Hallo zusammen, ich will den absoluten Gier-Winkel meines Modellbau-Helikopters bestimmen, um die Drift des Gyros zu kompensieren. Als erstes fällt einem da das Erdmagnetfeld ein, aber: Durch magnetische Einflüsse entsteht eine Missweisung. Diese kann so stark sein (bis zu 180°), dass ein kontrolliertes autonomes Fliegen nicht mehr möglich ist, siehe Seite 22 unter: http://www.uni-oldenburg.de/fileadmin/user_upload/informatik/download/Dissertation_Final_Puls.pdf Es gibt zwar Ideen zur Erkennung und Kompensation dieser Missweisung, aber ich finde, das Prinzip bedeutet viel Aufwand und unsicher ist das Verfahren trotzdem noch, siehe Kapitel 3.3 unter: http://www8.informatik.uni-wuerzburg.de/fileadmin/10030800/user_upload/quadcopter/Abschlussarbeiten/Magnetfehlererkennung_Bethge_BA.pdf Also habe ich überlegt, ich könnte eine Funkpeilung auf den DCF77-Sender machen. Außerhalb der DCF-77-Reichweite gäbe es sicher Alternativen, das ist aber erstmal egal. Ich könnte entweder einen Ferritstab zum drehen auf einen Servo setzen, oder zwei um 90° verdrehte Ferritstäbe nutzen, und aus dem Amplitudenverhältnis den Winkel bestimmen. Aber Das Gewicht dieser Konstruktionen macht mir in einem Modellbau-Helikopter Sorgen. Hat noch jemand 'ne bessere Idee? VG Torsten
>Als erstes fällt einem da das Erdmagnetfeld ein, aber: Durch magnetische >Einflüsse entsteht eine Missweisung. Diese kann so stark sein (bis zu >180°), dass ein kontrolliertes autonomes Fliegen nicht mehr möglich ist, >siehe Seite 22 unter: Aus diesem Grund wurde der Kreiselkompass erfunden. >Also habe ich überlegt, ich könnte eine Funkpeilung auf den DCF77-Sender >machen. Blödsinn pur.
holger schrieb: > Kreiselkompass holger schrieb: >>Als erstes fällt einem da das Erdmagnetfeld ein, aber: Durch > magnetische >>Einflüsse entsteht eine Missweisung. Diese kann so stark sein (bis zu >>180°), dass ein kontrolliertes autonomes Fliegen nicht mehr möglich ist, >>siehe Seite 22 unter: > > Aus diesem Grund wurde der Kreiselkompass erfunden. Aus dem Grunde der magnetischen Missweisung wurde der Kreiselkompass erfunden? Das ist ja äußerst interessant... und falsch. http://de.wikipedia.org/wiki/Deklination_%28Geographie%29
holger schrieb: > Aus diesem Grund wurde der Kreiselkompass erfunden Das mag vielleicht sein, aber hier geht um die Kompensation der Drift des Kreiselkompasses. holger schrieb: > Blödsinn pur Darum frage ich, ob Du eine bessere Idee zur Kompensation der Drift hast.
Ist man nicht zu nah am DCF77, wäre seine Peilung bei bekannter Richtung zum Sender eine Überlegung wert. Um das Minimum zu finden, muss der Ferritstab aber immer in Bewegung sein. Für die Eindeutigkeit ist zusätzlich noch eine E-Feld-(Draht-)Antenne nötig, die sich bei der Landung auch mal in den Rotoren verfangen kann. Alternativ könnte aber auch ein ungenauer Kompass für die Eindeutigkeit sorgen. Das Elektrische lässt sich abgleichen und auf eine Genauigkeit von +/-5...10° bringen (solange es keine Störungen von Gewittern, Überlagerung von Boden- und Raumwelle etc. gibt. Die ganze Mimik frisst aber auch eine Menge Energie für das Betreiben und Transportieren...
