Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welche Diode nachkaufen?


von Tobias (Gast)


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Hallo,

mir ist auf einem MC Entwicklungsmodul die Diode D2 aufgrund von 
Überspannung durchgebrannt .

Kann mir jemand sagen, welche Diode das genau ist? Bzw. welche ich 
nachkaufen kann (am besten eine aus dem Sortiment des großen C, da ich 
nur dieses eine Teil benötige)

danke!
Tobias

von Mike (Gast)


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Tobias schrieb:
> mir ist auf einem MC Entwicklungsmodul die Diode D2 aufgrund von
> Überspannung durchgebrannt .

Wie hast du denn das hinbekommen?
Meinst du ohne Link, nur mit dem Schaltplanfetzen, kann man dazu 
irgendetwas sagen, außer dich zu bitten, die Quelle von VCC zu verraten?

von Max H. (hartl192)


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Tobias schrieb:
> mir ist auf einem MC Entwicklungsmodul die Diode D2 aufgrund von
> Überspannung durchgebrannt .
Wenn das Vcc an der Diode auch Vcc des µCs ist, sehe ich die Chancen 
dass der µC auch durchgebrannt hoch.

von (prx) A. K. (prx)


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Max H. schrieb:
> Wenn das Vcc an der Diode auch Vcc des µCs ist, sehe ich die Chancen
> dass der µC auch durchgebrannt hoch.

Wobei Sinn und Zweck einer Suppressor-Diode auch darin besteht, notfalls 
vor dem Rest durchzubrennen. Sonst hätte man sich die paar Cent sparen 
können.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Tobias schrieb:
> Kann mir jemand sagen, welche Diode das genau ist?

Nach dem Code "KEJ" könnte das P6SMB6.8A sein:
http://www.s-manuals.com/pdf/datasheet/p/6/p6smb6.8-p6smb200a_tsc.pdf
Sogar das Hersteller-Logo passt :-)

Gruß Dietrich

von Max H. (hartl192)


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A. K. schrieb:
> Wobei Sinn und Zweck einer Suppressor-Diode auch darin besteht, notfalls
> vor dem Rest durchzubrennen. Sonst hätte man sich die paar Cent sparen
> können.

Dietrich L. schrieb:
> Nach dem Code "KEJ" könnte das P6SMB6.8A sein

Der ATmega verträgt aber eine Versorgungsspannung von abolute maximum 6V 
und die Diode hat 6.8V.

von (prx) A. K. (prx)


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Max H. schrieb:
> Der ATmega verträgt aber eine Versorgungsspannung von abolute maximum 6V
> und die Diode hat 6.8V.

Das heisst aber nicht, dass der AVR zwangsweise bei 6,01V abraucht.

von 333390#postform (Gast)


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Max H. schrieb:
> Der ATmega verträgt aber eine Versorgungsspannung von abolute maximum 6V
> und die Diode hat 6.8V.

Naja, auch eine mit niederer Nominalspannung 5V eines anderen 
Herstellers zb. ONSemi (KE) haeette im Ueberspannungsfall lt. DB eine 
klemmspannung von bis zu ca. 9Volt. Echten Schutz fuer den uC bietet das 
wohl nicht.

von 333390#postform (Gast)


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333390#postform schrieb:
> Echten Schutz fuer den uC bietet das
> wohl nicht.

ergaenzend,

Also alleine, ohne ein weiteres vorgeschaltetes Sicherungselement 
welches bei erreichen eines bestimmten Stromes rechtzeitig die 
Reissleine zieht.

von Max H. (hartl192)


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A. K. schrieb:
> Das heisst aber nicht, dass der AVR zwangsweise bei 6,01V abraucht.
6.8V ist aber ein bisschen (13%) mehr als 6.01V.

von (prx) A. K. (prx)


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Empfehlung: Diode auslöten und Gerät mit korrekter Stromversorgung 
testen. Für die Funktion ist die Schutzdiode unnötig. Erst dann 
entscheiden, was ersetzt werden muss.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Egal.
Schmeiss die Diode einfach erst mal raus, betreib das ganze an einer 
wirklich konstanten Spannung (5V) und schau, ob der Rest noch 
funktioniert. Wenn nicht, kannst du dir auch das besorgen der Diode 
sparen. Geht alles noch, melde dich mal bei mir, habe ich da (5,6V)

von Tobias (Gast)


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Es handelt sich um diese Schaltung: 
http://alvidi.de/data_sheets/avr_modul.pdf
hatte den Spannungsregler versehentlich falsch beschaltet und damit 11,8 
Volt als Versorgungsspannung gehabt.

Das ist also die Überspannungs-Schutzdiode?
Dann sollte man doch annehmen, das die Schaltung noch funktioniert, wenn 
die Diode einen Sinn haben soll, oder?

von (prx) A. K. (prx)


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Tobias schrieb:
> Dann sollte man doch annehmen, das die Schaltung noch funktioniert, wenn
> die Diode einen Sinn haben soll, oder?

Gutes Zureden bringt dich dabei nicht weiter. Ausprobieren!

von D. V. (mazze69)


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Tobias schrieb:
> damit 11,8
> Volt als Versorgungsspannung gehabt.
>
> Das ist also die Überspannungs-Schutzdiode?
> Dann sollte man doch annehmen, das die Schaltung noch funktioniert, wenn
> die Diode einen Sinn haben soll, oder?

Die Frage ist eher, welche Leistung deine Versorgung hat.
Die Diode kann schon einiges ab.
War es ein gleichgerichtetes Schweißgerät?

Strombegrenzung sagt dir was?

von Tobias (Gast)


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Nein sagt mir nichts, bin Programmierer und habe deshalb auch ein 
Fertige Modul gekauft.
Da ich über JTAG Debugge und mein (nachgebautes) JTAG ICE keine eigene 
Stromversorgung und meine Anwendung auch noch erweitert werden soll habe 
ich mich für einen 3,5A Festspannungsregler entschieden (Nachdem der 
vorherige (1,5A9 sehr warm geworden ist.

von Ulrich H. (lurchi)


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Die Dioden haben immerhin die Eigenschaft, dass sie sich bei Überlast in 
der Regel mit einem Kurzschluss verabschieden. Die Chancen sind da gar 
nicht so schlecht, das der Rest der Schaltung durch eher kurze 
Überspannung bis etwa 9 V überlegt hat. Man sollte es aber schon 
ausprobieren, bevor man eine neue Diode besorgt und einbaut.


Bei den Linearreglern macht es wenig Unterschied ob man einen 0,5A oder 
5 A typen wählt: die freiwerdende Wärme ist die gleiche. Passender als 
ein größerer Regler wäre ein (ggf. kleiner) Kühlkörper. Es ist auch 
nicht so dramanstisch wenn der Regler ohen Kühlkörper gut warm (bis etwa 
80 C - also schon recht schmerzhaft beim anfassen) wird. Der kleinere 
Regler verhindert ggf. auch eine Zerstörung der Diode im Fehlerfall.

von Tobias (Gast)


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Danke! Das war mal eine konstruktive Antwort.

Ich werde zukünftig einen Kühlkörper nutzen.

Der Mikrocontroller ist offensichtlich heil geblieben, Glück gehabt.

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