Forum: Offtopic neue NSA Enthüllungen


von Stephan H. (stephan-)


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Hallo Leute,

ich habe hier: Beitrag "Falls jemandnoch NSA Equipment benötigt, hier lang"

bereits was geschrieben. Die Admins mögen mir verzeihen, aber ich halte 
es für wichtig es hier auch noch einmal zu posten.

Der Wahnsinn nimmt kein Ende. Selbst Festplatten und Server haben 
offensichtlich eingebaute Hintertüren oder können nachgerüstet werden.
Jedes PC BIOS, jeder Router, jede Festplatte etc. könnte eine Hintertür 
eingebaut haben.

die direkten Links noch einmal:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/neue-dokumente-der-geheime-werkzeugkasten-der-nsa-a-941153.html

http://www.heise.de/security/meldung/30C3-Neue-tiefe-Einblicke-ins-Schreckenskabinett-der-NSA-2073078.html

Jeder Zeit und überall. Keiner ist unbeobachtet.
Die speichern 12 Pentabyte pro Tag und können 15 Jahre rückwärts gehen.
So viele HDD´s können wahrscheinlich alle Hersteller zusammen nicht 
produzieren.

Ich habe nichts zu verbergen, aber hier geht es ja um Grundrechte und 
das BSI, der Staatsschutz, Frau Märkel und alle anderen schauen einfach 
nur zu.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Stephan Henning schrieb:
> Die speichern 12 Pentabyte pro Tag und können 15 Jahre rückwärts gehen.
> So viele HDD´s können wahrscheinlich alle Hersteller zusammen nicht
> produzieren.

Und worauf speichern sie die Daten dann, wenn die Festplattenhersteller 
gar nicht so viele Festplatten produzieren können, wie für die 
Speicherung der Daten benötigt würden?

(Pedanterie: "Petabyte" ohne n. 1 PByte = 1000 TByte).

von (prx) A. K. (prx)


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In Area 51.

von J.-u. G. (juwe)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Und worauf speichern sie die Daten dann, wenn die Festplattenhersteller
> gar nicht so viele Festplatten produzieren können, wie für die
> Speicherung der Daten benötigt würden?

Na auf Datasette. Mir ist aufgefallen, dass es in letzter Zeit schwierig 
geworden ist, CC zu beschaffen. Das muss daran liegen, dass die 
Schnüffler nahezu die kompletten produzierten Kontingente aufkaufen.

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Und worauf speichern sie die Daten dann, wenn die Festplattenhersteller
> gar nicht so viele Festplatten produzieren können, wie für die
> Speicherung der Daten benötigt würden?

Die hatten wohl Besuch von einer Fee...

Beitrag "Re: erkenntnis des tages"

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Wenn die NSA so viele private Daten sammelt, ist doch davon auszugehen, 
dass darunter auch Livestreams deutscher TV Sender sind. Müssten die da 
nicht auch GEZ pflichtig werden?

von (prx) A. K. (prx)


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Fred Feuerstein schrieb:
> Müssten die da nicht auch GEZ pflichtig werden?

Nur wenn sie es in D machen. Die Nachbarn dürfen schliesslich auch 
umsonst gucken. Ausserdem muss doch sowieso niemand mehr Gebühren 
zahlen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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nur wenn sie einen Haushalt oder ein Unternehmen in D. unterhaltn.;)

von Stefan R. (srand)


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Stephan Henning schrieb:
> Die speichern 12 Pentabyte pro Tag

Niedergeschrieben sind das dann wohl Pentagramme.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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J.-u. G. schrieb:
> Na auf Datasette. Mir ist aufgefallen, dass es in letzter Zeit schwierig
> geworden ist, CC zu beschaffen. Das muss daran liegen, dass die
> Schnüffler nahezu die kompletten produzierten Kontingente aufkaufen.

