Hallo Leute,
wie versprochen mache ich jetzt das kleine "How to" zum Tonertransfer.
Es gibt vermutlich so viele verschiedene Verfahren wie Leute die das
hier lesen, aber ich mache es SO und habe gute Ergebnisse.
Für erste Versuche braucht man nicht viel, es sind Dinge die in vielen
Haushalten ohnehin vorhanden sind.
Natürlich einen Laserdrucker, Druckerpapier, Geschenkpapier, Klebestift,
Malerkrep (Klebeband), Bügeleisen, Platinen-Basismaterial und Ätzmittel.
Ich verwende ein Ätzmittel aus Essig und Salz, also selbst das hat man
zuhause - dauert aber, bis man daraus eine ätzfähige Brühe bereitet hat.
Ist im Web beschrieben, ich möchte hier nur auf den Toner-Transfer
eingehen.
Das nachmachen erfolgt auf eigene Gefahr, ich übernehme keinerlei
Haftung für eventuell entstandene Schäden durch diesen
Erfahrungsbericht.
Also los: Zunächst stelle ich mir einen "Bügelteststreifen" her, damit
ich die optimalen Betriebsbedingungen (Temperatur/Zeit/Anpressdruck) für
den Transfer herausfinde. Dazu drucke ich mein Testbild (BuegelTest.pdf)
auf einem normalen Stück Druckerpapier aus. Im Bild (01TestStrip) ist
das zu sehen und was ich an Material als nächstes benötige. Über den
Ausdruck klebe ich mit Klebestift ein passendes Stück Geschenkpapier, in
der Art daß sich beim überdrucken der Ausdruck auf der Rückseite (weiße
Seite) des Geschenkpapiers befindet. Vorsicht mit dem Klebestift. Nicht
zu nah am Rand und nur ganz kleine Mengen verwenden, es darf nichts
davon auf die empfindliche Bildtrommel im Drucker kommen. Dann das
Papier noch einmal bedrucken, damit die Vorlage auf das Geschenkpapier
kommt (Bild 02TestStrip)
Den Geschenkpapierstreifen ziehe ich nun ab, und klebe ihn mit Krepband
auf ein leeres Blatt Druckerpapier (Bild 03TestStrip). Nun halte ich das
Blatt gegen das Fenster und zeichne, auf der freien Seite des
Druckerpapiers, die Striche der Zeiteinteilung des Testbildes nach. Dann
werden noch die Zeiten für die beiden Grenzstellen links und recht
daraufgeschrieben (04TestStrip). Für das Foto habe ich, wegen der
besseren Sichtbarkeit, einen Tintenstift verwendet, normalerweise
benutze ich Bleistift. Wenn die Sohle des Bügeleisens verschmutzt wird,
gibt es Ärger mit einer höheren Instanz.
Als nächstes klebe ich mit Krepband die vorbereitete Platine
(zugeschnitten, Fett- und Staubfrei) auf den Ausdruck und zwar so daß
sich die Kupferfläche und der Toner berühren (05TestStrip). Nun wird das
Ganze auf eine mehrschichtige Lage Zeitungspapier gelegt, die
selbstgezeichneten Linien nach oben. Ich lege mir noch ein Metallineal
an, damit ich weiß wie weit ich bügeln muß (06Buegeln). Das bügeln
beginnt bei der Spalte mit der größten Zeit, im Beispiel die 120
Sekunden-Spalte. Gebügelt wird mit leichten Druck und das Bügeleisen
wird dabei möglichst flach geführt. Da mein Zeitraster in 10
Sekunden-Schritten eingeteilt ist, bügle ich den Abschnitt 10 Sekunden
lang. Dann schiebe ich das Lineal einen Abschnitt weiter und bügle beide
Abschnitte für weitere 10 Sekunden (120 hat jetzt 20, 110 hat 10
Sekunden). Dann das Lineal wieder einen Abschnitt weiter (07Buegeln) und
so weiter. Beim letzten Abschnitt bügle ich dann 30 Sekunden lang, so
wurde dann jeder Abschnitt mit genau der angegebenen Zeit gebügelt
(08Bügeln). Die eingestellte Temperatur notiere ich mir, um bei keinen
guten Ergebnis den Test mit einer anderen Temperatur wiederholen zu
können.
Leute mit Laminator können einen Teststreifen mehrfach durchlaufen
lassen um die genaue Anzehl der Durchläufe zu ermitteln und den Versuch
bei verschiedenen Temperaturen wiederholen, um die richtigen
Betriebsparameter zu finden.
Der Test wird solange mit unterschiedlichen Zeiten und Temperaturen
durchgeführt, bis man die besten Parameter ermittelt hat. Das geht mit
dem Bügeleisen recht schnell, da man auf jedem Streifen viele Zeiten
hat. Sind die Parameter erstmal gefunden, werden sie notiert und können
von nun an verwendet werden. Erst wenn sich an Geräten oder Material
etwas ändert, muß ein neuer Test gemacht werden.
An meinem Teststreifen (09TStrip) sehe ich deutlich, bis 80 Sekunden ist
zu kurz für meine Temperatur. Im Bereich 90-110 Sekunden werde ich
mäßige Ergebnisse erhälten, ab 120 Sekunden werden meine Ergebnisse gut
sein. Ich habe noch einen weiteren Test bis 240 Sekunden gemacht, der
brachte keine Verbesserung mehr (aber auch keine Verschlechterung).
Ich habe die Bilder für den Transfer hier nur nachgestellt, da ich den
Test bereits durchgeführt und einen guten Teststreifen habe. Deshalb
verweise ich zum abziehen des Geschenkpapiers und dem ätzen der Platine
auf den folgenden Abschnitt mit der reelen Platine.
Nachdem wir nun im Besitz der richtigen Parameter für den Transfer sind,
kann es ernst werden. Meine Testvorlage befindet sich in der Datei
(BatCtrl - PCB.pdf), leider hat mein Layoutprogramm beim übersetzen in
PDF die Lötaugen bei den dicken Leiterbahnen zugekleister. Für einen
Probetransfer ist das aber unerheblich.
Den Ausdruck transferiere ich genauso wie den Teststreifen (ausdrucken,
Geschenkpapier aufkleben, überdrucken auf Geschenkpapier). Aber jetzt
muß ich mir keine Linien zeichnen, sonder kann gleich mit dem bügeln
beginnen. Die Lage von Platine und Layout sollte die gleiche wie beim
Teststreifen sein und ich lege auch wieder ein Stück Papier darüber
(Wegen gleicher Bedingungen und der höheren Instanz). In meinem Beispiel
hatte ich ja 120 Sekunden bei Temperatur (am Teilstrich zwischen
Baumwolle und Leinen ;) ).
Also das Bügeleisen bei mäßigem Druck gleichmäßig 120 Sekunden möglichst
flach über das Papier geführt. Nicht, wie manchmal beschrieben, bei
möglichst großem Druck und schon gar nicht mit den Kanten des
Bügeleisens nacharbeiten. Das drückt nur den Toner breit und führt zu
Unregelmäßgkeiten.
Nachdem die Bügelzeit abgelaufen ist, nehme ich das Bügeleisen weg und
lasse das Paket ein wenig zum entspannen liegen. Wenn es etwas abgekühlt
ist, gehe ich zum Wasserhahn und halte das Papier kurz unter den
Wasserstrahl. Es muß nicht eingeweicht werden, ein wenig anfeuchten
genügt (10Befeuchten). Mit dem Finger verteile ich das Wasser etwas an
der Oberfläche des Papiers, aber ohne dabei zu drücken. Das Papier
durchfeuchtet und das Layout beginnt durchzuscheinen. Wenn ich sehe, daß
die Feuchtigkeit überall den Toner erreicht hat, ziehe ich das Papier
vorsichtig ab (11Abziehen). Wenn der Transfer funktioniert hat, geht das
Papier leicht ab und es bleibt kein Toner am Papier zurück. Bleibt Toner
am Papier zurück, wurde der Transfer zu kurz oder zu kalt durchgeführt.
Haftet der Toner stark am Papier, so daß Teile des Papiers an der
Platine kleben bleiben (das ist der Fall wenn man rubbeln muß), wurde zu
heiß oder zu lange transferiert.
Im Bild hat es, bis auf ein kleines Stück am unteren Rand, gut
funktioniert. Vermutlich war dort ein Kupfergrat vom Platinenrand und so
konnte der Druck nicht wirken.
Sollte der Transfer nicht geglückt sein, wird der Toner enfernt und das
Spiel einfach wiederholt. War das "betonieren" erfolgreich, kann die
Platine geätzt werden (13Aetzen). Wie das funktioniert könnt ihr an
vielen Stellen hier nachlesen. Ich probiere im Moment grad das ätzen mit
schwimmender Platine. Die Methode habe ich erst vor kurzen erfahren
(danke Paul), und kann noch nicht viel dazu sagen. Zum ätzen der
Teststreifen ist sie aber ganz gut, da dabei die Tonerschicht gnadenlos
angegriffen wird.
Nach dem ätzen entferne ich den Toner mit einem Stück Küchenrolle mit
Pinselreiniger befeuchtet (14TonerWeg). Bei meinem Toner funktioniert
das tadellos.
Das Bild (15Platine) zeigt das Ergebnis im Auflicht und das Bild
(16Gegenlicht) zeigt sie im Gegenlicht - da ist die Qualität sofort
ersichtlich.
Ich arbeite mit zwei verschiedenen Druckern und habe dabei festgestellt,
daß es gravierende Unterschiede in den Tonern gibt. Mein erster Drucker
ist ein Kyocera/Mita FS1010. Sein Toner hat eine vergleichsweise poröse
Struktur, mein zweiter Drucker ist ein HP Laserjet P2015. Sein Toner hat
eine vergleichsweise zähe Struktur. Mit dem Kyocera ist es schwierig
eine dichte Tonerschicht auf Flächen und breite Bahnen zu bekommen,
dafür macht er hervorragende Ausdrucke für Lötstopmasken auf
Transparentpapier. Mit dem HP ist es ein Kinderspiel zu betonieren, aber
auf Transparentpapier versagt er völlig.
Nun wäre es schön, wenn ihr von euren Platinen Bilder macht und die
dabei verwendeten Geräte/Materialien mit angebt. Ich mache gleich den
Anfang:
Drucker HP Laserjet P2015 auf Geschenkpapier, Transfer mit Bügeleisen,
Einstellung auf Trennstrich Baumwolle/Leinen, geätzt in Kupfer2chlorid.
Brauchbarkeit: sehr gut!
Drucker Kyocera/Mita FS1010 der Rest wie beim HP.
Brauchbarkeit: gut!
Nun wünsche ich euch viel Spaß und viel Erfolg und bitte um möglichst
viele Rückmeldungen.
Gruß. Tom
Hallo Tom,
Deine Ergebnisse sind wirklich exzellent und können jeder Zeit mit der
Belichtungs-Methode mithalten, siehe Thread
Beitrag "Toner-Transfer vs. Belichtung - zeigt her die Platinen :)"
Hätte nicht gedacht das daß mit nem Bügeleisen auch so gut funst (aus
eigener Erfahrung), ich würde wie immer einen Laminator empfehlen.
