Hallo Leute, ich habe zwar schon einen anderen Fred offen, da es hier aber speziell um den AM-Empfang geht mache ich einen neuen auf. Ich muss eine Empfänger-Schaltung realisieren und hoffe, dass ihr mir bei einigen Sache helfen könnt. Angefangen beim AM-Sender. Ich wollte eigentlich ein NF-Signal mit 15kHz erhalten, hoffe das es damit funktioniert. Ich weiß nicht genau, wie dort nun das HF-Signal bestimmt wird. Bei meinem Schwingkreis bin ich von 15Mhz ausgegangen(eigentlich sollte dort ein Drehkondensator rein, der den KW-Bereich abdeckt aber es ist ja nur eine Simulation). Mit der Diode wollte ich das Signal gleichrichten. Anschließend folgt der Hochpass, der die Gleichanteile rausfiltern soll, allerdings weiß ich nicht genau welche Resonanzfrequnez ich nehmen soll(bin von 15MHz ausgegangen). Zum Schluss kommt noch ein Tiefpass, den ich auf 15kHz eingestellt habe. Doch irgendwie klappt das alles nicht. Ich hoffe ihr könnte sagen wie ich die Schaltung verbessern kann, bzw. wie ich sie funktionstüchtig hinbekomme. Edit: Hochpass hinzugefügt.
Ich sehe da nur zwei Tiefpässe in Reihe. Wie sorgst du denn dafür, dass die Spannung am Schwingkreis über 0,7V kommt?
In Mühlacker mit 1 Meter langen Antennendraht könnte es klappen die 0,7 Volt. Aber nur bis 8. Januar 2012.
> Ich sehe da nur zwei Tiefpässe in Reihe. > Wie sorgst du denn dafür, dass die Spannung am Schwingkreis über 0,7V > kommt? AHh ich hoffe jetzt stimmt der Hochpass. Mit den 0,7V meinst du doch die Durchlass-Spannung der Diode oder? Gute Frage... eigentlich wollte ich ja 0.3V erreichen, da ich GE-Dioden verwenden wollte.
Werner Schubert schrieb: > In Mühlacker mit 1 Meter langen Antennendraht könnte es klappen die 0,7 > Volt. > Aber nur bis 8. Januar 2012. Ja. Das war dort ein hartes Schicksal als Jugendlicher mit einem Elektronik-Experimentierkasten. Im Begleitbuch stand: "verstellen Sie den Drehkondensator, um auf einen Sender abzustimmen....". Man konnte schrauben wie man wollte, es gab immer nur genau EIN Programm. Egal wie man abstimmte, Bandanfang oder -ende, überall war "Südfunk Stuttgart, erstes Programm".
Sooo nach etwas googlen habe ich herausgefunden, dass ich eine Ladeschaltung hinter der Diode brauche, den Hochpass habe ich rausgeschmissen. Es sieht nun aufjedenfall besser aus in der Simulation. Kann mir hier jemand vielleicht sagen wie ich diese Ladeschaltung richtig dimensioniere? Wie wichtig ist der Hochpass in einem AM-Empfänger? Und die letzte Frage sind die Frequenzen von denen ich ausgegangen bin korrekt?! Vielen dank
Hallo Basti Die Bauteilwerte sind bei Dir schon recht gut gewählt. Am Ausgang sollte ein Koppelkondensator folgen, denn sonst fließt dort ein Gleichstrom. Mit einer Schottky- oder Germaniumdiode geht es besser. Oder die Diode müsste auf 0,3 Volt vorgespannt werden. Meine Variante hat immer noch einen Klirrfaktor von >3%. Verbessern läßt sich das durch vergrößern der Impedanz rechts von der Diode. Die folgende Schaltung belastet den Demodulator, weshalb die Impedanz nicht beliebig erhöht werden kann. Deshalb haben aktive Demodulatoren mit 1 oder zwei Transistoren besserere Eigenschaften. Die Frage ist auch, soll der Demodulator besonders empfindlich sein oder einen niedrigen Klirrfaktor haben? Gruß, Bernd Nachtrag: Du hast ja zuvor 1MHz anstatt 15MHz verwendet und der Schwingkreis hatte da auch seine Resonanz. Deshalb hab ich bei 1MHz weitergemacht.