So schlecht ist die Idee nicht, nur würde ich da eher MW oder LW Sender nutzen. In der Regel sollte man da auch einen stärkeren Sender irgendwo in der Nähe haben. Die Frequenzen sind höher und der Ferritestab kann wohl etwas kleiner werden. Bein Ferritestab könnte man ggf. noch die Form auf Gewicht optimieren. Alternativ zum Ferritestab ginge ggf. auch noch eine Rahmenantenne. Die Frequenz und Richtung müsste man ggf. vor dem Start anpassen. So wild wird es mit den Fehlern des Erdmagnetfeldes meist nicht sein. Die großen Fehler sind ja eher lokal begrenzt - an den meisten Orten geht es also. In der Luft (outdoor) hat man auch eher wenig lokale Störungen durch Eisenkonstruktionen. Die andere Methode wäre das GPS Signal zu nutzen, also die Richtung der Bewegung wenn man sich Fortbewegt. Bei viel Wind könnte das aber daneben gehen. Schließlich könnte man auch nach den Sternen, insbesondere der Sonne gehen - mit Polfilter geht das auch noch bei trübem Wetter.
Torsten C. schrieb: > aber hier geht um die Kompensation der Drift > des Kreiselkompasses. Ich dachte es geht darum die Drift des Gyros zu kompensieren... https://de.wikipedia.org/wiki/Kreiselkompass
Ich hätte Bauchschmerzen dabei, da es nicht sicher ist, ob das Signal immer aus der direkten Richtung kommt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass unterschiedliche Untergründe oder Bebauungen unterschiedliche Richtungen ergeben. Ich würde das übrigens dann wenn möglich nicht mit Ferritantennen machen, sondern mit Luftspulen. Die müssen dann halt größer sein aber nicht unbedingt schwerer.
In der Diplomarbeit (s.o.) steht, wie auch ich denke: "Das Systen soll im Vorfeld denierte Aufgaben automatisch, korrekt und robust ausführen." Also auch bei "Störungen von Gewittern" (s.o.), genauer als ein "ungenauer Kompass" (s.o.), auch "bei viel Wind" (s.o.) und auch bei Bewölkung (siehe oben, "Sonne und Sterne"). Ulrich schrieb: > einen stärkeren Sender irgendwo in der Nähe Das klingt gut, das schaue ich mir mal genauer an. :-) Ulrich schrieb: > Alternativ zum Ferritestab ginge ggf. auch noch eine Rahmenantenne. Rahmenantennen sind groß. Für den Modellbau bin ich skeptisch. Vielleicht 'ne drehbare Yagi-Uda-Antenne zum nächsten Mobilfunkmast? Leider ist die Feldstärke dabei sehr ungleichmäßig, das erschwert die "Maximumpeilung". Und für UKW und UHF sind die Antennen wieder zu groß. :-(
PS: Und dann das noch: Ein halbes Jahr werden die meisten Lang- und Mittelwellensender in Deutschland noch senden, dann ist Schluss. http://www.radioszene.de/55530/2015-stirbt-die-mittelwelle.html DCF-77 hält bestimmt länger.
Torsten C. schrieb: > Als erstes fällt einem da das Erdmagnetfeld ein, aber: Durch magnetische > Einflüsse entsteht eine Missweisung. Die Missweisung ist keine kleinräumige Struktur, weil die vom Erdmagnetfeld und lokal z.B. auch von Erzlagerstätten abhängt. http://de.wikipedia.org/wiki/Missweisung Was du meinst, ist vermutlich Deviation. Und solange du mit dem Heli nicht durch Hochspannungsmasten fliegst, wird sich die in der freien Natur eher in Grenzen halten.
Hi Torsten, die magnetische Missweisung ist z.B. in Sichtflugkarten eingetragen. Ich habe da zufällig ein paar alte Karten im Angebot: Beitrag "Re: Bücher: Der Privatflugzeugführer" Missweisung ist in Deutschland kein großes Thema, im Nürnberger Raum ca. 1°Ost. Cheerio, Marcus
Marcus H. schrieb: > Missweisung ist in Deutschland kein großes Thema, im Nürnberger Raum ca. > 1°Ost. ...und wie ist es in unmittelbarer Nähe eines grösseren Eisenerzlagers?
Harald Wilhelms schrieb: > Marcus H. schrieb: > >> Missweisung ist in Deutschland kein großes Thema, im Nürnberger Raum ca. >> 1°Ost. > > ...und wie ist es in unmittelbarer Nähe eines grösseren Eisenerzlagers? Da wirds mehr sein. Aber in Relation zur Missweisung die der Elektromotor an Board produziert, kann man das alles erst mal ignorieren, denke ich. Ich denke dem TO schwant schön langsam, warum eine professionelle IMU, mit der Flugzeuge auch über den Atlantik fliegen können, nicht um ein Butterbrot zu haben sind. Der Traum, seinen Heli autonom von München nach Frankfurt fliegen zu lassen, sollte er erst mal ein wenig zurückstellen und lieber mal mit kleineren Brötchen anfangen.