Was jetzt noch fehlt sind Versuche mit größeren Karten, halbes/ganzes
Euro-Format. Hab ich selbst noch nicht gemacht, bei der Größe wird es
immer auch gleich doppelseitig und da hat nun mal das Belichten einen
entscheidenden Vorteil, einfachere und exaktere Deckungsgleichheit.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Teoderix
PS:
Du hast Dir so viel Mühe gemacht, dies auch anderen zur Verfügung zu
stellen, es wäre schade wenn das hier in einem Thread versinkt! Mach
Dir doch auch noch die Mühe einen Artikel zu erstellen, BITTE!
Hallo Teo Derix,
danke für das Kompliment. Mit größeren Formaten ist das kein Problem,
ich habe eine LED-Platine für einen Euro-Karten Belichter damit gemacht
die ist ein paar Zentimeter größer als Euro-Format. Man muß nur die
größere Wärmeableitung berücksichtigen und deshalb länger oder heißer
Bügeln.
Ich habe lange überlegt, ob ich mir einen Laminator zulege und mich dann
dagegen entschieden. Damit schränke ich mich zu sehr ein. Mit dem
Bügeleisen habe ich die drei Prozessparameter Wärme, Zeit und Druck viel
besser unter Kontrolle - es setzt aber etwas Erfahrung voraus.
Doppelseitig habe ich noch nicht versucht, kann mir vorstellen dass es
mit einer Vorlagentasche auch funktioniert. Ich mache ja ausschließlich
eigene Platinen, da setze ich lieber ein paar Brücken als den Aufwand
der zwei Seiten. Werde es aber demnächst mal probieren, interessiert
mich selbst.
Sorry, ich habe keine Ahnung wie man hier einen Artikel schreibt, sonst
hätte ich das gemacht.
Gruß. Tom
Hallo lutz,
danke für die Links. Werde mich mal damit beschäftigen und einen Artikel
einstellen, aber heute nicht mehr. :)
Ich bin schon sehr gespannt, auf die ersten Bilder. Ich denke einige
haben alles Nötige zuhause und sind vielleicht schon am bügeln. Das
Verfahren geht ja recht recht schnell, ist doch einer der vielen
Vorteile. Und nachdem noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, macht
es gar nichts wenn es nicht so schön aussieht. Für meine ersten
gebügelten Platinen müßte ich mich heute noch schämen :) aber ich habe
sofort das dahintersteckende Potential erkannt.
Gruß. Tom
Ich finde das Verfahren sogar für eine Schülerfreizeit geeignet.
Die Benutzung eines Bügeleisens ist die Variante mit den geringsten
Kosten und die Fertigkeiten der Benutzung allgemein bekannt.
Der Laminator Pavo HD320 -Pro-Plus Laminator den Rudi.p genutzt hat, ist
etwas teurer. In seinem Beitrag sind aber die drei technologischen
Schritte klar getrennt, und benötigen jeweils ein teures Gerät, dass
das Taschengeldkonto überschreitet.
Es ist möglich durch das Tonerverfahren viel zu lernen, z.B. wie eine
Temperaturreglung arbeitet, Sicherheitsvorschriften und mechanische
Antriebe.
Das Fotoverfahren nutzt das Licht, und wer darüber etwas lernen will.
Hallo Leute,
eigentlich dachte ich heute ein paar Platinen sehen zu dürfen?
Habe mich aber trotzdem gut über die Einfältigkeit mancher Leute
amüsiert. Die Frage ob nun belichten oder betonieren besser ist wurde im
Thread "Belichten vs. Tonertransfer" längst geklärt.
@lutz: Laß dich nicht provozieren. Jeder hat das Recht ein Brett vor dem
Kopf oder Scheuklappen zu tragen. Wenn sich jemand damit selbst die
Möglichkeiten einschränkt, ist das sein Problem und nicht unseres. Und
wir werden es ganz sicher auch nicht zu unserem Problem machen.
Und die Leute die glauben, daß der Transfer aufwändiger sei als
Belichten, haben vermutlich noch nicht einmal ordentlich belichten
gelernt.
In dem Sinne allen einen schönen Tag. Tom
man braucht eben KEIN Fotobeschichtetes Material. Wenn mn noch Kiloweise
aus "Altbeständen" liegen hat, warum nicht. Immernoch einfacher, als mit
der Zentrifuge den Fotolack auftragen - wie ich finde.
ich bestelle trotzdem bei Q-PCB.
Aber nette Alternative allemale... mitm Bügeleisen :)
Was ist das mit "Essig und Salz"?
Warum nicht Natriumpersulfat oder Eisen-3-Chlorid?
@Tom
Nichts desto Rotz, äh Trotz bedanke ich mich für die Mühe, die Du Dir
an diesen heißen Tagen durch Bügeleisen und Sonne mit dem Text und der
Beschreibung gemacht hast.
Das mußte ich mal sagen, denn langsam habe ich das Gefühl, daß Häme und
Undankbarkeit immer mehr um sich greifen.
MfG Paul
Schimanski schrieb:> man braucht eben KEIN Fotobeschichtetes Material. Wenn mn noch Kiloweise> aus "Altbeständen" liegen hat, warum nicht.
Nicht zu vergessen die begrenzte Lagerfähigkeit, von beschichteten
Material.
Kleinere einseitige, sind so auch schneller her zu stellen und wenn mal
was schief geht, ist der Frustfaktor auch um einiges kleiner. Platte
neu geputzt und los geht von vorne. Anstatt das teil in die Tonne
klopfen zu müssen :)
Paul Baumann schrieb:> Das mußte ich mal sagen, denn langsam habe ich das Gefühl, daß Häme und> Undankbarkeit immer mehr um sich greifen.
Die, die beim Schwanzlängen-Vergleich, immer den kürzeren ziehen,
brauchen schließlich auch ein Hobby :D
@Paul: ich danke dir für die neue Methode, finde sie ausgesprochen
interessant. Ihre Stärke hat sie schon bei den Teststreifen bewiesen,
mit meiner üblichen Methode sind die Ergebnisse nicht so deutlich.
Das schöne Wetter habe ich trotzdem genutzt, viele so schöner Tage haben
wir leider nicht ;P
@Schimanski: Im Grunde ist das die (beinahe) normale
Kupfer2chlorid-Methode. Die Brühe verbraucht sich nicht, sondern wird
mit mit jedem gelösten Kupferatom kräftiger.
Vereinfacht beschrieben befindet sich in der Brühe CuCl2, welches am
Kupfer ein Chloratom an ein Kupferatom abgibt. So daß dann zwei
CuCl-Moleküle in der Brühe vorhanden sind. Diese beiden CuCl-Moleküle
werden in einer sauren Umgebung unter Beteiligung von Sauerstoff zu
CuCl2, welche dann wieder...
Im HCl / H2O2 geführten Prozess kommen Chlor und Säure von HCl und der
Sauerstoff von H2O2 oder aus der Luft wobei sich HCl verbraucht . Beim
Essig/Salz geführten Prozess kommt das Clor aus dem Salz, die Säure vom
Essig und der Sauerstoff aus der Luft wobei sich Salz verbraucht.
Zusammengefasst: Die Brühe wird mit jedem Ätzvorgang kräftiger und
regeneriert an der Luft von selbst. Ideal für Hobbyätzer: Nach dem ätzen
steht sie im offenen Behälter und bis zum nächsten ätzen ist sie wieder
scharf. Mann muß sie nie wegkippen. Lutz hat das in einem Artikel hier
gut beschrieben und im Netz findet man auch etwas drüber.
Nachteilig ist, daß es einige Zeit in Anspruch nimmt ein ätzfähige Brühe
zu haben.
Gruß. Tom
Hi Tom,
tolle Anleitung!
Zum Bild 12. Betoniert
http://www.mikrocontroller.net/attachment/220150/12Betoniert.JPG eine
Anmerkung:
Der Toner ist weiß, d.h. es sind Fasern vom Geschenkpapier im Toner.
Mit dem gestrichenen/China-Papier passiert das nicht, meiner Erfahrung
nach wird das Ergebnis ohne festgebackene Fasern besser.
Wenn du möchtest, schicke ich dir einen Bogen vom China-Papier.
Viele Grüße
Hallo Daniel,
das Weiße auf dem Toner sind keine Papierfasern, sondern Reste der
Beschichtung des Papiers. Das ist ein feines weißes Pulver und läßt sich
Problemlos mit Wasser abwaschen. Es stört aber nicht weiter und so spare
ich mir die Arbeit.
Wären es Fasern, so wäre die hohe Präzision von Geschenkpapier nicht
erreichbar. Ich selbst habe das China-Papier noch nicht probiert, aber
Ausdrucke und Platinen davon gesehen. Das ist mit Sicherheit nicht
schlechter als Geschenkpappier, aber teurer und schwerer zu Beschaffen
(jemand berichtet von vier Wochen Lieferzeit). Ich schaffe es mit
Geschenkpapier Bahnen bis zu 2mil Breite (ca. 50µm) auf die Platine zu
bringen. Das ist deutlich besser als ich benötige, also komme ich mit
Geschenkpapier ganz gut zurecht.
Wir haben dazu im Thread "Toner-Transfer vs. Belichten" eine Reihe
Versuche gemacht. Da dort nichts mehr passiert, werde ich noch mein
Fazit verfassen und für meinen Teil beenden.
Danke für den Hinweis. Tom
Hallo Daniel,
danke für das Angebot, aber ich brauche es wirklich nicht.
Aber dank deiner Anregung habe ich mir die Bilder nochmal genauer
angeschaut und etwas Interessantes entdeckt.
Auf Bild 12Betoniert ist tatsächlich eine Papierfaser zu sehen. Auf dem
breiten Steg zwischen LED und Vorwiderstand bei >13V ist mittig unten
eine Papierfaser zu sehen. Die Spuren welche sie hinterlassen hat,
findet man in der Platine (Bild 15 & 16) als kleinen Fehler wieder.
Daran ist aber gut zu erkennen, wie groß die Faser gegenüber der
Beschichtung ist.
Gruß. Tom
TomA. schrieb:> Wir haben dazu im Thread "Toner-Transfer vs. Belichten" eine Reihe> Versuche gemacht. Da dort nichts mehr passiert, werde ich noch mein> Fazit verfassen und für meinen Teil beenden.
Der Thread ist meiner Meinung nach aus zwei Gründen so still geworden.
Zum einen hat (bis auf Dieter selbst) nicht ein einziger Belichter das
Testlayout präsentiert. Zwar wurden andere, schöne Arbeiten gezeigt,
aber das sind halt längst gelegte Eier, die zur tatsächlich erreichbaren
Auflösung auch nicht direkt was aussagen können.
Zum anderen finde ich, daß das Streben nach weiterer Präzision deutlich
nachgelassen hat. Sprich, es wird angenommen, 3mil seien das Minimum und
gut. Dabei muss man bedenken, daß Dieter einen Film geordert hat. Wenn
er jetzt noch die eigentlich seit Jahrzehnten bekannten Dinge wie
Punktlicht, Vakuumbelichtung und schnelle Ätzung beherzigt, flattert uns
Transferierern plötzlich eine Platine in den Thread, die uns regelrecht
demontiert! Falls das so kommt, sollten wir nicht immer noch an mehreren
Stellen an der Qualität sparen. Momentan ist das aber schon der Fall.
Der Thread ist ein Wettstreit, und ja auch von Anfang an so geplant. Der
Spaß daran kommt aber erst durch den Aha-Effekt, wenn ab und an jemand
eine noch krassere Platine als je zuvor einstellt. Damit das auch so
passiert, ist es eher ungünstig, allzu oft zu sagen: "jaa, so würde es
schon besser gehen, aber ich habe doch seit Jahren dies und jenes hier,
kann ich doch auch damit machen". Bisher habe ich eigentlich fast nur
sowas gelesen, leider.
