Hi zusammen,
ich bin auf der suche nach einem 16-Bit ADC (gerne auch größer) im
DIL/DIP Gehäuse. Leider bin ich an Lochraster gebunden, wesshalb SMD
keine Option ist (auch keine Adapterplatinen).
Wichtig wäre auch eine serielle übertragung (3/4 Leitungen).
Bei Conrad und Reichelt habe ich leider nichts gefunden (finde die
Suchfunktion dorf auch unter aller ****)... bis auf evlt.:
http://www.conrad.de/ce/de/product/170027/Linear-IC-MAX132CNG-Gehaeuseart-DIP-24N-Ausfuehrung-18-Bit-Low-Power-ADC-m-Serial-Interface?queryFromSuggest=true
(jedoch ist die externe Beschaltung fast schon zu groß)
Wenn jemand einen Tipp hat am besten ein Link oder eine Modellbezeichnug
bitte posten.
Vielen Dank
Gast,
schau doch bei den Herstellern direkt nach.
Texas Instruments TI, Linear Technology oder Maxim Dallas u.v.a.
Sonst bei Mouser oder Digikey oder ..
Um SMD kommt man heute nicht umher und ohne Adapterplatine ? - wo lebst
er denn ?
super. danke euch dreien.
den von max h. werde ich kaufen.
wieso kein smd? --> sehr kleiner betrieb und wir haben leider keinerlei
smd komponenten, soll ein azubiprojekt werden ;)
Denk' aber bitte daran, dass das ein Wandler nur für Leute ist, die es
zwar genau wissen wollen, aber es nicht besonders einig haben.
Mit dem Wandeln lässt sich das Teil nämlich Zeit (4 - 10 pro).
supporter schrieb:> wieso nicht wirklich seriell?
Kurz gesagt, des gibt dir keine Bitfolge aus, sondern ein Rechtecksigan,
dessen High-Time Proportional zur Spannung ist.
supporter schrieb:> soll ein azubiprojekt werden
Dann könnte man auch einen SOT23-6 wie z.B. den MCP3421 auf die
Lochraster löten, man muss vorher zwei Lötaugen halbieren. Und was
spricht eigentlich gegen den Adapter?
danke Lattice für die info .. aber die preise sind leider nicht drin :(
zeit ist übringens kein problem ;)
(es soll eine art multimeter mit hochauflößendem strombereich gebaut
werden)
wegen dem smd adapter -> ich bin kein freund von adaptern und würde als
erstes µC projekt dies auch gerne vermeiden.
zwei fragen zum letzten IC:
- was sind denn "Sigma-Delta ADCs"?
- "Programmable Gain Amplifier (PGA) from 1 to 128", lese ich richtig?
das teil hat einen verstärker für die zu messende spannung?
alles klar ;)
ich danke dir.
ich werde das ganze projekt jedoch nochmals überdenken.
ich hätte lieber auf ein ic mit gringerer externer beschaltung
zurückgegriffen - gerade für den einstieg, da es das aber nicht zu geben
scheint muss wohl der weg des geringsten "übels" gegangen werden ;)
Anzumerken sei noch, daß die Idee, einen 16-Bit-ADC auf
Lochraster/Steckbrett zu betreiben, mutig ist. Wundere Dich nicht,
wenn die unteren vier bis sechs Bit des ADC munter irgendwelches
Rauschen von sich geben, Du also bestenfalls 12 Bit sinnvoll verwertbare
Auflösung erhältst.
ADS1252 (24bit) und Co sind recht beliebt, die haben ein SPI-ähnliches
Protokoll. Man muss nicht alle 24 auslesen / auswerten.
Aber für 16+ Bit braucht man ein ordentliches Layout mit Gnd-Plane etc.
Wie von den Vorrednern schon geschrieben, bedarf es deutlich mehr als
eines entsprechenden Bausteins, um einen Wandler aufzubauen, der mehr
als nur ein paar Bit an effektiver Auflösung besitzt.
