Hallo zusammen. Klar ist das mal wieder eine spezielle Frage, die eigentlich nicht in dieses Forum gehört...jedoch ins Unterforum "Offtopic" ;-) Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema Daytrading. Was Daytrading ist: es beschreibt den kurzfristigen spekulativen Handel mit Wertpapieren. Und das sogar in Sekundenbruchteilen. So habe ich mir ein Demo-Konto (Spielgeld) bei CMC markets eingerichtet und übe derzeit, während ich in meiner Freizeit u.a. Bücher über das Thema lese. Ein interessantes Video, welches mich angefixt hat, ist neben vielen anderen folgendes: http://www.youtube.com/watch?v=jbGa7T4K9yU Dass das Ganze tatsächlich funktioniert, bleibt außer Frage. Das einzige ist eben Wissen und auch ein bisschen Glück. Nun die Frage an euch: -Wer von euch macht Daytrading? -Wie sind euere Erfahrungen? Grüße Jk.
J. K. schrieb: > Das einzige ist eben Wissen und auch ein bisschen Glück. Der Ivan (ob er noch lebt?) hat das auch gedacht: Beitrag "In Renminbi (vulgo: Chinesischer Yuan) einsteigen, aber wie?" Noch nicht mal eine Frau kann Geld so effektiv vernichten, aber mach ruhig...
Hin und her macht Taschen leer .... ... Und füllt diese bei den Banken dank Gebühren und Provisionen.
Icke ®. schrieb: > > Noch nicht mal eine Frau kann Geld so effektiv vernichten, aber mach > ruhig... Doch, doch...
J. K. schrieb: J. K. schrieb: > Was Daytrading ist: es beschreibt den kurzfristigen spekulativen Handel > mit Wertpapieren. Und das sogar in Sekundenbruchteilen. > So habe ich mir ein Demo-Konto (Spielgeld) bei CMC markets eingerichtet Soweit ich weiß, ist CMC ein Dealer für CFDs (Differenzkontrakte). Ein CFD ist aber per Definiton kein Wertpapier, da der (angebliche) Vorteil eines CFD ja gerade der ist, daß er eben nicht verbrieft ist. Daytrading bedeutet "nur", daß der Investor bzw. Spekulant nur Positionen mit Anlagehorizont kleiner einen Tag eingeht, das ist prinzipiell aber auch mit Wertpapieren oder ähnlichen Finanzprodukten möglich. Ganz kurzfristige Engagements werden übringens im Scalping gegtätigt, vorwiegend mit Devisen. > Dass das Ganze tatsächlich funktioniert, bleibt außer Frage. > Das einzige ist eben Wissen und auch ein bisschen Glück. Ist eben wie beim Roulette, das Glück entscheidet, ob man gewinnt. Was beim Roulette die grüne Null ist, das nennt sich in der Spekulation übrigens Geld-Brief-Spanne bzw. neudeutsch "Spread". Dazu kommen - je nach Handelsplatz - natuerlich noch Transaktions- und sonstige Gebühren, nicht zu vergessen die 'Steuer' genannte Lustbarkeitsabgabe an den Staat. Deswegen muß man schon eine deutlich bessere 'Trefferquote' als 50% liefern koennen, wenn man sein Geld nicht verbrennen will. Der Bankgewinn beim Roulette beträgt statistisch gesehen übrigens nichtmal 3%, da braucht es schon ein sehr großes Konto, wenn man mit den Gebühren beim Spekulieren da darunter kommen will. > Nun die Frage an euch: > -Wer von euch macht Daytrading? > -Wie sind euere Erfahrungen? Vielleicht besser bei aktienboard.de oder ähnlichen Portalen nachfragen, da scheinen ja die Experten in diesem Gebiet zu sein. Icke ®. schrieb: > Der Ivan (ob er noch lebt?) hat das auch gedacht: > Beitrag "In Renminbi (vulgo: Chinesischer Yuan) einsteigen, aber wie?" Haha, ich hab' den Thread jetzt nur ueberflogen, aber das ist ja lustig. Wahrscheinlich sitzt er jetzt auf den Bahamas, denn seine Spekulation (falls er sie getätigt hat) ist voll aufgegangen. Dieser Poster schreibt dort am ersten Dezember 2010, dass er "eine kurzfristigen Erholung des Euros bis zur Marke von 9.50 erwarte, aber langfristig von einer Stärkung des Renmimbis ausgehe". Damals stand der Euro zum Renminbi bei 8.65 und wirklich erholte sich der Euro damals bis zum April 2011 auf die Marke von 9.44 ehe die von ihm erwartete Renminbi-Stäre eintrat, wir handeln jetzt gerade bei ungefähr 8,20 (wobei es sogar ein Euro-Tief im Juli 2012 um 7,75 gab). Irgendwo in dem Thread habe ich auch gelesen, er würde bei seiner Bank wegen einem kredit von 5.000 Euro "Zwecks Renminbi-Spekulation" anfragen, falls er das damals wirklich durchgezogen haben sollte hat dieser Mensch jedenfalls sowohl einen sehr guten Riecher als auch Duke Nukem'sche "Balls of Steel" bewiesen - beides dürfte sich wohl gelohnt haben. LG, N0R