Es driftet fast schon in das übliche Schema ab: wie bekomme ich mit den
billigsten Mitteln eine halbwegs brauchbare Platine hin?
Dabei ist alles Nötige für extreme Auflösungen längst geklärt, es muss
nur angewandt werden. Machen wir es nicht, macht es irgendwann ein
Belichter, ganz sicher.
Werde die Tage auch einen neuen Drucker kaufen, und noch mal ne Platine
veröffentlichen. Würde mich freuen, wenn der Thread bis dahin einen
etwas ehrgeizigeren und wissenschaftlicheren Charakter annehmen würde.
Selbst wenn der Thread irgendwann naturgemäß in der Versenkung
verschwindet, wird man den noch auf Jahre hinaus in irgendwelchen Links
sehen. Und zwar dann, wenn wieder mal die Frage auftaucht: Belichten
oder Tonertransfer?
Hallo 0815,
wieder vom verlängerten Wochenende zurück :)
Die Frage Tonertransfer oder Belichtung kommt ganz sicher immer wieder,
und das ist auch gut so. Nach meiner Meinung sind wir Qualitativ an
einem Punkt, wo uns ein anderes Verfahren (das ätzen) die Grenze setzt.
Die Aufmerksamkeit könnte also jetzt diesem Punkt gelten. Vermutlich
läßt sich da noch einiges verbessern.
Ich selbst halte es aber für angebrachter unsere Erfahrungen in die
Praxis zu übertragen und der breiten Anwenderschaft zugänglich zu
machen. Viele haben einfach Probleme die für sie geeigneten Verfahren zu
finden und die vielen, teils widersprüchlichen, Beschreibungen machen es
ihnen auch nicht leichter.
Ich erwarte vom Nachbarthread nicht mehr viel, die Belichter hielten
sich dort auffällig zurück und so wird das auch bleiben. Dieter ist da
eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen. Ich werde natürlich wieter
beobachten was sich dort tut.
Gruß. Tom
0815 schrieb:> etwas ehrgeizigeren und wissenschaftlicheren Charakter annehmen würde.
Also auf Toms Paltine hat die haeflte gefehlt und er vertritt auch hier
die These beiden Methoden seien gleichwertig.
Ein Belichter der sein Handwerk versteht bekommt nahezu immer ein
gleichwertiges Ergebnis gleichgueltig ob breite oder feine Bahne oder
grosse Flaechen auch spielen die Abmessungen dabei keine Rolle.
Von deiner Platine hat man auch keine wirklichen Nahaufnahmen gesehen.
Aus der Entfernung sieht das immer einigermassen gut aus.
Die Linien werden alles andere als wirklich scharf und gerade verlaufen.
Unbenommen dessen nat. das sie problemlos funktioniert.
Extra Drucker kaufen?
Extra Presse bauen?
Extra Sonderpapier?
Damit verliert die Methode alle ihre Vorzuege besonders deren
Einfachheit und das Ergebnis kommt dennoch nicht ans belichten heran.
Mit jeder gedruckten Seiten verschlechtert sich das Ergebnis.
Insgesamt ist die Prozedur viel Fehleranfaelliger.
Tolle Sache, aber den Beweis dass das Ergebnis den Aufwand rechtfertigt
bliebst du bislang schuldig. Also ran :) guter Mann.
> Selbst wenn der Thread irgendwann naturgemäß in der Versenkung> verschwindet, wird man den noch auf Jahre hinaus in irgendwelchen Links> sehen. Und zwar dann, wenn wieder mal die Frage auftaucht: Belichten> oder Tonertransfer?
ex3055 schrieb:
> keine wirklichen Nahaufnahmen
Bitte schön. Noch was zum Meckern. Ich habe mit der maximalen Temperatur
die Leiterplatte solange gebraten, bis Blasen entstanden sind.
___________________________________________________________
Von mir ein herzliches Dankeschön an Tom, Dieter, Rudi und alle anderen.
Die letzte Woche habe ich eine Menge über die Leiterplattenherstellung
gelernt. Vielen Dank.
Lutz
TomA. schrieb:> sind wir Qualitativ an> einem Punkt, wo uns ein anderes Verfahren (das ätzen) die Grenze setzt.> Die Aufmerksamkeit könnte also jetzt diesem Punkt gelten. Vermutlich> läßt sich da noch einiges verbessern.
Ja, an diesem Punkt gibt es eher Rückschritte als Fortschritte. Bisher
hat ja noch nicht mal jemand ne 18µ probiert. Oder versucht, sein Ätzbad
besser zu bewegen. Das ist bei Auflösungen um 1mil regelrecht töricht.
TomA. schrieb:> Ich selbst halte es aber für angebrachter unsere Erfahrungen in die> Praxis zu übertragen und der breiten Anwenderschaft zugänglich zu> machen.
Hier in dem Thread, klar! Bei Tonertransfer vs. Belichtung geht es aber
primär um den Wettstreit, bzw. die Vergleichbarkeit, was mit welchem
Verfahren maximal erreicht werden kann. Falls da am Ende zuverlässige
1mil oder weniger bei raus kommen, macht die auch trotz Anleitung kein
Anfänger. Daher liegt es einzig und allein an denen, die es ohnehin raus
haben, die Latte (auch sich selbst) immer noch ein wenig höher zu legen.
Es soll gezeigt werden, was durch Technik und Wissen möglich ist, gern
natürlich auch incl. dem Nennen der Eckpunkte, WIE das möglich wurde.
Darin sehe ich die Herausforderung zumindest, und denke, daß nur so auch
der Antrieb kommt, weitere Platinen zu versuchen.
TomA. schrieb:> Ich erwarte vom Nachbarthread nicht mehr viel, die Belichter hielten> sich dort auffällig zurück und so wird das auch bleiben.
Kann mir durchaus vorstellen, daß der Thread immer wieder mal aufflammt.
Ist ja bei vielen solchen "Streitthemen" der Fall. Klar hat der Transfer
bisher gut abgeschnitten, aber vielleicht braucht es gerade eine
Superplatine aus der Belichter-Ecke, damit weiterer Ansporn entsteht?
TomA. schrieb:> wieder vom verlängerten Wochenende zurück :)
Gar nicht mal, habe das Geschehen die ganze Zeit verfolgt. Nur wird es
halt langweilig, wenn man die die Grenzen verursachenden Techniken beim
Namen nennt, aber alle dennoch bei Schema F bleiben. Um am Ende zu
beschließen: besser geht es einfach nicht, kann man nichts machen.
Da bin ich scheinbar viel mehr Kinnmuskelspanner als der Durchschnitt.
Wenn hier plötzlich jemand mit 1mil-Platinen um sich schmeißt, bin ich
ab sofort am Aufrüsten, soviel ist sicher! ;-) Mag bekloppt sein, aber
einerseits bringt es mich auch bei normalen Platinen weiter,
andererseits ist das ein ganz normales Verhalten bei einem Wettstreit.
Hallo ex3055,
ich stimme dir nicht in allen Punkten zu, aber grundsätzlich gebe ich
dir Recht. Das bestechende am betonieren ist seine einfache Handhabung,
je mehr Aufwand man da betreibt, umso uninteressanter wird es.
Dem normalen Anwender reicht die damit erzielbare Qualität allemal. Und
vieles dabei ist Glaubenssache, doch um Glaubenssachen zu diskutieren
sollten wir ein religiöses Forum suchen :)
Dabei bekomme ich jetzt aber eine Glaubenskrise - ich glaube das mit den
Bildern von Platinen hier wird wohl nichts :(
Amen. Tom
Immer wenn ich denke das mit Bildern wird nichts, kommt von irgendwoher
eines angeflatter :) Hoffentlich ist das im Nachbarthread auch so.
@lutz: Was für ein Turbobügeleisen hast du angeschafft? ich habe es mit
Meinem noch nicht zur Blasenbildund der Kupferschicht gebracht.
Und - die richtigen Parameter für dein Equipment schon gefunden?
@0815: Wenn endlich mal ein Belichter das Testmuster in guter Qualität
zeigen möchte, wäre der Ehrgeiz sicher wieder erweckt. Dazu müßte er die
Vorlage mit dem Drucker ausdrucken und den üblichen Methoden ätzen. Das
mit einem professinellen Belichtungsgerät auf Film eine ganz andere
Qualität erzielbar ist weiß ich auch, das ist aber nicht vergleichbar.
Für einen realistischen Vergleich müssen die Ausgangsbedingungen gleich
sein. Die bisherigen Bilder von belichteten Platinen sind ein gutes
Beispiel. Sie zeigen ein anderes Layout und sind damit nicht
vergleichbar.
Daniel schrieb:> Mit dem gestrichenen/China-Papier passiert das nicht, meiner Erfahrung> nach wird das Ergebnis ohne festgebackene Fasern besser.
Je mehr vom "festgebackene Fasern" desto besser das Ergebnis.
Die Beschichtung verbindet sich mit dem Toner (Toner wird
eingesaugt?...)
und dann sehr einfach trennt sich vom Papierkern. Im Effekt entstehen
Flächen vom Gemischt Toner-Beschichtung. Durch bessere Abdeckung werden
die Kupferflächen nicht beim Ätzen „durchgesiebt“.
TomA. schrieb:> Was für ein Turbobügeleisen hast du angeschafft
Liegt nicht nur am Bügeleisen. Seit bleifrei angesagt ist, vertragen die
Leiterplatten höhere Temperaturen. War irgendwas aus der Bastelkiste und
ich wollte ex3055 eine Freude machen.
:)
Langsam kommt Leben in die Bude!!!
Meine Testplatine ziert jetzt ein Lötstopmäntelchen und die
Bestückungsseite ist weiß lackiert (als Kontrast für den
Bestückungstransfer). Mit dem HP habe ich noch keinen Bestückungsdruck
gemacht, bin schon gespannt.
Danach werde ich sie sogar noch bestücken und auf Funktion testen. Wer
am Ende das schlechteste Layout abgeliefert hat bekommt das Ding dann.
Dem Besten brauche ich es ja nicht geben, der macht sie sich in ein paar
Minuten selbst. :P
Tom, ich seh gerade, daß Du das Papier vor dem Abziehen noch einweichst.
Diesen Schritt spare ich mir, ich zieh das Papier noch heiß von der
Platine ab.
Hast Du schon mal nachgemessen, ob das aufgebügelte Layout noch 1:1 auf
der Platine landet? Ich hab manchmal Probleme wenn ich ein zweiseitiges
Layout mache und sich die 2 Seiten nicht gleich verzogen haben. Die
Durchkontaktierungen treffen dann nicht 100%ig, eine Seite scheint
größer übertragen zu sein.
Ihr habt leider meine Kritik nicht verstanden. Es geht in dem bekannten
Thread (endlich mal) nicht um billige Machbarkeit, sondern um maximal
erreichbare Qualitäten. Da interessieren keine Rüstkosten, oder ein
hoher Arbeitsaufwand je Platine.
Wenn ich Bester in der Formel 1 werden will, trete ich nicht mit ner
Seifenkiste an, und hoffe auf den Sieg. Selbst wenn ich seit Jahrzehnten
der König der Seifenkistenrennen bin.