Also, zuerst mal vielen Dank für deine mühe. Ich konnte die Schaltung auch auf meine Trägerfrequenz umrechnen. Allerdings sind mir einige Werte der Bauteile noch nicht ganz klar. Vor dem Ausgang habe ich also einen Hochpass, der die Gleichanteile rausfiltert. Den dimensioniere ich so, dass ich möglichst die komplette Frequenz durchlasse, d.h. die Grenzfrequenz ist sehr klein(bei dir waren es glaube ich 15Hz). Habe ich das richtig Verstanden? C1 und R1 sind mir aber nicht ganz klar. C1 wird bei jeder pos. Halbwelle über R1 geladen, ok. Aber wie dimensioniert man diese Bauteile? Kann ich mit diesen 200mW auch ungefähr in der "realen Welt" rechnen, also bei einem richtigen KW-Empfänger, der so ähnlich aufgebaut ist? B e r n d W. schrieb: > Die Frage ist auch, soll der Demodulator besonders empfindlich sein oder > einen niedrigen Klirrfaktor haben? Uhh, ich bin kein Fachmann^^ Ich möchte am Ende nur einen hörbaren Sender haben. Dass man keine wunder von dieser Schaltung erwarten kann ist mir klar. Ich hoffe nur das man irgendwas reinbekommt
C1 und L1 bilden den Schwingkreis. Dieser wird durch den 50 Ohm Widerstand zum Schwingen angeregt. Die Diode lädt den C2 auf den Spitzenwert der HF-Schwingung auf und der R1 entlädtden C2 langsam wieder. Die Zeitkonstante T = R1*C2 muss schnell genug sein, um der Hüllkurve mit 15kHz folgen zu können. R4 und C4 bilden einen Tiefpass, der das Signal auf 15kHz begrenzt. Die Belastung durch die nachfolgenden Bauteile soll nicht zu groß sein, sonst wird das Signal leiser und es klingt schlechter. C3 trennt den Gleichstrom-Pfad und bildet mit der nachfolgenden Schaltung einen Hochpass. Für Musik kann der z.B. auf 20 Hz ausgelegt werden, für Sprache auf 100 oder 200 Hz. > mit diesen 200mW auch ungefähr in der "realen Welt" rechnen In einem normalen Weltempfänger wird das Signal zwischen 100mV und 1Volt betragen (nicht mW=Milliwatt). > Dass man keine wunder von dieser Schaltung erwarten kann > ist mir klar. Ich hoffe nur das man irgendwas reinbekommt Es gibt aktive Demodulatoren, welche schon viel kleinere Signale hörbar machen können. Dazu ist gerade mal 1 Transistor notwendig. Hier ging es letztes Jahr um ein ähnliches Thema: Beitrag "Kathodengleichrichter" Rundfunksender auf Kurzwelle übertragen ein NF-Signal bis ca. 4,5 kHz Bandbreite. Da ein AM-Signal aber zwei Seitenbänder hat, werde pro Kanal 9-10 kHz Bandbreite benötigt. Auf manchen Kurzwellen-Bändern beträgt der Kanalabstand aber nur 5 kHz, weshalb sich die Sender überlappen können. In dem Fall hört man einen 5kHz Pfeifton.
Soo, da in so einer Schaltung noch ein NF-Verstärker fehlt, habe ich den auch gleich noch verbaut. Dazu dient ein OPV. Laut Simulation verstärkt dieser auch mein Signal(wuhu). Jetzt aber das Problem wird das Signal auch am Ende gut erhalten bleiben? Bzw. was müsste ich verbessern (der OPV sollte erhalten bleiben). Das Ziel dieser Schaltung sollte es sein 1V(Projektvorgabe) am Ende zu erhalten. Das Problem ist natürlich das ich nicht weiß wie viel Volt ich unter realen Bedingungen erhalten werde. Nochmal vielen Dank an die Antworten, die ich von euch erhalten habe. Hat mir sehr geholfen! Edit: Sorry für das zweite Bild, manchmal sehe ich nicht ob das Bild schon drin ist oder nicht...
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