Hallo zusammen, gibt es eine Norm die festschreibt wieviel Prozent Abweichung eine Uart haben darf. Man findet hier im Forum zwischen 1% und 4% aber eine Norm als Nachweis konnte ich nicht finden. So was schon mal gesehen oder gefunden? Danke
Da braucht´s keine Norm. Wenn das letzte Bit aus dem Raster läuft, ist der Frame hinüber. Je nach Framelänge kann der Fehler kleiner oder größer sein, damit noch alles korrekt erkannt wird. Bei einem Standard-Frame von 1Start, 8Daten, keine Parität, 1Stop (10 Bit) ist bei +-4% Toleranz auf jeder Seite Schluss, was worst case 8% in Summe macht. Das letzte Bit wird also kurz nach der einleitenden bzw. kurz vor der auslaufenden Flanke abgetastet. Bei 12-Bit Frames sind dann nur noch +-3.5% Toleranz sicher.
Der zulässige Fehler hängt von der Implemetation ab (eine oder mehrere Abtastungen pro Bitzeit als Beispiel). Daher gibt es keine allgemein gültige Norm. Als guter Entwickler geht man vom schlechtesten Fall aus und hat dann 1/2 Bitzeit maximalen Fehler bei - ja wie viel Bits pro Zeichen haben wir? Schon wieder eine offene Definition.
Eine Norm gibt es nicht. Du mußt Dir schon das Datenblatt des konkreten UART-Chips nehmen und es ausrechnen. Oft wird eine Bitzeit in 16 Takte geteilt und im 7., 8. und 9. Takt abgetastet. Und dann rechne aus, bei welcher Abweichung im letzten Stopbit im 7. bzw. 9. Takt der Pegel noch stimmt. Dann teilt man den Wert /2, da im Worst-Case der Sender in die eine und der Empfänger in die andere Richtung abweicht. Und dann sollte man noch etwas für die Delays der Treiber und Kabel zulegen. In der Praxis hat sich gezeigt, das ab >1% die Fehlerrate merkbar ansteigen kann. Also mit max 0,5% ist man auf der sicheren Seite.
Hier gehts nicht um Entwicklung, sondern der Erklärung eines Problems an die Führungsriege. Und denen ist mit "normalem" Erklären nicht geholfen. Da kommt dann nur "Wo steht das?" Und genau das Dokument würde ich suchen.
Da gab es doch mal irgendeine Dienstvorschrift, nach der der Soldat, ab einer gewissen Eintauchtiefe selbstständig mit der Schwimmbewegung zu beginnen hat. Die Frage ist: Wer hat mal gefordert, dass sowas in einer Dienstvorschrift erscheint? Mal im Ernst: Es ist in gewisser Weise Unsinn, für so etwas eine Norm zu fordern. Wenn jemand danach fragt, dann sagst Du ihm, das sich die Grenzwerte aus einerseits dem Verfahren selbst und andererseits der konkreten Implementierung ergibt. Dazu suchst Du Dir noch ein bis drei Beispiele aus dem Netz (die Du auf Befragen auch erläutern können solltest) und das war's. Ein guter Test, in wessen Abteilung Du wechseln solltest. In die eines derjenigen Chefs, die das verstehen.
Jürgen H. schrieb: > Da kommt dann nur "Wo steht das?" > > Und genau das Dokument würde ich suchen. Im Datenblatt Deines Uarts. Siehe Peters Antwort Und Du glaubst wirklich das Du Deine Führungsriege mit schnöden technischen Fakten greifen kannst ? Die Hoffnung habe ich vor langer Zeit begraben. Sinnlos jemanden etwas erklären zu wollen der schon alles weiß. Sag einfach Du bist Schuld und es tut Dir leid das Du Dich nicht hast besser von Deinem Chef führen lassen. Dann ist das schneller vorbei ;-)
Jürgen H. schrieb: > Da kommt dann nur "Wo steht das?" Wie schon gesagt, im Datenblatt der konkreten ICs stehen alle nötigen Timings. Nur das Ausrechnen muß man selber machen. Und das Kabel kann man mit einem Kondensator nachbilden ~100pF/m.