Und darüberhinaus geht es ja noch nicht mal um hohen Aufwand, wie man
den Ergebnissen der Bügelmethode klar entnehmen kann. Auch kann man
einen Laminator nicht gerade als ruinöse Anschaffung bezeichnen, aber
spätestens mit diesem ist JEDE Qualität möglich. Es geht um
Schalenätzung, 35µ-Platinen, falsches Papier usw. Leicht vermeidbare
Fehlerquellen also. Genauer geht es gerade um den Gedanken, es müsse
auch einfach hinzubekommen sein. Wird aber gerade weiterhin genau so
verfochten. Auch kann man die Belichtermethode nicht als prinzipiell
besser annehmen, solange es dazu nicht einen Beweis gibt. Sollte da
irgendwann mal eine tolle Platine einschwirren, soll der Transfer
wenigstens alle Möglichkeiten ausgereizt haben.
Hallo Gerhard,
ich habe es noch nicht mit einfachen abziehen des Papiers versucht, wenn
es funktioniert - warum nicht. Bei der nächsten Platine probiere ich es
mal aus.
Die Formstabilität ist ein Problem der Methode. Ich mache Layout und
Lötstop auf unterschiedlichen Trägern und sie passen dann nicht wirklich
zusammen. Je größer die Platinen, desto größer der Unterschied. Da
könnte gestrichenes- oder das China-Papier doch Vorteile haben!
Nun, da wäre hier doch gleich der richtige Ort dieses Problem zu klären.
Wer über gestrichenes- oder China- oder Sonstwas-Papier verfügt kann
doch mal zwei Ausdrucke machen. Den Einen tasächlich transferieren und
anschließend den Anderen damit vergleichen.
Ich probiere das mal mit meinem Geschenkpapier.
TomA. schrieb:> Nun, da wäre hier doch gleich der richtige Ort dieses Problem zu klären.
Sollte mich mit meinem Profi-Drucker da wohl besser enthalten, weil...na
ja, Ihr wisst schon...so kann es ja jeder, und der Vergleich ist auch
tatsächlich langweilig. Für mich inakzeptabel wird es erst, wenn es am
Ende heißt, es ginge per Tonertransfer nicht besser. Das ist schwer zu
verdauen, weil es nicht der Wahrheit entspricht.
Falls es überhaupt wen interessiert, kann ich euch den tatsächlich
erreichbaren, minimalen Versatz bei SRA3 ermitteln. Das vielleicht dann
wieder im Hauptthread...
P.S. habe für den Drucker auch keine 5000 Euro gezahlt, sondern 32
Euro...
0815 schrieb:> Falls es überhaupt wen interessiert, kann ich euch den tatsächlich> erreichbaren, minimalen Versatz bei SRA3 ermitteln.
Naja, interessant daran ist das Ergebnis einer doppelseitigen
Platine, denn das wäre ja der Punkt, bei dem der Versatz vor allem
stört.
Jörg Wunsch schrieb:> Naja, interessant daran ist das Ergebnis einer doppelseitigen> Platine, denn das wäre ja der Punkt, bei dem der Versatz vor allem> stört.
Na ja klar, ohne sowas geht ja gar kein Vergleich...wobei ich dann keine
450x328mm große Platine fertige, wenn es gestattet ist. Ein doppelter
Ausdruck z.B. eines so großen Rechtecks genügt. Foto wird auch schwierig
bzw. sinnlos, kann nur den maximalen Versatz messen und mitteilen...er
wird auf jeden Fall sehr gering, auch ohne vorherigen Leerdurchlauf.
Habe vor einiger Zeit schon zwei Platinen dieser Größe zu einer noch
Größeren, Einseitigen zusammengefügt, und es gab zumindest an der
415mm-Schnittkante KEINEN Längenunterschied (dies war die Heizung zur
geplanten Laminatpresse). Ein Ausdruck mit einem billigen A4-Drucker
verlief schon dabei katastrophal (verzogen, regelrecht verdreht, nicht
maßhaltig usw.)
Rechtwinkligkeit ist bei ner Doppelseitigen natürlich nochmal ne andere
Sache, mal sehen...
Hier bin ich wieder und meiner Ergebnisse habe ich gleich mitgebracht.
Transferiert habe ich ein beinahe Europa-Format. Laut Layoutprogramm hat
es 124,46mm Länge und 100,33mm Breite - mit dem Lineal am Ausdruck
nachgemessen komme ich auf das gleiche (ich kann keine 100tel ablesen).
Als Träger habe ich einfach eine Euro-Platine, mit 105µm Kupferschicht,
aus der Kiste genommen und nicht vorbehandelt, weshalb der Transfer
nicht gut geworden ist. Ist aber egal, es geht ja nur um die Maße. Da
die feinen Passerkreuze den Transfer nicht mitgemacht haben, mußte ich
zwischen den Eckbohrungen mit folgendem Ergebnis messen:
Ausdruck: 109,5 x 85,0mm
Platine: 109,0 x 84,5mm (Fehler < 0,5%)
Gemessen mit normalen Schullineal.
Die Vorlage schrumpft durch den Transfer. Das entspricht den
Erwartungen, da das Papier trocknet. Es ist nicht viel aber für einen
deutlichen Versatz bei doppelseitigen Platinen reicht es aus. Was
allerdings noch zu beweisen wäre, denn die zweite Seite wird mit dem
gleichen Papier transferiert und in einer Tasche auch zur gleichen Zeit
- wodurch sich der Schwund womöglich, zumindest teilweise, ausgleicht.
Wir könnten den Transfer nun dahingehend verändern, daß durch niedrigere
Temperatur und längere Transferzeit der Schwund kleiner wird. Aber erst
mal abwarten, was andere Transfermedien dazu sagen.
Nebenbei habe ich auch versucht das Papier warm abzuziehen, es ist ein
guter Teil des Layouts am Papier geblieben. Das bedeutet aber nicht
viel. Am Ergebnis sehe ich daß ich generell zu kurz/kalt gebügelt habe.
Und wenn überhaupt schon eine Aussage darüber zu machen ist dann die,
daß es mit MEINEM HÄSCHENPAPIER nicht geht.
@0815: Wenn sich im Nachbarthread etwas entscheidendes tut, bin ich
gerne bereit mich wieder zu beteiligen. Aber im Moment ist dort völliger
Stillstand :(
0815 schrieb:> Ein doppelter Ausdruck z.B. eines so großen Rechtecks genügt.
Nein, da es ja immer noch ein Risiko gibt, dass sich beim Aufbügeln
oder -laminieren etwas verzieht. Interessant ist schon das Ergebnis
der Platine.
Ja, es wird schwierig, das zu fotografieren, ich weiß. Kann man
eigentlich nur, indem man die jeweiligen Bohrungen von beiden Seiten
fotografiert. Aber mit GIMP und Konsorten ließe sich daraus dann
auch ein Falschfarbenbild konstruieren, bei dem man Vorder- und
Rückseite wieder in ein Bild vereinigt.
Riesengroße Platinen würden mich dabei eher wenig interessieren. Seit
SMD das Mittel der Wahl ist, sind die Platinen ohnehin nicht mehr sehr
groß. Ich will ja zu Hause keine Computer-Mainboards entwerfen. :-)
Hallo Jörg,
ich denke das Hauptproblem wird der ungleichmäßige Verzug über die
Platine verteilt sein. Dem könnte man begegnen indem das Papier zuvor
erwärmt und getrocknet wird (paar Stunden im Backofen), anschließend
hurtig transferieren - bevor es sich aus der Luft holt was es braucht.
Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, daß ein anderes Medium
formstabiler ist.
Wenn der Aufwand zu groß wird, kann man es ja gleich wieder mit
Belichten machen. Ich habe noch ein paar Streifen doppelseitiges
Material hier und kann da ein paar Experimente machen. Leider sind die
Streifen nur ca. 4cm schmal. ABER ich denke das ist gar nicht nötig -
der Verzug kommt sicher nicht vom Kupfer, sondern vom Papier. Also
zweiseitig auf Kupfer und Basismaterial die Löcher gebohrt und Bingo -
im Durchlicht ist dann auch zu sehen, ob die Bohrungen überall passen :)
Ich denke auch dieser Thread wird uns helfen unsere Methoden zu
verbessern.
Gruß. Tom
TomA. schrieb:> ABER ich denke das ist gar nicht nötig - der Verzug kommt sicher nicht> vom Kupfer, sondern vom Papier.
Davon kann man ausgehen. Wenn die Temperatur so hoch wird, dass sich
das Kupfer verzieht, wird man ohnehin andere Probleme mit der Platine
bekommen. :-))
Im Moment bin ich grad mit etwas anderem beschäftigt, aber später finde
ich vermutlich die Zeit mal eine Testplatine zu machen. Ich denke daß
Europa-Format die Verhältnisse bereits deutlich zeigen wird. Mal sehen
was sich in der Kiste findet.
Tonertransfer geht schnell für Einzelstücke.
Für Doppelseitige Platinen.
Ich mach das so:
Ich habe ein 1.5mm dickes Glas, welches für die Ausrichtung verwendet
wird,
und einen Streifen ca 4cm breites Platinenmaterial.
Zuerst werden das Glas mit dem Platinenstreifen zusammengeklebt.
Dann wird der Ausdruck geschnitten und gefaltet, es gibt entsprechende
Linien dafür. Man sollte es ordentlich falten, z.B. mit einem Falzbein.
Ich benutze eine Platine anstelle des Falzbein, und immer von der Mitte
ausgehen.
Genause schneiden sowie falzen ist sehr wichtig.
Das Papier wird jetzt über den Platinenstreifen gelegt.
Die Ausrichtung wird kontrolliert, eventuell korrigiert und dann
das Papier auf dem Platinenstreifen angeklebt. Jetzt wird die große
Scheibe entfernt, und stattdessen wird die Platine eingesetzt sowie
das Papier auf die Platine geklebt. Dann wandert es durch den
Plastifizierer mit dem Platinenstreifen voran.
Ich verwende Abdeckband, also ein Temperaturbeständigen Klebestreifen,
mit durchsichtigem Klebestreifen geht es auch, wenn es nicht dieser
Matte ist. Über der Platine kommt noch ein Papier, eigentlich gefaltet
über
die Kante. Sinn des Papiers ist es, der Höhenunterschied des
Klebestreifens
auszubessern und um optimalen Anpressdruck auf die Folie zu haben.
Hallo Chris,
zunächst vielen Dank für die Anleitung. Irgenwo habe ich eine
Glasabdeckung von einem randlosen Bilderrahmen, das könnte dünn genug
sein.
Jetzt die Fragen:
Welches Transfermedium benutzt du?
Bemerkst du einen Versatz zwischen Ober- und Unterseite?
Ist damit Europa-Format möglich?
Gruß. Tom
TomA. schrieb:> Hallo Jörg,>> ich denke das Hauptproblem wird der ungleichmäßige Verzug über die> Platine verteilt sein. Dem könnte man begegnen indem das Papier zuvor> erwärmt und getrocknet wird (paar Stunden im Backofen), anschließend> hurtig transferieren - bevor es sich aus der Luft holt was es braucht.>> Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, daß ein anderes Medium> formstabiler ist.
Möchte mich mal kurz einklinken.
Habe eben mit Durchlicht zwei Materialien getestet.
Zum einem die Conradfolie und dann das gelbe Chinapapier.
Ich habe verschiedene Ausdrucke von verschiedenen Stellen auf der Folie
übereinandergelegt.
Die Conradfolie hat ziemlich viel Verzug.Dieser scheint willkürlich zu
sein.
Egal ob man Material aus der Mitte oder dem Rand nimmt.Es lässt sich
nicht erkennen, ob ein Druck aus der Mitte besser oder schlechter ist.