Leiterplattenlayout, Referenzspannungsquelle, Eingangsbeschaltung, usw.
werden die erreichbare Auflösung definieren. Außerdem hängt die Auswahl
des Wandlungsverfahrens sehr deutlich von der Messaufgabe ab.
Wenn es um eine Art Multimeter gehen soll, ist die Unterdrückung des
Netzbrumms meist wesentlich wichtiger als die Wandlungsgeschwindigkeit.
Somit bieten sich integrierende (Rampenwandler) eher an als abtastende
Verfahren (Sukzessive Approximation). Audiowandler sind hingegen
überhaupt nicht auf Genauigkeit hin optimiert, sondern auf hohe
Linearität, insbesondere um den Eingangsmittelpunkt.
Ob für hochauflösende Multimeter ausschließlich Rampenwandler oder auch
Sigma-Delta-Wandler geeignet sind, sorgt für reichlich Diskussionsstoff
unter Experten. Die hierfür erforderlichen Betrachtungen übersteigen
aber ganz wesentlich Deinen Kenntnisstand als Auszubildender.
Für eine messtechnische Anwendung müssen vor allem auch die
Referenzspannung und z.B. die Eingangsspannungsteiler bzw.
Messwiderstand sehr stabil und/oder driftkompensiert sein. Da kann man
nicht irgendwelche Widerstände aus der Bastelkiste nehmen und auch
keinen 7805.
Zum Thema SMD: Sehr gute Spannungsreferenzen sind auch gar nicht in SMD
erhältlich, sondern ausschließlich bedrahtet, um zum einen die
Übertragung mechanischer Spannungen von der Leiterplatte auf das Bauteil
zu reduzieren und zum anderen eine thermische Isolierung zu ermöglichen.
Andreas Schweigstill schrieb:> Zum Thema SMD: Sehr gute Spannungsreferenzen sind auch gar nicht in SMD> erhältlich, sondern ausschließlich bedrahtet, um zum einen die> Übertragung mechanischer Spannungen von der Leiterplatte auf das Bauteil> zu reduzieren und zum anderen eine thermische Isolierung zu ermöglichen.
Dazu meist in der Blechbüchse (metal can package) untergebracht um den
Referenz-Die abzuschirmen. Dann noch lasergetrimmt oder geschliffen...
manche (etwa LTZ1000) sind das allerdings aus div. Gründen nicht
Für Suchen ist digikey.com optimal, oder per Google einfach:
http://www.google.de/search?q=16bit+adc+dip20
alternativ dil20, 24 etc. eingeben.
Gehäuse mit so wenig Pins aber so hoher Auflösung sind dann automatisch
seriell.
hallo noch mal..
wie ich feststellen muss hat meine frage für viel diskusionsstoff
gesorgt, daher zunächst einmal vielen dank an alle die sich beteiligen.
inzwischen ist mir klar geworden, dass ich um smd bauteile nicht herum
kommen werden und somit auch nicht um adapterplatinen.
vorgestellt hatte ich mir die ganze sache wohl zu leicht.
jedoch zurück zum thema:
wenn ich mir den "MCP 3426A0-E/SN" (16-bit auflößung, smd) bei reichelt
bestelle
(http://www.reichelt.de/MCP-3426A0-E-SN/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=109742&artnr=MCP+3426A0-E%2FSN&SEARCH=MCP3424),
sammt adapter, denkt ihr ich kann damit präzise messen (zunächst einmal
spannung), wenn ich den rest auf lochraster verdrahte?
@ supporter (Gast)
>sammt adapter, denkt ihr ich kann damit präzise messen (zunächst einmal>spannung), wenn ich den rest auf lochraster verdrahte?
Naja, wenn die Schaltung und der Aufbau SEHR gut sind, könnte man
vielleicht 12 Bit und etwas mehr halbwegs rauschfrei kriegen. Echte 16
Bit Leitung auf Lochraster ist was für die wahren Könner. Selbst mit
einer geätzten Platine, Masseflächen und viel PiPaPo ist das alles
andere als einfach.
supporter schrieb:> was würdest du mir für einen aufbau raten, wenn ich so genau messen> möchte?Falk Brunner schrieb:> geätzten Platine, Masseflächen
Niemand hat gesagt, dass es einfach werden wird.