J. K. schrieb: > Dass das Ganze tatsächlich funktioniert, bleibt außer Frage. Nur weil etwas funktioniert macht man damit noch lange kein plus. > Das einzige ist eben Wissen und auch ein bisschen Glück. Da Frage ich mich wie willst du das wissen oder wie willst du dir dieses Wissen aneignen? Börsenkurse sind ein random walk http://de.wikipedia.org/wiki/Random_Walk Es gibt keine Möglichkeit aus den Daten der Vergangenheit die zukünftige Entwicklung vorherzusagen. Das blinde starren auf die Kurven nützt langfristig gar nichts. Ich kenen einige Daytrader die heute "etwas anderes machen" und noch mehr Aktieninhaber die ihre Wunden lecken. Das verlinkte Video zeigt es übrigens in Reinkultur. Der Typ hat nicht die geringste Ahnung was passiert. Wartet ewig auf den Entritt seiner Beispiele und fabuliert was vom Pferd. In dem Moment wo es einen Schub nach oben gibt ist sein Programm natürlich "abgestürzt". Zufälle gibt es. Das Indizes langfristig steigen ist eine Binsenweisheit. Sie sind von der Börsenmafia entsprechend designt. In den Dax gehen z.B. alle ausgezahlten Dividenden mit ein. Das kannst du so gar nicht abbilden da der Neuerwerb dein Geld und damit deine Performance kostet. Weiterhin fliegt da auch jede Firma raus die schlecht performt. Der wichtigste Punkt aber ist folgender: In einem steigenden Markt (so wie zur Zeit) kann jeder Idiot positiv performen, schon bei einer Seitwärtsbewegung gehen die meisten Daytrader stark ins minus, bei fallenden Pleite. Ein sicherer Indikator für das Ende der Hausse ist übrigens dein Posting. Wenn so etwas in Offtopic bereichen auftaucht sollte man sich besser mit shorten beschäftigen Das ist meine Meinung, Sorry hab grade keine andere.
Norbert M. schrieb: > Irgendwo in dem Thread habe ich auch gelesen, er würde bei seiner Bank > wegen einem kredit von 5.000 Euro "Zwecks Renminbi-Spekulation" > anfragen, falls er das damals wirklich durchgezogen haben sollte hat > dieser Mensch jedenfalls sowohl einen sehr guten Riecher als auch Duke > Nukem'sche "Balls of Steel" bewiesen - beides dürfte sich wohl gelohnt > haben. dann rechne dir mal aus was er netto verdient hat, vergiss aber den Ankauf /Verkauf spread nicht. Der gute Riecher ist übrigens nicht nötig. USA ind Europa sind pleite, China hat alles richtig gemacht und wird über kurz oder lang alle überholen. Da Sie aber in der Wachstumsphase sind haben Sie keinerlei Interesse aufzuwerten und machen dies nur in homöopathischen Dosen. Sobald die Binnennachfrage die Exporte nachhaltig überschreiten werden Sie massiv aufwerten. Sie können billigts einkaufen und gleichzeitig ihre Währung noch wertvoller machen. Deutschland verschenkt hingegen jetzt schon einen Anteil an seinen Exporterlösen da der D-Euro viel zu weich ist. Das wird sich dann von CHN beliebig steuern lassen. Das ist jetzt offtopic im offtopic: Wenn der Westen so weitermacht ist der von China angestrebte "Kotau vor dem Drachenthron" nur noch eine Frage der Zeit. Das Ergebnis von Fleiß, einem Milliardenheer und einer klugen Politik die trotz aller Widrigkeiten Kurs hält. Schlussfolgerungen mag ein jeder selbst daraus ziehen, am Spieltisch sitzt jeder allein.