Bei dem gelben Chinapapier ist kein Verzug festzustellen.Egal ob ein
Druck vom Rand mit einem aus der Mitte übereinandergelegt wird.
Nochmal erwähnt - das Laminiergerät läuft auf höchster Temperaturstufe
~200Grad.
Werde in den nächsten Tagen etwas Doppelseitiges Material besorgen, und
schauen wie das dann nach dem Ätzen aussieht.
Die Idee mit der Glasscheibe klingt vielversprechend.
Gruß
Rudi
Hallo Rudi,
vielen Dank für die Info, ist sehr interessant. Ich bin jetzt schon
gespannt, wie das bei richtigen Platinen ist.
Die Co... Folie ist also schon mal nicht besser als Geschenkpapier.
Bin auch gespannt, welche Geräte/Material Kombinationen am Ende als
tauglich eingestuft werden können.
Gruß. Tom
Sollten wir irgendwann mal zu einem bzw. mehreren Kombinationen
geglangen wäre ein Artikel darüber echt Klasse.
Mittlerweile sind das ja schon recht viele brauchbare Beiträge über die
ganzen Freds verteilt.
Gruß
Rudi
> Welches Transfermedium benutzt du?
Dünnes Papier aus dicken Katalogen/Telefonbuch
>> Bemerkst du einen Versatz zwischen Ober- und Unterseite?
Ja, hält sich in Grenzen. Wenn Platz ist, verwende ich einen Ring von
0.3mm, also bei 0.5mm Bohrer (0.6mm Loch) 0.9mm Via, wenn es eng ist,
dann 0.2mm, also 0.8mm Via. Mein Bohrständer ist nicht so stabil.
Ein Versatz ist da, weil das Papier mit dem Glas eingespannt wird, dann
wieder ausgespannt und mit der Platine neu eingespannt wird.
Man muss da gleichmässig spannen, braucht gleiches Arbeiten.
> Ist damit Europa-Format möglich?
Ich schaffe 20x16cm mit etwas mehr Verzug, bis inkl 18x16cm ist der
Verzug kleiner da dann das Papier einfach seitlich auch fixiert werden
kann. Dies im Laserdrucker, da ich die Katalogseite auf einem Papier
raufklebe, ansonsten habe ich ungleichmäßigen Verzug.
Einziger Haken, die Platine muss zum Fixieren des Klebebandes ca 1cm
größer sein als das Layout, dies auf der gegenüberliegenden Seite des
Falzes.
Normalerweise kein Problem, ich verwende eien größere Platine, übertrage
das Layout und schneide die Platine vor der weiteren Verarbeitung zu,
aber beim letzten Stück geht dies dann nicht mehr.
Was bringt euch denn der Größenvergleich Ausdruck/transferiert? Auch der
wird mit ner Presse minimaler als mit anderen Techniken sein, aber wozu
dies? Damit eine transferierte Platine zu ner Belichteten passt?
Das Hauptproblem sind die Drucker, die haben teilweise einen riesigen
Versatz! Da geht es um ganz andere Dimensionen.
Bei normalen Platinengrößen weiß ich, daß das Ergebnis zumindest
unverzerrt bleibt, weil ich ständig SMD-Schablonen zu den Platinen
mache. Da zeigt sich ggf. jeder zehntel Millimeter als störend, das wäre
ja ein Graus! Wenn beides aber 1-2% kleiner wäre, auch egal...passt dann
auch zu eventuellen anderen Platinen, weil die ja auch 5% kleiner
sind...;-)
Hallo 0815,
es geht um die Paßgenauigkeit bei doppelseitigen Platinen. Ich weiß
nicht wie deine Presse und die Laminatoren arbeiten, ob beide Seiten
beheizt werden oder nur eine. Beim Bügeleisen ist es sicher nur eine
Seite und da gibt es bei doppelseitigem Transfer ein Problem. Das
Bügeleisen wird auf der Oberseite bewegt, dadurch werden immer Stellen
aufgedeckt und der Dampf kann dort entweichen - das Papier schrumpft.
Die Unterseite liegt auf der Zeitung und bleibt ständig bedeckt, damit
verteilt sich die Feuchtigkeit, entweicht aber nicht. Diese Seite wird
weniger schrumpfen. Ich bügle auf einem Tisch mit Marmorplatte. Nehme
ich die Zeitung weg, bleibt eine Menge Kondenswasser auf der kalten
Tischplatte zurück.
@Alle: Habe mir dazu etwas überlegt und auch schon ausprobiert. Das
Transfermedium samt Platine wird in Alufolie gweickelt, diese wirkt als
Dampfsperre und der Wasserdampf kann nicht mehr entweichen.
Dazu habe ich die Vorlage an den Rändern umgeschlagen und Rückseitig
verklebt (Bild Alutest1.JPG).
Dann 2-lagig in Alufolie eingewickelt und auf der Rückseite umgeschlagen
(AluTest2). Die Vorderseite blieb glatt zum bügeln. Zunächst habe ich
das kalte Bügeleisen auf das Paket gestellt und dort erst eingeschaltet.
So hat die Restluft im Paket Zeit zu entweichen. Die Restluft dachte
aber nicht daran zu entweichen und hat sich beim erwärmen ausgedehnt.
Das machte es schwierig ordentlich zu bügeln.
Das Paket durfte 5 Minuten abkühlen. Beim auspacken waren dann deutliche
Kondenswasserspuren innen an der Alufolie (AluTest3). Die Platine und
die Alufolie kamen trocken ins Paket, also wird der Großteil des Wassers
aus dem Transferpapier stammen.
Der Erfolg blieb allerdings bescheiden. Diesmal hatte ich darauf
geachtet wenigstens an einem Rand die Passerkreuze zu bekommen.
Kreuze: Soll - 124,46 / Ist - 124,1/2
Bohrungen: Länge Soll - 109,5 / Ist - 109,1/2 (vorher 109,0)
Breite Soll - 85,0 / Ist - 84,8/9 (vorher 84,5)
Es scheint etwas Besser zu sein, aber es können genausogut Messfehler
sein. Es ist jedenfalls keine entscheidende Änderung.
Ein Bild der Platine gibt es auch noch, da darauf wunderbar zu sehen ist
wie es aussieht wenn zu warm/lang transferiert wurde. Am Toner haften
überall Papierreste und teilweise hat sich der Toner zu stark mit dem
Papier verbunden und ist damit abgegangen (dunkle Stellen / AluTest4).
Mach's in zwei Schritten.
Die noch nicht zu ätzende Seite mit Paketband o.ä. abkleben (nach dem
bügeln :). 3-5 Bohrungen machen, ab auf den Leuchttisch und die andere
Seite positionieren.
Hallo Teo Derix,
ich denke auch daß das besser ist. Beide Seiten gleichzeitig mit einer
einseitigen Wärmequelle zu übertragen wird schwieriger sein als die
Seiten nacheinander aufzubringen. Bleibt das Problem zweimal ätzen zu
müssen.
Ich vermute der Plastifizierer von Chris heizt beidseitig, da er den
Transfer in einem Rutsch schafft?
Vielleicht mache ich mir auch einfach zu große Sorgen und sollte es
einfach mal ausprobieren. Nach dem Vorschlag von Chris die beiden
Papiere bestmöglich positionieren, transferieren, ungeätzt ein paar
Lötaugen bohren und sehen wie sie positioniert sind. Die Platine kann
ich dann ätzen, die Bestückungsseite wieder abwaschen und in einem
zweiten Durchlauf das Layout erneut übertragen und vergleichen.
Zwischenstand der Testplatine:
Lötstop ist drauf, Löcher sind gebohrt, Bestückungsseite ist weiß
lackiert (Bilder). Wenn der Lack richtig durchgetrocknet ist, kommt per
Tonertransfer der Bestückungsdruck drauf. Werde sie mir vermutlich am
Ende feierlich selbst überreichen, denn die bislang schlechtesten Bilder
sind von mir. :)
Hallo Teo Derix,
weil sie so grausig geworden ist :(
Es gibt eine weitere schlechte Nachricht. Habe mir ein Europa-Format
Layout gemacht, mit nur symetrisch angeordneten Lötaugen. Auf dem
Bottom-Layer 2mm Durchmesser mit 0,5mm Bohrung, auf dem Top-Layer 5,0mm
Durchmesser mit 2mm Bohrung. Habe dann versucht im Gegenlicht die beiden
Seiten paßgenau übereinander zu legen, ohne was dazwischen. Die
Passerkreuze sind ziemlich deckungsgleich, aber die Bohrungen liegen
schätzungsweise bis zu 0,8mm daneben. Die Abweichungen sind kreuz und
quer über die Lötaugen verteilt, ohne erkennbares Muster.
Ich nehme nicht an das hier der Drucker oder das Papier schuld sind. Ich
denke das Layoutprogramm verursacht den Murks. Entweder durch
fehlerhafte Bedienung, oder durch Programmfehler.
Bin gerade dabei mich in D.....Spark einzuarbeiten, bin da noch nicht so
fit. Habe bisher immer mit dem Raubvogel geroutet. Bemerkte aber schon
an anderer Stelle, daß das Drucksystem von D.....Spark etwas schwächelt.
Versuche das morgen mal mit dem niederbyrischen Raubvogel, vielleicht
sind da beide Seiten im Ausdruck deckungsgleich. Falls ja, werde ich mir
den Programmwechsel nochmal überlegen. :(
Nimm die Gerber files, wandle sie in Grafik um und druck diese aus.
http://sourceforge.net/projects/gerb2tiff/
gerb2tiff dann tiff2bmp . Dann mit einem selbstgeschriebenen Programm
welches
die Passermarken, die Falze usw setzt, sowie etwas doku generiert.
Kann ich dir gerne bereitstellen.
Als Test würde ich dir GIMP empfehlen, dort Hilfslinien setzen und dann
einfach die Grafiken danach verschieben. Damit kannst du auch direkt die
tiff Datei einlesen.
Hallo Chris,
danke für dein Angebot, vermutlich werde ich darauf zurückgreifen müssen
- obwehl es etwas umständlich klingt. Aber:
Habe heute den Versuch mit dem Raubvogel gemacht, der kriegt das auch
nicht sauber hin. Die Abweichung ist kleiner als bei Desi.... aber
deutlich. Entweder bin ich zu schusslig zwei Blätter sauber übereinander
zu legen oder hier stimmt was nicht. Ist es das Layoutprogramm? Der
Drucker?
Den Test als PDF habe ich mal angefügt, da könnt ihr es selbst ansehen
(ausdrucken, übereinanderlegen. Das sind die zwei Seiten des gleichen
Layouts. Die Kreuze markieren den Umriß der Europakarte, die Rechtecke
sollen Linearitätsfehler zeigen. Die Lötaugen sind die Positionsmarken.
Mit dem neuen Layout könnte der Test aber trotzdem funktionieren, es
wird nur schwieriger weitere Abweichungen zu erkennen.
Gruß. Tom
Ich hatte mich mal wieder angestellt. Hatte die beiden bedruckten Seiten
aneinander gehalten. Wenn beide bedruckten Seiten in meine Richtung
zeigen, lassen sie sich schön deckungsgleich ausrichten. Werde das
abends mit Desi... auch noch überprüfen. Vielleicht genügt es
tatsächlich den Top-Layer gespiegelt zu drucken.