Zum "Elektromotor an Board": Neben Hochspannungsmasten und Eisenerzlagern gibt es viele weitere Störfelder. Auf Seite 21 der o.g. Bachelorarbeit ist z.B. der Einfluss der Brushless-Motoren aufgezeigt. In der freien Natur und in der Flugphase sehe ich weniger ein Problem, auch die quasi statische Missweisung aus Sichtflugkarten könnte man problemlos kompensieren (Danke, Marcus). Ein Problem sehe ich beim Starten und Landen in unbekannten Umgebungen oder z.B. auf einem Auto-Dach oder bei Tests in einer Sporthalle oder Garage. Aber um's erstmal nicht zu kompliziert zu machen, versuche ich mit den gegebenen Sensoren eines LSM9DS0 IMUs auszukommen und werde den Start- und Landeplatz mit einem Elektromagneten in Nord-Süd-Richtung markieren: Ein Flacheisen, ca. 1m Lang und ein paar Wicklungen CuL-Draht. Mittelfristig interessiert mich schon eine Lösung, die ohne Landeplatz-Markierung auskommt. Ich werde - weil's einfach ist - auch mal zwei GPS-Empfänger mit ca. 1m Abstand ausprobieren. Für die Funkpeilungs-Idee scheint DCF-77 wohl langfristig doch die beste Wahl zu sein. PS: Ach ja, ich wollte ohnehin an der "Heckflosse" des Helis noch ein Accerelometer platzieren, der hilft auch noch, die Gier-Winkelgeschwindigkeiten genauer zu messen. Vielleicht wird dadurch dir Drift geringer und reicht vielleicht für "Starten und Landen". Karl Heinz schrieb: > Der Traum, seinen Heli autonom von München > nach Frankfurt fliegen zu lassen ... Ach! (Loriot) Wie gesagt: Start und Landung sind erstmal wichtiger!
Torsten C. schrieb: > Ich werde - weil's einfach ist - auch mal zwei GPS-Empfänger mit ca. 1m > Abstand ausprobieren. Was genau versprichst du dir davon? Oliver
Oliver S. schrieb: > Was genau versprichst du dir davon? Den Gierwinkel bestimmen! Hast Du das schon mal ausprobiert?
hi, glaubst du, der empfang von dcf77 ist eine schöne keule die genau auf den sender zeigt? das würde mich wundern. wenn das besser als kompass funktionieren würde, wäre das in der szene schon aufgetaucht. unwahrscheinlich, daß es noch niemand versucht hat. den drift mit acc am heck kompensieren kannst du vermutlich vergessen. die acc sind viel zu ungenau im verhältnis zum gyro. die verfügbaren gyros sind schon verdammt gut, da wirst du ausser ergänzend durch gps mit keiner bastellösung was werden. ausser eben kompass. direkte störungen durch das gerät sind gar nicht so schlimm und vor allem konstant. strom kompensiert sich bei dc und bei motoren ist es ein wechselfeld. also kannst du eine tabelle bauen angezeigter wert vs. wirklicher wert. übel sind aber alle dinge wie stahlbeton. die verbiegen das bis zur unbrauchbarkeit. das sind eigene erfahrungswerte, ich hab zu einem ähnlichen zweck damit rumprobiert. vor allem, was soll das? für autonomes fliegen nützt es dir gar nichts, ob du den gierwinkel nun auf 30° oder 1° genau kennst. jede luftbewegung macht dir das kaputt. ohne gps wird das sowieso nix. für die höhe brauchst du dann noch luftdruck, weil gps da sehr ungenau ist und in bodennähe zum landen noch us, weil der druck dafür wiederum zu ungenau ist und zu sehr driftet. gruß, norbert
Norbert S. schrieb: > übel sind aber alle dinge wie stahlbeton. die verbiegen das bis zur > unbrauchbarkeit. Genau das ist das Problem. Gerade in der Entwicklungspase der Flugregelung werde ich natürlich indoor arbeiten. Zuerst kommen "Start" und "Landung", also auch das "klar kommen" mit dem Bodeneffekt. Norbert S. schrieb: > für autonomes fliegen nützt es dir gar nichts In der Flugphase sehe ich das auch so, steht auch schon mehrfach oben geschrieben. Aber um's mal genau zu erklären: Der Helikopter kennt nur Links/Rechts und Vorn/Hinten. Wenn er eine Position halten soll, muss er den Gier-Winkel kennen, um bei einer Positionsabweichung in die richtige Richtung (Nord/Süd und West/Ost) steuern zu können. Insbesondere bei Start und Landung ist Präzision wichtig. Und da bei der Entwicklung der Flugregelung alles noch etwas langsamer geht, kann so ein "Test-Hüpfer" schon mal ein paar Minuten dauern, da kommt dann langsam die Drift ins Spiel.