Bei den Lochkarten habe sie es schon geschafft, was darauf schließen
lässt, dass diese ihr primär eingesetztes Speichermedium sind.

von Jörg S. (joerg-s)


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Stephan Henning schrieb:
> Keiner ist unbeobachtet.
Jeder kann beobachtet werden, aber nicht jeder wird beobachtet. Die 
Wahrscheinlichkeit Ziel einer Einzelperson Überwachung zu sein, geht 
gegen 0.
Die NSA macht sich nicht die Mühe jeden Hans Wurst mit einem teuren 
Spezialmonitorkabel auszurüsten und ihm eine Radarstation vor's Haus zu 
bauen.

> Die speichern 12 Pentabyte pro Tag und können 15 Jahre rückwärts gehen.
> So viele HDD´s können wahrscheinlich alle Hersteller zusammen nicht
> produzieren.
Du vergisst dabei wie wenig sie von den gesammelten Daten behalten.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Stephan Henning schrieb:
> Ich habe nichts zu verbergen

Jeder hat etwas zu verbergen.

Und das ist sein gutes Recht.

von Rick M. (rick-nrw)


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Die NSA speichert von jedem alles, was sie kriegen kann.
E-Mail, Verbindungsdaten, SMS etc.

Nur, wer soll das auswerten?

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?


Stephan Henning schrieb:
> Ich habe nichts zu verbergen

Glaube ich nicht!
Ansonsten beantworte einfach ein paar Fragen:
Deinen aktuellen Kontostand?
Schonmal Drogen genommen?
Schonam etwas geklaut? (Kugelschreiber, private Kopien auf Kosten dsm 
Arbeitgebers?
(...)

PS: Ich möchte das nicht wirklich wissen, aber vielleicht andere.

von (prx) A. K. (prx)


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Jörg S. schrieb:
> Die NSA macht sich nicht die Mühe jeden Hans Wurst mit einem teuren
> Spezialmonitorkabel auszurüsten und ihm eine Radarstation vor's Haus zu
> bauen.

Klar. Wobei das aber nur für diese spezielle Form der Überwachung gilt.

> Jeder kann beobachtet werden, aber nicht jeder wird beobachtet. Die
> Wahrscheinlichkeit Ziel einer Einzelperson Überwachung zu sein, geht
> gegen 0.

Bei den automatisierten Formen der Überwachung gilt das heute nicht 
mehr. Diese Philosophie stammt aus der Zeit, als Überwachung noch 
individuell durch Menschen durchgeführt wurde. Da war das schlicht über 
das zur Verfügung stehende Personal begrenzt.

von (prx) A. K. (prx)


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Rick McGlenn schrieb:
>> Ich habe nichts zu verbergen
>
> Glaube ich nicht!

Ich hatte dieser Tage auch eine Diskussion mit jemandem, der genau 
dieses Argument vorbrachte. Obwohl allein die von ihm korrekt 
erfassbaren Daten schon reichen könnten, um ihn auf diverse Listen zu 
bringen (war früher auf Montage u.A. in Iran und Kolumbien). Von falsch 
zugeordneten Daten aufgrund Namensähnlichkeit ganz zu schweigen.

von Hannes L. (hannes)


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Stefan Rand schrieb:
> Niedergeschrieben sind das dann wohl Pentagramme.

Ich hätte Fünfergruppen vermutet, womöglich auch noch aus einem 
Pent-Haus... ;-)

...

von Jeffrey L. (the_dude)


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Das Problem ist doch einfach, dass Du nichts dagegen unternehmen kannst!

Also musst Du hoffen, dass Du als Einzelperson im Rauschen untergehst.

Interessant wird es, wenn mal irgendwo Kreditkartennummern oder sonstige 
Authentifizierungsmerkmale im web auftauchen!
Irgendwann einmal wird ein NSA-Mitarbeiter mit abgeschröpften Daten im 
Internet einkaufen gehen - die Typen sind auch nur (schlechtbezahlte) 
Menschen...