J. K. schrieb: > -Wer von euch macht Daytrading? Hoffentlich niemand mehr. > -Wie sind euere Erfahrungen? Daytrading ist lange out, als Privatperson bist du durch Transaktionsgebühren sowieso nur die Kuh die gemolken wird. Erinnere dich, daß Banken bereits 0.01% Transaktionssteuer Und Banken machen trotz ihrer Technik keinen Gewinn mehr mit Akienspekulation. Es ist vollkommen ausgelutscht auch für Vollzeit-Trader. Und im Falle der Verluste werden Banken mit Billionen Euros die Verluste auf Kosten der Allgemeinheit ausgeglichen, dir jedoch nicht. Geh an den Pokertisch, dort liegen wenigstens die Karten auf dem Tisch und du musst nicht mit Insiderhandel konkurrieren. als tödlich für ihre Geschäfte betrachten. Banken sind längst zum Hochgeschwindigkeitshandel im Millisekundentakt übergegangen, dafür hast du als Privatperson keine Zugang und sowieso viel zu hohe Internet-Latenzzeiten. Allerdings ist auch beim Poker die Bank der Einzige der im Endeffekt Geld verdient. Aber wenigstens hält dein Einsatz länger als bei Börsenzockerei.
J. K. schrieb: > Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema Daytrading. > Was Daytrading ist: es beschreibt den kurzfristigen spekulativen Handel > mit Wertpapieren. Und das sogar in Sekundenbruchteilen. > > -Wer von euch macht Daytrading? > -Wie sind euere Erfahrungen? > > Grüße > Jk. Ich benutze eine konservative defensive Form des Daytradings (was fast kein richtiges Daytrading mehr ist) mit Hilfe von Fonds, um die private Altersvorsorge (401k, http://en.wikipedia.org/wiki/401%28k%29) zu erhöhen. Pro Jahr mache ich im Mittel in erster Näherung mindestens 10%. Beitrag "Re: Was macht ihr mit eurem Geld?" Ahoi!
Dipl.- Gott schrieb: > Pro Jahr mache ich im Mittel in erster Näherung mindestens 10%. > Beitrag "Re: Was macht ihr mit eurem Geld?" Da möchte ich Gottes Diplomanden (sind wir das nicht irgendwie alle?) zu seiner Performance gratulieren ihn aber gleichzeitig auf meine Meinung hinweisen. Zur Zeit ist eine starke Hausse am wirken, das macht jeder sein Schnäppchen. Getrieben wird diese jedoch durch eine exorbitante Vermehrung der Geldmenge. Diese macht sich zuerst in den am leichtesten erreichbaren Anlageformen bemerkbar. Zuerst Aktien, Währungen dann Immobilien. Zum Schluss - wie es der leider diesen Monat verstorbene Ökonom Wilhelm Hankel zu sagen pflegte- kommt die Inflation im Supermarkt an. Deine Papierchen sind dann wertlos, da kannst du dich noch so sehr an den Zinsen erGötzen. Wenn du vorher nicht in andere Werte umschichtest ist es wie in dem alten Börsenwitz: Börse ist wie auf ein Bauernhof. Kaufe einen Hahn und ein Huhn. Die legen Eier. Die Eier werden zu Hühnern und Hähnen und legen wieder Eier. Schon hast du einen großen, wertvollen Hühnerbestand. Jetzt kommt aber ein Gewitter und spült alles weg. Enten hättest Du kaufen müssen!
