AVR 230V 5V Relais Absturz

Gast #3709284
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Hey zusammen,

ich habe zusammen mit dem ATMega8 einen Kapazitiven Sensor gebastelt und 
will nun damit meine Tischlampe an- und abschalten. Dafür habe ich das 
5V Relais Module genommen, welches ich noch zu Hause liegen habe (siehe 
Anhange).
Soweit funktioniert das Ganze auch. Das Problem ist, wenn ich nun mit 
dem Relais eine Last schalte, so stürzt nach ein paar Schaltvorgängen 
den AVR ab.
Ich habe bereits nach Lösungen gesucht, bin jedoch nicht viel weiter 
gekommen. Oftmals wird auf die Solid-State-Relais verwiesen, was an und 
für sich auch eine Option ist. Aber geht es nicht auch mit meinem 
mechanischem Relais? Auf dem Relais selber steht ja, dass man bis zu 
250@10A schalten kann.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und habt ein bisschen Rücksicht mit 
einem Neuling :)

Philip
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Gast #3709301
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Einen Schaltplan habe ich leider nicht. Ich habe das Relais zusammen mit 
anderen Modulen gekauft.
http://www.cutedigi.com/arduino/sensors-kit-for-arduino.html

Der Wiederstand ist 10k gross und das Relais hat eine Freilaufdiode. Ich 
habe nur einen 0.1uF Abblockkondensator direkt am Festspannungsregler 
(lm7805).
Die Spannungsversorgung habe ich so aufgebeut wie im Anhang ersichtlich 
nur, dass ich für C1 470uF genommen habe.
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Gast #3709336
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Danke für die Antwort. Wie seht, bin ich ziemlich neu in der Branche :P
Die beiden Kondensatoren werde ich noch anlöten, wenn auch nicht heute. 
Mir ist jedoch immer noch nicht ganz klar, warum der Controller 
abstürzt, wenn das Relais mit Last schaltet.
Gast #3709439
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Hat das Relais (Schaltmodul) parallel zu den Schaltkontakten eine 
Entstörung?
D.h., einen Snubber? Im einfachsten Fall einen passenden VDR, bspw. 
einen
S07K275 oder vglb.
Der löscht Dir bzw. unterdrückt Dir die Spannungsimpulse von der 
Netzseite.
Das hilft, neben den anderen, sehr guten Vorschlägen, als zusätzliche 
Entstörmaßnahme.
Gast #3709465
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daramec schrieb:
> Könnte ein Zwilling sein.
Ist es nicht.

Aber eine Sperrholzplatte als Montageplatte einzusetzen ist schon 
sträflich.
Und dann vergeudet er einen Atmega8 für so eine einfache Schaltung.
Ein CMOS Flip-Flop hätte es auch getan.
Denken eigentlich heute alle nur noch an uC, wenn es eine Aufgabe zu 
lösen gibt?
Gast #3709467
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Ich hab jetzt trotzdem bereits die Kondensatoren angelötet und die 
Schaltung kurz getestet. Bisher hat alles geklappt. Ich denke die beiden 
Abblockkondensatoren haben gereicht.

Das Relais zieht ca. 50mA. Was die Endstufe betrifft, so denke ich ja, 
da ich ja 3 Anschlüsse habe. Der Signal-Pin am Relaismodul schaltet eine 
Transistor, der dann das Relais schaltet.

Sry, wegen der dummen Frage, aber einen Snubber kann ich doch auch 
einfach mit einem Widerstand und einem Kondensator machen und diesen 
parallel zum Releis auf der 230V Seite schalten? Wie müsste ich die 
Kapazität und den Ohm'schen Widerstand wählen?
Gast #3709472
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Was den Controller betrifft, so ist es keine Verschwendung, da ich nun 
weiss, wie mann ihn programmiert. Es handelt sich übrigens um einen 
kapazitiven Sensor, von dem ich nicht weiss, ob ich das überhaupt ohne 
uC lösen kann. Es ist auch keine Sperrholzplatte, obwohl ich natürlich 
einsehe, dass Holz nicht die beste Lösung ist. Keine der Leiterbahnen 
kommt übrigens am Holz an.
#3709560
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MaWin schrieb:
> Aus den Gehäuse gehende Kabel müssen eine Zugentlastung haben, z.B. eine
> PG Kabelverschraubung.

Eine geschickte Befestigung per Kabelbinder an der Basisplatte dürfte in 
meinen Augen auch ausreichend sein. Eine PG-Verschraubung wäre aber auch 
schnell nachgerüstet.

MaWin schrieb:
> Dein Relais Modul hat keinen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen
> 230V und 5V.

Da hast du mich jetzt richtig sensibilisiert. Könntest du kurz 
erläutern, ob die kritischen Abstände zwischen Kleinsignal und Phase 
(1mm und 1,4mm) hier gleich zu behandeln sind? Gilt für beide hier 
Luftstrecke?
So oder so würde ich mir die nicht in die Bude basteln. Das ist mir ohne 
Zwang zu Eng, vor allem da es auch anders geht.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Leiterbahnabstände
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Gast #3709713
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ga rp schrieb:
> Gilt für beide hier Luftstrecke?

Ja. Lötstop ist kein coating.

Das Relais, mit seinem Mittenkontakt zwischen den Spulenkontakten, ist 
bauartbedingt nicht zur Trennung zwischen Schutzkleinspannung und Netz 
geeignet, wo je nach Auslegung eine Isolation nicht von 325V peak, 
sondern 1500 oder 2500V Vorschrift ist und daher die 3-fachen Abstände 
gegenüber der Funktionsisolation gefordert werden.

Das Relais taugt nur für die USA mit 127V. Der Aufdruck 250 gilt nur bei 
Funktionsisolation (wenn also die 5V beispielsweise aus einem 
Kondensatornetzeil stammen und eh nicht schutzisoliert sind).
Gast #3712467
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Nimm ein anderes Relais, dessen Anschlüsse die vorgeschriebenen 
Sicherheitsabstände einhalten.

Und auf den Snubber würde ich nicht verzichten, weil sonst die 
Relaiskontakte nicht lange halten. Ich nutze immer 220 Ohm 1/4 Watt und 
100nF 630V. Viele Leute raten zu 1000V Kondensatoren. Snubber gibts auch 
fertig zu kaufen, als ein Bauteil mit 2 Drähten dran.
Gast #3712684
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stefanus schrieb:
> Und auf den Snubber würde ich nicht verzichten, weil sonst die
> Relaiskontakte nicht lange halten. Ich nutze immer 220 Ohm 1/4 Watt und
> 100nF 630V. Viele Leute raten zu 1000V Kondensatoren.

'tschuldigung, aber diese pauschale Aussage ist Blödsinn. Bei induktiven 
Lasten verringern sie den Kontaktabbrand beim Abschalten. Im Allgemeinen 
erhöht sich dadurch die Einschaltstrombelastung der Kontakte - bei 220R 
und 100n um ca. 1,5A. Auch können durch den dadurch bedingten Ruhestrom 
seltsame Effekte bei Energiespar- oder LED-Lampen auftreten.

Für eine Tischlampe (mit Glühobst) würde so gut wie jedes Finder-Relais 
40.31/40.51 auch ohne Snubber lange genug leben.
Wenn die Lampe ein SNT entählt kommt es auf den Einschaltstrom an. Bei 
SSR ist darauf zu achten, dass diese einen Mindeststrom haben.

Also erstmal die Frage, welche Daten hat denn die Tischlampe?

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