Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Norm für UART Genauigkeit


von Jürgen H. (nobody)


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Hallo zusammen,

gibt es eine Norm die festschreibt wieviel Prozent Abweichung eine Uart 
haben darf.

Man findet hier im Forum zwischen 1% und 4% aber eine Norm als Nachweis 
konnte ich nicht finden.

So was schon mal gesehen oder gefunden?

Danke

von Knut B. (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite


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Da braucht´s keine Norm. Wenn das letzte Bit aus dem Raster läuft, ist 
der Frame hinüber. Je nach Framelänge kann der Fehler kleiner oder 
größer sein, damit noch alles korrekt erkannt wird. Bei einem 
Standard-Frame von 1Start, 8Daten, keine Parität, 1Stop (10 Bit) ist bei 
+-4% Toleranz auf jeder Seite Schluss, was worst case 8% in Summe macht. 
Das letzte Bit wird also kurz nach der einleitenden bzw. kurz vor der 
auslaufenden Flanke abgetastet. Bei 12-Bit Frames sind dann nur noch 
+-3.5% Toleranz sicher.

von Georg G. (df2au)


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Der zulässige Fehler hängt von der Implemetation ab (eine oder mehrere 
Abtastungen pro Bitzeit als Beispiel). Daher gibt es keine allgemein 
gültige Norm. Als guter Entwickler geht man vom schlechtesten Fall aus 
und hat dann 1/2 Bitzeit maximalen Fehler bei - ja wie viel Bits pro 
Zeichen haben wir? Schon wieder eine offene Definition.

von Peter D. (peda)


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Eine Norm gibt es nicht.
Du mußt Dir schon das Datenblatt des konkreten UART-Chips nehmen und es 
ausrechnen.
Oft wird eine Bitzeit in 16 Takte geteilt und im 7., 8. und 9. Takt 
abgetastet.
Und dann rechne aus, bei welcher Abweichung im letzten Stopbit im 7. 
bzw. 9. Takt der Pegel noch stimmt.
Dann teilt man den Wert /2, da im Worst-Case der Sender in die eine und 
der Empfänger in die andere Richtung abweicht. Und dann sollte man noch 
etwas für die Delays der Treiber und Kabel zulegen.

In der Praxis hat sich gezeigt, das ab >1% die Fehlerrate merkbar 
ansteigen kann.
Also mit max 0,5% ist man auf der sicheren Seite.

von Jürgen H. (nobody)


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Hier gehts nicht um Entwicklung, sondern der Erklärung eines Problems an 
die Führungsriege. Und denen ist mit "normalem" Erklären nicht geholfen.

Da kommt dann nur "Wo steht das?"

Und genau das Dokument würde ich suchen.

von Falk B. (falk)


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von Bitflüsterer (Gast)


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Da gab es doch mal irgendeine Dienstvorschrift, nach der der Soldat, ab 
einer gewissen Eintauchtiefe selbstständig mit der Schwimmbewegung zu 
beginnen hat. Die Frage ist: Wer hat mal gefordert, dass sowas in einer 
Dienstvorschrift erscheint?

Mal im Ernst: Es ist in gewisser Weise Unsinn, für so etwas eine Norm zu 
fordern. Wenn jemand danach fragt, dann sagst Du ihm, das sich die 
Grenzwerte aus einerseits dem Verfahren selbst und andererseits der 
konkreten Implementierung ergibt. Dazu suchst Du Dir noch ein bis drei 
Beispiele aus dem Netz (die Du auf Befragen auch erläutern können 
solltest) und das war's.

Ein guter Test, in wessen Abteilung Du wechseln solltest. In die eines 
derjenigen Chefs, die das verstehen.

von Michael K. (Gast)


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Jürgen H. schrieb:
> Da kommt dann nur "Wo steht das?"
>
> Und genau das Dokument würde ich suchen.

Im Datenblatt Deines Uarts.
Siehe Peters Antwort

Und Du glaubst wirklich das Du Deine Führungsriege mit schnöden 
technischen Fakten greifen kannst ?
Die Hoffnung habe ich vor langer Zeit begraben.
Sinnlos jemanden etwas erklären zu wollen der schon alles weiß.

Sag einfach Du bist Schuld und es tut Dir leid das Du Dich nicht hast 
besser von Deinem Chef führen lassen.
Dann ist das schneller vorbei ;-)

von Peter D. (peda)


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Jürgen H. schrieb:
> Da kommt dann nur "Wo steht das?"