Na ja, indoor und GPS passen ja auch nicht wirklich zusammen. Da hilft nur noch Bildverarbeitung. Oliver
hi, dann mach das einfach mit kompass. glaub mir, das ist der einfachste teil. beim start nullen und ne simple zweipunktregelung mit ein paar grad hysterese und fertig. da funktioniert auch indoor. das hat bei meinem quadrocopter 1a funktioniert, also entweder "jetzige ausrichtung halten" oder "wie auf start ausrichten". bei der höhenregelung kannst du dich im vergleich dazu mal richtig warm anziehen. um die position zu halten, reicht eine genauigkeit von ein paar grad und relativ ist das kein problem. wenn der kompass statt 10° abweichung 20° anzeigt ist das doch kein problem. horizontal driftet die kiste doch sowieso. gruß, norbert
Oliver S. schrieb: > Na ja, indoor und GPS passen ja auch nicht wirklich zusammen. Ach! (Loriot) > Da hilft nur noch Bildverarbeitung. Ultraschall in einer Zimmer-Ecke ist einfacher, zumindest wenn der Gier-Winkel stabil gehalten werden kann. Norbert S. schrieb: > um die position zu halten, reicht eine genauigkeit von ein paar grad Das ist einen Versuch wert. Und falls nicht, gäbe es ja noch die Flacheisen-Methode˄˄, zumindest für Indoor mit Stahlbeton. Ich kann's ja erstmal ohne probieren. Norbert S. schrieb: > glaubst du, der empfang von dcf77 ist eine schöne keule die genau auf > den sender zeigt? Wikipedia sagt: > Für Längst-, Lang- und Mittelwelle wird das Verfahren der Minimumpeilung > angewandt, bei dem eine Ferrit- oder Rahmenantenne so lange gedreht wird, > bis das Signal eine minimale Intensität hat. Bessere Methoden sind m.E. nicht bekannt. Karl Heinz schrieb: > Ich denke dem TO schwant schön langsam, warum eine professionelle IMU, > mit der Flugzeuge auch über den Atlantik fliegen können, nicht um ein > Butterbrot zu haben sind. Zaubern können die auch nicht. Gib's denn was für mehr Geld besseres als Erdmagnetfeld oder Funkpeilung? "Über den Atlantik" ist kein "still stehen und Position halten". Ohne Geschwindigkeitsvektor ist die Gierwinkel-Stabilisierung m.E. sogar viel schwieriger als beim Strecken-Flug.
Norbert S. schrieb: > horizontal driftet die kiste doch sowieso Im Gegenteil. Indoor wird mit Ultraschall die Drift kompensiert (Zimmerecke˄˄) und outdoor per GPS. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich DGPS mit Billig-China-GPS-Empfängern umsetzen kann. Eventuell kommt halt doch 'ne Nadir-Kamera zum Einsatz, dann wäre auch das Problem mit der Gierwinkel-Drift bei Start und Landung gelöst. In der Nacht kann ja noch ein LED-Scheinwerfer nach unten leuchten.
Torsten C. schrieb: > Gib's denn was für mehr Geld besseres als > Erdmagnetfeld oder Funkpeilung? ja, gyros. du hast ja nicht genau gesagt, ob man das kaufen können soll und was "mehr geld" bedeutet. in modernen u-booten sind gyros drin, die so genau sind, daß man damit den breitengrad und inert auch die fahrt über die längengrade feststellen kann. das soll so genau sein, daß man damit quer über den atlantik die hafeneinfahrt trifft. ohne gps (funktioniert da unten nicht) oder echolot und seekarten (könnte man orten). aber wie gesagt, das hat nichtmal digikey, vermutlich, weil die shop-software die ganzen stellen des preises nicht anzeigen kann ;-) probier doch erstmal mit kompass, das ist billig und einfach. gruß, norbert
ach ja, der klassische kompass hat ja auch auf schiffen noch seine berechtigung. das ist natürlich worst case, mit dem ganzen stahl drumherum. also werden die auch eingemessen und kalibriert. genau das kannst du auch machen, zumindest was das fluggerät selbst angeht. aber die absolute genauigkeit brauchst du ja gar nicht und position halten geht ohne gps sowieso nicht.