Geh mal zu http://www.linear.com/
und such dir ein passendes Eval-Board aus. Die sind i.a sehr gut
designt. Und, da es ja eigentlich eher marketing für die verbauten
Bausteine ist, rel. preiswert. Mit 50$ bist du dabei und schliesst nur
noch den Digitalteil an.
So schlimm ist das mit dem Lochraster und layout hier nicht. Der AD hat
einen Differenzeingang. Allerdings kann man von einem Sigma Delta AD
nicht erwarten, dass das letzte Bit steht, so wie etwa beim ICL7106
(typische alte DMMs). Für eine 50 Hz Unterdrückung solle man hier aber
sowieso jeweils 6,9 oder 12 Werte mitteln. Wenn man schlechter als 12
Bit wird hat an schon eine groben Fehler drin - so etwa 15 nutzbare Bits
sollten drin sein, auch auf Lochraster. Nur ohne mitteln für ein bessere
50 Hz Unterdrückung wird es natürlich ggf. schwer.
Zumindest hat man mit dem Wandler einen sehr einfachen Aufbau: einfach
nur den Shunt, ggf. noch ein RC (oder LC) Filter und dann den A/D
Wandler. Die interne Referenz ist schon gar nicht so schlecht (für den
Preis), wenn auch ggf. der begrenzende Faktor.
Wenn es um kleine Ströme (unter 1 mA) geht, sollte man sich überlegen
keinen einfachen Shunt, sondern einen Transimpedanzverstärker zu nutzen
- das vereinfacht die Sache ungemein, weil die Spannung größer (z.B. 2
V) sein kann, man aber trotzdem nur eine kleine Bürde (< 20 mV) hat.
Max H. schrieb:> supporter schrieb:>> kleine ströme, kleine widerstände> In welchem Wertebereich?
ströme im bereich 1µA - 10mA,
jedoch liegt das hauptaugenmerk auf der widerstandsmessung:
0.1mOhm - 1Ohm (dachte dabei an 4-L-Messung und Konstantstrom)
Max H. schrieb:> Jetzt fehlt noch die Auflösung und Genauigkeit?
genauigkeit +- 2% ist ausreichend
auflößung 0.1 bei mOhm (vergessen wir mal den strombereich)
Max H. schrieb:> Also reichen 14bit.
ich will eigentlich ein bisschen mehr, da (wie bereits beschrieben) die
untersten 1-3 bits immer ein bisschen schwanken.
klar ist auch dass eine oversampling-softwarelößung her muss
Die Messung so kleiner Widerstände ist schon nicht mehr so einfach. Das
Problem ist dabei aber nicht der AD-Wandler, sondern der Analoge Teil
mit der Messung sehr kleiner Spannungen. Mit Gleichspannung fällte es
schwer besser als etwa 1 µV aufzulösen. Mit niederfrequenter
Wechselspannung gehen ggf. noch 100 nV oder etwas weniger - das
erfordert aber auch schon spezielle Verstärker.
Die logische Methode für Widerstände ist es den selben Strom durch den
zu messenden Widerstand und einen Referenzwiderstand fließen zu lassen.
Im Idealfall ist die Spannung am Ref. Widerstand die Ref. für den AD
Wandler. Mit einem AD mit interner Ref. müssste man nacheinander messen
- was die Fehler vergrößert bzw. wenigstens die Messzeit verdoppelt,
oder man bräuchte einen 2. AD Wandler.
supporter schrieb:> Max H. schrieb:>> Also reichen 14bit.>> ich will eigentlich ein bisschen mehr, da (wie bereits beschrieben) die> untersten 1-3 bits immer ein bisschen schwanken.
Bei 16bit schwanken dann die unteren 3-5 bits...