Muß jetzt wieder etwas arbeiten. Bis später. Tom
Rudi P. schrieb:> TomA. schrieb:>> Hallo Jörg,>>>> ich denke das Hauptproblem wird der ungleichmäßige Verzug über die>> Platine verteilt sein. Dem könnte man begegnen indem das Papier zuvor>> erwärmt und getrocknet wird (paar Stunden im Backofen), anschließend>> hurtig transferieren - bevor es sich aus der Luft holt was es braucht.>>>> Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, daß ein anderes Medium>> formstabiler ist.>> Möchte mich mal kurz einklinken.> Habe eben mit Durchlicht zwei Materialien getestet.> Zum einem die Conradfolie und dann das gelbe Chinapapier.> Ich habe verschiedene Ausdrucke von verschiedenen Stellen auf der Folie> übereinandergelegt.> Die Conradfolie hat ziemlich viel Verzug.Dieser scheint willkürlich zu> sein.> Egal ob man Material aus der Mitte oder dem Rand nimmt.Es lässt sich> nicht erkennen, ob ein Druck aus der Mitte besser oder schlechter ist.>> Bei dem gelben Chinapapier ist kein Verzug festzustellen.Egal ob ein> Druck vom Rand mit einem aus der Mitte übereinandergelegt wird.>> Nochmal erwähnt - das Laminiergerät läuft auf höchster Temperaturstufe> ~200Grad.>>> Werde in den nächsten Tagen etwas Doppelseitiges Material besorgen, und> schauen wie das dann nach dem Ätzen aussieht.> Die Idee mit der Glasscheibe klingt vielversprechend.>>> Gruß> Rudi
Muß mich an dieser Stelle einmal korrigieren!
Mir ist ein Fehler unterlaufen.
Und zwar habe ich beim Drucker das falsche Medium eingestellt gehabt.
Richtige Einstellung ist Overheadfolie/Transparensfolie.
Bei dieser Einstellung wird mit der geringsten Wärme transferiert.
Anscheinend verzieht sich die Conradfolie ansonsten im Drucker.
Nach nun mehrmaligem Prüfen kann ich ganz sicher sagen, das die
Conradfolie bis zu diesem Punkt in der Kette stabiel bleibt.
Bleibt dann nur noch das betonieren.
Werde mir wie schon gesagt dafür dann noch eine doppelseitige Platine
besorgen, um dann auch noch ein mal den Unterschied zwischen
tranferierter Folie und der, die nur ausgedruckt wurde richtig sehen zu
können.
Werde das hoffentlich bis zum WE hinbekommen.
Gruß
Rudi
TomA. schrieb:> Versuch
Die Abstände an der linken Seite und der rechten Seite vom
Leiterplattenrand zu den Bezugsmarken sind unterschiedlich.
Wenn die Blätter übereinander gelegt werden finde ich eine Überdeckung.
Hallo Leute,
ich muß mich bei beiden Programmen entschuldigen und werde sie heute
reumütig in mein Nachtgebet einschließen.
Habe mich einfach zu dämlich angestellt zwei Blatt Papier ordentlich
übereinander zu legen. Hatte mich so auf die Paßgenauigkeit der Lötpads
konzentriert, daß ich gar nicht bemerkt hatte, daß ich die Blätter
falsch übereinander gelegt hatte (die Kreuze lagen vollig daneben).
Habe jetzt die Ausdrucke noch einmal, und diesmal richtig herum,
übereinander gelegt - es paßt. Damit steht dem Versuch nichts mehr im
Weg.
Sorgen mache ich mir jetzt eher um die Anleitung im Ganzen. Ist sie denn
in Ordnung? Die bisherigen Rückmeldungen stammen alle von Leuten, welche
vorher schon mit dem Tonerverfahren gearbeitet hatten. Ein paar
Rückmeldungen von Leuten, welche es einfach mal ausprobiert haben wären
schön, egal ob es geklappt hat oder nicht. Denn bevor wir jetzt den
doppelseitigen Transfer probieren wäre es schön zu wissen, ob der
Einseitige überhaupt brauchbare Ergebnisse liefert?
In Demut. Tom
Ist das ein Gedränge hier!
Habe jetzt nochmal über die vorgeschlagenen Methoden zum positionieren
der beiden Vorlagen für die Seiten einer doppelseitigen Platinen
nachgedacht. Beide Methoden haben Vor- aber auch Nachteile und vor allem
sind sie schwierig in der Handhabung. Das liegt daran, daß sie
eigentlich fürs belichten entwickelt wurden. Beim betonieren haben wir
da ein bisschen mehr Freiheit und damit andere Möglichkeiten.
Wenn es funktioniert nenne ich sie nach beiden Trans.. äh Inspiratoren,
die TeoChristerie oder besser Chrisderix-Methode.
Nein, wieder ernst, sie wird natürlich
"Nagelineinbrettschlagenumdarandiebeidenseiteneinerdoppelseitigen-
platineeinfachundpassgenauausrichten-Methode" heißen. Damit habe ich
auch schon verraten wie es funktioniert. Wenn es funktioniert könnte
daraus die Transferpresse fürs Schülerbudget werden. Ich mache mal ein
paar Versuche dazu.
Gruß. Tom
Hallo
habe jetzt ein paar grobe Vortests gemacht und davon ein paar grobe
Erkenntnisse gewonnen. Die Methode scheint zu funktionieren, an einigen
Details muß noch gefeilt werden. Dann sind Tests mit echten Platinen
dran, das Potential für ein einfaches Handling ist jetzt schon gegeben.
Aber im Grunde ist es noch viel zu früh darüber zu sprechen. Wir sind ja
noch nicht mal mit dem ersten Schritt weiter, den funktionierenden oder
nichtfunktionierenden Geräte/Material-Kombinationen. Da ist bislang
gerade mal eine Meldung angekommen.
Die Leute die sich rührten, haben alle vorher schon betoniert. Die
brauchten keine Anleitung mehr. Von Ein- oder Umsteigern lese ich gar
nichts, das legt mir zwei Schlüsse nahe 1. Es funktioniert bei euch
nicht oder 2. Es besteht kein Interesse. In beiden Fällen kann ich mir
die Mühe hier sparen und die Zeit lieber damit verbringen meine Methoden
zu verbessern.
Damit es nicht zu trocken wird noch ein Bild. Habe auf einem lackierten
Reststück Platine meinen ersten Transfer eines Bestückungsdrucks mit dem
HP-Drucker und D..Spark probiert. Ich wollte eigentlich nur sehen ob der
Lack das betonieren übersteht. Die Vorlage ist bei den LED's etwas
verrutscht und das Bild hätte ich gespiegelt ausdrucken müssen, aber für
einen ersten Versuch gar nicht so schlecht. Was mich besonders
überrascht, der HP-Toner ist auch ohne Klarlack schon kräftig schwarz.
Gute Nacht
TomA. schrieb:> noch ein Bild
Tom, mach Dir doch das Hartpapier vorm Schneiden warm, dann gibt es die
Brüche nicht. Schneidet sich dann ganz ohne das typische KRRRR, dafür
wie weicher Kunststoff...;-)
Hallo 0815,
habe ich schon wieder was gelernt, muß ich mal ausprobieren. Die
geschnittenen Stücke sind nur alte Reste, inzwischen ritze ich die
Platinen mit einem kräftigen Cuttermesser oben und unten ein und breche
sie. Das geht ganz gut, aber an den Schnittkanten wölbt sich das
Material etwas auf. Diese Wölbung muß vor dem Transfer entfernt werden.
Neugierig wie ich nun mal bin, will ich aber auch den "warmen Schnitt"
probieren.
Danke. Tom
TomA. schrieb:> Neugierig wie ich nun mal bin, will ich aber auch den "warmen Schnitt"> probieren.
Wird natürlich auch seine Grenzen haben, also mit ner Nagelschere
bräuchte man wohl 150° oder so ;-) Aber bei meiner kleinen Schlagschere
(ca. 210mm Schnittlänge) machen schon 40° oder so den Unterschied.
Hallo Leute,
ich kann es mir nicht verkneifen, euch den Mund wässrig zu machen.
Entschuldigt die schlechte Qualität der Vorlagen und Fotos aber ich
mache im Moment nur ganz einfache Vorversuche, um die Arbeitsschritte
und ihre Störquellen zu erkennen. Dabei drucke ich von Normalpapier auf
Normalpapier, das gibt nur wenig Kontrast, aber das wesentliche ist zu
sehen. Der schwache Kontrast macht es meiner Knipse nicht einfach ein
scharfes Bild zu erzeugen.
Aber gut, das erste Bild (PasTest.JPG) zeigt meinen ersten Versuch. Die
beiden Layer liegen auf den beiden Seiten des Blattes und sind im
Gegenlicht fotografiert. Die Seiten sind noch nicht Deckungsgleich, aber
die Trockenverzerrungen scheinen gut kompensiert zu werden.
Mit den Erkenntnissen des ersten Versuchs habe ich ein wenig an der
Methode verbessert und heraus kam das (Bild PasTest1.JPG). Es deckt sich
fast schon gut auf beiden Seiten des Blattes. Am Kreuz unten links
erkennt man Abweichungen, welche sich in den vertikalen Linien links
weiterführen. Die Kreuze, Linien und Lötaugen oben, rechts und unten
sind schon ausreichend Deckungsgleich. Linearitästverzerrungen sind
nicht zu erkennen. Da ich weiß was ich falch gemacht hatte ist die
Restabweichung (links) sicher auch schnell weg.
Nun macht eine Schwalbe noch keinen Sommer, aber die Richtung stimmt.
Und Alles mit Mitteln, die fast jeder zu hause hat. Und die Methoden
sind auch ganz einfach, jeder mit ein wenig handwerklichen Geschick kann
das nachvollziehen.
TomA. schrieb:> Dabei drucke ich von Normalpapier auf> Normalpapier
Das ist aber bei weitem nicht das Gleiche wie Papier auf Platine. Es
gibt ja bei zwei Papierseiten praktisch keinen Wärmeunterschied, auch
ist das beschriebene Problem mit dem Ausdampfen nur einer Seite ja so
nicht mehr gegeben.
Möchte Dir das nur mitteilen, denn mir lässt das natürlich sowieso nicht
das Wasser im Mund zusammenlaufen...;-)
Falls ich als Referenz mal ne Doppelseitige mit der Presse machen soll,
müsst Ihr das nur sagen.
Hallo 0815,
ist natürlich nicht das gleiche wie mit Platine, aber für das
unterschiedliche Ausdampfen sind Kompensationsstufen drin. Und die
größere Dicke der Platine spielt prinzipbedingt keine Rolle.
Das ganze ist eigentlich auch nur gedacht einen Anreiz zu geben mal
funktionierende/nichtfunktionierende Geräte zu melden.
@Alle: Es kann doch nicht so schwer sein zu schreiben "Funktioniert:
Drucker BlaBla.." oder "Funktioniert nicht: Drucker BlaBla..."
Ich brauche diese Information nicht, ich habe eine funktionierende
Zusammenstellung. Es soll Einsteigern den Weg ein wenig erleichtern.
TomA. schrieb:> @Alle: Es kann doch nicht so schwer sein zu schreiben "Funktioniert:> Drucker BlaBla.." oder "Funktioniert nicht: Drucker BlaBla..."
Es ist nicht unbedingt gesagt, daß hier hunderte Leute mitlesen, die
endlich mal den Transfer (oder auch das Belichten) probieren wollen.