Ich habe mir auch die Frage gestellt was ich nun dagegen tun kann. Bin 
dann zur Erkenntnis gekommen, dass man machtlos ist. Wer garantiert Dir 
dass ein deutscher Router keine Backdoor hat, wer weiß ob der deutsche 
Virenscanner nicht auch mitloggt...

Interessanter Weise habe ich weder von Avira noch von AVM Werbung 
gesehen, in der sie behaupten NSA-Sicher zu sein...

Was ich absolut nicht verstehe ist, dass Mutti jetzt total entsetzt ist 
als heraus kam, dass auch ihr Handy abgehört wird! ne, oder?
Wenn ich ein ganzes Land überwache, wer wird dann wohl das Top-Ziel-Nr-1 
sein!?

von (prx) A. K. (prx)


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Jeffrey Lebowski schrieb:
> Irgendwann einmal wird ein NSA-Mitarbeiter mit abgeschröpften Daten im
> Internet einkaufen gehen

Sicher, nur wirst du das nie erfahren, es sei denn es gibt dann wieder 
einen Wistleblower. Du wirst irgendwelche wild erlogenen Begründungen 
hören, weil die Wahrheit die Sicherheit des Staates gefährdet.

> Was ich absolut nicht verstehe ist, dass Mutti jetzt total entsetzt ist
> als heraus kam, dass auch ihr Handy abgehört wird! ne, oder?

Das hat wohl eher mit der emotionellen Seite zu tun als mit Vernunft. 
Kurz vorher war Obama ja auf Besuch in Berlin. Sie mag sich persönlich 
hintergangen gefühlt haben.

von Jörg S. (joerg-s)


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Jeffrey Lebowski schrieb:
> Was ich absolut nicht verstehe ist, dass Mutti jetzt total entsetzt ist
> als heraus kam, dass auch ihr Handy abgehört wird! ne, oder?
> Wenn ich ein ganzes Land überwache, wer wird dann wohl das Top-Ziel-Nr-1
> sein!?
Abschöpfen von Daten an Internetknotenpunkten ist was anderes als ein 
einzelnes Handy überwachen.


A. K. schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Jeder kann beobachtet werden, aber nicht jeder wird beobachtet. Die
>> Wahrscheinlichkeit Ziel einer Einzelperson Überwachung zu sein, geht
>> gegen 0.
> Bei den automatisierten Formen der Überwachung gilt das heute nicht
> mehr. Diese Philosophie stammt aus der Zeit, als Überwachung noch
> individuell durch Menschen durchgeführt wurde. Da war das schlicht über
> das zur Verfügung stehende Personal begrenzt.
Und heute ist die Rechenkapazität und Speicher begrenzt. Die wollen 
nicht alle Daten sammeln, die wollen relevante Daten sammeln.

von Matthias B. (dl4bm)


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Jeffrey Lebowski schrieb:

>  Wer garantiert Dir
> dass ein deutscher Router keine Backdoor hat, wer weiß ob der deutsche
> Virenscanner nicht auch mitloggt...

Letztendlich garantiert Dir das niemand, aber ich vertraue meinen 
Landsleuten eher als Amerikanern oder Chinesen.
Es gibt weniger um Privatpersonen als um ausspionierte Unternehmen, was 
uns allen schadet. Und es ist nicht anzunehmen, daß deutsche 
Geheimdienste bspw. BMW ausspionieren, um die Erkenntnisse dann VW 
mitzuteilen.
Sondern die NSA spioniert VW aus und gibt dann Ford entsprechende 
Hinweise.
(das ist nur ein Beispiel).

Gutmöglich, daß die NSA tatsächlich keine Wirtschafsspionage betreibt, 
aber wer garantiert, daß sich das nicht ändert?

von (prx) A. K. (prx)


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Jörg S. schrieb:
> Abschöpfen von Daten an Internetknotenpunkten ist was anderes als ein
> einzelnes Handy überwachen.