Jens Martin schrieb: > Norbert M. schrieb: >> Irgendwo in dem Thread habe ich auch gelesen, er würde bei seiner Bank >> wegen einem kredit von 5.000 Euro "Zwecks Renminbi-Spekulation" >> anfragen, falls er das damals wirklich durchgezogen haben sollte hat >> dieser Mensch jedenfalls sowohl einen sehr guten Riecher als auch Duke >> Nukem'sche "Balls of Steel" bewiesen - beides dürfte sich wohl gelohnt >> haben. > dann rechne dir mal aus was er netto verdient hat, vergiss aber den > Ankauf /Verkauf spread nicht. Bei den Hebeln die der Typ anscheinend gefahren hat müsste er mindestens mit 50k ausgestiegen sein, +/- Steuern. > Der gute Riecher ist übrigens nicht nötig. USA ind Europa sind pleite, > China hat alles richtig gemacht und wird über kurz oder lang alle > überholen. Dann widersprichst du Dir selbst, immerhin hast Du ja angeführt: Jens Martin schrieb: > http://de.wikipedia.org/wiki/Random_Walk > Es gibt keine Möglichkeit aus den Daten der Vergangenheit die zukünftige > Entwicklung vorherzusagen. Mir ist es auch wurscht, ob dieser Iwan jetzt auf den Bahamas liegt oder in der Gosse versumpft ist (was ich ihm natürlich nicht wünsche) - fakt ist jedenfalls, daß die dort genannte Spekulation anscheinend genau so aufgegangen ist, wie er es "vorhergesehen" hat. > Sobald die Binnennachfrage die Exporte nachhaltig überschreiten werden > Sie massiv aufwerten. Sie können billigts einkaufen und gleichzeitig > ihre Währung noch wertvoller machen. Eben, alles hypothetische Szenarien, die keiner voraussagen kann. Es ist äusserst spekulativ, ob Chinas Binnennachfrage mittelfristig den Export übertreffen kann. Man koennte nämlich anführen, daß ein Großteil der chinesischen Bevölkerung aus Bauern besteht (und von denen wird eher weniger Nachfrage nach Produkten von Unternehmen in den Hong-Kong- und Shanghau-Indizes herkommen. Und die grossen Agglomerationen an der Ost- und Südostküste sind wohl eher gesättigt. Davon ganz abgesehen wurden die Erwartungen der "führenden Ananlysten" begzüglich des chinesischen Wirtschaftswachstums in letzter Zeit enttäscht. Schließlich der wichtigste Punkt: China ist der mit Abstand größte Gläubiger der USA, daher ist die chinesische Zentralbank gar nicht in der Lage, den Renminbi den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechend aufzuwerten. Beijing wird sich vor solchen Maßnahmen hüten, 1.) weil eine Aufwertung des Renminbis die Exporte nach den USA reduzieren würde (und die USA sind der grösste China-Importeur) 2.) weil China damit die gerade-eben wieder in Fahrt kommende US-Wirtschaft nachhaltig dämpfen würde (siehe Implikationen zu 1.) 3.) weil China im gleichen Atemzug auch die Zinsen im Renminbi erhöhen müsste (woran kein Interesse bestehen kann, weil man dadurch 3. a.) die Binnennachfrage schwächen würde 3. b.) das von den "Analysten" als zu schwach gesehene Wachstum (auch im Export!) noch weiter abschwächen würde 3. c.) indirekt den Dollar schwächen würde (was wieder nachteilige auswirkungen zu 1. und 2. implizieren würde) Solange das "Tapering-Programm" (also das Aufkaufen von Anleihen) in den USA nicht abgeschlossen ist, ist China daher gut beraten, keine Maßnahmen zur Aufwertung der eigenen Währung zu setzen. > Deutschland verschenkt hingegen jetzt schon einen Anteil an seinen > Exporterlösen da der D-Euro viel zu weich ist. Gegenüber welchem Währungsraum bitte? Mit 1.355 gegenüber dem Dollar ist der Euro ziemlich fair bewertet, sieht man an der Kaufkraftparität. Wenn ich als Nicht-Deutscher mal *rant*en darf: Vielleicht wäre die Führung Deutschlands besser beraten, wenn man sich nicht auf den vermeintlichen Lorbeeren eines ehemaligen Exportweltmeisters ausrihen würde. Innerdeutsche Angelegenheiten gehen mich zwar nichts an, aber - Die BRD versucht anscheinend, in Lohn- und Stückkosten mit dem Weltmarkt mithalten zu wollen. Das kann (wenn man sich als Konkurrenten nur mal die großen Drei China, Indien und Brasilien vorstellt) nicht gut gehen. - Die BRD würgt sich durch diese - ich nenne es jetzt mal polemisch einfach so - 'Kamikaze-Export-Niedriglohn-Politik' zudem noch die Binnennachfrage ab (Denn: Wer nix verdient, der kann auch nix kaufen) > Das ist jetzt offtopic im offtopic: > Wenn der Westen so weitermacht ist der von China angestrebte "Kotau vor > dem Drachenthron" nur noch eine Frage der Zeit. "Während der Inthronisation eines neuen Kaisers vollführten sämtliche Angehörige des Hofstaates den