Man kann ja sowieso davon ausgehen, daß das ganze Platinenätzen zu Hause
eher ein Auslaufmodell ist. Wenngleich die Möglichkeiten dazu einfacher
werden, so kann man ja tatsächlich zum Schnäppchenpreis beim Chinesen
bestellen, und hat so gar keinen Aufwand, aber (meist) ne astreine
Platine. Bin zwar selbst im Leben noch nie auch nur auf diese Idee
gekommen, aber es macht durchaus Sinn, Platinen auch zu bestellen.
Denke auch, daß die unbekannte Zahl der Selberätzer eher im Winter in´s
Forum schauen wird als jetzt. Ab heute nun sowieso nicht mehr, da zählt
nur, wo das nächste Bier steht...;-)
Hallo 0815,
vermutlich hast du wieder mal recht. Ich komme selbst grad von einer
kleinen Radtour zurück und genehmige mir jetzt erst mal ein, oder mehr,
Bierchen. :P
Na dann, Prost.
0815 schrieb:> Man kann ja sowieso davon ausgehen, daß das ganze Platinenätzen zu Hause> eher ein Auslaufmodell ist. Wenngleich die Möglichkeiten dazu einfacher> werden, so kann man ja tatsächlich zum Schnäppchenpreis beim Chinesen> bestellen, und hat so gar keinen Aufwand, aber (meist) ne astreine> Platine. Bin zwar selbst im Leben noch nie auch nur auf diese Idee> gekommen, aber es macht durchaus Sinn, Platinen auch zu bestellen.
Das macht doch gerade das Hobby aus! Ein Projekt von A bis Z SELBST
herzustellen? Wenn ich Platinen beim Chinesen herstellen lasse, kann ich
auch genauso gut fertige Module zusammenpappen, wie es hier so manche
Bastler hier im Forum machen...
Wenn ich aber ein Gerät in den Händen halte, wo ich weiss, dass ICH das
alles - Von der Idee über die Schaltung, das Layout, das Gehäuse und
allenfalls die Programmierung - selbst gemacht habe, erfüllt mich das
echt mit Stolz! Das ist doch das, was einen Hobbyisten auszeichnet. Mit
seinen Mitteln das Beste herauszuholen und dabei für das nächste Projekt
zu lernen und besser zu werden.
Die Outline ist 76x30mm. Auf der Linken Seite ist ein 1mm freier Rand,
also geht auch ein 75mm Bord ohne was zu beschneiden.
Die Linienbreite der Schrift ist 6 mil.
Hier ist ein Komposit von der Ausgangsgrafik mit 600 dpi und der Eagle
Anzeige. Der visible Grid von Eagle war 50 Micron.
Hatte ganz vergessen, dass es ein Eagle Export Problem ist.
Deshalb habe ich die Datei nochmals besser exportiert.
Wenn Interesse da ist, kann ich es besser Dokumentieren.
Guest schrieb:> Ein Projekt von A bis Z SELBST> herzustellen? Wenn ich Platinen beim Chinesen herstellen lasse, kann ich> auch genauso gut fertige Module zusammenpappen, wie es hier so manche> Bastler hier im Forum machen...
Das stimmt schon. Nur, wo ist die Grenze zwischen "komplett
selbstgebaut" und nur "zusammengepappt"? Die Platinen selbst in guter
Qualität fertigen zu können ist schon eine Kunst. Andererseits sind ja
für ne fertige Platine noch mehr Fähigkeiten nötig, wie Du ja richtig
sagst: Schaltplan ausdenken, ne Platine routen usw. Nur wenige werden da
alle Einzelschritte selbst gehen, sprich, der Eine lädt sich einen
Schaltplan irgendwo runter, der Andere lässt Platinen fertigen, der
Dritte kann oder will kein Layout routen, und lässt das irgendwo machen,
oder baut es gleich auf Lochraster...
Ich denke schon, daß Platinenätzen zu Hause (leider) nicht gerade der
neueste Schrei ist. Vielleicht ändert sich das ein wenig mit solchen
Threads? ;-)
Chris schrieb:> Hatte ganz vergessen, dass es ein Eagle Export Problem ist.
Sehe vor allem schon im Layout unerwünschte Brücken? Nichts gegen ein
Testlayout, aber es sollte gleiche Chancen für beide Verfahren haben,
bzw. normale, anspruchsvolle Layouts widerspiegeln.
Ein vielleicht nicht so schöner, aber dennoch für beide Seiten gleich
schwieriger Test wären z.B. 50 Leiterbahnen mit Länge x, die man
zwischen zwei Begrenzungslinien durchzwängen muss. Wobei die Bahnen
logischerweise Durchgang haben müssen, sowie Isolation zueinander, und
zu den Begrenzungslinien. Der, der den geringsten Abstand der
Begrenzungen hinbekommt, gewinnt. Sowas kann jeder an seinem eigenen
Programm leicht anfertigen, und ohne irgendwelche Verpixelungen drucken.
Der Transferierer wird dabei die Leiterbahnen natürlich dünner und mit
mehr Abstand drucken, der Belichter macht es umgekehrt. Das Ergebnis auf
Platine würde dann absolut gleich sein, mit vor allem den gleichen
Chancen.
DAS wäre vermutlich der ultimative Vergleich TT vs. Belichtung. Es
müsste nur die Anzahl der Bahnen, sowie die Länge der Begrenzungslinien
festgelegt werden.
Guest schrieb:> Das macht doch gerade das Hobby aus! Ein Projekt von A bis Z SELBST> herzustellen?
Wie stellst du denn die Transistoren her?
Ach, das machst du nicht selbst? :-)
Du siehst: irgendwo gibt es immer eine Grenze. Für manch einen ist
es schon eine sportliche Herausforderung, einen gekauften Bausatz
mit fertiger Platine und gut vorsortierten Bauteilen zu bestücken und
in Betrieb zu nehmen. Er freut sich darüber dann genauso wie du, der
du unbedingt auch noch die Platine selbst machen möchtest.
Ich mache mir zuweilen auch noch meine Platinen selbst, aber
mittlerweile eigentlich nur noch, wenn es mal wirklich von der Idee
heute zur Realisierung morgen (oder übermorgen) kommen muss. Wenn
mehr Zeit ist, dann nehme ich lieber Jakob Kleinens Dienste als
Platinensammler in Anspruch. Nicht nur, dass die Wahrscheinlichkeit
für Platinenfehler dann geringer ist (wenn auch leider nicht 0), ich
habe dann ordentliche Durchkontaktierungen (und nein, die dafür
nötige Chemie will man sich normalerweise wohl doch nicht zu Hause
antun) und sichere 150 µm Strukturbreiten und 0,3 mm Vias sowie
Lötstopplack. Ich muss dann auch keine Sperrflächen mehr um
THT-Bauteile anlegen, damit ich sie auch wirklich sicher von unten
verlöten kann. Spart alles wieder Platz und macht das Projekt auf
andere Weise für mich attraktiver.
Jörg Wunsch schrieb:> Nicht nur, dass die Wahrscheinlichkeit> für Platinenfehler dann geringer ist
Genau an diesem Punkt sehe ich die Vorteile des Laser- Toner Verfahrens.
Es ist ohne großen Aufwand möglich eine Leiterplatte herzustellen z.B.
um die
mechanischen Werte zu überprüfen.
Hier die schlechteste Stelle meines Bügelversuchs (ist die schlechteste
Stelle wollte nur mal wissen ob ich es auch hinbekomme schon wieder
abgewaschen.)
und mit dem Laminator transferiert.
Soll ich ätzen oder die Vorlage mit gimp etwas verändern?
lutz h. schrieb:> Es ist ohne großen Aufwand möglich eine Leiterplatte herzustellen z.B.> um die> mechanischen Werte zu überprüfen.
Inwiefern ist das ein Vorteil bzw. was wäre hier anders als beim
Belichten?
Hallo lutz,
kleine Fehlstellen hat man schnell mal auf der Platine. Wenn es nicht
viele sind wird schnell mit Lackstift koorigiert, sonst wird einfach neu
transferiert.
Für die Test's korrigiere ich gar nichts. Da wird geätzt, wie es
transferiert wurde, sonst mache ich mir das kaputt, was ich eigentlich
sehen will.
TomA. schrieb:> kleine Fehlstellen hat man schnell mal auf der Platine.
Deren Ursachen suche ich schon seit Jahren. Und man wird durchaus
fündig.
Ist die Fehlstelle rund, lag meist ein Staubkorn zwischen Toner und
Platine. Ist die Stelle länglich, bzw. überstreicht mehrere Strukturen,
war es meist ein winziges Häärchen. Am Rand ist es meist deformiertes
Basismaterial, sowas gibt's aber auch mitten in der Platine, wenn diese
vorher schon angestoßen war.
Ein Quantensprung diesbezüglich war die selbstgebaute Schleifmaschine,
auch wenn die so gar nicht geplant war, sondern eher aus Faulheit, um
nicht jede Platine scheuern zu müssen. Aber durch die sehr gleichmäßige
Bürstung sind plötzlich 95% der Fehlstellen weg. Bei normalen
Strukturen, also bisher bis 100µm kontrolliere ich zumindest einseitige
Platinen nicht mehr vorm Ätzen.
Hier bei den sehr feinen Linien scheint das Bürsten aber doch etwas zu
grob zu sein. Erkennt man unter der Lupe, der Toner musste regelrecht
eine Berg- und Talfahrt über dem Kupfer machen. Bei ein, zwei hier
gezeigten Platinen sieht man übrigens auch, daß sich Toner direkt an
Kratzspuren löste...
Werde demnächst nochmal einen Test mit dem Anätzen machen, trotz bisher
immer wieder negativer Erfahrungen lässt mir das keine Ruhe...
Jörg Wunsch schrieb:> Inwiefern ist das ein Vorteil bzw. was wäre hier anders als beim> Belichten?
Der Prototyp der Leiterplatte wird mit ganz normalen Bürogeräten
hergestellt.
Mit etwas Aceton ist der Ausdruck wieder verschwunden.
Der schwarze Ausdruck kann schon genutzt werden, um die Qualität der
Leiterplatte zu beurteilen.
Hallo lutz,
bei meinem Kyocera-Drucker hat anätzen die Haftung des Toners
verbessert. Dieser Toner kommt mir im Vergleich zu HP-Toner etwas
bröseliger und weniger klebrig vor.
Für normale Platinen betreibe ich keinen hohen Aufwand, die werden mit
feiner Stahlwolle gereinigt. Zuerst mit mehr Druck dann immer snafter.
Anschließend kurz mit Scheuerpulver nachgereinigt - fertig.
Für die Probedrucke mit feinen Bahnen arbeite ich auch erst mit
Stahlwolle, danach reibe ich sie mit einem groben Leinentuch
(Geschirrtuch) kräftig nach. Danach glänzen sie schön und am
Geschirrtuch befinden sich dunkle Flecken (vermutlich feiner
Kupferstaub). Scheuerpulver sehen diese Platinen nicht.
lutz h. schrieb:> Der Prototyp der Leiterplatte wird mit ganz normalen Bürogeräten> hergestellt.
In unserem Büro haben wir noch kein Bügeleisen. :-)
Früher[tm], als wir die Platinen noch selbst beschichtet haben, war
es genauso üblich, dass man bei einer Fehlbelichtung die Schicht
abgewaschen und neu aufgetragen hat.
TomA. schrieb:> Anschließend kurz mit Scheuerpulver nachgereinigt - fertig
Ja, jahrelang auch so gemacht, und jahrelang Fehlstellen gehabt...;-)
Glaube, da ist außer Sand und Duftmitteln auch irgendwas Fettiges drin.
