres gefunden, aber die Thematik klingt äusserst interessant. Würde 
mich jedenfalls sehr freuen, wenn Du mir einen Hinweis auf diese 
Hochkantwicklung geben koenntest.

N0R,
findet Schnittbandkerne toll.

von Falk B. (falk)


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von Norbert M. (Gast)


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Falk Brunner schrieb:
> @ Norbert M. (nor-iega)
>>> Kupferhochkantwicklung. Finde ich cool.
>>Hallo Falk, kannst Du mir genauer erklären, was das ist?
> Google kaputt?

Noe, aber nix gscheites gefunden, deswegen hab' ich ja nachgefragt.

> https://www.google.de/search?q=kupferhochkantwicklung...

Bringt 6 Treffer, davon gefühlte 90% zu Informationen, die (meist 
indirekt via Web-Aufbereitung von Whois-Daten) auf einen Peter 
Zimmermann in Orlishausen verweisen. Muß man den kennen? Ist das der 
Kupferhochkantwicklungspapst? Das Bild bei http://www.epz-soemmerda.com/ 
(Seite im Aufbau, Navigation funktioniert nicht) liess auch nichts von 
einer Hochkantwicklung erkennen, das sieht für mich eher nach einer 
"Dickrundlitzenwicklung auf Rundkern" aus.

> http://www.tauscher-transformatoren.de/html/drosseln26.html

Zeigt eine massive Drossel mit viel Kupfer. Daran kann ich nichts 
besonderes erkennen.

> http://www.elektrotechnik.vogel.de/elektromotoren/articles/41675/

Hatte ich gefunden. Dort steht "Eine hochkant gewickelte Langspule. Dank 
einer besonderen Wickeltechnik der Flachkupfer-Hochkantwicklung lässt 
sich der Wickelraum optimal ausnutzen und das bei gleichzeitig einem nur 
einlagigen Wicklungsaufbau". Vorstellen konnte ich mir unter einer 
"hochkant gewickelten Langspule mit einlagigem 
Flachkupfer-Wicklungsaufbau" jedoch nichts, deswegen habe ich ja 
nachgefragt, weil Du ja anscheinend der Experte bist :-p

> http://www.j-lasslop.de/produkte/drosseln/speicher-und-glaettungsdrosseln.html

Zeigt 15 Speicherdrosseln, davon augenscheinlich 2 in dieser 
Hochkanttechnik. Habe ich mit "Hochkantwicklung" nicht gefunden. Kein 
Wunder, heisst dort auch "Hochkant-Technik" - und danach habe ich 
natuerlich nicht gesucht, weil mir der Suchbegriff nicht eingefallen ist 
und mir auch zu allgemein vorkäme. (Hochkanttechnik kann ja von Lego bis 
Sex alles mögliche sein).

Aber in der Tat, dieser Link bringt mich weiter, mit den beiden dort 
aufgeführten Abbildungen kann ich etwas anfangen. Zumindest kann ich mir 
jetzt etwas drunter vorstellen, wenn wieder mal jemand von 
"Kupferhochkantwicklung" spricht - ich weiss dann zumindest, daß das im 
Prinzip nix besonderes ist (und der Begriff je nach Sprecher vielleicht 
eher nur der Verwirrung dienen soll).

Danke Dir, daß Du Dir die Mühe gemacht hast, mir zu antworten.

LG, N0R

von Ulrich (Gast)


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Die Hochkantwicklung hat schon ihre Besonderheiten: Die Stromdicht im 
Kupfer ist nicht konstant, sondern weiter außen kleiner als weiter 
innen. Das ist auch gut so, weil so der Wickelraum am besten ausgenutzt 
wird. So ganz neu ist die Technik aber nicht, nur vielleicht die 
Umsetzung durch Wickeln. Ein Extrembeispiel gibt es hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bittermagnet#Magnetscheiben

von Jobst M. (jobstens-de)


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Uwe schrieb:
> Nimm doch supraleitende Spulen ;-)

Das finde ich wirklich eine coole Entwicklung. Da wickelt man eine Spule 
aus haarfeinem Draht (?), erhält eine winzig kleine Spule, schickt 
anschliessend einige kA darüber und erhält stärkste Magnetfelder auf 
kleinstem Raum.


Hochkantspule - da war hier doch letzens was:

http://www.mikrocontroller.net/attachment/201996/bot.gif
Thread dazu: Beitrag "Re: Boost Wandler Dau-sicher machen"


Gruß

Jobst

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