Kotau (rituelle Grußdarbietung) durch Zuruf eines Generaleunuchen oder Zeremonienmeisters." Damals wusste eben der Hofstaat noch, vor wem er sich verbeugtt :-) Ernsthaft jetzt: Vielleicht sollten sich gerade wir Europäer einmal besinnen, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Wir sind eben nicht mehr in den 1950er-Jahren, Deutschland ist ist nicht nicht mehr "Wirtschaftswunderland" und China ist eben auch nicht mehr der 'Bittstellerstaat von Reisfressern'. Europa sollte weniger über die angeblich nur kopierenden (stimmt ja in Wirklichkeit gar nicht) und Schrott liefernden Asiaten (stimmt teilbedingt, wer 30% der Weltwirtschaft exportiert, der exportiert natuerlich auch Schrott - aber nur für die, die nichteinmal bereit sind, für Asia-Mindestnormen zu zahlen) schimpfen, denn vor der eigenen Türe zu kehren. Insbesondere sollte man in Europa seinen Bittsteller-Arschkriecher-Status gegenüber den USA (Ja, auch die Amis haben uns befreit und dafür müssen wir vor der Geschichte ewig dankbar sein) ablegen - denn auch dem Ami ist unser Wirtschaftsraum egal, wenn es ihm um seinen Dollar geht, und ausserdem sollte man drauf schauen, daß das 'Experiment geeintes Europa' nicht noch weiter aus dem Ruder läuft (denn dank RoHS, Glühbirnenverbot, angedachter Staubsaugerverordnung, der Vorratsdatenspeicherung und Co. wird inzwischen auch dem Letzten klar, daß hier wohl eher Parallelen zum realsozialistischen Ostblocksystem zu ziehen sind als zu einem freiheitlich-demokratisch geprägtem Staatenverbund). > Das Ergebnis von Fleiß, einem Milliardenheer und einer klugen Politik > die trotz aller Widrigkeiten Kurs hält. Milliardenheere haben wir hier in Europa auch, an Fleiß mangelts auch nicht, das Problem ist wie immer leider die Politik. > Schlussfolgerungen mag ein jeder selbst daraus ziehen, am Spieltisch > sitzt jeder allein. In diesem Sinne, LG, N0R Edit: > Zum Schluss - wie es der leider diesen Monat verstorbene Ökonom Wilhelm > Hankel zu sagen pflegte - kommt die Inflation im Supermarkt an. Hmm, Willi Hankel ist gestorben - das wusste ich nicht, danke für den Hinweis. Auch wenn ich mit ihm nicht immer (sehr oft sogar) der Meinung nach konform ging, so gab es doch auch viele Gelegenheiten, bei denen mich seine Standpunkte zum Nachdenken angeregt haben. Ich habe es nicht mirbekommen, da er anscheinend bis zuletzt ziemlich aktiv war.
Norbert M. schrieb: > Bei den Hebeln die der Typ anscheinend gefahren hat müsste er mindestens > mit 50k ausgestiegen sein, +/- Steuern. was er wohl jedem groß und breit unter die Nase gerieben hätte. Meine ganz persönliche Meinung: Mit geliehenem Geld zu Wetten ist der sichere Weg in den Schuldenturm. Wenn es wieder erwarten beim ersten mal gutgeht haben Zocker selten die Disziplin das nicht mit noch höheren Summen zu versuchen. Bis zum Ende. Nachträgliche Kurvendiskussionen sind im übrigen sinnlos. Der Typ hat damals in kurzer Zeit seinen Einsatz verpulvert aber die Größe besessen (nochmal Hut ab dafür) dies auch offen zu schreiben. Norbert M. schrieb: > Dann widersprichst du Dir selbst, immerhin hast Du ja angeführt: > Jens Martin schrieb: >> http://de.wikipedia.org/wiki/Random_Walk >> Es gibt keine Möglichkeit aus den Daten der Vergangenheit die zukünftige >> Entwicklung vorherzusagen. Was ich schreibe sind Tendenzen und meine Gedanken zu Entwicklungen. Diese halte ich für zwangsläufig. Die Kursentwicklungen sind davon (kurz- oder mittelfristig keine Ahnung) abgekoppelt Es hat daher nichts mit Investitions- oder gar Spekulationsentscheidungen zu tun. Wie sich die Dinge am Spieltisch auswirken (worum es ja den meisten geht) ist auf dem Zeitstrahl Richtung Zukunft ein random walk- Wer Wettscheine auf so etwas hin kauft wird merken das diese so ausgestaltet sind (z.B. zeitliche Befristung) das langfristige Tendenzen nicht greifen bzw. eingepreist sind. Da sehe ich ergo keinen Widerspruch. Norbert M. schrieb: > China ist der mit Abstand größte > Gläubiger der USA, daher ist die chinesische Zentralbank gar nicht in > der Lage, den Renminbi den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten > entsprechend aufzuwerten. Ein Denkfehler wie ich finde. Sie werden die Dollars einfach in den Lokus werfen bzw den "Dollarraum" dazu machen. Die Währung des Ex-Klassenfeindes ist Mittel zum Zweck und Sie haben mit den Langnasen jede Menge Rechnungen offen. Dein 1) 2) 3) ist pfeifen im Walde und ich hoffe ich habe Unrecht.
