Defekt am Schweißgerät

OP #3501180
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Sollte das so einfach sein?

Bei diesem Schweißgerät ( Oerlikon Citomag 260 ) funktioniert
die " Drahtrückbrennzeit " nicht mehr.

Lt. Bedienungsanweisung kann an dem Poti die Zeit eingestellt
werden. Allerdings keine Reaktion.

Der eingekreiste C und der Widerstand gehören zu dem Poti.
( Leiterbahnen auf der Rückseite )

Frage: Ist das ein einfaches Zeitglied, und der C ist hin?
( Den Kondensator müsste ich bestimmen, bestellen und einbauen.)


Verlorene Zeit, oder eine Chance?

Grüße Bernd
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OP #3501217
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Das habe ich gemacht.


Dieses Poti wurde  in 15 Jahren nur 2x bewegt.

Den Kondensator kann ich nicht messen.

Meine Frage ist: Ist das ein Zeitglied?

Wenn ja, bestelle ich mir die Teilchen und baue sie ein.

Das wäre natürlich viel billiger, als eine komplette
Steuerung. ( Wenn ich die überhaupt noch bekomme )


Grüße Bernd
#3501219
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Mess doch mal mit einem Oszi was du da für ein Signal am Poti und am C 
bekommst, und ob sich was ändert wenn du am Trimmer/Poti drehst.
Evt. auch mal einfach alles nachlöten, die Lötstellen sehen irgendwie 
nicht ganz koscher aus.
Ich hatte vor einem knappen Jahr ne Spülmaschinensteuerung, da sahen die 
Lötstellen zum Heizungsrelais eigentlich gut aus, selbst unter der Lupe, 
aber nach dem Nachlöten war der Fehler (zufälligere längere Laufzeiten) 
weg.
OP #3501244
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Alle Potis sind Einstellmöglichkeiten für Abläufe,
die zeitgesteuert sind.

Gasvorströmung, Gasnachströmzeit, usw.

Jedesmal gibt es diese Kombination von Kondensator, Widerstand und
Poti.

Eine Änderung der Parameter geht hier mit dem Schraubendreher.

Da denk ich mir halt, dass das wirklich so einfach gelöst ist.

Grüße Bernd
#3501275
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Harald Wilhelms schrieb:
> Der sog. Gameport von Alt-PCs funktionierte
> auch so.

Das stimmt, aber da waren die Freudenknüppel Bestandteil des RC-Gliedes 
und damit notwendig. Hier handelt es sich aber um ein Einstellorgan, 
an dem eine definierte Zeit eingestellt werden kann (in einer 
Hochstrom-Umgebung), deshalb meine Vermutung über die Präsenz des 
Kondensators.

Die Google-Suche nach einem ST F21VC9331 verlief allerdings negativ.
#3501290
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D. V. schrieb:
> Harald Wilhelms schrieb:
>> Der sog. Gameport von Alt-PCs funktionierte
>> auch so.
>
> Das stimmt, aber da waren die Freudenknüppel Bestandteil des RC-Gliedes
> und damit notwendig. Hier handelt es sich aber um ein Einstellorgan,
> an dem eine definierte Zeit eingestellt werden kann (in einer
> Hochstrom-Umgebung), deshalb meine Vermutung über die Präsenz des
> Kondensators.

Ja, auch am Gameport gabs einen Kondensator. Die Zeitkonstante
Deines Einstell-RC-Glieds muss durchaus nicht mit der benötigten
Zeitkonstante Deines Schweissgerätes übereinstimmen. Sowas kann
ein µC problemlos umrechnen. Ein solches RC-Glied an einem Stell-
glied ist sozusagen der am einfachsten zu bauende AD-Wandler.
Gruss
Harald
#3501308
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Harald Wilhelms schrieb:
> Ein solches RC-Glied an einem Stell-
> glied ist sozusagen der am einfachsten zu bauende AD-Wandler.

Du hast Recht, wird auch so in der Lötstation ZD-931 gemacht.
Beitrag "Re: Lötstation ZD-931 von Pollin"
Weil der verwandte µC keinen ADC hat.

Aber solange man nicht weiß, was das für ein µC ist und wie der 
Schaltplan der Sch(w)eißgeräteplatine aussieht, können wir dem TO nicht 
wirklich helfen.
Moderator Persönliche Seite #3501662
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Bernd Funk schrieb:
> " ASIC " scheint zu stimmen.

Wobei die ASICs dieses Alters vermutlich eher noch nicht mixed signal
waren, sondern reine Digitalschaltkreise.  So gesehen könnte es schon
sein, dass die Analogmimik Zeitkonstanten festlegt.  Vielleicht noch
nicht endgültig die Zeit, die du dann haben willst, aber irgendwie die
Frequenz eines Oszillators, die dann im ASIC digital geteilt wird.
Gast #3501676
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Bernd Funk schrieb:
> Bei diesem Schweißgerät ( Oerlikon Citomag 260 ) funktioniert
> die " Drahtrückbrennzeit " nicht mehr.
>
> Lt. Bedienungsanweisung kann an dem Poti die Zeit eingestellt
> werden. Allerdings keine Reaktion.

Wenn das Licht nicht geht, dann ist nicht unbedingt der Lichtschalter 
kaputt. Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass Dein C oder das 
Poti kaputt ist. Ich denke eher, dass Du in der Analysekette mal etwas 
weiter hinten suchen solltest.
Gast #3501724
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Bernd Funk schrieb:
> Dieses Poti wurde  in 15 Jahren nur 2x bewegt.
> Allerdings keine Reaktion.

Das sagt gar nichts. Es kann Kontaktprobleme haben, muß aber nicht. Ohne 
genaues Messen ist das nur Kaffeesatzlesen. Du kannst mit dem Oszi den 
Pegel prüfen ob was springt beim Drehen am Schleifer oder am 
ausgelöteteten Teil die Widerstandswerte messen. Es könnte aber auch 
sein, daß der Fehler woanders liegt wenn z.B. irgendwo eine Masse fehlte 
und Dein ASIC das nicht vertragen hat ...

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