mindestens 16-Bit ADC als DIL / DIP

Gast #3562720
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Hi zusammen,

ich bin auf der suche nach einem 16-Bit ADC (gerne auch größer) im 
DIL/DIP Gehäuse. Leider bin ich an Lochraster gebunden, wesshalb SMD 
keine Option ist (auch keine Adapterplatinen).

Wichtig wäre auch eine serielle übertragung (3/4 Leitungen).

Bei Conrad und Reichelt habe ich leider nichts gefunden (finde die 
Suchfunktion dorf auch unter aller ****)... bis auf evlt.:
http://www.conrad.de/ce/de/product/170027/Linear-IC-MAX132CNG-Gehaeuseart-DIP-24N-Ausfuehrung-18-Bit-Low-Power-ADC-m-Serial-Interface?queryFromSuggest=true
(jedoch ist die externe Beschaltung fast schon zu groß)

Wenn jemand einen Tipp hat am besten ein Link oder eine Modellbezeichnug 
bitte posten.

Vielen Dank
#3562779
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supporter schrieb:
> wieso nicht wirklich seriell?
Kurz gesagt, des gibt dir keine Bitfolge aus, sondern ein Rechtecksigan, 
dessen High-Time Proportional zur Spannung ist.

supporter schrieb:
> soll ein azubiprojekt werden
Dann könnte man auch einen SOT23-6 wie z.B. den MCP3421 auf die 
Lochraster löten, man muss vorher zwei Lötaugen halbieren. Und was 
spricht eigentlich gegen den Adapter?
#3562797
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supporter schrieb:
> max: lötaugen halbieren wollen wir in der ausbildung gar nicht erst
> anfangen ;)
Ok, es ist nicht wirklich professionell, das ist Lochraster aber auch 
nicht.

Hier wäre noch etwas: 
http://de.mouser.com/ProductDetail/Maxim-Integrated/MAX1416EPE+/?qs=sGAEpiMZZMvTvDTV69d2QhUo9pNzAfXNNvX6QeL%2fhNY%3d
Auch nicht wirklich billig.

Nochmal: Was spricht eigentlich gegen den SMD-Adapter?
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #3562956
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Wie von den Vorrednern schon geschrieben, bedarf es deutlich mehr als 
eines entsprechenden Bausteins, um einen Wandler aufzubauen, der mehr 
als nur ein paar Bit an effektiver Auflösung besitzt. 
Leiterplattenlayout, Referenzspannungsquelle, Eingangsbeschaltung, usw. 
werden die erreichbare Auflösung definieren. Außerdem hängt die Auswahl 
des Wandlungsverfahrens sehr deutlich von der Messaufgabe ab.

Wenn es um eine Art Multimeter gehen soll, ist die Unterdrückung des 
Netzbrumms meist wesentlich wichtiger als die Wandlungsgeschwindigkeit. 
Somit bieten sich integrierende (Rampenwandler) eher an als abtastende 
Verfahren (Sukzessive Approximation). Audiowandler sind hingegen 
überhaupt nicht auf Genauigkeit hin optimiert, sondern auf hohe 
Linearität, insbesondere um den Eingangsmittelpunkt.

Ob für hochauflösende Multimeter ausschließlich Rampenwandler oder auch 
Sigma-Delta-Wandler geeignet sind, sorgt für reichlich Diskussionsstoff 
unter Experten. Die hierfür erforderlichen Betrachtungen übersteigen 
aber ganz wesentlich Deinen Kenntnisstand als Auszubildender.

Für eine messtechnische Anwendung müssen vor allem auch die 
Referenzspannung und z.B. die Eingangsspannungsteiler bzw. 
Messwiderstand sehr stabil und/oder driftkompensiert sein. Da kann man 
nicht irgendwelche Widerstände aus der Bastelkiste nehmen und auch 
keinen 7805.

Zum Thema SMD: Sehr gute Spannungsreferenzen sind auch gar nicht in SMD 
erhältlich, sondern ausschließlich bedrahtet, um zum einen die 
Übertragung mechanischer Spannungen von der Leiterplatte auf das Bauteil 
zu reduzieren und zum anderen eine thermische Isolierung zu ermöglichen.
Persönliche Seite #3562958
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Andreas Schweigstill schrieb:
> Zum Thema SMD: Sehr gute Spannungsreferenzen sind auch gar nicht in SMD
> erhältlich, sondern ausschließlich bedrahtet, um zum einen die
> Übertragung mechanischer Spannungen von der Leiterplatte auf das Bauteil
> zu reduzieren und zum anderen eine thermische Isolierung zu ermöglichen.