Norbert M. schrieb: > Haha, ich hab' den Thread jetzt nur ueberflogen, aber das ist ja lustig. > Wahrscheinlich sitzt er jetzt auf den Bahamas, denn seine Spekulation > (falls er sie getätigt hat) ist voll aufgegangen. Bis zu den Bahamas hat er's nicht geschafft, aber immerhin ein paar km weiter bis ins "grüne Graz", wo er mit einem Aushilfsjob als PC-Schrauber seine Verluste glattstellt: Beitrag "Re: Kachelmann- Eure Meinung einen Tag vorm Urteil"
Ich habe das Mal mit eine Demo-Konto des (nicht zu un)recht umstrittenen Anbieters eTorro probiert. Die aktuellen Verluste dürften etwa um die 100.000 Euro liegen. Im Gegensatz zum realen Konto wird das Demokonto ja immer wieder aufgefüllt, wenn der Einsatz verbraucht wurde. So ein Demokonto zeigt am Allerbesten, warum man von diesem Mist die Finger lassen sollte. Es hat einen Grund warum die Spekulanten so laut die Werbetrommel rühren und uns einreden, dass jeder von uns, der nicht in Aktien investiert nicht mit Geld umgehen könnte.
Lesetipp für den TO Georg von Wallwitz "Odysseus und die Wiesel" Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte ISBN 978-3-937834-48-1 "Er hat Banker und Berater als Funktionsträger beschrieben, die auch nur nach der Sicherheit in der Masse streben, auch wenn sie seit den 80er-Jahren zum überlebensgroßen Vorbild in Sachen Erfolg und Glamour aufgestiegen waren. Die lieber alle den gleichen Fehler machen, als das Wagnis einer ungewöhnlichen Handlungsweise einzugehen, die nicht schlechter und nicht besser sind als jede andere Sorte Mensch - und dann mit einem Mal vor dem Aus standen." Zitat Dennis Scheck, Deutschlandfunk Das sind 20 vernünftig investierte Euro.
Jay W. schrieb: > Lesetipp für den TO ... > Das sind 20 vernünftig investierte Euro. Kommt drauf an was man so vorhat. Wer Bock hat auf den Zock ist als Daytrader natürlich bestens bedient. Bequem vom Sessel aus, man kann anderen weismachen zu arbeiten, keine nervigen Croupiers, kein Tronc und erst recht keine verrauchten Hinterzimmer mit bewaffneten Teilnehmern in der Runde. Kein Nieselregen auf der Trabrennbahn oder die Ödnis einer Daddelautomatenhalle. Kein Schlangestehen in der Tankst.. ähh Lottobude, keine dummen Fragen wg. Spiel 77 und auch auch kein warten auf den Abpfiff bei BetYouLooose. Das ganze auch noch steuerlich absetzbar, wenn auch nicht ewig. Kann man schon machen, nur hat es mit spekulieren oder investieren nichts zu tun.