Wie schon gesagt, im Datenblatt der konkreten ICs stehen alle nötigen 
Timings. Nur das Ausrechnen muß man selber machen.
Und das Kabel kann man mit einem Kondensator nachbilden ~100pF/m.

von Jürgen H. (nobody)


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@ Falk: Ja genau sowas habe ich gesucht. Merci


Das Problem ist nicht die Abteilung, sondern das Problem Leuten zu 
erläutern die nicht den technischen Background haben z.B. Vertrieb

von Bitflüsterer (Gast)


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Jürgen H. schrieb:
> @ Falk: Ja genau sowas habe ich gesucht. Merci

Nein. Danach hast Du nicht gefragt. Das ist keine "Norm", kein 
"Standard".

Aber gut.

von Matthias X. (current_user)


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Peter Dannegger schrieb:
> Wie schon gesagt, im Datenblatt der konkreten ICs stehen alle nötigen
> Timings. Nur das Ausrechnen muß man selber machen.
> Und das Kabel kann man mit einem Kondensator nachbilden ~100pF/m.

So würde ich es auch machen. Kurz mathematisch erklären. Alles mit 
festen Zahlen, die einzige Variable ist die Kabelkapazität. Dann sagst 
du das die höhe Kabelkapazität an minderwertigen Kabeln liegt. Jetzt 
wird sich der BWLer dran erinnern das er letztens den Anieter gewechselt 
hat um damit 5% zu sparen ;)

von Georg (Gast)


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Matthias xxx schrieb:
> Kurz mathematisch erklären.

Fürs Managment ganz falscher Ansatz, da setzt du Kenntnisse voraus die 
nur selten vorhanden sind.

Ich würde, wenn es wirklich unbedingt sein muss, eine Powerpoint-Folie 
zeichnen mit dem UART-Signal und den Abtastzeitpunkten mit verschiedenen 
positiven und negativen zeitlichen Verschiebungen, so dass man sehen 
kann, dass ab einer bestimmten Abweichung das letzte Bit nicht mehr 
korrekt abgetastet wird. Das sagt mehr als 1k Worte.

Bei den bisherigen Berechnungen wurde nicht berücksichtigt, dass ja der 
Startzeitpunkt schon unsicher ist, je nachdem mit welchem Takt 
(4..32fach) der UART abtastet, das kann die Marge nochmal halbieren. 
Würd ich aber bei der Präsentation weglassen, um die armen 
Führungskräfte nicht zu überfordern.

Georg

von Matthias X. (current_user)


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Stimmt Bilder und Folien sind besser. Aber am Ende muss trotzdem raus 
kommen das der billige Einkauf dran Schuld ist;)

von stefanus (Gast)


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Das kann man zum Beispiel in jedem Datenblatt von AVR Mikrocontrollern 
nachlesen. Da steht eine konkreten maximale Abweichung, die man nicht 
überschreiten soll.

von Michael K. (Gast)


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Matthias xxx schrieb:
> Stimmt Bilder und Folien sind besser. Aber am Ende muss trotzdem raus
> kommen das der billige Einkauf dran Schuld ist;)

Pah, der Entwickler ist das Kamel auf dem der Kaufmann zum Erfolg 
reitet, das lassen die sich doch nicht durch irgendwelche verwirrenden 
Erklärungen kaputtmachen.

Ganz schlechter Ansatz den Jungs schlüssig nachzuweisen das einer der 
ihren Schuld ist.
Wer war denn der Trottel der dem Einkauf keine korrekten Vorgaben 
gemacht hat ?
Schuld bist Du trotzdem nur diskutieren die nicht mehr mit Dir wenn die 
mal verloren haben sondern entscheiden gleich über Deinen Kopf.
Geordneter Rückzug in gebücker Haltung kommt immer gut an.

Diese ganz renitenten Untergebenen behalten die nämlich besonders gut 
im Auge.

von Der E. (rogie)


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Bitflüsterer schrieb:
> Da gab es doch mal irgendeine Dienstvorschrift, nach der der Soldat, ab
> einer gewissen Eintauchtiefe selbstständig mit der Schwimmbewegung zu
> beginnen hat. Die Frage ist: Wer hat mal gefordert, dass sowas in einer
> Dienstvorschrift erscheint?

Es gibt sogar eine Dienst- Anweisung, die aussagt, dass bei Einbruch der 
Dämmerung mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen ist.

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