Oooch, das mit der Kompassabweichung hat man in großen Fortbewegungsmitteln recht gut gelöst. In diesem Bild http://www.mikrocontroller.net/attachment/226405/DSCF1252_1080.jpg sieht man unter dem Whiskeyglasskompass so einen kleinen weißen Zettel kleben - die Deviationstabelle. Detail im Anhang an diesen Post. Diese wird bei Nachprüfungen regelmäßig kontrolliert und ggf. angepasst. Hab grad kein Bild zur Hand, aber als ich das letzte Mal vorne links in einer 747 Platz genommen habe, war meine erste Frage auch "Wo ist Euer Whiskeyglass?". So ein Teil, in Verbindung mit etwas trainierter Wetware, einer Armbanduhr und einer Karte ist nicht zu unterschätzen. Speziell wenn der Rest der Hardware gerade überraschend Urlaub angemeldet hat. Den alten Kurskreisel stellt man im unbeschleunigten Geradeausflug immer wieder dem Magnetkompass nach, da die Erde ja alle Stunde so ca. 15° weiterrotiert.
Hmmm ... dafür gibts doch auch etwas fertiges, passendes ... http://de.wikipedia.org/wiki/Drehfunkfeuer Gruß Jobst
Jobst M. schrieb: > dafür gibts doch auch etwas fertiges, passendes Danke, als GPS-Alternative vielleicht. Mal schauen, ob das genauer ist. Aber wie bestimme ich mit einem Drehfunkfeuer beim "Position halten" den Gierwinkel? Anwendungsfall: 10 Minuten an magnetisch "verseuchter" Stelle genau an einer Stelle Fliegen und an einer Leine eine Last aufnehmen. Warum der Gierwinkel zum "Position halten" wichtig ist, hatte ich oben ja bereits geschrieben.
Torsten C. schrieb: > Ich werde - weil's einfach ist - auch mal zwei GPS-Empfänger mit ca. 1m > Abstand ausprobieren. Mit Allerwelts-GPS Empfängern dürfte das schwierig werden. Für einen GPS-Kompass brauchst du die Phasendifferenz von zwei GPS-Antennen. Kommerzielle Lösungen kommen bei 1,6m Antennenabstand auf 0,1° Richtungsgenauigkeit (Such mal nach PPU) http://www.navicomdynamics.com/media/documents/Some%20GPS%20misunderstandings-Sep%202013.pdf (S.20)
Hey Thorsten, wenn Du es einfach haben willst dann nimm doch einfach den Sonne als Korrekturreferenz. Das sowas funktioniert wurde hier gezeigt: http://wiki.paparazziuav.org/wiki/Infrared_Sensors Zum VOR: Damit kann man seine Position bestimmen, aber NICHT sein Heading, auch nicht mit Kreuzpeilung. Dafür gibt es einen sogenannten ADF (Automated Direction Finder = Radiokompass). http://de.wikipedia.org/wiki/Radiokompass Grüße, Stefan
VOR/UKW-Drehfunkfeuer lagen mir die ganze Zeit auf der Zunge. :) ABER: Man braucht eine quasioptische Verbindung zu dem Teil und in den Flughöhen, in denen das möglich ist, möchte ich wirklich keiner Hobbydrohne begegnen. Die ganze Flugnavigation ist für Streckenflieger in Reiseflughöhen gedacht.