Jens Martin schrieb: > Wie sich die Dinge am Spieltisch auswirken (worum es ja den meisten > geht) ist auf dem Zeitstrahl Richtung Zukunft ein random walk Habe ich auch nicht bestritten. > Wer Wettscheine auf so etwas hin kauft wird merken das diese so > ausgestaltet sind (z.B. zeitliche Befristung) das langfristige Tendenzen > nicht greifen bzw. eingepreist sind. Na klar wird das eingepreist, bei Hebelzertifikaten sind das dann die Finanzierungskosten und bei Optionsscheinen macht es sich in der impiziten Volatilität bemerkbar. Ansonsten koennte man ja arbitragieren. > Da sehe ich ergo keinen Widerspruch. Ich schon, denn das war der Punkt meiner Kritik: >>> Der gute Riecher ist übrigens nicht nötig. USA ind Europa sind >>> pleite, China hat alles richtig gemacht und wird über kurz oder lang >>> alle überholen. > Es gibt keine Möglichkeit aus den Daten der Vergangenheit die zukünftige > Entwicklung vorherzusagen. >> China ist der mit Abstand größte Gläubiger der USA, daher ist die >> chinesische Zentralbank gar nicht in der Lage, den Renminbi den >> aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechend aufzuwerten. > Ein Denkfehler wie ich finde. Sie werden die Dollars einfach in den > Lokus werfen bzw den "Dollarraum" dazu machen. Wie gesagt, das sehe ich nicht so. Die Chinesen sind doch nicht dumm. Warum sollten sie sich (durch Aufwertung ihrer Währung) in's eigene Fleisch schneiden, indem sie damit die Import-Nachfrage ihres wichtigsten Handelspartners USA massiv dämpfen würden? "Die Chinesen" würden damit nichts gewinnen. Kurzfristig würde zwar die Schulden der USA gegenüber China nominal steigen, aber was wäre damit gewonnen? > Die Währung des Ex-Klassenfeindes ist Mittel zum Zweck und Sie > haben mit den Langnasen jede Menge Rechnungen offen. Das sehe ich nicht so. "Die Chinesen" sind nämlich nicht 'irgendwelche roten Fundamentalisten jenseits des Pazifiks' - nichtmal für die patriotischen US-Amis. Die koennen doch beide rechnen. Und irgendwelche geschichtlichen 'offene Rechnungen' aus der Mitte des 20. Jahrhunderts (wahrscheinlich meinst Du den Korea-Krieg) spielen da eher weniger eine Rolle, wenn's um's Geld geht. Die Achse China-Sowjetunion (bzw. heute Russland) exisitiert übrigens nicht mehr. > Dein 1) 2) 3) ist pfeifen im Walde und ich hoffe ich habe Unrecht. Ob's jetzt "Pfeifen im Walde" ist, oder offensichtliche Grundlage der finanziellen und geopolitischen Gegebenheiten im 21. Jahrhundert darf gerne die nachfolgende Generation erkunden. Einstweilen bleibe ich bei meiner Meinung, daß "die Chinesen" in absehbarer Zeit bestimmt nicht die Dummheit begehen werden, ihren Renminbi aufzuwerten. Es wäre nämlich weder im Interesse der USA noch in dem der Chinesen - höchstens eine Lose-Lose-Situation für Beide. LG, N0R Edit: Jay W. schrieb: > Lesetipp für den TO > Georg von Wallwitz > "Odysseus und die Wiesel" > Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte > ISBN 978-3-937834-48-1 > Das sind 20 vernünftig investierte Euro. Habe ich, einmal gelesen, daher bester Zustand. Gebe ich ab für 15 Euro (inklusive Versandkosten). Schoener Einbad, IMO. Bei Interesse bitte PM.
Hier sind einige interessante Beiträge dabei. Schön. Vor einiger Zeit habe ich mich mit Daytrading und "Chartlesen" beschäftigt. Dazu gibt es auch einiges an kostenlosem Material im Netz. Dort werden beispielsweise bis ins letzte Detail die Chartindikatoren besprochen, also die genaue Formel, wofür sie gut sind, in welcher Marktlage sie gute Ergebnisse liefern oder wann sie besser nicht eingesetzt werden sollten. Wer wissen will was hinter den Begriffen steht kann sich da gerne einlesen. Allerdings haben die ganzen Schreiberlinge von "Behauptung, Begründung, Beweis" noch nie etwas gehört. Bei allem was man frei zum Lesen bekommt hört es aller aller spätestens bei der Begründung auf. Einen Beweis habe ich nie gesehen und ich habe lange danach gesucht. Da ich ein ausgebildeter Nachrichtentechnik Ingenieur bin kann ich die Aussagen mit Scilab nachprüfen. Das habe ich mit historischen Kursen von Yahoo gemacht, die Charttools wollte ich nämlich auf alte Kurse anwenden. Alles habe ich natürlich nicht nachgeprüft, einige Indikatoren habe ich allerdings getestet. Und nun weis ich warum niemand einen Beweis für seinen Superindikator bringt. Gewinnwahrscheinlichkeiten von um die 50%, da ist jeder Münzwurf ein verlässlicherer Indikator. Vermutlich haben die Schreiberlinge mit ihren Superstrategien vorher Pokemonkarten getradet, da hat schließlich auch niemand nachgefragt und sie haben zufällig Glück gehabt. Daytrader und Chartanalysten kann ich nicht ernst nehmen.
> Daytrader und Chartanalysten kann ich nicht ernst nehmen.
Ach? Ich fand schon immer die Hoppenstedt-Charts bei n-tv so lustig. Der
Herr hat da immer nette Linien über irgendwelche Spitzen, Schultern und
Täler gelegt und dann aus dem Schnittpunkt oder dem Divergieren mit
ebenso willkürlichen 57.32Tage-Mittel-Linen wichtige Vorhersagen
getroffen. Da ist Lesen im Kaffesatz noch wissenschaftlicher...