Da wurde vermutlich kein einzelnes Handy überwacht. Sondern schlicht 
alle Handys rundum, weil sich da jede Menge interessanter Ziele 
befinden, darunter haufenweise ausländische Vertretungen und deren 
Besucher. Und da war Mutti halt mit dabei.

> Und heute ist die Rechenkapazität und Speicher begrenzt. Die wollen
> nicht alle Daten sammeln, die wollen relevante Daten sammeln.

Ja, aber das geht dann nicht unbedingt in die Tiefe wie bei gezielter 
Überwachung von Einzelpersonen, sondern in die Breite. Es werden also 
Daten für alle stark verdichtet gesammelt.

von (prx) A. K. (prx)


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Matthias B. schrieb:
> Letztendlich garantiert Dir das niemand, aber ich vertraue meinen
> Landsleuten eher als Amerikanern oder Chinesen.

Diese Philosophie kann man auch umdrehen: Die Wahrscheinlichkeit, dass 
dir als Privatmensch aufgrund der so gesammelten Daten Ärger droht, 
sinkt mit der Entfernung des Überwachenden vom Überwachten. Den Chinesen 
bist du persönlich i.d.R. schnuppe, es sei denn du eignest dich z.B. als 
Mittel für Firmenspionage per Erpressung.

Für die sorgfältige Trennung geheimdienstlicher Daten von den übrigen 
Behördendaten in Deutschland hingegen würde ich meine Hand auf lange 
Sicht nicht ins Feuer legen. Die Chancen, dass eine deutsche Behörde in 
chinesischen Datensammlungen kramt halte ich für relativ gering.

von Matthias B. (dl4bm)


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A. K. schrieb:
> Den Chinesen bist du persönlich i.d.R. schnuppe,

Ich bin weder Politiker noch Prominenter und deshalb uninteressant und 
kaum mit persönlichen Dingen erpreßbar.
Mich beunruhigt daher eher weniger mein eigenes Wohl als vielmehr unser 
Gemeinwohl. Und das wird grundsätzlich von ausländischen Diensten 
bedroht.

von Helge A. (besupreme)


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Matthias B. schrieb:
> Mich beunruhigt daher eher weniger mein eigenes Wohl als vielmehr unser
> Gemeinwohl. Und das wird grundsätzlich von ausländischen Diensten
> bedroht.

Das kann nur jemand behaupten, der nicht mit ausländischer Konkurrenz zu 
tun hat. Erklärtes Ziel z.B. der US-Auslandsaufklärung ist unter anderem 
"Schutz der heimischen Wirtschaft". Verbinde dieses mit dem Unwort 
"Präventivgegenschlag".

Das ist kein Schmarrn. Wovon sonst wird gelegentlich mal ein Auftrag an 
eine Konkurrenz vergeben, die ein paar Promille günstiger anbietet. So 
genau liegen die Konditionen und Berechnungsgrundlagen nit zusammen, daß 
das bei Auftragsvolumen von vielleicht 15 oder 100 mio so genau paßt.

von Dave B. (gaston)


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Nur relevante Daten?

Das behaupten sie ja bei den Telefon-Metadaten und ihren 3 Hops.

Also alle Telefonverbindungen die ein beliebiger "Verdächtiger" führt.
Das ist der erste Hop.
Dann von den Beteiligten des ersten Hops all deren Telefonverbindungen.
Das ist der zweite Hop.
Und für die alle dann nochmal dann der 3te Hop.