Torsten C. schrieb: > Danke, als GPS-Alternative vielleicht. Mal schauen, ob das genauer ist. Nahe eines VORs ja, weiter Entfernt nicht. Etwa 3° Genauigkeit. > Aber wie bestimme ich mit einem Drehfunkfeuer beim "Position halten" den > Gierwinkel? Stefan H. schrieb: > Zum VOR: Damit kann man seine Position bestimmen, aber NICHT sein > Heading, auch nicht mit Kreuzpeilung. Ach, ich hatte einen Knoten im Hirn ... Du bekommst dabei ja nur den Winkel von Dir vom VOR. Marcus H. schrieb: > ABER: Man braucht eine quasioptische Verbindung zu dem Teil und in den > Flughöhen, in denen das möglich ist, möchte ich wirklich keiner > Hobbydrohne begegnen. Die Frage ist: Was machst Du da? > Die ganze Flugnavigation ist für Streckenflieger in Reiseflughöhen > gedacht. Nein, das ist nicht wahr. Das funktioniert ab ein paar Metern Höhe wunderbar. Da habe ich persönliche Erfahrungen. Möglicherweise ist es Abhängig von der Entfernung zum Sender. Gruß Jobst
Hi Jobst, Deine Frage war: Was machst Du da? -> Rat mal... ;) <- Marcus
Andere Idee, 2 Gyros vom gleichen Typ verwenden die aber um 180 ° gedreht aber wärmegekoppelt montiert werden. Bei einer Drehung ergibt der eine eine positiven der andere einen negativen Gier Wert. Der Betrag sollte aber bei beiden identisch sein. In Ruheposition, also ohne Drehung zeigen ja beide einen Drift. Diese hat hier jedoch ebenfalls ein unterschiedliches Vorzeichen. Der Mittelwert zwischen beide müsste der Nullpunkt sein. Damit wäre die Drift des einzelnen ausrechenbar. Ja ich weiß das beide Gyros nicht 100 % identisch sind, aber für die Kompensation sollte das reichen.
Abgesehen davon, dass wir VOR mittlerweile als Lösung ausgeschlossen haben ... Marcus H. schrieb: > Deine Frage war: Was machst Du da? > > -> Rat mal... ;) <- Keine Ahnung, was ein Mensch in ca. 10-20m über dem Boden macht. Die Frage war ernst gemeint! Gruß Jobst
>Mit Allerwelts-GPS Empfängern dürfte das schwierig werden. Für einen >GPS-Kompass brauchst du die Phasendifferenz von zwei GPS-Antennen. >Kommerzielle Lösungen kommen bei 1,6m Antennenabstand auf 0,1° >Richtungsgenauigkeit (Such mal nach PPU) Eine weitere Möglichkeit wäre: "Mach langsam". Irgendwann wird der EU-Wahnsinn (ein eigenes GPS-System) zur Realität. Der soll dann ja genauer sein.
Torsten C. schrieb: > Als erstes fällt einem da das Erdmagnetfeld ein, aber: Durch magnetische > Einflüsse entsteht eine Missweisung. Diese kann so stark sein (bis zu > 180°), dass ein kontrolliertes autonomes Fliegen nicht mehr möglich ist, > siehe Seite 22 unter: Ist das ein theoretisches Problem oder tritt es tatsächlich in Deinem Design auf? Nutzt Du den Hubschrauber, um Umspannwerke zu inspizieren? Es erscheint mir am sinnvollsten, mit einem geeigneten Algorithmus zu bewerten welchen Datenquelle die zuverlässigste ist (Gyro oder Kompass) und dementsprechend den Gierwinkel einzustellen.
Hallo Jobst, in meinem von Dir zitierten Post habe ich geschrieben: Marcus H. schrieb: > ABER: Man braucht eine quasioptische Verbindung zu dem Teil und in den > Flughöhen, in denen das möglich ist, möchte ich wirklich keiner > Hobbydrohne begegnen. Und in den dort angesprochenen Flughöhen (meist 4000ft+) hangele ich mich üblicherweise auf Streckenflügen den VORs entlang. Es ist durchaus möglich, an manchen Stellen Bodenempfang von VORs zu haben. Das ist dann aber eher eine Besonderheit und nicht der geplante Einsatzzweck. Zu jeder VOR Station gibt es Betriebsinformationen, welche die garantierte Reichweite in Abhängigkeit von der Flughöhe spezifizieren. Grüße, Marcus
Mir ist schon klar, was Du geschrieben hast. Marcus H. schrieb: > Es ist durchaus möglich, an manchen Stellen Bodenempfang von VORs zu > haben. > Das ist dann aber eher eine Besonderheit und nicht der geplante > Einsatzzweck. Da irrst Du Dich aber. Die Signale müssen auch noch recht tief empfangbar sein. Gruß Jobst
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