Jens Martin schrieb: > Börsenkurse sind ein random walk > http://de.wikipedia.org/wiki/Random_Walk > Es gibt keine Möglichkeit aus den Daten der Vergangenheit die zukünftige > Entwicklung vorherzusagen. Mit einem Verweis auf die entsprechende Wiki-Seite werden Behauptungen auch nicht wahrer. Möge der geneigte Leser sich selbst ein Bild machen. http://de.wikipedia.org/wiki/Random-Walk-Theorie
Joe G. schrieb: > Jens Martin schrieb: >> Börsenkurse sind ein random walk >> http://de.wikipedia.org/wiki/Random_Walk > Mit einem Verweis auf die entsprechende Wiki-Seite werden Behauptungen > auch nicht wahrer. Möge der geneigte Leser sich selbst ein Bild machen. > http://de.wikipedia.org/wiki/Random-Walk-Theorie Schönen Dank, mein mathematisches Rüstzeug ist eher mau, mir war daher auch etwas mulmig das so zu schreiben. Für den Hausgebrauch halte ich es aber für ausreichend. Es spielt keine Rolle wie der "Zufall" zu Stande kommt. Strenggenommen ist dieser "Zufall" natürlich gar kein Zufall. Die Kursbewegungen kommen ja durch Absichten zu Stande und nicht durch zufällige Prozesse. Für den Daytrader ändert sich aber nichts da er die Prozesse gar nicht kennt und die wenigen Informationen die er bekommt auch noch zeitverzögert erhält. Seine Mustererkennung ist eine Fata Morgana. Das ist in etwas so als ob er versuchen würde die Brownsche Bewegung http://de.wikipedia.org/wiki/Brownsche_Bewegung vorherzusagen aber sein Ergebnis erst erhält wenn alle vor ihm schon reagiert haben. Übrigens: Die Lottotrommel ist mathematisch auch (vollständig?) beschreibbar. Dennoch ist das Ziehungsergebnis nicht vorhersagbar. Man kann aber wohl mathematisch Beweisen das jede Kugel irgendwann mal drankommt. ;-)
Jens Martin schrieb: > Übrigens: Die Lottotrommel ist mathematisch auch (vollständig?) > beschreibbar. Dennoch ist das Ziehungsergebnis nicht vorhersagbar. Man > kann aber wohl mathematisch Beweisen das jede Kugel irgendwann mal > drankommt. ;-) Überleg bitte noch mal. Die gewürfelte Augenzahl eines Würfels verhält sich nach einer Gleichverteilung. Damit ist eine zufällig gewürfelte Zahl vorhersagbar. Die Wahrscheinlichkeit jeder Zahl liegt genau bei 1/6. Die Ziehung der Lottozahlen verhält sich auch nach einer Gleichverteilung (sollte sie jedenfalls). Somit ist die Wahrscheinlichkeit eines „Sechsers“ exakt berechenbar. Das Ziehungsergebnis ist also genau vorhersagbar.
If you want to do daytrading, here is good advice for you: Don't. Jens Martin schrieb: > Das Indizes langfristig steigen ist eine Binsenweisheit. Sie sind von > der Börsenmafia entsprechend designt. Falsch. Die Indizes steigen über lange Zeiträume (Jahrzehnte) unter anderem deshalb, weil es einen jährlichen durchschnittlichen Produktivitätszuwachs gibt. Eine Firma kann also z.B. die gleiche Menge an Gütern zu geringeren Kosten herstellen, weil die Herstellungsverfahren günstiger werden, der Automatisierungsgrad steigt etc. Ein weiterer Grund sind neue Absatzmärkte. Vor ein paar Jahrzehnten gab es keine Kunden in Asien. Heute gehen da sehr viele Exporte von deutschen Unternehmen hin, was entsprechend Umsätze generiert und sich natürlich positiv auf die Gewinne auswirkt. Jens Martin schrieb: > In einem steigenden Markt (so wie zur Zeit) kann jeder Idiot positiv > performen, schon bei einer Seitwärtsbewegung gehen die meisten Daytrader > stark ins minus, bei fallenden Pleite. Selbstverständlich kann man auch auf fallende Kurse spekulieren. Das macht aber, wenn überhaupt, nur kurzfristig Sinn. Siehe die oben genannten Gründe.
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