Für die nächste Testplatine werde ich wohl entweder den Polibloc nehmen,
oder das Anätzen. Mal sehen. Auf jeden Fall dann mit feinerer
Kupferoberfläche.
Ich habe gute Erfahrungen mit einer Foto- Leiterplatten gemacht.
Einfach den Schutzfilm abziehen und einige Zeit in die Sonne legen.
Dann in Soda einweichen. Dann sind diese schon brauchbar. :-)
Wie sieht es mit dem Geschirrspüler aus? Die Reinigungstabs lösen alle
Sorten
von Schmutz und Fett. Gut könnte auch ein Durchlauf mit dem
Maschinenpfleger gehen, dass habe ich noch nicht getestet.
Ich denke, dass ist die schwierigste Stelle im elchtest. Leider nicht
bestanden.
Heute: HP-Laserjet 4, Geschenkpapier , Laminator (Umbau), geätzt in CuCl
30 min(wird schon besser).
Beim reinigen mit Azeton wurde die Oberfläche angelöst und der Toner
wurde
in die Oberfläche eingerieben, nicht ganz toll.
Wenn eine andere Stelle interessiert, bitte melden.
lutz h. schrieb:> Beim reinigen mit Azeton wurde die Oberfläche angelöst und der Toner> wurde> in die Oberfläche eingerieben, nicht ganz toll.
Jo, bei Hartpapier empfiehlt es sich erst mal eine mechanisch Reinigung.
lutz h. wenn ich so manche Ergebnisse mit Geschenkpapier sehe, sollte
man doch mal "Nurmichl's Alu-Toner-Methode" testen! Siehe Anhang.
(nur für kleiner Flächen geeignet)
Oder doch auch mal das gelbe "China" Papier.
Beitrag "Nurmichl's AluToner-Methode"
Hallo Leute,
ich habe mal meine Ideen zum doppelseitigen Transfer im Thread "Vorlagen
paßgenau positionieren?" zusammengefasst.
@Teo Derix: ich hatte es auf Alufolie schon probiert, aber mein
Kyoceradrucker hat kein noch so kleines Stück beim Transport
unverknittert herausgegeben. Könnte den Versuch mal mit dem HP
wiederholen.
lutz h. schrieb:> Beim reinigen mit Azeton wurde die Oberfläche angelöst und der Toner> wurde> in die Oberfläche eingerieben,
Damit das nicht passiert, braucht man immer ne Menge Azeton, daher
schrubbe ich lieber...;-)
lutz h. schrieb:> Leider nicht> bestanden.
Hätte den Test gar nicht gemacht, weil sich da schon in der Datei die
Bahnen berühren. Ist gefühlsmäßig so ähnlich, als würde man wissentlich
ne nicht funktionierende Schaltung auf Platine bringen...;-)
0815 schrieb:> Hätte den Test gar nicht gemacht,
Ich bin noch ein blutiger Anfänger im Leiterplatten- selbstätzen.
Da kam mir diese Leiterplatte mit den verschiedenen Mustern gerade
recht zum Üben, da ich Leiterplatten in dieser Art ätzen werde.
Jetzt kann ich mir besser vorstellen wie eine Platine vor dem Ätzen
aussehen muss.
lutz h. schrieb:
Leider nicht bestanden.
Diese Platine ist kein Go/No-Go Test.
Laut dem Bild gehen 8mil rules.
Minimal sollten 6mil Spaces, mit 4mil Leiterbahnen funktionieren.
Die 6mil traces sehen nicht sonderlich gut aus, man müsste die Schriften
ansehen, um 6mil besser zu beurteilen sowie ev. andere Bereiche.
Warscheinlich gehen auch 8mil space mit 6mil Leiterbahnen.
Als gescheitert würde ich dies nicht ansehen.
Ich müsste andere Bereiche noch ansehen, um eine bessere Analyse machen
zu
können. Auch sollte man man die wirkliche Leiterbahnbreite sowie deren
Qualität testen, http://www.delorie.com/pcb/spirals/ wenn man sowas
produktiv
einsetzen will.
Equivalent zu 6mil rules mit etwas anderem Verhältnis ist machbar,
und eventuell ist was equivalentem zu 4mil Rules für kurze Strecken bei
BGA auch schaffbar, vielleicht auch 3mil.
Teo Derix schrieb:> wenn ich so manche Ergebnisse mit Geschenkpapier sehe, sollte> man doch mal "Nurmichl's Alu-Toner-Methode" testen!
Man beachte vor allem mal das Bild nur mit dem Ausdruck auf dem
Geschenkpapier. Sind das riesige Löcher dort im Toner? Falls ja, sieht
die Platine ja noch besser aus als der Ausdruck..;-)
Hier ist die Datei mit einigen Anmerkungen.
Bei mir wenn ich die Grafik mit 600 dpi exportiere dann ist das Resultat
wie
beim ersten Bild, hingegen wenn ich es mit hoher Auflösung exportere und
mit Gimp runterrechnen lasse, dann passt es.
Hallo Leute,
heute habe ich mal wieder an der kleinen Testplatine weitergearbeitet.
Der Bestückungsaufdruck war längst fällig.
Da ich meinen neuen Drucker und vor allem seinen Toner noch nicht so gut
einschätzen kann, einen Bügelteststreifen angefertigt.
Das Bügeleisen genau auf den Teilstrich zwischen Wolle und Baumwolle,
als Träger ein weiß lackierter Platinenrest. Der Lack durfte ca. eine
Woche lang trocknen, wie bei der Testplatine auch. Nun die Abschnitte
zwischen 30s. und 100s. gebügelt. Erstaunlich, daß da eigentlich kein
wirklich brauchbarer Aschnitt dabei ist (Bild BstkTest_1.JPG)! Ab 40s.
werden die Linien breit gedrückt und ab 90s. verkleben Lack, Toner und
Transferpapier.
Doch ganz rechts, die Fehlstellen stammen nur von einem Grat an der
Platine. Also noch einen Bügelstreifen mit weniger Temperatur
(Rayon/Wool) und kürzerer Zeit (10s. bis 60s. in 10s. Schritten -
BstkTest_2) und siehe da, ein eindeutiges Resultat. Ab 40s. verschmieren
die feinen Konturen bereits, am besten sieht es mit 10-20s. aus.
Warum so wenig Zeit und Temperatur? Nun, hier ist kein Kupfer, welches
die Temperatur abführt und so braucht es weniger Energie!
Gebügelt wurde die Testplatine dann mit Rayon/Wool für 15 Sekunden. Das
Ergebnis zeigt BstkTest_3.JPG. Leider habe ich im Layoutprogramm die
Pads nicht angezeigt und so die Bezeichnungen teilweise über die
Bohrungen plaziert. Am rechten Rand wurde der Toner auch nicht gut
übernommen, ich vermute eine mechanische Verdrehung der Platine. Da
hätte es einfach etwas mehr Druck gebraucht.
Ich hoffe die Info hilft dem Einen oder Anderen ein wenig weiter!
Schönes Wochenende. Tom
TomA. schrieb:> Warum so wenig Zeit und Temperatur? Nun, hier ist kein Kupfer, welches> die Temperatur abführt und so braucht es weniger Energie!
Tom, das hat mit dem Kupfer nichts zu tun. Wenn Du das Bügeleisen plan
auflegst, würde allenfalls die Wärmespeicherfähigkeit des Kupfers eine
Rolle spielen, aber die ist bei 35µ kaum der Rede wert. Es ist einfach
der Lack, der viel früher als der Toner weich wird. Das hatten wir aber
schon besprochen. Nur deswegen klappt doch das besprochene Prinzip des
Aufbügelns unfixiertem Toners auf Kunststoffe mit geringem Schmelzpunkt.
Der Kunststoff schmilzt, nicht der Toner. Bei Dir schmilzt der Lack, und
deswegen hält ein solcher Bestückungsdruck bombenfest.
Beim Epoxyd ist der Schmelzpunkt von Platine und Toner in etwa gleich,
aber auch diese beiden Materialien verbinden sich wirklich für immer...
Also diese ganze Bestückungsdruck-Geschichte ist deutlich einfacher als
der übliche Transfer auf Kupfer.
lutz h. schrieb:> Ich habe gute Erfahrungen mit einer Foto- Leiterplatten gemacht.> Einfach den Schutzfilm abziehen und einige Zeit in die Sonne legen.> Dann in Soda einweichen. Dann sind diese schon brauchbar. :-)
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Einfach 20% NaOH Lösung nehmen und man braucht nicht Belichten. Das
nennt sich auch Entschichter.
0815 schrieb:> Ja, jahrelang auch so gemacht, und jahrelang Fehlstellen gehabt...;-)> Glaube, da ist außer Sand und Duftmitteln auch irgendwas Fettiges drin.
Natürlich ist da ein Schutzfett drin. Das haben wir aber schon vor 30
Jahren erkannt. Warum lernt die Jugend nicht von den Alten?
Wasser ist da abgeperlt. Abwaschen mit Fit (Geschirrspüler) hat
geholfen.
Damals wurde mit Negativlack gearbeitet.
Der Nachteil war, das Staub oder Fussel eine Leiterunterbrechung oder
Microrisse erzeugten.
Das Tonerverfahren kann man da gleichsetzen.
Beim Positivlack erzeugen Fussel höchstens einen Kurzschluß. Den findet
man leichter.
Natürlich finde ich die hohen Auflösungen aus obigen Beispielen sehr
gut.
Aber ich habe beim Fotoverfahren sicher Abstände von 0,1mm und
Leiterbahnen von 0,2mm erreicht. Mehr braucht man nicht.
Lieber sollte man mehr in Wiederholbarkeit und Sicherheit investieren.
Mehr sollte man dann den Platinenherstellern überlassen. Bei weniger als
0,2mm wollen die aber ganz ordentlich mehr Geld sehen.
Hallo chris,
der Bestückungsdruck funktioniert, wie oben beschrieben.
Für Lötstop gibt es von Octamex ein Lötstoplaminat. Das wird
auflaminiert, mit der Lötstopmaske und UV-Licht belichtet, entwickelt
und abschließend mit UV-Licht gehärtet.
Den Toner direkt als Lötstop verwenden wird nicht funktionieren, der
schmilzt bei hoher Temperatur.
Gruß. Tom
der verspätete Neueinsteiger
ERDE AN ZUKUNFT oder so
ich habe es spontan, mit linien via mspaint erstellt,
aldi-2019-prospekt und bügeleisen probiert.
(ich hatte grade keine Lust zum Vakuumplotter hinter meinem
Hochreinlabor im Keller zu laufen...)
und naja,
als Erstversuch ganz passabel-. zmd:
- Prinzip verstanden
- keine Zusatzchemie etc.
- und wie gesagt es ging nicht um CPU-Herstellung
- schade das dieser thread so schnell endete
_hiermit entendet?
die Tage werde ich meine erste Platine ätzen
Michael S. schrieb:> _hiermit entendet?
Nicht nötig, es gibt genügend Threads zum Thema, und es kostet auch kein
Geld, bei weiteren Fragen einen neuen zu öffnen. Dafür muss man keine 5
Jahre alte Leiche ausbuddeln.
Jörg W. schrieb:> Michael S. schrieb:>> _hiermit entendet?>> Dafür muss man keine 5> Jahre alte Leiche ausbuddeln.
sorry, aber es war nur ein pinseln
trotzdem dank