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#3751988
Ich bin dabei zu versuchen das Signal eines induktiven Drehzahl-Sensors
("OT Geber") in ein Rechtecksignal zu konvertieren. Das ganze soll an
einen älteren Mercedes Transporter zur Drehzahlmessung kommen.*
Der Sensor liefert bei Leerlauf (ca. 730 U/min) ein Signal wie es im
Bild zu sehen ist (der Sensor ist potentialfrei, kann man also umpolen
falls das was hilft). Es kommt eine Spannungs-Spitze mit ca. 250mV,
gefolgt von einer Spitze mit ungefähr der selben Amplitude aber
umgekehrter Polarität.
Der Motor dreht bis knapp über 5.000 U/min, bin aber noch nicht dazu
gekommen da zu messen. Vermutlich sind die Impulse schmäler, und es
kommen Peaks mit einer höherer Spannung raus. Vermute mal die
Spannungsspitzen werden da so ca. 1.8 Volt haben, falls man das einfach
linear hochrechnen kann. Werde versuchen ein Messung bei 5.000 U/min
nachzuholen sobald ich Kabel dafür verlegt habe, damit ich gleichzeitig
Fahrpedal und Oszi bedienen kann...
Mein Ziel wäre es eine Schaltung zu bauen die ein Rechtecksignal
liefert:
- Bei der ersten Flanke der ersten Spitze soll der Ausgang der Schaltung
auf "High" gehen.
- Bei der "letzten" Flanke der zweiten Spitze soll der Ausgang wieder
auf "Low" gehen.
Versorgungsspannung ist +12 Volt (also KFZ, mit Spannung typischerweise
im Bereich +12V bis +14V). High wäre irgendwas im Bereich zwischen
Versorgungsspannung und +10 Volt, Low irgendwas bei 0 Volt.
Leider sind meine Schaltungstechnik-Fähigkeiten nur sehr rudimentär
ausgebildet, würde aber doch gerne was selber machen. Habe mir schon
einfache (mit Transistor diskret aufgebaute) Schmitt-Trigger angesehen,
und einfache IC-Komparator-Schaltungen. Abgesehen vom kleinen
Spannungshub scheint aber vor allem der Polaritätswechsel ein Problem zu
sein.
Kann mir jemand einen Tipp geben was man da machen könnte? Ich würde
gerne eine "einfache" diskrete Schaltung realisieren, nur mit dem
"notwendigsten", also z.B. Transistoren (bzw. einfachen ICs),
Widerständen, Kondensatoren, (Z-)Dioden, u.ä.. Was könnte man da machen?
Schmitt-Trigger, Komparator, Flip-Flops, ...? Auf moderne IC,
Spannungsregler, etc. würde ich gerne verzichten, das soll etwas werden
was dem Alter des Fahrzeugs angemessen ist, und bei dem für mich (und
andere?) was zu lernen ist.
--
* Für alle die an Details zur Sensor-Wahl interessiert sind, es handelt
sich um einen OT Geber (NOS, "New Old Stock") mit der
Mercedes-Teilenummer A0031530628 (bzw. Beru 0 791 325 010) aus einem
SL300, und der Motor des Transporters ist ein OM601. Ein moderner
Zahnrad-/Drehzahl-Sensor – wie z.B. der Cherry GS100502 - wäre
elektrisch wesentlich einfacher zu adaptieren, passt aber an der
vorgesehen Stelle mechanisch und optisch (ROT!) nicht hin. Außerdem habe
ich den original OT-Geber bereits, und meine Selbstschrauber-Ehre
gebietet es den jetzt zum Laufen zu bekommen.