Wenn ein Verdächtiger nur mit anderen Verdächtigen telefoniert ist das 
okay.
Aber sobald mal irgendwer anderes angerufen wird oder anruft nimmt das 
gleich enorme Ausmaße an.
Einmal 'ne Pizza bestellt und man ist im selben Relevanzkreis wie ein 
Verdächtiger, bzw. man jemals mit wem in Kontakt stand der der beim 
selben angerufen hat.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Egal was man von Sprecher und seiner Polemik hält, er bringt die 
Situation auf den Punkt.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=3bzGKAvXVz0#t=96

besonders auch ab 9:30 sehr treffend.

leider funtioniert der timecode link nicht

von Vn N. (wefwef_s)


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Rick McGlenn schrieb:
> Die NSA speichert von jedem alles, was sie kriegen kann.
> E-Mail, Verbindungsdaten, SMS etc.
>
> Nur, wer soll das auswerten?
>
> Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Was du schreibst, interessiert wohl in den wenigsten Fällen noch wen, 
schließlich dürfen sie davon ausgehen, dass echte Terroristen sich nicht 
mehr im Klartext über ihr nächstes Ziel unterhalten. Viel interessanter 
ist, wer mit wem. Und das ist wesentlich sparsamer, denn der Inhalt 
deiner Mail fliegt (wenn er sich als potentiell uninteressant erweist), 
einfach auf den Müll, mit wem du schreibst, bleibt erhalten. Machst du 
das auch noch mit deinem Smartphone, kannst du davon ausgehen, dass sie 
Mail und Handy miteinander verknüpfen können. Spätestens nach einer 
Anfrage bei den entsprechenden Unternehmen, die sich auf Gesetze stützt, 
die kaum einer kennt, kennt man auch deine Kontodaten und diverse 
Onlineaccounts. Der Rest deiner Finanzen läuft über Abkommen wie SWIFT, 
TTIP oder (Gott sei Dank nicht) ACTA. Womit auch bekannt wäre, wo du 
dich bewegst und was du so einkaufst.

A. K. schrieb:
>> Was ich absolut nicht verstehe ist, dass Mutti jetzt total entsetzt ist
>> als heraus kam, dass auch ihr Handy abgehört wird! ne, oder?
>
> Das hat wohl eher mit der emotionellen Seite zu tun als mit Vernunft.
> Kurz vorher war Obama ja auf Besuch in Berlin. Sie mag sich persönlich
> hintergangen gefühlt haben.

Richtig, bevor sie erfuhr, dass auch sie abgehört wurde, hat sie ja 
alles runtergespielt, um die Verhandlungen zu TTIP nicht zu gefähren.

Jörg S. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Jörg S. schrieb:
>>> Jeder kann beobachtet werden, aber nicht jeder wird beobachtet. Die
>>> Wahrscheinlichkeit Ziel einer Einzelperson Überwachung zu sein, geht
>>> gegen 0.
>> Bei den automatisierten Formen der Überwachung gilt das heute nicht
>> mehr. Diese Philosophie stammt aus der Zeit, als Überwachung noch
>> individuell durch Menschen durchgeführt wurde. Da war das schlicht über
>> das zur Verfügung stehende Personal begrenzt.
> Und heute ist die Rechenkapazität und Speicher begrenzt. Die wollen
> nicht alle Daten sammeln, die wollen relevante Daten sammeln.

Was relevant ist, weißt du ja vorher nicht. Deshalb werden auch nicht 
deine SMS an deine Freundin gesammelt, die ja sowieso keinen 
interessieren, sondern es wird einfach allgemein aufgezeichnet, mit wem 
du Kontakt hast, und auf Muster analysiert. Erst wenn verdächtige Muster 
auftauchen (was, du hattest ein paar Tage vor einem Terroranschlag öfter 
Kontakt mit deinem neuen iranischen Bekannten, dessen Nachbar in der 
alten Heimat einen Hund hatte, der jeden Tag das Auto des Terroristen 
bepinkelt hat?), wird wohl mehr gespeichert.
Davon ab: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Utah_Data_Center#Technik_und_Ausstattung

Jörg S. schrieb:
> Jeffrey Lebowski schrieb:
>> Was ich absolut nicht verstehe ist, dass Mutti jetzt total entsetzt ist
>> als heraus kam, dass auch ihr Handy abgehört wird! ne, oder?
>> Wenn ich ein ganzes Land überwache, wer wird dann wohl das Top-Ziel-Nr-1
>> sein!?
> Abschöpfen von Daten an Internetknotenpunkten ist was anderes als ein
> einzelnes Handy überwachen.