@ Falk: Ja genau sowas habe ich gesucht. Merci Das Problem ist nicht die Abteilung, sondern das Problem Leuten zu erläutern die nicht den technischen Background haben z.B. Vertrieb
Jürgen H. schrieb: > @ Falk: Ja genau sowas habe ich gesucht. Merci Nein. Danach hast Du nicht gefragt. Das ist keine "Norm", kein "Standard". Aber gut.
Peter Dannegger schrieb: > Wie schon gesagt, im Datenblatt der konkreten ICs stehen alle nötigen > Timings. Nur das Ausrechnen muß man selber machen. > Und das Kabel kann man mit einem Kondensator nachbilden ~100pF/m. So würde ich es auch machen. Kurz mathematisch erklären. Alles mit festen Zahlen, die einzige Variable ist die Kabelkapazität. Dann sagst du das die höhe Kabelkapazität an minderwertigen Kabeln liegt. Jetzt wird sich der BWLer dran erinnern das er letztens den Anieter gewechselt hat um damit 5% zu sparen ;)
Matthias xxx schrieb: > Kurz mathematisch erklären. Fürs Managment ganz falscher Ansatz, da setzt du Kenntnisse voraus die nur selten vorhanden sind. Ich würde, wenn es wirklich unbedingt sein muss, eine Powerpoint-Folie zeichnen mit dem UART-Signal und den Abtastzeitpunkten mit verschiedenen positiven und negativen zeitlichen Verschiebungen, so dass man sehen kann, dass ab einer bestimmten Abweichung das letzte Bit nicht mehr korrekt abgetastet wird. Das sagt mehr als 1k Worte. Bei den bisherigen Berechnungen wurde nicht berücksichtigt, dass ja der Startzeitpunkt schon unsicher ist, je nachdem mit welchem Takt (4..32fach) der UART abtastet, das kann die Marge nochmal halbieren. Würd ich aber bei der Präsentation weglassen, um die armen Führungskräfte nicht zu überfordern. Georg
Stimmt Bilder und Folien sind besser. Aber am Ende muss trotzdem raus kommen das der billige Einkauf dran Schuld ist;)
Das kann man zum Beispiel in jedem Datenblatt von AVR Mikrocontrollern nachlesen. Da steht eine konkreten maximale Abweichung, die man nicht überschreiten soll.
Matthias xxx schrieb: > Stimmt Bilder und Folien sind besser. Aber am Ende muss trotzdem raus > kommen das der billige Einkauf dran Schuld ist;) Pah, der Entwickler ist das Kamel auf dem der Kaufmann zum Erfolg reitet, das lassen die sich doch nicht durch irgendwelche verwirrenden Erklärungen kaputtmachen. Ganz schlechter Ansatz den Jungs schlüssig nachzuweisen das einer der ihren Schuld ist. Wer war denn der Trottel der dem Einkauf keine korrekten Vorgaben gemacht hat ? Schuld bist Du trotzdem nur diskutieren die nicht mehr mit Dir wenn die mal verloren haben sondern entscheiden gleich über Deinen Kopf. Geordneter Rückzug in gebücker Haltung kommt immer gut an. Diese ganz renitenten Untergebenen behalten die nämlich besonders gut im Auge.
Bitflüsterer schrieb: > Da gab es doch mal irgendeine Dienstvorschrift, nach der der Soldat, ab > einer gewissen Eintauchtiefe selbstständig mit der Schwimmbewegung zu > beginnen hat. Die Frage ist: Wer hat mal gefordert, dass sowas in einer > Dienstvorschrift erscheint? Es gibt sogar eine Dienst- Anweisung, die aussagt, dass bei Einbruch der Dämmerung mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen ist.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.