Dazu meist in der Blechbüchse (metal can package) untergebracht um den 
Referenz-Die abzuschirmen. Dann noch lasergetrimmt oder geschliffen... 
manche (etwa LTZ1000) sind das allerdings aus div. Gründen nicht
Gast #3565405
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hallo noch mal..

wie ich feststellen muss hat meine frage für viel diskusionsstoff 
gesorgt, daher zunächst einmal vielen dank an alle die sich beteiligen.

inzwischen ist mir klar geworden, dass ich um smd bauteile nicht herum 
kommen werden und somit auch nicht um adapterplatinen.

vorgestellt hatte ich mir die ganze sache wohl zu leicht.

jedoch zurück zum thema:

wenn ich mir den "MCP 3426A0-E/SN" (16-bit auflößung, smd) bei reichelt 
bestelle
(http://www.reichelt.de/MCP-3426A0-E-SN/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=109742&artnr=MCP+3426A0-E%2FSN&SEARCH=MCP3424), 
sammt adapter, denkt ihr ich kann damit präzise messen (zunächst einmal 
spannung), wenn ich den rest auf lochraster verdrahte?
#3565413
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@ supporter (Gast)

>sammt adapter, denkt ihr ich kann damit präzise messen (zunächst einmal
>spannung), wenn ich den rest auf lochraster verdrahte?

Naja, wenn die Schaltung und der Aufbau SEHR gut sind, könnte man 
vielleicht 12 Bit und etwas mehr halbwegs rauschfrei kriegen. Echte 16 
Bit Leitung auf Lochraster ist was für die wahren Könner. Selbst mit 
einer geätzten Platine, Masseflächen und viel PiPaPo ist das alles 
andere als einfach.
Gast #3565486
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So schlimm ist das mit dem Lochraster und layout hier nicht. Der AD hat 
einen Differenzeingang. Allerdings kann man von einem Sigma Delta AD 
nicht erwarten, dass das letzte Bit steht, so wie etwa beim ICL7106 
(typische alte DMMs). Für eine 50 Hz Unterdrückung solle man hier aber 
sowieso jeweils 6,9 oder 12 Werte mitteln. Wenn man schlechter als 12 
Bit wird hat an schon eine groben Fehler drin - so etwa 15 nutzbare Bits 
sollten drin sein, auch auf Lochraster. Nur ohne mitteln für ein bessere 
50 Hz Unterdrückung wird es natürlich ggf. schwer.

Zumindest hat man mit dem Wandler einen sehr einfachen Aufbau: einfach 
nur den Shunt, ggf. noch ein RC (oder LC) Filter und dann den A/D 
Wandler. Die interne Referenz ist schon gar nicht so schlecht (für den 
Preis), wenn auch ggf. der begrenzende Faktor.
Gast #3565547
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Die Messung so kleiner Widerstände ist schon nicht mehr so einfach. Das 
Problem ist dabei aber nicht der AD-Wandler, sondern der Analoge Teil 
mit der Messung sehr kleiner Spannungen. Mit Gleichspannung fällte es 
schwer besser als etwa 1 µV aufzulösen. Mit niederfrequenter 
Wechselspannung gehen ggf. noch 100 nV oder etwas weniger - das 
erfordert aber auch schon spezielle Verstärker.

Die logische Methode für Widerstände ist es den selben Strom durch den 
zu messenden Widerstand und einen Referenzwiderstand fließen zu lassen. 
Im Idealfall ist die Spannung am Ref. Widerstand die Ref. für den AD 
Wandler. Mit einem AD mit interner Ref. müssste man nacheinander messen 
- was die Fehler vergrößert bzw. wenigstens die Messzeit verdoppelt, 
oder man bräuchte einen 2. AD Wandler.
Gast #3565549
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>wenn ich mir den "MCP 3426A0-E/SN" (16-bit auflößung, smd) bei reichelt*
>bestelle
>(http://www.reichelt.de/MCP-3426A0-E-SN/3/index.htm...),
>sammt adapter, denkt ihr ich kann damit präzise messen (zunächst einmal
>spannung), wenn ich den rest auf lochraster verdrahte?

Wenn schon Reichelt dann das (DIL package/16 Bit Sigma Delta ADC on 
board):
http://www.reichelt.de/TEXAS-MSP430-Controller/MSP430F2013-IN/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=68423&GROUPID=2952&artnr=MSP430F2013+IN

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