Richtig, Telefone anderer Politiker wurden schon lange überwacht, 
spätestens seit dem Kalten Krieg braucht da keiner mehr überrascht tun. 
Neu ist die breitbandige Überwachung jedes einzelnen.

Dave B. schrieb:
> Wenn ein Verdächtiger nur mit anderen Verdächtigen telefoniert ist das
> okay.
> Aber sobald mal irgendwer anderes angerufen wird oder anruft nimmt das
> gleich enorme Ausmaße an.
> Einmal 'ne Pizza bestellt und man ist im selben Relevanzkreis wie ein
> Verdächtiger, bzw. man jemals mit wem in Kontakt stand der der beim
> selben angerufen hat.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ueber-6-6-ecken-das-jeder-kennt-jeden-gesetz-a-569705.html

Matthias B. schrieb:
> Ich bin weder Politiker noch Prominenter und deshalb uninteressant und
> kaum mit persönlichen Dingen erpreßbar.
> Mich beunruhigt daher eher weniger mein eigenes Wohl als vielmehr unser
> Gemeinwohl. Und das wird grundsätzlich von ausländischen Diensten
> bedroht.

Mal den Film "Machtlos" gesehen?

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Winfried J. schrieb:

> leider funtioniert der timecode link nicht

Der wird m.W. nicht als #96 angegeben, sondern &t=9m30s für 9:30.

von Purzel H. (hacky)


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Ein gutes Mittel gegen Datensammler ist zB Facebook. Dort kann man einen 
endlosen Strom von voluminoesen Trivialitaeten produzieren. Besten Dank 
fuer's Abspeichern... Hihihihihi, ich hatte eine Pizza - knips - 
hochlad. Hahahaha , ein Sack Reis ist umgefallen - knips - hochlad. 
Huhuhuhu, ich hab Blaehungen - zwitscher. ..

von Arno H. (arno_h)


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Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:
> ... Hihihihihi, ich hatte eine Pizza - knips -
> hochlad. ... Huhuhuhu, ich hab Blaehungen - zwitscher. ..

Deine Krankenkasse wird versuchen, dich loszuwerden. :)

Müsste die Serie "Person of Interest" nicht langsam von Science Fiction 
zum Dokumentarfilm mutieren?

Arno

von Georg A. (georga)


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> Müsste die Serie "Person of Interest" nicht langsam von Science Fiction
> zum Dokumentarfilm mutieren?

Hat RTL zum Start der neuen Staffel nicht auch schon mit "von der 
Realität überholt" oder so geworben?

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Das hat wohl eher mit der emotionellen Seite zu tun als mit Vernunft.
> Kurz vorher war Obama ja auf Besuch in Berlin. Sie mag sich persönlich
> hintergangen gefühlt haben.

Ach was, die Alte hat gemerkt, daß man die ganze Chose nicht mehr 
einfach weglächeln kann, weil die Potentaten der Nachbarstaaten sich 
aufgeregt haben. Als wahre Freundin der NSA sprang sie schnell auf den 
fahrenden Zug auf, um die ganze Sache in eine für ihre Herren in Amiland 
ungefährliche Richtung abzulenken.

Und wenn man den Tenor von Obamas Rede von heute zu Thema dazunimmt, 
wird klar, daß das alles nicht spontan war, sondern von den 
Propagandaspezialisten  sorgfältigst geplant ist. Es werden keine 
Staatschefs von "befreundeten" Staaten mehr beschnüffelt - und wer kann 
das nachprüfen? - und ansonsten wird weitergemacht, wie bisher.

Fein gemacht, Angela...

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Eben, gibt ein Bienchen ins Muttiheft, darf sie sich dann selbst loben.

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