Ja kannst du. Der AVR Dragon kann sehr viel AVR Typen programmieren
(leider nicht alle, achte darauf).
Fang erstmal mit einem 3x3x3 Cube an, da hast Du schon genug Leitungen
zu verdrahten. Das Prinzip lässt sich beliebig erweitern, aber dann wird
es schnell sehr aufwändig und teuer.
Falls Dir der Dragon zu teuer ist, kann ich Dir den Atmel AVR ISP MkII
empfehlen. der programmiert mehr AVR Typen, kann aber nicht debuggen.
Als Alternative zum Debugger bietet sich ein USB-UART Kabel an, dass Du
mit dem seriellen Ausgang des AVR verbindest. Dann kannst Du zum Test
Texte und Variableninhalte seriell ausgeben und auf dem PC Bildschirm
mit dem Programm Hammer-Terminal anzeigen. Achte darauf, dass die
Spannung des Kabels passt. Es gibt welche für 3.3V, 5V und +/-12V.
3.3V UART-Kabel kann man mit 5V Mikrocontrollern verbinden, indem man
einen 2,2k Ohm Widerstand dazwischen schaltet. Das gilt auch umgekehrt
für ein 5V Kabel an einem 3.3V Mikrocontroller. Kabel mit +/-12V Pegeln
sind nicht geeignet - das sind die Kabel, die im Computerladen als
USB-RS2323 Adapter angeboten werden. Die Variante für 3.3V oder 5V
findest Du bei Händlern für Mikrocontroller Zubehör, bei Amazon und bei
Ebay.
Letztendlich ist die Kombination UART-Kabel + AVR ISP MkII allerdings
nur 5 Euro billiger, als der Dragon. Nimm daher lieber den Dragon. Das
Debuggen (in den Chip rein schauen) macht für den Anfang richtig Spass,
die Kohle lohnt sich.
Nicht empfehlen kann ich die billigen ISP Programmer, die auf dem USBASP
Entwurf basieren. Sie funktionieren bei vielen Leuten unzuverlässig.
Wenn es schon ein billiger ISP Programmer sein soll, dann nimm einen,
der zwei Chips drauf hat (einen USB-UART Chip und einen
Mikrocontroller). Diese funktionieren zuverlässig.